Das Hexikon

Die Sprache ist wie der Finger, der auf den Mond zeigt.
Der Mond ist das Erwachen.
Wenn man den Finger, der auf den Mond zeigt,
für den Mond selbst hält,
so ist das nichts Anderes als Torheit.
Aber ohne den Finger, der die Richtung weist,
ist der Mond nur schwer zu finden.

Im Garten der Stille: Hölderlin im Gespräch mit Zenmeister Dōgen
von Gerhardt Staufenbiel


Ich wollte einen Artikel zu Stadtgeistern schreiben.
Dabei hab ich gemerkt, dass ich erst mal was zu meiner magischen Praxis an sich zu sagen hab.
Dabei hab ich gemerkt, dass ich erst mal überlegen muss, was ich mit „Magie“ eigentlich meine.
Dabei hab ich gemerkt, dass ich erst mal erklären muss, was ich mit den Begriffen meine, mit denen ich Magie zu erklären versuche.
Dann ist mir das Hexikon eingefallen.

Das Hexikon ist ein uraltes Projekt von mir (Ende der 80er hab ich damit angefangen), das angeregt wurde durch Mary Dalys Wickedary.

Ich erhebe damit nicht den Anspruch, Wahrheit zu verkünden.
Ich gebe nur meine Defintionen von Begriffen, die ich oft verwende.

Sprache ist ein wunderbares Werkzeug. Sie kann der Finger sein, der auf den Mond zeigt.
Damit das funktioniert, ist es hilfreich, zu wissen, wovon wir jeweils reden. Worte wie „Magie“, „Ego“, „Selbst“, „Gott“, „Erleuchtung“, „Quarkstulle“ etc. werden nicht nur in Esokreisen wie selbstverständlich verwendet, weil alle vermeintlich dasselbe damit meinen.
Ich z.B. finde Quarkstullen ganz schrecklich. Wenn ich doch mal eine esse, ist sie mit Honig auf Vollkorn-Dinkelbrot. Das kann die Weißbrot-Schnittlauch-Tomate-Fraktion ganz schön verwirren.
Statt also verwendete Begriffe vorab zu klären, werden sie einander oft wie selbstverständlich um die Ohren gehaun, und schwupps haben wir den schönsten Flamewar. Das muss nicht sein.

Darum für mich das Hexikon.
Es ist ziemlich alt, ich habs, wie erwähnt, in den späten 80ern/frühen 90ern gesammelt und es ist darin noch eine deutlich radikalere Haltung und Ausdrucksweise zu erkennen.

Ich war jung. Labrys

Im Moment isses noch ne ziemliche Baustelle, ich bin froh, dass ichs einigermaßen importiert bekommen habe, dabei ist mir immer mal wieder meine Internetverbindung abgerissen, es ist HEISS … Es ist jetzt erst mal so, wie’s halt ist, noch orginal von damals.
Mit der Zeit werd ich das Hexikon inhaltlich anpassen und erweitern. Anregungen natürlich willkommen.

zum Hexikon

P.S. Hier will ichs auch noch mal sagen:
Nachdem ichs nun mehr oder weniger durchgelesen habe –
Es ist teilweise arger Blah, oder, noch schlimmer, arger, altkluger Blah, wie’s halt typisch für die Jugend ist, die – anders als alle andern vor ihr – die Welt begriffen hat.
Und manches find ich heute noch wirklich gut.
Und das W-Wort kommt ziemlich inflationär vor. Das würd ich mich heute nicht mehr trauen. Es stört mich. Und ich hab mir damals was dabei gedacht, und ich finde, in dem Fall habe ichs richtig gemacht. Die Dinge dürfen und sollen beim Namen genannt werden. Das W-Wort bleibt.

 

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