Hexen und Magier können sich WEG zaubern

„Hexen und Magier können sich WEG zaubern.“
Das behaupte ich im Hexikon. Dann muss es ja stimmen.

Ich habe damals in den 80ern in meinen feministischen Sprit-Maggie Büchern gelesen, dass ich eine Hexe bin, wenn ich dreimal sage „Ich bin eine Hexe“ und darüber nachdenke. Das hab ich gemacht, also bin ich eine Hexe.

Also kann ich WEG zaubern.

Am liebsten würde ich mich weg zaubern, weil ich diesen Freitag wieder einen A-Amt-Termin habe.

Ich war bis Anfang diesen Jahres noch in München als Sozialpädagogin in einem Kontaktladen für Drogensüchtige fest angestellt. Unbefristet. Dabei bin ich keine SozPäd, sondern habe Ergotherapeutin gelernt, was ich auch nicht bin, weil ich in dem Beruf nie gearbeitet habe und auch nicht arbeiten möchte.

Die Anstellung im Kontaktladen habe ich selber gekündigt, als ich im März nach Mannheim gezogen bin. Seitdem bin ich hier beim A-Amt, und die wollen mich natürlich nicht lange durchfüttern. Und ich weiß nicht, was ich machen soll.

Das ist keine neue Sache, ich wusste eigentlich nie wirklich, was ich werden will, wenn ich mal groß bin.
Es ist nur… ich fürchte, ich bin jetzt groß.

Jo, und wegzaubern ist diesmal nicht die Lösung, fürchte ich, weil ich zur Zeit genau da bin, wo ich sein will. In Mannheim beim Oger/Schnusel.

Also muss ich mir Weg zaubern.

Mir wurde beim letzten A-Amt-Termin so ein Berufetest empfohlen. Den habe ich eben gemacht.
Meine Interessen liegen – überraschungsfrei – bei Kunst, Kultur, Medien, Fotografie, Design, Gestaltung, Kommunikation, Umwelt, Natur.

Dann hab ich den Testteil zu „Stärken“ gemacht, und dazu passen laut Test Berufe wie die hier:
Techn. Assistent/in – Mechatronik, Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Zweiradmechatroniker/in, Orthopädietechnik-Mechaniker/in, Techn. Assistent/in – Bautechnik, Techn. Assistent/in – regenerative Energietechnik, Assistent/in – Automatisierungs- und Computertechnik, Bauzeichner/in, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in, Technische/r Systemplaner/in
usw, usf
Was ist Mechatronik?!?

Ich könnte jetzt Seiten füllen mit meiner Situation, mit dem was ich nicht will, was ich zu müssen glaube, was ich mir wünsche, wie albern das ist, was ich alles nicht kann und warum ich letztendlich irnznen Job annehmen muss, den ich nicht mag.

So komme ich nicht weiter.

 

Warum ich mich überhaupt erblöde und diesen leicht wirren Eintrag schreibe:
Ich hoffe, dadurch zu entwirren.
Ich will Licht reinlassen.
Ich habe mehrmals heute schon Morgan’s Tarot angeklickt.
Dreimal kam die Karte „AS ABOVE, SO BELOW„.
(Es kam z.B. auch „SOMEWHERE, THERE IS AN ENERGY LEAK“.

AS ABOVE, SO BELOW ist die einzige Karte in Morgan’s Deck, in der der Name Hermes erscheint*. Das freut mich und macht mir ein bisschen Mut.
Denn ich hab den Verdacht, das Problem ist nicht, dass der Arbeitsmarkt nichts hergibt, wo ich mich bewerben möchte,
oder dass ich nicht endlich von begeisterten Mäzenen entdeckt werde,
sondern, wenn Oben ist wie Unten, und Innen wie Außen,
dann hat meine Not vielleicht viel mehr damit zu tun, dass ich mich nicht traue.
Dass ich mir selber nicht traue.

Ich stelle z.B. mal wieder fest, dass ich oben „Also muss ich mir Weg zaubern“ hingeschrieben hab. Typisch, und zeigt, wo’s hakt.

Ich will mir Weg zaubern wollen.
Journalistin sein, und/oder einen eigenen Laden mit Seminar- und Beratungsraum, das ist das Einzige, das mir einfällt. Und dann kommen von unten die ganzen ABERs hoch, und da hams was: As below, so above.
Ich weiß grad nicht mehr als das:

Ich will mir Weg zaubern.

 


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11 Kommentare

    1. Ich bin jedenfalls nicht die Einzige… Es fängt ja schon damit an, dass es kein richtiges Leben im Falschen gibt und es mich so belastet, dass ich mich überhaupt in diese Strukturen der Normalität (z.b. A-Amt) verstricke. Es ist ein Preis, den ich zur Zeit für das Leben hier in Mannheim zahle und den ich nicht zahlen möchte. Bloß seh ich meinen Weg außerhalb dieser Strukturen nicht. Obwohl ich ihn ja mehr oder weniger oft in meinem Leben gegangen bin. Das ist ja das Problem, drum hab ich keine passende Ausbildung und nur wenig Kontakte in die Normalität.

      Wie gehts denn dir (weil du sagst, du kennst das)? Ich bin ja schon des Neides voll, weil ich mir denk, wow, inner Bibliothek, das muss traumhaft sein. Und dann les ich ja auch, was du schreibst, und da isses dann halt auch größtenteils wieder so eine Struktur, scheints.

      X\

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      1. Ja. Es ist ein Job wie jeder andere, nur dass man mit vielen Themen zu tun hat. Ich arbeite zur Zeit wieder mehr (75%) und merke, dass mir das nicht bekommt. Bin froh wenn das rum ist. Ich habe mal den Versuch gestartet nebenher was anderes aufzubauen (Kunst und so) aber ich stoße schnell an meine persönlichen Motivationsgrenzen, wenn ich es alleine tun muss. Ich merke zwar, dass großes Interesse an meiner Arbeit besteht aber mir fehlt dann wieder eine bindende Struktur wie die, die man in einem normalen Arbeitsalltag hat. Ich brauche so eine Hybrid-Struktur… selbst entscheiden können was, wann… aber nicht OB.

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      2. btw. wüsste ich mit deiner Ausbildung auch viel anzufangen 😉 im Bereich der spirituellen Selbsterfahrung (und Coaching)… so Wochenend-Angebote mit Leuten… trommeln am Lagerfeuer, Schamanistische (Heilungs-)Rituale und so. Ich habe dazu super viele Ideen, die mit meinen persönlichen Zielen zusammen laufen aber letztlich ist das ein großer Schritt.

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        1. Ja, es läuft darauf hinaus, dass wir die passenden Strukturen für uns selber schaffen müssen. Und das zusammen, nicht allein. Aye. 🙂

          Was du da aufzählst, geht natürlich vage in die Richtung dessen, was mich reizt.
          Und da kommen sofort ABERs hoch, die ich grad wieder gelöscht habe. Bis auf eines: Ich kann nicht autofahren. Das macht was aus.

          Was ist „Kunst und so“? Das klingt für mich reizvoller als Trommeln am Lagerfeuer.

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          1. Ich kann auch kein Auto fahren LOL 🙂 🙂
            Kunst und so… ja… alles Mögliche. Ich male, hatte sogar mal ein Tarot-Deck angefangen und dann aber wieder abgebrochen. Illustration… aber ich mache auch andere Sachen und würde das sehr gerne ausweiten. Bin im künstlerischen Bereich offen (Schmuck, Kerzen, Seife, Räuchermischungen, Figuren usw.). Mein Freund kann Bücher binden. Theoretisch ginge da einiges (sehe ich bei anderen, da ist noch Bedarf da) aber ich habe keine Motivation das aufzuziehen. Außerdem interessiere ich mich ja für spirituelles Theater und so.

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            1. Jo, da sehe ich diesen Laden, der mir seit tausen Jahren vorschwebt. Da gibt es Bücher, die Hauseigene Zeitschrift, nen großen Raum für Rituale/Tanzen/Mysterientheater/Tarotlegungen/Trommeln etcpp, im Laden werden die Paraphernalien angeboten, natürlich selber produziert. Sowas zu machen, das kann auch als Seminar angeboten werden.
              Das wird in der Hauseigenen Zeitschrift verwoben – von der Sorte sind ja reichlich Neue auf dem Markt hochgesprossen, da werden einige bald wieder eingehen, weil ihnen die Ideen und die Fotostrecken von exotischen Orten quer übern Erdball ausgehen.
              Der Witz ist ja, zu zeigen, was vor Ort geht. Urban Magic Centre & Temple.

              Hehe.
              MA oder KA?

              🙂

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              1. Klingt gut. Es gibt nicht wirklich viele gute Eso-Läden in der Gegend. Die meisten sind total verkitscht und verstrahlt. Es gab hier mal einen von einer Frau der Fellowship of Isis, das war cool. Aber leider ist sie gestorben 😦 Ich denke also, Bedarf wäre da. Ich kenne die Lage in MA nicht, kann nur für KA sprechen.

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                1. MA… ich weiß nicht, obs hier überhaupt einen Esoladen gibt. Ich hab noch keinen gesehen. Ist nicht so das Pflaster dafür, scheint mir.
                  Es gibt paar hübsche Läden mit Schischi-Kram. Es gibt auch ne lebendige Musikszene und so, die jungen kreativen Leuts. Da hab ich überhaupt keinen Teil dran X)
                  Und dann sind hier viele spirituell im Islam verräumt, da ist jedenfalls eher keine Kundschaft zu rekrutieren. 🙂
                  Ich hab eben, nachdem ich den letzten Kommentar abgesendet habe, ganz klar KA gedacht.

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