Wünschen

Oh, schon wieder so ein Riemen. Je länger meine Texte, desto mehr Work in Progress.

Seit einiger Zeit geht mir was im Mind um, beweg ich was im Herzen.
Ausgelöst durch meinen letzten Eintrag zur beruflichen Situation und den Austausch mit Sólveig dazu ist das grad wieder akut.

Es geht ums Zaubern: Darum, Wünsche wahr werden zu lassen.

Es fängt schon damit an, dass ich gar nicht viel davon halte.
Ich möchte keine Energie darauf verwenden, Wünsche wahr werden zu lassen, die nicht aus meiner Mitte kommen, sondern die mein Ego sich vorstellt.
Mein Ego hat oft nen Mega-Knall, und außerdem eine viel zu geringe Vorstellungkraft.

Z.B. verschwende ich oft Energie bei der Suche nach einem Weg, der zu dem führt, was ich mir hier&jetzt als Lösung vorstelle.
Das, was ich mir vorstelle, ist oft gar nicht die Lösung und liegt nicht auf meinem Weg.

Ich will also wünschen, was mein Inneres Selbst, mein Wahres Wesen will.
Das herauszufinden ist, denk ich, die Craft beim Wünschen.

 
In den schmerzvollsten Zeiten meines Lebens habe ich gelernt:

  • Ich habe meine Wünsche loszulassen.

Das bedeutet nicht, dass ich sie verwerfen oder auch nur bewerten soll.
Ich hab mir schon wirklich dämliche Sachen ganz stark gewünscht. Es half gar nichts, sie ‚loszulassen‘, indem ich mir gesagt habe, wie dämlich das ist, was ich mir wünsche.
Was half: Anzuerkennen, dass ich mir wünsche, was ich mir wünsche und nichts weiter daran zu knüpfen.

Das habe ich gelernt, als ich mal nen Monat lang in verschiedene A-Gruppen (v.A. EA) gegangen bin.
Ich hatte erst Probleme mit dem Konzept der ‚Höheren Macht‘, denn zu der Zeit hatte ich grad allen Gottheiten abgeschworen.
Dann kam mir BABA entgegen und ich hab ihm meine Wünsche gegeben.
Ich hab den Verdacht, über diesen Weg kamen sie an mein Inneres Selbst, und das hat dann mit mir die Dinge so geregelt, wie’s heilsam ist.

Ich finde inzwischen das Konzept der ‚Höheren Macht‘ bei den A-Gruppen sehr hilfreich, weil es mir den Wahn nimmt, Kontrolle zu haben, haben zu müssen, haben zu können.
Bei dem Problem, das mich in die Gruppe trieb (grob gesagt: Beziehungsfähigkeit) hatte ich keine Kontrolle, keine funktionierenden Strategien, keine Ahnung von gar nichts. Ich war mein Leben lang gescheitert.

Ich hab das anerkannt: dass ich keine Ahnung habe, was ich brauche und will.
Das bedeutet nicht, dass ich mich zurücklehne und auf BABA verlasse.
Es bedeutet, dass ich anerkenne, dass ich in manchen Angelegenheiten keine Ahnung habe, mir selber nur Leid und Not mache, wenn ich strample und es deswegen SEIN LASSE.
Stattdessen kümmere ich mich um das Naheliegende, um Dinge, von denen ich Ahnung habe. All-Tags Bewältigung. Wasser holen und Ecken auskehren und Vertrauen üben, dass die Dinge sich fügen, ohne dass ich weiß, wie.

Es kamen dann Impulse, ich hab auch was gemacht, was ich früher NIEMALS getan hätte, und jetzt habe ich meinen Gefährten gefunden und bin in der Lage, Beziehungsfähigkeit zu üben. 🙂

Darüber habe ich meinen Job aufgegeben, und jetzt bricht ein weiteres Riesenthema meines Lebens über mich herein:
Gelderwerb, Berufsausübung.

Und da wünsche ich mir natürlich auch reichlich. Und stelle fest, dass ich fast nur darüber nachdenke, WIE ich zu dem komme, was ich will.
Ich könnte dies machen – aber dazu bräuchte ich-
dann müsste das passieren – aber das passiert sowieso nicht-
ich müsste jenes finden – aber das gibts hier gar nicht-
usw usf
Jede Idee, wie ich dahin komme, wo ich glaube hinzuwollen, wird sofort von ängstlichen ABERn erstickt.

Wo will ich eigentlich hin? Was will mein Wahres Wesen?

Ich hab inzwischen den Verdacht, dass ich mich beim Wünschen auf das WAS zu konzentrieren habe, statt auf das WIE.
Und ich habe auch den Eindruck, dass ich die auftauchenden ABERs als Wegweiser verwenden kann. Wenn sie auftauchen, bin ich vom Weg abgekommen.

Mehr weiß ich noch nicht.

Einen kleinen Wunsch habe ich auch noch, und da er klein ist, kommen keine ABER, denn da habe ich volles Selbst-Vetrauen, dass ich ihn mir erfüllen kann und werde:
Dieser Eintrag wird zu gegebener Zeit eingekocht auf die Grundaussage. Wenn ich klarer sehe. Hier weiß ich genau, WAS ich will: einen gut lesbaren, viel allgemeineren Artikel zum Thema Wünschen. Zur passenden Zeit.

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4 Kommentare

  1. Du bist auf einem bewusstseinsoffenen inneren Erkenntnisweg, das entspricht mir.

    Vieles von dem was du beschreibst, da erkenne ich mich wieder drin.

    Was den Job angeht… Da hab ich eine spannende Erfahrung gemacht nach meinem Umzug in die Schweiz, auch wenns erst mal recht mühsam und schmerzlich war. Die haben hier ja nicht drauf gewartet, dass ich Ü50erin ankomme und einen Job suche. Ich hab aber gedacht (verwöhnt von anderen Zeitaltern der Jobsuche), dass das nicht so schwer sein kann und einfach angefangen mich überall zu bewerben. Es gab ausreichend Jobangebote und vor allem im Teilzeitbereich, ich wollte bis 60% arbeiten. Als nur Absagen und auch schon mal schnippische Bemerkungen kamen und ich keinen Schritt vorwärts kam – lediglich für einen völlig unterbezahlten Blödeljob hätten sie mich sofort genommen – wurde ich langsam unruhig und wusste nicht, wo das enden soll. Hab mich dann erst mal beim Arbeitsamt gemeldet usw.

    Letztlich fand ich fast ein 3/4 Jahr nach meinem Herzug ein Inserat in einem der regionalen Anzeiger, das für mich klang wie für mich gemacht. Ich war zwar grad auf dem Sprung, meine Kinder in München zu besuchen, aber diese Bewerbung musste sein. Sie war ausschließlich schriftlich möglich. Und das wurde mein Job.

    Ich war stets im Bürobereich tätig gewesen; für die Schweizer hab ich eine Ausbildung, die mit hier nicht kompatibel ist (2 1/2jährige Ausbildung als RA-Gehilfin, hier macht man zuerst KV, also eine allgemeine kaufmännische Ausbildung und spezialisiert sich dann, unter 4 Jahre geht da nix und allem was drunter liegt misstrauen sie auch). Da schien die ganze Berufserfahrung nicht zu helfen. An einem Ort hätten sie mich nehmen wollen, aber nur im 100% Pensum und für Büro-Hilfsarbeiten (Telefon, Überweisungen erledigen etc.). Zu diesem Pensum war ich nicht bereit, weil ich mich kenne und weiß, dass ich mich damit überfordert hätte und keinem gedient ist.

    Als ich in München 2009 meinen „sicheren“ Job bei der Süddeutschen Zeitung gegen Abfindung verließ, weil ich mit den inneren Autoritätsstrukturen nicht zurecht kam und was machen wollte, das mehr mit mir zu tun hat (was immer das wäre, ich dachte damals an Energetisches Heilen), hatte ich erst mal das Polster für eine Auszeit und ich genoss die Unabhängigkeit, nicht zum Amt zu müssen (obwohl das alle anderen an meiner Stelle trotzdem gemacht hätten). In der Zeit passierte ganz viel innere Entwicklung. Ich merkte aber, dass es um meine eigenen inneren Baustellen geht und dass ich niemand anderem diesen Weg abnehmen kann, damit hätte ich mich wieder überfordert. Aber ich fing an viel Handwerkliches zu machen (Malen, Schmuck etc.) und verkaufte über einen Onlineshop, das machte Freude. Nur konnte ich davon nicht leben.

    Das – zusammen mit meiner Berufserfahrung bei der Zeitung, wo ein Auge fürs Gestalten und fehlerfreien Text geschult worden war – war aber die Brücke, die ich brauchte, um hier in einem handwerklichen Beruf angelernt zu werden, Stempel- und Schilderherstellung (Gravuren), der mir total viel Spaß macht. Das war eine Wendung, die ich so nie hätte planen können. Und obwohl ich keinerlei Erfahrung mit der Arbeit an Maschinen hatte und es Mitbewerber gab, die solche Erfahrung (CAD-Anwendung) hatten, wurde ich genommen. Sie haben es bis heute nicht bereut und ich auch nicht.

    Mit diesem langen Vortext möchte ich vor allem sagen: Ich glaub du kannst nicht falsch gehen, so wie du die Dinge angehst. Es kommt das, was zu dir passt. Was sich aber nicht erdenken oder planen lässt. Und das ist das Herausfordernde daran.

    Viel Mut und Kraft…

    LG, Marion

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    1. Bei mir haben Dinge sich mehrmals wunderbar gefügt, in Momenten, da ich losgelassen habe UND im All-Tag getan habe, was naheliegend war. Dazu gehörte dann auch, Dinge zu tun, die ich früher nie gemacht hätte.
      So probiere ich zur Zeit auch rum. Wenn ich daran denke, dass ich mich zur Selbstständigkeit entschlossen habe – das ist amtlich 😀 – dann kommen Legionen von ABERn. Wenn ich z.B. lese, dass du von dem Onlineshop nicht leben konntest, das füttert meine ABER.

      Und dann sag ich mir: wer weiß. Ich habe einen Weg, den ich sehe (Gründungsberatung, paar Ideen), wer weiß, was mir auf diesem Weg begegnet, da ich ihn gehe. Kann gut sein, dass es was völlig anderes ist als das, was ich mir vorstellen kann. Sehr wahrscheinlich. 🙂

      Viel wichtiger ist die Veränderung in der Tiefe: Ich GEHE nen Weg. Ich gehe diesen Weg GERNE. Ich bin zuversichtlich und gespannt.

      Vordem bin war ich nicht unterwegs, sondern habe auf der Stelle gekämpft, abgewehrt, Angst gehabt… das war schreckliche Verschwendung von Zeit und Kraft.

      Ich danke dir für deine Geschichte, die du erzählt hast. Es ist ermutigend, zu erfahren, wie die Dinge sich oft fügen.
      Und danke für deinen guten Wünsche! Bzw. du wünschst mir ja nichts, du sagst, du glaubst, so wie ichs mache, wirds funktionieren. So soll das sein! 🙂

      edit: doch, du wünschst mir was Nützliches: Mut und Kraft. 🙂

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      1. Freut mich zu lesen, dass du solche Fügungen kennst.

        Die Zeit mit dem „Kämpfen auf der Stelle“ und den Ängsten hatte ich auch, aber ich glaube, ohne diese Zeit hätte es nicht weiter gehen können. Es hat sie auch gebraucht. Und mein sich ihnen stellen, den Ängsten.

        Ich denke, ich konnte davon nicht leben, weil mein Weg woanders weiter gehen sollte. Sonst wär ich dort ja hängen geblieben. Aber ich verstehe sehr gut, dass es ein ABER in dir auslöst. Das gehört halt manchmal dazu, dass der Verstand solche einwirft. Der Verstand lernt dazu und gewinnt Vertrauen, wenn er sieht, dass die Dinge anders laufen als er befürchtet hatte und es trotzdem bzw. besser geht. So kann er sich mehr zurückhalten oder -ziehen und den Fluss des Lebens weniger behindern.

        Seh ich genauso: Hauptsache du gehst den Weg und gehst ihn gerne. Alles andere kommt, auch wenn du jetzt nicht weißt wie es genau aussieht.

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