Eine Geschichte vom Labyrinth

Der Weg durchs Labyrinth

Der Sage nach haust inmitten des Labyrinths ein grässliches Monster, das besiegt werden muss.

Um dorthin zu gelangen, müssen wir dem einen Weg folgen.
Wir können uns nicht verirren, aber es kann ziemlich fürchterlich werden, denn der Weg führt um viele Windungen und Kurven, und wir können nicht weit voraus sehen.
An jeder Kurve müssen wir etwas ablegen, bis wir schließlich auf unsere Essenz reduziert, nur mit dem Faden in der Hand, im Zentrum ankommen.

Dort wartet das Monster auf uns.
Das Monster ist ein Teil von uns selbst.
Jetzt müssen wir uns entscheiden, ob wirs weiter füttern, oder ob wirs verhungern lassen wollen.

Sobald wir anfangen, dem Monster Nahrung vorzuenthalten und beginnen, uns von ihm zu entfernen, um es verhungern zu lassen, sind wir einen Schritt auf dem Weg aus dem Labyrinth heraus gegangen.

Der Weg aus der Mitte des Labyrinth ist dunkel. Wir können fast nichts sehen, der Weg windet sich um enge Kurven.
Wir folgen dem Faden.

An jeder Kurve finden wir ein Geschenk.
Es wird heller. Wir können mehr vom Weg vor uns sehen.

Schließlich sehen wir wieder das Licht der Welt.

 

Das Bild vom Labyrinth begleitet mich zur Zeit, es kam auf in der Zeit zur rüchkläufigen Venus und hat sich bei mir eng mit Überlegungen zu rückläufigen Planeten verknüpft.

Ich erkläre es jetzt offiziell zu einem Werkzeug Bunter Magie.
 

s.a. Ein Labyrinth zeichnen

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9 Kommentare

  1. Mir gefällts, deine Labyrinth-Beschreibung … das alles ,,symbolenreich“ zu nennen wäre untertrieben. Mir gefällts auch dein ‚How-To‘ Labyrinth-Artikel. Ich genieße es, ein Labyrinth zu lösen … jetzt kann ich damit anfangen, einige Labyrinthe zu bauen – Danke! 🙂

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    1. Dass in der MItte des Labyrinths auch was sitzen kann, das wir heimholen sollen, um ganz zu sein, das hab ich völlig ausgeblendet.

      Und wie ich jetzt drüber nachdenke — nee. Meine „Geschichte von Labyrinth“ ist ja nur eine von vielen, nur eine Landkarte, ein Spiel mit Symbolen. Und in meiner Labyrinthgeschichte sitzt in der MItte des Labyrinths das, was wir angucken und transfomieren müssen.
      Das, was zu uns gehört, das was wir brauchen, das können wir als Geschenke beim Rückweg finden. Und damit wir die endlich annehmen und lieben können, muss erst mal das Monster machtlos(er) sein.

      Das ist keine Wahrheit, bloß meine derzeitige Herangehensweise an das Labyrinthsymbol. 🙂 Work in Progress, nach wie vor.
      Du verwendest das Labyrinth anders, das ist genauso stimmig, denk ich.

      Vielen Dank für den Input! Hat mich weiter gebracht.

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      1. Ich beschäftige mich ja auch erst seit deinem vorigen Beitrag mit dem Labyrinth als Spirale, in der es nur einen Weg gibt. Fühlt sich für mich zwar nicht so passend an, aber ich hab mit dem Gedanken gespielt, was passiert, wenn man es umdreht, anders aufwickelt. Probier das mal aus, bin gespannt, wie du das siehst.

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  2. Vetch:“Dass in der MItte des Labyrinths auch was sitzen kann, das wir heimholen sollen, um ganz zu sein, das hab ich völlig ausgeblendet.“

    Das Labyrinth ist für mich der Weg in die eigene Erinnerung. Geprägt durch his_story und persönliche Geschichte.

    Geschichte: Geh_schichte und trage Schicht für Schicht zur Heilung wieder ab. Das angebliche „Monster“ bin ich selbst in meiner Ursprungs- bzw. Seelenkraft ;-). Befreit von patriarchaler Geh_schichte. Ohne Narzissmus. Allerdings mit möglichen Macken-Attacken.

    Seelenliebe des uterinen Universums. Rückbindung. Oase, um den Wahn-Sinn dieser patriarchalen Zivilisationen aushalten zu können.

    Die Spirale setzt für mich das liebevolle Annehmen meiner Selbst (oben „Monster“ genannt), meiner Ei-Gen-Art voraus. Sonst wiederhole ich im Karussell, statt den Weg der Spirale zu gehen.

    Karussellfahren hat ja auch was 😉 , wenn`s kein Schleudergang wird/ist.

    Allerdings, aus der Geschichte zu lernen bedeutet Zukunft bewahren… persönlich und global.

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    1. Bevor ich richtig antworte (erst mal nachdenken 🙂 – komme grad von Flohmarkt heim und bin erschöpft) will ich bloß eines klarstellen:

      Das ‚Monster‘, das ich in meiner Labyrinth-Geschichte beschreibe, ist nicht das eigene Selbst.
      In andern Labyrinthgeschichten ist das so. Nicht in der, die ich oben erzählt habe. Ich will, sobald ich dazu Zeit habe, eine Geschichte vom Monster erzählen, damit klarer wird, was konkret ich damit meine.
      Kurz: Unheilsame Muster, die wir verinnerlicht haben und mit unserem Sein verwechseln.

      Das ist mir wichtig.

      Ich finde deine Geschichte vom Labyrinth spannend und beweg den Input im Herzen. Gann mir hat ja auch in die Richtung Impulse gegeben.

      Und ich finds wichtig, klar zu unterscheiden, wovon unsere Geschichten jeweils handeln, sonst verwenden wir die selben Begriffe und meinen jeweils damit was völlig Anderes, und dann haben wir im Dialog das übliche Geschwiemel, das in der Esoszene so verbreitet scheint.

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    2. Oke, jetzt zu deiner Geschichte vom Labyrinth. 🙂

      Durch Gehen ins Labyrinth Schichten der eigenen Her-Story abtragen, bis du zu deinem Inneren Wesen gelangst — wenn ich dich richtig verstehe?

      Die Mitte des Labyrinths deine Seelenquelle?

      Auch ne schöne Geschichte vom Labyrinth.

      Ich glaub, wir erzählen sogar ungefähr die gleiche Geschichte, nur aus anderen Perspektiven und mit anderem Fokus.

      In meiner Geschichte geht es nicht um das Finden der Quelle, sondern ums Transformieren unheilsamer Muster, die uns haben vergessen lassen, dass es die Quelle überhaupt gibt.
      Da ist das Labyrinth halt die Geisterfalle.

      Wenn ich jetzt so drüber nachdenke und mich erinnere:
      Als ich im Zentrum meines Labyrinths war und meine Monster deutlich sehen konnte und beschlossen habe, sie nicht mehr zu füttern (z.B. meine unselige Harmoniesucht), da wusste ich wieder, wo meine Quelle ist.
      So gesehen hab ich sie da auch gefunden, so ähnlich wie in deiner Geschichte.
      Bloß … ich wusste, was ich zu tun haben, damit sie mir üppig fließt, meine Quelle. Ich wusste, wo ich lang muss und was ich zu tun habe.
      Das heißt: ich war noch nicht dort.

      Ich denke, die Quelle ist in uns, im All-Tag, im Hier&Jetzt.
      Und wenn wir den Zugang dazu verlieren, geraten wir ins Labyrinth.

      Also, in meiner Labyrinthgeschichte 🙂

      In deiner Labyrinthgeschichte, scheint mir, ist das Labyrinth ein Ort, den du gezielt aufsuchst, hinein in den Uterus
      Wirklich, ist ne Frage der Perspektive und Wertung – ab ins Labyrinth, bewusst oder unbewusst, wennde wieder rauskommst biste jedenfalls tranformiert/neu geboren. (Oh wow. Naja, bisschen, bis zum nächsten Mal. :D)

      Oje. Sind doch alles nur Worte und Wörter und Bilder.

      Macht halt Spaß, damit zu spinnen und zu weben.

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      1. Vetch:“Kurz: Unheilsame Muster, die wir verinnerlicht haben und mit unserem Sein verwechseln.“ Genau!

        „sondern ums Transformieren unheilsamer Muster, die uns haben vergessen lassen, dass es die Quelle überhaupt gibt.
        Da ist das Labyrinth halt die Geisterfalle.“ Genau ;-), denn auch dies steckt für mich in meiner Geschichte.

        „In deiner Labyrinthgeschichte, scheint mir, ist das Labyrinth ein Ort, den du gezielt aufsuchst,“ jein, sondern so wie jede_r ein Labyrinth aufsucht und dabei ihren/seinen „Themen“, Erfahrungen, Mustern, Projektionen etc. begegnet.

        „hinein in den Uterus“ hierbei in meine eigene Ge_Bär_Mutter wohlgemerkt 😉 !
        Mit der ich mich über meine Nabel_schnur an die ursprüngliche Göttinnen-Energie rückbinde.
        Ich hatte als junge Frau einmal eine sehr schwierige Phase, in der mich die „gewöhnlichen“ Bewegungen der Außenwelt tief bewegten bis verletzend trafen und extrem irritierten. Per Intuition kam die Frage:“Was würdest du tun, wärest du jetzt schwanger?“ Das innere Kind schützen, die einfluss_reich ab_weg_ige Außenwelt abgrenzen! Warum also nicht mich in dieser Art schützen? Und so ging/gehe ich mit mir schwanger, wenn der Wahn-Sinn der Zivilisationen mir zu viel wird, sprich in seiner Ver_rückt_heit meinen „Lebensraum“ bedroht.

        Mein „uterines Universum“ der Großen Mütter und Göttinnen fühle ich auf der naturbelassenen Erde, z.B. in meinem großen „Wild“-Garten mit vielen Bäumen, auf dem das Haus steht, das ich mietend bewohne. In naturbelassenen Gegenden. Im Himmelszelt, ob taghell oder in der Nacht. Tief beseelt von/mit Sternen, der Luna oder dunkel wärmend. Meine Lebens-Liebeskraft mit dieser natürlichen bindend, einigend.

        M/ein Lebensgefühl außerhalb des „menschlichen Theaters“, zeitlos. Ur_sprüngliche Lebensquelle. Mutter-Seelen-All-ein als Oase des Inkarnationrückzuges.

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