Die sein, die ich bin

Vor vielen Jahren hab ich mal in einem Astrobuch zu meinen Mondknoten (♎->♈) sinngemäß gelesen ‚Sie werden niemals von jemand anders die Erlaubnis bekommen, die zu sein, die Sie sind‘.

Das war damals eine Information, die mich ins Herz getroffen hat. Damals wartete ich darauf, dass mich endlich jemand ‚entdeckt‘ und mir sagt, wozu ich bestimmt bin. Mir sagt, was ich tun soll, wer ich sein soll.
Ich hab wirklich gedacht, ich bräuchte so eine Erlaubnis. Also brauchte ich diese Information.

Und dann sind viele Jahre vergangen, in denen ich das oft vergessen und mich, meist im Leid, immer mal wieder erinnert habe:
Niemand kann/darf mir sagen, wer ich bin und was ich zu tun habe. Das muss/darf ich selber tun.

Dann hab ich das manchmal geübt, und das hat dann auch geholfen. Wenn ich öfters geübt hätte, wäre ich jetzt woanders (beachtet, wie ich das Wort „weiter“ vermeide…), das ist der Nutzen von Disziplin, ahne ich. Etwas, das ich auch nicht oft geübt habe. Prioritäten setzen und mich nicht beirren lassen, dranbleiben.

Naja. Lustigerweise habe ich jetzt diese Erlaubnis doch ‚von außen‘ bekommen: Die Erlaubnis, die zu sein, die ich bin. Bzw. eine klare Ansage. (Vgl. Beitrag Input)
Wenn sie nur begreifen könnte, dass es dieses Mal NICHT darum geht, „RICHTIG“ zu sein, sondern „FREI“ zu sein!
Frei inwiefern? Wovon? Von den Gesetzen der Zivilisation, von materiellen Sorgen? Ach Quark.

Frei von Selbstbildern! Freiheit von Schuld und Scham. Das reibt er mir wörtlich rein, der Friedrich. So viel Kampf aus Angst, aus Scham…So wenig Leichtigkeit deswegen. Was gäbe ich darum, würde das ein Ende nehmen!

Ajoo, ich auch. Also fang ich bei mir an.

Gestern nach dem Posten des Input-Beitrages bis heute morgen hatte ich Angst, dass ich zu indiskret war und mich als absolute Esoschwebbse geoutet habe, dazu noch größenwahnsinnig (vgl. meine Fragen), verschwenderisch (Ohh das Geld-Thema. Dazu komm ich auch noch!), leichtgläubig, beschränkt…

Jaja. Wie dem auch sei.

Da hat mir wer gesagt
Du hast gehört: Da, wo die Angst ist, da geht es lang. Das ist FALSCH!
und da muss ich nichts glauben. Ich weiß, dass es wahr ist.

Was mich tief erstaunt, ist die Tatsache, dass ich diese Information dringend gebraucht habe. Wie dringend ich diese Information gebraucht habe. Wie tief die Angst sitzt, und was sie anrichtet.

Für all die Information, die ich zur Zeit erhalte, bin ich sehr dankbar, damit will ich weiter wirken. Tatsächlich sogar… diszipliniert. Arrgh!

Wenn ich meiner Angst gefolgt wäre, dann hätte ich nicht erzählt, dass ich mir dieses Reading hab geben lassen.

Da, wo Freude ist, liebevolle Solidarität, herzerfüllendes Engagement, DA geht es lang!

Genau, diese Sorte Disziplin will ich üben. Die ihren Treibstoff aus der Fülle der Freude zieht.

Und das sind alles Emotionen aus den Tiefen deines Selbstes heraus.
Das GANZE Herz ist dabei! Das ist der richtige Platz, der richtige Moment, das rechte Sein.

Aaaamen!

Hehe. Ich musste beim Lesen des Readings paarmal grinsen, z.B. als Friedrich sagt „Ich muss aufhören, zu predigen, ich weiß ja.“ Da besteht eindeutig eine Verwandtschaft.

Fortsetzung folgt. Jetzt gibts wieder mal Pöppelcairn, heute an Mangold in Reismilchmatsch. Und Linsen. Hab Hunger.

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10 Kommentare

  1. was du schreibst, berührt mich. du fühlst dich sehr nah an dir selbst an. ❤

    das mit der disziplin kommt mir auch immer wieder. ich erlaube mir momentan, dass ich dabei für hilfe offen bin, weil ich mich mit dem wissen, um die wirkung von disziplin extrem unter druck setze und es mir keinen erfolg bringt. es darf leichter werden. ich darf unterstützung dafür empfangen. mal sehen, was daraus wird.

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    1. Nah an mir selbst, ja… und da will ich Disziplin üben, also wenn alte Muster wieder dräuen, der Verstand mir wieder einflüstern möchte, ich müsste jemand sein, in der Gesellschaft etwas darstellen etc, DANN will ich Disziplin üben und mich daran erinnern, dass ich überhaupt gar nicht ‚jemand‘ sein muss, weil ich Vetch bin und das genügt.

      Wie oft hab ich das vergessen bzw. nie wirklich glauben können. Da hats jetzt echt Friedrich gebraucht… Ist halt so, ich bin autoritätsgläubig, mehr als mir lieb ist.

      Die Alte vor der Jurte, die hat sich immer fest an die Gesetze gehalten, die hat immer alles superkorrekt und richtig und unerbittlich pflichterfüllt so wie es ihr angetragen wurde gemacht. Und nu ist sie allein in der leblosen Öde und kanns gar nicht fassen. Sie hat doch immer die Gebote befolgt. Immer der Angst nach, das Grässliche durchgehalten, ertragen, oh, und andere damit unerbittlich gequält, fürchte ich, und das ist jetzt die Belohnung. Hühner füttern.

      Hehe.

      Also, die Disziplin, die ich jetzt üben will ist nicht, eine supersaubere, aufgeräumte Jurte zu haben, sondern mich auf den Weg zu machen, um da anzukommen, wo ich sein will.

      In Wirklichkeit bin ich das sowieso, ich bin hier&jetzt an einem für mich superschönen, magischen Ort. Nur wird das nach wie vor immer wieder überschattet und ausgelöscht durch Angst. Z.B. was werden soll, wenn mein Geld aus ist und die HPΨ-Schule vorbei. Und dann sag ich mir: Mein Aufgabe ist es, da zu sein, wo ich bin. Das ist die Sorte von Diziplin, die ich meine. Mich immer wieder daran zu erinnern, dass ich die Aufgabe habe, die zu sein, die ich bin. Dass ich mich da nicht ablenken lasse.

      Eya… Gosh, das hat aber auch nen Predigeranfall bei mir ausgelöst, dieses Reading. 😛

      Gefällt 2 Personen

        1. Wg. des akuten Haushaltsthemas war mir das wichtig. Weniger wortreich wärs auch gegangen… aber nu weiß ich ja, warum ich zum Predigen neige 😀

          Ich mach grad die Erfahrung, dass sich das mit der aufgeräumten Jurte quasi wie von selbst fügt, da wo’s Not-wendig ist, wenn ich diszipliniert bei mir bleibe. Das schreib ich aus einem Chaoszimmer, das wir seit Wochen (Monaten…?) beim Putzen auslassen, weil hier kreatives Chaos wuselt (ums nett zu sagen). Wenns anfängt, mich zu deprimieren, werd ich aufräumen. Derweil mag ichs so.

          Gefällt 1 Person

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