Apokalypse 2012

Oke, jetzt knallt sie völlig durch. YES!

So viel Input.

Das ist die Zeit. Apropos Zeit –

Erinnert sich hier noch wer an den Weltuntergang am 21. Dezember 2012?
Da war doch was…
War da was?

Ich habe neulich ein Interview dazu gehört, zurückgeblickt und festgestellt: Ja, da war was.
Um den Jahreswechsel 2012/13 habe ich Erfahrungen gemacht und Entscheidungen getroffen, die mich und mein Leben tief und nachhaltig verändert haben.

Ach was, das stimmt so nicht.
Die Veränderung hatte schon langsam und immer rasanter werdend zwei-drei Jahre zuvor Fahrt aufgenommen, und sie geht seitdem weiter – bis jetzt. Es geht immer weiter.

Das ist auch eine meiner Beobachtungen: Es gibt keine Verschnaufspausen. Früher gabs mal ne Krise, und dann wieder jahrelanges ruhiges Dahindümpeln. Das ist vorbei. Schlag auf Schlag, immer ein bisschen mehr als wir meinen händeln zu können.

Doch der Jahreswechsel 2012/13 war eine besonders intensive Zeit in unseren sowieso sehr interessanten Zeiten. Intensive Freude und der schlimmste Schmerz, an den ich mich erinnern kann. Ganz tiefe, alte, ekelhafte, selbstzerstörerische, gut verdrängte, scheinbar abgeschlossene Themen kamen da unaufhaltsam ans Licht, um endlich ENDLICH transformiert zu werden.

Seit dem kommen mir immer weitere, noch tiefere Programmierungen ans Licht. Wie gesagt, es geht weiter und weiter. Doch durch das, was 2012 Ende/Anfang 2013 bei mir los war, hat sich mein Leben so verändert, dass ich in der Lage bin, dass ich den BODEN habe, die noch tieferen Themen anzusehen und ihre Transformation zu erleben.

Ich bin ja echt neugierig, ob es euch ähnlich ging, ob ihr auch rückblickend feststellt, dass im Winter 2012/13 eine außergewöhnlich dichte, intensive Zeit war.

Wer dazu nen Input hat, möge doch bitte kommentieren. Oder gar selbst einen Beitrag schreiben.

Ach, noch was. Neulich erst habe ich gelernt, dass das Wort Apokalypse einfach nur „Entschleierung“ bedeutet.

 

PS
Vielleicht wirkt dieser kurze Artikel weniger kryptisch, wenn ich selbst auch erzähle, was los war bei mir um den Jahreswechsel 2012/13.

Im Frühling 2012 hatte ich mich grässlich verknallt in jemanden, der mir unberührbar schien – viel zu jung. Darum konnte ich mich so sehr verlieben: Es bestand überhaupt keine Gefahr, dass da jemals was draus würde. Ich hatte mich schon lange damit abgefunden, dass ich für den Rest meines Lebens alleine bleibe. Ich hab mich früher oft verliebt – in Typen aus Büchern. Vor wirklichen Männern hatte ich Todesangst. Also hatte ich eines Tages bewusst entschieden, dass ich mit meinen ausgedachten Lovern zufrieden bin.
Jo, und dann hab ich mich doch in einen lebenden Menschen verliebt. Wie gesagt, er war unberührbar und darum konnte ich mir das erlauben.
Leider – hehe, ZUM GLÜCK für mich – war der Jung dann doch nicht so unberührbar, und im späten Herbst 2012 begannen wir eine ‚Affäre‘. Das katalputierte mich in höchste Glückseligkeit und – oft mehrmals täglich abwechselnd – in die allertiefsten Abgründe der Verzweiflung. Weil, er wollte keine Beziehung, nur diese Affäre. Die wollte er echt gerne, zu seinen Bedingungen, und ich hab mich drauf eingelassen. Oh, dafür habe ich mit Schmerz und Leid leid bezahlt, und es war absolut NOT-WENDIG. Und viel viel Freude war auch dabei, und tiefe, heilsame, umwälzende Erfahrungen habe ich gemacht.
Am 23. Dezember sind wir zusammen für 3 Wochen nach Indien gereist.
Am 8. März 2013 – Frauentag 😀 – habe ich die Affäre beendet. Die Zeit danach war – schlicht gesagt – grässlich. Was mich da beutelte war nicht der ‚Verlust‘, sondern es waren die Themen, die durch mein Verliebtsein in einen so jungen Typen angestoßen wurden: Meine eigene ziemlich unglückliche, teilweise vergeudete Jugend, mein Älterwerden, mein Frausein, der Sinn meines in vielen Bereichen leeren Lebens.
Am 31. Juli 2013 wollte ich mich umbringen und habe mich stattdessen bei einer online-Partnervermittlung angemeldet. Am Tag drauf lernte ich darüber meinen Gefährten kennen. Das wiederum führte schließlich dazu, dass ich meine unbefristete SozPäd Stelle in München aufgegeben habe und nach Mannheim gezogen bin.

Hier bin ich nun, DANKBAR, und es geht weiter. 🙂

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5 Kommentare

  1. jaaa, hat sich auch bei mir herausgehoben diese zeit. ich habe so krasse psychosomatische beschwerden bekommen, wie seit dem nie wieder, die mich so in den stillstand brachten (mit vielen arztbesuchen), dass ich auch einige entscheidungen treffen ‚musste‘, auf die mein heute aufbaut. gott sei dank!

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    1. Das ist so interessant, find ich!
      Danke fürs Teilen! Und ja, es war auch nicht nur, was uns ‚passiert‘ ist, sondern wir haben auch selber was entschieden, genau!
      Hehe, damals wollt ich sterben, heute bin ich DANKBAR.

      Und damals hab ich das ganze Apokalypse-Gedöns für Schwachsinn gehalten, umso spannender find ichs im Rückblick.

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  2. Hm wenn ich so zurück denke, war es auch diese Zeit, als mein Weltbild anfing zu bröckeln. Irgendwann fiel dann endgültig die Tür ins Schloss und ja ein wenig irre ich nun im Niemansland umher. Es dauert halt, bis sich etwas Neues aufbaut und man seine Richtung findet.

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    1. Danke für den Input!
      Ich weiß gar nicht genau, warum ich dazu Info sammle – irnzwie finde ichs aufregend und auch beglückend, zu sehen, dass diese Zeit (glaube ich) für uns alle wichtig war. Ich fühle mich… getragen von einer Welle. Ja, zu neuen Ufern, die ich noch nicht kenne.

      Bin gespannt, was du im Niemandsland findest. Dich selbst – ahJE, was für ein abgedroschener Spruch X)

      Ich wünsch dir Vertrauen und warmen, heilsamen Wind in deine Segel. 🙂

      Gefällt 1 Person

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