Die Umzugs-Oper von Wohindemit

Atmelose Arien der Umzugsoper:

Zuallererstmal, warum ich überhaupt diesen Post hier poste: Ich les fast nix mehr online, ich klicke nichts an, ich kommentier so gut wie nicht mehr. Das ist, weil ich fast nicht mehr online bin, und wenn, dann bekomm ich nur noch wenig in den Kopf. Bitte nehmts mir nicht übel! Das kann sich auch noch hinziehen bis Mitte/Ende März.

Unsere neue Wohnung in LU ist viel kleiner als wir dachten, was wir erst gemerkt haben, als wir den Mietvertrag schon unterschrieben und hier schon gekündigt hatten. Wir haben auch viel Dachschräge, was mich besonders fasziniert, weil das beim Wohnungssuchen eins der absoluten Kriterien für NEIN war. Die Dachschräge haben wir beim Besichtigen einfach ausgeblendet. Auch die Küche ist winzig, das war ein weiteres Kriterium: eine große Küche.
SEUFZ.
Da wir beide die Wohnung haben wollten und tatsächlich bekommen haben, obwohl sie in vielen vorher definierten wesentlichen Punkten eine NEIN-Wohnung ist, und wir also unbewusst ganz viel ausgeblendet haben, gehe ich davon aus, dass wir die Wohnung haben, die wir haben SOLLEN.
Damit wir dort leben können, müssen wir ganz viel ausmisten. Viel mehr als wir vorhatten. Das sind so Fügungen, über die bin ich FROH und dankbar.

Gruselig ist mir auch immer wieder. Die Küche ist wirklich winzig. Oje.
Und es sind nach wie vor eine Menge Dinge zu klären, auch mit unseren Noch-Vermietern.

Ab Morgen geht Merkur wieder langsam vorwärts. Wie sich bei uns die Dinge zum Merkur retro und zum Neumond gefügt haben, das ist wirklich faszinierend. Die Overtüre der Umzugsoper und ihr erster Akt sind genau in diese Zeit gefallen, und an entscheidenden astrologischen Punkten fügten sich hier wesentliche Dinge. Und die Phase ist noch nicht vorbei. Wenn wir durch sind und ich dazu komme, dann möcht ich das gerne mal aufdröseln.

Das Ausmisten/Reduzieren/Vermindern soll weitere Veränderungen Richtung HEILUNG mit sich bringen. Ich werde meinen Medienkonsum reduzieren. Ich will in LU nach wie vor bloggen und Blogs lesen, allerdings nicht mehr in dem Ausmaß wie zu meinen Hochzeiten. Ich will stattdessen heilsamere, wirklichere, unmittelbarere Dinge tun. Ich hab zur Entspannung und zum Einschlafen in der letzten Zeit viel Input zum Lebensbaum und von Neil Kramer gehabt.
Ich glaub nicht, dass ich auf meine alten Tage noch mit ner hermetischen Schule anfange, und doch sind in der letzten Zeit (Merkur retro…) bei mir eine Menge Puzzlestücke angefallen, alte, sehr alte und ganz neue. Ich seh das Bild noch nicht komplett (Merkur retro… noch nicht vorbei, die Phase). Und doch: ich seh was. Vor allem seh ich, dass ich viel mehr als jetzt SEIN will, verkörpern will. Embodiment.

Jo.

Nachgeblubber zum Abschluss:
Das Moll hat sichs noch mal voll gegeben und kurz vorm Auszug Orte in der Wohnung erkundigt, die zuvor noch nie eine Pfote beschlichen hat.
Ich hatte vorher so ein seltsames Kratzen und Schaben kleiner Krällchen gehört und konnte das überhaupt nicht einordnen. Bis ichs über meinem Kopf maunzen hörte. Sie muss sich irnzwie den schrägen Balken entlang hochgezogen und -geschoben haben.
Die Heizung unten im Bild ist noch maln halben Meter höher als ich, nur damit die geneigte LeserInnenschaft sich ne Vorstellung machen kann, wie hoch das Kätzchen da hockt. (Und warum wir – u.A. – umziehen. Diese Wohnung bekommen wir im Winter nicht warm.)

Gerettet wurde sie durch eine Gemeinschaftsaktion. Ich stand auf der Leiter und hielt ein dickes großes Sofakissen über den Kopf, mein Freund gab Anweisungen, und das Kätzchen ist dann aufs Kissen gesprungen.

Puh.

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17 Kommentare

  1. Oi wie abenteuerlich, eure Mieze 😀

    Man gewöhnt sich an eine kleine Küche. Manches (Vorräte und Geschirr) kann man in andere Räume auslagern. Ich glaube auch, das soll jetzt so sein, die Wohnung wollte euch. Wir hatten das bei der aktuellen ganz arg 🙂 als wir damals her gezogen sind.

    Viel Erfolg beim Ausmisten!

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    1. Wir haben keinen Keller und auch sonst wenig Stellfläche… Und der Gefährte hat so viele Bücher und DVDs und CDs und Anziehsachen – ich hab auch dies & das – das muss alles in Schränke und Regale, und wir haben genau zwei schmale Stellwände im Wohnen/Essen/Schlafen-Bereich für Regale und Schränke —
      jammerjammerjammer 😛 Ja, du hast nämlich recht! Die Wohnung wollte uns, wir wollten sie, und wir werden uns da einrichten. Der Gefährte ist ein Sammler vor dem Herrn, ich hab viel Geschirr, nen Tisch, ein Sofa, an denen ich sehr hänge, und jetzt werden wir zu einer (immer noch sehr dezenten) Art von Minimalismus gezwungen. Das wird uns sehr sehr gut tun. Konsum, Sammeln, sich selber belasten mit Zeugs, das war hier schon lange Thema, viel Theorie, sehr wenig praktische Umsetzung. Und nun haben wir uns selbst in eine Situation hineinmanövriert, die uns zwingt, unser Gedöns zu reduzieren. Das gruselt uns immer wieder, und darunter sind wir beide FROH und schon aktiv am Umsetzen.

      Wie ich an diesem Schwall von Kommentar sehe, fehlt mir das Schreiben und der Austausch scho a weng…
      Na, alles zur passenden Zeit.

      Danke für die Ermutigungen und die guten Wünsche! ❤

      Gefällt 2 Personen

    1. Nee, die Quadratmeter stimmen. Nur, wenn du Dachschräge hast, dann kannst du nix an die Wände stellen.
      Was die winzige Küche angeht – die Vermieterin hat bei der Besichtigung zig mal bedauernd gesagt, dass die Küche halt leider so klein ist. Auch halb mit Schräge.

      Warum wir das nicht gemerkt haben…

      Ich bin sehr sicher, dass wir das alles durchaus gemerkt haben. Und dann sind innerpsychische Mechanismen in Kraft getreten…
      Und nu können wir hadern und uns die Brust zerkratzen, oder wir können das hin- und annehmen und mit dem wirken, was wir haben.

      Und dann ist die Wohnung natürlich auch wunderschön, sonst hätten wir sie nicht haben wollen. Parkett, schönes Bad mit Licht, Gästeklo, Gästezimmer, die kleine Dachterasse – das ist ne echt schöne Wohnung mit vielen Vorteilen gegenüber unserer jetzigen. SEHR viele Vorteile. Nur ham wir halt (noch!) echt viel Zeugs. 😛

      Das ist alles gut so wie’s is. =)

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    2. P.S. Warum wir nicht so richtig gemerkt haben, wie groß/klein die Bud ist: Es war so HELL dort, schön saniert, das wundervolle Parkett, die Gegend gefällt uns so gut, Miete gut, und wir hatten vorher reichlich dunkle, verranzte, verbaute Winkelbuden ohne Balkon gesehen („Wohnung mit kreativem Potential“, wie die Maklerschaft solche Löcher gerne nennt).

      Tscha, und so fügte sich das. =)

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    1. Von Jobcenter bin ich schon lange weg, die Schule zahl ich selber. Hatte ich mir genau ausgerechnet, mein Erspartes hätte genau gereicht. und dann hat meine Ma mich da auch noch unterstützt.
      Und die Schule ist von unserer neuen Wohnung bis auf 2-3 Minuten zu Fuß, per Fahrrad und per Bahn genauso weit weg wie von unserer Wohnung jetzt. (MA und LU sind Schwesterstädte.) Der Weg ist bisschen scheußlicher, oke. Das wird mich nicht abhalten!

      Ich werde trotzdem in der Schule anfragen, ob ich aussetzen kann bis April, wenn der Umzug über die Bühne gebracht ist. Das würde auch den Nerv mit den NarzistInnen in der Klasse aushebeln – die wären dann weg. Ahhh! ❤ Morgen frag ich nach.

      Gefällt 2 Personen

  2. Ich würde deinen Beitrag liken, wenn ich könnte, aber WordPress spinnt gerade. Oder ich konnte ihn liken, aber es wird mir nicht angezeigt. Whatever. Herrlich deine Beschreibung, wie ihr die Größe der Wohnung feststellt, und von der Katzenrettungsaktion. 🙂

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