Im Gewitter der Rosen

Heute hab ich compfrei, doch dieses Gedicht geht mir seit Tagen durch die Seele und ich habs nicht mehr ganz zusammenbekommen, also MUSSTE ich jetzt den Rechner anmachen und es finden. Was ne Zeit gedauert hat, weil die meisten Sites, die es bringen, die zweite Strophe weglassen. Ja, die erste Strophe genügt, steht für sich, passt. Trotzdem: das Gedicht hat zwei Strophen, und hier sind sie. Von Ingeborg Bachmann, deren Lyrik mir immer Gänsehaut macht.

 

IM GEWITTER DER ROSEN
Ingeborg Bachmann

Wohin wir uns wenden im Gewitter der Rosen,
ist die Nacht von Dornen erhellt, und der Donner
des Laubs, das so leise war in den Büschen,
folgt uns jetzt auf dem Fuß.

Wo immer gelöscht wird, was die Rosen entzünden,
schwemmt Regen uns in den Fluß. O fernere Nacht!
Doch ein Blatt, das uns traf, treibt auf den Wellen
bis zur Mündung uns nach.

 

 

 

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7 Kommentare

        1. Wunderbarer Himmel auch hier, voller Wolken und Licht – allerdings nicht gewittrig.

          Das mit der Stimmung, die mich packt – da denk ich viel drüber nach, zur Zeit. Vieles, was du beschreibst, was Mr. J mitbringt, spricht mich sehr an. Einiges ist ganz vertraut, entspricht mir schon seit – immer, eigentlich. Anderes ist mir zugewachsen in den letzten Jahren. Das Bachmann-Gedicht hier, das liebe ich, seit ich es zum ersten Mal auf nem Flyer auf der Arbeit sah, und natürlich ist es mir jetzt, da ich lese, was du so schreibst, in den Sinn gekommen.

          Zeitströmung. Gut.

          Gefällt 1 Person

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