Aus meinem Subkulturbeutel

zwei Buchhalter

Neues aus der Bastelhecke. =)

Ich hab zwei Wochen nonstop-Computerzeit hinter mir. Wie in alten Zeiten. Fast nix Sinnvolles gemacht (hab z.B. nicht massenhaft tolle Blogbeiträge geschrieben).
Gestern habe ich endlich den Rechner mal wieder den ganzen Tag nicht angefasst. Zuerst wusste ich nicht, was anfangen mit meiner Zeit. 😛

Dann ist mir eingefallen, was ich gesehen habe, als ich neulich in Köln war: ein (scheinbar) einfach herzustellendes Bücherorigami. Nur scheinbar einfach, weil ein richtig Tolles der bastelnden Person außerordentlich Geduld und Sorgfalt abverlangt. Mir jedenfalls. Meine beiden ersten Versuche sind schön, allerdings nicht wirklich ordentlich. Trotzdem richtig schön, find ich.

Zwei Buchhalter. Also, zwei gefaltete Bücher, um Postkarten und sowas zu halten.

Das oben ist ein englischsprachiges I Ging Buch, das ich schon lange habe, in das ich nie reingeguckt habe und das sehr SEHR viele, sehr dünne Seiten hat.

Für diese Buchhalter sollten Taschenbücher verwendet werden, da die Buckdeckel auch gefaltet werden. Und zwar wird jede Seite einfach (haha, ‚einfach’…) in der Mitte nach innen gefaltet. Und dann die Buchdeckel. Und das ist auch schon alles.

 

 

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Lao-Tse

Verfall der Sitte

Geht der große SINN zugrunde,
so gibt es Sittlichkeit und Pflicht.
Kommen Klugheit und Wissen auf,
so gibt es die großen Lügen.
Werden die Verwandten uneins,
so gibt es Kindespflicht und Liebe.
Geraten die Staaten in Verwirrung,
so gibt es die treuen Beamten.

 

Aus dem Tao Te King von Lao-Tse

 

Gefunden hier: http://schuledesrades.org/public/taoteking/?Q=5/4/18

Browsertalk – update für Wayne

Jaja,

Jetzt kommt ganz viel Computergebabbel. Also los. Für Wayne.

Unlängst hab ich gemotzt über Motzillas, öm, Mozillas neuesten Mistbrowser, Firefox Quantum. Ich war fast nicht mehr online deswegen. Sehr angenehmes, heilsames Computerfasten. Seit ner Woche ungefähr bin ich leider wieder täglich und lange am Rechner.
Ich gehe davon aus, dass ich demnächst aus familiären Gründen für einige Tage nach Köln fahre, und dafür hab ich mir einen hier vordem brachliegenden, leichten, langsamen WindowsLäptop fit gemacht. Der ist nun kein WindowsLäptop mehr. Ich habe Dualboot versucht, d.h., ich habe versucht, ein Linux neben dem Windows zu installieren. Das geht neuerdings nicht mehr wie ichs gewohnt war. Statt mich da lang einzuarbeiten, hab ich das Windows mit Linux überschrieben. Ich hab’s Windows eh nur zum Spielen von Neverwinter Nights gebraucht. Das heißt: ich habs nicht wirklich gebraucht. Und es hat mich bei jedem Start nachhaltig verärgert. Also weg damit. Good riddance! Schneller ist er jetzt auch.

Vorm Installieren von Linux Mint Mate LTS Sonya 64 bit (von der schnell per Torrent runtergeladenen und gebrannten DVD) habe ich die Internetverbindung gekappt, was zur Folge hatte, dass ich jetzt ein schickes, fittes, nachträglich aktualisiertes wundervolles Betriebssystem mit nem nicht aktualisierten also alten Firefox habe. Vor-Quantum, das heißt: Alle meine geliebten Add-ons funktionieren wieder. Bis auf eins, das die Firma nur noch für Quantum anbietet, und nu weiß ich, was ich von denen halte. Ich brauch Microsoft nicht, und den doofen Downloadhelper brauch ich auch nicht!
Außerdem, ich will bei der Wahrheit bleiben: Den Quantum verwende ich auch, der’s auf meinem Hauptrechner, für Bankgeschäfte und sowas. Da ist mir so’n alter, nicht mehr aktueller Firefox doch zu gruslig.

Beim Durchstöbern der Mozilla-Add-ons-Seiten bin ich auf einige Add-ons gestoßen, deren Entwickler sich deutlich äußern zu Mozillas Entwicklung. Sie schreiben, dass ihre Add-ons nun nicht mehr auf Firefox laufen und auch nie mehr laufen werden und verweisen stattdessen auf andere Browser, vor allem Pale Moon. Und den verwende ich nun seit ein paar Stunden, und bis jetzt bin ich SEHR zufrieden. ScribeFire funktioniert leider nicht, doch ich hab den Verdacht, dass das außer mir niemanden interessiert. Nicht mal Wayne…

Naja, ScribeFire. Für Pale Moon gibt es eine erstaunlich große Menge an Add-ons. Ich hab, bis auf eben ScribeFire, alles gefunden, was ich vermisst hatte und bin derweil wirklich sehr zufrieden. Ich kann also Pale Moon aus ganzem Herzen weiterempfehlen.

Und auf ner andern Ebene bin ich amüsiert, dass ich den Pale Moon jetzt finde, da ich mich mitm Mond wieder angefreundet habe und die Mondmails wieder aufnehmen werde. Wenn nichts wirklich Krasses dazwischen kommt, schreibe ich was zum nächsten Neumond im Wassermann (15. Februar).

So. Nu wisst Ihrs. =)

 

In den grauen Städten

War grad kurz und unerwartet in Köln. Köln ist schon oke, wirklich. Is halt ne Großstadt.

Da hab ich jetzt dieses Foto gemacht, und dazu ist mir ein uraltes — naja, sagen wir mal großzügig: Gedicht eingefallen, was ich Anfang 20 geschrieben habe – auch in Köln. Ist trotzdem nicht speziell auf Köln gemünzt – in jeder großen Stadt, die ich bis jetzt kennengelernt habe, finden sich Ecken, wo’s passt. Manche Städte sind nur so.

Kein tolles Gedicht was das Lyrische angeht. Dafür wahr.

 

in den grauen Städten
über denen manchmal ein gelber Nebel liegt
die bis zum Horizont reichen
In der grauen Stadt
unter einem fahlweißen Himmel
der nichts anderes scheint
als Abwesenheit von Licht & Farbe
In dieser Stadt
die bis zum Horizont reicht
wo dünne Schornsteine
feine weiße Fähnchen in den riesigen blinden Himmel wichsen
In dieser Stadt gibt es an Stellen
die einmal Wald oder Wiese oder Feld waren
also, da gibt es Mülltonnen
in die kannst du dein Leben schmeißen
öffnen — schließen
klapp.

 

Neumond-Monster

Hehe.

Geh grad meine Fotos durch, da seh ich eins von nem Graffito, das ich neulich in einer Unterführung fand, als ich von LU nach MA gelaufen bin. (Ich war zu geizig, um die Straßenbahn zu bezahlen. Das is doch mal gesunder Geiz. )

Das Graffito passt zu meinen neuen Erkenntnissen zu den Voll- und Neumonden. Das hier ganz speziell zum Neumond. Und neenee, es ist nicht gruslig gemeint. Es ist ne frohe Botschaft, sozusagen.

„Wir gucken nicht mehr nach, ob unter dem Bett Monster sind, seit wir begriffen haben, dass sie in uns drin sind.“

 

Mehr dazu — das ist eine weitere frohe Botschaft in dem Zusammenhang, vielleicht , für die eine oder den anderen — mehr dazu demnächst, denn ich werde vorläufig die Mondposts wieder aufnehmen. Nächsten Neumond gehts weiter. „Vorläufig“, weil ich nicht weiß, wie sich die Affaire Vetch-Computer weiterentwickelt. Wir hatten eine lange und intensive Beziehung, wunderbare Zeiten, auch schreckliche Streits (einmal hab ich ihn angespuckt…) und doch dachte ich immer, ich kann ihm vertrauen. Da bin ich mir inzwischen nicht mehr so sicher.

Ich beobachte das. Derweil gilt: zum nächsten Neumond, der ist im Februar, gibts wieder Mondposts (und Mondmails, für die, die’s möchten).

 

Smooches derweil. ❤

Tagesorakel

Heute lass ichs mal richtig krachen und schreibe wieder einen Blogbeitrag. Ich hab dazu noch 15 Minuten Zeit, dann klingelt die Eieruhr und ich mach Pause.

Also. Tagesorakel. Seit ich mich mein erstes Tarotdeck gekauft habe, inrzwann in den 80ern, habe ich immer und immer wieder versucht, den Klassiker zu praktizieren: Das Ziehen der Tageskarte. Nie hat mir das irgendwas gebracht, weder durch das Nachgucken in Büchern noch durchs Graben in meinem eigenen, mit der Zeit sich füllenden Tarot-Craft-Fundus.

Am 23. Dezember 2017, neulich, hab ich wieder damit angefangen, und diesmal mache ichs auf andere Weise. Ich ziehe eine Karte und formuliere, von der Karte inspiriert, einen Spruch dazu, und der Spruch ist dann mein Tagesorakel.

Die Tarotkarte ist also Ausgangspunkt für etwas Eigenes. Ich bin angetan davon. Plötzlich funktioniert’s. Hat mir schon paar mal richtig gut getan, mich über den Tag an meinen aktuellen Spruch zu erinnern.

Drrrrring. Is ja auch alles gesagt. =)