Haushaltstips aus Hippiehausen

Neues von den Pöppeln

Eben hab ich hier mit ätherischem Orangenöl die Duftlampe beträufelt, und danach war ich in der Küche und habe in einem Anfall von MJAM! das von vorgestern übriggebliebene Marzipan gegrabscht und verschlungen. Es war nicht mehr viel, vielleicht Masse für vier Pöppel. Fünf, oke. Vielleicht auch sechs. Sieben ganz kleine.

Ich mochte bis neulich Marzipan überhaupt nicht. Inzwischen habe ich festgestellt, dass die Mandel-Dattelmasse, die ich neuerdings herstelle (im Beitrag Zaubernahrung hab ich davon berichtet) eine Art Marzipan ist. Die Art, die ich MAG.

Der Teig war übriggeblieben, weil ich nach dem Rollen und Panieren von gefühlt 386 Pöppeln einfach keine Lust mehr hatte. Obwohl ich das Pöppel-Machen liebe und anfangs auch das viele Rollen wunderbar fand.
Ich hab eben in einem Beitrag von Sophie0816 – Wirri-wirri im Kopf | Leben im Wandel – so was Ähnliches beschrieben gefunden und möchte es hier zitieren, weil ichs sehr klug und brauchbar finde.

Vor einiger Zeit dachte ich noch, dass dann die Sachen immer so viel Freude machen müssen und wenn sie es nicht mehr tun, dann ist das doof. Mittlerweile bin ich darauf gekommen, dass diese Freudeausbrüche wie Wegweiser-Schilder auf einem Weg sind. Sie markieren ein – ja, du läufst in die richtige Richtung und es ist nicht nötig, zum Ziel zu machen, nun ständig diese Schilder zu finden. Der Hinweis reicht aus, um den Weg vertrauensvoll weiterzugehen.

Das mit dem Vertrauens-voll übe ich noch. 😉

Übersetzt heißt das, wenn ich auch zukünftig meinem Bewegungsdrang (wenn er denn da ist) angemessen befriedige, wird es nicht immer super lustig und freudig zugehen und mich vielleicht auch mal annerven oder neutrale Gefühle verursachen.

Jo, und wenn ich Lust auf was Süßes habe, und/oder Lust, ein neues Rezept auszuprobieren, dann wird das auch nicht immer super lustig und freudig. Auch heute habe ich beim Verrollen des neu gemachten Teigs gegen Ende bisschen die Nerven verloren… Aber ich habe durchgehalten, denn die neuen Pöppel sind einfach zu köstlich!

Das war nämlich so: Als ich vorhin in der Küche beim MJAM-Anfall den Marzipan-Teig verschlang, da schmeckte der subtil nach Orange, weil ich offenbar noch Reste vom ätherischen Orangenöl an den Fingern hatte.
Hehe, meine erste Erfahrung mit Aromaküche.

Das hab ich sofort richtig ausprobiert. Habe im Winzmixer Teig aus ner kleinen Handvoll (eingeweichter) Mandeln und paar Datteln gemacht und den abgeschmeckt mit reichlich Vanille und einem Tropfen ätherischen Orangenöls. Das habe ich noch verlängert, indem ich Mandelmasse reingeknetet habe, die gestern vom Milchmachen übrig geblieben war. Diese Masse habe ich zunächst in einer kleinen Pfanne noch ziemlich krümlich getrocknet, sonst wären die Pöppel zu weich geworden. Da hab ich schon Erfahrung gesammelt…

Dann gerollt und in Erdmandelpulver gewälzt, also, paniert, und ich sach euch ~ das sind die besten Pöppel die ich bis jetzt gemacht habe. Das sind die allerbesten Pöppel überhaupt! Und wenn das Gerolle und Panieren mir nicht so schnell so sehr aufn Keks gehen würde, dann würd ich die Badewanne mit Pöppeln füllen. Und mich reinlegen. Und dann…

Zum Glück kann ich immer nur kleine Mengen herstellen. Zum GLÜCK!


Best Pöppel EVARRR!

 

Darauf hat die Welt gewartet! Ein Pöppel-Icon!

Zaubernahrung

Vor ungefähr zwei Monaten hab ich beschlossen, dass ich was Ehrenhaftes tun muss. Das bezog sich auf den Spirituellen AllTag, und darin ist einer der wichtigsten Aspekte meine Ernährung. „Ich esse zu viel, zu wenig Frisches, zu viel Zucker“ hab ich da geschrieben.

Mehr Frisches und insgesamt weniger esse ich, seit dem ich vor 13h nur Obst esse. Ich habe so auch ein bisschen abgenommen, was mir auffiel, als ich in München passend zur Party in mein supercooles, sehr enges „THE ONLY GOOD SYSTEM IS A SOUND SYSTEM“ Schört passte. Yöh.
Ich hab nicht vor, weiter abzunehmen, das war gar nicht der Plan und Grund der Ernährungsänderung. Es ist ein schöner Nebeneffekt. Mir scheint, ich pendel mich genau da ein, wo mir meine engen hübschen Schörts wieder passen. Und das jetzt, da ich noch finde, ich bin jung genug, die zu tragen. Wer weiß, wie lange das noch so ist… Also YÖH.


so geiel

Ich empfinde das Bis 12/13h nur Obst essen nicht als ‚Kur‘, sondern als Ernährungsumstellung für immer. Kann gut sein, dass ich mal Ausnahmen mache, die Regel bleibt. Ich komme sehr gut klar damit.

Also, diese Punkte meines Plans Gesunde Ernährung: weniger essen, mehr Frisches essen funktionieren.
Ein weitere Punkt ist Jeden Tag Goldene Milch. Wegen der täglichen Dosis Kurkuma. Das klappt nicht so gut. In München habe ich keine Goldene Milch gemacht. In Mums Küche halte ich mich sehr zurück, außerdem hatte ich keine Kuhmilchalternative mitgeschleppt und wollte vor Ort keine kaufen (NIE WIEDER TETRAPACK!).
Doch ich hatte immer stärker das Gefühl, dass das tägliche Kurkuma mir fehlt, also habe ich schließlich einfach einen Teelöffel Pulver in Tee verrührt. Noch Pfeffer dazu und runter damit. Es schmeckt… ziemlich grässlich. Und – so mein Gefühl – es tut mir GUT. So halte ich das jetzt weiterhin. Wenn ich aus irnzwelchen Gründen keine Goldene Milch mache, dann nehme ich mein Kurkuma so. Jeden Tag.
Gut.

Was ich auch neuerdings täglich zu mir nehme – das war ein Tip aus’m Heilerforum, wo ich wg. meines Wurzelchakras nachgefragt hatte – ist Gojibeeren-Tee. Auch wieder so was Exotisches, regional is was anderes… Ich habe nachgelesen, was Gojibeeren so können und beschlossen, dass ich sie mir erlaube. Jeden Tag 9 g als Tee. Schmeckt lecker und macht Freude.


hübscher Gojibeeren Tee

Der Oger und Schnusel, mein Gefährte, hatte derweil grässliche Süßigkeiten-Cravings und standhaft immer wieder billige, zuckrige, plastikverpackte Weißmehl-Schweinereien im Supermarkt aus seinem Einkaufswagen geräumt und doch nicht gekauft.
Zeitgleich kam hier ein neues Spielzeug an: Ein Pürierstab mit so einem kleinen Mixbecher, mit dem ich klebrige zähle Datteln, Feigen und auch eingeweichte Mandeln kleinbekomme.
Und daraus mach ich PÖPPEL!


Teig für Mandel-Cashew-Dattel-Feigen-Pöppel

Ich MAG Pöppel. Der Schnusel, mein Gefährte MAG Pöppel. Und die süßen Pöppel, die mögen wir ganz besonders gern.

süße Pöppel
Kakao-Mandel-Cashew-Dattel-Feigen Pöppel; Kakao, Kokosflocken, gepuffter Amaranth außenrum

Die ohne Kakao mag ich lieber als er, drum sie die alle MEINS!

16:12 h – Dattel-Feigen-Mandel-Cashew-Erdmandel-Kardamom-Vanille Pöppel

Also, zuckerfrei nach wie vor konsequent, einfach, und Grund für wunderbares, kreatives Gemanschte und Gepöppel in der Küche. Und Material für hemmungsloses Geschwelge am Computer.

 


17:50 h – oh Mist

Jooo. Bin zufrieden- achwas, ich bin glücklich! Außerdem erkältet, wie ich im VETCHBLOG erwähnte. Es gibt auch noch mehr zu erzählen, z.B. dass ich diese Erkältung-trotz-gesünderer-Ernährung stimmig finde, weil ich das Gefühl habe, bei mir ordnet sich was neu. Seit ich beschlossen habe, mein Wurzelchakra in Gang zu bringen, tut sich was. Davon erzähle ich vielleicht auch noch mehr. Jetzt muss ich Schluss machen, denn heute ist Putztag. Argh. Ist auch gesund.

Spiritueller Alltag

Das wird noch eine eigene Kategorie, der SPIRTUELLE ALLTAG, ich seh’s kommen. Ich spiel gern mit sowas rum, Namen, Kapitelüberschriften, Themenfäden, Wegweiser – das gibt Labyrinthe ~ auch wenn sie manchmal wie Irrgärten wirken.
Ich liebe auch die tags, und dass sie hier in verschiedenen Größen auftauchen. Da seh ich mit der Zeit, was mich so beschäftigt.
← Das hier ist schon älter, und vom Vetchblog;  ein paar der Themen sind hier auch öfter dabei.

Der Mondwechsel diesmal war sehr deutlich. Vor dem Vollmond war ich richtig beseelt, leicht euphorisch, heilsam unterwegs. Viele schöne Dinge sind in Bewegung gekommen, vor dem Vollmond.
Nach dem Vollmond jetzt bin ich müde, melancholisch und immer noch heilsam unterwegs. Die Dinge sind in Bewegung und ich fließe mit.
Vor dem Vollmond war noch Spätsommer, seit dem Vollmond haben wir FrühHerbst.

Ich habe seit langer Zeit mal wieder gefröstelt, nach der Hitze ein köstlicher Luxus.
Auch den Wind, die Wolken, den Regen, das graukühle Licht, fahlgelbe Sonnenflecken – diese Stimmung draußen genießen wir sehr.

Und MÜDE bin ich. So erschöpft, so matschig, dass ich mich frage, ob ich krank bin.

Ich geh demnächst zum Arzt, und außerdem habe ich den Verdacht, dass das was mit meinem Chiron-Return im 2. Haus zu tun hat.
Ich habe in dem Zusamenhang seit paar Tagen die Überzeugung, Eingebung, den Drang, bekomme Hinweise, was für mein Basis-Chakra zu tun. Ich hab den Verdacht, das ist verklebt, geradezu festbetoniert. Ich habe im Netz dazu recherchiert und noch im Heilerforum dazu gefragt und reichlich Tips bekommen.
Ich verwende Granatapfelöl, was mir sehr gut tut.
Ich halte beim abendlichen Sitzen die Hände eine Viertelstunde im passenden Mudra und singe LAM.
Ich habe beim Sitzen am Computer beide Fußsohlen auf dem Boden. OH, das fällt mir schwer, ich saß vordem immer im Schneidersitz aufm Stuhl – auch ein Symptom.
Und ich glaube, ich sollte DRINGEND wieder Tai Chi machen… glaub ich… demnächst

Am Sonntag bekomme ich von einer Webfreundin eine Ferndiagnose und -behandlung. Bin gespannt, was dabei rauskommt.

Es fühlt sich alles im Fluss und sehr stimmig an. Und es gibt zu tun. Zu Heilen – Schritt für Schritt, immer was geht. Keine Pausen, und immer das, was geht. Nicht mehr. Nicht weniger.

Auch die Melancholie, die der Gefährte und ich auch so ungefähr seit dem Vollmond spüren, hat ihren angemessenen Raum. Diese Traurigkeit passt zum Herbst. Wir nehmen sie nicht so ernst, bzw. wir nehmen sie an und grämen uns nicht weiter darum.

Wir haben viele schöne Momente.

Borretschblüten aus dem Urbanen Garten und Herbstblüten auf der Mittelstraße.


Und Schnusel ist immer noch da. Das Foto ist von heute.

Beim Kein-Obst-vor-12h-Essen habe ich einen Denkfehler gemacht. Ich dachte, da es um 12h Sonnenstand geht, bedeutet das während der Sommerzeit bis 11h. Echt erstaunlich, wie schwierig diese schlichten Zeitumstellungs-Rechnungen zu sein scheinen! Während der Sommerzeit gilt natürlich Bis 13h nur Obst essen.
Da habe ich also die ganze Zeit zwei Stunden zu früh mit dem Nur-Obst-Essen aufgehört. Heute hab ichs endlich gemerkt und es richtig gemacht, und das ging gut. Also weiter.

Das Keinen-Zucker-Essen funktioniert sehr gut, da bin ich froh und dankbar.
Zucker ist böööse!

Trotzdem essen wir natürlich jeden Tag Eis. Ich hab eine neue Sorte gefunden: Ingwer-Zitrone. Das ist wundervoll, so leicht brausig. Mit Ingwerpulver und abgeriebener Zitronenschale.

Was ich nicht mehr jeden Tag mache, das ist mir über die heißen Tage abhanden gekommen: Goldene Milch. Das wird wieder eingeführt, im Rahmen der Guten Disziplin. Heute nicht mehr, schon zu spät. Heute nur noch Sitzen und dann ab ins Bett.

Jooo. Das war wieder so ein Schwafel-Beitrag. Irnzwie wars mir wichtig, über den Energieumschwung zu schreiben, den ich spüre. Der Teil des größeren Stroms ist. Wie’s gestern im Kessel & Kerze Blog Vollmond, Kräuter, Heilsteine & Balance | Kessel & Kerze geschrieben stand:

Der Vollmond vergangenen Freitag war einfach atemberaubend schön! Die ganze vorangegangene Woche kam mir vor wie eine Welle, die ihren Höhepunkt an eben diesem Freitag erreicht hatte und nun so langsam wieder abebbt. Die perfekte Welle

Eine Welle im Fluss. Und nu weiterfließen.

Das Beste Eis der Welt

Der Beitrag sollte ursprünglich „Heute war ein ganz GRÄSSLICHER Tag“ heißen.
Es fing mit intensiven Träumen vorm Aufwachen an. Dann las ich traurige Sachen bei anderen Blogs, dazu fiel mir ne eigene traurige Sache ein, und dann erzählte meine Ma mir was Trauriges am Telefon.
Dann sind wir raus und erlebten neue diverse sehr unangenehme Sachen. Die Leuts scheinen fast alle eklig drauf und matschig in der Birne zu sein. Wir auch, zeitweise.

Jetzt hab ich echt genug davon, hab auch nicht vor, detaillierter zu erzählen, was heute alles traurig, eklig, nervig und ätzend war. Stattdessen habe ich beschlossen, als wir daheim waren und es auf den Abend zuging, uns was Gutes zu tun.

Und eine der besten Sachen bei diese Hitze ist EIS.

Ich hab neulich gelobt, dass ich keinen Zucker mehr esse, und da halte ich mich dran. Das Beste Eis der Welt kommt ganz ohne Zucker aus, ohne Milch und ohne Plastik.

Naja, in meinem Fall fast ohne Plastik, eine dünne Plastiktüte war dabei, denn darin waren die braunen, sehr günstigen Bananen, die ich neulich im Ökosupermarkt fand. Wenn’s die gibt, dann kauf ich die, trotz der Tüte drumrum.

Je brauner und weicher, desto besser. Die schneide ich klein, und dann friere ich sie ein.

Solche hartgefrorenen Banenenstückchen sind so schon wunderbar zum Lutschen, wenn’s heiß ist und ich Lust auf was Süßes habe.
Und wenn ich noch den Mixer raushole, dann wirds Magisch.

Ich hatte noch gefrorene Himbeeren, und das mit den gefrorenen Bananenstückchen gemixt ergibt das allerköstlichste Beste Himbeer Sorbet der Welt.
Ich wollte ein Foto machen, aber…

Danach, die erste große Eisgier gestillt, hab ich die Superschokolade genommen – 99% Kakao, davon genügt ein Stück, und der Schokoladenhunger ist gestillt. Hehe. Davon krümel ich ein-zwei Stückchen zu den gefrorenen Bananen, mixen, und das Ergebnis ist das Beste Stracciatella Eis der Welt.

Vielleicht nicht die beste Food Photography der Welt – aber das Beste Eis der Welt

Da, schauts euch noch mal genau an:

Die Idee habe ich von Smarticular, super Site!, und ich bin ewig dankbar, und ich hätte da auch einfach gleich hinlinken können, aber das hätte mir den schönen Blogeintrag am Ende dieses Tages verdorben.

Das genialste Eiscreme-Rezept aus nur einer Zutat: Schnell, vegan und preiswert

Das genialste Eiscreme-Rezept aus nur einer Zutat: Schnell, vegan und preiswertQuelle: http://www.smarticular.net/das-genialste-eiscreme-rezept-aus-nur-einer-zutat-schnell-vegan-und-preiswert/
Copyright © smarticular.net

Das genialste Eiscreme-Rezept aus nur einer Zutat: Schnell, vegan und preiswert

Quelle: http://www.smarticular.net/das-genialste-eiscreme-rezept-aus-nur-einer-zutat-schnell-vegan-und-preiswert/
Copyright © smarticular.net

Das genialste Eiscreme-Rezept aus nur einer Zutat: Schnell, vegan und preiswert

Quelle: http://www.smarticular.net/das-genialste-eiscreme-rezept-aus-nur-einer-zutat-schnell-vegan-und-preiswert/
Copyright © smarticular.net

Landlust

Neulich hab ich mit einer sehr guten Freundin telefoniert, und die hat mir von einem Buch erzählt, das ich mal lesen möchte, vom Herrn Storl, zu Pflanzendevas. Den Herrn Storl kenne ich erst neuerdings aus einem Filmchen über Brennnesseln (3 n!), den ich anlässlich meiner Brennnesselzucht aufm Balkon neulich geguckt habe. Dieses Wolfsshirt… schauder
Egal. Der Typ ist mir sympathisch.

Meine Freundin hat mir ein bisschen aus dem Buch erzählt und damit in mir den Wunsch geweckt, doch wieder die Jahreszeitenfeste zu feiern. Ma guggn.
Und außerdem habe ich jetzt auf dem Balkon was für die Pflanzendevas aufgestellt, nämlich zwei ganz entZÜCKende Fingerpuppen (die ein Geschenk von eben jener Freundin sind).

Ursprünglich waren das Dr. Freud und Hexe. Nun sind es Friedrich und die Alte Hohepriesterin. Die Hohepriesterin ist, hab ich das Gefühl, SEHR froh inmitten der wuchernden Brennesseln. Raus aus der Jurte und der kahlen, leblosen Steppe rein ins Gewucher und pralle Leben, zusammen mit Friedrich.

Auf unseren Balkons bist du im prallen Leben. Schräg rechts gegenüber wohnen so ungefähr 500 Kinder, von der eher kleineren Sorte. Wenn das deutsche Kinder wären, hätten die alle ADHS und würden mit Ritalin zugedröhnt. Zum Glück kommen sie aus einem Kulturkreis, wo die Mütter nicht „Seid still! Die Nachbarn!“ sondern irgendwas anderes rufen, in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Da die Kinder sehr laut sind, müssen die Mütter noch lauter sein. Das schaffen sie. Beeindruckend.

Es wohnen noch viele andere Familien hier, deren Geräusche wir ständig hören, die 600 Kinder sind halt die lautesten. Dazu kommt oft orientalische Musik, Küchenklappern, Besuch, der gefeiert wird, sehr selten auch mal Streitgebrüll.
Neulich sangen von links unten sehr deutsche, junge weibliche Stimmen irgendwas Lieblich-Unbedarftes mit Klampf dazu.

Ich LIEBE es hier. Es ist laut hier, ja. Ich wills nicht anders. Oh gosh, ich liebe es hier so sehr. Ich bin dankbar!

Für die Pflanzendevas habe ich noch die kleine Hummelfrau aufgehängt, die hab ich mal selbst gemacht, frei nach den Nanas von Nicki de Saint Phalle.

Die Tentakelpflanze von letztem Jahr ist wieder auf dem Weg zur Weltherrschaft:

Als ich mal zu viele Sojabohnen eingeweicht habe, habe ich paar davon in nen Blumenkasten gelegt. Bin gespannt, wie die sich noch weiter entwickeln:

Die ersten Blüten schlüpfen:

In dem Kasten, den wir im Frühjahr nicht ausgeleert haben, ist einfach gewachsen, was vom letzten Jahr noch da war, und da blühts schon richtig:

Und die gekaufte Minze und der gekaufte Salbei (aus friedfertiger Landwirtschaft – dort wird Spargel  nicht gestochen, sondern aus der Erde gekuschelt HAHAHAargh) also, die fühlen sich auch wohl.

Alle Kästen haben vor ein paar Tagen eine deosprühergroße Ladung Brennnesseljauche abbekommen, die ich in einem Winzblumenpott mit Blättern unserer Winzbrennnesselzucht angesetzt habe. Daraufhin hatten wir kurzzeitig richtig Landluft aufm Balkon.  ❤

blubber

Projekte

Seit dem letzten Neumond hats mir mehr und mehr die Sprache verschlagen. Ich schiebe das einfach auf den rückläufigen Merkur, der seit einer Woche wieder vorwärts geht. Am 6. Juni sind wir ganz aus der Nummer raus, und ich ahne, dass ich dann blogmäßig wieder in Fahrt bin.

Hier&Jetzt hab ich erst mal aufzuräumen und einige lose Fäden aufzunehmen und zu verknüpfen.

 

PROJEKT NIE WIEDER TETRA PAK
Funktioniert. Seit ich den Sojamilchmacher bestellt habe, haben wir kein Tetra Pak mehr gekauft.

Um die Frage von Marille Grünblatt zu beantworten:
Ich habe inzwischen Mandel Milch gemacht, auch gemischt mit Cashews, die ist köstlich geworden.
Reismilch geht auch gut, mit einem EL Öl und 5 Cashews.

Cashews sind überhaupt köstlich und damit werd ich noch einiges andere ausprobieren. Und wie erfreulich:
„In kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewkernen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin. Gemeinsam mit dem Vitamin B6 (Bierhefe, Kartoffeln) kann Tryptophan helfen, Depressionen zu behandeln.“ Wikipedia

Hafermilch dagegen hat nicht gut geklappt, weil ich die warm hergestellt habe, und dabei wird Hafer schleimig. Wie ich weiß und ausgeblendet hatte. Drum hatte ich keine Milch, sondern Brei. Logisch. Ging dann übers Müsli weg. Ein bisschen davon auch sehr gut in Saucen.
Außerdem habe ich inzwischen rausbekommen, dass die Süße der vormals gekauften und so geliebten Hafermilch durch hinzugefügte Enzyme ensteht. Das kann ich zuhause nicht nachmachen. Also Hafermilch derweil gecancelt, wobei ich noch mal die kalte Methode versuchen werde. Dannmal, wenns is.

Der wunderbare Nebeneffekt beim Sojamilch machen sind die Okarapöppel. Jedesmal werdense bisschen anders.

Pöppelcairn an Paprikageröllhaufen in Cashewmilchpfütze

 

PROJEKT NIE WIEDER ALUHÜLLEN
Die Firma Glafey hat mir ein zauberhaftes Paket geschickt, also, meine Bestellung ist angekommen.
Ich habe jetzt eine Menge Teelichte ohne Hüllen und vor allem habe ich einige Dosen „St. Peter“ und „vierteljährlich“.

Ich habe vor Kurzem begonnen, mit selbstgebastelten ÖlLichtern zu experimentieren und habe damit das Gefühl, ich bin wieder ein Wegstück weiter heimgekommen. Anders kann ichs nicht ausdrücken. Diese Öllichter erfordern Pflege, und das mach ich sehr gern. Das Licht und das Zubehör und alles daran ist schön, finde ich.

Ein Foto vom Chaos auf meiner Truhe/dem Altar. Zu sehen sind drei Ölflaschen zum Nachgießen, drei Becher mit Dochten in bunten Papierhaltern (für St. Peter, Foto davon unterm Beitrag) und ein Glas mit Dochten in weißen Papierhaltern für „vierteljährlich“ (catchy names ham die Glafeys). Der Schwimmer für „vierteljährlich“ liegt auch im Glas, der war noch nicht im Einsatz. Die passen perfekt in Teelichtgläser. Perfekt!
Rechts im Bild mein Schmuckteller, der nichts mit den Lichtern zu tun hat und nur so aufs Bild geraten ist. Ist auch hübsch.
Darunter, unten rechts, liegt ein selbstgemachter ÖlLicht-Schwimmer. Da werde ich noch mehr machen, weil die für größere Gefäße gut sind. Und alles sieht toll aus. Das Licht scheint durch das Öl und das Wasser; Magie, Steampunk, Zauber, Wunder.
Ich bin froh! ❤

 

PROJEKT WENIGER PLASTIKMÜLL
Naja.
Es wird sehr allmählich und doch merklich weniger. Trotzdem immer noch anderhalb gelbe Säcke auf zwei Wochen. Viel zu viel. Weiter mit Weniger!
Wir brauchen immerhin so gut wie keine Plastikmülltüten mehr, weil wir in der Küche den Mülleimer abgeschafft haben. Stattdessen, sehr fotogen mit dem Fensterkristall Lichtfleck:
Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin, also, vor vielen Jahren, das wundert mich sehr.

Den Plastikmüllbeutel im Bad, wo der Katzendreck reinkommt, lege ich inzwischen auch mit Zeitung aus, dann wird der Beutel nur ausgekippt. Wir haben seit vielen Tagen den selben Beutel im Einsatz.

Kleine Schritte.

Teelichter ohne Aluminium Pt. 2

Ich bin noch gar nicht so weit. Trotzdem ein Zwischenbericht. Gestern kam tatsächlich noch der Katalog von Glafey, was mich sehr gefreut hat. Ich werde auch ein paar Schachteln Teelichte bestellen. Die ’normalen‘ und St.Ursula® (:D), gleicher Durchmesse, viel höher. Wunderbar für unsere Laternen. Und drei passende Gläser dazu.

Und vor allem werde ich das hier bestellen, weil es mich fasziniert:

Zu finden auf der Homepage von Glafey,→ „Lichte“ und dann ganz unten.

Sowas von entZÜCKend! Allein die Schachteln. Und vor allem: die brennen ohne Paraffin und ohne Stearin, das ist nämlich das nächste Problem nach den Aluhüllen. (Alles im Netz, z.B. hier.)
Zu diesen ÖlLichtern habe ich auch eine Selbermach-Anleitung gefunden und es SOFORT ausprobiert.
Wir haben fast keine Dosen im Haus, und ich hab jetzt auch nicht vor, deswegen welche zu kaufen. Eine Dose Kokosmilch hatte ich. Die Milch ist jetzt im Schraubglas im Kühlschrank, und der Deckel ist teilweise hier:

Da wir neugierige und lebhafte Katzen haben, trage ich das Licht immer mit mir rum, wenn ich das Zimmer wechsle. Das verträgt es gut.

Der Docht war noch zu lang, die Flamme hat etwas gerußt, drum hab ich ihn gekürzt. Vielleicht ein bisschen zu sehr.

Trotzdem, ist es nicht schnucklig? Ihr seht hier auch gut die zwei Schichten Flüssigkeit: unter dem Öl ist Wasser, damit die Lampe sofort erlischt, wenn das Öl verbrannt ist. Ich habe – weil ich sonst nur teures Ölivenöl habe – Bratöl genommen. Das Licht ist jetzt schon ne Weile an und ich riech gar nix.
Morgen kaufe ich preiswertes Rapsöl. In der Glasflasche!