StadtCraft

Donnerstag, 19. Oktober 2017 – Neumond in der Waage

 

Donnerstag, den 19. Otober 2017,
ca. 10 nach 9h abends
(21:11 F/M)
ist Neumond in der Waage.

Hier wie immer die
EINLADUNG
INVITATION

 

Hallo ihr Lieben,
 
ich war die Tage (fast nur) mit Erkältung im Bett, jedenfalls war ich absolut nicht online und habe auch sonst wenig von der Welt mitbekommen. Nur von der, die unmittelbar um mich herum ist.

Ich weiß noch nicht so recht, wie ich in Worte fassen soll, was mir zur Zeit auffällt. Ich hab das Gefühl, die Dinge spitzen sich mal wieder zu und noch mehr zu. Ich hab den Eindruck, viele Leute, vor allem jüngere (für mich sind das alle unter 45…) achten einerseits wenig bis gar nicht auf das Leben um sie herum. Z.B. im Straßenverkehr, beim Guten Tag-, Bitte- und Dankesagen, Türenaufhalten, überhaupt bei allem, was irnzwie mit Erziehung, Höflichkeit und Aufmerksamkeit zu tun hat. Andererseits achten die Leuts extrem darauf, dass sie ’normal‘ sind, alles ‚richtig‘ machen (also so, wie’s die andern machen) und nicht durch irgendeine Art von Selberdenken, -handeln oder sonstige Individualität auffallen.

Vielleicht bin ich einfach nur schlecht gelaunt wg. des Rumliegens die Tage und auch, weil Leute meines Alters immer so über jüngere Leute denken…

Vielleicht. Wär mir recht.

Ich glaube allerdings, es hat damit zu tun, dass unsere Entscheidung, die wir jeden Quantensprung Hier&Jetzt neu treffen — die Entscheidung, ob wir in organischer Zeit oder in MaschinenMatrixEmpireZeit leben wollen — diese jederzeit neu getroffene Entscheidung wirkt sich immer deutlicher in unserem Alltag aus. Bei mir selbst – und nee, ich stelle mich hier nicht als leuchtendes Beispiel hin. Ich hab die Tage verschnieft im Bett gelegen und DVDs geguckt. Immerhin scheint mir, dass ich noch was MERKE.

Ich wünsch uns allen, dass wir weiterhin was MERKEN. Und danach leben. Lassen und TUN.

Und denkt daran: Wahlen sind jeden Tag. Beim Einkaufen, beim Konsumieren.

Somewhat grumpy greetings for now; und bis bald, wenn ich fitter bin und bessere Laune habe.

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

Bis dann im Netz!

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Die wunderbaren Magnete der Selbstdrehenden

Eigentlich habe ich heute compfrei. Und „eigentlich“ ist ein ganz ein dämliches Wort. Weil ich nun mal schon dabei bin, will ich noch was mit euch teilen, einen DIY-Tip, der noch toller ist, als meine superoriginelle Kreatividee mit der Blechdose und den Gummis (die mir inzwischen alle abgeplatzt sind).
Heute zeige ich euch, wie ihr Postkarten/Miniposter-Wandwechselrahmen ohne Rahmen bastelt. Yöh.

Dazu braucht ihr eine leere Zigarettenpapierpackung mit Magnet. Manche Firmen verkaufen ihre Papers seit einiger Zeit in Päckchen mit solchen Magneten, und die sind TOLL! Ich rauche selber nicht, und das ist der einzige Grund, warum ich das manchmal bedauere. Als ich noch im Kontaktladen gearbeitet habe, haben mir die KollegInnen ihre leeren Paperpäcks mit Magneten überlassen. Die habe ich abgepuhlt, und auch das kleine Metallplättchen gegenüber.

Dieses Metallplättchen klebe ich mit Tesa an die Wand, damit es dort den Magneten hält. Wie hier zu sehen – im typischen Vetchstyle – punkig. Nichts spricht dagegen, das viel ordentlicher zu machen. =)

Dieses Winzding von Magnet hält ganz wunderbar das kleine Klimtbild (auf sehr festem Papier) über meinem Altarslum.

Weil ich das Bild überm Altar mit dem Wechsel der Jahrezeiten austausche, ist das SEHR praktisch.

Diese kleinen starken Magneten halten natürlich auch Postkarten, oder hier im Regal ein anderes Bild –

Und wenn ein einziger Magnet doch mal nicht stark genug sein sollte, dann nehmt einfach oben zwei oder drei, und vielleicht noch einen unten an jeder Ecke. Damit halten auch große Poster.

Heh, vorne im Bild seht ihr unten eine Aluhülle von einem Teelicht, aus der Zeit, da ich meine Teelichter noch in Aluhüllen kaufte und rausgepuhlt habe. Diese spezielle Aluhülle passte genau über eine andere Teelichtaluhülle und so habe ich jetzt diese kleine entzückende Dose mit Deckel.
Um den Deckel zum Abnehmen greifen zu können – und weils schnuffig aussieht -,  habe ich obendrauf wieder so einen kleinen Paperpack-Magneten im Einsatz. Innen ist ein kleines Metallplättchen, um den Magneten zu halten (Aluminium ist nicht magnetisch).

Lasst nicht zu, dass diese Magneten einfach mit den leeren Zigarettenpapierpäckchen weggeschmissen werden. Dafür sind sie viel zu schade!

 

P.S. Ich bitte um Entschuldigung wg. der Qualität der Fotos. Ich hab mir den Toches abgegimpt, und doch…
Universum! Wenns passt, dann schick und schenk mir ne neue Gute Kamera!

 

Unverpackt bei basic

Das ist mir einen eignen Post wert, weil ich vordem über basiç nur gemeckert habe. Und jetzt erfahre ich, dass ausgerechnet diese Bonzen-Bio-Supermarktkette das Unverpacktkonzept für sich entdeckt hat. →Hier← bei Utopia nachzulesen.

ENDLICH! Ich geh hoffnungsfroh davon aus. dass andere Ketten und Läden nachziehen werden. Ich guck besonders streng in deine Richtung, Alnatura! War mal mein Haupt- und Lieblingsbioladen. Inzwischen kaufe ich dort nur noch sehr wenig, hauptsächlich unverpacktes Obst und Gemüse. Es ist in den letzten Jahren immer schlimmer mit dem Plastik im Bioladen geworden. Paar Gramm Obstchips in Plastikverpackung, eine Tasse Bio-Soja-Cappuchino im Plastebecher, natürlich Togo-Kaffeausschank, und Superbiokaffeekapseln für’s Genießen daheim, es ist wirklich –

Mir fehlen keineswegs die Worte, die ausdrücken, wie ich das finde, mit diesen ‚Bio‘-Produkten in Aluminium und Plastikverpackungen. Ich möchte nur nicht so viel fluchen in meinem Blog.

Nee, ich möchte mich freuen und jubeln auf meinem Blog. Also freue ich mich, dass ausgerechnet basic den richtigen Schritt tut. Damit haben sie mich als Kundin wiedergewonnen. Morgen (ziemlich sicher morgen) besuche ich deren mannheimer Laden und gucke, ob wirklich stimmt, was Utopia da behauptet. Ich hab mir so sehr einen Unverpacktladen in MA oder LU gewünscht. Dass ausgerechnet basic mir diesen Wunsch erfüllt, das hätte ich nicht gedacht. =) Wenns denn wahr ist. Morgen weiß ich mehr.

 

Vögel

Vögel zu fotografieren versuche ich oft, und nur ganz selten gelingt es. Dann meist ‚aus Versehen‘.

Der Himmel ist voller Mauersegler, und wenn ich die Kamera bereit habe und ans Auge halte, sind alle weg. Vorher waren es TAUSENDE! Naja, -zig. Alle weg. Plöpp.
Die Lachmöve in Mannheim lacht und zieht Kreise über mir und lacht – bis ich die Kamera am Auge habe. Dann – plöpp. Weg ist sie.
Die Störche sind einigermaßen gut auf dem Bild – weil ich dachte, es wären Möven (ja wirklich…).
Die Krähen hocken auf dem Dach gegenüber und krächtzen mir fröhlich zu – bis ich die Kamera anmache. Plöpp.

Ja, ab und zu gelingt mir ein Vogelfoto – so ungefähr 3% meiner Versuche gelingen. Dazu die Zufallsfotos.

Heute hat’s mal wieder nicht geklappt.
Ich geh eben vom Einkaufen wieder heim, und da seh ich – was’n Zufall, dass ich überhaupt in den Himmel geguckt hab – da seh ich über mir einen kleinen Raubvogel kreisen.
Auf dem Foto rechts seht ihr den Ort. Da war er Millisekunden bevor ich auf den Auslöser drückte. X)
Er hat sich vorher gradezu genüsslich in seiner Schönheit gezeigt, das Sonnenlicht fiel durch die Schwingen, er zog langsame Kreise über der Straße — während ich fieberhaft die Kamera anwarf, und dann – plöpp.
Auf dem Foto sind grad die Schwanzfedern hinterm Dachfirst verschwunden.

Das ist oke, dochdoch. Manches soll nicht aufs Foto, manches ist für anderes gut.

Außerdem – ich mach irnzwie Sólveig vieles nach. Die hat neulich erst von Greifvögeln erzählt, die sie besuchen.

Immerhin hab ich dann den Schmetterling erwischt.

Kleine Dinge schaffen Wohnkultur

Wie andernorts schon mal erwähnt, war das der Titel des ersten Artikels, den meine Mutter als blutjunge Journalistin geschrieben hat. Ich greife den immer wieder gerne auf. Er passt zum Beispiel wunderbar über diesen meinen Bastelartikel, in dem ich euch zeige, wie ihr aus einer leeren Katzenfutterdose und ein paar Gummis ein superstylisches Schreibtisch-Accessoire basteln könnt.

(Volle Katzenfutterdosen sind auch als Schreibtisch-Accessoire zu gebrauchen. Sie lassen sich ohne großen Aufwand als Briefbeschwerer verwenden. Einfach auf die zu beschwerenden Briefe stellen: Fertig.)

Bevor ich mit der Bastelanleitung in die Vollen stoße, schnell noch was g’scheitgehaferlt: „Accessoire“ wird „AKzessuar“ ausgesprochen. Das hat uns damals unser Französischlehrer so eindringlich reingerieben, dass ich das unbedingt weiter geben muss. Ich bin eh noch traumatisiert vom Französischunterrricht. Wegen Französisch bin ich sitzengeblieben, ich hatte eine glatte 6. Nur in Latein habe ich das noch unterbieten können mit einer Extemporale, für die ich die Note 6- bekam. Wer nicht weiß, was eine Extemporale ist: Seid froh! Und „Citroën“ wird „ssssitroEn“ ausgesprochen.

Oke, die inneren LehrerInnen-Stimmen sind ruhig, also los. Das stylische Schreibtisch-Accessoire. Eine Dose zum Stiftereinstellen.

TaDAAAA!

Ich weiß nicht, ob ich mir wirklich die Mühe machen soll, zu erklären, wie ich das hergestellt habe. Andererseits: Ein Blog will gefüllt sein!
Dose öffnen und leeren (Praktisch, wenn du Katzen hast, die den Inhalt fressen. Sonst tut’s auch eine Dose Erbsen oder so, die du selber isst.), Ettikett abmachen, Dose spülen (vorsicht mit dem Rand, der bisschen scharf sein kann), trocken lassen, bunte Gummis drumrumziehen.

Die Wahrheit:
Ich wollte dringend mal wieder einen Blog-Artikel schreiben. Da war mir jetzt jeder Anlass recht.

Außerdem: Mir gefällt das wirklich. Ich find das ne wirklich hübsche Dose. Die Gummis sind nicht ideal, es sind diese Minigummis, mit denen kleine Mädchen vor einiger Zeit pausenlos Armbänder gebastelt haben. Ich glaub, der Spuk ist inzwischen ziemlich vorbei… Ich hab noch eine Handvoll Gummis von meiner angeheirateten Nichte. Ich heb alles auf, das bunt ist.
Jedenfalls, diese Gummis sind bisschen überfordert mit dem Dosenumfang. Mir sind drei oder vier beim Aufziehen gerissen, und seit die Dose im Regal steht, sind auch schon drei abgeplatzt. Ich hab zwei durch Haushaltsgummis in hübschen Farben ersetzt. Besser, also wirklich gut, sind diese dünnen Haargummis, die es manchmal in knallbunten Farben zu kaufen gibt. Nicht immer, heute z.B. habe ich in zwei Drogeriemärkten nach ihnen geguckt und nur schwarze, braune und rosane gefunden. Und wenns mal wieder schöne, interessante Farben gibt, dann greif ich zu.

Gut. VETCHBLOG-Artikel geschrieben. Bleibt dran, demnächst erzähle ich euch, wie ihr aus alten T-Shirts ganz tolle Untersetzer basteln könnt!

Herbstdrache

Ein Mönch fragte: „Was wisst Ihr über den Herbst zu sagen,
wenn die Bäume dürr werden und die Blätter fallen?“
Yün-men antwortete: „Jetzt zeigt der goldene Wind sein wahres Wesen.“
(ZEN, Insel-Bücherei Nr. 798)

Herbstfest ist heute, Tag&Nachtgleiche. Türkis wird eingepackt, Aroosch, erm, Orange ist dran.

Zum Herbstfest – Erntedank und Todesfest – hab ich hier was geschrieben.

Heute auf dem Nachhauseweg von der Schule, kurz vor der genauen Tag&Nachtgleiche, begenete ich in der Innenstadt diesem Drachen zwischen goldenen Wolken:

Wunderschön. Er wird nicht so bleiben, drum bin ich froh, dass ich das Foto gemacht habe.
Denn auf der anderen Seite fand ich…

Wow! Ich werd demnächst wieder gucken, wie der andere Drache noch geworden ist.

Das war jedenfalls schon mal ein schönes, gutes Omen zum Herbstbeginn, finde ich.

Als Symbol für die Ernte, die ich dieses Jahr einfahre, präsentiere ich hier stolz und dankbar meinen diesjährigen Sojabohnen Ertrag:

Und nun gehts richtung Unterwelt, ganz allmählich, Schritt für Schritt, bis sich zu HelOwEen die Tore der Anderswelt öffnen.