abnehmender Mond

alter Mond

Es geht auf Neumond zu. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, ca. 3:23
Vorher Zeit fürs Neumondbad, das ist das einzige Ritual, das ich konsequent immer mache. Haare waschen und so dies und das, was bei abnehmenden Mond gut ist.


Abnehmender Mond:
Zeit zum Nach Innen gehen, Loslassen, Ausmisten-
Wie passend Sólveigs Posts zum Ausmisten (hier z.B. der Neueste).
 

Ich selbst habe viel am Computer aufgeräumt. Fotos gelöscht, Texte von mir und anderen.
Wie schön, vorbei, ich muss mich damit nicht mehr beschäftigen. Nie wieder!
Mein Gefährte (auch ein Horter vor dem Herrn) mistet derweil seit Tagen CDs aus. SEHR gut!

Ich bin ja eine, die alles aufhebt. Jeden bunten Schnipsel, jedes hingekritzelte Blatt voller Notizen und Assoziationen –
Da ist doch Energie drin! Potential!
Als ich sowas das erste Mal ausgemistet habe, wars noch ein größeres Gedöns, mit Verbrennen und Verabschieden. Dabei wurde mir klar, dass ich dabei war, die in dem Zettel angestaute Energie frei zu geben.

Ich hab den Verdacht, auf meinen Computerfestplatten ist auch viel Energiestau. Also rühre ich da grad drin rum und lösche und lösche.

Dabei denke ich an die Geschichte vom Vogel. Was hänge ich an dem alten Kram, und glaube ich wirklich, in meinen Files wären kostbare Juwelen versteckt? Weg damit!

Und warum lösch ich nicht gleich alles?

Inzwischen habe ich endlich gelernt, den klaren Signalen zu trauen, die ich mir selber gebe.

Es gibt Files (und genauso Sachen, Dinge) – wenn ich mich anschicke, mich mit denen zu beschäftigen, überkommt mich eine bleierne Schwere.
Egal, was noch mitschwingt – Erinnerungen, Sehnsucht, etwas Liebevolles, Rührendes, vielleicht isses auch lustig, oder was besonders Cooles ~
Was auch immer ―
Wenn die bleierne Schwere aufkommt: WEG damit.

Und dann gibts Sachen/Files, da überkommt mich Freude und/oder Bedürfnis, damit was zu MACHEN. So ein Ziehen. Meist mach ich das auch gleich. Ich bekam just eben Feedbäck aus einer sehr geschätzen Quelle, mein HEXIKON sei ein Schatzkasten. Das freut mich, denn ich habe selber zur Zeit große Freude damit. Es lebt wieder, es verändert sich bereits.

Fäden abschneiden, Einkochen, Transformieren, Kompostieren. Schöne Tätigkeiten, wenn der Mond abnimmt.
Und wozu Platz schaffen und das Los- und Freilassen von Sachen und Kozepten, die wir nicht mehr brauchen?

Mein Lieblingsastrologe schreibt (hier)

Old Moons are said to be times when we should not sew, but reap; not begin, but end; not venture forth, but consolidate and prepare.

„Es heißt, in der Zeit des Alten Mondes sollen wir nicht sähen, sondern ernten; nichts anfangen, sondern beenden; nicht los ziehen / los legen, sondern befestigen und vorbereiten.“ (Vage übersetzt.)