Ali

Auslauf

Ich hab eigentlich nicht wirklich was zu erzählen, ich mag nur nicht mehr, wenn ich den VETCHBLOG aufrufe, ganz oben den ersten Satz vom letzten Eintrag lesen.

Also ein neuer Eintrag drüber, mit einem Bild von unserer Terrasse, auf die leider die Katzen nicht draufdürfen.

Andere Leute schon.

 

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Zurück

Ich bin schon seit vorgestern wieder da. Hab erst mal Zeit zum Ankommen gebraucht. Oh wie FROH bin ich, dass ich wieder zuhause bin, in Mannheim. Ich bin so froh, dass ich nicht mehr in Köln wohne!

Sheila und Ali im Hotelzimmer. Das war kein teures Hotel…

Immer, wenn ich rausging, hatte ich den Impuls, Sheila und Ali mitzunehmen, um ihnen Köln zu zeigen. Dann hab ich überlegt, wie das aussieht, wenn aus meiner Tasche diese zwei Nasen rausgucken und ich mit ihnen rede. Dann hab ich sie im Hotelzimmer gelassen. Mit ein bisschen Bedaudern.
Naja, es war ihre Hochzeitsreise, und sind aus dem Hotelzimmer nicht rausgekommen. Auch stimmig.

Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich fast keine Fotos gemacht. In den Fotos, die ich gemacht habe, ist eine Tristesse, die ich wiedererkenne: Es ist das Grundgefühl, das ich hatte, als ich in Köln lebte.

Ich zeige hier paar Fotos, weil sie abbilden, wie ich mich in Köln gefühlt habe. Schöne, gute Fotos hätten nicht gepasst. Außer als wir im Museum waren… dazu unten noch.

Um den Zülp rum und die zülpicher Straße entlang schien es mir runtergekommener als früher. Das ist, glaub ich, die Wahrnehmung einer älteren Dame, die die hippen Läden und coolen Schuppen ihrer Jugend nicht mehr findet.
Da gibts jetzt andere schicke Konsumtempel mit buntem Schischi für die Jugend und Junggebliebene und ranzige Schuppen, die ich nicht kenne und nicht betreten mag.
Aber wenn ich mich ehrlich zurückerinnere, fühlte ich mich damals in einem der ranzigsten Schuppen am wohlsten. Die hippen Läden allerdings, die sind nicht mehr da.

Ich habe auch das Gefühl, dass ich mich bei diesem Besuch endlich mit Köln ausgesühnt habe.

Erst war ich entsetzt, weil es dort immer seelenloser wird. Die Einkaufszonen – Breite Straße, Pfeilstraße, um den Dom rum: Teure teure Läden, sehr viele Menschen und doch überwiegend tot. (In meiner Wahrnehmung zumindest.)

Diese drei Totenköpfe sind kurz vom Rudolfplatz (da gehts zum Kommerzzentrum) an einem Laternenpfahl. Kölns Wappen hat drei Kronen über elf Flämmchen. Totenschädel kannte ich noch nicht. Schick!

Köln ist durchdrungen von Reichtum und Tristesse. Und doch habe ich an manchen Ecken, vor alten Häusern, in Gassen, etwas gespürt, das Köln auch ist, seit hunderten von Jahren. Das wird halt zugewuchert vom Kapitalismus, vom Empire.
Und von Architektur. Köln ist die Stadt der Ampeln und der Architektur. Vollgestopft und zusammengewürfelt. Es architekturt sich den Arsch ab, in Köln.
Manches ist auch atemberaubend schön. Wie die neuen „Kranhäuser“ (finde ich).
Und was es kostet, darin zu wohnen, ist unanständig.

Es war auch unglaublich heiß und drückend und zwei Tage lang hatte ich eklige, einseitige Kopfschmerzen. Ein Besuch im Museum war Balsam und Heilung.

Ich bin mit Bildern und Objekten dieses Museums aufgewachsen, es war wie ein Besuch beim Clan, es war wunderbar. Außerdem ist das Museum selbst weit, klar, still, ein Tempel im allerbesten Sinne. Ein wirklich guter Grund, Köln zu besuchen, das Museum Ludwig.

Franz Gertsch: Marina schminkt Luciano, 1975

Jo, und mehr Zeigenswertes find ich nicht. Im Museum hab ich echt grässliche Fotos gemacht.

Und jetzt bin ich FROH, dass ich wieder in Mannheim bin. Meine Geplante Reise nach München nächste Woche hab ich grad gecancelt.

Sheila

 
Neben den vier Katzen und dem Oger wohnt hier ja noch der Alligator, Ali, von dem ich immer mal wieder was erzählt habe.  Der Oger, mein Gefährte, hat Ali von Anfang an nicht so wirklich leiden können. Ich vermute Eifersucht.
Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass wenn wir im Bett liegen und mein Gefährte nen Blödsinn verzapft (kommt vor), ich ihm Ali auf den Kopf hau. Das macht so ein nettes plöff-Geräusch.
 

Jedenfalls, seit wir uns kennen, klemmt mein Gefährte, wenn er mit Ali alleine im Raum ist, den armen Alligator immer mal wieder an absurde Stellen. Gerne z.B. in den Fensterschlitz, um dann zu behaupten, Ali habe die Nase voll von mir und wolle abhaun. Einmal fand ich ihn zusammengeknüllt in einer CD-Kiste, ein anderes mal in einen Schal verstrickt überm Bett schaukelnd. Ja, ich hätte wirklich Fotos von all den seltsamen Orten machen sollen, an denen ich Ali schon gefunden habe. Die Serie würde einen eigenen Blog füllen.

 
Vor ein-zwei Wochen behauptete mein Gefährte, er habe Ali beim Surfen im Internet erwischt. Auf Dating-Sites. Ich wusste, dass er auch damit wieder versuchte, einen Keil zwischen Ali und mich zu treiben, nahm das nicht ernst und vergaß es gleich wieder.
 
Heute morgen, der Gefährte war schon auf Arbeit, ich hatte mich aus dem Bett geschält und war die schmale Treppe runtergeklettert, um ins Bad zu wanken. Mein noch unscharfer Blick streifte über den Esstisch und blieb hängen an
Warum liegt Ali auf dem Esstisch? Warum liegt Ali nicht auf meinem Nachttisch?
Warum liegt Ali mit der Nase im Katzenfutter?!?
 
Mein Blick wurde schärfer und weiter –
 
 
sprachlos
 
Ich stelle euch also vor: Sheila, die Schildkröte.
 
 
Ali hat seine Gefährtin gefunden! Ich bin FROH!
 
 
 
 

update


Diese wunderhübsche Bettwäsche hab ich dem Schnusel zum Geburtstag geschenkt, seine erste Ökobettwäsche.
Sie ist wirklich schön, aber ich mag sie grad gar nicht mehr sehen. Zumindest nicht tagsüber… seufz.

… downdate … Ich dachte, ich würd wieder gesund, und nu scheints, dass es erst richtig losgeht. Wie unspannend. Danke für die Gesungswünsche von neulich btw.

Ich kehre jetzt an den Ort der Genesung zurück. Oder zumindest ist es der Ort, an dem ich halt zur Zeit hauptsächlich verweile. Matschig rumliege. Immerhin in guter Gesellschaft.

Nukleali und das andere Kuscheltier

Um Ali mach ich mir bisschen Sorgen, seit wir oben im Schlafgemach diese LED-Licht-Leiste haben, bei der wir verschiedene Lichtfarben einstellen können. Ali hat dann manchmal ne ganz ungesunde Hautfarbe.

Mein Gefährte hat mich aber beruhigt und mirs erklärt: Das ist Nukleali. Bestimmt hat er Superkräfte.

Seine Freundin Molly ist gestern auf meinen Schoß geklettert und sah nach einigem Rumräkeln und dann tief Einschlafen auch ganz seltsam aus.

An mir selber entdecke ich Tendenzen zum Katzenpfötchenfetischismus. Ich möchte darüber nicht weiter sprechen. Oder schreiben. Vielleicht poste ich wieder mal Bilder…

Ich hätte noch andere Sachen zu schreiben, z.B. die gestern angefangenen Überlegungen zu Hermes und Hekate. Nur war ich heute vor, während und nach der Schule sowas von müde… Ich sachs wie’s ist. Schnusel hat nach der Schule ganz wunderbare Junkfood Veggie-Burger gemacht, die haben wir gestopft, und dann haben wir uns ’nur kurz‘ ins Schlafgemach verzogen, um ein-zwei Folgen Scrubs zu gucken. Das ist Superluxus, den wir uns sonst nur manchmal in den Ferien erlauben: Tagsüber ins Bett und Filmgucken. Heute… eben ham wir uns ausm Bett geschält, das Katzenklo muss gereinigt werden, ein Käsebrot geht auch noch, was trinken – und dann ab zurück ins Bett. Manchmal brauchts das. Dabei reichlich Katzen, der Aligator (heute normal in grün, keine Lichtexperiemte. Ich bin nicht sicher, ob ich Nukleali traue), Kissen, Schnusel, Scrubs. Sehr sehr angenehmer Tag heute.

 

Ali Gat’r

Ali Gat’r ist ein Wet Pet. Das sind Kuscheltiere für die Badewanne. Sowas ist praktisch und schön.
Gekauft habe ich Ali vor 17 Jahren in Passau. Er lag in einem Haufen anderer Wet Pets auf einem Wühltisch vor dem großen Spielwarenladen, den wahrscheinlich alle kennen, die Passau kennen.
Es gab noch andere extrem niedliche Wasserkuscheltiere. Ich erinnere mich an einen Hai und an eine Muschel. Es hat bisschen gedauert, bis ich mich entscheiden konnte. Schließlich bin ich meinem ersten Impuls gefolgt. Ali der Alligator war und ist mit Abstand der Schnuseligste von allen.

Ali Gat'r

Neulich ist Ali ein bisschen mit Kaffee in Berührung gekommen. Das macht ihm ja eigentlich nix aus, war bloß optisch äußerst unschön, vor allem, als er getrocknet war und so braune Ränder sich über seinem Bauch zogen.
Also haben wir ihn gewaschen.

Das ist mir nicht leicht gefallen, ich hatte große Sorge, dass ihm was passiert. Badewanne ist doch was anderes als Waschmaschine. Außerdem ― Ali war genau einmal mit mir in der Badewanne, und das ist 17 Jahre her. Wet Pet hin oder her, ich will, dass er noch lange lange hält!

Ich habe ihn also sorgfältig in eine Jutetasche eingewickelt und geknotet, und der Oger (mein Schnusel und Gefährte) hat derweil für alle Fälle im Internet geguckt, ob es Ersatz-Alis zu kaufen gibt.

Das Ergebnis ist niederschmetternd. Wir haben einige wenige Wet Pets gefunden, die allesamt nicht annähernd so entzückend sind wie Hai, Muschel und vor allem Ali. Es scheint, die schnuseligen Wet Pets von damals sind ausgestorben.

Und das will ich nicht glauben!

Darum also hier und jetzt der Aufruf an alle Wet Pets Besitzerinnen und Besitzer. Wenns euch gibt: meldet euch! Schickt Fotos! Ali ist zwar nicht einsam-
Ali & Molly are planning Great Thingsaber er hatte doch mal ganz viele Geschwister! Wo sind die?