Altar

Geschenke

Oh, jede Menge Geschenke kamen um den Frühlingsbeginn. Hier nur ein kleiner, unvollständiger Einblick.
Immer noch viel viel zu tun. Und doch, die Dinge nehmen Gestalt an.

Z.B. hat sich aus fast weggeworfenen Lampenschirmen und meinen geliebten Glastellerchen (jeder ist anders) ein kleiner Frühlingsfreukreis auf der Terasse ergeben.


Doch, das ist ein Kreis. =)

In meinem Zimmer hab ich endlich den Lampenstern angebracht – noch nicht perfekt, und doch schon so schön.

Da stand ich auf der Leiter.
Der Blick nach rechts täuscht ein fertiges Regal vor – und gleich mal Grüße an Sati, die das wunderschöne Sonnenkalb gemacht hat.

Der Blick nach unten zeigt, dass ich noch nicht so ganz fertig bin mit meinem Zimmer.

Und doch ergeben sich schon kleine Altarorte, von selber…

…und mit Absicht. Ja, das ist ne Kichererbse. Ich MAG Kichererbsen. Sie bringen mich zu Kichern.

Und hier ist zu sehen, warum ich diese Milchflaschenlampe und andere Flaschen schon seit Jahrzehnten ehre und immer wieder damit umziehe.

Ajooo.

Das Szepter der Anoia

Anoia ist eine Göttin, die ALLE aus der geneigten LeserInnenschaft verehren. Ja, alle, ob es euch bewusst ist oder nicht.

Anoia ist die Göttin der Dinge, die Schubladen verklemmen. Flüche deswegen sind ihre Lobpreisungen, und so habt ihr ALLE schon mal zu ihr gebetet.
Terry Pratchett hat sie zum ersten Mal beschrieben. Hier könnt ihr mehr über sie erfahren. Erfahrungen mit ihr habt ihr sowieso. (Hier auch auf deutsch.)

Ich behaupte, das Grundutensil zur Verehrung von Anoia haben alle irgendwo in der Küche. Es sind diese Teigschaber, die auch Leute besitzen, die nie etwas backen, oft in dreifacher Ausführung, lang, mittel und klein. Jaja, die sind praktisch zum Teigschaben, aber warum tauchen sie auch in Haushalten auf, wo niemals Teig geschabt wird? Wer hat sie angeschafft, wie sind sie in die Schublade geraten?

Fragen wie diese bringen uns dem Mysterium der Anoia näher.

Wenn ich den Zustand meines Altars betrachte –
(Wie ich heute schon in einem Kommentar bemerkte, erinnert mich meine Altartruhe zur Zeit an einen romantischen Slum.)

— dann ist mir klar, warum sich ausgerechnet in unserer Küche in einer Schublade nicht nur drei Teigschaber (ich backe nicht) sondern auch ihr Hochheiligstes Szepter befinden.

Das Tabernakel der Anoia

Dieses Szepter ist ein Schaumlöffel, den ich noch nie für irgendwas gebraucht habe. Er ist wunderschön, finde ich, darum hebe ich ihn auf. Er ist auch sehr lang. Er verklemmt sich STÄNDIG. Gepriesen sei Anoia.


Das Szepter der Anoia

 
 

Nachtaltar

Wayne kam grad wieder vorbei. Ich hab gestern Nacht hübsche Fotos von meinem kleinen Nachtaltar gemacht, und die wollt ich jetzt in einem Beitrag zeigen, und plötzlich war ich wieder dabei, nen Riemen zu meiner spirituelle Biographie zu verfassen. Weil ich meine, ich müsst erklären, warum ich nen Altar habe und warum da ausgerechnet Durga, Hanuman und Shiva drauf sind, und wie mein Verhältnis zu denen ist.
Und da muss ich erst mal AUSHOLEN…Ja genau. Wayne interessierts. Ich werd mal ne Bio-Seite für ihn posten.
Hier&Jetzt die Bilder. Sie sind mit Absicht so verschwommen, und die fehlenden bzw. knalligen Farben sind auch Absicht.


Ich wollt die in einer Reihe haben, drum sind sie so klein, Wers groß mag: anklicken.

Und warum Durga, Hanuman und Shiva, das ist leicht erklärt. Ich hab das Bild 2013 in Indien gekauft (erster und bis jetzt einziger Besuch dort). Ich wollte Durga, und die beiden andern sind halt mitgekommen und auch willkommen.
Meine Spirituelle Praxis diesbezüglich besteht darin, ihnen oft ne Kerze und/oder etwas Duftendes anzuzünden. Dabei übe ich, mich im Hier&Jetzt zu verankern. Und im Herzen zu bewegen, was die drei repräsentieren.

 
Achja, und weil ich grad bei indischen Gottheiten bin: Der in Köln verschwundene kleine Ganesha ist auch wieder aufgetaucht, nachdem ich ihn gerufen hab.