Angst

Fülle

Heute hab ich keine Lust mehr, diesen Beitrag zu schreiben. Und ich hab mirs vorgenommen, also muss ichs machen. Wg. des Selbstvertrauens, ihr wisst schon.
Es wird wieder lang. Ich sach nur… =)

Inzwischen finde ich — also, mein Verstand findet, dass ich auf sehr hohem Niveau jammere und mich was schämen sollte, so gut wie’s mir geht. Und immer ging.

Und das ist auch wahr, objektiv betrachtet und verglichen mit anderen.

Und es ist auch wahr, dass ich die meiste Zeit meines Lebens, auch während wirklich toller, aufregender Zeiten, in Angst, Schrecken und Mangelgefühl gelebt habe. Und ich hab den Verdacht, dass daran mein Verstand, also, meine Gedanken, ursächlich beteiligt waren.

Ich habe früher gedacht, meine Gedanken wären das Produkt meiner Emotionen. In der HPΨ-Schule habe ich zum ersten Mal das Gegenteil gehört, und ich konnte es erst gar nicht glauben.

Inzwischen habe ich darüber nachgedacht, mich selbst beobachtet, nachgespürt, und außerdem auch aus anderen Quellen dieselbe Information erhalten: Unsere Emotionen sind das Produkt unserer Gedanken. Erst kommen die Gedanken, oft unbemerkt, unbewusst. Alte Muster, uralte Glaubenssätze. Und die erzeugen Emotionen. Angst, Schrecken und Mangelgefühle z.B.

Zur Zeit werden alte Muster, Glaubensätze, unheilsame Gedanken durch Ereignisse in meinem Leben ausgelöst.

Als ich Dienstag meine erste geschäftliche Tarotlegung absagen musste, hatte ich schon so ein abergläubisches Gefühl von Scheitern… Am selben Tag kam die erste Tierarztrechnung, deren Höhe mich arg beutelte. Ich bin dadurch in mein Angst- und Mangelmuster geraten. Dazu kamen all die fälligen Beträge am Monatsanfang. Ich hab – gefühlt – nur noch Geld von meinem Sparbuch geschaufelt und in der Gegend verteilt.
Als ich letzten Donnerstag aufwachte, war ich übelst deprimiert. Nelly war wieder da, es ist schön hier, und ich bin niedergeschlagen und voller Angst erwacht.
Das kenne ich von früher, deprimiert aufwachen. Früher war das normal. Heute nicht mehr.
Darum habe ich es gleich gemerkt und geübt, meine Gedanken zu disziplinieren und ein Gefühl von Fülle hervorzurufen.

Ich habe versucht, mich an eine Begebenheit in meinem Leben zu erinnern, in der ich das Gefühl von Fülle und Reichtum verspürt habe. Es fiel mir nichts ein. Eine vage Erinnerung an ein Weihnachtsfest, ich noch ein kleines Kind, und mehr Geschenke, als ich verarbeiten konnte. Nee, zu vage, und so richtig toll war das auch nicht, eher überfordernd.

Ah, ich weiß! Zahltag auf Tour!
Als ich Roadie für Copperfield war, bekam ich 1000.- Mark die Woche (das war der niedrigste Lohn in der Crew) bar auf die Kralle. Plus Mehrwertsteuer. Das war echt viel Geld für mich (da hab ich auch noch Jahre von gezehrt).

Vor meinem inneren Auge entstand die Schlange vorm Tourleitungsbüro, ich bin dran, geh rein, die Tourchefin sitzt am Schreibtisch, vor ihr die Umschläge mit dem Geld — DIE Tourchefin, die mich in Wien im Hotel vergessen hat! Die zu blöd war, ihren Job zu machen und im Bus mal durchzuzählen, ob alle da sind. Diese Tourchefin!

Ratzfatz hatte ich Streit mit der Tourchefin und hab ihr all das gesagt, was ich ihr damals nicht gesagt habe.
Bis ichs endlich gemerkt habe.

Nun, Alberich, das schlug fehl. (Wagners Wotan zum Zwerg im „Siegfried“.)

Es ist mir Donnerstagmorgen im Bett nicht gelungen, ein Gefühl von Fülle heraufzubeschwören. Ärger und Streit und anderen Mist hatte ich sofort parat, zum mich tief drin Verlieren.

Das war nicht schön. Einerseits. Andererseits war es sehr aufschlussreich. Wenn ich Angst habe, werde ich aggressiv. Ist ja nicht grad selten. 😛
Dass es mir so schwer fallen würde, mich an etwas Schönes in Fülle zu erinnern, das hätte ich allerdings nicht gedacht.

Nach dem Aufstehen, in der Küche, hier wo ich bin, da habe ich Fülle empfunden. Das war schön!

Dann kam die zweite Tierarztrechnung. Wir sind jetzt bei gut 1300.-, und das ist noch lange nicht alles. Es kommt noch eine OP, dazu die ganzen regelmäßigen Untersuchungen.
Dann kam Info von unserem Anwalt, dass unserere Exvermieter klagen.
Das war der Donnerstag.
Freitag hab ich gemerkt, dass ich seit Februar meine Krankenkasse nicht mehr bezahlt habe. Das waren dann auch weit über 500.- Ocken auf einmal. Das Geld hätte ich sowieso bezahlen müssen (die 6,50 Säumniszuschlag kann ich verkraften), trotzdem fühlte sich das wie eine weitere Sonderbelastung an.
Was mir wiederum half, diese Hammerschläge, die grad auf mich einprasseln, anders einzuordnen. Es gelingt mir… mühsam.
Es fühlt sich schlimm an. In Wirklichkeit bin ich genau da, wo ich sein will.

Heute regnet es extrem heftig, und an der Wand innen an der Treppe tropft das Wasser. In meinen sicheren, heiligen Ort, in diese wunderbare Wohnung regnet es rein!

Ich hab zur Zeit ab und an das Gefühl, ich werd verarscht. Oder bestraft. Als ginge es mir zu gut, und ich müsse wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht werden.
Auch das sind altbekannte, unheilsame Gedankenmuster von mir. Schluss damit! Wie ich mir selber, hier in diesem Blog, gesagt habe: IMMER IST VORBEI!

Wie war das früher, immer?

Wenn ich zurückdenke an meine Kindheit, dann sehe ich, dass ich in Wohlstand aufgewachsen bin. Meine Eltern haben beide gut verdient, meine Mutter kam dazu aus einer recht wohlhabenden wuppertaler Porzellangeschäfts-Familie. Wir gehörten der gehobenen Mittelschicht an, mit Aupair-Mädchen, Putzfrau, in schönen, großen Wohnungen, Urlaubsreisen, Auto – all das.

Und ich hab gedacht, wir hätten nicht genug Geld.
Ich bekam nämlich manche Dinge nicht, die ich mir gewünscht habe, wie z.B. das Metall- (naja, Blech-) Prinzessinnen-Krönchen, das zu Karneval verkauft wurde, und das ich so so gerne haben wollte. Meine Eltern fanden es zu teuer.
Was es war und immer noch ist – ich habe mir, als ich Anfang dreißig war, diesen alten Wunsch erfüllt und so ein Krönchen gekauft. Sieben Mark für ein bisschen gestanztes Blech. Ach je, war das Körnchen hübsch, ich hab mich so daran gefreut! Leider war ich zu alt daür… Als kleines Mädchen hätte es mir mehr Freude gemacht. Nur waren meine Eltern halt vernünftig und es kam nicht in Frage.

Stattdessen bekam ich viele Dinge, die ich gar nicht hatte haben wollen. Für manches bin ich heute noch dankbar – das Fahrrad, die Gitarre. Das meisten habe ich vergessen, über manches wundere ich mich heute noch. Ein Laubsägeset? Ein Emallierofen mit Riesenzubehör?!? Ich hatte mir so sehr ein Kettcar gewünscht!

Gelernt habe ich, dass ich nicht bekomme, was ich mir wünsche. Mir wurde auch erklärt warum, also habe ich noch gelernt, dass meine Wünsche unvernüftig sind.

Wie ich jetzt weiß, waren meine Eltern überhaupt nicht geizig und auch nicht immer vernünftig – auch mir gegenüber waren sie (und sind sie noch!) immer großzügig. Nur eben früher oft mit Dingen, die mir völlig egal waren; und oft nicht bei Dingen, die mir am Herzen lagen.

Desweiteren wurde oft und viel über Geld geredet, zuhause. Heute weiß ich, dass es daran lag, dass nun mal auch viel Geld ausgegeben wurde. Als kleines Mädchen hörte ich diese Geld-Gespräche mit an und dachte, wir hätten nicht genug.

Ich habe immer genug gehabt in meinem Leben. Und ich hab immer das Gefühl gehabt, ich wär arm und dürfte mir nichts leisten.

Ich vermute, die Heilung geht übers Wurzelchakra. Sicherheit, Verwurzelung, Lebensberechtigung.
Dass wir so oft umgezogen sind als ich ein Kind war, das hat auch nicht dazu beigetragen, dass ich mich sicher und verwurzelt fühle.

Hier&Jetzt ist es so, dass mein Erspartes durch die unvorhergesehenen Rechnungen sehr viel schneller dahinschmilzt als ich geplant hatte, dass mir die Klage der Exvermieter Angst macht (ich will vor allem nie mehr was mit denen zu tun haben), dass mir die lecken Stellen im Dach, die nassen Stellen an der Tapete Angst machen, und dass ich nicht weiß, woher ich Geld bekomme, wenn meins alle ist.

Hier&Jetzt ist es außerdem so, dass unsere Katze wieder da ist, die Wohnung und die Umgebung hier wunderWUNDERschön sind, dass der Gefährte und ich gut miteinander sind, und dass ich, wenn ich im Körper, im Moment bin, wirkliche Fülle empfinde, dass ich glücklich bin, wenn ich hier meinen Tagesgeschäften nachgehe ~ ich finde jeden Tag ehrlich Dinge für meine Dankesammlung, und ich gehe, wie ich schon schrieb, jeden Abend mit dem Tag versühnt ins Bett.

Ich sehe sogar einen Sinn in dem, was mir grad widerfährt. Es zwingt mich dazu, im Hier&Jetzt zu sein. Es zwingt mich, meine Gedanken zu disziplinieren. Es zwingt mich, meine Angst anzusehen. Ich habe guten Grund dazu, in jeder Deutung dieser Worte. Guten Grund.

Zeitlinien

s war einmal ~ und ist hier&jetzt ~ eine Zeit, in der das Wünschen wirklich hilft.

Wieder eine Information, die ich vor einiger Zeit aufgeschnappt habe, die sofort bei mir angedockt hat und die mir dann natürlich immer wieder begegnet ist.
Warum sie mir zur Zeit immer wieder begegnet, das könnte ich höchstmagisch (es ist WICHTIG!) oder schlicht und unspektakulär psychologisch erklären. Nur will ich das ‚warum‘ überhaupt nicht erklären, weils wurst ist.
Was ich jetzt erkläre ist auch nicht Die Wahrheit. Es ist eine Landkarte zum Orientieren. Nicht das Territorium, nicht die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist nicht in Worte zu fassen.

Also, Zeitlinien. Die Zeit spaltet sich, und wir haben uns zu entscheiden, wo wir langwollen. Auf der organischen Zeitlinie, oder auf der künstlichen maschinenzivilisation Zeitlinie.

Wie geht diese Entscheidung vor sich?
Indem wir wissen, was wir wollen.
Was WIR wollen.
Nicht, was wir glauben wollen zu müssen.
Dazu müssen wir natürlich wahrnehmen, was unsere innere Stimme uns sagt. Nun ist bei vielen diese innere Stimme überlagert und fast unhörbar gemacht durch künstlich erzeugte Bedürfnisse. Sie äußert sich bei vielen Menschen nur noch durch ein diffuses Unbehagen. Und natürlich Angst.

Eine junge Frau, die einen Blog zum Thema Plastikfreies Leben führt, schrieb mir, sie käme sich blöd vor, wenn sie bei Starbucks ihren eigenen Becher mitbringe. Das mache dort niemand (obwohl Starbucks sogar 30.-ct Nachlass auf selbstmitgebrachte Becher gibt!). Sie hat Angst vor den Blicken der anderen.
Ja, dann kannste natürlich nix machen, wenn das sonst niemand macht und du dir blöd vorkommst… Dann rettest du die Umwelt halt, indem du nen Blog vollschreibst. Volle Fahrt voraus in der Zeitlinie der Maschinenzivilisation.

Mein Gefährte hat ein uraltes Händi. Wirklich uralt. Hat noch so ein Pixel-Display. Er liebt es. Neulich fragte ihn eine Kollegin, ob er sich nicht schäme mit so einem Händi.
In der Maschinenzeitlinie müssen wir uns schämen, wenn wir alte Händis haben. NIEMAND hat so ein altes Händi, das ist wirklich SUPERPEINLICH, und superpeinlich ist ganz ganz SCHLIMM.
In der organischen Zeitlininie steigt Scham aus unserer Mitte, wenn wir ein Smartphone haben, das in Asien unter menschenverachtenden, krebserzeugenden, billigst bezahlten Bedingungen hergestellt wurde, dessen Komponenten hochgiftig sind und das wir nächstes Jahr auf den Müll werfen, weil wir das neueste Modell haben müssen.

Diese Beispiele habe ich nicht gewählt, um euch zu erklären, was ihr machen müsst, um aus der Maschinenmatrix Zeitlinie in die Organische Zeitlinie umzusteigen. Es geht nicht darum, ob wir ein Smartphone besitzen oder uns nur von selbstgesammeltem, veganen Staub vom Balkon ernähren. Es geht um die innere Haltung. Es geht darum, wonach wir uns ausrichten.

Ist der Kompass unseres Lebens das, was uns von außen vorgegeben wird? Karriere, Konsum, in der Masse aufgehen – oder auch den ‚Individualismus‘ ausleben, indem wir – immer nach den Regeln der Zivilisation – uns besonders hervortun? Indem wir das diffuse Unbehagen und die Angst, die wir so oft verspüren, erklären mit ‚bin nicht gut genug‘, ‚bin gescheitert‘, ‚muss mich mehr anstrengen‘? Versuchen wir, Unbehagen und Angst zu überlagern mit den Konsumgütern, die uns die Matrix anbietet: Medien, Konsum, likes im Internet…?
Oder, was auch gern genommen wird: Der Flüchtling ist schuld, die Mächtigen sind schuld, Empire ist schuld, die Fleischesser sind schuld, die Linken sind schuld, die Männer sind schuld, ~ solange noch irgendwer anders daran schuld ist, dass wir unglücklich sind, solange sind wir in der Matrix.

Klar gibt es wirklich ungesunde, manipulative, unheilsame, ausbeuterische Mächte in der Welt. Ist bestimmt ne gute Idee, sich dessen bewusst zu sein, unsere Wahrnehmung auszusprechen und das Unheilsame nicht zu füttern.
Nur, solange wir darauf warten, dass das Böse verschwindet, damit wir endlich glücklich sein können, solange wir es ausmerzen wollen, solange wir uns in Reibung abnutzen, solange hat die Matrix uns dort, wo sie uns haben will: Tief drin als Energiebatterie.

Aussteigen können wir immer, jede Sekunde, JETZT.
Dafür muss nicht erst irgendwas im Außen geschehen.
Richten wir uns nach unserem inneren Kompass, nach unseren wirklichen Bedürfnissen, nach unserem Seelensehnen? Bzw. für die meisten von uns (für mich auf jeden Fall) geht es erst mal darum, diesen Kompass wahrzunehmen, die innere Stimme zu hören, das Sehnen zu spüren ~ und dem dann mit kleinen, fröhlichen Schritten zu folgen. Oft geht das durch Angst durch. Dabei ist diese Angst das Schlimmste an der Sache, dahinter sind Gefühle, die gefühlt werden wollen, Erkenntnisse, neue Perspektiven – kann heftig sein, auch schmerzhaft zunächst, und doch: Nichts hinter der Angst ist so schrecklich, wie die Angst selber, durch die wir durch müssen. Und wenn wir durch sind, ist sie weg.

Wie sieht das aus, mit den beiden verschiedenen Zeitlinien? Öffnen sich Dimensionstunnel, und wir können dann entscheiden, ob wir links oder rechts langgehen wollen? Wenn wir die organische Zeitlinie langleben, lassen wir dann alle zurück, die sich anders entschieden haben? Gehen wir durch ein Tor und kommen in ein üppiges Elfenreich ohne Maschinen, wo wir uns nur noch von Licht und Liebe ernähren?

Achwas, es ist schlicht, ganz unspektakulär. Und wundervoll. Woller Wunder. Es ändern sich dann einfach Dinge in unserem Leben. Unsere Wahrnehmung verschiebt sich.

Eben stand ich in der Sonne auf der Dachterrasse und lies Seifenblasen fliegen. Eine Meute von Mauerseglern tobte in der Nähe, einer flog ganz nah an meinem Kopf vorbei. Eine Taube hatte sich auf dem Dachfirst niedergelassen. Eine Biene summte in den Blüten des letzten Rübstiels. Ein sanfter Wind ging. Eine große Krähe flog nah vorbei, und dann ein schillernd grüner Papagei. Die Seifenblasen tanzten und glitzerten im Licht, vor den üppig grünen Baumkronen vom Parkplatz gegenüber.

Und unten fuhren Autos und parkten ein, und Leute latschten den Gehweg entlang, viele mit Stöpseln im Ohr, telefonierend, tippend – leere Blicke. Ich glaub nicht, dass jemand die Seifenblasen gesehen hat, das Kreischen der Mauersegler gehört hat, den grünen Papagei fliegen sah… Da haben wir beide Zeitlinien. Sie existieren gleichzeitig. Wir müssen nicht durchs Dimensionstor, die organische Zeit ist hier&jetzt um uns herum. Es ist einfach eine Entscheidung. Und – ’silence is consent‘ – sich nicht zu entscheiden, ist auch eine Entscheidung. Wenn wir passiv alles nur hinnehmen, werden wir in die Maschinenzeitlinie, in die Matrix gesaugt.

Und noch was:

Empire/die Maschine/die Matrix/die zivilisatorische Trance ist zur Zeit sehr deutlich, sehr offen aktiv, scheinbar weltausfüllend übermächtig. Das zeigt uns, wie gestresst sie ist, wir gehen ihr nämlich flöten. Also, viele von uns, zu viele.
‚Erwachte‘, erwachende Leute  – Leute, denen es gut geht, bzw. die ihre Innere Stimme wahrnehmen (was dazu führt, dass es ihnen immer besser geht), die haben viel mehr Energie als die passiven Zombies. Und Menschen mit viel Energie haben heilsame Wirkung auf ihre Umwelt, auch auf andere Menschen. Die dann auch oft wacher werden. Und unsere ‚positive‘ Energie kann der Maschine nicht als Treibstoff dienen. Die braucht Emotionen wie Angst, Sorge, Ärger, sowas.

Und dann noch was.

Wenn du mit dem, was ich hier schreibe wenig oder nichts anfangen kannst, dann liegt es daran, dass meine Weltsicht und die Worte, die ich wähle, nicht zu dem passen, was du weißt. Auch das ist wurst. Mir muss niemand glauben, und ich habe auch nicht ‚recht‘. Es mag Fleischesser mit Smartphone geben, die mich für ne durchgeknallte Esoschwebbse halten (ein plattes Beispiel), und sich mitten auf dem Weg in die organische Zeitlinie befinden. Wenn sie auf ihre innere Stimme hören, nicht aggressiv, nicht eklig zu anderen sind, tun, was sie WOLLEN ohne anderen zu schaden, dann heilen sie, werden frei und wirken heilsam auf ihre Umgebung. Das genügt. Du musst nicht an die Matrix glauben, um aus ihr auszusteigen. Du musst nur SEIN.

s.a.
Anleitung zum Ausstieg
Zeitlinien – Hardcore Edition

4. Mai ~ Dankesammlung

Ajoo… heute wirds nicht ganz so einfach, denn ich habe heute einige Dinge, die ich mir vorgenommen hatte, nicht gemacht. Sowas drückt mir auf die Laune.
Ich glaub, ich bin in alte Muster reingerutscht – Trägheit, Zorn -, und ich habe den Verdacht, dass das auch damit zusammenhängt, dass ich mich heute zeitweise über das Geldwesen erbost und dann gegruselt habe (vgl. vorheriger Beitrag). Ich finde, dass solche Themen sehr toxisch sind und ich sie mit größter VorSicht und RückSicht behandeln muss.
Das heißt nicht, dass ich alles Unangenehme und Gruselige in der Welt nicht mehr ansehen will. Das wäre sehr ungesunder Selbstbetrug. Es ist wichtig zur Heilung, Schatten wahr zu nehmen, die ganz großen im ‚Außen‘ genauso wie die kleinen (und großen) in mir selbst. Licht dran lassen und hinsehen und durch die Angst davor hin zu den Gefühlen, die dahinter liegen und gefühlt werden müssen, damit sie mich nicht quälen und lähmen. Alles, zu dem ich nicht durchkomme, wirkt subtil weiter und macht mich anfällig für Energieverlust.
Eya. Kann nicht sagen, dass diese Erfahrung heute mich freut… Immerhin bin ich wirklich dankbar für die Erkenntnisse. Die sind bestimmt noch lange nicht die letzte Weisheit ~ sie sind Wegweiser, und ich habe das Gefühl, dass sie mich wieder bisschen meinen Weg entlang zur Mitte führen. Wenn ich ihnen folge. =)
Oke, also dafür danke.

Außerdem freue ich mich schon seit einiger Zeit über den Frühling, der macht, dass ich in der Stadt endlich wieder was zu gucken habe.

Im Herbst letzten Jahres hab ich angefangen, in der Stadt nicht mehr auf Schaufenster, Plakate und Leute zu gucken, sondern auf den Himmel, auf Tiere (hauptsächlich Vögel) und auf alles, was wächst. Und da mag ich am liebsten die kleinen wilden Flecken Gras und Blumen, die aus Ritzen und um Bäume rum wuchern.

Ich hab grad den Artikel gefunden (nee, ihr müsste den jetzt nicht lesen, ich linke den für mich, das ist ja hier auch ein bisschen mein Tagebuch). Also, es steht vorher viel in den Artikel, das zu meiner Erfahrung und Erkenntnis heute passt. Bestätigt meinen Eindruck, dass ich heute wieder ein kleines bisschen tiefer gekommen bin. Letztes Jahr hab ich die Angst noch weggegschickt, jetzt will ich durch, klar sehen, fühlen, was zu fühlen ist und auf der anderen Seite befreit und heil wieder raus.

Ja, doch. Danke. =) ❤

 

Abschaffung des Bargeldes

Mein Gefährte war hatte eben einen Termin wg. Bankwechsel, wg. neuerdings Gebühren bei seiner alten Bank für – wie heißt das – beleghafte Überweisungen. Also, dass du am Schalter mit ausgefülltem Schein Geld überweist. Einzahlen von Münzen auf das eigene Konto kostet bei seiner alten Bank jetzt auch Gebühren: 7,50 €. Wow.
Als mein Gefährte darüber nicht erfreut war, wurde ihm gesagt: „Wechseln Sie doch auf ein Online Konto.“
Er: „Ich habe bereits ein Onlinekonto bei einer anderen Bank. Was ich möchte ist eine Filialbank vor Ort, bei der ich bar-“
Bankperson: „Ich erklär Ihnen mal, wie das funktioniert mit dem Onlinekonto.“
Es ist schon bisschen gruselig, wenn du merkst, dass du grad mit einem Cyborg sprichst.
Er: “ Ich möchte KEIN Onlinekonto bei Ihnen, ich möchte keine Gebühren für Münzeinzahlung auf mein eigenes Konto zahlen, und ich möchte auch keine Gebühren für eine papierhafte Überweisung zahlen.“
„Das machen jetzt alle Banken.“ Ahja. Wenn du es sagst, Bankperson. Dann gibt es natürlich keine Alternative.

Bei der neuen Bank gibt es auch keine Schalter mehr in dem Sinne; immerhin kannste da das Geld am Automaten einzahlen und per Einscannen auch bar überweisen. Derweil kostenlos.

Diese Terminals kosten Arbeitsplätze, das ist ein schöner Nebeneffekt, um Angst und Stress zu erzeugen.
Die Hauptagenda dieser Entwicklung ist die Abschaffung des Bargeldes.

Mein Gefährte hat das eben beim Beratungstermin vorsichtig zur Sprache gebracht, so ein bisschen mit dem Gefühl, als Spinner abgetan zu werden. Dass das Bargeld abgeschafft werden soll. (Er hat das von mir, ich erzähl viel solcher Dinge hier daheim, über das, was Sie so alles machen und vorhaben.)

Der junge Berater, ein freundlicher BWL-Juppie, hat nur müde die Augenbrauen gehoben. Natürlich wird das Bargeld abschafft, das ist lange beschlossene Sache und ist in einigen Ländern schon passiert.
Warum? Ich gebe jetzt wieder, was der junge Bank-Mann gesagt hat, so wie mein Gefährte es mir grad erzählt hat:
Kontrolle. Die Mächtigen der Welt (O-Ton junger Bank-Mann) wollen wissen, was wir mit unserem Geld machen. Wenn du zur Bank gehst und 20.000 € in bar abhebst, dann ist das weg, dann weiß niemand mehr, was du damit machst.
Wer diese Mächtigen seien, hat mein Freund gefragt. Och, also, für ihn, sagt der junge Bank-Mann, zum Beispiel Trump. Die Rotschilds. Die, wie ich jetzt durch den jungen Bank-Mann erfahren habe, auch Bitcoin erfunden haben. Bitcoin ist eine elektronische Währung, auf die ich beim Stöbern in diversen Anonymous-Aktivisten-Blogs gestoßen bin. Da stehen sie total drauf, die Hackerkids. Soso.

Ich möchte noch ergänzen, dass es durch rein elektronische Währung nicht nur darum geht, zu kontrollieren, wo du dein Geld ausgibst. Klar, damit kann man sehr deutlich sehen, was für ein Typ Mensch Konsument jemand ist, aber dafür gibt es ja schon Smartphones und Facebook.
Es geht noch um was anderes: Wenn wir nur noch elektronisch bezahlen können, dann ist es ein Leichtes, jemanden zur völligen Unperson zu machen. Dann kannst du, wenn deine Karte gesperrt ist, nicht mal mehr auf ein öffentliches Klo.

Mein Gefährte sagt, der junge Bank-Mann habe nicht sonderlich beunruhigt gewirkt, sondern wie einer, der sich mit den Gegebenheiten, die er nicht ändern kann, abfindet und sich darin durchschlängelt. Ist halt so. Alternativlos.

Nun ja. Er hat auch gesagt, dass sehr viele Kunden nachfragen, wenn sie in Aktien und Fonds investieren, wofür das Geld verwendet wird. Viele wollen keine Waffengeschäfte. Viele Moslems wollen wg. ihrer strengen Regeln z.B. auf keinen Fall in Pornografie investieren. Diese Bank bietet darum spezielle Fonds für genau solche Wünsche an.

Das ist ja mal gut.

Wir gucken derweil nach Öko-Banken. Natürlich haben wir beide auch Online-Konten, und wir haben endlich bemerkt, dass wir Onlinegeschäfte auch wunderbar bei einer Ökobank tätigen können. Selbst wenn das ein paar Gebühren kostet – wir spenden auch beide immer wieder an AttacAvaaz, BlockupyCampact, Sea Shepherd, Oxfam, Amnesty International, FoodWatch, WeMove, SumOfUs, Walk Free… Und dann sind wir bei Banken, die u.U. genau die Misstände finanzieren, gegen die diese Organisationen kämpfen? Bullshit!

Ich muss zugeben, der Bericht des Gefährten von seinem Banktermin hat mich eine kurze Zeit eben erst erbost und dann richtig gegruselt. Und das ist nicht gut. Es geht hier nämlich nicht nur um Geld und Macht – es geht letztendlich um Energie*.
Darum hab ich mich an Morgan’s gewandt, um mich trösten zu lassen.
Erst hat mich die Antwort noch mehr gegruselt, dann musste ich lachen.


I STILL DON’T UNDERSTAND
It’s too late now to explain. We’ll catch you next time around.
Bewilderment always waits in ambush. Relax — we’ve got you covered.

(Sinngemäß: ICH VERSTEHE IMMER NOCH NICHT
Zum Erklären ist es jetzt zu spät. Das nächste Mal klappts. Bestürzung liegt immer auf der Lauer. Entspanne dich — wir haben dich aufm Schirm.)

Jaja, so ausgeliefert können wir uns natürlich fühlen, vor dem großen Bösen Megacomputer. Ich hab immer noch nicht verstanden – bzw. kurz mal wieder vergessen, dass ich das glauben SOLL.
Die lauernde Bestürzung hat mich an einen Vers aus den Apokryphen erinnert:

Der lebendige Jesus sagt: „Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er erschüttert sein. Und wenn er erschüttert ist, wird er erstaunt sein. Und er wird König sein über das All.“

Ich bin enstpannt. Hier&jetzt, da wo ich bin, gibt es Bargeld, und mein Gefährte hat gleich um die Ecke eine neue Bank gefunden, die akzeptabel ist. Der nächste Schritt ist online-Ökobänking, und langfristig halte ich Herz und Augen offen für wirkliche Alternativen: Tauschringe, alternative Währungen, geldlos(er) leben. All das wurde schon mit Erfolg ausprobiert, und weil wir so viel mehr sind als wir glauben sollen, bin ich voller Vertrauen, dass sich Wege öffenen und wir uns Wege bahnen raus aus der Matrix. Wir haben’s aufm Schirm. Wir sind bereits dabei.

* Dazu schreib ich demnächst einen Artikel. Nur kurz reingerieben: Je besser es uns innerlich geht, desto besser wirken wir gegen Missstände in der Welt. So einfach ist das.

Heute Nacht ist Vollmond

Jo, ich bin spät…

in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch,
den 14. Dezember 2016,
um fünf nach eins
(01:05 F/M)
ist Vollmond im Zwilling.

Hier wie immer die

 

Zur Zeitqualität kann ich nur sagen: Da, wo ich bin, ist sehr sehr viel los. Altes löst sich auf, neue Weichen werden gestellt. Ich persönlich hab immer mal wieder Angst und Sorgen, und dann merke ich, dass nicht die ‚Gründe‘ für meine Ängste und Sorgen das Problem sind, sondern meine Ängste und Sorgen. Die habe ich diszipliniert aufzulösen.

Ich war neulich bei den hiesigen Sufis zu einer Herzmeditation. Das Herz ist für mich grad ein wichtiger Fokus ~ das Herz kennt keine Angst. Angst kann uns den Kanal verstopfen und das Herz scheinbar einengen, aber niemals eindringen.

Es gibt viele schöne Herzübungen und -meditationen, hier für Interessierte als Beispiel und Anregung ein Link zur Seite des Lehrers, den ich neulich erleben durfte:

FLAMMENDES HERZ

Smooches, meine Lieben!

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

Bis dann im Netz!

Energiehaushalt

Irnzwie erzähl ich auch immer das Gleiche, mit kleinen Varianten, bear with me…
Aaalso.
Gestern hat mich online mal wieder was irritiert, und ich habe geübt, dem keine Aufmerksamkeit zu geben. Abends im Bett habe ich gespürt, dass es mich trotzdem wurmt. Ich habe mein Orakel gefragt, ob ich da alte Muster auflösen muss, ob da ein altes, unheilsames Programm in mir ausgelöst wurde. Die Frage habe ich eher aus Höflichkeit gestellt, weil ich ja ‚wusste‘, dass es so ist.

Das Orakel hat „nein“ gesagt.

Ich war überrascht und habe gefragt, ob mein Ärger eine gewisse Berechtigung hat, ob da jemand über meine Grenze gelatscht sei.
Antwort: „ja“.

Durch diesen kleinen Austausch mit meinem Orakel war mein Ärger fast ganz verschwunden. Der Rest ging dann weg, als ich das ‚innere Nein‘ ausgesprochen habe. Nein! zu dieser Grenzüberschreitung!

Damit ist das erledigt und gut. Und ich bin sicher, dass ich zukünftig schneller merke, wenn wer über meine Grenze latscht, und, noch viel besser, bald gar nicht mehr dazu einlade.

Ich hatte außerdem gestern ein Telefongespräch mit meiner Mutter. Wir kamen auch auf den Usa-Wahlkampf. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass es ziemlich wurst ist, wer gewinnt. Die sind beide ganz schrecklich, und das Problem sind auch nicht diese beiden Horrorfiguren. Die sind, genau wie Hitler damals, nicht das Problem. Das Problem ist der Sumpf, aus dem sowas wächst, nach oben kommt und gewählt wird. Und ich habe auch keine Lust mehr, das als „Problem“ zu sehen. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden. Wir haben hier keine Probleme, wir haben Symptome. Ich seh das so, wie Susanne auf ihrem Blog das in der Astrovorschau für die nächsten zwei Wochen gesagt hat. Clinton und Trump sind Manifestationen unserer Ängste.

Eya, da wollte ich gar nicht so viel zu schreiben. Ich wollte ganz was anderes erzählen, nämlich wie so ganz normale, selbstverständliche Mistmuster abgehen. Etwas, das in mir grad auch einen gewissen, reinigenden Zorn auslöst.

Das Mistmuster hier: Ich sag meiner Mutter, dass mich Trump nicht besonders beunruhigt, und sie, statt mal zu fragen, warum das so ist, weils ihr selbst vielleicht auch weiterhelfen könnte, erklärt mir stattdessen wortreich, warum ich beunruhigt sein müsse. Warum ich Sorgen und Angst haben müsse.

In welchem facking Gesetzbuch steht, dass ich Angst und Sorgen wg. des Usa-Wahlkampfes haben müsse?!?

  1. Wenn die Usa nach der Wahl den 3. Weltkrieg anfingen, dann bestimmt nicht, weil ich mir vorher darüber keine Sorgen gemacht habe.
  2. Ich persönlich – ich oute mich jetzt und offenbare meine tiefe, spirituell-magische Überzeugung: Ich persönlich bin SICHER, dass genau diese Ängste und Sorgen die Ursache für den Wahnsinn sind, der jetzt tobt. Je mehr wir uns Elend und Not vorstellen (’seriöse‘ Nachrichten genauso wie Katastrophenfilme im Kino und Fernsehen tun ihren Teil dazu), desto wahrscheinlicher werden sie.

Ich hab schon vor vielen Jahren, lange bevor andere spirituelle LehrerInnen mir genau das bestätigt haben, lange, bevor ich mein wundervolles, geliebtes I Ging Buch hatte, diese Information vom I Ging bekommen. Das war in den 80ern, ich hatte was über den Antennenwald in Alaska, HAARP, gelesen. Ich fühlte mich überlegenen bösen Mächten ausgeliefert; ich hatte Angst. In meiner Not fragte ich das I Ging dazu und bekam „innere Wahrheit“ mit zweiter bewegter Linie. Vor allem der Kommentar von Kung Tse hat mich damals bis ins Herz getroffen.

Der Edle weilt in seinem Zimmer. Äußert er seine Worte gut, so findet er Zustimmung aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wieviel mehr aus der Nähe. Weilt der Edle in seinem Zimmer und äußert seine Worte nicht gut, so findet er Widerspruch aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wieviel mehr noch aus der Nähe! Die Worte gehen von der eigenen Person aus und wirken auf die Menschen. Die Werke entstehen in der Nähe und werden sichtbar in der Ferne. Worte und Werke sind des Edlen Türangel und Armbrustfeder. Indem sich diese Angel und Feder bewegen, bringen sie Ehre oder Schande. Durch Worte und Werke bewegt der Edle Himmel und Erde. Muss man da nicht vorsichtig sein?

Ich habe mir das so übersetzt: Ich hocke in meinem Zimmer und habe Angst. Das hat Wirkung! Alles, was ich denke und empfinde, wirkt. Muss ich da nicht vorsichtig sein?

Neil Kramer spricht mir aus dem Herzen, wenn er in einem Interview dem jungen Verschwörungstheoretiker, der ihm aufzählt, was Sie alles Schreckliches mit uns machen, sagt: „Don’t be disheartened! It’s an indulgence! STOP IT!“(‚Sei nicht verzagt/mutlos! Das ist Schwelgerei! Hör auf damit!“)

Jo.
Aber nein, meine Ma gibt die volle Ladung Angst an mich weiter, die sie sich durch Zeitunglesen und Nachrichtengucken eingefangen hat. Meine Ma, ehemalige Journalistin, ist nach den Maßstäben der Normalität SEHR gut informiert. Leider…

Heute morgen wach ich dann auf, und der Mist steigt in mir hoch und ich denke an Trump, was alles passieren könnte, wenn er gewinnt, und ich habe Angst.

Und dann, davon erzähl ich ja seit einiger Zeit immer wieder, MERKE ich, dass ich Angst habe wegen etwas, worauf ich keinen Einfluss habe — außer durch meine Gedanken und Empfindungen.
Und diesmal halte ich mich nicht mehr damit auf, mir zu erklären, warum ich keine Angst haben brauch — das funktioniert nicht, denn realistisch betrachtet tobt auf der Welt nun mal der Wahnsinn. Sondern ich mach gleich das, was heilsam ist, funktioniert, sich bewährt hat: Ich sage NEIN. Ich verbitte mir diese schädliche, sinnlose, energiezehrende Angst. Fuck off!

Bingo. Angst weg. Es funktioniert. Weil es WAHR ist (- zumindest in meinem Hier&Jetzt).

Sehr heilsam für den Energiehaushalt.

Eine weitere Übung, die ich neuerdings mache:

Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, richte ich meinen Blick so gut wie gar nicht auf Leute. Wenn ich mir die Leute angucke, dann gehen sofort so innere Filme los wie „warum guckt die so komisch?“, „wie sind die denn drauf?“, „ah, gefalle ich dem?“ „oje, die sieht traurig aus“ etc.pp.
Ich richte meinen Blick auch möglichst nicht auf Schaufenster. Auch nicht auf Werbeplakate, Zeitungsautomaten, und vor allem nicht auf Schrift. Oh, es ist so viel Schrift überall, und ich habe bis neulich so ziemlich alles gelesen.
Und zu fast allem, was ich sehe, aufnehme, lese, habe ich dann sofort ne Meinung gehabt. Es eingeordnet, darüber nachgedacht, etwas empfunden, und wenns nur paar Sekunden waren.

Sowas kostet Kraft, die ich lieber für Leute bzw. Wesen zur Verfügung habe, mit denen ich wirklich im Austausch bin. Und für mich selber.

Wo ich stattdessen hingucke: Pflanzen. Nicht nur die kleinen Unkräutchen in den Ritzen am Boden. Die liebe ich sowieso. Neuerdings weiß ich auch viel besser, wo in der Stadt überall Bäume wachsen. Wo die Leuts was auf den Balkonen haben. Wo’s von Dächern wuchert. In der Fuzo ist mir zum ersten Mal eine Fassade aufgefallen, die ganz und gar begrünt ist.

Außerdem guck ich auf Vögel und in den Himmel. Der Himmel, habe ich den Eindruck, schenkt mir Energie, vor allem, wenn er – sei es viel oder nur wenig – von Sonnenlicht durchleuchtet ist. Ich suche Orte, wo ich hochgucke und nur Himmel im Blick habe. Noch keinen gefunden. Auf der Brücke fast.

Jo. Ich wollte heute eigentlich gar keinen Blogbeitrag schreiben, und dann wars mir plötzlich ein Bedürfnis.

18. August – Vollmond im Wassermann

Und’n Update in eigener Sache

Liebe Leute

Internet geht hier grad mal wieder, ich find nur den Wiedereinstieg ins Bloggen noch nicht so. Da kommt mir der Vollmond sehr recht, da muss ich was schreiben.
Bin zur Zeit nicht sonderlich gut bestrahlt und merke, dass ich nicht gut was erzählen kann, ohne ins Schimpfen oder Jammern zu geraten, drum lass ich’s Schreiben.

Auch da kommt mir der Vollmond sehr gelegen, weil ich im Sumpf ja immer erst mal vergesse, was ich schon weiß und was in solchen Zeiten IMMER hilft, wenn ichs dann auch endlich erinnere und tu:
Mich neben den Ärger und den Frust und die Angst und das Elend stellen, mich nicht mehr damit identifizieren (vor allem, weil’s mich selber ja gar nicht gibt ) und das alles einfach sein lassen.
So wie ich in der Mondmedi-Einladung beschrieben habe. Wie gut, dass es diese regelmäßigen Termine gibt, die mich selbst wieder das Wesentliche und Wichtige und Heilsame erinnern… Übung, Praxis, Verbinden.

Achja, verbinden. Zur Zeit feiert auch meine mal mehr mal weniger starke Sozialphobie fröhliche Urständ… „Ich liebe die Menschheit, ich kann nur Leute nichts ausstehen!“ (Linus von den Peanuts, also ist das Zitat von Charles M. Schulz).
Dieses Zitat ist übrigens auch ein klassischer klischee-Wassermann-Grundsatz. Dem flirrenden Luftzeichen Wassermann werden revolutionäre und weltverbessernde Tendenzen nachgesagt, die oft die Bodenhaftung vermissen lassen. Selbsternannte Reformer und Retter  der Menschheit, die Leute nicht ausstehen können. Ja, kenn ich, das Gefühl (ich hab Mars im Wassermann). 😛

Immerhin bringt mich das endlich zum eigentlichen Thema dieses Beitrags.

Donnerstag, den 18. August 2016,
ca. halb 12h vormittags
(11:26 F/m)
ist Vollmond im Wassermann.

Hier wie immer die

 

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

 

 

Wer Ideen, Anregungen, Input hat: immer her damit!

Und hier noch ein ganz wundervolles Foto vom letzten Vollmond. Das hat eine liebe, sehr geschätzte, langjährige Webfreundin gemacht:

anne@hinterhufe.de

Bis dann im Netz!