Ärger

26. Mai ~ Dankesammlung

Oje, heute wollte ich erst gar nichts schreiben. Und dann hat Sophie0816 hierher gelinkt, speziell wg. der heilsamen Wirkung von Dankbarkeit. Dafür das erste DANKE heut. Wegen ihres Beitrags voller Wunder und der Erinnerung, warum ich das hier mache mit der Dankesammlung. ❤

Heute morgen nach dem Aufstehen hatten wir hier üblen Krach. Da rein kam die Post mit meinem Bistrotisch, über den ich mich erst mal überhaupt nicht gefreut habe, weil, Stress mit dem Oger. Außerdem ist die Marmorplatte vom Tisch nicht schön, finde ich. Ich war sehr enttäuscht.

Das kam wunderbar zusammen. Ich war voll in der Pest und habe wichtige Tips von der Liste, die ich gestern geschrieben habe, völlig missachtet.

Es sah nicht danach aus, dass ich heute für irgendwas dankbar sein würde.

Ich hab mich beim Ärgern und Verletzt-Sein und Enttäuscht-Sein beobachtet und mir gesagt, dass das NICHT heilsam ist. Ich habe geguckt, was dahinter steckt. Ich habe mich erinnert, dass grad heute astrologisch gesehen ein krasser Tag ist (vgl. Pluto Woche). Ich habe sogar über etwas nachgedacht, was ich schon ein paarmal gelesen habe:
Manche sagen, sobald wir anfangen, wacher zu werden und höher zu schwingen (= es geht uns wirklich gut), schickt uns die Matrix Widrigkeiten, die uns wieder runterziehen und Heim ins Empire holen sollen. Angst, Ärger, Frust, sowas.

Wie dem auch immer sei. Sowohl diese Überlegung als auch die astrologische Vorhersage halfen mir dabei, mich abzuregen und mich wieder auf Schönes einzulassen. Wir hatten nämlich vorgehabt, heute in den Odenwald zum Wandern zu fahren, lange geplant und immer wieder verschoben. Und heute sollte es ENDLICH sein, und dann hatten wir den Krach und ich hatte keinen Bock mehr, mit dem Oger jemals wieder irgendwohin zu fahren, und vor allem nicht heute.

Ich hab mich abgeregt – hatte auch Zeit dazu, das war hilfreich! Und hab mich dann doch aufs Fahren eingelassen. Nicht aus vollem Herzen, nicht wieder häppi und glücklich, oh nein. Ich war immer noch verletzt und verägert und traurig. Nur hab ich das nicht mehr ausagiert, sondern Kram eingepackt, mich zum Oger-Gefährten ins Auto gesetzt und geguckt, was passiert.

Ärger muss auch gefüttert werden; als ich das nicht mehr gemacht habe, wurde er immer kleiner.

Hier sind wir unterwegs, grad aus Heidelberg raus. Der Ganesha ist ein laminiertes Bild aus dem Internet, das beim Umzug dort landete und seitdem dem Oger beim Autofahren Hindernisse aus dem Weg räumt.

Naja, es gab doch paar Hindernisse auf der Fahrbahn, das waren vor allem odenwälder AutofahrerInnen.

Hier ist ein Bild, das der Wolfsschlucht in ihrer Wucht und Lieblichkeit und als Herausforderung für die ungeübte Wanderin in schlechtem Schuhwerk nur sehr unzureichend gerecht wird.

Das ist ein wirklich schöner Ort, die Wolfsschlucht! Danke! ❤

Unterwegs beim Wandern waren wir gut miteinander, und dann gabs wieder Reibung, wieder gut, wieder Reibung – so ging das den ganzen Tag. Ein Augenöffner war ein Erlebnis auf dem Heimweg, im Supermarkt, wo ein junger Mann wirklich oder vermeintlich an der Kasse viel zu wenig Wechselgeld rausgegeben bekam und völlig ausrastete. Das war ein krasses Erlebnis, bei dem ich mich auch (beschwichtigend) eingemischt habe – will nicht mehr davon erzählen, sondern das hinter mir lassen.
Es war jedenfalls viel Aggression in der Luft, heute.

Und jetzt, richtig müdegewandert und erschöpft von der Aufregung, wieder daheim, bin ich doch für einiges dankbar. Für die Schönheit der Natur. Dass der Oger-Gefährte und ich trotz Reibung dort waren und ja doch gut miteinander sind. Und auch für die starken Vibes grad, die sich nicht nur in Reibung, sondern auch in ganz erstaunlichen, magischen, heilsamen Erlebnissen äußern. Wenn ich mich bei mir und auf den Blogs umgucke, die ich lese, kann ichs deutlich sehen. =)

Und der Bistrotisch – ja mei, es läuft halt nicht alles genau so, wie ich mir das einbilde. Die Platte hat einen richtigen Strich quer durch, und das stört mich enorm. Und trotzdem ist er ist auch schön. Und macht was er soll: Gibt mir einen Ort zum Kartenlegen. Danke, dass der Tisch heute gekommen ist und jetzt da ist. ❤

Und ich bin jetzt im Bett, ich bin ja sowas von müde!

 

Novemberzauber

Das war ein interessanter Vollmond.

Ich hatte gestern richtig Stress in der Schule.

Ich habe danach zuhause getan, was ich mir selber hier immer wieder rate:
Geguckt, was meins ist und was nicht. Das Innere Nein praktiziert. Meine Auslöser angeguckt. Erkenntnisse gehabt: gesehen, dass ich grad ein altes Thema in neuer Form serviert bekomme. Überlegt, was ich tun kann. Festgestellt, dass mir nichts einfällt, außer dem Inneren Nein zu meinen und fremden schädlichen Mustern.
Das ist reichlich, schien mir nur zunächst so gut wie nix. Und doch…
Passend zur Mondmedi habe ich hingenommen, dass mir mehr nicht einfällt und mich mit Loslassen- und Vertrauen-Üben beschäftigt.

So bin ich heute erstaunlich gelassen in die Schule, auch wenn mein beleidigtes, entrüstetes Ego sich auf dem Hinweg öfters rührte. Ich habs angegrinst und weggeschickt. Hat gut geklappt.

In der Schule warteten Überraschungen auf mich. Sehr gute, erstaunliche Überraschungen.

Oh, es läuft nach wie vor nicht alles nach meinem Wunsch und meiner Vorstellung, und meine Auslöser wurden auch heute paarmal gedrückt. Doch all das hat seine Schwere und Dramatik verloren. Und statt, wie ich gestern noch irnzwie befürchtet hatte, mich gegen Nervereien von außen schützen zu müssen, hatte ich genug damit zu tun, missgünstige Reflexe in mir selber zu bemerken, fröhlich auszulachen und wegzuschicken. Work in Progress.

Warum schreib ich das hier hin?

Im Vertrauen, dass dieser Bericht, so skizzenhaft er auch sein mag, auch anderen die Wirksamkeit des Loslassens, des Inneren Neins, des Findens der eigenen Auslöser, des Vertrauens etc. zeigt.
Ich glaube, Lassen und Vertrauen sind die wichtigsten Zutaten in diesem magischen Heilzauber.

edit:

Ich hab grad das Gefühl, ich muss noch ergänzen:
Den Stress gestern habe ich… nicht verursacht, aber ans Licht geholt und verstärkt, indem mir der Kragen geplatzt ist und ich heftig ‚aufn Tisch gehaun‘ habe. Das erwähnt, damit nicht der Eindruck entsteht, ich würde mich passiv beuteln lassen und nur in meinem Innern wirken. Gestern habe ich massiv ins Außen gewirkt, und die Überraschungen von heute wurden auch davon ausgelöst. Ich habe gewirkt und dann losgelassen. DAS ist der heilsame Trick.

 

P.P.S.
Die Erkenntnisse reißen nicht ab… vielleicht sollte ich den Blog nicht als Livetagebuch verwenden.
Nu bin ich eh schon dabei, also weiter.

Grad hab ich gesehen, dass einem anderen Ausbruch Ende September ein ähnliches Muster zugrunde liegt: Ich habe mal wieder jemanden enorm überschätzt. Wenn ich also die Leute nicht mehr so überschätze (-> mich selbst nicht mehr niederdeckel), dann brauch ich auch nicht mehr so heftig explodieren. Und schon wird die Welt ein kleines bisschen friedlicher.

 

Auslöser

(Fortsetzung der Überlegungen des vorherigen Beitrags.)

Ich schreibe weiter, und ich mach auch andern Blödsinn weiter.

Was ich hier schreibe ist LANG und mehr ein Braindump als ein durchdachter, strukturierter Text. Und es ist keine Zeilenschinderei und keine Zeitverschwendung, sondern mir ein jetzt dringendes Bedürfnis, dieses Schreiben. (Wer dagegen null Bedürfnis verspürt, das hier zu lesen, hat mein volles Verständnis. )

Schreiben… Wie meine Mutter mir schon früh sagte: „Hinter eine einmal gewonnene Erkenntnis kannst du nie mehr zurück.“
Was ich erkannt habe: Schreiben (oder anderer hübscher Blödsinn) ist nicht mein Ziel, nicht das, wo ich hinwill, sondern im günstigen Fall Wegzehrung und Wanderstab.
Zu oft war es Zeitvertreib und Trost und Ablenkung, wenn ich auf der Stelle getreten bin. Das will ich lassen.

Lassen ist überhaupt eine der allerheilsamesten Übungen, die es gibt.

 

Trotzdem mache ich auch einiges. Das zum Beispiel:

Was mir und meinem Oger und Gefährten zur Zeit wirksam und heilsam weiterhilft, ist eine Übung zum Ärger.

Ärger ist für mich ein großes Thema, und für den Oger auch.

Richard Rohr hat im wundervollen Vortrag „Contemplative Prayer“ gesagt, dass es völlig normal ist, wenn wir uns über dies und das ärgern.
Jemand in der Kantine hat sein siffiges Tablett nicht weggeräumt? Grrr!
‚Ich würde mich auch darüber ärgern‘, sagt Richard Rohr, ‚aber doch bitte nicht länger als 15 Sekunden!‘
Es ist dein Ego, dein falsches Selbst, das sich da ärgert, weil es sich über Konzepte definiert – Sauberkeit z.B., Ordnung, Höflichkeit, Rücksichtsnahme – an diesen Dingen ist ja an sich nichts auszusetzen, nur sind sie nicht DU. Füttere nicht dein Ego, füttere nicht deinen Ärger!
Er sagt „the true self, you see, is very hard to offend.“ – Das wahre Selbst ist sehr schwer zu beleidigen.

Damit üben wir seit einiger Zeit, der Gefährte und ich.

Wir haben nach wie vor immer mal wieder nen Krach. Grad neulich wieder, so richtig mit Rumbrüllen und Beleidigtsein.
Ich hab mich danach so MIES gefühlt. Oh, ich habe mich so ungerecht behandelt gefühlt, so unverstanden, und ich hatte RECHT, und er hatte unrecht!
Aber deswegen habe ich mich nicht mies gefühlt. Ich habe mich mies gefühlt, weil ich es HASSE, wenn ich mit dem Gefährten Krach habe.
Trotzdem war mein Stolz sehr stark und mein Ego außerordentlich beleidigt, und so habe ich mich ins Bett verzogen, um für den Rest des Abends kein Wort mehr mit dem Oger zu wechseln.
Ich hab mir meine Kopfhörer in die Ohren gedrückt und eins der von YouTube runtergeladenen Neil-Kramer-Interviews weiter angehört. Wie es der Zufall wollte, erklärte er da grad, wie wir mit low consciousness (‚trübem Bewusstsein‘), mit anxiety und fear (Beklemmung, Angst) das empire* füttern.
Und da lieg ich im Bett, den Bauch voll mit Unglück und Beklemmung. Erinnerte mich an meine Erfahrung mit dem Loch der Verzweiflung im Sommer. Und da hab ich beschlossen, auch wenns meinem Ego nicht passte: ich höre SOFORT auf, diesem negativen Dreck in meinem Sein fruchtbaren Boden und Nahrung zu bieten. Schluss!

Der Oger kam kurz darauf ins Bett, und ich habe ihm mitgeteilt, dass die 15 Sekunden lange vorbei sind und wir uns jetzt sofort vertragen. Kuss, aber dalli! So haben wir uns beide abgeregt. Das funktioniert seit einiger Zeit sehr gut, und jedesmal danach sind wir dankbar und froh und haben beide das Gefühl, wieder einen Schritt auf unserem Weg getan zu haben.

Gestern habe ich eine weitere Übung dazugenommen. Ich übe nicht nur, meinem Ärger (und damit dem Empire) keine Nahrung zu geben, ich schaue, was eigentlich genau meinen Ärger auslöst. Was genau wird verletzt, und warum? „Identify your top 3 triggers“ rät Neil Kramer in einem Vortrag – identifiziere deine drei wichtigsten Auslöser.

Das ist sehr lohnend, sehr spannend und sehr SEHR heilsam.

Beim Tagebuchschreiben bin ich gestern auf zwei alte Einträge gestoßen, in denen ich von Streit mit meiner Mutter erzähle. Beides über 10 Jahre her. Wieder, schneller und klarer als damals, ist mein Ärger aufgeflammt. Damals war mehr Depression über dem Ärger, Angst, schlechtes Gewissen, Schuldgefühle – achja, die altbekannten Schuldgefühle. Darunter der Ärger, den ich hier&jetzt viel deutlicher spüre als damals.

Und was löst diesen Ärger aus? Meine Ma versteht mich nicht. Ich werde ungerecht behandelt. Ich habe RECHT (wie immer ) und das wird nicht anerkannt. Ich verhalte mich angemessen und sage die Wahrheit, und das wird mir zum Vorwurf gemacht.

Da sind so viele Themen, wenn ich im Grund meines Ärger grabe – gesehen werden wollen  – das passt wunderbar zu meiner Angst, bemerkt, bewertet, beurteilt zu werden.

Ich WILL gesehen werden. Ich will erkannt sein! Ich fürchte mich so vor Abwertung, ich will unsichtbar sein!

Eine unheilsame Dualität, die ich aufzulösen habe.

Da ist noch mehr in dem Grund. Entsetzen und Angst, dass mir nicht geglaubt wird.

Kassandra.
Troja wird untergehen, weil sie mir nicht glauben. Ich werde geächtet und verachtet, und Troja geht elend und blutig unter, weil sie nicht auf mich hören, und ich habe doch RECHT!

Das kam gestern hoch, als ich im Grund meines Ärgers grub. Das lass ich jetzt hier erst mal stehen und in mir wirken.

 

 

 


* Empire: die Realität, das kollektive Ego, der Zeitgeist, der Kapitalismus, die Cabale, die Illuminaten, die Archonten, das falsche Selbst, SIE, … wie auch immer wir’s nennen wollen.

18. August – Vollmond im Wassermann

Und’n Update in eigener Sache

Liebe Leute

Internet geht hier grad mal wieder, ich find nur den Wiedereinstieg ins Bloggen noch nicht so. Da kommt mir der Vollmond sehr recht, da muss ich was schreiben.
Bin zur Zeit nicht sonderlich gut bestrahlt und merke, dass ich nicht gut was erzählen kann, ohne ins Schimpfen oder Jammern zu geraten, drum lass ich’s Schreiben.

Auch da kommt mir der Vollmond sehr gelegen, weil ich im Sumpf ja immer erst mal vergesse, was ich schon weiß und was in solchen Zeiten IMMER hilft, wenn ichs dann auch endlich erinnere und tu:
Mich neben den Ärger und den Frust und die Angst und das Elend stellen, mich nicht mehr damit identifizieren (vor allem, weil’s mich selber ja gar nicht gibt ) und das alles einfach sein lassen.
So wie ich in der Mondmedi-Einladung beschrieben habe. Wie gut, dass es diese regelmäßigen Termine gibt, die mich selbst wieder das Wesentliche und Wichtige und Heilsame erinnern… Übung, Praxis, Verbinden.

Achja, verbinden. Zur Zeit feiert auch meine mal mehr mal weniger starke Sozialphobie fröhliche Urständ… „Ich liebe die Menschheit, ich kann nur Leute nichts ausstehen!“ (Linus von den Peanuts, also ist das Zitat von Charles M. Schulz).
Dieses Zitat ist übrigens auch ein klassischer klischee-Wassermann-Grundsatz. Dem flirrenden Luftzeichen Wassermann werden revolutionäre und weltverbessernde Tendenzen nachgesagt, die oft die Bodenhaftung vermissen lassen. Selbsternannte Reformer und Retter  der Menschheit, die Leute nicht ausstehen können. Ja, kenn ich, das Gefühl (ich hab Mars im Wassermann). 😛

Immerhin bringt mich das endlich zum eigentlichen Thema dieses Beitrags.

Donnerstag, den 18. August 2016,
ca. halb 12h vormittags
(11:26 F/m)
ist Vollmond im Wassermann.

Hier wie immer die

 

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

 

 

Wer Ideen, Anregungen, Input hat: immer her damit!

Und hier noch ein ganz wundervolles Foto vom letzten Vollmond. Das hat eine liebe, sehr geschätzte, langjährige Webfreundin gemacht:

anne@hinterhufe.de

Bis dann im Netz!

Reibung

Manchmal gerate ich ins Predigen. Das passiert z.B. wenn ich jemand anders etwas rate, das ich auch selber sehr zu beachten habe.
Das hier hab ich für Leute geschrieben, die sich in Online-Foren rumärgern.

Reibung nährt ungute Egofilme.
Schlicht gesagt: Reibung ist eine der Hauptnahrungsquellen für Monster.
Zusätzlich erzeugt Reibung (immer?) Angst, die auch eine Hauptnahrungsquelle von Monstern ist.

Nun sind Reibung und Angst an sich nicht schlecht.
Sie sind Bestandteile des Ego-Abenteuers hier auf Erden.
Im Übermaß sind sie ungesund und deuten auf Suchtverhalten.

Prüfe, wenn du dabei bist, zu reiben, ob es wirklich sein muss.
Ob es die Sache wirklich wert ist. Manchmal ist das der Fall.
Und sehr oft wird nur gerieben um der Reibung willen.
Ob das so ist, kannst du nur für dich alleine feststellen.
Wenn du ungute Reibung erkennst, halte dich fern davon.
Halte. Dich. Fern.

Das erscheint uns oft wie eine unlösbare Aufgabe.
Wir meinen, dass wir uns nicht raushalten können, und /oder, dass die Reibung uns verfolgt.
Wenn das der Fall ist, ist vielleicht ein Gespräch mit einer neutralen Person angebracht, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Da wo ständig Reibung ist, muss Licht hin. Licht vertreibt Monster.


„Das Chaos ist die Liebe der Andersdenkenden“

Ich bin nicht ganz sicher, was der Satz bedeutet. Immerhin kommen wichtige, schöne Dinge darin vor: Chaos, Liebe und Andersdenken. Das will ich gerne in meinem Herzen verknüpfen, dann reg ich mich nicht mehr so AUF, wenn jemand im Internet UNRECHT hat. grins

Aggression

Ich bin unzufrieden mit der Aggression, die manchmal in mir hochkocht.

Aggression kommt aus dem Lateinischen: aggessio bedeutet ‚ich greife an‘, aber auch einfach: ‚ich gehe auf etwas zu‘.
Vielleicht hilft es, mit dem Gedanken zu spielen, dass Aggression nicht unbedingt Kampf bedeuten muss, sondern auch mutig, aktiv etwas angreifen (im Sinne von herangehen, anfangen, machen) bedeuten kann.

Solange ich noch nicht so erleuchtet bin, dass alles Negative in meiner Riesenleuchteaura auf nen halben Kilometer Entfernung verschrumpelt oder zu Licht und Liebe wird, mei, solange werde ich Grenzen ziehen.
Immer wieder.
Aber meine Erfahrung ist, dass ich das nur selten aus reinem Herzen tu. Wenn das passiert, dann ist Schicht und alles gut.
Aber oft zieh ich Grenzen (und finde, ich habe RECHT) und zahle dann einen Preis dafür, der mich ahnen lässt, dass ich da noch nicht… hm, auf der Mitte meines Weges gewandelt bin.

Ich bin in der letzten Woche gleich zweimal mit, heh, Angehörigen aus der Punkszene aneinandergerasselt. Und das MIR! Ich hab Punk ERFUNDEN! Unerzogenes, respektloses Gesocks! HAH!

hust

Warum ich das erwähne: ich las passend dazu in nem neugekauften Buch, dass es sein kann, wenn wir gewisse Emotionen nicht mehr haben wollen, und uns bewusst und intellektuell darum bemühen und uns zusammen reißen, das aber in Wirklichkeit noch nicht aufgelöst ist, noch nicht geheilt, dass die dann u.U. ‚von außen‘ auf uns kommen.

Darüber denke ich grad viel nach; wobei denken mir nicht die Lösung bringen wird. Ich habe hier auch keine Lösung anzubieten; ich kann nur sagen, was ich grad übe:
spüren wo’s wehtut/hakt/brennt
meine Mitte zu spüren
mal NICHT überdenken, sondern in die Stille werfen, bis was aufsteigt
mich NICHT bemühen, sondern viel mehr versuchen, im Alltag einfach zu SEIN, aufzunehmen, was in der Wirklichkeit los ist .

Work in Progress.