Auszeit

Neues von der Fotospeicherkarte…

Die Lilie vom Schnusel – aus meinem bewährten Lieblings-Lilienladen – blüht aufs Schönste. Denkt euch dazu den zimtig-balsamisch, betörend-betäubenden Duft. Sehr sehr heilsam!

Dann zwei hübsche Bilder vom Alten Messplatz.

Vielleicht sollte ich was zu Toni der Assi sagen. Vielleicht auch besser nicht. Doch, ich sags: Ich hab vor zwei Jahren auf YouTube paar seiner Songs angehört, und aus zweien kann ich seitdem sogar Teile auswendig. Ich hätte CDs von dem, wenn ich die irnzwo umsonst bekommen könnte, weil, Geld soll der nicht an mir verdienen. Immer wenn ich den höre, treibts mir Tränen in die Augen vor Lachen. „Schalldämpfa – Ärrenmoad – Jeda Schuss – Köapatreffa“ Achja, de Äärre! Vielleicht sollte ich über sowas nicht lachen. BRUUUHAHAHAH!
Bestimmt hab ich schon viel zu viele Worte gemacht, aber der Sticker is nu mal drauf und hat mir ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Und wer wirklich mehr wissen will: Der patriotische Serbo-Mannheimer musste in die Schweiz ins Exil. Oooohhh. Und die Schweizer sind echt genervt. (Da gehts mir um den Artikel, v.A. die 6 netten Kommentare ganz unten, nicht um das Lied. Das Lied ist ENTzückend! 😀)
Eya. Schluss jetzt damit.

Was hab ich denn noch…

Die Mittelstraße. Ich liebe die Mittelstraße.

Achja, und heute war ich seit langer Zeit mal wieder in der Schule. Es waren zwei Wochen Ferien, letzten Samstag gings wieder los mit praktischer Übung, die ich wg. krank verpasst habe. Montag und Dienstag auch. Heute, Donnerstag, war ich endlich wieder dort. Thema war Gestalttherapie. Sehr schönes Thema!
Gestalttherapie hat viel aus dem Zen-Buddhismus. Gewirkt wird mit und im Hier&Jetzt.
Wir sollten Bunstifte oder Wasserfarben oder Knetmasse mitbringen, das war doch ein schöner Grund, heute Morgen aus dem Bett zu klettern. Im praktischen Teil der Unterrichtseinheit haben wir eine kleine AtemAchtsamkeitsübung gemacht, und dann sollten wir das Gefühl – also das „Phänomen“ malen, das wir in uns wahrgenommen haben.

Ich habe Traurigkeit und Müdigkeit gespürt ~ vordergründig liegt das am Kranksein und an meinem völlig aus den Fugen geratenem Schlafrhythmus. Dazu noch andere Sachen, die ich gar nicht so richtig benennen kann. Dazu nehm ich mir morgen 4 Stunden Zeit, vormittags. Ich habe die letzte Zeit hauptsächlich im Gespräch mit Schnusel verbracht, und/oder im Bett beim Filmgucken. Ich muss mir Zeit für mich nehmen, nachdenken, was aufschreiben, vielleicht bisschen oraklen, basteln…Ich vergesse das immer wieder, dass ich solche Zeiten dringend brauche.
Eya… heute in der Schule hatte ich genau solche Zeit für mich, das war sehr gut. Ich nahm also in mir diese Traurigkeit und die Müdigkeit wahr, und allein das fühlte sich schon seltsam gut an. Das Wahr-nehmen. Das als wahr annehmen, erkennen, was eben zur Zeit IST.
Dazu stieg sofort vor meinem inneren Auge ein wundervolles Bild auf, Wellen und Spirallinien (sowas male ich oft und gerne), in fließenden Wassertönen, wie warme Tränen, mit vereinzelten goldenen und roten und türkisen Adern.

Gemalt hab ich dann das: hust – meh – naja, es is wasses is

Rechts unten steht, was ich an Feedbäck ausm Kurs bekommne habe. Qualle, eh? Soso. Naja, Schnusel sagte, als ichs ihm zeigte: „Ohh, Cthulhu!“

Na dann.

Jedenfalls war es angenehm und heilsam, diese Traurigkeit SEIN zu lassen und sie auch ganz bei mir zu lassen. Eine Ursache meiner Traurigkeit hat mit der Umwelt zu tun, mit den ‚Anderen‘, und am Anfang ragten auch einige der Spiralen nach außen. Das hat sich nicht gut angefühlt, so habe ich diesen, äm, Quallenmantel um alles gemalt und damit – fällt mir jetzt auf – eine geschlossene Form/Gestalt gemalt, die nicht im Außen sucht oder saugt, sondern in sich nach unten abfließt. Das ist gut so. Hier&Jetzt, wohlgemerkt, das ist eine Momentaufnahme vom Hier&Jetzt. Ich hab das Gefühl, ich finde, das ist grad sehr heilsam.

Schnusel hat dann noch entdeckt, dass das Bild auf dem Kopf ne andere Wirkung hat:

Jo. Soweit für heute.

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