Balkongemüse

Donnerstag, 6. & Montag, 17. Juli ~ Dankesammlung

Heute der letzte alte Tag zum Abdanken.

Donnerstag, 6. Juli

Da hab ich nichts im Reinschreibebuch notiert. Ich erinnere mich nicht mehr an den Tag. Nur, dass alle Fotos (bis auf das erste), die ich am Tag drauf in die HECKENWICKE gepostet habe, vom 6. Juli sind. Und da sind einige Dinge drauf, für die ich dankbar war und bin. Z.B. die schöne Filzschlange, die ne Bekannte von mir in Passau selbstgemacht hat. Das schnuffige Ufo, das ich selber selbstgemacht hab. Das hübsche goldene Armband, das Rote Buch, der köstliche Mangold. Die duftenden Lilien (inzwischen lange verblüht). Die Zinnien (so heißt die damals mir noch unbekannte Blüte). Und Molly. ❤

 

Heute, Montag 17. Juli.

Heute. Wieder so müde, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass wir oft sehr sehr spät erst einschlafen. Ja, ist ne gewagte These, und doch…

Heute habe ich ganz ganz GANZ viele Pöppel gemacht. Mit Datteln, Feigen, Pflaumen, Mandelmehl, Gewürzen und nem Schuss Kaffee. Sind gut geworden, und nu haben wir wieder ne zeitlang Süßes vorrätig. Danke auch an Red Sonja! =)

Auf dem Balkon zeigt eine der beiden Tomaten die erste Errötung. ❤

 
Nachdem ich im Blumengeschäft nicht fündig wurde, bin ich eben zum Baumarkt gefahren. In der Gartenabteilung wartete er auf mich. Genau einer, 4 €, mit kleinen Sporen unter manchen Blättern. Ich bin froh! 💚💚💚💚💚

Jo, und jetzt muss ich Comp ausmachen und mit Saugen anfangen, denn wir hatten ja den Putztag auf heute verschoben. Natürlich bin ich heute dafür gar nicht mehr dankbar — und wenn wirs dann geschafft haben, dann werde ich sehr dankbar sein.

Weißnicht, ob ich später noch mal an den Rechner komme, wir wollen heute viel früher ins Bett. Morgen ist Gerichtstermin und compfrei. Ich wünsch mir hier&jetzt von mir, dass ich morgen auch wirklich compfrei mach. Ich hab noch 6 Stunden gut — die kann ich mir wunderbar aufheben.

Also, ich sach ma zuversichtlich: Bis übermorgen, ihr Lieben!

Oh, die gedichtfreie Woche ist vorbei! Na dann.

Der Frauenhaarfarn
die errötete Tomate
Pflanzen machen froh

Puh, das ist kein gutes Haiku. Wenigstens ist es wahr.

 

 

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31. Mai ~ Dankesammlung

Achja, gestern hätte ich meine erste geschäftliche Tarotlegung gehabt. Das musst ich absagen. Stattdessen war ich mit dem Gefährten in der Tierpraxis und hab unsere Tapferkatze abgeholt.
Ich hätt Tarot gerne morgen nachgeholt, und nu ist die Kundin krank. Ob das noch was wird?

Ich hab das Gefühl, es liegt an mir, an meinen Erwartungen. Ich hab mich von Anfang an dabei erwischt, dass ich gezweifelt habe, ob der Termin zustande kommt.
Es gibt überhaupt reichlich spirituelle Hausaufgaben für mich zu tun. Heute Morgen und Vormittag gings mir gar nicht gut. Wg. der Tierarztrechnungen – da stehen noch welche aus, die werden auch nicht ohne sein – bin ich in Angst gerutscht.
Ich habe sehr deutlich gemerkt, dass mein Verstand mir da nicht weiterhilft. Geholfen hat, das Gefühl von Fülle hervorzurufen. Und es half, paar Sachen zu erledigen, die ich online zu tun hatte und dann den Rechner auszumachen und mich mit Naheliegendem vor Ort zu beschäftigen.

Jedenfalls bin ich dankbar für die Erkenntnis heute, wie mein Denken mir Leid und Not schafft, wenn ich nicht achtsam und diszipliniert bin. Ich hab zu üben, und das mach ich gern! ❤

Ich bin auch sehr dankbar, dass es ganz bedeutend kühler geworden ist. Ein wunderbarer Tag heute, frische Luft, sanfter, kühlender Wind, warme gelbe Sonne.

Und ich so matschig…

Das wurde besser, als ich mich mit Haushalt beschäftigt habe. So gings mir ja neulich schon mal. Eine wirklich erstaunliche Entwicklung, das. ❤

Ich hab heute endlich wieder Mandel-Cashew-Milch gemacht. In den schwülen Tagen ist mir die so schnell schlecht geworden, dass ich’s leid war und gar keine mehr gemacht habe. Jetzt geht’s wieder. Das war schön, ich mach das sehr gern. Und ich hab so einen schönen Blick aus dem Küchenfenster, ins Grüne, auf gelbe Sonnenschirme eines Restaurants. ❤

Da ist die neue Müllschüssel im Einsatz, die ist so SCHÖN. Ich liebe Gelbgrün. Und seit – hey, genau seit einem Jahr und zwei Tagen hab ich eine Müllschüssel im Einsatz und brauche deswegen für den Hausmüll keine Plastikmülltüten mehr. (Alle paar Wochen mal eine für’s Katzenstreu, das wir inzwischen hauptsächlich per Papiertüten entsorgen – die Papiertüten, in der das Streu verkauft wird.) Dafür auch DANKE! ❤

Dann bin ich dankbar, dass ich mein gestern begonnenes Projekt Ätherische-Ölfläschchen-am-Deckel-Beschriften heute zum Abschluss gebracht habe. ❤

Auf die Idee hätte ich vor 20 Jahren schon kommen sollen! Hätte mir zusammengerechnet bestimmt ein paar Wochen Suchen und Kramen erspart… X) Nu isses endlich getan, und grad passend, denn morgen mach ich wieder neues Deo.

Für dieses Deo bin ich immer noch und mal wieder auch SEHR dankbar. Die heißen Tage jetzt hat es wunderbar funktioniert. Besser als Gekauftes, möcht ich behaupten. Echt, Leuts, macht euer Deo selber! Es ist unglaublich einfach, geht ratz fatz, ist viel billiger, viel gesünder, es riecht so, wie ihr wollt, und es funktioniert richtig gut. Danke für das Selbstgemachte Deo! ❤

Achgosh, es gibt viel zum Dankbarsein, heute. Ich hab danach den Mangold vom Balkon geerntet. Kein einziges Foto dazu; ich war mit Kochen beschäftigt und bisschen in Eile. Es war eine nicht wirklich große Portion, dafür war es SEHR lecker.
Wen es interessiert: Ich habs nach einem bewährten exotischen Vetch-Rezept gemacht:
Kokosöl heiß werden lassen (nicht zu heiß, neh?), jeweils so… nach Gefühl… Ingwerpulver, Koriandersamen (zermörsert), bisske Bockshornklee, Kreuzkümmel rein. Wenns duftet ne kleine kleingewürfelte Zwiebel drauf, wenn die glasig ist (bisschen braun schon) den kleingeschnittenen Mangold drauf. Eine kleine Weile braten/dünsten  – erst brät er, bald dünstet er, wg. Deckel drauf: Kondenswasser. Dann noch Salz und Pfeffer. Und dann noch einen Schwall frisch gemachter Mandel-Cashew-Milch drauf, wenn zur Hand. =) Dazu Kartoffeln. MJAM.

Also, Danke für den superleckeren Mangold! Möge er schnell und kräftig wieder nachwachsen! ❤

Nach dem Essen sind wir mit unserem Sorgenkätzchen wieder in die Tierklinik. Sie bekam eine Spritze, ein Antidepressivum (das wirkt bei Katzen appetitanregend), und übermorgen müssen wir wieder hin. SEUFZ.
Sie liegt jetzt in ihrem Aquarium und maunzt, wenn wir in der Nähe sind. Nächste Woche werden die Fäden gezogen, dann kann endlich die elende Halskrause weg.

Oh Schnutzel! Da musst du jetzt noch ne Weile drinsein. 😦

Hachja.

Oke, dann hab ich noch ne Runde gedreht, ich musste noch mal raus, einfach so rumschlendern. Im Ökoladen wartete noch eine Haferschnitte auf mich – danke! ❤ Die sind oft ausverkauft um die Zeit.
UND!
Neulich hab ich den Chef gefragt, ob er noch von dem Senf hat, den ich vor Wochen aus der Reduziert-weil-bald-abgelaufen-und/oder-aus-dem-Sortiment-genommen-Kiste gekauft hab. Nee, ist aus dem Sortiment genommen.
Scheint, er hat geguckt und noch ein Glas gefunden, das ich eben in oben erwähnter Kiste fand. Und da zeig ich jetzt ein Foto von. Konsumterror, hemmungslose Werbung, und wenn Zwergenwiese mich dafür mit einer Ladung dieses Senfes bezahlen will: Immer HER damit! Ich mach in jedem Blogpost Werbung dafür, wenn die wollen.Mit so nordischen Zutaten wie Agavendicksaft, Ingwer, Nelke, Kurkuma, Paprika und Chili. Und der ist LECKER! Danke, dass ich den heute gefunden habe! ❤

Auf dem Heimweg fand ich außerdem einen Aushang: KATZE ENTLAUFEN.
Nee, näh?
Nach dem Foto hätte es die Katze sein können, die uns das Tierheim gestern zuerst beschrieben hat, also haben wir dort angerufen. Stellt sich raus, das Kätzchen ist schon wieder daheim. Auch dafür Danke! ❤

Im Tierheim die Lady sagte uns, zur Zeit gebe es massenhaft Fundkatzen. Vielleicht wg. der Hitze.

Jo, das wars für heute. War viel.

Außerdem ist der letzte Maitag und ich habe meinen „Monat voller Danke“ erfüllt. Nu frag ich mich, ob ich das weiter mache. Es war schön, jeden Tag was zu schreiben zu haben. Es gab mehrere Tage, da war mir gar nicht danach; und grad da war’s heilsam und hilfreich. Ich möchte das gerne weiter machen.

Andererseits hab ich auch manche Tage echt lange Laberposts produziert, so wie heute z.B. Wer weiß, ob überhaupt jemand bis hier gelesen hat.  X)

Dann wiederum kann ich natürlich in meinen Blog buchlange Beiträge reinschaufeln, solange ich mag. Und wenn ich diese Dankeliste nur in mein Tagebuchfile schriebe, würde ich es wohl nicht so diszipliniert durchziehen. Also. Ich häng noch einen Monat dran!

Dann bis morgen! ❤ und danke für’s Lesen =)

 

Weiter mit den Balkonblumenbildern

Ich hab ja da noch gedacht, es kommen nur Ringelblumen. Keine Ringelblume weit und breit! Stattdessen ist heute die allererste Kornblume geschlüpft.

Und, oh, da kommen noch mehr! In verschiedenen Farben.

Dann sind schon vor einiger Zeit so Blumen gekommen, die ich vorher gar nicht kannte:

Ich meine diese Weiß-Violetten Knuddel rechts. Hinten seht ihr noch die kleinen Blüten der Duftgeranie. Die blüht sowas von üppig dieses Jahr! Es ist halt keine Zierblume, sondern eine wunderbare Duftblume. ❤
Ganz vorne rechts seht Ihr schon die gelbe Nase einer Kapuzinerkresseblüte, die auch bald schlüpfen wird. Morgen wahrscheinlich.

Und diese Woche wird Mangold geerntet!

Das wird weniger Arbeit als Rübstil, und auch SEHR lecker! ❤

Apropos, der eine Rübstilstengel, den ich hab stehen lassen, um zu gucken, ob daraus ein Mairübchen wird —
Ich habs nicht übers Herz gebracht, nachzugucken, weil, der blüht auch üppig, und Bienen und anderes Gesummsel tummelt sich gern darin.

Oke, nu seid ihr wieder gut über wichtige Entwicklungen auf unserer Dachterasse informiert. =)

Rübstiel

Vor ungefähr einer Stunde stand jemand in unserer Küche, sah durchs Fenster in maigrüne Baumkronen und schnippelte frisch geerntetes Gemüse ausm Blumentopf. Auf dem Herd köchelten Kartoffeln, der Milchmacher machte Mandel-Cashewmilch, überall stand Zeugs rum. Siebe, Brettchen, Messer, Töpfe, und auch einige wunderschöne Schüsseln. In einer war aufgefangenes Gemüsewaschwasser für die Blumenkästen, in einer andern heiße Gemüsebrühe (instant, nur damit kein falscher Eindruck entsteht) für das zu kochende Gemüse.

Diese Jemand war ich, ehemals bekannt als Sie, Die Nicht Kocht.

Und das kam so:

Wie gestern angekündigt habe ich heute das Rübstiel geerntet.

Rübstiel kenne ich von meiner Omi Solingen, die das zumindest einmal für mich gekocht hat. Ich war noch klein, und es war ab da mein absolutes Lieblingsessen. Leider habe ich es danach nicht mehr oft, vielleicht sogar nie wieder bekommen. Ich kann mich nicht genau erinnern, ich weiß nur sicher, dass ich immer, wenn ich Omi Solingen besuchte, Rübstiel haben wollte, und dass sie immer sagte, sie mache das überhaupt nicht gern, weil das so ne Arbeit sei.
Ich hab auch noch nie Rübstiel auf dem Markt oder im Geschäft gefunden. Darum hab ichs im Topf angebaut, und es hat geklappt! Eine schöne Portion Rübstiel ist auf unserer Dachterasse gewachsen.

Heute wurde es geerntet. Jetzt kann der Mangold die Sonne sehen.

In der Küche überkam mich zeitweise Verzweiflung und ich fühlte mich von der Größe der Aufgabe überfordert. Ich hatte auch vielleicht bisschen viel auf einmal gemacht, Kartoffeln schälen, und Mandeln schälen für die Milch, und Knoblauch drücken, und Kartoffeln kochen und immer wieder was spülen, und Brühe aufgießen und Mandeln und Cashews waschen und dann durchs Sieb abgießen und- (Jaja, die erfahrene Hausfrau hebt jetzt irritiert eine Augenbraue, weil ich mich so anstelle. Hey, ich bins, Sie, Die Nicht Kocht.)

Und das Rübstiel putzen. Bald klebten überall kleine Blättchen, an mir und am Messer und um mich herum. Als ich so ungefähr die Hälfte geputzt hatte, wusste ich, warum Omi Solingen, die mich wirklich sehr geliebt hat, mir trotz meines Bettelns kein Rübstiel gekocht hat. Und ich hatte ein Rübstiel, bei dem ich die Blätter dranlassen konnte. Bei den alten Sorten sind die Blätter zu hart und die Putzerei ist noch mal um einiges aufwändiger.

Das war der Moment, als ich so richtig die Lust verloren hab.
Ich hab Foto-Pause gemacht, danach gings dann wieder. Einigermaßen. Es half, dass ich Hunger hatte, und der Oger auch. Also, der half nicht beim Kochen, der hatte auch Hunger. =)

Schließlich war alles im Topf und mir wurde klar, dass ich viel zu viel Gemüsebrühe genommen hab.


Oh grässlich! Viel zu matschig! Das ist Rübstielsuppe. =(

Naja, das war mein allererster Versuch, und ich hab leider keine weiteren Vorräte, ums das nächste Mal besser zu machen.
Und was soll ich sagen – es war bisschen matschig, und es war KÖSTLICH!

Eya.

War das jetzt einen Blogbeitrag wert?

Doch, ja. In Memoriam Omi Solingen. ❤  


MJAM