Borretsch

Dankesammlung

Vor fast zwei Monaten habe ich angefangen, zu dokumentieren, wofür ich jeden Tag dankbar bin. Das wollte ich urspünglich nur im Mai machen, es hat sich auf den Juni ausgeweitet, und weils so eine schöne Eigendynamik entwickelt hat, mache ich damit bis auf Weiteres weiter. =)

Neuerdings gibt es pro Tag auch ein Gedicht ~ ein Gelöbnis, das ich fast immer bereue, wenns ans Beitragsschreiben geht. Ich helfe mir oft, indem ich außerordentlich dämliche Gedichte schreibe. So lasse ich auch die geneigte LeserInnenschaft an meinen Qualen teilhaben. Warum soll nur ich leiden?

Weil ich mir neuerding jeden zweiten Tag computerfrei nehme (Meine beste Idee des ersten Halbjahres 2017!), wird es zukünftigt mindestens für zwei Tage Dankesammlungen pro Beitrag geben. Manchmal vielleicht auch mehr. Außer heute.

Die Dankesammlungen seit Mai findet ihr hier: DANKESAMMLUNG

Oke… dann also bis später.
Ach, noch ein Blumenbild! Borretsch auf der Dachterasse, heute vormittag.

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12. Juni 2017, Montag ~ Dankesammlung

Vormittags wars schon so schön. Das Licht in der Wohnung, darin die bunten Flecken der Glaskristalle, die wir überall aufgehängt haben. Das  Gewucher auf der Dachterasse erfreut mich jeden Tag, und immer wieder kommen neue Überraschungen. Heute hab ich Borretsch entdeckt! ❤

Sorry, ich konnte nicht widerstehen und hab mal wieder so ne beknackte gif gemacht. =)


Go, Borretsch, GO!

Dann die wunderbare Schwüle. Ich mag das. Ich habe Räucherstäbchen angezündet, und als ich aus der Küche ins Wohnzimmer guckte, sah ich — hier ist was mit dem Licht, an diesem Ort. ❤


Kleiner ZauberRauchDrache. ❤

 

Am frühen Nachmittag sind wir nach Mannheim gefahren, um ein paar Dinge zu erledigen. Unter anderem das: Der Gefährte hat sich ein schönes Fahrrad gekauft, wofür auch ich sehr dankbar bin, weil er jetzt nicht mehr meins nehmen muss.

Auch dankbar bin ich, dass das so schnell ging. Ich hatte schon befürchtet, dass Wochen des Abwägens, Vergleichens, Rumrechnens und Bestes Angebot Suchens auf mich zukommen. Nee. Rein in den Laden, gesehen, gekauft. So wie ich vor gut nem Jahr (war auch derselbe Laden). Wunderbar! ❤

Morgen laufen wir nach MA, bzw. ich werd auf meinem Rad neben ihm herrollen, um sein neues Rad abzuholen. Dann fahren wir zum Wochenmarkt, dann trudeln wir noch bisschen rum. Möge das Wetter morgen so schön sein wie heute!

Es war schön in Mannheim. Warm, bunt, und heute roch die Stadt wieder nach Schokolade. ❤ Ist ja immer noch home turf für uns. Wir haben jetzt zwei Städte als Zuhause. ❤

Der Wind ist sehr wild heute. Die Sonne brutzelte, das gelbe warme Licht brachte alles in Klarheit und Weite zum Leuchten. Am Neckar ließ jemand einen Drachen steigen.

 

Heute sind Drachen in der Luft
am Fluss und zwischen Räumen
Sylphenwolken, Schokoduft
wilder Wind in Straßen und Bäumen

Schirme leuchten, Blumen vibrieren
Katzen kratzen an Scheiben.
Der Mandelkäse ist nur was zum Schmieren
und ich werd ihn mir trotzdem einverleiben.

Spiritueller Alltag

Das wird noch eine eigene Kategorie, der SPIRTUELLE ALLTAG, ich seh’s kommen. Ich spiel gern mit sowas rum, Namen, Kapitelüberschriften, Themenfäden, Wegweiser – das gibt Labyrinthe ~ auch wenn sie manchmal wie Irrgärten wirken.
Ich liebe auch die tags, und dass sie hier in verschiedenen Größen auftauchen. Da seh ich mit der Zeit, was mich so beschäftigt.
← Das hier ist schon älter, und vom Vetchblog;  ein paar der Themen sind hier auch öfter dabei.

Der Mondwechsel diesmal war sehr deutlich. Vor dem Vollmond war ich richtig beseelt, leicht euphorisch, heilsam unterwegs. Viele schöne Dinge sind in Bewegung gekommen, vor dem Vollmond.
Nach dem Vollmond jetzt bin ich müde, melancholisch und immer noch heilsam unterwegs. Die Dinge sind in Bewegung und ich fließe mit.
Vor dem Vollmond war noch Spätsommer, seit dem Vollmond haben wir FrühHerbst.

Ich habe seit langer Zeit mal wieder gefröstelt, nach der Hitze ein köstlicher Luxus.
Auch den Wind, die Wolken, den Regen, das graukühle Licht, fahlgelbe Sonnenflecken – diese Stimmung draußen genießen wir sehr.

Und MÜDE bin ich. So erschöpft, so matschig, dass ich mich frage, ob ich krank bin.

Ich geh demnächst zum Arzt, und außerdem habe ich den Verdacht, dass das was mit meinem Chiron-Return im 2. Haus zu tun hat.
Ich habe in dem Zusamenhang seit paar Tagen die Überzeugung, Eingebung, den Drang, bekomme Hinweise, was für mein Basis-Chakra zu tun. Ich hab den Verdacht, das ist verklebt, geradezu festbetoniert. Ich habe im Netz dazu recherchiert und noch im Heilerforum dazu gefragt und reichlich Tips bekommen.
Ich verwende Granatapfelöl, was mir sehr gut tut.
Ich halte beim abendlichen Sitzen die Hände eine Viertelstunde im passenden Mudra und singe LAM.
Ich habe beim Sitzen am Computer beide Fußsohlen auf dem Boden. OH, das fällt mir schwer, ich saß vordem immer im Schneidersitz aufm Stuhl – auch ein Symptom.
Und ich glaube, ich sollte DRINGEND wieder Tai Chi machen… glaub ich… demnächst

Am Sonntag bekomme ich von einer Webfreundin eine Ferndiagnose und -behandlung. Bin gespannt, was dabei rauskommt.

Es fühlt sich alles im Fluss und sehr stimmig an. Und es gibt zu tun. Zu Heilen – Schritt für Schritt, immer was geht. Keine Pausen, und immer das, was geht. Nicht mehr. Nicht weniger.

Auch die Melancholie, die der Gefährte und ich auch so ungefähr seit dem Vollmond spüren, hat ihren angemessenen Raum. Diese Traurigkeit passt zum Herbst. Wir nehmen sie nicht so ernst, bzw. wir nehmen sie an und grämen uns nicht weiter darum.

Wir haben viele schöne Momente.


Borretschblüten aus dem Urbanen Garten und Herbstblüten auf der Mittelstraße.


Und Schnusel ist immer noch da. Das Foto ist von heute.

Beim Kein-Obst-vor-12h-Essen habe ich einen Denkfehler gemacht. Ich dachte, da es um 12h Sonnenstand geht, bedeutet das während der Sommerzeit bis 11h. Echt erstaunlich, wie schwierig diese schlichten Zeitumstellungs-Rechnungen zu sein scheinen! Während der Sommerzeit gilt natürlich Bis 13h nur Obst essen.
Da habe ich also die ganze Zeit zwei Stunden zu früh mit dem Nur-Obst-Essen aufgehört. Heute hab ichs endlich gemerkt und es richtig gemacht, und das ging gut. Also weiter.

Das Keinen-Zucker-Essen funktioniert sehr gut, da bin ich froh und dankbar.
Zucker ist böööse!

Trotzdem essen wir natürlich jeden Tag Eis. Ich hab eine neue Sorte gefunden: Ingwer-Zitrone. Das ist wundervoll, so leicht brausig. Mit Ingwerpulver und abgeriebener Zitronenschale.

Was ich nicht mehr jeden Tag mache, das ist mir über die heißen Tage abhanden gekommen: Goldene Milch. Das wird wieder eingeführt, im Rahmen der Guten Disziplin. Heute nicht mehr, schon zu spät. Heute nur noch Sitzen und dann ab ins Bett.

Jooo. Das war wieder so ein Schwafel-Beitrag. Irnzwie wars mir wichtig, über den Energieumschwung zu schreiben, den ich spüre. Der Teil des größeren Stroms ist. Wie’s gestern im Kessel & Kerze Blog Vollmond, Kräuter, Heilsteine & Balance | Kessel & Kerze geschrieben stand:

Der Vollmond vergangenen Freitag war einfach atemberaubend schön! Die ganze vorangegangene Woche kam mir vor wie eine Welle, die ihren Höhepunkt an eben diesem Freitag erreicht hatte und nun so langsam wieder abebbt. Die perfekte Welle

Eine Welle im Fluss. Und nu weiterfließen.

Neues aus dem Garten

Gestern gabs Kochen im Garten und wir lernten paar unserer MitgärtnerInnen kennen. Genau wie wir erwartet haben wars ein richtig schöner Nachmittag und Abend.

Demnächst, wenn die krasse Hitze gebrochen ist, werden wir Rübstiel und Mairübchen sähen — das geht alles im Herbst noch.
Mairübchen hab ich erst dieses Jahr für uns entdeckt – köstlich!
Rübstielsamen habe ich zu meiner großen Freude im Baumarkt gefunden.
Rübstiel kenne ich aus der Zeit als ich noch richtig klein war und das mein allerliebstes Lieblingsessen war. Nur meine Omi Solingen hat das je gekocht, und auch nur selten, weil das so ne Arbeit war. Ich weiß auch das Rezept nicht — ich werde eins finden. Vegetarisch.

Ich hab schon nach Rezepten im Netz geguckt, und dabei habe ich was rausgefunden: Rübstiel und Mairübchen sind dasselbe. Da war ich ma wieder baff. Rübstiel ensteht, wenn der Bauer die Mairübchen zu dicht säht. Dann gibts keine Rübchen, sondern nur viele dünnen Rübenstiele. Ist irnzwie logisch, und doch hats mich echt umgehaun, besonders, weil ich nun zwei verschiedene Samentütchen habe, einmal Rübstiel, einmal Mairübchen. Aus Feez sollte ich das Rübstiel sehr vereinzelt sähen und die Mairübchen ganz eng und dann mal gucken, was wächst.

Echt… Faszination Gartenplänet… oder so… Jedenfalls zeigt das , dass ich zu viel am Computer hocke. Der Garten ist ein Segen.

Der Endiviensalat muss dann auch noch verzogen werden (heißt das nicht so?). Lady of the Dan hat per Mail bestätigt, was ich auch vermutete, aber der Oger wollt ja nicht auf mich hören… Der steht jedenfalls zu eng. Und der Feldsalat und der Rucola, den wir gesäht haben, der wirds auch viel zu eng haben, falls da überhaupt was kommt. Wir waren so motiviert, und es war ja so heiß, also haben wir viel gegossen.
Echt viel gegossen.
Vielleicht wächst uns demnächst das Swamp Thing im Beet, könnt schon sein, wenn ich bedenke, wieviel Moos wir da aus dem Boden geholt haben. Viel, aber nur einen Bruchteil von dem, was noch drin ist… in dem Sumpf.

Dann wollte ich stolz Fotos vom Borretsch zeigen, den wir vom Gefährten seiner Ma mitgenommen und hoffnungsvoll in den Boden gerammt haben. Er welkte da paar Tage vor sich hin, ganz am oberen Beetesrand – ich hab versucht, ihn per Gimp bisschen sichtbarer zu machen…

… und dann war er plötzlich weg. Jemand hat ihn rausgerissen, und das hat mich ne kleine Weile richtig verstört.

Wir haben auch nen Verdacht. Unser einer Beetnachbar hat bestimmte Vorstellungen davon, wie breit und lang unser Beet zu sein hat. Ist’n alter Herr, ich will da nicht weiter drauf eingehen. Wenn ich ihn sehe, werde ich ihn fragen, ob ers war, und wenn er ja sagt, werde ich ihm freundlich aber sehr SEHR bestimmt klarmachen, dass er NIE WIEDER irgendwas bei uns im Beet anzufassen hat. Wenn ihn was stört, soll ers mit uns besprechen.
Wenn er nein sagt, will ich die Sache vergessen.
Der Borretsch war sehr welk, aber ich hab ihn GEMOCHT. Und die eine Pflanze hätts geschafft, bin ich sicher.

Naja, eine sehr nette Mitgärtnerin hat mir erlaubt, mich an ihrem Borretsch zu bedienen (ich möcht eh nur paar Blüten).

Trotzdem hat mich das sehr gebeutelt, dass sowas passiert, weil wir ja doch Illusionen von Friede, Freude, Eierkuchen, Community, Gemeinschaft, Love, Flowerpower und so gehegt haben.
Nachdem der Borretsch weg war, war mein zweiter Impuls: Das wird sofort dem Gartenchef gemeldet! Der Übeltäter muss an den Pranger und streng bestraft werden und-
Wir ham da überhaupt keinen Gartenchef. Aber ich habe schmerzvoll begriffen, wie es dazu kam, dass deutsche Schrebergärten zu dem Regeln-Missgunst-Blockwarthorror wurden, der sie heute viel zu oft sind.
(Was mein erster Impuls war, das möchte ich hier gar nicht hinschreiben…)

Naja, ich habe mich wieder beruhigt, sowas passiert halt in der nicht-ganz-so-perfekten-Welt, an die ich mich seit weit über 40 Jahren versuche zu gewöhnen –
Ich habs wirklich gut, wenn ich bedenke, was sonst noch alles passiert in der Welt. Wir saßen gestern mit sehr netten Leuten in der lauen Sommernacht im Garten, aßen köstlichen Curry, dort gewachsen (bis auf die Kokosmilch) und gekocht, ich hab dann noch Teelichter geholt und immerhin ein Foto gemacht vom Salbei-vor-Teelicht.

Und ein Foto von tagsüber, Hummel auf Sonnenblume.

Ich MAG Hummeln. Und Sonnenblumen. Und dass wir jetzt nen Garten haben.