Carol K. Anthony

Bescheidenheit

Oh, der Text ist LANG. Vielleicht sollte ich ihn aufteilen. Jetzt bin ich erst mal froh, dass ich ihn geschrieben habe, es war mir wichtig. Wer direkt zur Bedeutung von BESCHEIDENHEIT möchte, klicke auf das Hexagramm. Da ist der Text dann immer noch lang.

Ich lass mich zur Zeit von so viel Input durchfluten (die ganzen Links jetzt nur zur Info, falls wer Interesse hat. Keine Aufforderung, sich auch so zu verwuseln, wie ich das grad tu.)Friedrich, Neil Kramer, Viktor Frankl, Alan Moore, Robert Anton Wilson, mein Lieblings I Ging Buch sind Spitzen, die rausragen aus der fruchtbaren Flut.

Dabei entdecke ich wieder einmal etwas, das ich doch schon lange weiß und aus Mangel an Disziplin immer wieder ‚vergessen‘ habe:

Je mehr ich aus der kollektiven Trance aussteige und dem folge, was mein Selbst will, desto reicher wird mein Leben an Magie und Synchronizitäten.
Die Dinge fügen sich. Die Welt wird besser. Wirklich.

Ein ganz entscheidender, befreiender Input, der mir zufiel, ist ein I Ging Orakel, das ich kurz nach dem Guide-Reading (s.o., „Friedrich“) erhalten habe. Anlass, das I Ging zu befragen, war echte Not, weil ich mal wieder einen blöden, ekligen Krach mit meinem Schnusel hatte. Davon hatten wir vor allem letzten Sommer reichlich, so reichlich, dass wir uns fast getrennt hätten. Fast. War auch sehr heilsam, dieser Gang durchs Labyrinth…
Danach sind diese Streits selten geworden, und doch: immer mal wieder haben wir uns im Muster verstrickt. Das Schlimmste dabei war die Hilflosigkeit – wir haben so viel versucht, und nichts hat funktioniert. Schließlich habe ich kapituliert, so wie ichs in den A-Gruppen gelernt habe. Ich weiß nicht, wie ich diese Streits, dieses Eskalieren verhindern kann.

Das war schon mal ganz gut; das hat viel Gestrampel erspart, wir haben zumindest nicht mehr ewig lang diskutiert. Aber wir haben uns trotzdem immer mal wieder eklig gestritten, und jedesmal wuchs unsere Angst, dass wir auf Dauer nicht zusammen bleiben können.

Jo, und als wir dann kurz nach dem tollen, heilsamen Reading wieder so einen miesen Krach hatten, da war ich extrem frustriert und unglücklich, und ich habe in ehrlicher, tiefer Not das I Ging befragt.

Nu ist das so, dass ich oft mit den Texten in meinem I Ging Buch nichts anfangen kann. Oft denk ich „Hä?“ oder „Jajaja, nicht mein Problem…“ — es passt halt nicht immer. So ist das mit Orakeln. In meiner Welt kommen sie nicht dann, wenn ich mirs einbilde, sondern wenn ich sie brauche. Und es ist auch nicht immer das I Ging. Es kann sonstwas sein, Tarot, meine eigenen MA OK Karten, ein Satz aus einem Buch, Film, Lied, Grafitti – wie das halt so ist, mit Orakeln.

Diesmal wars das I Ging durch mein I Ging Buch. Es war, als hätte Friedrich noch was zu sagen gehabt, so nahtlos hat es zu der Information aus dem Reading gepasst. Ich bekam weitere Information und praktische Übungsanleitungen zum ‚Jemand sein müssen‘, zur Inneren Wahrheit und zur zivilisatorischen Trance. Friedrich nennt das „Zeitgeist“, im I Ging Buch nennen sie’s „kollektives Ego“. (Es hat so vielen Namen… Legion. Neil Kramer z.B. nennt es „Standart-Realitätstunnel„.)

Ich bekam Antwort, ich fühle mich gesehen und gehalten. Meine akute Not wurde durch das Orakel gelindert mit konkreten Tips, was ich tun kann, wenn mein Ego mit dem Ego eines anderen Menschen in Konflikt gerät.
Ich bin mal wieder sehr wirklich froh und dankbar

Jo, und weil ich finde, dass da viel dabei ist, aus dem auch die geneigte LeserInnenschaft was Heilsames ziehen kann, werd ich das Orakel jetzt in eigenen Worten zusammenfassen.

Ich erhielt die BESCHEIDENHEIT unbewegt. Den ‚offiziellen‘ Text könnt ihr hier nachlesen; mein I Ging Buch erklärt das Hexagramm so:

Bescheidenheit ist eine der drei grundlegenden kosmischen Tugenden. Die andern beiden sind Gleichwertigkeit und Einzigartigkeit. Sie verleihen jedem Aspekt des Kosmos seine Würde. Wie schön!

Da wir alle einzigartig sind, gibt es überhaupt keinen Grund, zu vergleichen und zu bewerten. Darum kann ich, wenn ich mir diese drei Tugenden bewusst mache, ganz wunderbar und gelassen Bescheidenheit üben. Ich – so wie alles andere auch – bin einzigartig. Wir sind nicht alle gleich, oh nein. Wir sind allerdings alle gleichwertig. Darum kann ich das ganze Vergleichen und Bewerten und vor allem auch das Mich-selbst-Abwerten aufhören.
Ich muss nichts Besonderes in der Welt leisten, ich muss niemand sein oder werden. Meine Würde muss ich mir nicht verdienen, denn ich habe sie.
Wie schön!

Bescheidenheit bedeutet, mir der Einzigartigkeit meiner persönlichen Gaben und der damit einher­gehenden Verantwortung gegenüber dem kosmischen Ganzen bewusst zu sein.

Dann wird erklärt, dass Bescheidenheit mit dem „gesunden Menschenverstand“ verknüpft ist. Ich mag den Begriff „gesunder Menschenverstand“ nicht so. Ich würds vielleicht Intuition nennen. Oder Gewissen. Ist ja wurst, sind nur Worte, nur Finger, die auf den Mond zeigen.

Dieser gesunde Menschenverstand jedenfalls hat die Aufgabe, alle Sinneswahrnehmungen – die äußeren und die inneren – abzugleichen. Und dann weiß mein gesunder Menschenverstand genau, was wahr und was unwahr ist.
Ich denk grad, das ist so ziemlich das, was ich meinen BullShit Detektor (BSD) nenne. Der gesunde Menschenverstand/BSD weiß so genau, was wahr ist und was nicht, weil er im Einklang mit meiner Inneren Wahrheit ist, und die Innere Wahrheit ist im Einklang mit der kosmischen Harmonie.

Das sind auch alles Worte. Was uns da gesagt wird, ist etwas, von dem ich tatsächlich – genau wie beschrieben – weiß, dass es wahr ist: Es gibt eine Instanz in uns, die weiß, was wahr und was heilsam ist. BSD, Gewissen, gesunder Menschenverstand, Intuition – wie auch immer wirs nennen wollen.

Dieses Wissen braucht keine Begründung.
Ahh, wie GUT, das zu lesen. Das weiß ich natürlich auch, doch wie oft hab ichs vergessen oder mich anders überzeugen lassen. Noch mal: Dieses Wissen braucht keine Begründung.

Mit „innerer Wahrheit“ ist hier gemeint: Jede Körperzelle hat ein Gedächtnis, wie sich die kosmische Harmonie anfühlt. Auf diesem Gedächtnis basiert mein natürliches „Hardware-Programm“, das völlig ausreichend ist für die Orientierung der Persönlichkeit in der Welt.

Die Unterscheidungen, die der gesunde Menschenverstand trifft, bedürfen keiner Begründungen, um ihre Gültigkeit zu beweisen.

Ich soll also üben, die Gefühle, die von meiner inneren Wahrheit kommen, als gültig anzuerkennen. (Da kommt bei mir die Disziplin ins Spiel.)

Für Ungeübte, zu denen ich und wahrscheinlich viele von uns zählen, bedeutet das zunächst, dass wir uns alles, was sich unharmonisch anfühlt, vollständig ins Bewusstsein bringen.

Das ist wirklich wichtig, und ich stelle fest, dass die MondMedis da ne gute Übung für sind. Sich bewusst machen, was IST.
Beim Üben von Bescheidenheit immer dann, wenn sich etwas unharmonisch anfühlt. Dazu gehört, zunächst mal zu MERKEN, dass sich für uns grad was unharmonisch anfühlt. Das passiert nämlich oft am Tag, und wir haben fleißig geübt, das auszublenden und zu verdrängen. Das haben wir sehr diszipliniert lernen müssen. Ab jetzt üben wir das Gegenteil: MERKEN, wenn sich was unharmonisch anfühlt und sich dann bewusst machen, was genau es ist.

Manchmal ist es unser Ego, das sich beleidigt fühlt, manchmal hat jemand wirklich unsere Grenzen verletzt, oft müssen wir Dinge tun, die wir nicht tun wollen, können nicht über unsere Zeit verfügen, Dinge machen uns Angst – es gibt viele, viele Anlässe.
Sich das bewusst machen, anerkennen, dass es so ist, uns selber sagen: Ich seh mich, ich sehe, dass da was nicht gut läuft – allein das hat schon heilsame Wirkung. Das weiß ich inzwischen aus Erfahrung.
Wie schön!

Und dann sagen wir das innere NEIN zu dem, was uns quält. Wenns das Ego ist, sagen wirs dem Ego. Wenns das Ego eines andern Menschen ist, sagen wirs dem. Wenns die Umstände sind, sagen wirs denen. NEIN.

Das Innere Nein würde spontan erfolgen, wenn wir nicht konditioniert wären, unsere  Gefühle herabzusetzen. Die Reifung unseres wahren Selbst erfordert daher, dass wir lernen, das Innere Nein zu sagen, um die eigene Würde zu wahren. Solange noch ein Rest von Konditionierung vorhanden ist, müssen wir das Innere Nein bewusst erinnern und praktizieren.

Wenn wir auf unsere Gefühle eingestimmt sind, steigt das Innere Nein spontan von innen auf und ist als feste Stimme hörbar.
Von diesem NEIN in Aktion, mit wunderbar erfolgreicher Wirkung, habe ich zwei Beiträge zuvor berichtet. Sophie0816 hat darauf in einem Kommentar erzählt, dass sie erst mal ein JA braucht – das finde ich sehr interessant und wichtig. Bitte hier nachlesen: Das Loch der Verzweiflung – Kommentar


Dann gehts in dem Text konkret darum, das Innere NEIN zum Ego eines andern Menschen zu sagen. Wenn wir das nicht tun, steht da, dann ist das ein Zeichen dafür, dass unser eigenes Ego aktiv geworden ist.

Das kann ich nur bestätigen. Ich übe seitdem, und das hat zur Folge, dass ich, statt hochzugehen und zu streiten, erst mal innehalte und mir klar mache, was genau mich da grad hochgehen lässt. Dann sage ich NEIN dazu – im Innern.
Manchmal ist es dann gut.
Oft hat mein Ärger nichts mit dem zu tun, was mein Gegenüber gesagt hat, sondern kommt daher, dass mein Ego was falsch verstanden hat und alte Muster und Wunden und Verletzlichkeiten angetriggert wurden. Das ist dann ganz allein meine Sache, und sobald ich das klar sehe, ist mein Zorn verraucht.

Ab und zu ist das nicht so. Ab und zu werde ich wirklich ungerechtfertigter Weise blöd angemacht. Wenn ich mir das bewusst mache und das Innere NEIN dazu sage, dann finde ich danach auch die passenden Worte und den passenden Zeitpunkt. Es fügt sich.
Ich habe mehrmals schon ruhig und klar gesagt, was zu sagen ist, und auch das hatte wunderbare, heilsame Wirkung.

Mein Schnusel und ich haben, seit dem ich dieses Orakel erhalten habe und davon gelernt habe und übe, nicht mehr eklig gestritten, I kid you not.

Manchmal gibt es keine Möglichkeit, etwas zu sagen oder zu ändern, und es bleibt beim inneren NEIN zu den ekelhaften Umständen. Auch dann können sich Dinge ganz unerwartet heilsam fügen.
Das Schönste, das im Text steht, ist das Versprechen, dass uns geholfen wird, wenn wir üben. Wir können um Hilfe bitten, und wir bekommen Hilfe.
Auch das kann ich bestätigen. Magie und Synchronizitäten.  ❤
Im Buch werden da die "kosmischen Helfer" beschrieben. Z.B. die Helfer der Transformation, von denen der gesunde Menschenverstand einer ist.
Die Autorinnen legen großen Wert darauf, nicht zu beten und nicht zu betteln und sich nicht an Engel oder andere 'höhere' Wesen zu wenden. "Magie" mögen sie auch nicht. Nur den "Weisen", der zu uns durch das I Ging spricht, und die kosmischen Helfer sollen wir um Hilfe bitten.
Da den Ladies das wichtig ist, geb ich es hier so wieder;  ich selbst seh das nicht so eng. Ich bin absolut überzeugt, dass sie recht haben, wenn sie sagen, wir sollen nicht betteln, und dass wir nicht versuchen sollen, Deals abzuschließen ("Lieber Gott, mach… dann werd ich auch…„) Sie sagen, dann zieht der Weise sich zurück. Die Hilfe kommt bedingungslos, wenn wir darum bitten und aufrichtig unserer Inneren Wahrheit folgen. Welcher Art die Hilfe ist, das wissen wir vorher nicht. Vielleicht ist es was ganz Kleines, Subtiles. Und verlassen können wir uns auch nicht darauf. Was wir können, ist bitten, unser Selbst stärken und Vertrauen üben.

Ob wir den Kräften, die wir um Hilfe bitten, einen Namen geben, welchen Namen, welche Gestalt, das halte ich persönlich für nicht so wichtig. Ich glaub nicht, dass der „Weise“ sich zurückzieht, wenn wir ihn als „Gott“ begreifen oder die Helfer der Transformation „Engel“ oder „Guides“ nennen.
Neh, Friedrich?      

Wir können um Hilfe bitten, und wir bekommen Hilfe – JA. Magie und Synchronizitäten.  ❤ Wie schön!

Und DANN, dann ist der Text zum Hexagramm immer noch nicht zu ende. Es kommt noch was richtig Wichtiges.

Der Gebrauch des Wortes „der Edle“ im Urteilsspruch kommt aus der konfuzianischen Lehre und der darin vertretenen Ansicht, man müsse Bescheidenheit – als Merkmal des kultivierten Menschen – durch Charakterbildung erwerben.
Doch widerspricht die bloße Idee, ein „Edler“ werden zu wollen, der wahren Bedeutung von Bescheidenheit.

Es folgt eine wortreiche, heilsame Abhandlung zum Thema Selbstbilder.

Wenn ich danach strebe, ein „Edler“ werden zu wollen, habe ich bereits die Verbindung mit meiner angeborenen, natürlichen Bescheidenheit verloren.
Außerdem: Wenn ich mich „Edler“ nenne, belege ich mich mit falschen Zuschreibungen, die mich zwingen, eine ganze Liste abstrakter Tugenden hochzuhalten, die das kollektive Ego [der Zeitgeist] mit dieser Bezeichnung verbindet.
Indem das kollektive Ego  behauptet, meine Tugenden seien nicht Teil meiner wahren Natur und müssten daher erst kultiviert werden, eignet es sich meine natürliche Bescheidenheit an.
Die Zweifel an der Vollkommenheit unserer wahren Natur wurde uns als Kleinkind als vorbereitender Schritt auf unsere weitere Kondi­tionierung eingeimpft.

Ohhh, das läuft mir gut rein. Auch hier weiß ich, das es wahr ist, und dass ich nun mit Freude und sehr diszipliniert übe, mich daran zu erinnern, wenns mir die Realität mal wieder anders verzapfen will.
Friedrich hat mir genau das Gleiche gesagt.
Ich brauch z. B. keinen Beruf.
Ich hab ein Mantra in allen meinen alten Reinschreibbüchern: I gotta put a name to my trade – ich muss meinem Beruf einen Namen geben. Gosh, hat mich das gequält, viele Jahre lang, denn ich hab nichts gefunden, bis heute nicht.
Inzwischen hab ich ein neues Mantra in meinem aktuellen Buch: My trade don’t need a name, coz I don’t need a trade.
IST das schön! Da das jetzt geklärt ist, kann ich in Ruhe machen, was ich will, im Einklang mit der Wirklichkeit. Das heißt nicht, dass ich nichts tu. Ich tu ne Menge, und ich bekomme auch angemessene Gegenleistungen dafür. Nur hats keinen ‚offiziellen‘ Namen.

Da das kollektive Ego kosmische Hilfe niemals ersetzen kann, rät es dem Einzelnen, „bescheiden“ in seinen Ansprüchen und in seinem Auftreten zu sein. Ohne dies offen auszusprechen, definiert es Bescheiden­heit („die höchste aller Tugenden“) als „selbstlose Akzeptanz von Armut und Ungerechtigkeit“.
[Ja genau! (…)]
Da es die Institutionen des kollektiven Egos sind, die den Einzelnen seine Tugenden gelehrt haben, glaubt dieser, er verdanke ihnen „alles, was er ist“; die Folge sind starke Gefühle von Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit ist mit Schuldgefühlen verbunden, die immer dann aktiviert werden, wenn der Betreffende den Versuch unternimmt, sich aus dem Gefängnis der totalen Kontrolle zu befreien.

Puh, ich würde diesen Teil des Textes am liebsten vollständig zitieren, aber ich habe wahrscheinlich jetzt schon das Copyright verletzt. Zu meiner Entschuldigung kann ich anbringen, dass ich hier Werbung für das Buch mache und dass es, finde ich, wichtig ist, die Erkenntnisse, die in dem Text geteilt werden, weiter zu verbreiten.

Wahre Bescheidenheit ist die Abwesenheit aller Selbstbilder.

Alle Zitate aus:
I Ging – Das Kosmische Orakel
von Carol K. Anthony und Hanna Moog, 2004, AT Verlag Baden/Schweiz.
808 Seiten, Hardcover. ISBN 978-3-86533-016-1

Traum

Den Traum hatte ich gestern Morgen, da hatte ich keine Schule und bin nicht grad früh ausm Bett gekommen. Der Wecker ging zwar, weil ich mich daran gewöhnen möchte, jeden Tag wieder früher aufzustehen, aber ich hab dann noch mal kurz die Augen zugemacht, und als ich sie wieder aufschlug, wars halb 10. Oje X)

Den Traum hatte ich zwischen Weckerklingeln und Aufwachen, in dieser leichten Schlafphase, wo wir oft und viel träumen und uns meist auch gut daran erinnern können.

Der Traum war ganz kurz, nur eine Szene. Voll mit Emotionen, die ich sofort erkannte als das, was mir immer wieder durch den Leib fährt, wenn ich z.B. Nachrichten gucke oder auch nur so über die Auswirkungen unserer Zivilisation nachdenke.

In dem Traum lag ein männliches Kind am Boden, ein Kind an der Schwelle zum Jugendlichen. Zusammengekrümmt. Um den Jungen herum standen Soldaten mit Waffen, sehr modern, mit diesen runden Helmen, wie die halt so aussehen. Sie waren mächtig und gewalttätig, und er war ohnmächtig, ihnen ausgeliefert, er litt.
Mein Impuls war, den Jungen zu retten. Es war mein Traum, da kann ich sowas machen. Ich holte ihn weg.
Aber ich war darüber nicht froh, es war nichts besser. Es war klar, dass die Soldaten und andere Soldaten diesen Jungen wieder einfangen werden, und auch andere Menschen. Ich hatte den Jungen aus dieser einen schlimmen Situation gerettet, aber nichts war wirklich anders dadurch. Ich war nicht froh.

Dann hab ich was anderes gemacht, etwas, worüber ich in dem I Ging Buch gelesen habe, von dem ich zur Zeit so viel erzähle. Das, was ich da lerne, ist jetzt bis in meine Träume gesickert; ich finde das gut.
Denn:
Ich hab mich nicht der Traurigkeit und Angst ergeben, die ich immer noch spürte, weil ich nicht wirklich hatte helfen können, sondern ich hab etwas Neues versucht. Ich hab mich an die Soldaten gewandt, das heißt, an etwas in ihnen, das erreichbar ist für solche Anliegen. An „den Weisen, der jedem von uns zur Seite steht“ – so sinngemäß steht es in dem Buch. An die Instanz, die uns zur Heilung verhilft (ich glaub, ich würde das Inneres Wesen nennen), die mit der Quelle / dem Kosmos in Verbindung ist. Ich habe mich an die Soldaten gewandt und NEIN zu ihrem grausamen, unheilsamen Handeln gesagt. (So wirds im Buch empfohlen 🙂 )
Achja, und dann hab ich, auch nach Anleitung, die Helfer der Transformation gebeten, uns allen zu helfen, heiler zu werden.

Jaja, das liest sich grässlich esoschwebbsich. Aber:

Dann ging es mir sofort besser und der Traum war vorbei.

Mir ging es auf eine so tiefe, im Leib gespürte Weise besser, dass mich das immer noch froh macht, wenn ich mich daran erinnere. Weswegen ich das jetzt auch aufgeschrieben habe, ums weiter zu geben.

Jo. Wollt ich erzählen.

Eigentlich hab ich nicht viel zu sagen…

…ich hab nur grad ne neue Software am Start, mit der ich jeden Editor von WP umgehe und direkt vom Desktop in den Blog poste, komplett mit Kategorien und Tags. Und das will ich jetzt ausprobieren. Nä, is dat TOLL! 

Natürlich hab ich doch was zu erzählen, ich hab mich ja heut mittag bei der HP-Schule angemeldet. Das war tatsächlich sehr erfreulich. Ich kann ab jetzt als Gasthörerin den Unterricht besuchen, paar Stunden sind noch vor den Weihnachtsferien. Nächste Woche Dienstag und Donnerstag geh ich also schon hin.

Dann habe ich erfahren, dass es während der Sommerferien eine Woche Symposium in München gibt. Nu ist München echt teuer, und noch mal teurer zur Tourie-Saison. Und das macht mir gar nix, denn meine Ma wohnt in München, und ich geh mal davon aus, dass sie sich freut, wenn ich sie nächstes Jahr im Sommer für ne Woche besuche. grins

Ich hab zu der Ausbildung gestern auch das I Ging befragt, und das war mal wieder eine lustige Erfahrung… Auf die Frage „Wie mache ich das Beste aus der Ausbildung und der kommenden Zeit?“ kam 17. Sui – Die Nachfolge und wandelte sich in 19. Lin – Die Annäherung.
Ich will da jetzt nicht lang drauf eingehen, bloß sagen, dass mir 19. nicht in den Kram gepasst hat, wg. des dazugehörigen Satzes „Kommt der achte Monat, so gibt’s Unheil.“

Jo, sowas macht mich pestig, ich will gefälligst positive Rückmeldung von meinen Orakeln! Frechheit!

Also gleich noch mal gefragt.
Es kam 7. Das Heer und wandelte sich in–
19. Die Annäherung.

Ach so ist das. Das I Ging ist stur. Stur kann ich auch. Noch mal gefragt.

Kam 19. Die Annäherung (wandelt sich nicht).

Oke. Aha. Na schön. Irnzwas wills mir sagen. Tu ich gut dran, das anzunehmen. Tu ich das also das einzig Passende, Naheliegende und Angemessene.
ICH FRAG NOCH MAL!

11. Der Friede wandelt sich in 19. Die Annäherung

Nä, is klar.
Ich verstehe, und ich verhalt mich jetzt weise, vernünftig, erwachsen und FRAG NOCH MAL!

4. Die Jugendtorheit wandelt sich in 64. Vor der Vollendung.
HAH! YÖH! Geht doch!

Der Spruch zur Jugendtorheit ist es wert, hier wiedergegeben zu werden:

Jugendtorheit hat Gelingen.
Nicht ich suche den jungen Toren,
der junge Tor sucht mich.
Beim ersten Orakel gebe ich Auskunft.
Fragt er zwei-, dreimal, so ist das Belästigung.
Wenn er belästigt, so gebe ich keine Auskunft.
Fördernd ist Beharrlichkeit.

Ich mag das I Ging so gern!

Ich hab mich dann wieder abgeregt und war auch angemessen zerknirscht, und dann hab ich in meinem neuen I Ging Buch nachgelesen. Die Warnung vor dem 8. Monat verstehe ich als Warnung davor, unmerklich wieder den Autopiloten übernehmen zu lassen. Und ich sehe auch die Warnung, dass ich durch das Einlassen auf einen neuen, öm, Bezugsrahmen (die Ausbildung) den Boden der Wirklichkeit vergessen könnte. Mein Ego übernimmt ja sowieso ständig, vgl. diese I Ging-Sitzung. Einige Posts vorher hatte ich noch gelobt, nicht mehr bestimmte Antworten zu erwarten, wenn ich ein Orakel befrage. Ja genau…

Ich hab noch andere Hexagramme bekommen, gestern. Ich wurde daran erinnert, diese Ausbildung durchaus ernst zu nehmen. Ich bin danach keine Dpl. Psych., sondern ’nur‘ HP Psych – trotzdem habe ich schon jetzt eine gute Basis, eine Neigung und auch eine Begabung für diesen Beruf. Drum will ich nun nicht nur abwiegeln, auch vor mir selber nicht, sondern die Form mit Inhalt füllen.


Bei Interesse:

 
 
 

64. Vor der Vollendung

 
 
 

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Nu, ganz zufrieden bin ich nicht mit Blogilo, aber in Kombination mit dem grässlichen neuen Editor ist es doch eine Verbesserung!

Jenseits von Bekämpfen oder Mitmachen

Und weiter gehts. Wieder ein Post, der als Kommentar zu einem von Sólveigs oft so inspirierenden Artikeln angefangen hat.

Gestern hat sie das hier gepostet:
the rest is silence… | Tales of an Urban Priestess
Da schwingen Themen drin, die nicht nur mich grad beschäftigen (vgl. die Kommentare zu Sólveigs Artikel).
Es geht u.A. um Bescheidenheit, um die Gradwanderung zwischen Mit-Teilen und Selbstdarstellung, und auch darum, wie wir heilsam wirken können, ohne den Status Quo zu füttern, in dem wir leiden.

Grad eben hab ich was gelesen, das nahtlos dazu passt:

Die Entfaltung der natürlichen sozialen Ordnung beginnt mit der Transformation des Einzelnen. Nichts wird von außen auferlegt und keine Anstrengung ist erforderlich, die bestehende Ordnung zu verändern. Es geht weder darum, eine neue Ordnung über die alte zu stülpen, noch darum, sich gegen die alte Ordnung aufzulehnen und sie zu stürzen. In dem Maße, wie die natürliche Ordnung spontan aus den Bemühungen einzelner Menschen entsteht, sich vom Ego zu befreien. wird die alte Ordnung allmählich von innen heraus transformiert; dies geschieht dadurch, dass die Betreffenden harmonisch miteinander und mit ihrer Umgebung umgehen. Dann werden die wahren Bedürfnisse der Menschen befriedigt und das Ganze, einschließlich der Natur, erfährt Mehrung.

Aus: Carol K. Anthony und Hanna Moog: I Ging – Das Kosmische Orakel

Manche könnten sich von Begriffen wie „Ego“ oder „Transformation“ etc. genervt fühlen. Bitte erkennt die Bedeutung hinter den Begriffen.

Die beiden Damen verwenden oft den Begriff „kollektives Ego“. Damit meinen sie etwas, das auch Mary Daly erkannt und als „foreground“ bezeichnet hat. Ich nenne es „Realität“. Idries Shah, wieder eine ganz andere spirituelle Richtung, erzählt Geschichten vom Exil (aus der Wirklichkeit in die Realität, oder, wie’s im I Ging Buch genannt wird: aus der Kosmischen Ordnung ins kollektive Ego). Er erzählt auch eine Geschichte von den Menschen, die alle wahnsinnig werden, weil das Trinkwasser sich verändert. Nur einer hat noch einen Vorrat vom gesunden Wasser, aber da er völlig isoliert unter lauter Irren leben muss, trinkt er schließlich auch das ’normale‘ Wasser und fällt in die kollektive Trance.

Es ist also eigentlich nichts Neues in dem I Ging Buch. Nur mal wieder neu formuliert, von zwei Ladies, die auf ihrem Weg mit dem I Ging zu diesen Schlüssen gekommen sind.

Wie der Mann in Idries Shah Geschichte, der das verseuchte Wasser trinkt, so geraten wir (also, auf jeden Fall ich!) immer wieder in die Fänge des individuellen und kollektiven Egos, verlaufen uns immer wieder in Realitätstunneln.

Indikatoren dafür sind eine innere Leere und Angst, nicht nur offen. Sie lauert auch unter und hinter allen Siegen und vielen ‚Erfolgen‘ (wir müssen ja doch sterben, der Siegestaumel vergeht, die nächste Niederlage droht, der Dieb kann kommen, man muss sich vorm Mangel schützen—)
Ich habe mich die letzten zwei Tage damit beschäftigt, I Ging-Hexagramme, die ich in der vergangenen schlimmen Depressions- und Pestphase geworfen habe, noch mal mit Hilfe des neugekauften Buches durchzugehen.
Dabei bekomme ich einen neuen Pestanfall nach dem andern. Ich verstehe vieles nicht, fühle mich unter Druck gesetzt, bekomme nicht die Antworten, die ich haben will–
Ich bin inzwischen sicher, dass mir da das dazwischenfunkt, was in dem Buch Ego genannt wird (ich habs oft als „Monster“ bezeichnet). Fazit: Üben. Wenn die Pest kommt: weg davon!

Das Gefühl in der Wirklichkeit eingebettet zu sein, das habe ich schon erlebt. Ich hab auch davon geschrieben, und kurz drauf bin ich wieder in der Realität verwirrt und verstrickt und am ARSCH. (Pardon my Klatchian.)

Ich glaube auch – das sag ich ja schon lange, und die Ladies im I Ging Buch sagen das auch: Das Monster/Ego strampelt, täuscht, droht, verführt. Es ist ein Parasit, der mich nicht freiwillig lassen wird. Eher tötet das Ego seinen Wirt als sich freiwillig aufzulösen.

Und wenn ich es bekämpfe, dann füttere ich es.

Also gibt es scheinbar (im Realitätstunnel) kein Entkommen.

In Wirklichkeit genügt ein klares inneres NEIN. Es genügt, um Hilfe zu bitten (z.B. „Den Weisen“).

Das will ich jetzt üben. Vor allem das innere NEIN will ich üben. Die schwarze Phase der letzten Zeit steckt mir noch in den Knochen und ich will mich nie mehr so vergessen.
(Lenk mich nicht ab, Ego!)

Hier und Jetzt, während ich mit dem Buch und dem Orakel arbeite, hadere und leide, und dann wieder Glück und Leben verspüre, merke ich immer wieder deutlich, wo der Weg langgeht. Der Weg ist da, wo keine Reibung ist. Zum Weg gehört auch, klar innerlich NEIN zu sagen zu Geboten des Egos.
Dass ein klares NEIN immer Reibung und Schuldgefühl erzeugt, das ist auch so ein Gebot der Realität. Es ist unwahr, wie ich selber deutlich merke.

Da wo ich hadere und leide, da ist die Realität, da tobt das Ego. Da weiter langzupressen, um Lösung und Klarheit zu finden, ist schlicht bescheuert.
Was tun?
Naja, das Naheliegende, Heilsame!
Ich mache dazu Übungen, z.B. welche aus dem I Ging Buch (z.B. inneres NEIN zu Geboten des individuellen und kollektiven Ego).

Achja, und um wieder auf den Anlass dieses Beitrags zu kommen. Ich werde üben, mich nicht mehr im Außen zu zerferzeln, andere und anderes anzuprangern und an der schlimmen Weltlage zu leiden. Durch Missionieren, Meckern und Bekämpfen gebe ich nur wieder Energie in den ungesunden Film und verzettel mich.
Drum hätte ich vielleicht besser, statt das hier zu schreiben, Übungen aus dem Buch gemacht… 😛
Das I Ging hat aber gesagt, ich soll bloggen. Da bin ich aber froh! Und wenn ich das I Ging wäre, würd ich Vetch jetzt nen Tritt in den Hintern verpassen, weil sie immer noch meint, sie braucht ne Erlaubnis von Außen/Oben, um das sein zu können, was sie ist und das machen zu dürfen, was sie macht.

Ich bin aber nicht das I Ging. Das I Ging tritt niemanden. Es rollt nicht mal mit den Augen.
Ich will auch das HEXIKON nach und nach heilsamer gestalten, indem ich die Aggression gegen das kollektive Ego rausnehme. (Das W-Wort bleibt also doch nicht… :P)
work in progress

Goldgelb

Getting out of a bad Place

Goldgelb ist heilsam für mich.

Ich wollt gestern darüber schreiben, was ich tu, um mich aus dem Loch zu holen. Und dann fügten sich die Dinge so, dass ich gestern sehr wenig für mich tun konnte, und darüber schreiben konnte ich schon gar nicht. Gestern war ein überaus unerfreulicher, zehrender, leidvoller Tag.
Das einzige, das ich gestern für mich tun konnte: Ich habe ein Buch abgeholt, das ich Montag kurzentschlossen in einer sehr netten Buchhandlung bestellt hatte.

Das Buch heißt „I Ging – Das kosmische Orakel“ von Carol K. Anthony und Hanna Moog. Carol K. Anthony durfte ich mal im Rahmen eines Seminares in der HAGIA kennenlernen. Das ist viele Jahre her, und sie hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Ich habe gestern Abend begonnen, mit dem Buch zu arbeiten, und ich finde es schon jetzt hilfreich und heilsam.

Ich bin ja keine Freundin von Frust-Konsum, ich glaube nicht, dass ein neues paar Schuhe gegen Depressionen hilft. Um eins dieser öden Frauen-Klischees zu bemühen. Es hilft auch nicht, bei jeder Downphase ein neues Eso-Buch zu kaufen.

Andererseits: Sich was Schönes schenken kann heilsame Wirkung haben. Ich bin in der Regel ziemlich geizig, das Buch war teuer, und ich fand, ich tu mir jetzt was Gutes, weil – naja, weil ich mirs wert bin. Das ist eine Form der Wertschätzung meiner Selbst.

Dazu kommt, dass es ein Buch ist, das mich dazu auffordert, heiler zu sein und mir Techniken dazu anbietet. Ein Wirkbuch, etwas zu TUN.

Denn das Heilsame ist genauso selbstverstärkend wie das Schlimme. Sobald ich mal angefangen habe, bisschen für mich zu sorgen, bekommt das eine Eigendynamik, die mich weiterträgt.

Montags hatte ich schon eine Reinigungsdusche zelebriert. Das war mir ein Bedürfnis, weil ich das Gefühl hatte, in meiner schwarzen Stimmung und Verzweiflung habe ich ‚in die falsche Richtung gerufen‘ (wie’s eine befreundete Heilerin mal formuliert hat).
Ja, ich hatte das Bedürfnis nach Reinigung.

Dazu habe ich mir eine gräuliche Paste angerührt mit Zitronensaft, Natron, Lava-Erde, so ca. 3 Tropfen ätherischer Öle und der Bachblüte Crab Apple.
Der Zitronensaft und das Natron haben die Pampe wunderbar schaumig gemacht, die Öle haben für wirksamen Wohlduft gesorgt, das heiße Wasser tat SO gut.

Ich habe absichtlich nicht hingeschrieben, welche Düfte ich verwendet habe. Es waren Düfte, die ich schon lange liebe.
Es gibt reichlich verschiedene Düfte, die reinigen oder/und stimmungsaufhellend wirken. Welche wir verwenden, hängt davon ab, was wir lieben. Das ist wichtiger! Wenn ich Lavendel empfehle, weil der so wunderbar klärt und reinigt, und Person X Lavendel nun mal nicht mag, dann soll Person X unbedingt was anderes nehmen. Etwas, das sie mag.

Das Zusammenmischen der duftenden Duschpampe war für sich schon heilsam. Manchmal mische ich mir auch Bachblüten zusammen. Ich weiß nicht mal, ob ich an die Wirkung von Bachblüten glaube. Ich weiß, dass mir das Herrichten des Fläschchens, das Aussuchen der passenden Blütenessenzen, das Tropfen, das Mischen und Einnehmen gut tun, weil ich da was FÜR MICH tu. Weil ich mir damit selber signalisiere, dass ich will, dass es mir besser geht. Diese Information kommt an und wirkt.

Oh, und was auch gut tut, weils ein bisschen Zeit und Sorgfalt braucht, sie zuzubereiten, weil sie duftet, gut schmeckt, warm ist, goldgelb ist und wirklich heilsame Wirkung hat: Goldene Milch.

Was auch hilft: Sich ans Innere Selbst wenden und um Hilfe bitten. Das heißt: Vertrauen üben. Das war mir abhanden gekommen, die Tage. Das neue Buch hilft mir grad sehr gut dabei. Wobei das Wichtigste ist, dass ich bereit bin, wieder Vertrauen zu üben. Die jeweilige spirituelle Praxis dazu fügt sich dann, findet sich oder/und ist sowieso schon in unserem Re­per­toire. Das Heilsame ist die Einstellung, die Art und Weise, wie wir sie ausüben. Z.B. habe ich die letzten dunklen Tage viel mit dem I Ging gearbeitet, und an den schwärzesten Tagen hat meine innere Haltung und Einstellung beim Befragen dazu geführt, dass mich die Antworten noch pestiger gemacht haben. Dafür könnte ich mich jetzt schämen, aber da hat niemand was davon. X) Stattdessen guck ich mir die erhaltenen Hexagramme jetzt noch mal an, mithilfe meines neuen Buches.

Eya.

Was auch heilsam ist: Tun, was ich mir vorgenommen habe. Ich hatte mir vorgestern vorgenommen, einen Artikel zur Anti-Pest-Praxis zu schreiben. Das hab ich jetzt gemacht. Oke, ich wollte einen strukturierten und viel tolleren Artikel schreiben.
Was auch heilsam ist: Anzunehmen, was IST, statt darüber zu hadern, was hätte sein sollen. Es ist jetzt halt dieser Artikel hier geworden.

Achnee. Grad seh ichs: da sind Elefanten drauf.

I Ging

Wer das Lernen übt, vermehrt täglich.
Wer den Sinn übt, vermindert täglich.
Lao-Tse

 

Da fällt mir ein, o Zerstreuung und Vermehrung, dass ich eine Seite kenne, die eine sehr schöne I Ging und Lao-Tse Abteilung hat. Hier entlang:

Schule des Rades

Du kannst da auch online orakeln und, wenn du dich anmeldest, die Ergebnisse dort speichern.
Wie so ziemlich alle in Deutschland habe ich das I Ging in der berühmten und sehr gelobten Übersetzung von Richard Wilhelm kennengelernt und viele Jahre damit gerabeitet (diese vollständige Übersetzung findest du z.B. bei der Schule des Rades, Link s.o.).

 

Inzwischen nehme ich zur Deutung das Buch, das ich hier im Blog oft erwähne und das ich sehr, sehr empfehlen kann:

Carol Anthony und Hanna Moog: I GING – Das kosmische Orakel
ISBN: 978-3-86533-016-1

Carol Anthony habe ich vor vielen Jahren bei einem Seminar in der HAGIA kennengelernt. Sie hat mich damals sehr beeindruckt und mich einiges gelehrt. Ich bin froh und dankbar, dass ich jetzt dieses heilsame Buch zu Verfügung habe!

 

Wer Lust hat, sich konkret zu I Ging Orakeln auszutauschen, ist eingeladen auf mein Board Bunte Magie, wo für sowas Platz ist. (Nicht nur für Tarot :) )