Cthulhu

3. Juni 2017, Samstag ~ Dankesammlung

Ich schreibe das am Samstag, veröffentlichen werd ichs, so wie’s aussieht, erst morgen. Wir hatten eben Stromausfall, und jetzt sind wir offline. Macht nix.

Als der Strom weg war, hatte ich kurz wieder einen Pestanfall. Schon wieder eine Widrigkeit. Darum heißt das Widrigkeit, weil immer wider und wider welche kommen… harhar.
Schluss mit Widrigkeiten, immer ist vorbei!

Heute war ein sehr schöner Tag! Es gab heftigen Regen, Hagel und Sonnenschein. Es ist jetzt abgekühlt, dafür bin ich schon mal dankbar! ❤

Heute morgen, noch in starker, gelber Sonne, war ich auf dem Balkon, um die Blumen zu gießen. Die brauchen jeden Tag viel Wasser; ich bin dankbar, dass ich heute vom Regen unterstützt wurde und auch alle aufgestellten Sammelgefäße voller Wasser sind. ❤
Und ganz besonders erfreut bin ich über das Gewucher in den Töpfen und Kästen. Von wegen nur Ringelblumen. EINE Ringelblume hab ich gefunden. Die wird bald blühen.
Dann hab ich ein Tentakel gefunden. Die Tentakelpflanze, von der ich schon dachte, sie kommt dieses Jahr gar nicht, hat sich doch durchgekämpft! Willkommen, o Tentakelpflanze, SCHÖN, dass du da bist! Fhtagn!

Am meisten gefreut habe ich mich, als ich in einem dunklen Winkel etwas fand, das ich zwar hoffnungsvoll ausgesäht hatte, das dann allerdings überhaupt keine Anstalten machte, sich zu regen. Dachte ich. Und plötzlich sind sie da:

Hornveilchen ♥ ♥ ♥

Das war schon mal ein wundervoller Auftakt des Tages.

Auch ganz wundervoll war dann unser Entschluss, heute nicht – wie sonst samstags – zu putzen, sondern den Tag zu genießen. ❤
Wir haben so dies und das gemacht, Kaffee getrunken, die Katzen versorgt – vor allem Nelly wurde geschmust und gefüttert und gekämmt – und dann kam der erste Regen.
Der war hefitg und kurz, und danach bin ich ne Runde einkaufen gegangen. Der Boden war wieder trocken, doch hier und da gabs es noch kleine Seen.

Als ich zum Ökoladen kam, sah ich ein neues Schild an der geschlossenen Tür, das neue Öffnungszeiten verkündete. Samstag nur bis 14h. Ich hatte keine Ahnung, wie spät es war und habe einfach die Klinke gedrückt, und siehe, es war offen. Wie ich vom Chef erfuhr, war es bereits nach 14h. Er hatte den Laden noch nicht abgeschlossen, in der Hoffnung, dass jemand noch die Klinke drückt, denn er hatte genau ein Brot übrig, das er gerne noch verkaufen wollte. Ja wie gelegen, ich war nämlich gekommen, um genau ein Brot zu kaufen. =) Vielen Dank! ❤
Außerdem freute er sich wie Bolle, dass er noch einen Senf gefunden hatte. (Ich berichtete von dem Senf. Zwergenwiese, ich warte noch auf die Vergütung meiner ungehemmten Werbung für euren Senf!)
Und dann schenkte er mir zwei Tomatenpflanzen für den Balkon. Wow, danke! ❤ ❤ ❤

Danach bin ich ganz beseelt mit meinen beiden neuen Tomatenpflanzen durch den schönen Hemshof heimgeschwebt. Hab noch ein (veganes) Çiğ Köfte Dürüm im Rathauscenter auf die Hand gekauft und gleich verschlungen. Auch dafür bin ich dankbar: Dass es das gibt, und dass es das hier gibt. In Mannheim hab ich das zum ersten Mal gegessen, und hier ist der Stand viel näher an unserm Wohnort.

Apropos vegan: Ich habe neulich was zu Käse gelesen, das ich vorher irnzwie nicht wirklich wusste oder nicht wahrhaben wollte: Dass viel Käse nicht vegetarisch ist, sondern mit Lab gemacht. Und Lab, wie ich erfolgreich nicht hab wissen wollen, bis eben jetzt, kommt aus den Mägen toter Kälber.
Was hat das auf der Dankbarkeitsliste zu suchen?
Ich bin dankbar, dass wir schon seit einiger Zeit fast keinen Käse mehr kaufen. (Eine Packung Harzer vorletzte Woche.) Das hat sich so ergeben, wir hatten eigentlich gar nicht vor, ganz auf Käse zu verzichten. Jetzt ist der Entschluss gefallen, und er fällt uns ganz leicht. Danke! ❤

Als ich wieder daheim war, kam der Hagel, es tropfte an unserer Wand lang und ich hab den Fülle-Beitrag geschrieben, zu dem ich eigentlich überhaupt keine Lust mehr hatte.
Hat sich dann doch heilsam angefühlt. Danke! ❤

Dazu hab ich meine ÖlLicht-Duftlampe angeworfen und Eukalyptus und Water Lily-Öl aus Indien verduftet. Wunderbar in der Schwüle. Danke für diese schönen Düfte, die meine Seele und mein Herz mit Südindien verbinden, hier&jetzt. ❤

Dann kam der Stromausfall. Achneenäh?!?
Ich wollte doch jetzt meinen Dankebeitrag schreiben!
Machtjanix, dann gucken wir eine weitere Folge von- oh.
Oke, ich koch- argh
Ich geh dusch- kein warmes Wasser! (Ich bin Warmduscherin. Sowas von!)
Oke. Okeokeoke.
Ich hatte wieder das Gefühl, ich werd grad ausführlich und gezielt genervt und getriezt vom Universum. Oder von – sonstwem. ⚚
Und, o Super-Selbstversorger-Nachhaltigkeits-Vetch? Gibts Dinge, die du ohne Strom tun kannst?

Ich hab die eingestaubte Gitarre zum Hand genommen und mein Sommerregenlied gesungen. Und dann einen Kreisgesang, den ich vor vielen, oh, vielen Jahren geschrieben habe. Und der mir hier&jetzt sehr gut getan hat. Danke! ❤

Don’t be afraid
when the sirens cry
with the wind
in the air
through the sky

Turn your fear
jump the storm
raise your voice
join their song
while you fly.
 

 

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Trotzdem

Ursprünglich – vorgestern – wollte ich diesen Artikel „Vetch rettet die Weltmeere“ nennen, aber das ist mir innerhalb der letzten zwei Tage gründlich vergangen. Es ist so gar nicht lustig.
Trotzdem.

Vorgestern hab ich also eher nichts gerettet, sondern mir nur einen alten Wunsch erfüllt und mir ein Sea Shepherd Schört bestellt, ein Tanktop. Ich würd das ja Unterhemd nennen…
Die angegebene Lieferzeit „3-4 Tage“ hat nicht gestimmt, es wär gestern schon hier angekommen, wenn ich nicht in der Schule gewesen wäre. Heute hab ichs abgeholt. Jöh.

Diese Bestellung war eine Aktion meines persönlichen Projekts FÜLLE. Ich brauch jetzt nicht unbedingt so’n Schört, und Sea Shepherd hätten sich auch über eine einfache Spende gefreut. Und ich muss ja so sparen!
Muss ich?
Beim Projekt FÜLLE gehe ich davon aus, dass ich mir ab und zu was schenken darf, nee, soll! Damit das Geld schön im Fluss ist und die Vetch sich freut.
Deswegen hab ich beschlossen, nicht nur zu spenden, sondern mir was zu kaufen, das ich wirklich haben mag, etwas FÜR MICH. Bio-Baumwolle und rabencool.

Damit hab ich zum dritten Mal überhaupt ein Bild von mir im Netz. Ja, unrasierte Achseln. Aus mir wachsen Haare, unfassbar! Außerdem bin ich ganz zufrieden mit mir, das ist auch neu. Da musst ich fast fuffzich werden, dass ich das hinschreib und mich traue, so ein Bild von mir zu veröffentlichen. Die meiste Zeit meines Lebens hielt ich mich für hasslich, war bisske moppich und picklich. Picklich bin ich immer noch, dazu auch faltig inzwischen, aber das seht ihr ja auf dem Bild nicht so.

Auch das Bild ist Teil von Projekt FÜLLE – ich schwelge darin, dass ich jetzt wie eine von denen aussehe, die ich in meiner Jugend immer so bewundert hab.

Am faszinierendsten finde ich ja den Ehering! Ich mit Ehering, das ist punk!
(Wir sind nicht standesamtlich verheiratet, falls es wer wissen will. Wir sind wirklich verheiratet.)

Oke, das reicht jetzt davon. Mal sehn, wie lange ich das aushalte, diesen Artikel mit dem Bild stehen zu lassen…
Ist alles Training.

Morgen gehts wieder zur Schule. Gestern war auch Schule, und gestern war ein hauptsächlich grässlicher Tag. Morgens hab ich abartige Wutanfälle gehabt. In der Schule war ich immer noch sehr sehr SEHR schlecht gelaunt. Die Unterrichtseinheit zu Diagnostik und Befundung hat nicht dazu beigetragen, dass ich mich besser gefühlt hätte. Stattdessen habe ich gestern den Beschluss gefasst, die 700,- Ocken für die Staatliche Prüfung Oktober 2017 zu sparen. Das war gestern, bis zur Prüfung vergeht noch Zeit. Vielleicht ändere ich meine Meinung noch… Und zu meinen Beweggründen werde ich ein andermal und wahrscheinlich andernorts (HECKENWICKE) was schreiben.
Hier&Jetzt kann ich allerdings sagen, dass es nicht nur am schwachsinnigen System liegt, sondern auch daran, dass mir bei der Fülle des Stoffs ganz schwummrig wird. Ich bin nicht gut im Pauken, da bin ich unbegabt und unfleißig. Eben hats mir ein Foto von 2007 auf den Bildschirm geschwemmt, das ist aus der Ergotherapieschule, meine damalige Stiftedose. Da war ich auch voller Vorfreude auf die dräuende Abschluss-Prüfung.

Damals WUSSTE ich, dass ich durchfalle, und dann hab ichs doch geschafft.
Egal, das war damals, jetzt ist jetzt, und jetzt geh ich in Bett und guck mir einen Cthulhu-Film an. Das ist nämlich Cthulhu, da auf der Stifteschachtel.

Filmkritik folgt.

eins noch

Wie im Vetchblog angekündigt wollte auch ich mit dem unsinnigen, zeitkonsumierenden Rumsurfen und Verlinken und Kram posten aufhören, denn letztendlich dient es doch nur dem Bösen.

Aber eins muss noch. Obwohls keine Neuigkeit ist, da es zu jeder US Wahl geschieht: Cthulhu kandidiert wieder.
Was mir aufgefallen ist: Sein bewährter standard-Wahlspruch Why choose the lesser evil? wurde vereinzelt abgewandelt in „Why vote for a greater evil?“ — Dank Mr. Trump.

Hier zu Cthulhus Wahl-Homepage. Ich sags nicht gern, weil ich keinen Kommerz anfeuern will, aber das Merchandising ist ENTzückend.

 

 

Rezi (bzw. Abschlussarbeit) zu Blue Öyster Cult: „Imaginos“

Beschreibung einer Initiation

Blue Öyster Cult, klar. Kenn ich.

Hab weiland in den 80ern sogar ne Platte von denen gekauft, ‚Club Ninja‘. Wasn grottiges Cover, war mir richtig peinlich beim Bezahlen. Andererseits dachte ich, Heavy Metal, das is cool.
Da war ich 17, und die Scheibe kaufte ich, weil ich einen Song im Radio gehört hatte, der mir heute noch Glückstränen in die Augen treibt: „White Flags“.
Den Rest der Platte fand ich dann nicht so toll.

Damals, wegen dieser Platte (die ich genau einmal durchgehört habe, und dann nur noch das erste Lied, das allerdings oft, oft, OFT), dachte ich, BÖC seien so ne Pop-Rock Band (was ich damals noch für Metal hielt) wie Van Halen oder so.

Reichlich Jahre später begegnete mir der „More cowbell!“-Sketch mit Christopher Walken**, und damit konnte ich das hübsche Lied „(Don’t fear) the Reaper“ auch BÖC zuordnen. Das war nun eher kein Metal… Seltsame Band.

Jo, und so verbrachte ich weitere Jahre in zufriedener Unwissenheit, bis mir, es ist vielleicht einen Monat her, ein glühender BÖC-Verehrer (Der Initiatör) die ‚Imaginos‘ aufdrängte. Zusammen mit Bergen an Information zur Entstehung, Geschichte, Besetzung und Handlung des Albums — Namen, die ich nie gehört hatte, Dinge, die ich nie hatte wissen wollen. Begriffe wie „Wall of Sound“ und „Konzeptalbum“ (ARGH!) fielen. Es gab Versuche, die Musik zu beschreiben – rockig, strange, bombastisch — sie ließen mich ahnen, dass die Scheibe mich außerordentlich nerven würde.

Trotzdem ließ ich mich auf ‚Imaginos‘ ein. Nicht nur dem Initiatör zuliebe, sondern auch, weil die Geschichte des Protagonisten Imaginos/Desdinova, der ‚die Welt zu einem Rendevous mit ihrer Bestimmung‘ führen soll, mich interessierte.

Doch wie ich es erwartet hatte: einmal gehört fand ich die Musik größtenteils grauenhaft. Anstrengend. Fast nur unerträglich.

„I am the one you warned me of“ – das klingt, als würden in rhythmischen Abständen Wolkenkratzer umkrachen. Schwerfällig und stampfig – oke, weiter in der Mitte wirds dann doch sehr groovig, die Gitarren gehn ziemlich ab… es ist nicht GANZ schlecht.

Der ’seven seven seven‘ Song ist ein recht netter Rocksong.

Der Cthulhu-Song danach ist wirklich lustig. Ich werde warm.

Und dann kommt „Del Rio’s Song“ und ist eine so grauenhafte Mischung aus seichtem Refrain und anstrengenden Strophen mit Geräuschbergen, dass ichs gar nicht glauben kann. Was SOLL das?!? Das ist ja UNerträglich!

Dann kommt die „Siege“, und die ist so seltsam, anstrengend und… faszinierend… Diese unglaubliche männliche Rockröhre* will jetzt den hohen Ton zu fassen kriegen… wird er es schaffen? Er setzt an, er HAT ihn! UND WIE! Und dann, wie vom Initiatör angekündigt, dieser subtile Übergang von Aggressivität zu Melancholie… World without end… Es gruselt mich. Auf eine gute Art.

„Astronomy“ ist ein hübscher, gefälliger, treibender Song, an dem ich wenig auszusetzen habe.

Aber dann holt mich „Magna of Illusion“ gleich wieder runter. Dazu hat mein Initiatör mir auch schon einiges erzählt, er steht voll drauf. Mir kommt der Song zerrissen und bisschen unbedarft vor. Eher ein Hörspiel.

Dann das „Blue Öyster Cult“ Lied… „Ladies, Fish & Gentlemen“, das ist launig, oke. Ansonsten dudelt es so dahin, mal richtig hübsch und dann wieder stampfig. Nerven tuts mich.

Zum Schluss kommt das „Imaginos“-Lied, und ich frag mich, auf welchem Seichtgewässer-Schiff ich gelandet bin. Grausig, ganz ganz grausig.

Ich erstatte Bericht.
Seltsam, seltsame Platte. (Das ist höflich für ‚NERVEND!‘) Mögen tu ich sie gar nicht. „Astronomy“ ist oke, mit dem Öyster Cult Song werde ich überhaupt NIEMALS warm werden, und „Del Rio“ und „Imaginos“ sind so dämlich, dass ichs gar nicht fassen kann. Überhaupt strengt mich die Platte an. Nur der Frankenstein Song… der hat was, irgendwas hat der…

‚So gings mir am Anfang auch‘, sagt mein Initiatör. ‚Ich hab sie mir zig mal anhören müssen‘, sagt er. ‚Hab Geduld, hör dich rein, lass es wirken.‘

Dann erklärt er mir, dass die Plattenfirma die Reihenfolge der Songs verändert hat, und er gibt mir eine andere Reihenfolge (wie in den liner notes beschrieben).

Jetzt beginnt die Oper mit der Ouvertüre und Einführung des Hintergrundes: „Les Invisibles“ (Schick, die singen sieben Mal hintereinander „seven“, und das sieben Mal.), gefolgt von dem ‚Vorhang-auf, hier kommt „Imaginos“‚-Lied, das mir in dem Zusammenhang nicht mehr nervig, sondern eher frech rüberkommt.
Dann macht sich Del Rio auf die erste Reise, und dieser dämliche Happy-Refrain ergibt einen grausamen Sinn. Und was für ein wundervoller Zwischenteil, und wie böse das Lied endet.
Dann liege ich plötzlich im warmen Wasser, die Sonne brennt, Austernbetten, flauschig wie Daunen, die Öyster Boys are swimming now, und zum Schluss dieser hammermäßige Bassgroove, von dem die Gitarre abhebt – alles ist gut –
Nein, nichts ist gut, da kommt Desdinova, der Oberfiesling, und er verkauft mir die neue Techno-Droge: World without end…und mein Meister ist ein Monster.
Ich muss immer breiter Grinsen.
Dann bin ich plötzlich wieder am Meer, am Strand, und jetzt ist es kalt geworden. „Astronomy“ ein winderfüllter, treibender Traum mit filigranen Gitarrenriffs weht mich in Weiten, weiter, ich bin in Cornwall als Grandpa den Schwarzen Spiegel nach Europa holt.

Und dann bricht die Erzählung ab. OH NEIN! Da sollten doch noch zwei Alben folgen!

Naja, darüber kann ich jetzt lange hadern. Lieber beschäftige ich mit dem, was wir haben. Ich höre das Album fast jeden Abend zum Einschlafen und entdecke immer neue, funkelnde Adern in der Wall of Sound. Nichts nervt mehr, alles ergibt einen Sinn. Inzwischen wurde ich vom Initiatör mit anderen BÖC-Songs vertraut gemacht, u.A. natürlich „Subhuman“ und dem alten „Astronomy“. Ich kann nicht sagen, welche der Versionen mir besser gefällt, es sind verschiedene Songs, eigentlich nicht zu vergleichen. Auch ‚Imaginos‘, das, wie ich höre und lese, von vielen als die Essenz von Blue Öyster Cult angesehen wird, ist m.E. gar kein wirkliches BÖC-Album, sondern ein Projekt (Lebenswerk?) von Albert Bouchard und Sandy Pearlman. Im Gegensatz zu den ‚richtigen‘, alten BÖC-Sachen, die ich jetzt erst nach und nach kennenlerne, ist es viel… ja, steriler, hat viel mehr 80er-Feeling, ist weniger warm und weniger … unmittelbar. Wie auch nicht, da es mit so vielen verschiedenen Musikern über einen so langen Zeitraum nach und nach zusammengemischt wurde.
Andererseits trieft es, soweit ich das beurteilen kann, doch von BÖC-Essenz: genremäßig nicht wirklich einzuordnen, very strange, mit oft kryptischen, seltsam berührenden Texten. Und was mir beim ersten Hören gleichzeitig sperrig und seicht, anstrengend und nervig-gefällig vorkommt, entpuppt sich, wenn ich mich darauf einlasse, als absolut stimmig durchkomponiertes Hörstück, mit Groove, Feeling, Schmerz und einer Menge schrägen Humors.

Achja, und es rockt.

Danke Initiatör! Danke, Blue Öyster Cult, Sandy Pearlman und allen andern!
Was ne seltsame Bänd.


Anmerkungen:

Zunächst mal: Der Text oben ist ungefähr ein Jahr alt. Das Album habe ich damals, wie beschrieben, täglich gehört, dann lange nicht, und in letzter Zeit gehts mit wieder im Kopf rum. Ich hörs grad. Tut gut!
Und so fiel mir auch der Text wieder ein.
Ich hatte ihn ursprünglich als Rezi bei Dings reingestellt, aber dort hab ich meinen Account gelöscht.
Drum jetzt hier.

Aus der deutschen Wikipedia:
Das Konzeptalbum Imaginos, 1988 veröffentlicht, sollte eigentlich ein Soloalbum des langjährigen Schlagzeugers Albert Bouchard werden. Die Plattenfirma wollte es jedoch lieber als BÖC-Album veröffentlichen, woraufhin die anderen Mitglieder der Urbesetzung an Bord geholt wurden und mit ihrem langjährigen Manager und Urheber der „Imaginos-Saga“ Samuel „Sandy“ Pearlman die Produktion des größtenteils fertigen Albums ohne Albert Bouchard zu Ende führten. Von Fans und Kritikern wurde das Werk nach seiner Veröffentlichung sehr zwiespältig aufgenommen und gehört bis heute zu den polarisierendsten Alben der Band.

In der englischen Wikipedia ist ein eigener, sehr guter Artikel zu dem Album.

  • Joey Cerisano
    Er ist kein Metal-Rocksänger (schade eigentlich) und hat auf Imaginos ’nur‘ einen furiosen Gastauftritt.

** Der „More Cowbell“-Sketch ist so berühmt, dass er in der englischsprachigen Wikipedia einen eigenen Eintrag hat.
Leider ist er online nicht am Stück zu finden, außer, zur Zeit, in dieser vom Fernseher abgefilmten Version.
Schon wieder weg, drum doch kein Link. Der Sketch wird hochgeladen, geblockt, wieder hochgeladen… Sucht einfach selbst danach, vielleicht habt ihr Glück.

Hier eine Seite, auf der Scans des kompletten Covers zu sehen sind.

Hier eine Playlist auf Youtube, die die Songs nicht wie auf der LP sondern in einer anderen, sinvolleren Reihenfolge abspielt. Wobei Astronomy zu früh kommt. (Aber das Video der Playlist läuft eh nicht, bei mir zumindest nicht. Hier ist es nachgeliefert.) Und die Soundqualität lässt zu Wünschen übrig, und ich kann mir fast nicht vorstellen, dass jemand über YouTube auf diese Platte abfährt… Trotzdem wollte ich unbedingt zu der Musik linken.

Wie alles begann: The Albert Bouchard „Imaginos“ Demo Tape Full Album – Blue Öyster Cult

Subhuman

Astronomy – die erste Version
Achdumeinegüte, das Lied wurde auch von Metallica gecovert! Warum?!? Whoa is das SCHLECHT! Die lassen auch nix in Ruhe, außer, in einem Schub von Erkenntnis, die Sachen von Jaguar.
Classic Rock Magazine: „Why haven’t Metallica covered a Jaguar song yet?“
Lars Ulrich (Metallica): „When we’re good enough we’ll do it.“

Und da ich grad so schön am Abschweifen bin: Lesenswert diese Rezi (deutsch) zum 2014er Album von Jaguar „Metal X“. Ein super Album!

Achso, noch eine wichtige Info: Blue Öyster Cult haben die röckdöts erfunden!

Einige nicht mehr ganz taufrische Fotos

Ich wollte heute früh ins Bett gehen, denn ich habe morgen meinen nächsten Beratungstermin wg. Selbstständigkeit. Diesmal habe ich alle meine Hausaufgaben gemacht, und zwar, finde ich, gut, auch wenn ich gar nicht so viel Zeit dazu hatte.
Ja, wie’s so geht, wenns von intrinsischem Interesse befeuert wird.

Für diese Hausaufgaben musste ich auch in meine Bilderecke auf der Festplatte, und dort habe ich in meinen Foto-Ordnern ganz viel gefunden, das ich hier posten wollte, und je länger ich das liegen lasse, desto meh.

Morgen hab ich also Beratung, dann machen wir mal wieder Flohmarkt-Vorbereitung, weil wir diesbezüglich ein heftiges Wochenende vor haben, und das heißt, vor nächsten Montag werd ich nicht viel Zeit zum Schwelgen im Internet haben.

Darum will ich wenigstens ein bisschen loswerden.

Als Erstes will ich voller Freude das Fenster von MEINEM Zimmer präsentieren:
Original mit Papstfahne.

Dann – Ende Juni kam ich auf dem Weg zum Neckar an abgefackelten Flaschencontainern vorbei. Sowas erbost mich, das ist sinnloser Vandalismus, der uns und der Umwelt schadet.
Außerdem war ich erbost, dass ich just an dem Tag meine Kamera nicht dabei hatte.
Aber – ich wohne in Mannheim, Neckarstadt-West, und da wird für mich gesorgt. Neulich sah ich am Neumarkt an der Litfaßsäule ein selbstgemachtes kleines Plakat:


So isses!

Dann war am 14. August ein Abendhimmel, der war eigentlich gar nicht wahr. Die Farben sind nicht manipuliert, das war so. Es hat geregnet, das ist auf den Bildern nicht zu sehen.

Dann habe ich, als ich mit Lady of the Dan unterwegs war, noch ein Foto meines Lieblingskuchens gemacht. Der wohnt im Schaufenster der Konditorei Taksim in den Quadraten, Nähe Marktplatz. Ich glaub, davon hab ich schon mal ein Foto gepostet, das war arg unterbelichtet. Jetzt hab ich ein Besseres, das nur ein kleines bisschen überbelichtet ist…
Hat je vordem ein Kuchen so schnuffig geguckt?

Bisschen gruslig isser ja schon, dieser Kuchen… ♥

Jo, und jetzt hör ich auf für heute, auch wenn ich noch viele Bilder zum Posten hab. Ich will jetzt duschen und dann mitm Schnusel Film gucken. Und morgen zur Beratung ausgeschlafen sein.

Bis bald 🙂