danke!

Dienstag, 20 Juni 2017 ~ Dankesammlung

So, da gestern compfreier Tag war und ich heut erst meine Dankesammlung in die HECKENWICKE rüberziehe, kommt heute noch der Dankebeitrag für gestern hierhin.

Gestern war ich für vieles dankbar.

Ganz oben auf der Liste: DANKE für meine Entscheidung, jeden zweiten Tag den Rechner auszulassen. Klar, es zieht mich hin, ich möchte Blogs lesen, Blog schreiben, Tagebuch tippen,  die neu gemachten Fotos angucken und bearbeiten – oops, grad geht mein Wecker: es ist Zeit, zu kochen. Wo ist der Vormittag geblieben?!?
Genau. Ich hocke heute wieder hauptsächlich am Rechner. Jaja, ich war auf dem Balkon, ich war einkaufen, ich hab dies und das gemacht,
und die meiste Zeit bin ich am Rechner gehockt. DANKE, DANKE, DANKE für die compfreien Tage!
Und nu bis später, ich hab in der Küche zu tun. Es gibt Mangold.

Nu is später, es gab Mangold – oh, Mangold
Weiter in der Dankeliste zu gestern.

Ich hab gestern was an meiner I Ging Befragungstechnik angepasst, was sich gut anfühlt. Bei der Gelegenheit auch ein DANKE für meine I Ging Münzen. Die sind über die Ausländische-Münzsammlung zu mir gekommen, die ich als Kind von meinen Eltern zum Spielen bekam. Ich habe die norwegischen Münzen vor vielen Jahren für’s I Ging genommen, weil sie ein Loch in der Mitte haben. Und die chinesischen I Ging Münzen haben ja auch ein Loch in der Mitte!
Nu wird das I Ging ursprünglich überhaupt nicht mit Münzen sondern mittels Schafgarbenstengeln befragt. Das hab ich auch mal gemacht (bei mir waren es keine Schafgarbenstengel, sondern Reststengel abgebrannter Räucherstäbchen). Münzen sind mir doch lieber. Und diese hier haben nicht nur ein Loch, sondern so wunderbar passend auf der einen Seite ein 🞇 (—-) und auf der anderen ein 🞥 (– –).
Außerdem eine schöne Verquickung des Nordischen mit dem Orientalischen. Hehe.

Kaffee mit Kardamom und Piment. Und dass, als ich grad das Wasser in den Filter goss, mein 9h Wecker ging. Die Tage zuvor habe ich nach dem 9h Weckerklingeln noch mindestenes ne Stunde im Bett geklebt. Ja, geklebt. Hat mit dem Wetter zu tun.

Ich bin froh, dass ich von Moleskine auf Leuchtturm umgestiegen bin. Moleskine ist ne Unverschämtheit. Teuer und minderwertig. Wer nicht weiß, wovon ich hier erzähle: Egal. =)

Räucherstäbchenwetter und dazu Räucherstäbchen aus einer Manufaktur aus Mysore in Südindien. Gestern in meinem Räucherstäbchenschuhkarton gefunden. Der spuckt Schätze aus, zur Zeit. Und ach, die eine Reise nach indien ist so wirklich in meinem Leben!
Und ich fahr auch noch mal hin.

Ich bin sehr dankbar, immer noch und wieder, für den schnuckligen Radladen. Gestern habe ichs Rad nicht gebraucht, weil ich nicht in die Schule gegangen bin (Neuropsychologie :P); morgen brauch ichs. Und es ist jetzt wieder wie neu.
Auf dem Hinweg zum Abholen kam ich noch an dieser bezaubernden Straßenpflanze vorbei
Danke!

Wg. der unglaublichen Hitze wurde hier auch gestern wieder nicht geputzt. Auch dafür war ich wieder sehr dankbar. Bisschen im Bad Fliesen gewischt und was gesaugt hab ich. Gosh, es ist HEISS!

Und für die Hitze bin ich auch dankbar. Grenzen verschwimmen, drinnen und draußen vermischen sich, die Haut weicht auf, ich weiß nicht genau, wo ich aufhöre und die warme Luft anfängt. Ich liebe die Hitze, auch wenn sie mich bügelt.

Danke für Fächer. Danke, danke danke!

Und schließlich bin ich dankbar für die Patience, die ich mit zwei Tarotdecks lege. Weil ich „Spider“ vom Rechner gelöscht habe und weil ich an compfreien Tagen Zeit für sowas habe, lege ich wieder richtige Patiencen. Das macht Spaß!

So, und nu noch das Gedicht. Da hab ich tatsächlich Notizen zu einem unfertigen Gedicht/Lied im Reinschreibebuch gefunden, von gestern. Das muss herhalten.

Es ist Zeit für Sommerlieder
warmes weiches Land
wilde Vögel in der Stadt
Gold an meiner Hand

Und nu alle weiteren Danksammlungen im VETCHBLOG.

Sonntag 18. & Montag 19. Juni 2017 ~ Dankesammlung

Gestern.
Gestern habe ich kein Gedicht geschrieben. Stattdessen habe ich mein seit Tagen schmerzlich vermisstes Liederbuch mit eigenen Liedern wiedergefunden – naheliegenderweise wars in der Gitarrentasche. Da hab ich natürlich tagelang nicht nachgeguckt… wär zu einfach. Danke, dass ichs wiedergefunden habe.

In dem Liederbuch hab ich ein altes Lied gefunden, das mir grad was sagt. Das ist das Gedicht für gestern:

Take your fear and make a song
make it tender, make it strong
cry it out for all to hear
get rid of your fear!
 
Lay it down for all to see
lay it down to set your mind free
some will hate it, some know what’s true
sharing life with you.

 

 
Dankeliste für gestern:

Ich hatte grässliches Kopfweh gestern und war sehr dankbar für Aspirin.

Dass ich das Liederbuch gefunden habe.

Das Übliche, immer wieder, gestern speziell: Die Mauersegler, mein schönes Zimmer, der Sonnenschein, der compfreie Tag. War wieder schön.

Gestern wäre Putztag gewesen, und den haben wir auf heute verschoben. Das hat meine Laune gleich enorm gebessert, gestern. =)

Und wieder ein Danke für und an meinen Schnusel, der mich zur Zeit oft tröstet. Mir gehts seltsam zur Zeit…

Das mit dem abgezählten Kaffee hat gut funktioniert — ich habe festgestellt, dass 4 Tassen immer noch ne große Menge Kaffee ist. Ab heute maximal 3 Tassen.
 

 

Heute.
Heute ist ein Comptag, und das drückt mir gleich auf die Laune. So viel zu sortieren, ich hab ne neue Festplatte bestellt, deswegen meine Bank besucht, dabei bekomme ich dann wieder so Mangelgedanken–

Mir drücken noch andere Dinge auf die Laune. Erklärungsidee: Ich hab mich mal wieder zu oft auf so Wake up Sheeple!-Matrix-böse Illuminaten-Blogs rumgetrieben. Da wurden Überlegungen angestoßen, wg. derer ich seit paar Tagen hadere. Meine Orakel waren auch nicht hilfreich. Das I Ging hat mir wörtlich gesagt, ich habe mich in eine Depression reinmanövriert, weil ich zu sehr aufs kollektive Ego gehört habe.
Hm, eigentlich ist das doch sehr klar und hilfreich, diese Ansage. 😛 Also danke.

Danke auch für die Räucherstäbchen (siehe rechts) zum Geldanziehen! Keine Ahnung, wo ich die her habe. Ich habe die Schachtel heute morgen im Räucherstäbchenschuhkarton gefunden und sehr grinsen müssen. Auf dass sie funktionieren! =)

Danke für die Sternenspirale am Anfang vom heutigen Beitrag. Die habe ich eben auf einer überquellenden Festplatte gefunden. Hab ich mit den Sternchenpinseln gemalt, die ich für Gimp gemacht habe. Damals, vor über zwei Jahren.

Außerordentlich dankbar bin ich auch, dass wir Putzen noch mal verschoben haben.
Morgen isses dann soweit. Morgen hab ich auch Schule, und es ist compfreier Tag. Passt.

Danke für den wirklich superschnuckeligen Radladen, wo ich eben mein Fahrhrad hingebracht habe. Morgen abend hol ichs wieder ab.

Danke für das winzige Café genau um die Ecke von unserem Haus, wo der Gefährte und ich eben einen Cappuccino getrunken haben. So nett dort, der warme Wind, die Schatten der Blätter auf den Bäumen, das sattgrüne Gras gegenüber – es ist SO SCHÖN hier! Und weils ein italienisches Café ist, ist auch der Kaffee gut. 

Ich bin auch dankbar, dass sich meine Laune und Befindlichkeit einigermaßen wieder einzupendeln scheint. Das geht so hin und her, die Tage. Ich kenn das, ich komm wieder in die Mitte, ich lern bestimmt auch was Wichtiges, und diese krassen Pestmomente, mei. Irnzwas in mir meint, ich brauch die. Da muss ich dann halt durch. Und, übrigens, Vetch: BRAUCH ICH NICHT!

Ahhh, und danke an unseren Anwalt. Es kam heute nämlich Info zur Klage unserer Exvermieters. Das hat mich kurz sehr gebeutelt, bis ich die Erwiderung unseres Anwalts las. Der hat nicht einfach reagiert, der hat das aktiv und wunderbar zerlegt. Das geht, indem er verwendet, was ist und war. Die Wahrheit.
Und nun genug dazu.

 
Joo, und nu noch das Gedicht. Hmja. Zur Feier meines wiedergefundenen Liederbuches, und weil ich heute zum Dichten zu faul bin, und weils so schön zum Nicht-Putzen passt, und weils andererseits überhaupt nicht mehr passt, weil ich inzwischen in fast jeder Hinsicht ganz anders lebe und dafür auch sehr dankbar bin — aus diesen Anlässen poste ich noch ein altes Lied. Das habe ich noch zu Schulzeiten in Köln geschrieben, als ich bei meinem damaligen Freund in seiner Winz-Ranz-Wohnung hauste, die er sich außer mit mir noch mit einem Mitbewohner und einem kleinen, dreifarbigen, unkastrierten Kater teilte.
 

Klage
 
Wo ist der Platz
für die Wäsche
die feuchte?
Wo der Raum für den Spül?
Die Sporen des Schimmels
bestäuben die Lüfte
Der Kater pisst hin wo er will.

Aus allen Ecken
quillt Glas und Papier
dezent versifft und zerwühlt.
Wo ist der Platz
für die Wäsche, die feuchte?
Wo der Raum
für den Spül?

 


 

16. & 17. Juni – Freyjatag und Samstag ~ Dankesammlung

Gestern war compfreier Tag, und das hat gut geklappt. Ich guck mal eben in mein Reinschreibebuch, was ich gestern so notiert habe. =)

Das Gedicht für den Tag — naja, so ne Art Gedicht — hab ich gleich nach dem Aufstehen gemacht:

Wolken liegen im Himmel
wie auf Glas
Blätterschatten
flackern und flimmern
weils der Wind mag.
Heute ist compfreier Tag.

Fängt schon gut an!

 

Die Liste der gestrigen Dankes:

Nen guten Rest altes, eingedicktes Patchouli-Öl gefunden. Das ist auf jeden Fall älter als 20 Jahrer, und es duftet wundervoll. Patchouli altert sehr gut und wird dadurch immer besser.

Der Wind!

Das Gabelmobile. Es kommt immer mehr heim. =)
Inzwischen hängen ja auch Kristalle drin. 

Vögel. Gestern wieder ein kleiner Schwarm – naja, eine Meute – Papageien, die vor meiner Nase über unser Dach flogen. Und der eine kleine Mauersegler, der über meinen Kopf voll auf die gegenüberliegende Mauer zuraste und ohne Tempominderung unterm Dach verschwand. Wow. Ich hatte nasse Augen.

Die Musik aus den vorbeifahrenden Autos. Ich liebe die Mischung. Deutscher Bin-So-Tief-und-Gefährlich-Doofräp, türkische eher traditionelle Herzschmerzlieder, arabischer Tanzpop, italienische Schnulzen, manchmal nur Bässe (Manche mögen es, in einer dröhnend scheppernden Blechdose rumzurollen) — ich LIEBE die Musik aus den Autos. Auch, weil’s immer nur kurz ist. =)

Danke für meine Reinschreibebücher. Habe gestern Fotos gemacht, das unten ist aus dem Gelben, Anfang 2016. Wie üblich ist mir irgendwann Kaffee drüber gelaufen. 😛

was mach ich mit dem Mond

 

Nun zu Heute.

Heute war ein  — seltsamer Tag, ums sehr freundlich auszudrücken.

Morgens fand ich das oben erwähnte Gabelmobile auf dem Terassenboden liegend. Der Wind, der starke Wind. Und ich hab das erst mal persönlich genommen. DAS will ich mir dringend abgewöhnen!

Außerdem habe ich heute beschlossen, meinen Kaffeekonsum zu reduzieren. Heute hab ichs mir krass gegeben, und nachmittags hatte ich einen – weißnicht. Eine Pestattacke mit körperlichen Auswirkungen. Und ich glaube nicht wirklich, dass der Kaffee schuld ist. Trotzdem halte ich hier&jetzt in unseren interessanten Zeiten jeden suchtartigen Drogenkonsum für außerordentlich unheilsam.
Also. Ab sofort jeden Tag nur noch zwei Becher oder 4 Tassen. Das ist immer noch viel. Ich MUSS den ja auch nicht trinken; ich darf. Ich habe beschlossen, dass ich weiterhin Kaffee trinken darf. Ich liebe Kaffee. Ich mag den Geruch, den Geschmack, die Farbe, die Wirkung, die Becher und Tassen ~ das ganze Ritual und Gedöns, das bei mir mit Kaffee verknüpft ist.
Und ich habe darum beschlossen, Kaffee mit mehr Respekt zu genießen und ihn als etwas Besonderes zu behandeln. Vielleicht schaffe ich kaffeefreie Tage. Achwas ‚vielleicht‘. Natürlich schaffe ich das. Muss mich erst bisschen runterdosieren, wenn ich gleich auf Null gehe, bekomme ich Kopfweh.

Gut. Für diesen Entschluss Danke!

Auch danke für die Idee mit den compfreien Tagen. Morgen wieder. Basst, ist Putztag, da bin ich eh beschäftigt. (Schon wieder ne Woche rum.) Vielleicht verschiebe ich was in der nächste Woche, damit Sonnenwende compfreier Tag wird. Vielleicht nicht, vielleicht nehm ich’s wie es kommt.
Auf jeden Fall DANKE für die compfreien Tage. Gestern war gut.
Ich habe große Teile meines Lebens ohne Computer verbracht, meinen ersten eigenen hatte ich erst in den 90ern. Ich hab in der Zeit vorher auch einiges gemacht in meinem Leben…

Jo. Und dann war heute was… mit Wut in mir, mit dem Schmerz der Erde, mit Grenzen ~ es gibt paar Dinge, mit denen ich grad stark hadere. Und ich bin da noch nicht auf dem Boden meiner selbst angelangt. Ich weiß z.B. nicht, ob ich die Mondmedis noch machen will.
Bis zum nächsten Neumond ist noch ne Woche. Bis dahin werd ichs wohl wissen.

Und nu ist hier für heute Schicht. Bis übermorgen, oh Internetz! =)

Das Gedicht.

Katze Molly
gehört mir nicht, hört nicht
ringelt sich ein
auf meinen Händen
an meinem Herzen
heilt sie
mich
.
 

 

Und noch ein Danke! an meinen Schnusel!

 

15. Juni 2017 Donnerstag ~ Dankesammlung

Heute morgen bin ich gar nicht wach geworden, und ich hätte wahrscheinlich bis in den Nachmittag geschlafen und geduselt, wenn nicht um 11h rum sanfte Blasmusik in meinen Traum gesickert wäre. Ich war grad dabei, die Uraufführung von „It’s Raining Men“ mitzuerleben — was hatten diese seltsamen Blechblastöne da verloren?
Noch halb im Schlaf torkelte ich auf die Dachterasse und wurde Zeugin vom Beginn der katholischen Prozession. Sowas habe ich nicht mehr erlebt, seit ich aus Passau weg bin. Jetzt wieder in Ludwigshafen, im Hemshof. Das haben wir den vielen italienischen EinwanderInnen hier zu verdanken. Danke! =)

Die sind ne Schleife gezogen, und als sie nach einiger Zeit wieder kamen, hab ich mich aus dem Fenster gelehnt, um voller freundlicher, offener Neugier zu hören, was der junge Anführer der Prozession so erzählt.
Ich wurde – wieder mal – sehr enttäuscht.

„Und die Jünger fragten ‚Oh Herr, wie sollen wir beten?‘. Und Jesus sprach-“

Da bin ich gleich wieder ausgestiegen. Ich weiß, was jetzt kommt. Wenns ganz übel abgeht, dann kommt erst mal das mit dem „Ihr sollt nicht plappern wie die Heiden“, und auf jeden Fall kommt das öde, doofe Vaterunser. So sicher wie das Amen in der Kirche, haha, und genauso einfallslos, langweilig, uninspiriert. Da latschense also durch die Straßen und beten den alten, leeren Kram runter.

Ihr dagegen könnt frohlocken. Ich hatte nämlich sofort den Entschluss gefasst, einen langen HECKENWICKE-Artikel zum Thema „Beten“ zu schreiben, mit vielen Zitaten von Richard Rohr ~ und dann hatte ich keine Lust mehr. Bleibt euch das also erspart. Vielleicht ein andermal.

Stattdessen ein Foto.


In Köln am Straßenrand rufense bei solchen Prozessionen „Frollein! Ihr Täschschen brennt!“

Für den hübschen Anblick sag ich danke. =) Und die Bläser – auch wenn die Musik scho a weng öde und leierig war – haben ihre Sache gut gemacht.

 
Auch heute war wieder ein Räucherstäbchentag, und ich bin in dem Zusammenhang für zwei Dinge dankbar.

Erstens habe ich endlich meinen Ufo-Räucherstäbchenhalter wiedergefunden, den ich seit Tagen suche. Den hab ich noch zu Schulzeiten in Köln gekauft, mein allererster Räucherstäbchenhalter für meine allerersten Räucherstäbchen. Patchouli (natürlich) von Holy Smokes. Dazu habe ich „My Sweet Lord“ von George Harrison rauf und runter gehört – meine Eltern hatten die Platte, und das war das hippiehafteste, das ich dahatte.

Eya. Danke, dass das Ufo wieder da ist!

Desweiteren bin ich dankbar, dass ich heute endlich drauf gekommen bin —
Ich suchte nicht nur das Ufo, sondern auch irgendwas anderes für Räucherstäbchen, wo die Asche reinfallen kann. Ne Dose… Und da fiel mein Blick auf die außerordentlich schöne, magische, mir heilige, uralte Puderdose meiner Omi Solingen. Die Dose ist abgeranzt, es klebt noch Puder drin, ich habe seit vielen Jahren keine Ahnung, was ich damit machen soll, ich weiß nur, dass ich sie liebe. Heute hat sie endlich eine neue, sinnvolle, magische Bestimmung gefunden. Ich hab Sand und kleine Kiesensteine von unten ausm Hof reingetan, und siehe:

Das ist eine wunderWUNDERschöne Dose. Ich bin froh und dankbar!

Außerdem dankbar bin ich für eine andere Idee, die mir auch heute kam. Ich war nämlich insgesamt heute ziemlich missmufflig, matschig und unzufrieden. Außerdem hatte ich Kopfweh, und das wiederum kommt vom Nacken, weil ich den ganzen Tag am Computer hocke. Tu ich. Dadurch bin ich an einem Ort festgeklebt und bin unzufrieden.
Ich habe beschlossen, zu fasten. Computerfasten.
Eine Woche den Rechner auslassen habe ich gleich wieder verworfen. Stattdessen werde ich ausprobieren, den Rechner nur jeden zweiten Tag anzumachen. Morgen fange ich an. Das bedeutet morgen: Kein Internet, kein Tagebuchfile, keine Bildbearbeitung, kein Schnell-mal-was-Nachgucken. Stattdessen kann ich gucken, wie ich mir die Zeit vertreibe. Und ich bin sicher, ich werde zeitweilig sehr schlechte Laune bekommen. Mich langweilen. Und dann werde ich die Bücher in meinem schönen Regal seit langer Zeit mal wieder genauer ansehen. Oder meine Gitarre in die Hand nehmen. Oder die Aquarellfarben aus der Schublade kramen. Oder rausgehn. Oder mit der Hand schreiben. Oder Sachen sortieren, die in dunklen Ecken meiner harren. Oder all das und noch ganz andere Dinge.

Wenns irnzwas Wichtiges gibt, das ich am Computer machen will, kommts auf ne Liste, und übermorgen kann ichs dann machen. Und – es wird nicht nötig sein, ich sags mir nur für den Fall: Wenn ich irnzwas wirklich brauch – ein Rezept, das ich im Rechner habe, einen Weg nachgucken, eine wichtige Sache ausdrucken, sowas – dann darf ich das.

Oke. Das bedeutet: morgen bin ich nicht online, und meine Dankesammlung für morgen schreibe ich übermorgen. Und dann kann ich berichten, wie’s war und ob ich das weiter mache.

Jau, für diese Idee bin ich dankbar. =)

Außerdem erfreulich fand ich heute, wie schön Molly farblich auf den Stuhl passt,
auf dem eigentlich ich ganz gerne manchmal sitzen würde…

Nix auf der Welt gähnt so entzückend wie ne Katze.

So, jetzt noch das Gedicht.

Gewitterschwüle
kein Regen, kein Donner, nur
Wind und Straßensound

14. Juni 2017, Mittwoch ~ Dankesammlung

Oja, wieder Balkonblumenfotos. Ich bin nämlich sehr dankbar, dass ich vor einiger Zeit diesen schlichten kleinen Fotokurs im Hack-Museum gemacht habe. Seit dem stelle ich meine Kamera selber ein. Dabei produziere ich mehr Murks als zuvor, und doch: manchmal kommen magische Bilder dabei raus.

Das hier, von den Kapizinerkresseblüten, ist kein gutes Foto. Ich mags trotzdem, weil es mich an ein Pop-Art Bild erinnert. Leider erinnere ich mich nicht daran, welches genau… Wenn jemand ne Idee hat, bitte kommentieren. =)
edit: Grad ist es mir eingefallen. Andy Warhol, „Flowers“. Natürlich! =)

 
Und nun noch die zauberhafte, im Dunkel schwebende Kornradeblüte:

 
Überhaupt, das Licht! Heute war wieder so ein Zauberlichttag. Ich freue mich jeden Abend, wenn die Sonne durch die Fenster meines Zimmers fließt, die neuerdings aufgehängten Kristalle zum Funkeln bringt und Regenbogensplitter verteilt.

 
Eben ist mir eingefallen, dass ich vor Tagen schon ein Foto vom Katzenkasten versprochen habe. Hier ist es endlich.

Was mich ein bisschen gruselt – obwohl ich dafür dankbar sein könnte: Nelly hat sich in diesem Kasten eingelebt. Wenn wir sie rausnehmen, will sie wieder rein.
Nelly haben wir von einem jungen Paar übernommen, bei dem sie in einer kleinen Wohnung viel alleine war. Mit unseren anderen Katzen ist sie nicht richtig warm geworden. Sie hat sich immer nen Platz gesucht, wo sie ihre Ruhe hat.
Der Kasten jetzt gibt ihr, scheint mir, ein Gefühl von Sicherheit.


Die Kastenkatze im Katzenkasten.
Sie muss jeden Tag raus, sie muss sich ein bisschen bewegen. Hachseufz. Unser Sorgenkätzchen.

So, das wars für heute. Noch schnell das Schlichtgedicht.

Zum dichten hab ich heute keinen Bock
und damit ich jetzt nicht ewig am Rechner hock
ist das hier das Gedicht,
ob du’s glaubst oder nicht.

13. Juni 2017, Dienstag ~ Dankesammlung

Eben hab ich noch nen langen Vortrag online angehört, der mich wieder daran erinnert hat, worum’s geht: Nicht zu meckern, nicht zu lästern, nicht zu vergleichen, nicht haben zu müssen (der große Unterschied zwischen Sehnsucht und Sehnen) und die Gefühle und Emotionen, die in uns angestaut sind, zu fühlen. Dieser ungesunde Quark von wegen wir dürften keine ’negativen‘ Emotionen fühlen. Wir müssen die fühlen. Viele im englischsprachigen Bereich nennen das shadow work – Schattenwirken.
Das bedeutet nicht, uns von unseren Emotionen zu unheilsamen Taten hinreißen zu lassen (Streiten z.B.) oder uns drin zu suhlen.
Durchfühlen, zulassen, sein lassen, fließen lassen. Transformation.

Eya, sorry für die Kurzpredigt.

Danke – natürlich – für die Blumen auf dem Balkon.

Und danke noch mal an den netten Chef vom hiesigen Bioladen für die Tomatenpflanzen, die er mir neulich geschenkt hat.

 

Danke an Molly für ihr Da- und Sosein. Ach, an alle Katzen, natürlich.

 

Wir waren heute noch mal in MA, haben das neue Fahrrad vom Gefährten abgeholt, und bei der Gelegenheit habe ich im Laden mein eierndes Hinterrad vorgezeigt. Oje, das muss dringend gemacht werden, hab ich erfahren. Da muss ein neues Rad bestellt werden, das dauert, wenn es da ist, muss es montiert werden, das dauert noch nen Tag, und das kostet dann so 120.- bis 140.- Ocken.
Oke, ich übe ja zur Zeit, mich reich und sicher zu fühlen, trotz heftiger Unkosten im Alltag. Funktioniert auch einigermaßen, und ich bekomme auch reichlich Gelegenheit zum Üben…
Ich habe beschlossen, noch andere Angebote einzuholen und bin in MA zum Bahnhof gefahren, wo eine nette Fahrradwerkstatt — war. Die machen grad für immer zu. Meh.
Was andererseits vielleicht genau so sein soll, weils hier in LU diesen schnuckeligen Radladen gibt. Da bin ich auf dem Heimweg vorbeigefahren. Der hatte das benötigte Rad im Lager, nächsten Montag bringe ich mein Fahrrad hin, Dienstag hol ichs ab, und kosten wirds unter 80.- €s. Danke!

Noch in Mannheim fand ich auf dem Weg zur Jungbuschbrücke wunderschöne wilde Wicken. Wie ihr euch denken könnt, MAG ich Wicken. Sehr!

Jo, und jetzt gehen wir bald ins Bett und gucken wieder eine neue Serie, die ein bisschen besser zu werden verspricht als dieses grauslich verquaste „Kettering Incident“. Ich möcht echt mal wieder was gucken, wo die Autoren eine Geschichte zu erzählen haben, statt in ominösen Andeutungen zu schwelgen, die nie erklärt werden.

Eya… irnzwer hat oben was von ’nicht lästern‘ gepredigt. Okeoke. Danke.

 

 

 

edit:

Achgosh, jetzt hätte ich doch fast das Gedicht vergessen. Tscha, zu früh erleichtert aufgeatmet. Hier kommt es.

Öm…

Die wilden Wicken
wuchern und werfen ihre
Schatten auf den Weg.

 

12. Juni 2017, Montag ~ Dankesammlung

Vormittags wars schon so schön. Das Licht in der Wohnung, darin die bunten Flecken der Glaskristalle, die wir überall aufgehängt haben. Das  Gewucher auf der Dachterasse erfreut mich jeden Tag, und immer wieder kommen neue Überraschungen. Heute hab ich Borretsch entdeckt! ❤

Sorry, ich konnte nicht widerstehen und hab mal wieder so ne beknackte gif gemacht. =)


Go, Borretsch, GO!

Dann die wunderbare Schwüle. Ich mag das. Ich habe Räucherstäbchen angezündet, und als ich aus der Küche ins Wohnzimmer guckte, sah ich — hier ist was mit dem Licht, an diesem Ort. ❤


Kleiner ZauberRauchDrache. ❤

 

Am frühen Nachmittag sind wir nach Mannheim gefahren, um ein paar Dinge zu erledigen. Unter anderem das: Der Gefährte hat sich ein schönes Fahrrad gekauft, wofür auch ich sehr dankbar bin, weil er jetzt nicht mehr meins nehmen muss.

Auch dankbar bin ich, dass das so schnell ging. Ich hatte schon befürchtet, dass Wochen des Abwägens, Vergleichens, Rumrechnens und Bestes Angebot Suchens auf mich zukommen. Nee. Rein in den Laden, gesehen, gekauft. So wie ich vor gut nem Jahr (war auch derselbe Laden). Wunderbar! ❤

Morgen laufen wir nach MA, bzw. ich werd auf meinem Rad neben ihm herrollen, um sein neues Rad abzuholen. Dann fahren wir zum Wochenmarkt, dann trudeln wir noch bisschen rum. Möge das Wetter morgen so schön sein wie heute!

Es war schön in Mannheim. Warm, bunt, und heute roch die Stadt wieder nach Schokolade. ❤ Ist ja immer noch home turf für uns. Wir haben jetzt zwei Städte als Zuhause. ❤

Der Wind ist sehr wild heute. Die Sonne brutzelte, das gelbe warme Licht brachte alles in Klarheit und Weite zum Leuchten. Am Neckar ließ jemand einen Drachen steigen.

 

Heute sind Drachen in der Luft
am Fluss und zwischen Räumen
Sylphenwolken, Schokoduft
wilder Wind in Straßen und Bäumen

Schirme leuchten, Blumen vibrieren
Katzen kratzen an Scheiben.
Der Mandelkäse ist nur was zum Schmieren
und ich werd ihn mir trotzdem einverleiben.