Design

Muster machen

Ich hab gestern was total Hübsches entdeckt – da sind Generationen vor mir schon Leute drauf gekommen, ich habs halt gestern entdeckt – nämlich abstrakte Tapetenmuster machen.

Zur Demonstration hier ein altes Werk von mir – sehr, sehr alt, ich glaub, da war ich 15 oder 16 oder so, als ich das gemacht habe. So wirkt es. Ich habe es gewählt, weil es Schrift ohne Linien hat.

Aus diesem Meisterwerk wähle ich einen winzigen Ausschnitt.

Diesen Ausschnitt verdoppele ich zweimal durch Spiegeln, dabei drehe ich das Bild auch um 90° (das sieht meistens besser aus):

     

Und das  letzte Bild – sieht doch schon erstaunlich nett aus! – ist dann meine Kachel, und wenn ich die kachel, dann bekomme ich das:

Ist das nicht entZÜCKend? Also, ich bin ganz begeistert und verbringe seit gestern viel zu viel Zeit am Computer, um aus irgendwelchen Kritzeleien Tapetenmuster herzustellen.

Ausufer…

eins habbich noch, als Beispiel für Krakelkritzel:

wird zu

P.S. Das erfordert geringe Bildbearbeitung-am-Computer-Kenntnisse. Ich unterstelle, dass Leute, die das jetzt auch machen wollen, die haben. Wenn das nicht der Fall ist: stellt Fragen, ich erkläre das gern noch mal ein bisschen ausführlicher. Allerdings kann ich nur bei Gimp helfen.

(Wer Gimp nicht kennt: Gimp ist SUPER! Der Link, den ich oben gesetzt habe, ist zum Handbuch und das sieht auf den ersten Blick vielleicht bisschen gruselig aus. Ist es nicht. Runterladen könnt ihr es bei vielen Anbietern. Sucht bitte selbst im Netz danach, ihr werdet sofort fündig.)

 

 

eins noch…

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ScrapBook

Oh, ein neuer Trend. Naja, neu… Ich bin eher langsam, bis ich mal was mitbekomme.

Obwohl – vor Jahren schon hab ich auf deviant Art so Vintage-Collagen-Kram gesehen. Die Sachen haben mir besonders gut gefallen — bis ich in ’nem Bastelladen in der Stadt war und die ganzen Stempel, Aufkleber, bedruckten Papiere, Borten, Schablonen etc. pp. gesehen habe. Da wurde mir klar, dass vieles, was ich auf dA gesehen habe, einfach nur zusammengekauft und -geklebt worden ist.

Ähnlich ist meine Enttäuschung, wenn ich im Netz nach „Scrapbook“ suche. Ich finde sowas wirklich schön, aber ich hab bis jetzt noch nichts gefunden, was nicht aus gekauftem Zeugs hergestellt wurde. (Wer was Schönes weiß, das echt selbstgemacht ist, möge im Kommentar verlinken!)
Mir ist nicht ganz klar, was da so toll selbstgemacht sein soll, wenn ich nen Kit bestelle, in dem alles schon drin ist: Borten, Schmuckpapier, das vordesignte Reinschreibe-Buch, kleine süßliche Aufkleber… Oder wenn ich eine Verpackung selbermache, die aus nem vorgestanztem und vorgefalteten Karton besteht, den ich dann noch mit thematisch vorgefertigten Aufklebern, Motiv-Stempeln und Goldkordel ‚individualisiere‘.

Naja, es ist ein Riesenmarkt. Es gibt paar Stars unter den Scrapbookern, die Seminare geben.
Bastelbeschreibungen lesen sich dann oft so:

Die drittgrößte Prägevorlage der Sternkollektion von Firmenname durch die Name von Stanzmaschine gekurbelt, mit dem Firmenname Superfalter an den Ecken plastisch gefaltet, SuperMagischKleber von Firmenname mit dem SpezialSuperPinsel der Kollektion Pinseldireins von Firmenname dünn draufgestrichen und mit MegaGlitterStaub Special Edition, die ich gestern im großen Testpaket von Firmenname in der Post hatte (Auspackvideo dazu auf YouTube link)
äh, wo war ich?
Achja, Glitterdrauf, und BOINGS! Da ist der Stern. Sieht genauso aus, wie die, die’s im Dekoladen zu kaufen gibt.
Wenn ich die Kosten fürs Material zusammenzähle (was ich nicht muss, da ich den Kram von den Firmen zum Ausprobieren geschenkt bekomme, damit ich auf meinem Blog Reklame dafür mache), dann kommt mich der selbstgemachte Stern bisschen teurer, aber unbezahlbar ist doch das Wissen: Ich hab was selbstgemacht, das aussieht, als wärs maschinell hergestellte Massenware.
Ein wunderbares Gefühl!

Es gibt auch digitales ‚Papier‘, digitale ‚Aufkleber‘ und Stempel zu kaufen.
Und ich hock mich hin und mach meine Bloghintergründe selber…

Jetzt erst recht!

Ich hab die Tage durch meine Ordner geguckt und Pinsel für Gimp gemacht, Die kann ich verwenden wie digitale Stempel. Dann hab ich noch paar neue Fotos gemacht und bearbeitet, und dann hab ich mich an meinen ersten digitalen Scrap Book Seiten versucht.

Einerseits bin ich noch überhaupt nicht zufrieden, weil sie nun mal… naja – bisschen scheiße aussehen. Andererseits bin ich begeistert, weil sie mir zeigen, was geht. Drum zeig ich die ersten beiden Versuche jetzt.

Kolam werden die Kreidemandalas genannt, die in Indien von den Frauen vor Eingänge gemalt werden. Sie bringen Segen.

Allerdings ist mir eine sehr wichtige Sache aufgefallen, die nahtlos rüber zu meinem HeckenWicke-Sprit-Maggi Blog führt:

Ich habe jetzt einiges Material für digitales Scrappen, und ich habe sehr viel gesammeltes Schnipselzeugs für richtiges Scrappen. Was mit fehlt, ist der Inhalt, mit dem ich die Form füllen kann.
Urlaub, Familie, Katzen – sowas reizt mich eher nicht…

Wer ne tolle Idee hat, möge sie mir mitteilen; und ansonsten bin ich zuversichtlich, dass beizeiten was auftauchen wird, wenns sein soll.
Dafür hab ich jetzt schon mal bisschen geübt.

Ach, und das noch. Mit sowas verbringe ich meine Zeit. Ja, es ist grauenhaft!

Bess demnächs, wenn ich mal wieder Inhalt hab.

 

John Coultharts { feuilleton }

Auf deutsch würd er nicht wirklich Hans Kultherz heißen. Würd aber passen. :)

Seine Online-Galerie und seinen Blog habe ich vor einigen Jahren gefunden, als ich das Internet nach schönen Bildern des kabbalistischen Lebensbaumes absuchte. Er hat das Coolste von allen gemacht, finde ich. Hier.

Ich find bei ihm ganz viel, dass ich selber mag: Jugendstil, Symbolismus, Lovecraft, Hawkwind, Oscar Wilde, Wicker Man, Alan Moore, True Detective, Steampunk, Melechesh (arabische Metal-Band, für die er Cover macht) – das sind bloß paar Stichworte, die mir grad einfallen, zu denen er was gepostet hat.
Und dann finde ich auch immer wieder was, das ich eben noch nicht kannte, und das mir richtig gut gefällt. Nicht zuletzt seine Kunst.

Jo, mehr wollt ich gar nicht schreiben, ich wollt den Blog bloß denen empfehlen, die ihn noch nicht kennen und vielleicht auch Spässken dran haben.

{ feuilleton }