Disziplin

Fülle

Heute hab ich keine Lust mehr, diesen Beitrag zu schreiben. Und ich hab mirs vorgenommen, also muss ichs machen. Wg. des Selbstvertrauens, ihr wisst schon.
Es wird wieder lang. Ich sach nur… =)

Inzwischen finde ich — also, mein Verstand findet, dass ich auf sehr hohem Niveau jammere und mich was schämen sollte, so gut wie’s mir geht. Und immer ging.

Und das ist auch wahr, objektiv betrachtet und verglichen mit anderen.

Und es ist auch wahr, dass ich die meiste Zeit meines Lebens, auch während wirklich toller, aufregender Zeiten, in Angst, Schrecken und Mangelgefühl gelebt habe. Und ich hab den Verdacht, dass daran mein Verstand, also, meine Gedanken, ursächlich beteiligt waren.

Ich habe früher gedacht, meine Gedanken wären das Produkt meiner Emotionen. In der HPΨ-Schule habe ich zum ersten Mal das Gegenteil gehört, und ich konnte es erst gar nicht glauben.

Inzwischen habe ich darüber nachgedacht, mich selbst beobachtet, nachgespürt, und außerdem auch aus anderen Quellen dieselbe Information erhalten: Unsere Emotionen sind das Produkt unserer Gedanken. Erst kommen die Gedanken, oft unbemerkt, unbewusst. Alte Muster, uralte Glaubenssätze. Und die erzeugen Emotionen. Angst, Schrecken und Mangelgefühle z.B.

Zur Zeit werden alte Muster, Glaubensätze, unheilsame Gedanken durch Ereignisse in meinem Leben ausgelöst.

Als ich Dienstag meine erste geschäftliche Tarotlegung absagen musste, hatte ich schon so ein abergläubisches Gefühl von Scheitern… Am selben Tag kam die erste Tierarztrechnung, deren Höhe mich arg beutelte. Ich bin dadurch in mein Angst- und Mangelmuster geraten. Dazu kamen all die fälligen Beträge am Monatsanfang. Ich hab – gefühlt – nur noch Geld von meinem Sparbuch geschaufelt und in der Gegend verteilt.
Als ich letzten Donnerstag aufwachte, war ich übelst deprimiert. Nelly war wieder da, es ist schön hier, und ich bin niedergeschlagen und voller Angst erwacht.
Das kenne ich von früher, deprimiert aufwachen. Früher war das normal. Heute nicht mehr.
Darum habe ich es gleich gemerkt und geübt, meine Gedanken zu disziplinieren und ein Gefühl von Fülle hervorzurufen.

Ich habe versucht, mich an eine Begebenheit in meinem Leben zu erinnern, in der ich das Gefühl von Fülle und Reichtum verspürt habe. Es fiel mir nichts ein. Eine vage Erinnerung an ein Weihnachtsfest, ich noch ein kleines Kind, und mehr Geschenke, als ich verarbeiten konnte. Nee, zu vage, und so richtig toll war das auch nicht, eher überfordernd.

Ah, ich weiß! Zahltag auf Tour!
Als ich Roadie für Copperfield war, bekam ich 1000.- Mark die Woche (das war der niedrigste Lohn in der Crew) bar auf die Kralle. Plus Mehrwertsteuer. Das war echt viel Geld für mich (da hab ich auch noch Jahre von gezehrt).

Vor meinem inneren Auge entstand die Schlange vorm Tourleitungsbüro, ich bin dran, geh rein, die Tourchefin sitzt am Schreibtisch, vor ihr die Umschläge mit dem Geld — DIE Tourchefin, die mich in Wien im Hotel vergessen hat! Die zu blöd war, ihren Job zu machen und im Bus mal durchzuzählen, ob alle da sind. Diese Tourchefin!

Ratzfatz hatte ich Streit mit der Tourchefin und hab ihr all das gesagt, was ich ihr damals nicht gesagt habe.
Bis ichs endlich gemerkt habe.

Nun, Alberich, das schlug fehl. (Wagners Wotan zum Zwerg im „Siegfried“.)

Es ist mir Donnerstagmorgen im Bett nicht gelungen, ein Gefühl von Fülle heraufzubeschwören. Ärger und Streit und anderen Mist hatte ich sofort parat, zum mich tief drin Verlieren.

Das war nicht schön. Einerseits. Andererseits war es sehr aufschlussreich. Wenn ich Angst habe, werde ich aggressiv. Ist ja nicht grad selten. 😛
Dass es mir so schwer fallen würde, mich an etwas Schönes in Fülle zu erinnern, das hätte ich allerdings nicht gedacht.

Nach dem Aufstehen, in der Küche, hier wo ich bin, da habe ich Fülle empfunden. Das war schön!

Dann kam die zweite Tierarztrechnung. Wir sind jetzt bei gut 1300.-, und das ist noch lange nicht alles. Es kommt noch eine OP, dazu die ganzen regelmäßigen Untersuchungen.
Dann kam Info von unserem Anwalt, dass unserere Exvermieter klagen.
Das war der Donnerstag.
Freitag hab ich gemerkt, dass ich seit Februar meine Krankenkasse nicht mehr bezahlt habe. Das waren dann auch weit über 500.- Ocken auf einmal. Das Geld hätte ich sowieso bezahlen müssen (die 6,50 Säumniszuschlag kann ich verkraften), trotzdem fühlte sich das wie eine weitere Sonderbelastung an.
Was mir wiederum half, diese Hammerschläge, die grad auf mich einprasseln, anders einzuordnen. Es gelingt mir… mühsam.
Es fühlt sich schlimm an. In Wirklichkeit bin ich genau da, wo ich sein will.

Heute regnet es extrem heftig, und an der Wand innen an der Treppe tropft das Wasser. In meinen sicheren, heiligen Ort, in diese wunderbare Wohnung regnet es rein!

Ich hab zur Zeit ab und an das Gefühl, ich werd verarscht. Oder bestraft. Als ginge es mir zu gut, und ich müsse wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht werden.
Auch das sind altbekannte, unheilsame Gedankenmuster von mir. Schluss damit! Wie ich mir selber, hier in diesem Blog, gesagt habe: IMMER IST VORBEI!

Wie war das früher, immer?

Wenn ich zurückdenke an meine Kindheit, dann sehe ich, dass ich in Wohlstand aufgewachsen bin. Meine Eltern haben beide gut verdient, meine Mutter kam dazu aus einer recht wohlhabenden wuppertaler Porzellangeschäfts-Familie. Wir gehörten der gehobenen Mittelschicht an, mit Aupair-Mädchen, Putzfrau, in schönen, großen Wohnungen, Urlaubsreisen, Auto – all das.

Und ich hab gedacht, wir hätten nicht genug Geld.
Ich bekam nämlich manche Dinge nicht, die ich mir gewünscht habe, wie z.B. das Metall- (naja, Blech-) Prinzessinnen-Krönchen, das zu Karneval verkauft wurde, und das ich so so gerne haben wollte. Meine Eltern fanden es zu teuer.
Was es war und immer noch ist – ich habe mir, als ich Anfang dreißig war, diesen alten Wunsch erfüllt und so ein Krönchen gekauft. Sieben Mark für ein bisschen gestanztes Blech. Ach je, war das Körnchen hübsch, ich hab mich so daran gefreut! Leider war ich zu alt daür… Als kleines Mädchen hätte es mir mehr Freude gemacht. Nur waren meine Eltern halt vernünftig und es kam nicht in Frage.

Stattdessen bekam ich viele Dinge, die ich gar nicht hatte haben wollen. Für manches bin ich heute noch dankbar – das Fahrrad, die Gitarre. Das meisten habe ich vergessen, über manches wundere ich mich heute noch. Ein Laubsägeset? Ein Emallierofen mit Riesenzubehör?!? Ich hatte mir so sehr ein Kettcar gewünscht!

Gelernt habe ich, dass ich nicht bekomme, was ich mir wünsche. Mir wurde auch erklärt warum, also habe ich noch gelernt, dass meine Wünsche unvernüftig sind.

Wie ich jetzt weiß, waren meine Eltern überhaupt nicht geizig und auch nicht immer vernünftig – auch mir gegenüber waren sie (und sind sie noch!) immer großzügig. Nur eben früher oft mit Dingen, die mir völlig egal waren; und oft nicht bei Dingen, die mir am Herzen lagen.

Desweiteren wurde oft und viel über Geld geredet, zuhause. Heute weiß ich, dass es daran lag, dass nun mal auch viel Geld ausgegeben wurde. Als kleines Mädchen hörte ich diese Geld-Gespräche mit an und dachte, wir hätten nicht genug.

Ich habe immer genug gehabt in meinem Leben. Und ich hab immer das Gefühl gehabt, ich wär arm und dürfte mir nichts leisten.

Ich vermute, die Heilung geht übers Wurzelchakra. Sicherheit, Verwurzelung, Lebensberechtigung.
Dass wir so oft umgezogen sind als ich ein Kind war, das hat auch nicht dazu beigetragen, dass ich mich sicher und verwurzelt fühle.

Hier&Jetzt ist es so, dass mein Erspartes durch die unvorhergesehenen Rechnungen sehr viel schneller dahinschmilzt als ich geplant hatte, dass mir die Klage der Exvermieter Angst macht (ich will vor allem nie mehr was mit denen zu tun haben), dass mir die lecken Stellen im Dach, die nassen Stellen an der Tapete Angst machen, und dass ich nicht weiß, woher ich Geld bekomme, wenn meins alle ist.

Hier&Jetzt ist es außerdem so, dass unsere Katze wieder da ist, die Wohnung und die Umgebung hier wunderWUNDERschön sind, dass der Gefährte und ich gut miteinander sind, und dass ich, wenn ich im Körper, im Moment bin, wirkliche Fülle empfinde, dass ich glücklich bin, wenn ich hier meinen Tagesgeschäften nachgehe ~ ich finde jeden Tag ehrlich Dinge für meine Dankesammlung, und ich gehe, wie ich schon schrieb, jeden Abend mit dem Tag versühnt ins Bett.

Ich sehe sogar einen Sinn in dem, was mir grad widerfährt. Es zwingt mich dazu, im Hier&Jetzt zu sein. Es zwingt mich, meine Gedanken zu disziplinieren. Es zwingt mich, meine Angst anzusehen. Ich habe guten Grund dazu, in jeder Deutung dieser Worte. Guten Grund.

Anleitung zum Ausstieg ~ Wie du deine Innere Stimme hörst

Jetz ma … Kokosöl bei de Tofuschnitzel.

Im Gegensatz zu dem, was ich im Artikel ZEITLINIEN behauptet habe – dass es völlig egal ist, was wir tun, weil es nur auf die innere Haltung ankommt – gebe ich hier eine Liste von Tips, von Sachen, die wir tun können, um aus der Maschinenzeitlinie auszusteigen.

Es ist nämlich immer beides – es ist egal, was wir im Alltag machen und es ist essentiell wichtig, was wir im Alltag machen. Das ist ein Magisches Paradoxon, das wir mit unserem Verstand nicht auflösen können. Im Innern wissen wir, dass es wahr ist. Das genügt.

Es ist wahr, dass es auf unsere innere Haltung ankommt. Dass es nicht auf das WAS, sondern auf das WIE ankommt.

Es ist auch wahr, dass wir viele heilsame Erkenntnisse gleich wieder vergessen, dass wir versäumen, sie in unser Leben zu integrieren.
Dann verändert sich nichts, außer, dass es uns u.U. noch mieser geht, weil nun auch noch das schlechte Gewissen dazukommt.

Es ist außerdem wahr, dass viele Techniken und Praktiken und Übungen wirken, auch wenn wir nicht sofort merken, dass es so ist. Sie wirken sofort. Sie ändern unsere innere Haltung zur Mitte hin.

Fortgesetzes Üben führt dazu, dass sich Dinge fügen und verschieben – zur Heilung, zur Mitte. Zu Fülle und Freude. Fülle und Freude sind heilsam, bringen uns weiter und lösen Empire auf.

Es gibt dann immer noch Schmerz und Angst. Leben hier auf der Erde ist kein Ponyschlecken und soll auch keins sein.
Nur, aus unserer Mitte heraus können wir mit dem, was wir erleben, ganz anders umgehen. Die Stürme des Lebens lassen unser Boot dann nicht mehr kentern, sondern wir behalten die Nerven und die tiefe Freude, das tiefe Vertrauen unter allem und segeln weiter.

Die Übungen wirken auch, wenn wir uns nichts davon versprechen und nicht an sie glauben.

Sie wirken eher nicht, wenn wir sie sklavisch ausführen, gegen unser Gefühl, ohne Freude, weil wir meinen, wir müssten. Das wäre die falsche Art von Disziplin. Die Sorte, die Empire uns beigebracht hat und die wir jetzt verlernen.

Die Tips auf der Liste habe ich aus vielen Quellen zusammengeschöpft. Auf manches bin ich sogar ganz von alleine gekommen. =)
Die Liste ist weder auch nur annähernd vollständig, noch bindend, noch geordnet.
Viele der Tips können euch banal, oder bescheuert und/oder absurd vorkommen.
Es ist NICHT meine Absicht, zu missionieren oder Leuten ein schlechtes Gewissen zu vermitteln, wenn sie nicht machen, was ich hier vorschlage. Ich möchte nicht als Besservetch und nervende, altkluge Predigerin bekannt werden.
Meine Absicht ist, meinen ZEITLINIEN-Artikel zu ergänzen. Es IST wichtig und wirksam, was wir machen und lassen.
Jede und jeder nehme an, was passt und lasse den Rest getrost liegen.

Das meiste von dem, was ich jetzt aufzähle, habe ich ausprobiert und sehr gute Erfahrungen gemacht, und ich übe weiterhin damit.
Ein paar Sachen übe ich noch nicht oder viel zu wenig, z.B. ‚in die Natur gehen‘. Ich habe sie trotzdem mit auf die Liste getan, auch wenn ich selber da kein Vorbild bin, weil ich WEISS, dass sie heilsam sind.

Und ich freue mich über jede Ergänzung. Nutzt die Kommentarfunktion dazu. Oder schreibt selbst einen Blogbeitrag dazu. Oder – MACHT WAS IHR WOLLT!
Das ist auch schon der erste Tip.

Mach, was du willst.
Dazu solltest du natürlich wissen, was du willst. Deine Wahren Wünsche von den Begierden deines Egos unterscheiden können.
Wie das geht? Schritt für Schritt. Paar Tips dazu findest du hier. =)

Keine Angst vor der Angst. Wenn du Angst oder Unbehagen verspürst: Schau hin. Was steckt dahinter? Das, was dahinter steckt, will gesehen und gefühlt werden. Dann verändert es sich und/oder löst sich auf.

Vertraue deinem Bullshitdetektor. Wenn sich etwas nicht gut für dich anfühlt, dann beachte dieses Gefühl und handle danach. Und wenn es nur ein Inneres NEIN ist, dass du für andere unhörbar im Innern aussprichst. Auch das hat Wirkung.
Wenn du deine Wahrnehmung, deine warnenden Gefühle missachtest und wegdrängst, dann signalierst du Empire und vor allem dir selber, dass du dir selbst nicht traust und dass du dich lieber fremdbestimmt durchs Leben steuern lässt.

Stärke dein Selbst-Vertrauen, indem du tust, was du dir vornimmst. Sofort. Und wenn es nur ganz kleine Dinge sind, wie z.B. die rumstehende leere Kaffeetasse in die Küche zu räumen. Du wirst merken: Der Widerstand vor der lästigen Handlung ist in der Regel das Schlimmste an der ganzen Sache. Das ist so ähnlich wie mit Angst. Wenn du’s angehst, wirds SOFORT besser.

Sei sehr vorsichtig und zurückhaltend mit Versprechungen, sowohl anderen als auch dir selbst gegenüber (s.o.: Selbst-Vertrauen). Nicht gehaltene Versprechen kosten unglaublich viel Kraft.

Iss wenig oder gar keine tierischen Produkte.
Entgegen anderslautender Behauptungen sind Menschen keine Omnivoren. Unser Darm ist zu lang, um Fleisch zu verdauen. Wir können Fleisch essen – in Notzeiten, wenn wir nichts anderes haben. Dann sollten wir NUR Fleisch essen und es mit nichts anderem  mischen, bis es verdaut ist.

Iss viel frisches Gemüse in Bioqualität. Keine neue Erkenntnis. Und wahr.
Wenn wir uns gut ernähren, kann unser Körper jede Menge Mist wunderbar entgiften. NICHT gut sind industrielle Lebensmittel. Pestizidverseuchtes Billigessen, industrieller Zucker – diese Dinge ruinieren  nicht nur unsere Gesundheit, sie wirken auch auf unsere Psyche und verstopfen spirituelle Kanäle. Es IST wichtig, was wir essen.

Schütze dich vor den Nachrichten.
Ja, es ist heilsam, informiert zu sein. Nur, die Quellen, die uns offiziell angeboten werden, sind verseucht. Ich habe keine Lust mehr, da drumrumzureden und mich zu rechtfertigen dafür, dass ich keine Zeitung lese, keine Nachrichten im Radio, Fernsehen und Internet konsumiere. Ich bin trotzdem gut informiert. (Ja, Anschläg in Manchester und Jakarta. Und? Ist die Welt besser, wenn ich darüber was weiß oder gar schreibe?)
Die Nachrichten, die wir vorgesetzt bekommen, dienen nur einem Zweck: uns in Angst und Ohnmacht zu halten und von unserem eigenen Hier&Jetzt abzulenken.

Stell den Soundtrack aus!
Keine Stöpsel in den Ohren, wenn du unterwegs bist. Keine ständige Berieselung, wenn du daheim bist.
Hör auf das, was um dich herum ist.
Es gibt Gelegenheiten, da ist ein eigener, gezielt ausgewählter Soundtrack sehr heilsam. Sowas kann dich schützen und deine Laune heben (wodurch du höher schwingst) und dich bei Handlungen unterstützen. Das ist eine magische Praxis. Eine ständige Berieselung durch Musik, die den Klang der Wirklichkeit überlagert, der dich umgibt, vermüllt deine Kanäle und macht es deiner inneren Stimme sehr schwer, von dir gehört zu werden.

Geh raus! Geh in die Natur. Einmal im Monat ein zwei Stunden irgendwohin, wo nichts Menschengemachtes ist.

Pflege deine Gemeinschaft, sei vernetzt. Nicht nur übers Internet. Vor Ort.

Lebe an einem Ort, wo du gern bist. Jaja, leicht gesagt für manche. Hab Vertrauen, alles fügt sich. Mach es dir da, wo du bist, so schön, wie es geht. Es wird dich an angemessenere Orte ‚verschlagen‘, je mehr du in deine Mitte kommst.
Tu was dafür!

Mach etwas, sei kreativ, sei tätig. Mach etwas, das du sinnvoll findest. Nichts ist immer toll, alles ist auch mal anstrengend, lästig, unangenehm. Solange du es sinnvoll findest, kannst und willst du es tun, und es ist gut für dich (und andere).

Prüfe deine Lebensumstände. Achte vor allem auf den Ort und auf die Leute, mit denen du verbunden bist und auf das, was du tust (s.o.). Prüfe, ob diese Aspekte in deinem Leben sich gut anfühlen. Oder ob sie dich Kraft kosten und dich letztendlich unglücklich machen. Wenn das so ist, ändere sie!
Ja, das ist ne scheinbar richtig Große Sache. Diese Dinge sind elementar wichtig, darum erscheinen sie uns ja so schwierig. Sie sind in Wirklichkeit einfach. Wir sollen und dürfen nicht wissen, dass sie einfach zu ändern sind, damit wir sie nicht ändern und brav in der Matrix bleiben.
Vielen Leuten, die mich um Rat bitten, kann ich nur raten: Kündige deinen Beruf (oder Geh von der Arge weg!), trenne dich, zieh um… Dann höre ich 10.000 „aber“s und Gründe, warum das nicht geht. Schau nicht auf die Gründe, warum das nicht geht. Schau auf das, was du machen willst, und MACH ES. So gut du hier&jetzt kannst. Beginne im Kleinen. Übe Vertrauen.

Löse dich von Gruppendruck. Ist es wirklich wichtig, was irgendwelche Leute, die du nicht besonders gut kennst (und vielleicht nicht besonders gut leiden kannst) über dich denken?

Löse dich vom Konsumterror. Vermeide Müll, lebe nachhaltig. Dazu könnte ich Bücher vollschreiben. Ich verweise an die Blogs, Videos und Bücher, die es schon dazu gibt. =)

Trink jeden Tag 3 Liter klares Wasser ohne Kohlensäure und bitte auch nicht aus ner Plastikflasche. In der Regel ist Leitungswasser gut. Verteil die 3 Liter über den Tag und mach dir das Wasser heiß, wenn du magst.

Starre nicht so viel ins Internet und/oder auf dein Smartphone und/oder Tablet. Ja, auch du, Vetch. (Ich hab zwar ’nur‘ nen Computer — und an dem kann ich Tage am Stück verbringen. Nicht zu empfehlen!)

Mach Musik. Und wenn du nur unter der Dusche singst. Selber Musikmachen ist sehr gut fürs Gehirn. Und fürs Herz.

Vermeide Mainstream Media. Dazu gehören Zeitschriften und Zeitungen, Fernsehprogramme genauso wie hirnlose Videos oder die supertollen Blockbusterfilme, mit denen wir zugekleistert werden. Du meinst, du wärst reflektiert und könntest ohne Schaden Reklame, manipulative Geschichten und Bilder etc. konsumieren? Weit, weit gefehlt. Mach mal einen Versuch: Medienfasten für einen Monat, und lass dich dann überraschen, wie Fernsehen plötzlich auf dich wirkt. Ich kenne niemanden, NIEMANDEN, die oder der einigermaßen heilsam unterwegs ist und sich noch oft von den Medien berieseln lässt. Alle Leute, die ich kenne, die heilsam wirken und eine Freude und Zufriedenheit ausstrahlen, schützen sich vor den Medien des Mainstream.

Erkenne das Ausmaß der Manipulation, dem die Menschheit ausgesetzt ist.
Ich weiß, dass viele der riesigen Masse, die meinen Blog ab und zu lesen (so ca. 15 Leute zur Zeit… =) ) aussteigen, wenn ich von der Großen Verschwörung erzähle. Ich würds ja auch gar nicht tun, wenn ich nicht wüsste, dass es doch auch wichtig ist. Warum? Nicht, weil wir ‚Sie‘ entlarven müssen, bekämpfen, besiegen, alle Menschen aufwecken und befreien müssen – all das ist unheilsamer Quark.
Wir müssen das Tun der Matrix erkennen, wir müssen Empire erkennen, damit wir begreifen, dass das, was uns als Gut und Richtig und Wichtig verkauft wurde, eine einzige große Lüge ist. Wenn wir das begriffen haben, fällt es uns viel leichter, ohne Zweifel und Bedenken, frei von Angst, Schuld, Scham und schlechtem Gewissen auf unsere innere Stimme zu hören, unsere wirklichen Prioritäten zu sortieren und aus dem Wahnsinn auszusteigen.

Wenn du draußen unterwegs bist, dann richte deine Aufmerksamkeit (so weit es geht, ohne, das du Unfälle verursachst…) auf Organisches: Schau auf Pflanzen, Tiere, in den Himmel. Löse deine Aufmerksamkeit von Schrift, Schaufenstern, Leuten.

Mach regelmäßig Sport, Yoga, Tanzen, etwas für deinen Körper. Lebe in deinem Körper – dazu sind wir hier!

Streiche das Wort „aber“ aus deinem Vokabular. Meistens kannst und sollst du es durch „und“ ersetzen. Manchmal helfen auch „trotzdem“, „dennoch“ etc. Mach es einfach, es wirkt!

Vermeide Drogen aller Art. Auch Psychodelika. Auch und VOR ALLEM Alkohol. Und Zucker.

Richte deine Aufmerksamkeit jeden Tag auf Schöne Dinge. Hilfreich kann eine tägliche Dankbarkeistliste sein.

Wenn dich etwas ärgert, geh nicht in Konfrontation. Lass dich nicht auf Reibung ein. Schau, was dahinter steckt.

Du kannst und musst niemanden retten; und niemand anders muss erst irgendwas tun oder lassen, bevor du glücklich sein kannst. Wenn du dir und anderen helfen willst, Missstände beseitigen willst, dann lebe ein selbstbestimmtes Leben ohne Schaden für andere in Kauf zu nehmen, sorge für dich, tu was du willst, übe Vertrauen, höre deine innere Stimme und folge ihr. Die Dinge werden sich fügen und du rettest die Welt.
 

 

22. Mai ~ Dankesammlung

Heute morgen wär ich fast schon wieder nicht zur Schule gegangen. Gestern wars wieder spät, und heute morgen bin ich nach dem Weckerklingeln sofort wieder eingeschlafen. Katze Molly weckte mich eine Viertelstunde später, als sie eine trockene Chilischote durchs Wohnzimmer jagte.
Vorsicht Molly, wenn du die beißt, beißt sie zurück!
Außerdem – wie kommt diese Chilischote von der Küchenablage auf den Wohnzimmerboden? Sie muss gesprungen sein. Die Katze kann sie nicht runtergeschmissen haben, denn die Katzen dürfen nicht auf die Küchenablagen. 😛

Jedenfalls, danke! Chilischote und Molly, dass ihr mich geweckt habt. ❤

Die Zeit war natürlich knapp, und ich hatte auch gar keine Lust. Die Fahrt mit dem Fahrrad über die Brücke dräute anstrengend zu werden. Und weil heute das Thema „Phantasiereise“ war, wollte ich auf keinen Fall zu spät kommen. Das ist immer blöd, wenn bei praktischen Sachen die Leuts tröpfchenweise eintrudeln.
Weil ich so knapp war, dachte ich, dass ichs eh nicht rechtzeitig schaffe und erwog wieder, einfach zuhause zu bleiben. Wieder fühlte sich das ungut an. Also hab ich alles gemacht – Morgenwäsche, Katzenfüttern, Katzenklo, Rucksackpacken – und siehe: ich war bald fertig, die Fahrt war locker, und ich war 20 Minuten zu früh. Wow. Danke! =)

Phantasiereise war erst gruslig und dann wundervoll. Erst haben wir eine Liste von Stichwörtern gemacht, die uns grad bewegen, Schönes und auch zu Lösendes. Diese Liste bekam eine andere Person, die daraus eine Phantasiereise geschrieben und mit der Listenschreibeperson durchgeführt hat.
So bekam ich also eine speziell mich zugeschnittene geleitete Medi. Das war wirklich schön. Und die Medi, die ich geschrieben und durchgeführt habe, kam auch gut an. Fein. Danke. ❤

Danach sind paar von uns noch Kaffeetrinken gegangen, und in dem Rahmen habe ich meine erste geschäftliche Tarotlegung angebahnt. Übernächsten Dienstag nach der Schule.
Das Geschäft zu vereinbaren war für mich nicht einfach. Ich bekam Unterstützung von einem Mitschüler.
Ich erwisch mich dabei, wie ich Gründe suche, warum das nicht klappen könnte. So ein BullShit! Natürlich klappt das. Ich freu mich drauf, und bis dahin hab ich Flyer.

YÖH! Danke! ❤

 

20. Mai ~ Dankesammlung

Puh, gestern war ich viel zu spät im Bett. Bzw. heute; das war nicht mehr gestern, als ich ins Bett ging.
Weil ich wusste, dass ich sehr schwer aus dem Bett kommen würde, habe ich meinen Wecker nicht gestellt. Ich war außerdem sicher, dass es heute in Strömen regenen würde und ich deswegen nicht mit dem Rad zur HPΨ Schule fahren kann, und ich wollte keine Fahrkarte für die Bahn kaufen. Manchmal bin ich geizig sparsam. Also, zu wenig Schlaf, zu viel Fahrgeld: Ich schwänze heute Schule, hab ich beschlossen.

Dann bin ich gegen 6h aufgewacht. Es war hell, keine Spur von Regen. Und ich merkte, dass mir die Vorstellung, Schule zu schwänzen, nicht das erwartete gute Gefühl von Freiheit und Freude verursachte, sondern mich deprimierte. 

Also hab ich den Wecker doch noch gestellt (Schule fängt Samstags erst um 10h an), habe noch bisschen geschlafen und bin dann brav zur Schule geradelt.

Dafür bin ich dankbar. Was ich mir vornehme, muss ich tun. Nicht, weil ‚es sich so gehört‘, sondern weil ich sonst meinen Selbst-Vertrauen Schaden zufüge (was ich mir versprochen habe, will ich halten!) und mich dann das Hadern und das schlechte Gewissen richtig viel Kraft kosten. Ich bin also dankbar und froh, dass es heute nicht regnet, dass ich heute Morgen wach geworden bin und dass ich doch noch den Wecker gestellt habe. Da habe ich die Gute Art von Disziplin geübt.
Die habe ich auch neulich (16. Mai) geübt, als ich den Unterricht verlassen habe. Als ich merkte, dass mir das In-Der-Schule-Hocken da überhaupt nicht guttut und mich nicht weiterbringt. Trotzdem war ich erst mal hingefahren, und habe mich dadurch erst in die Lage gebracht, ehrlich zu entscheiden, ob ich dableiben will.

Mir gefällt diese Balance, diszipliniert zu tun, was mir guttut. Das ist nicht immer der bequemste Weg. Heute bin ich den ganzen Tag schon übernächtigt, matschig und bisschen schlecht gelaubt, weil ich so müde bin. Und trotzdem bin ich im Reinen mit mir. Das kann ich auch schlechtgelaunt sein, wie ich feststelle. Das sind wichtige, heilsame Erkenntnisse. Danke! ❤

Der Unterricht selbst war gut. Wir haben was Systemisches gemacht, „Skulptur“ in dem Sinne, dass wir zu einem Thema mit den TeilnehmerInnen aufstellen und dann so lange modellieren konnten, bis das Ergebnis sich für uns wirklich gut anfühlte. Kein Deuten, kein Interpretieren, nur Machen und Reinfühlen.

Für die verkopfte Vetch eine Herausforderung, und ich bin auch noch nicht ganz zufrieden mit mir.

Ich hatte ein fettes Thema gewählt, ein Thema, das mich immer wieder auf Trab hält: Narzissmus. Bei meinem Besuch in München hatte ich wieder ein Erlebnis damit, im nahen Familienkreis. Dazu passend sah ich neulich ein Video von Teal Swan zum Thema Dämonen. So sehe ich Narzissmus: als Besetzung durch einen Dämon. Und Teal Swan schlägt eine für mich neue Art der Bewältigung vor.

Puh, ich bin jetzt zu müde, das zu erklären. Wer Englisch kann und Interesse hat, sehe sich das Video an.

Jedenfalls, ich habe ganz bescheiden bloß mich, meinen eigenen Narzissmus, die Große Dämonische Narzissmus-Feld-Entität und, hust, die Göttliche Quelle aufgestellt und damit rummodelliert. Ich wollte immer wieder aufhören, weil ich fand, es reicht, fühlt sich gut an, danke, der Nächste bitte! Doch die Anleiterin ließ nicht locker, bis mein Narzissmus und das Große Narzisstische Feld ganz verschwunden und die Göttliche Quelle und ich verbunden waren.

Was hat das jetzt gebracht?

→ Ich habe gemerkt, dass ich mir nicht zugestanden/zugetraut habe, diese doch ziemlich große Sache auch zu ende zu bringen. Meine aufgestellten Mächte waren mir teilweise zu groß und zu gewaltig. Ich kam mir anmaßend vor und dachte, die wissen schon selber, was sie machen müssen, damit’s heil wird. Ich wollte aus der Nummer raus – die Dozentin hat mich nicht gelassen, und das war GUT. Bei meiner Skulptur bin ICH die Chefin. Zu wagen, die Wirklichkeit, auch bei so großen Themen und Mächten, selber zu gestalten, das war ne sehr gute Erfahrung. Ich glaube tatsächlich, dass wir unsere Wirklichkeit selber erschaffen, und es war lehrreich für mich, zu erfahren, wie wenig ich selbst das Steuer übernehmen will. Das war nur ein Spiel, und trotzdem hab ich versucht, zu kneifen.
Am Ende war der Narzissmus einfach aus meiner Welt verschwunden, ich war mit der Göttlichen Quelle verbunden und sah voller Freude und Tatendrang ins Leben. Das fühlt sich sehr gut an. =)

→ An den Rückmeldungen am Ende der Einheit heute, als alle KursteilnehmerInnen berichteten, wie’s für sie gewesen ist, habe ich deutlich erkennen können, was für ein großer Unterschied es ist, ob wir etwas MACHEN, ausprobieren, Erfahrungen sammeln, neue Fragen und Erkenntnisse finden, von denen wir vorher nichts wussten – oder ob wir nur zuschauen und die Theorie anhören.
Jo, das war gut in der Schule heute. Danke. =)

Zuhause angekommen, SEHR müde inzwischen, bemerkten der Gefährte und ich an der Wand bei der Treppe feuchte Stellen. Der schwere Regen der letzten Tage ist teilweise durchgesickert. OJE!
Das hat mir gründlich die Laune verdorben. In der alten Wohnung hatten wir ziemlich sicher Schimmel, den unsere Ex-Vermieters nicht wahrhaben wollten, und das hat uns echt Stress gemacht.
Ich bin erst mal einkaufen gegangen, durch den grünen, lebendigen, wundervollen Hemshof. Es ist SO SCHÖN hier! Und ich hab gemerkt, dass ich nicht froh werde. Ich habs auf die Wasserflecken geschoben, dass die mir Angst machen. Bloß – das stimmt nicht. Das war nur ein kleiner blöder Trigger, in Wirklichkeit bin ich heute einfach total übernächtigt und darum energielos und unfroh. Es ist nämlich hier ganz anders als in unserer alten Wohnung. Unsere Vermieter mögen ihr Haus. Wir haben telefoniert und der Vermieterssohn war eben hier – und der ist wirklich nett, ich mag den! – und nun wird sich drum gekümmert. Ja, ist lästig. Die Erfahrung, mit den Vermietern an einem Strang zu ziehen, die ist neu, und ich bin SEHR dankbar dafür.

Und jetzt mach ich Schluss, leg mich aufs Bett und gucke irnznen Film, über den ich ziemlich sicher schnell einschlafe.


 

Dankesammlung

Jetzt hab ich viele verschiedene Überschriften hingetippt, geschaudert und sie wieder gelöscht. Darunter waren: „Dankemonat Mai“ ~ „Jeden Tag ein Danke“ ~ „ein Monat voller Freude“ und weitere solcher Kirchentagsmottos. „Dankesammlung“ geht grad noch.

Ich bin insgesamt seit wir in der neuen Wohnung sind, an diesem Wunder-vollen Ort, so glücklich.
Ich schwebe nicht jeden Tag nur auf Wolke 7 rum, ich bin auch oft nach wie vor matschig, traurig, wütend – und doch ist etwas anders. Fühlt sich sehr tief an.

Heute war ein besonders schöner Tag, obwohl es Putztag war. Die Sonne schien, die Wohnung warm und lichtdurchflutet. Der Gefährte hat auf dem Balkon Glaskristalle aufgehängt, und die haben den ganzen Tag über bunte Flecken hereingeblitzt, überall hin, bis ganz unters Sofa, wie ich beim Staubsaugen feststellen konnte.

Ja, heute war ein besonders schöner Tag, alles war verzaubert, und da habe ich beschlossen, dass ich jetzt jeden Tag etwas hier poste, das mich freut und für das ich dankbar bin. Jo, das ist nicht originell. Es ist mir ein Bedürfnis. =)
Die Anlässe zur Dankbarkeit und Freude können alles mögliche sein. Alte und neue Dinge, Begegnungen, Erkenntninsse, Einfälle, Ereignisse oder das Wetter ~ mit und ohne Foto ~ mit viel Text oder ganz ohne…

Heute ist es das Geglitzer auf dem Balkon, das auch durch die nicht mehr ganz so sauberen Scheiben magisch wirkt.

Danke für das wundervolle Geglitzer ❤

So, und das mach ich jetzt jeden Tag, erst mal im Mai, und dann seh ich weiter. Und wenn ich mal einen Tag nicht dazu komme, einen Beitrag zu schreiben, dann hole ich das im nächsten Beitrag nach. Damit kann ich (da isses wieder, das Wort) Disziplin üben. =)

Spiritueller Alltag

Das wird noch eine eigene Kategorie, der SPIRTUELLE ALLTAG, ich seh’s kommen. Ich spiel gern mit sowas rum, Namen, Kapitelüberschriften, Themenfäden, Wegweiser – das gibt Labyrinthe ~ auch wenn sie manchmal wie Irrgärten wirken.
Ich liebe auch die tags, und dass sie hier in verschiedenen Größen auftauchen. Da seh ich mit der Zeit, was mich so beschäftigt.
← Das hier ist schon älter, und vom Vetchblog;  ein paar der Themen sind hier auch öfter dabei.

Der Mondwechsel diesmal war sehr deutlich. Vor dem Vollmond war ich richtig beseelt, leicht euphorisch, heilsam unterwegs. Viele schöne Dinge sind in Bewegung gekommen, vor dem Vollmond.
Nach dem Vollmond jetzt bin ich müde, melancholisch und immer noch heilsam unterwegs. Die Dinge sind in Bewegung und ich fließe mit.
Vor dem Vollmond war noch Spätsommer, seit dem Vollmond haben wir FrühHerbst.

Ich habe seit langer Zeit mal wieder gefröstelt, nach der Hitze ein köstlicher Luxus.
Auch den Wind, die Wolken, den Regen, das graukühle Licht, fahlgelbe Sonnenflecken – diese Stimmung draußen genießen wir sehr.

Und MÜDE bin ich. So erschöpft, so matschig, dass ich mich frage, ob ich krank bin.

Ich geh demnächst zum Arzt, und außerdem habe ich den Verdacht, dass das was mit meinem Chiron-Return im 2. Haus zu tun hat.
Ich habe in dem Zusamenhang seit paar Tagen die Überzeugung, Eingebung, den Drang, bekomme Hinweise, was für mein Basis-Chakra zu tun. Ich hab den Verdacht, das ist verklebt, geradezu festbetoniert. Ich habe im Netz dazu recherchiert und noch im Heilerforum dazu gefragt und reichlich Tips bekommen.
Ich verwende Granatapfelöl, was mir sehr gut tut.
Ich halte beim abendlichen Sitzen die Hände eine Viertelstunde im passenden Mudra und singe LAM.
Ich habe beim Sitzen am Computer beide Fußsohlen auf dem Boden. OH, das fällt mir schwer, ich saß vordem immer im Schneidersitz aufm Stuhl – auch ein Symptom.
Und ich glaube, ich sollte DRINGEND wieder Tai Chi machen… glaub ich… demnächst

Am Sonntag bekomme ich von einer Webfreundin eine Ferndiagnose und -behandlung. Bin gespannt, was dabei rauskommt.

Es fühlt sich alles im Fluss und sehr stimmig an. Und es gibt zu tun. Zu Heilen – Schritt für Schritt, immer was geht. Keine Pausen, und immer das, was geht. Nicht mehr. Nicht weniger.

Auch die Melancholie, die der Gefährte und ich auch so ungefähr seit dem Vollmond spüren, hat ihren angemessenen Raum. Diese Traurigkeit passt zum Herbst. Wir nehmen sie nicht so ernst, bzw. wir nehmen sie an und grämen uns nicht weiter darum.

Wir haben viele schöne Momente.

Borretschblüten aus dem Urbanen Garten und Herbstblüten auf der Mittelstraße.


Und Schnusel ist immer noch da. Das Foto ist von heute.

Beim Kein-Obst-vor-12h-Essen habe ich einen Denkfehler gemacht. Ich dachte, da es um 12h Sonnenstand geht, bedeutet das während der Sommerzeit bis 11h. Echt erstaunlich, wie schwierig diese schlichten Zeitumstellungs-Rechnungen zu sein scheinen! Während der Sommerzeit gilt natürlich Bis 13h nur Obst essen.
Da habe ich also die ganze Zeit zwei Stunden zu früh mit dem Nur-Obst-Essen aufgehört. Heute hab ichs endlich gemerkt und es richtig gemacht, und das ging gut. Also weiter.

Das Keinen-Zucker-Essen funktioniert sehr gut, da bin ich froh und dankbar.
Zucker ist böööse!

Trotzdem essen wir natürlich jeden Tag Eis. Ich hab eine neue Sorte gefunden: Ingwer-Zitrone. Das ist wundervoll, so leicht brausig. Mit Ingwerpulver und abgeriebener Zitronenschale.

Was ich nicht mehr jeden Tag mache, das ist mir über die heißen Tage abhanden gekommen: Goldene Milch. Das wird wieder eingeführt, im Rahmen der Guten Disziplin. Heute nicht mehr, schon zu spät. Heute nur noch Sitzen und dann ab ins Bett.

Jooo. Das war wieder so ein Schwafel-Beitrag. Irnzwie wars mir wichtig, über den Energieumschwung zu schreiben, den ich spüre. Der Teil des größeren Stroms ist. Wie’s gestern im Kessel & Kerze Blog Vollmond, Kräuter, Heilsteine & Balance | Kessel & Kerze geschrieben stand:

Der Vollmond vergangenen Freitag war einfach atemberaubend schön! Die ganze vorangegangene Woche kam mir vor wie eine Welle, die ihren Höhepunkt an eben diesem Freitag erreicht hatte und nun so langsam wieder abebbt. Die perfekte Welle

Eine Welle im Fluss. Und nu weiterfließen.

Spiritueller All-Tag

All-Tag ist so ein schönes Wort! Ein Tag im Kosmos. So wie jeder Tag.
       Verschiedene Arten der Fortbewegung durch den Alltag.

Hier folgt jetzt ein ganz alltäglicher Brainstorm- und Verzäll-Riemen.

Es ist Magie in der Luft – das liegt u.A. an der Jahreszeit. Das Herbstfest steht bevor (genau: 22. 09. 2016, 14:20 h), und zur Zeit ist hier noch glühender, leuchtender, duftender, goldener Spätsommer.

Ich hab ein Lied dazu, ein richtiges Kinderlied, und ich hatte eine Version davon aufgenommen, um sie hochzuladen. Am nächsten Tag fand ich sie so SCHRECKLICH, dass ichs nicht über mich bringe. Das ist tatsächlich nicht nur meine Unfähigkeit, sondern auch, weil ich noch keine Lösung zum Schön-Aufnehmen hab. Ich hab noch eine ältere Version gefunden, die ist auch gar nicht so toll (und ziemlich schlaftablettig), die gebe ich hier frei. Es geht ums Lied, nicht um die Perfomance. Ich mag das Lied wirklich gern.

Playful wind
summer’s child
getting wild
gonna grow to snow
Sparkling leaves
playful wind
golden green
gonna grow to snow

On the eve
of the late summer’s day
gather seeds
for the time to come
At the edge
of the long summer’s day
cross the border
to the land beyond

Rustling weeds
playfull wind
bumblebee
gonna grow to snow
In the hedge
summer’s child
spiderweb
gonna grow to snow

On the eve…

From the east
playful child
chasing dust
gonna grow to snow
From the west
summer’s wind
bearing rain
gonna grow to snow

On the eve…

Ich hab native speakers gefragt, ob das geht, mit dem „gonna grow to snow“. Ich weiß bis heute nicht, ob sie aus Höflichkeit meinten, dass es geht, oder ob es wirklich so ist. In dem Lied gehts.

Oh, und weil ich grad dabei bin noch ein Gedicht von wasweißichwannvielejahreher. Das war ein Rutsch, ein Fluss, assoziativ, nicht immer grammatikalisch einleuchtend, ich mags.

Kämpferin der Münzen

auf ihrem schwarzen schweren pferd
steht sie im herbst und sieht nach westen
dorthin wird sie ziehn.
um sie der sommer
doch um sich den panzer steht sie im herbst
und sieht zeichen
die webt sie zu gold und moos
wächst auf den steinen des weges
und auf ihrer rüstung
die sie abstreift
als sie absteigt
und neben dem pferd geht
mit den dohlen
den fäden im wind nach westen
um sie der sommer

Jut, hab ich das aus dem System.

„Spiritueller All-Tag“ heißt der Beitrag, weil ich — wie viele andere auch, die ihre Craft und/oder Spiritualität praktizieren — das als Lebensweise empfinde, und nicht als etwas, das ich zu bestimmten Gelegenheiten tue. Auch wenn sich manchmal was verdichtet in Zeit und Raum, der SINN und die Freude am Wilden Weg ist: Wir sind immer unterwegs.

In letzter Zeit wird mir das wieder mehr bewusst und ein bewusstes Anliegen, so eine Art Aufwachen zum Herbst hin. Siehe oben.

Was ich Großartiges mache.
Ich übe Achtsamkeit und Disziplin – dabei fällt mir auf, dass ich seit Monaten den „Disziplin“-Eintrag im Hexikon aktualisieren möchte. Das ist immer ein ziemlicher Aufwand, und ich habe so ein Gefühl, dass ich mich demnächst dazu aufraffen kann. Im Zuge meiner Achtsamkeit und Alltagsmagie.

Ich esse seit ungefähr einer Woche bis 12h mittags Organuhr (d.h. jetzt zur Sommerzeit bis 11h) nur Obst. Das klappt wunderbar und tut mir gut. Ich hab in irgendeinem Blog davon gelesen, zu dem ich linken würde, wenn ich noch wüsst, welcher es war… X) Sorry.
Wie gut ich das im Winter schaffe, ist mir nicht klar – die Obstverfügbarkeit geht da ja stark zurück, und mit der Winterzeit muss ich dann wirklich bis 12h warten. Ich bin dennoch zuversichtlich.
Jedenfalls hat das heute dazu geführt, dass ich Himbeereis gefrühstückt habe.

Ich bin ja für die Legalisierung aller Drogen (wirklich, aber wenn ich davon anfange, wird das hier kein Riemen, sondern eine Broschüre), nur bei Himbeereis bin ich skeptisch. Und, natürlich, bei Testosteron. Haha.
Argh.

Eya. Vor 12h nur Obst.
Struktur, feste Termine und Zeiten tun mir überhaupt gut, und mein Leben ist und war immer ziemlich frei davon…
Wobei ich hinzufügen muss: feste Termine und Zeiten für Dinge, die ich GERN tu. Für Heilsame Dinge. Auch da habe ich Disziplin zu üben. Ich hab das ja viel zu lange verwechselt mit der Disziplin, mich an vorgegebene Termine und Zeiten zu halten, um Pflichten zu erledigen, die ich grauenhaft finde und (oft nur scheinbar) machen muss. Das ist keine wirkliche Disziplin und nichts, worauf irgendwer stolz sein sollte. Das ist im besten Fall widerwilliges Folgen unheilsamer, falscher Werte, und es kann zu Kadavergehorsam führen. Dabei wird man dann selbst zum Kadaver, und wenns richtig mies läuft, was es leider oft tut, produziert man noch ein paar andere dabei.

Also: Disziplin üben, dass ich schöne, heilsame Dinge regelmäßig und zu festen Terminen und Zeiten tu.

Mein Gefährte und ich meditieren jeden Abend. Das tun wir seit Montag – was noch nicht so lang her ist – für 20 Minuten – was nicht besonders lang ist, also, das Minimum. Und ich bin SO FROH darüber. Ich bin froh, dass ich einen festen Zeitpunkt habe: Jeden Abend, nach dem die Katzen ihren Abendstengel bekommen haben. (Stengel sind so Leckerlies, mit denen die beiden Alten ihre Pillen verabreicht bekommen), also nach 22h. Dann sitzen, danach ab ins Bett.
Wir haben einen Ort zum Sitzen, der ist noch bisschen Abstellort für’s Bügelbrett, wird aber, das weiß ich , mit der Zeit immer schöner werden. Gestern hab ich ein Öllicht hingetragen und dabei zum ersten Mal ein wundervolles Bild entdeckt, das mir vorher noch nie aufgefallen war. Von Arthur Rackham, den ich sehr mag.


hier das Bild in besser

Ich bin sehr froh über den Ort, den Termin, das Sitzen. ENDLICH. Ich würds auch alleine machen, und dass der Gefährte mitmacht, das ist noch mal besonders schön, heilsam, wirkungsvoll.
Die Gute Art Disziplin.

Dann hat neulich die Zen Witch einen wunderhübschen Zauberspruch für heilsames Zeitmanagement gepostet (englisch): Thyme in a Bottle | The Zen Witch. Der hat mich sehr angesprochen – ich mag das Fröhliche, das Einfache und vor allem das Regelmäßige daran.
Ich wollte daraufhin selbst ein Ritual entwerfen, um das Chaos hier soweit zu hegen, dass es nicht eklig wird. Ich mag Chaos, und ich habe den Verdacht, dass es der Normalzustand für mich ist, dass so richtig aufgeräumte Orte nicht mein natürlicher Lebensraum sind. Aber kreatives Chaos kann halt leicht umkippen in dreckiges, brackiges, ekliges, deprimierendes Chaos.

Ich habe schon begonnen, mir Notizen zu dem Ritual zu machen – Minze, Salbei, Zitrusdüfte, dazu Bachblüten, Raum schaffen, Licht reinlassen — und dann kam mir der hammerkrasse Gedanke: Ich könnte statt Öle zu mischen und nen Mantra zu murmeln auch einfach aufräumen.

AhBAH!

Ich hab mir jetzt ne Bachblütenmischung gemacht – dabei hab ich, damit ich auf dem Boden vorm Altar hocken konnte, dies und das aufgeklaubt und wegsortiert – mit Crab Apple, Clematis und Wild Rose. Dazu Lichtwasser Fatima und Lourdes. Das nehme ich jetzt alle 4 Stunden, und jedesmal, wenn ich es nehme (und gerne auch dazwischen), räum ich irgendwas auf und weg. Das ist ein wunderbar wirksamer Zauber, der gut funktioniert.

Jo, ich glaub, das war alles, was ich in den Blog schaufeln wollte. Ich wünsch uns allen weiterhin schönen, intensiven, heilsamen Spätsommer!