drink gold

Goldgelb

Getting out of a bad Place

Goldgelb ist heilsam für mich.

Ich wollt gestern darüber schreiben, was ich tu, um mich aus dem Loch zu holen. Und dann fügten sich die Dinge so, dass ich gestern sehr wenig für mich tun konnte, und darüber schreiben konnte ich schon gar nicht. Gestern war ein überaus unerfreulicher, zehrender, leidvoller Tag.
Das einzige, das ich gestern für mich tun konnte: Ich habe ein Buch abgeholt, das ich Montag kurzentschlossen in einer sehr netten Buchhandlung bestellt hatte.

Das Buch heißt „I Ging – Das kosmische Orakel“ von Carol K. Anthony und Hanna Moog. Carol K. Anthony durfte ich mal im Rahmen eines Seminares in der HAGIA kennenlernen. Das ist viele Jahre her, und sie hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Ich habe gestern Abend begonnen, mit dem Buch zu arbeiten, und ich finde es schon jetzt hilfreich und heilsam.

Ich bin ja keine Freundin von Frust-Konsum, ich glaube nicht, dass ein neues paar Schuhe gegen Depressionen hilft. Um eins dieser öden Frauen-Klischees zu bemühen. Es hilft auch nicht, bei jeder Downphase ein neues Eso-Buch zu kaufen.

Andererseits: Sich was Schönes schenken kann heilsame Wirkung haben. Ich bin in der Regel ziemlich geizig, das Buch war teuer, und ich fand, ich tu mir jetzt was Gutes, weil – naja, weil ich mirs wert bin. Das ist eine Form der Wertschätzung meiner Selbst.

Dazu kommt, dass es ein Buch ist, das mich dazu auffordert, heiler zu sein und mir Techniken dazu anbietet. Ein Wirkbuch, etwas zu TUN.

Denn das Heilsame ist genauso selbstverstärkend wie das Schlimme. Sobald ich mal angefangen habe, bisschen für mich zu sorgen, bekommt das eine Eigendynamik, die mich weiterträgt.

Montags hatte ich schon eine Reinigungsdusche zelebriert. Das war mir ein Bedürfnis, weil ich das Gefühl hatte, in meiner schwarzen Stimmung und Verzweiflung habe ich ‚in die falsche Richtung gerufen‘ (wie’s eine befreundete Heilerin mal formuliert hat).
Ja, ich hatte das Bedürfnis nach Reinigung.

Dazu habe ich mir eine gräuliche Paste angerührt mit Zitronensaft, Natron, Lava-Erde, so ca. 3 Tropfen ätherischer Öle und der Bachblüte Crab Apple.
Der Zitronensaft und das Natron haben die Pampe wunderbar schaumig gemacht, die Öle haben für wirksamen Wohlduft gesorgt, das heiße Wasser tat SO gut.

Ich habe absichtlich nicht hingeschrieben, welche Düfte ich verwendet habe. Es waren Düfte, die ich schon lange liebe.
Es gibt reichlich verschiedene Düfte, die reinigen oder/und stimmungsaufhellend wirken. Welche wir verwenden, hängt davon ab, was wir lieben. Das ist wichtiger! Wenn ich Lavendel empfehle, weil der so wunderbar klärt und reinigt, und Person X Lavendel nun mal nicht mag, dann soll Person X unbedingt was anderes nehmen. Etwas, das sie mag.

Das Zusammenmischen der duftenden Duschpampe war für sich schon heilsam. Manchmal mische ich mir auch Bachblüten zusammen. Ich weiß nicht mal, ob ich an die Wirkung von Bachblüten glaube. Ich weiß, dass mir das Herrichten des Fläschchens, das Aussuchen der passenden Blütenessenzen, das Tropfen, das Mischen und Einnehmen gut tun, weil ich da was FÜR MICH tu. Weil ich mir damit selber signalisiere, dass ich will, dass es mir besser geht. Diese Information kommt an und wirkt.

Oh, und was auch gut tut, weils ein bisschen Zeit und Sorgfalt braucht, sie zuzubereiten, weil sie duftet, gut schmeckt, warm ist, goldgelb ist und wirklich heilsame Wirkung hat: Goldene Milch.

Was auch hilft: Sich ans Innere Selbst wenden und um Hilfe bitten. Das heißt: Vertrauen üben. Das war mir abhanden gekommen, die Tage. Das neue Buch hilft mir grad sehr gut dabei. Wobei das Wichtigste ist, dass ich bereit bin, wieder Vertrauen zu üben. Die jeweilige spirituelle Praxis dazu fügt sich dann, findet sich oder/und ist sowieso schon in unserem Re­per­toire. Das Heilsame ist die Einstellung, die Art und Weise, wie wir sie ausüben. Z.B. habe ich die letzten dunklen Tage viel mit dem I Ging gearbeitet, und an den schwärzesten Tagen hat meine innere Haltung und Einstellung beim Befragen dazu geführt, dass mich die Antworten noch pestiger gemacht haben. Dafür könnte ich mich jetzt schämen, aber da hat niemand was davon. X) Stattdessen guck ich mir die erhaltenen Hexagramme jetzt noch mal an, mithilfe meines neuen Buches.

Eya.

Was auch heilsam ist: Tun, was ich mir vorgenommen habe. Ich hatte mir vorgestern vorgenommen, einen Artikel zur Anti-Pest-Praxis zu schreiben. Das hab ich jetzt gemacht. Oke, ich wollte einen strukturierten und viel tolleren Artikel schreiben.
Was auch heilsam ist: Anzunehmen, was IST, statt darüber zu hadern, was hätte sein sollen. Es ist jetzt halt dieser Artikel hier geworden.

Achnee. Grad seh ichs: da sind Elefanten drauf.

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Wider die Pest

Ich war — ich schreibe das hoffnungsvoll und auch zur Selbstüberzeugung in der Vergangenheitsform — ich war in der letzten Zeit down wie schon seit langem nicht mehr.

Gründe dafür kann reichlich aufzählen: meine Laune ist sehr lichtabhängig, Persönliches, meine berufliche Situation, eine Disposition zur Melancholie, vielleicht auch Ernährung, Konsumverhalten, Hormone, Merkur im Skorpion, die allgemeine Zeitqualität oder die Kacheln im Bad.
Die Kacheln im Bad?
Ja was weiß ich denn. Es geht mir halt nicht gut, zur Zeit.

Wenn ich so down bin, dann bin ich ganz ’normal‘ depressiv, erschöpft, kraftlos und unglücklich.
Dazu kommen noch Schübe intensiver Pestigkeit. Ich bin stinksauer darüber, dass es mir so mies geht.
Kleine Widrigkeiten erbosen mich dann über die Maßen und ich füge mir in heftigen Wutanfällen selber Schaden zu. In so einem Zustand hab ich mal mein Netbook kauttgehaun und meine rechte Hand verletzt.
Oder ich bin so erschöpft, dass mein Wutanfall sich in trotziger, nöliger Verzweiflung entlädt. Ich weiß dann, dass alles sinnlos ist und sich nichts mehr ändert und ich nichts kann und nichts bin und nichts habe, was irgendwas wert wäre, und dass da auch nichts mehr kommen kann, weil ich so arm/nutzlos/erbärmlich bin, und dass ich jetzt einfach tot umfallen könnte, und dann ist endlich Schluss mit dem Scheiß.

Hier&jetzt habe ich den Eindruck, dass ich wieder mal aufm Weg raus ausm Labyrinth bin. Ich habe immer noch Abstürze ins Loch, grad heute morgen überkam mich diese tiefe Traurigkeit und Mutlosigkeit. Und doch, insgesamt scheint mir, dass die Täler nicht mehr ganz so tief und ganz so breit sind.

Ich sehe bisschen Licht.

Ich habe diesen Beitrag angefangen, weil ich Strategien aufzählen möchte, die helfen können, aus solchen Löchern wieder rauszukommen.

Das Ding ist: Wenn ich mittendrin und tief unten hocke, dann machen mich genau solche Texte mit solchen Strategien ganz besonders pestig. Weil sie mir nicht helfen. Sie helfen den andern, jaja, aber mir nicht. Mir kann nichts mehr helfen. Geht mir weg mit euren blöden Ratschlägen!

Und so verstärke ich mein Elend und zelebriere es. Ich könnte sogar sagen: ich suhle mich darin. Das gehört auch zu meinem Down. Es ist selbstverstärkend. Und das weiß ich natürlich, und das macht mich dann noch mal pestiger und erboster. Ich bin selber schuld, denke ich dann. Ich WILL, dass es mir scheiße geht.

Ich bin natürlich nicht selber schuld. Die Frage nach der ‚Schuld‘ ist völlig daneben.

Die Frage nach dem Willen aber, die ist angebracht, finde ich. Ich hab den Eindruck, dass ich nicht wirklich im Loch sein will. Ich habe den Verdacht, die Reibung zwischen dem, was ich wirklich will — im Hier&Jetzt verankert und lebendig sein — und dem was ich erlebe — im tiefen Loch hockend, abgeschnitten von der Wirklichkeit — diese Reibung erzeugt den Brennstoff für meine pestigen Wutanfälle.
Es gibt Depressionen, da ist kein Funken Kraft übrig für Pestanfälle. Das sind die Lebensgefährlichen, glaube ich. Die hab ich nicht. Ich hab die wütend-weinerlichen.

Oke, das war die Theorie, so viel, wie ich erkennen kann. Wie gesagt, die Ursache der Downs ist mir nicht ganz klar. Muss auch sagen: wichtiger als das Warum finde ich die Frage Wie komme ich da wieder raus?

Verschiedene Faktoren helfen mir dabei.

  1. Zeit: Ich weiß, dass es mir wieder besser gehen wird, auch wenn ich es mir im Loch nicht vorstellen kann und nicht daran glaube. (Zu Wissen und Glauben/Begreifen will ich auch bald mal was schreiben.)
     
  2. Vernetzen und sich austauschen: Ich fands sehr hilfreich und heilsam, dass ich durch den Liebster-Award quasi gezwungen war, hier was zu schreiben. Ich finds auch sehr hilfreich, die Tage von andern zu lesen, denen es auch nicht gut geht. Das ist nun mal so, damit bin ich plötzlich … ’normaler‘, nicht mehr so isoliert, und das ist hilfreich.
     
  3. Licht reinlassen: Das Vernetzen und sich austauschen führt dazu, dass ich offenlege, wie es mir geht, und das hat auch heilsame Wirkung.
     
  4. Für mich sorgen.

Das ist der Teil, zu dem ich eigentlich den Artikel schreiben wollte. Was ich da konkret mache. Nu ist mir der Text hier drübergeströmt. Dann ist das halt so. Der Artikel mit den konkreten Rezepten folgt morgen, ich geh nämlich jetzt ins Bett. Weil ich jetzt wieder besser für mich sorge.


 

Goldene Milch

Ich liebe ja gelbe Getränke!
Auf dieses hier bin aufmerksam geworden, als in einem Messageboard die wunderbaren und zahlreichen Heilwirkungen von Kurkuma beschrieben wurden.

Ich hab viel dazu online gefunden und gebe hier nur ganz verkürzt wieder, was in der Wikipedia steht (als Anregung zum selber Gucken):
„krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen“
Ich hab mehrmals online gelesen, es wirke wie Ibuprophen, schmerzlindernd und entzündungshemmend, nur eben ohne die unerwünschten Extrawirkungen.
„Curcumin unterstützt offenbar auch die Knochengesundheit“.
Also, wenn ich das richtig verstehe, vorbeugend gegen Osteoporose.
Es findet sich noch viel mehr im Netz zur wunderbaren Heilwirkung von Kurkuma. Macht euch selber ein Bild!

Ergänzung vom 3. Dezember 2015:
Hat mich sehr erfreut, in Godharmas Blog zu lesen, dass das tägliche Trinken der Goldenen Milch die Zirbeldrüse entkalkt.

Ich hab sofort nach Rezepten geguckt und viele gefunden. Dann habe ich mir meine eigene Version zusammengestellt, und die geht so:

Zutaten

☬ Kurkumapulver
☬ gutes Wasser
☬ Hafermilch (oder Mandel-, Soja-, Wasimmermilch. Keine Kuhmilch!)
☬ schwarzen gemahlenen Pfeffer
☬ Kokosöl

optional
– Zimt
– Kardamom
– Ingwerpulver
– Muskatnuss
– Vanille
– Piment

 

Die Paste machen:

Ein Teil gemahlenes Kurkuma auf vier Teile Wasser.
Z.B. 1/4 Tasse Kurkuma auf eine Tasse Wasser.

In den Rezepten, die ich online gefunden habe, wurde immer darauf hingewiesen, dass kein Leitungswasser verwendet werden soll.
Also gut, ich nehme Flaschenwasser. Nimm eins, das du magst, gönn dir ne schöne Flasche stilles Wasser aus dem Ökoladen. Lichtwasser, Mondwasser, Superzauberglitzerwasser garantiert ohne Alligator ― ich nehm immer das Leichteste Wasser Europas. Besonderes Wasser gehört zur Heilwirkung mit dazu. <|8)

Pulver und Wasser kommen in einen Topf. Unter Rühren mit einem Holzlöffel zum Kochen bringen (mittlere Hitze) und 9-11 Minuten lang eindicken. Ständig rühren.

Diese Paste kannst du abgekühlt und in ein Glas abgefüllt bis zu zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Die Milch vergolden:

In allen Rezept steht ausdrücklich, dass keine Kuhmilch verwendet wird.
Ich nehme Hafermilch, die bringt ihre eigene Süße mit. Ansonsten gibt es ja genug Auswahl an milchartigen Getränken im Sortiment der Supermärkte von Aldi über Alnatura bis basiç. Oder selbermachen.

Also, pro Portion muss rein:
– eine Tasse oder ein Becher Hafermilch
– ein Teelöffel Kurkuma-Paste
– eine Prise schwarzer Pfeffer (wichtig für die Heilwirkung, lese ich)
– ein halber Teelöffel Öl (ich nehme Kokosöl, das soll auch magische Kräfte haben, und außerdem schmeckt es super)

Optional, tu ich immer noch mit rein:
– 1/2 TL Zimt
– bisschen gemahlene Muskatnuss
– frisch zerstoßenen Kardamom (1 Kapsel)
– ne Prise Ingwerpulver (frischer Ingwer geht natürlich auch bzw. noch besser smug)
– manchmal, wenn ichs besonders schön mag, geben ich noch Bourbon-Vanille mit dazu. Dann halte ich mich mit den andern Gewürzen etwas zurück.

Möglichst die pulvrigen Gewürze vor dem Öl reintun und gut verrühren (verhindert fettige Klumpen…).

Das alles heiß werden lassen (nicht kochen): MJAM!