Empire

26. Mai ~ Dankesammlung

Oje, heute wollte ich erst gar nichts schreiben. Und dann hat Sophie0816 hierher gelinkt, speziell wg. der heilsamen Wirkung von Dankbarkeit. Dafür das erste DANKE heut. Wegen ihres Beitrags voller Wunder und der Erinnerung, warum ich das hier mache mit der Dankesammlung. ❤

Heute morgen nach dem Aufstehen hatten wir hier üblen Krach. Da rein kam die Post mit meinem Bistrotisch, über den ich mich erst mal überhaupt nicht gefreut habe, weil, Stress mit dem Oger. Außerdem ist die Marmorplatte vom Tisch nicht schön, finde ich. Ich war sehr enttäuscht.

Das kam wunderbar zusammen. Ich war voll in der Pest und habe wichtige Tips von der Liste, die ich gestern geschrieben habe, völlig missachtet.

Es sah nicht danach aus, dass ich heute für irgendwas dankbar sein würde.

Ich hab mich beim Ärgern und Verletzt-Sein und Enttäuscht-Sein beobachtet und mir gesagt, dass das NICHT heilsam ist. Ich habe geguckt, was dahinter steckt. Ich habe mich erinnert, dass grad heute astrologisch gesehen ein krasser Tag ist (vgl. Pluto Woche). Ich habe sogar über etwas nachgedacht, was ich schon ein paarmal gelesen habe:
Manche sagen, sobald wir anfangen, wacher zu werden und höher zu schwingen (= es geht uns wirklich gut), schickt uns die Matrix Widrigkeiten, die uns wieder runterziehen und Heim ins Empire holen sollen. Angst, Ärger, Frust, sowas.

Wie dem auch immer sei. Sowohl diese Überlegung als auch die astrologische Vorhersage halfen mir dabei, mich abzuregen und mich wieder auf Schönes einzulassen. Wir hatten nämlich vorgehabt, heute in den Odenwald zum Wandern zu fahren, lange geplant und immer wieder verschoben. Und heute sollte es ENDLICH sein, und dann hatten wir den Krach und ich hatte keinen Bock mehr, mit dem Oger jemals wieder irgendwohin zu fahren, und vor allem nicht heute.

Ich hab mich abgeregt – hatte auch Zeit dazu, das war hilfreich! Und hab mich dann doch aufs Fahren eingelassen. Nicht aus vollem Herzen, nicht wieder häppi und glücklich, oh nein. Ich war immer noch verletzt und verägert und traurig. Nur hab ich das nicht mehr ausagiert, sondern Kram eingepackt, mich zum Oger-Gefährten ins Auto gesetzt und geguckt, was passiert.

Ärger muss auch gefüttert werden; als ich das nicht mehr gemacht habe, wurde er immer kleiner.

Hier sind wir unterwegs, grad aus Heidelberg raus. Der Ganesha ist ein laminiertes Bild aus dem Internet, das beim Umzug dort landete und seitdem dem Oger beim Autofahren Hindernisse aus dem Weg räumt.

Naja, es gab doch paar Hindernisse auf der Fahrbahn, das waren vor allem odenwälder AutofahrerInnen.

Hier ist ein Bild, das der Wolfsschlucht in ihrer Wucht und Lieblichkeit und als Herausforderung für die ungeübte Wanderin in schlechtem Schuhwerk nur sehr unzureichend gerecht wird.

Das ist ein wirklich schöner Ort, die Wolfsschlucht! Danke! ❤

Unterwegs beim Wandern waren wir gut miteinander, und dann gabs wieder Reibung, wieder gut, wieder Reibung – so ging das den ganzen Tag. Ein Augenöffner war ein Erlebnis auf dem Heimweg, im Supermarkt, wo ein junger Mann wirklich oder vermeintlich an der Kasse viel zu wenig Wechselgeld rausgegeben bekam und völlig ausrastete. Das war ein krasses Erlebnis, bei dem ich mich auch (beschwichtigend) eingemischt habe – will nicht mehr davon erzählen, sondern das hinter mir lassen.
Es war jedenfalls viel Aggression in der Luft, heute.

Und jetzt, richtig müdegewandert und erschöpft von der Aufregung, wieder daheim, bin ich doch für einiges dankbar. Für die Schönheit der Natur. Dass der Oger-Gefährte und ich trotz Reibung dort waren und ja doch gut miteinander sind. Und auch für die starken Vibes grad, die sich nicht nur in Reibung, sondern auch in ganz erstaunlichen, magischen, heilsamen Erlebnissen äußern. Wenn ich mich bei mir und auf den Blogs umgucke, die ich lese, kann ichs deutlich sehen. =)

Und der Bistrotisch – ja mei, es läuft halt nicht alles genau so, wie ich mir das einbilde. Die Platte hat einen richtigen Strich quer durch, und das stört mich enorm. Und trotzdem ist er ist auch schön. Und macht was er soll: Gibt mir einen Ort zum Kartenlegen. Danke, dass der Tisch heute gekommen ist und jetzt da ist. ❤

Und ich bin jetzt im Bett, ich bin ja sowas von müde!

 

Anleitung zum Ausstieg ~ Wie du deine Innere Stimme hörst

Jetz ma … Kokosöl bei de Tofuschnitzel.

Im Gegensatz zu dem, was ich im Artikel ZEITLINIEN behauptet habe – dass es völlig egal ist, was wir tun, weil es nur auf die innere Haltung ankommt – gebe ich hier eine Liste von Tips, von Sachen, die wir tun können, um aus der Maschinenzeitlinie auszusteigen.

Es ist nämlich immer beides – es ist egal, was wir im Alltag machen und es ist essentiell wichtig, was wir im Alltag machen. Das ist ein Magisches Paradoxon, das wir mit unserem Verstand nicht auflösen können. Im Innern wissen wir, dass es wahr ist. Das genügt.

Es ist wahr, dass es auf unsere innere Haltung ankommt. Dass es nicht auf das WAS, sondern auf das WIE ankommt.

Es ist auch wahr, dass wir viele heilsame Erkenntnisse gleich wieder vergessen, dass wir versäumen, sie in unser Leben zu integrieren.
Dann verändert sich nichts, außer, dass es uns u.U. noch mieser geht, weil nun auch noch das schlechte Gewissen dazukommt.

Es ist außerdem wahr, dass viele Techniken und Praktiken und Übungen wirken, auch wenn wir nicht sofort merken, dass es so ist. Sie wirken sofort. Sie ändern unsere innere Haltung zur Mitte hin.

Fortgesetzes Üben führt dazu, dass sich Dinge fügen und verschieben – zur Heilung, zur Mitte. Zu Fülle und Freude. Fülle und Freude sind heilsam, bringen uns weiter und lösen Empire auf.

Es gibt dann immer noch Schmerz und Angst. Leben hier auf der Erde ist kein Ponyschlecken und soll auch keins sein.
Nur, aus unserer Mitte heraus können wir mit dem, was wir erleben, ganz anders umgehen. Die Stürme des Lebens lassen unser Boot dann nicht mehr kentern, sondern wir behalten die Nerven und die tiefe Freude, das tiefe Vertrauen unter allem und segeln weiter.

Die Übungen wirken auch, wenn wir uns nichts davon versprechen und nicht an sie glauben.

Sie wirken eher nicht, wenn wir sie sklavisch ausführen, gegen unser Gefühl, ohne Freude, weil wir meinen, wir müssten. Das wäre die falsche Art von Disziplin. Die Sorte, die Empire uns beigebracht hat und die wir jetzt verlernen.

Die Tips auf der Liste habe ich aus vielen Quellen zusammengeschöpft. Auf manches bin ich sogar ganz von alleine gekommen. =)
Die Liste ist weder auch nur annähernd vollständig, noch bindend, noch geordnet.
Viele der Tips können euch banal, oder bescheuert und/oder absurd vorkommen.
Es ist NICHT meine Absicht, zu missionieren oder Leuten ein schlechtes Gewissen zu vermitteln, wenn sie nicht machen, was ich hier vorschlage. Ich möchte nicht als Besservetch und nervende, altkluge Predigerin bekannt werden.
Meine Absicht ist, meinen ZEITLINIEN-Artikel zu ergänzen. Es IST wichtig und wirksam, was wir machen und lassen.
Jede und jeder nehme an, was passt und lasse den Rest getrost liegen.

Das meiste von dem, was ich jetzt aufzähle, habe ich ausprobiert und sehr gute Erfahrungen gemacht, und ich übe weiterhin damit.
Ein paar Sachen übe ich noch nicht oder viel zu wenig, z.B. ‚in die Natur gehen‘. Ich habe sie trotzdem mit auf die Liste getan, auch wenn ich selber da kein Vorbild bin, weil ich WEISS, dass sie heilsam sind.

Und ich freue mich über jede Ergänzung. Nutzt die Kommentarfunktion dazu. Oder schreibt selbst einen Blogbeitrag dazu. Oder – MACHT WAS IHR WOLLT!
Das ist auch schon der erste Tip.

Mach, was du willst.
Dazu solltest du natürlich wissen, was du willst. Deine Wahren Wünsche von den Begierden deines Egos unterscheiden können.
Wie das geht? Schritt für Schritt. Paar Tips dazu findest du hier. =)

Keine Angst vor der Angst. Wenn du Angst oder Unbehagen verspürst: Schau hin. Was steckt dahinter? Das, was dahinter steckt, will gesehen und gefühlt werden. Dann verändert es sich und/oder löst sich auf.

Vertraue deinem Bullshitdetektor. Wenn sich etwas nicht gut für dich anfühlt, dann beachte dieses Gefühl und handle danach. Und wenn es nur ein Inneres NEIN ist, dass du für andere unhörbar im Innern aussprichst. Auch das hat Wirkung.
Wenn du deine Wahrnehmung, deine warnenden Gefühle missachtest und wegdrängst, dann signalierst du Empire und vor allem dir selber, dass du dir selbst nicht traust und dass du dich lieber fremdbestimmt durchs Leben steuern lässt.

Stärke dein Selbst-Vertrauen, indem du tust, was du dir vornimmst. Sofort. Und wenn es nur ganz kleine Dinge sind, wie z.B. die rumstehende leere Kaffeetasse in die Küche zu räumen. Du wirst merken: Der Widerstand vor der lästigen Handlung ist in der Regel das Schlimmste an der ganzen Sache. Das ist so ähnlich wie mit Angst. Wenn du’s angehst, wirds SOFORT besser.

Sei sehr vorsichtig und zurückhaltend mit Versprechungen, sowohl anderen als auch dir selbst gegenüber (s.o.: Selbst-Vertrauen). Nicht gehaltene Versprechen kosten unglaublich viel Kraft.

Iss wenig oder gar keine tierischen Produkte.
Entgegen anderslautender Behauptungen sind Menschen keine Omnivoren. Unser Darm ist zu lang, um Fleisch zu verdauen. Wir können Fleisch essen – in Notzeiten, wenn wir nichts anderes haben. Dann sollten wir NUR Fleisch essen und es mit nichts anderem  mischen, bis es verdaut ist.

Iss viel frisches Gemüse in Bioqualität. Keine neue Erkenntnis. Und wahr.
Wenn wir uns gut ernähren, kann unser Körper jede Menge Mist wunderbar entgiften. NICHT gut sind industrielle Lebensmittel. Pestizidverseuchtes Billigessen, industrieller Zucker – diese Dinge ruinieren  nicht nur unsere Gesundheit, sie wirken auch auf unsere Psyche und verstopfen spirituelle Kanäle. Es IST wichtig, was wir essen.

Schütze dich vor den Nachrichten.
Ja, es ist heilsam, informiert zu sein. Nur, die Quellen, die uns offiziell angeboten werden, sind verseucht. Ich habe keine Lust mehr, da drumrumzureden und mich zu rechtfertigen dafür, dass ich keine Zeitung lese, keine Nachrichten im Radio, Fernsehen und Internet konsumiere. Ich bin trotzdem gut informiert. (Ja, Anschläg in Manchester und Jakarta. Und? Ist die Welt besser, wenn ich darüber was weiß oder gar schreibe?)
Die Nachrichten, die wir vorgesetzt bekommen, dienen nur einem Zweck: uns in Angst und Ohnmacht zu halten und von unserem eigenen Hier&Jetzt abzulenken.

Stell den Soundtrack aus!
Keine Stöpsel in den Ohren, wenn du unterwegs bist. Keine ständige Berieselung, wenn du daheim bist.
Hör auf das, was um dich herum ist.
Es gibt Gelegenheiten, da ist ein eigener, gezielt ausgewählter Soundtrack sehr heilsam. Sowas kann dich schützen und deine Laune heben (wodurch du höher schwingst) und dich bei Handlungen unterstützen. Das ist eine magische Praxis. Eine ständige Berieselung durch Musik, die den Klang der Wirklichkeit überlagert, der dich umgibt, vermüllt deine Kanäle und macht es deiner inneren Stimme sehr schwer, von dir gehört zu werden.

Geh raus! Geh in die Natur. Einmal im Monat ein zwei Stunden irgendwohin, wo nichts Menschengemachtes ist.

Pflege deine Gemeinschaft, sei vernetzt. Nicht nur übers Internet. Vor Ort.

Lebe an einem Ort, wo du gern bist. Jaja, leicht gesagt für manche. Hab Vertrauen, alles fügt sich. Mach es dir da, wo du bist, so schön, wie es geht. Es wird dich an angemessenere Orte ‚verschlagen‘, je mehr du in deine Mitte kommst.
Tu was dafür!

Mach etwas, sei kreativ, sei tätig. Mach etwas, das du sinnvoll findest. Nichts ist immer toll, alles ist auch mal anstrengend, lästig, unangenehm. Solange du es sinnvoll findest, kannst und willst du es tun, und es ist gut für dich (und andere).

Prüfe deine Lebensumstände. Achte vor allem auf den Ort und auf die Leute, mit denen du verbunden bist und auf das, was du tust (s.o.). Prüfe, ob diese Aspekte in deinem Leben sich gut anfühlen. Oder ob sie dich Kraft kosten und dich letztendlich unglücklich machen. Wenn das so ist, ändere sie!
Ja, das ist ne scheinbar richtig Große Sache. Diese Dinge sind elementar wichtig, darum erscheinen sie uns ja so schwierig. Sie sind in Wirklichkeit einfach. Wir sollen und dürfen nicht wissen, dass sie einfach zu ändern sind, damit wir sie nicht ändern und brav in der Matrix bleiben.
Vielen Leuten, die mich um Rat bitten, kann ich nur raten: Kündige deinen Beruf (oder Geh von der Arge weg!), trenne dich, zieh um… Dann höre ich 10.000 „aber“s und Gründe, warum das nicht geht. Schau nicht auf die Gründe, warum das nicht geht. Schau auf das, was du machen willst, und MACH ES. So gut du hier&jetzt kannst. Beginne im Kleinen. Übe Vertrauen.

Löse dich von Gruppendruck. Ist es wirklich wichtig, was irgendwelche Leute, die du nicht besonders gut kennst (und vielleicht nicht besonders gut leiden kannst) über dich denken?

Löse dich vom Konsumterror. Vermeide Müll, lebe nachhaltig. Dazu könnte ich Bücher vollschreiben. Ich verweise an die Blogs, Videos und Bücher, die es schon dazu gibt. =)

Trink jeden Tag 3 Liter klares Wasser ohne Kohlensäure und bitte auch nicht aus ner Plastikflasche. In der Regel ist Leitungswasser gut. Verteil die 3 Liter über den Tag und mach dir das Wasser heiß, wenn du magst.

Starre nicht so viel ins Internet und/oder auf dein Smartphone und/oder Tablet. Ja, auch du, Vetch. (Ich hab zwar ’nur‘ nen Computer — und an dem kann ich Tage am Stück verbringen. Nicht zu empfehlen!)

Mach Musik. Und wenn du nur unter der Dusche singst. Selber Musikmachen ist sehr gut fürs Gehirn. Und fürs Herz.

Vermeide Mainstream Media. Dazu gehören Zeitschriften und Zeitungen, Fernsehprogramme genauso wie hirnlose Videos oder die supertollen Blockbusterfilme, mit denen wir zugekleistert werden. Du meinst, du wärst reflektiert und könntest ohne Schaden Reklame, manipulative Geschichten und Bilder etc. konsumieren? Weit, weit gefehlt. Mach mal einen Versuch: Medienfasten für einen Monat, und lass dich dann überraschen, wie Fernsehen plötzlich auf dich wirkt. Ich kenne niemanden, NIEMANDEN, die oder der einigermaßen heilsam unterwegs ist und sich noch oft von den Medien berieseln lässt. Alle Leute, die ich kenne, die heilsam wirken und eine Freude und Zufriedenheit ausstrahlen, schützen sich vor den Medien des Mainstream.

Erkenne das Ausmaß der Manipulation, dem die Menschheit ausgesetzt ist.
Ich weiß, dass viele der riesigen Masse, die meinen Blog ab und zu lesen (so ca. 15 Leute zur Zeit… =) ) aussteigen, wenn ich von der Großen Verschwörung erzähle. Ich würds ja auch gar nicht tun, wenn ich nicht wüsste, dass es doch auch wichtig ist. Warum? Nicht, weil wir ‚Sie‘ entlarven müssen, bekämpfen, besiegen, alle Menschen aufwecken und befreien müssen – all das ist unheilsamer Quark.
Wir müssen das Tun der Matrix erkennen, wir müssen Empire erkennen, damit wir begreifen, dass das, was uns als Gut und Richtig und Wichtig verkauft wurde, eine einzige große Lüge ist. Wenn wir das begriffen haben, fällt es uns viel leichter, ohne Zweifel und Bedenken, frei von Angst, Schuld, Scham und schlechtem Gewissen auf unsere innere Stimme zu hören, unsere wirklichen Prioritäten zu sortieren und aus dem Wahnsinn auszusteigen.

Wenn du draußen unterwegs bist, dann richte deine Aufmerksamkeit (so weit es geht, ohne, das du Unfälle verursachst…) auf Organisches: Schau auf Pflanzen, Tiere, in den Himmel. Löse deine Aufmerksamkeit von Schrift, Schaufenstern, Leuten.

Mach regelmäßig Sport, Yoga, Tanzen, etwas für deinen Körper. Lebe in deinem Körper – dazu sind wir hier!

Streiche das Wort „aber“ aus deinem Vokabular. Meistens kannst und sollst du es durch „und“ ersetzen. Manchmal helfen auch „trotzdem“, „dennoch“ etc. Mach es einfach, es wirkt!

Vermeide Drogen aller Art. Auch Psychodelika. Auch und VOR ALLEM Alkohol. Und Zucker.

Richte deine Aufmerksamkeit jeden Tag auf Schöne Dinge. Hilfreich kann eine tägliche Dankbarkeistliste sein.

Wenn dich etwas ärgert, geh nicht in Konfrontation. Lass dich nicht auf Reibung ein. Schau, was dahinter steckt.

Du kannst und musst niemanden retten; und niemand anders muss erst irgendwas tun oder lassen, bevor du glücklich sein kannst. Wenn du dir und anderen helfen willst, Missstände beseitigen willst, dann lebe ein selbstbestimmtes Leben ohne Schaden für andere in Kauf zu nehmen, sorge für dich, tu was du willst, übe Vertrauen, höre deine innere Stimme und folge ihr. Die Dinge werden sich fügen und du rettest die Welt.
 

 

Zeitlinien

s war einmal ~ und ist hier&jetzt ~ eine Zeit, in der das Wünschen wirklich hilft.

Wieder eine Information, die ich vor einiger Zeit aufgeschnappt habe, die sofort bei mir angedockt hat und die mir dann natürlich immer wieder begegnet ist.
Warum sie mir zur Zeit immer wieder begegnet, das könnte ich höchstmagisch (es ist WICHTIG!) oder schlicht und unspektakulär psychologisch erklären. Nur will ich das ‚warum‘ überhaupt nicht erklären, weils wurst ist.
Was ich jetzt erkläre ist auch nicht Die Wahrheit. Es ist eine Landkarte zum Orientieren. Nicht das Territorium, nicht die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist nicht in Worte zu fassen.

Also, Zeitlinien. Die Zeit spaltet sich, und wir haben uns zu entscheiden, wo wir langwollen. Auf der organischen Zeitlinie, oder auf der künstlichen maschinenzivilisation Zeitlinie.

Wie geht diese Entscheidung vor sich?
Indem wir wissen, was wir wollen.
Was WIR wollen.
Nicht, was wir glauben wollen zu müssen.
Dazu müssen wir natürlich wahrnehmen, was unsere innere Stimme uns sagt. Nun ist bei vielen diese innere Stimme überlagert und fast unhörbar gemacht durch künstlich erzeugte Bedürfnisse. Sie äußert sich bei vielen Menschen nur noch durch ein diffuses Unbehagen. Und natürlich Angst.

Eine junge Frau, die einen Blog zum Thema Plastikfreies Leben führt, schrieb mir, sie käme sich blöd vor, wenn sie bei Starbucks ihren eigenen Becher mitbringe. Das mache dort niemand (obwohl Starbucks sogar 30.-ct Nachlass auf selbstmitgebrachte Becher gibt!). Sie hat Angst vor den Blicken der anderen.
Ja, dann kannste natürlich nix machen, wenn das sonst niemand macht und du dir blöd vorkommst… Dann rettest du die Umwelt halt, indem du nen Blog vollschreibst. Volle Fahrt voraus in der Zeitlinie der Maschinenzivilisation.

Mein Gefährte hat ein uraltes Händi. Wirklich uralt. Hat noch so ein Pixel-Display. Er liebt es. Neulich fragte ihn eine Kollegin, ob er sich nicht schäme mit so einem Händi.
In der Maschinenzeitlinie müssen wir uns schämen, wenn wir alte Händis haben. NIEMAND hat so ein altes Händi, das ist wirklich SUPERPEINLICH, und superpeinlich ist ganz ganz SCHLIMM.
In der organischen Zeitlininie steigt Scham aus unserer Mitte, wenn wir ein Smartphone haben, das in Asien unter menschenverachtenden, krebserzeugenden, billigst bezahlten Bedingungen hergestellt wurde, dessen Komponenten hochgiftig sind und das wir nächstes Jahr auf den Müll werfen, weil wir das neueste Modell haben müssen.

Diese Beispiele habe ich nicht gewählt, um euch zu erklären, was ihr machen müsst, um aus der Maschinenmatrix Zeitlinie in die Organische Zeitlinie umzusteigen. Es geht nicht darum, ob wir ein Smartphone besitzen oder uns nur von selbstgesammeltem, veganen Staub vom Balkon ernähren. Es geht um die innere Haltung. Es geht darum, wonach wir uns ausrichten.

Ist der Kompass unseres Lebens das, was uns von außen vorgegeben wird? Karriere, Konsum, in der Masse aufgehen – oder auch den ‚Individualismus‘ ausleben, indem wir – immer nach den Regeln der Zivilisation – uns besonders hervortun? Indem wir das diffuse Unbehagen und die Angst, die wir so oft verspüren, erklären mit ‚bin nicht gut genug‘, ‚bin gescheitert‘, ‚muss mich mehr anstrengen‘? Versuchen wir, Unbehagen und Angst zu überlagern mit den Konsumgütern, die uns die Matrix anbietet: Medien, Konsum, likes im Internet…?
Oder, was auch gern genommen wird: Der Flüchtling ist schuld, die Mächtigen sind schuld, Empire ist schuld, die Fleischesser sind schuld, die Linken sind schuld, die Männer sind schuld, ~ solange noch irgendwer anders daran schuld ist, dass wir unglücklich sind, solange sind wir in der Matrix.

Klar gibt es wirklich ungesunde, manipulative, unheilsame, ausbeuterische Mächte in der Welt. Ist bestimmt ne gute Idee, sich dessen bewusst zu sein, unsere Wahrnehmung auszusprechen und das Unheilsame nicht zu füttern.
Nur, solange wir darauf warten, dass das Böse verschwindet, damit wir endlich glücklich sein können, solange wir es ausmerzen wollen, solange wir uns in Reibung abnutzen, solange hat die Matrix uns dort, wo sie uns haben will: Tief drin als Energiebatterie.

Aussteigen können wir immer, jede Sekunde, JETZT.
Dafür muss nicht erst irgendwas im Außen geschehen.
Richten wir uns nach unserem inneren Kompass, nach unseren wirklichen Bedürfnissen, nach unserem Seelensehnen? Bzw. für die meisten von uns (für mich auf jeden Fall) geht es erst mal darum, diesen Kompass wahrzunehmen, die innere Stimme zu hören, das Sehnen zu spüren ~ und dem dann mit kleinen, fröhlichen Schritten zu folgen. Oft geht das durch Angst durch. Dabei ist diese Angst das Schlimmste an der Sache, dahinter sind Gefühle, die gefühlt werden wollen, Erkenntnisse, neue Perspektiven – kann heftig sein, auch schmerzhaft zunächst, und doch: Nichts hinter der Angst ist so schrecklich, wie die Angst selber, durch die wir durch müssen. Und wenn wir durch sind, ist sie weg.

Wie sieht das aus, mit den beiden verschiedenen Zeitlinien? Öffnen sich Dimensionstunnel, und wir können dann entscheiden, ob wir links oder rechts langgehen wollen? Wenn wir die organische Zeitlinie langleben, lassen wir dann alle zurück, die sich anders entschieden haben? Gehen wir durch ein Tor und kommen in ein üppiges Elfenreich ohne Maschinen, wo wir uns nur noch von Licht und Liebe ernähren?

Achwas, es ist schlicht, ganz unspektakulär. Und wundervoll. Woller Wunder. Es ändern sich dann einfach Dinge in unserem Leben. Unsere Wahrnehmung verschiebt sich.

Eben stand ich in der Sonne auf der Dachterrasse und lies Seifenblasen fliegen. Eine Meute von Mauerseglern tobte in der Nähe, einer flog ganz nah an meinem Kopf vorbei. Eine Taube hatte sich auf dem Dachfirst niedergelassen. Eine Biene summte in den Blüten des letzten Rübstiels. Ein sanfter Wind ging. Eine große Krähe flog nah vorbei, und dann ein schillernd grüner Papagei. Die Seifenblasen tanzten und glitzerten im Licht, vor den üppig grünen Baumkronen vom Parkplatz gegenüber.

Und unten fuhren Autos und parkten ein, und Leute latschten den Gehweg entlang, viele mit Stöpseln im Ohr, telefonierend, tippend – leere Blicke. Ich glaub nicht, dass jemand die Seifenblasen gesehen hat, das Kreischen der Mauersegler gehört hat, den grünen Papagei fliegen sah… Da haben wir beide Zeitlinien. Sie existieren gleichzeitig. Wir müssen nicht durchs Dimensionstor, die organische Zeit ist hier&jetzt um uns herum. Es ist einfach eine Entscheidung. Und – ’silence is consent‘ – sich nicht zu entscheiden, ist auch eine Entscheidung. Wenn wir passiv alles nur hinnehmen, werden wir in die Maschinenzeitlinie, in die Matrix gesaugt.

Und noch was:

Empire/die Maschine/die Matrix/die zivilisatorische Trance ist zur Zeit sehr deutlich, sehr offen aktiv, scheinbar weltausfüllend übermächtig. Das zeigt uns, wie gestresst sie ist, wir gehen ihr nämlich flöten. Also, viele von uns, zu viele.
‚Erwachte‘, erwachende Leute  – Leute, denen es gut geht, bzw. die ihre Innere Stimme wahrnehmen (was dazu führt, dass es ihnen immer besser geht), die haben viel mehr Energie als die passiven Zombies. Und Menschen mit viel Energie haben heilsame Wirkung auf ihre Umwelt, auch auf andere Menschen. Die dann auch oft wacher werden. Und unsere ‚positive‘ Energie kann der Maschine nicht als Treibstoff dienen. Die braucht Emotionen wie Angst, Sorge, Ärger, sowas.

Und dann noch was.

Wenn du mit dem, was ich hier schreibe wenig oder nichts anfangen kannst, dann liegt es daran, dass meine Weltsicht und die Worte, die ich wähle, nicht zu dem passen, was du weißt. Auch das ist wurst. Mir muss niemand glauben, und ich habe auch nicht ‚recht‘. Es mag Fleischesser mit Smartphone geben, die mich für ne durchgeknallte Esoschwebbse halten (ein plattes Beispiel), und sich mitten auf dem Weg in die organische Zeitlinie befinden. Wenn sie auf ihre innere Stimme hören, nicht aggressiv, nicht eklig zu anderen sind, tun, was sie WOLLEN ohne anderen zu schaden, dann heilen sie, werden frei und wirken heilsam auf ihre Umgebung. Das genügt. Du musst nicht an die Matrix glauben, um aus ihr auszusteigen. Du musst nur SEIN.

s.a.
Anleitung zum Ausstieg
Zeitlinien – Hardcore Edition

Pluto Woche

Ich geb mal wieder nur weiter, was im Lunarium-Newsletter steht.

Diese Woche ist Pluto stark zu spüren, und Pluto ist heftig. Alexander von Lunarium schreibt, Pluto sei wie ein Buldozer, und wenn wir uns trauen, können wir den diese Woche fahren, den Buldozer.
Die Zeit sei günstig, schwierige Probleme anzugehen und/oder etwas zu zerstören, das wir nicht mehr haben wollen.
Höhepunkt sei Freitag, und für Donnerstag warnt er uns, vorsichtig mit unseren Lieben umzugehen und größere finanzielle Entscheidungen zu vermeiden.

Jo, das wollte ich bloß weiter geben. Ich war heute morgen und vormittag sehr angespannt, und wie ich bemerkt habe, war ich nicht allein mit diesem Gefühl, wenn wir auch alle unterschiedliche ‚Gründe‘ dafür hatten. ‚Es‘ ist eine intensive Zeit, und es gibt viele Anzeichen dafür, dass hier&jetzt wichtige Entscheidungen getroffen werden – von uns allen. Ganz grob gesagt: es sind jetzt große Schritte auf unseren höchsteigenen Weg möglich, heilsam und wunderbar leicht. Raus aus dem künstlichen, fremdbestimmten Leben, hin zu unserer Mitte, zur Quelle.

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaamen! ❤
 

21. Mai ~ Dankesammlung

Puh. Heute war Putztag. Bevor ich angefangen habe, hab ich das Neueste Video von Teal Swan angeguckt, „The Rat Cage“ („Der Rattenkäfig“) – wie wir alle gefangen, eingekerkert sind und wie wir uns befreien können. Was ich mir vor allem gemerkt habe: attachment – Anhaftung. Das Haften an Dingen, Konzepten – irnzwas, alles, was wir mit uns selbst verwechseln. Als ich das hörte, fielen mir sofort die feuchten Flecken ein, die wir gestern hier an der Wand entdeckt haben. Ich bin so glücklich in dieser Wohnung, an diesem Ort. Es ist wichtig, dass ich mein Glück nicht damit verknüpfe. Ich kann dieses Glück auch an anderen Orten verspüren, falls ich hier nicht mehr sein könnte.

Putztag hab ich eingeläutet mit Spülen, dabei hab ich weiter über Teal Swans Worte nachgedacht, und dann hab ich meinen geliebten kleinen blauen Krug fallen gelassen. Es war wie in Zeitlupe. Ich hab den Schepperer schon gehört, bevor der Krug auf den Fliesen zersprang, und das Schrecklichste: Ich hatte und habe das Gefühl, wenn ich diesen Schepperer nicht ‚vorausgehört‘ hätte – ich hätte den Krug genausogut noch fangen können. Hab ich nicht.
Stattdessen hab ich erst mal heftig geweint.

Den Krug hatte ich vor Jahren in München in einem billig-Supermarkt in einer Wühlkiste gefunden. Er war perfekt, außen pastellblau, innen weiß, perfekte Form, wunderschön. Wunderschön. Ich hab nie wieder so einen Krug gefunden. Ich hatte ihn ständig in Benutzung, er war perfekt praktisch für meine selbstgemachte Pflanzenmilch. Ich habe den Krug geliebt. Ich habe mich jedesmal gefreut, wenn ich ihn gesehen, angefasst, verwendet, gespült, weggeräumt habe. Ich glaub, ich hab noch nicht mal ein Foto von ihm. Ich hatte welche machen wollen, bald, weil ich genau zu diesem Krug einen Danke-Beitrag habe schreiben wollen.
Und heute habe ich ihn fallenlassen, und jetzt sind seine Scherben im Müll. Ich bekomme grad wieder nen Klumpen im Hals.

Nebenbei, neben dieser kindlichen tiefen Trauer über den Verlust meines sehr geliebten, superschnuckligen, niedlichen Schnuselkruges, gehen noch andere Überlegungen und Empfindungen in mir ab. Was ein Luxus, über einen Krug zu weinen. Wenn ich weiter keine Sorgen habe, gehts mir doch gut.

Nee. Ich bin traurig!

Und dann ~ na klar, ich verstehe. Anhaftung. Der Krug ist mir nicht runtergefallen, er ist nicht wo runtergerutscht oder so. Ich habe ihn fallenlassen. Ich verstehe. Es fällt mir wirklich schwer, dafür „danke“ zu sagen… und doch.

Der Gefährte kam dann nach hause (war in der Muckibude gewesen). Sah draußen schon die Scherben im Müll zum Runterbringen; er wusste, wie sehr ich den Krug gemocht hab, und er hat mich liebevoll getröstet. Das hat wirklich geholfen, danke! ❤
Er sagte genau dasselbe  dazu – nicht haften, gehn lassen. Außerdem versprach er mir einen neuen Krug.

Ach, wenn das so einfach wäre. Wir haben schon im Internet geguckt, und ich hab all die Jahre die Augen offen gehalten. Der kleine Krug war in seiner schönen Schlichtheit etwas ganz Besonderes. Leider.

So, und jetzt genug davon. Etwas in mir ist echt traurig, und das könnte noch ne Weile anhalten, wenn ich Milch mache oder die Lücke aufm Regal sehe. Und ein anderer Anteil tröstet den traurigen Anteil und weiß: Das war bloß ein Krug, und wenn ich nicht so dran gehangen wäre, dann hätte ich ihn heute nicht runtergeschmissen. Es könnten krassere Dinge in meinem Leben geschehen, damit ich lerne, nicht so anzuhaften. Das war ein Weckerklingeln, der Schepperer heute.

Jo.

Später ist mir noch was aufgefallen. Der Gefährte hat zum Putzen den Soundtrack zu Skyrim aufgelegt. Den mag ich gern  – und doch… Mit der Zeit hab ich gemerkt, wie mich diese Musik runterzieht und noch mal richtig deprimiert. Low vibration. Dieses Drama, diese Verzweiflung, alles so SCHLIMM oder großartig, so GEWALTIG, dräuendes Verhängnis, Verzweiflung, Heldentaten… Mega-Monster-DRAMA.
So ne Musik, solche Gefühle: Empire. Täuschung, unheilsam. Alle spirituellen Menschen, die ich erlebt habe, live oder per Medium (Buch, Hörtext, Video… ahja, und Friedrich), die mir weitergeholfen haben, kommen völlig ohne solches Drama aus. Da ist eine Leichtigkeit, Humor, der kosmische Kicherfaktor ist spürbar. Und manche haben ultimaten Schrecken erlebt – Viktor Frankl fällt mir ein, der Jahre im KZ überlebte. (Er ist der Begründer der Logotherapie, von der ich hier schon geschwärmt habe.)

Ich hab die Musik eben gewechselt; hab die CD von Prof Surinder Singh aufgelegt, die wir neulich beim Konzert gekauft habe. VIEL besser. Organisch, heilsam. DANKE! ❤

Jo. Geputzt haben wir (auch dafür DANKE! ) und es ist auch schon bisschen spät geworden. Ab ins Bett, morgen HPΨ Schule.

edit
Achja, und beim Putzen hab ich auch noch meine Heilige Kichererbse eingesaugt! Weia! DRAMA und Elend heute!
Jetzt muss ich lachen; naja, Kichererbsen hab ich genug im Schrank, die ist schnell ersetzt.

Abschaffung des Bargeldes

Mein Gefährte war hatte eben einen Termin wg. Bankwechsel, wg. neuerdings Gebühren bei seiner alten Bank für – wie heißt das – beleghafte Überweisungen. Also, dass du am Schalter mit ausgefülltem Schein Geld überweist. Einzahlen von Münzen auf das eigene Konto kostet bei seiner alten Bank jetzt auch Gebühren: 7,50 €. Wow.
Als mein Gefährte darüber nicht erfreut war, wurde ihm gesagt: „Wechseln Sie doch auf ein Online Konto.“
Er: „Ich habe bereits ein Onlinekonto bei einer anderen Bank. Was ich möchte ist eine Filialbank vor Ort, bei der ich bar-“
Bankperson: „Ich erklär Ihnen mal, wie das funktioniert mit dem Onlinekonto.“
Es ist schon bisschen gruselig, wenn du merkst, dass du grad mit einem Cyborg sprichst.
Er: “ Ich möchte KEIN Onlinekonto bei Ihnen, ich möchte keine Gebühren für Münzeinzahlung auf mein eigenes Konto zahlen, und ich möchte auch keine Gebühren für eine papierhafte Überweisung zahlen.“
„Das machen jetzt alle Banken.“ Ahja. Wenn du es sagst, Bankperson. Dann gibt es natürlich keine Alternative.

Bei der neuen Bank gibt es auch keine Schalter mehr in dem Sinne; immerhin kannste da das Geld am Automaten einzahlen und per Einscannen auch bar überweisen. Derweil kostenlos.

Diese Terminals kosten Arbeitsplätze, das ist ein schöner Nebeneffekt, um Angst und Stress zu erzeugen.
Die Hauptagenda dieser Entwicklung ist die Abschaffung des Bargeldes.

Mein Gefährte hat das eben beim Beratungstermin vorsichtig zur Sprache gebracht, so ein bisschen mit dem Gefühl, als Spinner abgetan zu werden. Dass das Bargeld abgeschafft werden soll. (Er hat das von mir, ich erzähl viel solcher Dinge hier daheim, über das, was Sie so alles machen und vorhaben.)

Der junge Berater, ein freundlicher BWL-Juppie, hat nur müde die Augenbrauen gehoben. Natürlich wird das Bargeld abschafft, das ist lange beschlossene Sache und ist in einigen Ländern schon passiert.
Warum? Ich gebe jetzt wieder, was der junge Bank-Mann gesagt hat, so wie mein Gefährte es mir grad erzählt hat:
Kontrolle. Die Mächtigen der Welt (O-Ton junger Bank-Mann) wollen wissen, was wir mit unserem Geld machen. Wenn du zur Bank gehst und 20.000 € in bar abhebst, dann ist das weg, dann weiß niemand mehr, was du damit machst.
Wer diese Mächtigen seien, hat mein Freund gefragt. Och, also, für ihn, sagt der junge Bank-Mann, zum Beispiel Trump. Die Rotschilds. Die, wie ich jetzt durch den jungen Bank-Mann erfahren habe, auch Bitcoin erfunden haben. Bitcoin ist eine elektronische Währung, auf die ich beim Stöbern in diversen Anonymous-Aktivisten-Blogs gestoßen bin. Da stehen sie total drauf, die Hackerkids. Soso.

Ich möchte noch ergänzen, dass es durch rein elektronische Währung nicht nur darum geht, zu kontrollieren, wo du dein Geld ausgibst. Klar, damit kann man sehr deutlich sehen, was für ein Typ Mensch Konsument jemand ist, aber dafür gibt es ja schon Smartphones und Facebook.
Es geht noch um was anderes: Wenn wir nur noch elektronisch bezahlen können, dann ist es ein Leichtes, jemanden zur völligen Unperson zu machen. Dann kannst du, wenn deine Karte gesperrt ist, nicht mal mehr auf ein öffentliches Klo.

Mein Gefährte sagt, der junge Bank-Mann habe nicht sonderlich beunruhigt gewirkt, sondern wie einer, der sich mit den Gegebenheiten, die er nicht ändern kann, abfindet und sich darin durchschlängelt. Ist halt so. Alternativlos.

Nun ja. Er hat auch gesagt, dass sehr viele Kunden nachfragen, wenn sie in Aktien und Fonds investieren, wofür das Geld verwendet wird. Viele wollen keine Waffengeschäfte. Viele Moslems wollen wg. ihrer strengen Regeln z.B. auf keinen Fall in Pornografie investieren. Diese Bank bietet darum spezielle Fonds für genau solche Wünsche an.

Das ist ja mal gut.

Wir gucken derweil nach Öko-Banken. Natürlich haben wir beide auch Online-Konten, und wir haben endlich bemerkt, dass wir Onlinegeschäfte auch wunderbar bei einer Ökobank tätigen können. Selbst wenn das ein paar Gebühren kostet – wir spenden auch beide immer wieder an AttacAvaaz, BlockupyCampact, Sea Shepherd, Oxfam, Amnesty International, FoodWatch, WeMove, SumOfUs, Walk Free… Und dann sind wir bei Banken, die u.U. genau die Misstände finanzieren, gegen die diese Organisationen kämpfen? Bullshit!

Ich muss zugeben, der Bericht des Gefährten von seinem Banktermin hat mich eine kurze Zeit eben erst erbost und dann richtig gegruselt. Und das ist nicht gut. Es geht hier nämlich nicht nur um Geld und Macht – es geht letztendlich um Energie*.
Darum hab ich mich an Morgan’s gewandt, um mich trösten zu lassen.
Erst hat mich die Antwort noch mehr gegruselt, dann musste ich lachen.


I STILL DON’T UNDERSTAND
It’s too late now to explain. We’ll catch you next time around.
Bewilderment always waits in ambush. Relax — we’ve got you covered.

(Sinngemäß: ICH VERSTEHE IMMER NOCH NICHT
Zum Erklären ist es jetzt zu spät. Das nächste Mal klappts. Bestürzung liegt immer auf der Lauer. Entspanne dich — wir haben dich aufm Schirm.)

Jaja, so ausgeliefert können wir uns natürlich fühlen, vor dem großen Bösen Megacomputer. Ich hab immer noch nicht verstanden – bzw. kurz mal wieder vergessen, dass ich das glauben SOLL.
Die lauernde Bestürzung hat mich an einen Vers aus den Apokryphen erinnert:

Der lebendige Jesus sagt: „Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er erschüttert sein. Und wenn er erschüttert ist, wird er erstaunt sein. Und er wird König sein über das All.“

Ich bin enstpannt. Hier&jetzt, da wo ich bin, gibt es Bargeld, und mein Gefährte hat gleich um die Ecke eine neue Bank gefunden, die akzeptabel ist. Der nächste Schritt ist online-Ökobänking, und langfristig halte ich Herz und Augen offen für wirkliche Alternativen: Tauschringe, alternative Währungen, geldlos(er) leben. All das wurde schon mit Erfolg ausprobiert, und weil wir so viel mehr sind als wir glauben sollen, bin ich voller Vertrauen, dass sich Wege öffenen und wir uns Wege bahnen raus aus der Matrix. Wir haben’s aufm Schirm. Wir sind bereits dabei.

* Dazu schreib ich demnächst einen Artikel. Nur kurz reingerieben: Je besser es uns innerlich geht, desto besser wirken wir gegen Missstände in der Welt. So einfach ist das.

Energiehaushalt

Irnzwie erzähl ich auch immer das Gleiche, mit kleinen Varianten, bear with me…
Aaalso.
Gestern hat mich online mal wieder was irritiert, und ich habe geübt, dem keine Aufmerksamkeit zu geben. Abends im Bett habe ich gespürt, dass es mich trotzdem wurmt. Ich habe mein Orakel gefragt, ob ich da alte Muster auflösen muss, ob da ein altes, unheilsames Programm in mir ausgelöst wurde. Die Frage habe ich eher aus Höflichkeit gestellt, weil ich ja ‚wusste‘, dass es so ist.

Das Orakel hat „nein“ gesagt.

Ich war überrascht und habe gefragt, ob mein Ärger eine gewisse Berechtigung hat, ob da jemand über meine Grenze gelatscht sei.
Antwort: „ja“.

Durch diesen kleinen Austausch mit meinem Orakel war mein Ärger fast ganz verschwunden. Der Rest ging dann weg, als ich das ‚innere Nein‘ ausgesprochen habe. Nein! zu dieser Grenzüberschreitung!

Damit ist das erledigt und gut. Und ich bin sicher, dass ich zukünftig schneller merke, wenn wer über meine Grenze latscht, und, noch viel besser, bald gar nicht mehr dazu einlade.

Ich hatte außerdem gestern ein Telefongespräch mit meiner Mutter. Wir kamen auch auf den Usa-Wahlkampf. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass es ziemlich wurst ist, wer gewinnt. Die sind beide ganz schrecklich, und das Problem sind auch nicht diese beiden Horrorfiguren. Die sind, genau wie Hitler damals, nicht das Problem. Das Problem ist der Sumpf, aus dem sowas wächst, nach oben kommt und gewählt wird. Und ich habe auch keine Lust mehr, das als „Problem“ zu sehen. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden. Wir haben hier keine Probleme, wir haben Symptome. Ich seh das so, wie Susanne auf ihrem Blog das in der Astrovorschau für die nächsten zwei Wochen gesagt hat. Clinton und Trump sind Manifestationen unserer Ängste.

Eya, da wollte ich gar nicht so viel zu schreiben. Ich wollte ganz was anderes erzählen, nämlich wie so ganz normale, selbstverständliche Mistmuster abgehen. Etwas, das in mir grad auch einen gewissen, reinigenden Zorn auslöst.

Das Mistmuster hier: Ich sag meiner Mutter, dass mich Trump nicht besonders beunruhigt, und sie, statt mal zu fragen, warum das so ist, weils ihr selbst vielleicht auch weiterhelfen könnte, erklärt mir stattdessen wortreich, warum ich beunruhigt sein müsse. Warum ich Sorgen und Angst haben müsse.

In welchem facking Gesetzbuch steht, dass ich Angst und Sorgen wg. des Usa-Wahlkampfes haben müsse?!?

  1. Wenn die Usa nach der Wahl den 3. Weltkrieg anfingen, dann bestimmt nicht, weil ich mir vorher darüber keine Sorgen gemacht habe.
  2. Ich persönlich – ich oute mich jetzt und offenbare meine tiefe, spirituell-magische Überzeugung: Ich persönlich bin SICHER, dass genau diese Ängste und Sorgen die Ursache für den Wahnsinn sind, der jetzt tobt. Je mehr wir uns Elend und Not vorstellen (’seriöse‘ Nachrichten genauso wie Katastrophenfilme im Kino und Fernsehen tun ihren Teil dazu), desto wahrscheinlicher werden sie.

Ich hab schon vor vielen Jahren, lange bevor andere spirituelle LehrerInnen mir genau das bestätigt haben, lange, bevor ich mein wundervolles, geliebtes I Ging Buch hatte, diese Information vom I Ging bekommen. Das war in den 80ern, ich hatte was über den Antennenwald in Alaska, HAARP, gelesen. Ich fühlte mich überlegenen bösen Mächten ausgeliefert; ich hatte Angst. In meiner Not fragte ich das I Ging dazu und bekam „innere Wahrheit“ mit zweiter bewegter Linie. Vor allem der Kommentar von Kung Tse hat mich damals bis ins Herz getroffen.

Der Edle weilt in seinem Zimmer. Äußert er seine Worte gut, so findet er Zustimmung aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wieviel mehr aus der Nähe. Weilt der Edle in seinem Zimmer und äußert seine Worte nicht gut, so findet er Widerspruch aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wieviel mehr noch aus der Nähe! Die Worte gehen von der eigenen Person aus und wirken auf die Menschen. Die Werke entstehen in der Nähe und werden sichtbar in der Ferne. Worte und Werke sind des Edlen Türangel und Armbrustfeder. Indem sich diese Angel und Feder bewegen, bringen sie Ehre oder Schande. Durch Worte und Werke bewegt der Edle Himmel und Erde. Muss man da nicht vorsichtig sein?

Ich habe mir das so übersetzt: Ich hocke in meinem Zimmer und habe Angst. Das hat Wirkung! Alles, was ich denke und empfinde, wirkt. Muss ich da nicht vorsichtig sein?

Neil Kramer spricht mir aus dem Herzen, wenn er in einem Interview dem jungen Verschwörungstheoretiker, der ihm aufzählt, was Sie alles Schreckliches mit uns machen, sagt: „Don’t be disheartened! It’s an indulgence! STOP IT!“(‚Sei nicht verzagt/mutlos! Das ist Schwelgerei! Hör auf damit!“)

Jo.
Aber nein, meine Ma gibt die volle Ladung Angst an mich weiter, die sie sich durch Zeitunglesen und Nachrichtengucken eingefangen hat. Meine Ma, ehemalige Journalistin, ist nach den Maßstäben der Normalität SEHR gut informiert. Leider…

Heute morgen wach ich dann auf, und der Mist steigt in mir hoch und ich denke an Trump, was alles passieren könnte, wenn er gewinnt, und ich habe Angst.

Und dann, davon erzähl ich ja seit einiger Zeit immer wieder, MERKE ich, dass ich Angst habe wegen etwas, worauf ich keinen Einfluss habe — außer durch meine Gedanken und Empfindungen.
Und diesmal halte ich mich nicht mehr damit auf, mir zu erklären, warum ich keine Angst haben brauch — das funktioniert nicht, denn realistisch betrachtet tobt auf der Welt nun mal der Wahnsinn. Sondern ich mach gleich das, was heilsam ist, funktioniert, sich bewährt hat: Ich sage NEIN. Ich verbitte mir diese schädliche, sinnlose, energiezehrende Angst. Fuck off!

Bingo. Angst weg. Es funktioniert. Weil es WAHR ist (- zumindest in meinem Hier&Jetzt).

Sehr heilsam für den Energiehaushalt.

Eine weitere Übung, die ich neuerdings mache:

Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, richte ich meinen Blick so gut wie gar nicht auf Leute. Wenn ich mir die Leute angucke, dann gehen sofort so innere Filme los wie „warum guckt die so komisch?“, „wie sind die denn drauf?“, „ah, gefalle ich dem?“ „oje, die sieht traurig aus“ etc.pp.
Ich richte meinen Blick auch möglichst nicht auf Schaufenster. Auch nicht auf Werbeplakate, Zeitungsautomaten, und vor allem nicht auf Schrift. Oh, es ist so viel Schrift überall, und ich habe bis neulich so ziemlich alles gelesen.
Und zu fast allem, was ich sehe, aufnehme, lese, habe ich dann sofort ne Meinung gehabt. Es eingeordnet, darüber nachgedacht, etwas empfunden, und wenns nur paar Sekunden waren.

Sowas kostet Kraft, die ich lieber für Leute bzw. Wesen zur Verfügung habe, mit denen ich wirklich im Austausch bin. Und für mich selber.

Wo ich stattdessen hingucke: Pflanzen. Nicht nur die kleinen Unkräutchen in den Ritzen am Boden. Die liebe ich sowieso. Neuerdings weiß ich auch viel besser, wo in der Stadt überall Bäume wachsen. Wo die Leuts was auf den Balkonen haben. Wo’s von Dächern wuchert. In der Fuzo ist mir zum ersten Mal eine Fassade aufgefallen, die ganz und gar begrünt ist.

Außerdem guck ich auf Vögel und in den Himmel. Der Himmel, habe ich den Eindruck, schenkt mir Energie, vor allem, wenn er – sei es viel oder nur wenig – von Sonnenlicht durchleuchtet ist. Ich suche Orte, wo ich hochgucke und nur Himmel im Blick habe. Noch keinen gefunden. Auf der Brücke fast.

Jo. Ich wollte heute eigentlich gar keinen Blogbeitrag schreiben, und dann wars mir plötzlich ein Bedürfnis.