Folk

Bandcamp

Und nu mal was ganz anderes.

Kennt ihr Bandcamp? Das ist eine Musikseite, auf der viele viele Bänds und auch manche Labels ihre Musik hochladen.
Alles, was dort zu finden ist, kann auf anderen Seiten zum Teilen und Anhören eingebettet werden. Z.B. so:


Die Tannahill Weavers kenne und liebe ich seit meiner Schulzeit, ich hatte alle ihre früheren Platten, und ich hab mich so sehr gefreut, sie auf Bandcamp zu finden! Eine der besten schottischen Folksbands wo gibt, meiner Meinung nach.

Wie ihr an dem kleinen „buy“ seht, könnt ihr bei Bandcamp Musik online kaufen: einzelne Lieder oder ganze Alben. Sie können dann beliebig oft sofort runtergeladen werden. (In zwei verschiedenen mp3-Stärken , als flac, ogg, wav, alac, aac und aiff. Nein, die meisten Formate kenn ich nicht. Ich nehm immer flac und mp3.)
Wer möchte kann auch, in den meisten Fällen, ne richtige CD bestellen die dann per Post kommt.

Und manche stellen ihre Sachen auch kostenlos zur Verfügung (dann bei „name your price“ einfach 0 eingeben) – da habe ich schon paar wunderbare Schätze gefunden, z.B. den Sonic Yogi mit seinen Klangschalen.

Wobei es uns freisteht, den KünstlerInnen, die uns ihre Musik schenken, trotzdem was zu überweisen.

Oh, ich habe schon viel viel VIEL Zeit auf Bandcamp verbracht. Ich habe nach bestimmten Tags gesucht, z.B. „Indien“, weil ich schöne Sitar-Musik wollte. Ich fand ziemlich viel Schnulz, Electro und DAS (Vorsicht, Metal!):


WOW! Ne junge indische Band. Weißnich, welches Genre. Speedthrashcore mit nem Hauch Prog… was weiß ich. Da blick ich nicht durch.
Mir GEFÄLLT das, ich habs gekauft, und dann bekam ich eine schnuffige, artige Danke-Mail von der Bänd.
Ich MAG Bandcmap!

Was ich auch getagged mit „Indien“ fand, ist die Site eines Kali-Verehrers, der ganz wunderbare Sachen hochgeladen hat. Voll ethnisch, ey! Alles kostenlos. Hier seine hochgeladene Musik:
https://kalibhakti.bandcamp.com/music
Seine Kali-Site verlinke ich auf der Heckenwicke, da passt das besser.

Die Auswahl, die ich hier zusammengestellt habe, ist ein Ausschnitt meines höchsteigenen, schrägen Geschmacks. Bandcamp bietet viel, viel mehr, und ich kann euch nur empfehlen, dort selber zu gucken und zu hören! Vielleicht meldet ihr euch ja auch an und richtet eure eigene Sammlung ein. Wenn ja, möchte ich unbedingt verlinkt werden! ->Hier<- ist meine Bandcamp-Sammlung-Seite.

Und zum Schluss möcht ich noch eine Neuerwerbung präsentieren. Eine junge Psychedelic-Stoner-Blues-Rockband aus Dresden. Bzw. in ihren eigenen Worten: Topsy-Turvy Higgledy-Piggledy Folk-Blues-Psych-Stoner-ProtoMetal-Soul with a pinch of confusion.
Wie die abgehen, und was ne Röhre! ❤ Hippie Metal!

 

Advertisements

Der Preis des Dazugehörens

Marille Grünblatt hat einen schönen Text veröffentlicht, der mich berührt hat:

Wanderratgeber | Der Hase im Apfelbaum

Das löst bei mir grad was aus… Einen Mecker- und Motzanfall.

Als kleines Kind war ich in gewisser Weise wie der glückliche Prinz von Oscar Wilde. Ein einsames, aber mit sich und den Eltern zufriedenes Einzelkind, das keine Ahnung hatte, was in der Welt vor sich geht.
Als die Schule begann, wurde das schlagartig anders. Es begann die schlimmste Zeit meines Lebes: viele unglückliche Jahres des Aussenseitertums und des Dringend Dazugehören Wollens.
Es ist mir bis heute nicht wirklich gelungen. Inzwischen bin ich froh darüber. Aus tiefsten Herzen bin ich dankbar, dass ich es nie geschafft habe, ’normal‘ zu sein und dazu zu gehören.
Als Mädchen und junge Frau war ich verzweifelt.

Wenn ich heute darüber nachdenke, wieviel Zeit und Kraft (und Taschengeld) ich z.B. dafür verschwendet habe, irnzwelche Bänds anzuhimmeln, Platten und grässliche Magazine zu kaufen, MTV zu gucken —
Eigentlich wär ich gerne Punk gewesen, aber das hab ich mich getraut. Weil ich fand, ich wär zu fett für enge Lederhosen.
Ich war bisschen fett – das lag daran, dass ich meinen seelischen Hunger auch mit Chips und knallbunten Süßigkeiten zu stillen versuchte. Was Kindern an ungesunder (sorry) Scheiße verkauft wird, das ist WIDERLICH.
Aber folgerichtig. Dauert nicht lang, dann verdient die Pharmaindustrie an uns.

Die spirituelle Leere, in der unsere Zivilisation uns aufwachsen lässt, dürfen wir mit Konsum füllen.
Ja, wir leben im goldenen Westen, in der Freiheit! Wir sind frei zu wählen, ob wir Microsoft oder Apple wollen. Nestlé oder Danone. Coke oder Pepsie.
Wenn wir sind, wie die andern, wie die Reklame-Kids, dann haben wirs geschafft, und wenn wir dann immer noch nicht zufrieden und glücklich sind, dann stimmt was nicht mit uns. Dann sind wir nicht normal und selber schuld. Ham halt noch nicht das richtige Produkt gekauft. Noch nicht das richtige Fitnesstudio gefunden.
So hängen wir als Energiequellen fest in der Matrix.

Ich wünsche allen Kindern und jungen Menschen jemanden, der oder die ihnen andere Werte vermittelt und schon früh einen andern Weg zeigt.
Wir alle haben es verdient, unsere Zeit und Kraft für Heilsames und Schönes zu verwenden. (Marille Grünblatt z.B. hat dazu diesen schönen Wanderratgeber gepostet.)
Mir ist noch ein (holpriges) Lied eingefallen, dass ich zum „Roten Fest“ geschrieben habe – das war ein spirituelles Fest zum Übergang vom Mädchen (der Weißen) zur erwachsenen Frau (der Roten).

Das Lied war inspiriert von „Lonesome Robin“ (s.u.), lässt sich zu der Melodie singen und geht so:

Brich auf, es geht ins Rote Land
Nimm deinen Bogen noch einmal in die Hand
Dein einsames Jagen ist nun vorbei
Zerschlissen ist dein weißes Kleid
Wo immer dein Pfeil den Boden erreicht
wächst deine neue Zeit:
die Rote
Komm heim, Jungfrau, komm heim!
Du bist nicht länger vogelfrei.

Als kleines Mädchen warst du
eine Prinzessin, Piratin dazu.
Du wusstest genau, wann ein Zauber passiert
doch hast du die Worte nie gelernt
die das sagen könnten, was du gewusst.
Und dann hast du in die Schule gemusst.
Ach Kleine!
Vorbei, Jungfrau, vorbei.
Du bist nicht länger vogelfrei.

Gefangen warst du lange Zeit
bis in deine Träume warn die Gitter gereiht
Fast wärst du nicht mehr ins Leben erwacht
so ham sie dich irre gemacht.
Jetzt sprenge die Wände, sie halten dich nicht
und in den Trümmern finde dich:
Die Rote!
Es sei, Jungfrau, es sei!
Du bist nicht länger vogelfrei.



Hier die Lyrics zu „Lonesome Robin“.
Und hier eine schöne Version von einem Herrn Barry Moore (aka Luka Bloom)

edit:
Das passt auch noch wunderbar dazu:
http://zenpencils.com/comic/kalam/
(Die Zen-Pencils hab ich durch Frau Koriander gefunden.)