Frust

18. August – Vollmond im Wassermann

Und’n Update in eigener Sache

Liebe Leute

Internet geht hier grad mal wieder, ich find nur den Wiedereinstieg ins Bloggen noch nicht so. Da kommt mir der Vollmond sehr recht, da muss ich was schreiben.
Bin zur Zeit nicht sonderlich gut bestrahlt und merke, dass ich nicht gut was erzählen kann, ohne ins Schimpfen oder Jammern zu geraten, drum lass ich’s Schreiben.

Auch da kommt mir der Vollmond sehr gelegen, weil ich im Sumpf ja immer erst mal vergesse, was ich schon weiß und was in solchen Zeiten IMMER hilft, wenn ichs dann auch endlich erinnere und tu:
Mich neben den Ärger und den Frust und die Angst und das Elend stellen, mich nicht mehr damit identifizieren (vor allem, weil’s mich selber ja gar nicht gibt ) und das alles einfach sein lassen.
So wie ich in der Mondmedi-Einladung beschrieben habe. Wie gut, dass es diese regelmäßigen Termine gibt, die mich selbst wieder das Wesentliche und Wichtige und Heilsame erinnern… Übung, Praxis, Verbinden.

Achja, verbinden. Zur Zeit feiert auch meine mal mehr mal weniger starke Sozialphobie fröhliche Urständ… „Ich liebe die Menschheit, ich kann nur Leute nichts ausstehen!“ (Linus von den Peanuts, also ist das Zitat von Charles M. Schulz).
Dieses Zitat ist übrigens auch ein klassischer klischee-Wassermann-Grundsatz. Dem flirrenden Luftzeichen Wassermann werden revolutionäre und weltverbessernde Tendenzen nachgesagt, die oft die Bodenhaftung vermissen lassen. Selbsternannte Reformer und Retter  der Menschheit, die Leute nicht ausstehen können. Ja, kenn ich, das Gefühl (ich hab Mars im Wassermann). 😛

Immerhin bringt mich das endlich zum eigentlichen Thema dieses Beitrags.

Donnerstag, den 18. August 2016,
ca. halb 12h vormittags
(11:26 F/m)
ist Vollmond im Wassermann.

Hier wie immer die

 

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

 

 

Wer Ideen, Anregungen, Input hat: immer her damit!

Und hier noch ein ganz wundervolles Foto vom letzten Vollmond. Das hat eine liebe, sehr geschätzte, langjährige Webfreundin gemacht:

anne@hinterhufe.de

Bis dann im Netz!

Beruf, Berufung und Gelderwerb

Das wird bisschen Seelenstriptease. Ich finde das angebracht, um einige offene Fäden hier zu verweben. Für die, die’s interessiert.

Ers schon ganz gespannt… Wayne

Also.
In den Kommentaren zu einem Beitrag nebenan im Vetchblog hat Sólveig mich gefragt, wie weit ich mit meiner Selbstständigkeit bin.
Das hatte ich ja groß hier erzählt und verkündet, dass ich mich selbstständig mache.

Ich hatte dabei sehr vage Vorstellungen.
Das heißt, ich habe eine sehr klare Vorstellung:
Ich will einen Laden mit Raum für Trommelkreise, Feste, Seminare. Im Laden solls alles geben, neu und 2nd Händ, was ich, Vetch, für angebracht erachte. Von Klamotten über Bücher, Musik, Postkarten, Schmuck, Esoterika bis hin zu Deko-Kram und was halt vorbeikommt und mir in den Kram passt, im wahrsten Sinne des Ausdrucks. Ich hab z.B. eine Quelle für ganz wunderbare Geschirrtücher, die würden da auch ein Plätzchen finden.
Der Rote Faden dieses Konzeptes bin ICH. So viel Selbstbewusstsein habe ich tatsächlich, dass ich davon ausgehe, damit kann ich Erfolg haben.
Ich kann keinem Buchhandel, keiner Media-Mall und keinem exquisiten 2nd Hand Klamottenladen Konkurrenz machen, und Läden mit hübscher Heimdeko haben wir hier eh schon einige.
Ich habe nur meinen Geschmack und meine Intuition, und ich vertraue darauf, dass meine KundInnen dann mir vertrauen – und dem, was ich für sie ausgesucht habe.

So weit so fein. Das ist ein hübscher Plan.

Über die Beratung zur Existenzgründung veränderte sich dieser Plan bis zur Unkenntlichkeit. Das liegt daran, dass ich kein Startkapital habe und nicht einfach einen Laden mieten und einrichten kann.
Was dann zum Schluss rauskam: Onlineshop einrichten.

Das fand ich kurz ne tolle Idee. Und dann wurde mir klar, dass ich überhaupt keine Ware habe, außer bunter Armreifen aus Fummelperlen und paar Postkarten…

Wenn ich Gewerbe anmelde, dann muss ich mich privat krankenversichern. Das sind so 300.- € im Monat. Dazu kommen viele andere Auflagen, die der normale Geschäftsmensch locker durchschaut und bewältigt. Mich lähmt das nicht nur, es erbost mich. Ich bekomme dann so nen widerlichen, pestigen Zorn.
Ich würd ja gerne, aber SIE lassen mich nicht, mit diesen bescheuerten Regeln und Gesetzen, die alles Kreative hier in Deutschland im Keim ersticken. Hier bekommst du doch kein Bein auf den Boden, wenn du nicht genug Geld, ne super Ausbildung hast (ich hab Ergotherapeutin ‚gelernt‘ und kann und will in dem Beruf nicht arbeiten), und abgebrüht bist–

Jo, da kann ich lange toben und hadern.
Da ist auch was dran, es ist allerdings nicht die ganze Wahrheit.

Was ich auch nicht habe sind Erfahrung und Mut. Und so richtig was gelernt hab ich auch nicht.

Jo. Dieser Erkenntnisprozess zog sich so über den Sommer, und ich hab mich auch echt geschämt. (Drum hab ich hier davon auch nichts mehr erzählt…)
Die Depression die Tage hatte natürlich auch damit zu tun.
Ich bin jetzt an dem Punkt, da ich kapituliere, wie ich es zum Thema „Beziehung“ in den A-Gruppen gelernt habe: Ich habe KEINE AHNUNG, was ich machen soll.

Ich bewerbe mich jetzt wieder für den Sozialbereich. Und ich mache weiter Postkarten. Und so.

Tatsächlich gehts mir bisschen besser. Ich tu das Naheliegende und das ist eh reichlich. Eben kam eine Absage rein, ich muss also nicht Arbeitsvermittlerin im Rahmen des SGB III werden. Ist doch gut…

Auch interessant, dass ich fast alle Beiträge zum Thema Job und Gelderwerb mit „Angst“ tagge…

Naja, hier&jetzt das Naheliegende.

Was wir wirklich wollen

Eine ganz schlichte Erkenntnis traf mich grad beim Saubermachen des Katzenklos mit abschließenden Schwere-Mülltüte-Runtertragen.
Katzenklo duldet keinen Aufschub, Müll runtertragen schon. Während ich also durch den Katzensand schaufelte, überlegte ich, wann ich den Müll runterbringe … späääter… und wurde dabei immer schwermütiger.
Dann hab ichs sofort gemacht.
Und nu ist mir aufgefallen: es heißt ja immer: Mach das Unangenehme, dann hast du es hinter dir, und dann gehts dir wieder gut.
Das stimmt, jaja, das stimmt.
und
Was ich mir seltsamerweise nie wirklich gemerkt habe, obwohl es so oft geschieht:
Es ging mir nicht erst gut, nachdem ichs gemacht hatte, sondern schon während ichs gemacht habe.

Das nenn ich prompte Bedürfnisbefriedigung.

Und das ist es doch, was wir wollen.