gelbe Getränke

Ein Care-Paket führt zu Abgeschweife in Kaffee-Läden, nach Süd-Indien und zu türkischem Rübensaft

Oh wie schön! Es klingelte und der Postbote brachte ein Päckchen und es war FÜR MICH!
Hier kommen ja ständig Päckchen – für den Oger. Dieses war für mich, von meiner Ma in München. Die war nämlich in der Stadt beim Black Bean und hat mir dort Kaffee gekauft.

Ich liebe Kaffee, und ich hasse Kaffee mit viel Säure. Bei Black Bean gibts guten, säurearmen Kaffee in Bioqualität.
Ich mach hier tatsächlich (unbezahlte!) Werbung für ne Kette. Ne Kette mit zu wenigen Läden. Einen gibts in Passau, drei in München, noch welche irnzwo ganz woanders in Deutschland und keinen in Mannheim.
Hier gibts, der Ausgewogenheit wegen erwähn ich das, den netten Laden Star Coffee, der mir vom Interior und mit dem schwarzen Stern sogar besser gefällt, die auch leckeren Kaffee haben, aber leider nicht in Bioqualität.

Herkömmlicher Kaffee kann extrem mit Pestiziden verseucht sein, drum leg ich bei Kaffee und Tee großen Wert auf bio. Black Bean hat nur bio Kaffee.
Und in ihrer Kaffeemischung ist indischer Kaffee mit drin, und indischer Kaffee ist m.E. der beste Kaffee der Welt.

Pfefferminztee in Hampi (glaubich).
Im Hintergrund allgegenwärtiges ekliges Limozeugs. Ich hab das nicht getrunken.

Als ich das erste und bis jetzt einzige Mal in Indien war (übern Jahreswechsel 2012/13) haben wir dort fast keinen Kaffee getrunken.
Es gibt nur selten welchen, und wenn überhaupt, wars fast überall ekliger Nescafé. (Ich hab nix gegen guten löslichen Kaffee, ich hab allerdings ne Menge gegen Nestlé.)
Hauptsächlich gibts dort Chai, den wundervollen Gewürztee mit Milch und Zucker. (In den 80ern hab ich Chai als Yogi-Tee kennengelernt. Es gab ihn damals nur lose, und er wurde zubereitet, wie es sich gehört: Einen Esslöffel mit einem Liter Wasser ewig kochen, dann durch ein Sieb und viel Milch dazu. Ziemliche Sauerei. Ich nehm heute Teebeutel…)
Chai ist auch echt lecker.
Und manchmal gibts Kräutertee.
Und es gibt das übliche eklige Limozeugs, das es überall gibt.
Der Unterschied beim (süd?)indischen ekligen Limozeugs ist, dass auf allen Flaschen und Kästen von Sprite, Cola, Fanta etc. draufsteht „contains no fruit“ – enthält keine Frucht. Sollte hier auch eingeführt werden!

Dies ist leider das einzige Foto, das ich von so einer Aufschrift gemacht habe. Es ist ein sehr schlechtes Foto, das ich verfremdet habe, damit es so aussieht, als wär das so gewollt. X)

Ingwer Pops. Fällt was auf?
Nein, ich meine nicht die indische Freude an karierten Tischdecken.

Und es gibt Pops. In Kochi zumindest.

Ich muss kurz abschweifen zu Pops.

Pops ist eine lokale Limo-Marke. Es gibt Pops in vielen verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen, z.B. Orange, Limone und noch andere exotische Varianten, an die ich mich nicht mehr erinnere, weil ich nur eine Sorte konsumiert hab, und das OFT: Ginger – Ingwer. Die Ingwerlimo von Pops ist scharf. Und zwar richtig scharf.
Ginger Pops ist die beste Limo, die ich je getrunken habe. Ginger Life von Bio Zisch ist zwar ohne Zucker (wundervoll!) und bio, aber nicht annähernd so gelb und vor allem nicht annähernd so wunderbar scharf.
Das Lustigste und Schönste an Pops sind die Flaschen. Die haben nämlich keine eigenen Flaschen, sondern kleben einfach ihre Etiketten auf und füllen ihre Limo in die allgegenwärtigen leeren Flaschen eines großen, ekligen Limozeugsherstellers.

POPS – Ingwer und … Möhre?

Leider gibt es Pops, ganz anders als das allgenwärtige eklige Limozeugs, anscheinend nur in Kochi, und es ist eins der wenigen Dinge, die sich nicht im Internet finden lassen. Ich versuchs immer wieder. Vielleicht werde ich mal fündig, oder edle Südindienreisende schicken mir ein Care-Paket. (Tut auch Kaffee rein, und unbedingt Schokolade aus Ooty!)

Şalgam Suyu im ‚Istanbul‘ am Marktplatz. Fällt was auf?

Zum Glück lebe ich jetzt in Mannheim.
Zwar auch popsfreie Zone, wie fast die ganze Welt, aber hier gibt es türkischen Rübensaft, und der ist auch bisschen scharf und sehr lecker!
Wenn auch nicht gelb.

Ich bin abgeschwiffen. Es ging um Kaffee in Südindien.

Als ich dort nach für mich erstaunlich langer kaffeefreier Zeit in einem Lokal Kaffee auf der Karte fand, bestellte und bekam, war ich so entzückt, dass ich erst mal ein Foto davon gemacht habe:

Dieser Kaffee war lecker, weils irnzwie Kaffee war. Nescafé halt.

Und dann fanden wir ein Indian Coffee House. Mir schon deswegen sehr sympatisch, weil es sich dabei um ein sogenanntes Mitarbeiterunternehmen handelt, ein Co-op. Das heißt, das Unternehmen gehört den Mitarbeitern.
Und sie haben ganz wunderbares Essen.
Und die Kellner tragen ganz wundervolle Turbane.
UND sie haben ganz wunderbaren, köstlichen, duftenden, extrem säurearmen Kaffee, den besten Kaffee, den ich je hatte. Sie verkaufen den auch, superfein gemahlen in Beuteln, und ich habe reichlich mitgenommen. Natürlich ist er trotzdem seit Mitte 2013 alle, und seitdem suche ich nach einer Möglichkeit, solchen Kaffee zu bekommen.
Der von Black Bean geht in die Richtung und ist auch noch bio.

Wie ich grad der Black Bean-Website entnehme, hätte ich meinen Kaffee da auch per Mail bestellen können. Das wusste ich nicht, also hab ich Muttern losgeschickt. X)

Und deswegen hab ich heute ein Päckchen bekommen, und das ist doch schön.
Und die Kaffeepäcks , die drin waren, sind auch schön!

Das ist auch kein so tolles Foto. Aber Molly ist mit drauf. ♥

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Encounter und Goldene Milch

Ich bin zwar noch erkältet, aber es geht mir viel besser.

Ich weiß immer noch nicht, was ich werden will, wenn ich groß bin, aber im Moment belastet mich das nicht so. Ich muss mich bis zum 15. Mai noch dreimal bewerben und gehe davon aus, dass mir dazu was einfallen wird.
Eine Absage trudelte heute rein. Also kein Streetwörk für Jugendliche mit Alkoholproblemen. Ich bin, ehrlich gesagt, sehr erleichtert.

Was wahrscheinlich auch zu meiner besseren Stimmung beiträgt: Der Rummelplatz!


Wir warn auch drin, im ENCOUNTER, der Oger und ich. War die 4 € wert, ham uns sehr amüsiert.

 
Demnächst dann Bilder von einer neuen, besseren Kamera. Der Entscheidungsprozess spitzt sich zu.
Auch das trägt zu meiner guten Laune bei.Und dann die Goldene Milch.
Ich mag ja gelbe Getränke.
Diesmal mit Kurkuma. Wie ich lese, hat Kurkuma reichlich magische Eigenschaften.
Z.B. soll es wirken wie Ibuprofen, bloß ohne die unerwünschten Nebeneffekte.
Und wenn ich dran denke, wieviele Ibu ich bei meiner letzten Erkältung genommen hab… Zum Schluss hatte ich paar Tage so nen ekligen Geschmack im Mund.

Die goldene Milch dagegen schmeckt gut. Finde ich.

Ich hab von ihr vor paar Tagen im Heilerforum gelesen und sofort nach Rezepten gesucht. Hier ist eins, das mir sehr gut gefällt: Ayurvedischer Zaubertrank
Und hier, der Vollständigkeit halber, mein eigenes:
Goldene Milch
Zu Kokosöl, das ich im Rezept verwende, habe ich einige Links gesammelt. Hier.

Ich hab also gleich versucht, das nachzumachen.
Man sollte doch meinen, das wär kein Problem…
Die erste Paste wurde keine Paste. (Zu wenig Hitze? Zu viel Wasser?)
Die zweite Paste wurde schlabbrige Paste.
HEUTE ist es mir endlich gelungen.

Ich löse diese Paste dann mit Hafermilch. Die bringt auch ne angenehme Süße mit. Mjam!
Sogar der Oger mag die goldene Milch, und weil ich jetzt pastekochen kann, gibts ab heute jeden Abend einen Becher goldene Milch für den Oger und mich.

yellow
is such a happy colour

Sonne

Badam Milch

Ein Rezept.
Ein ziemlich chaotisch geschriebenes Rezept, das vielleicht trotzdem den einen oder die andere anregt, es zu versuchen. Denn eigentlich ist die Sache total einfach: Milch, Mandeln, Kardamom und Safran, mischen, heiß oder kalt: fertig. :)

 
Badam bedeutet Mandel. Ich glaub, das Wort ist Hindi. Jedenfalls ist Badam Milk ein köstliches Getränk aus Indien. Es gibt verschiedene Versionen, eine sehr verbreitete besteht aus Mandeln, Milch, Kardamom und Safran.
Ich hab das in Indien getrunken, heiß und kalt. Es gibt das Zeug auch in Dosen, sehr süß und m.E. ziemlich grauenvoll.

Und einmal hab ich Badam Milch frisch gemacht getrunken, und das war KÖSTLICH.
Also hab ich versucht, zuhause Badam Milch zu machen. Ich habe rumprobiert mit Sojamilch*, das war aber nicht lecker. Und die Mandeln, die ich ungeschält (also, ohne steinharte richtige Schale, aber noch mit Haut) direkt aus der Packung kommend mit dem Stabmixer zu zerkleinern versuchte, die waren auch nicht der Hit in der Milch.
Also: geschälte Mandeln, am besten selber enthäuten (mit kochendem Wasser übergießen, dann lässt die Haut sich leicht lösen) und dann gleich, noch warm und feucht, verarbeiten in einem richtigen Mixer, mit einem Schuss Wasser. Das hab ich selber nie gemacht, das hab ich aus dem Internet. :)
Ich nehme nämlich inzwischen die Mandelmilch von Alnatura. Die Marke erwähne ich nur, weil ich sie mag. Es gibt viele andere Mandelmilche anderer Hersteller, die bestimmt auch gut sind. Ich achte allerdings darauf, dass kein Zucker darin ist, da ich (so gut ichs hinbekomme) zuckerfrei lebe.

Es gibt paar gute Badam-Milch Rezepte im Internet, hier stellvertretend eines (englisch).

Ich selber machs inzwischen so: Mandelmilch mit Hafermilch gemischt. Statt Kardamom-Pulver lege ich geschälte Kardamom-Stücke rein (wobei ich den Verdacht habe, das mit dem Pulver ist die bessere Idee…), dazu paar Safran-Fäden. Oder viele, das kommt drauf an, wie luxuriös das Getränk werden soll.
Das lasse ich dann lange ziehen (an einem kühlen Ort; vielleicht gar über Nacht), und dann, weil ich die heiße Variante ungleich lieber mag, mach ichs vorsichtig und langsam heiß. Statt Zucker nehme ich, wenn überhaupt, Honig.

Kalorienreich, oh ja. Und mit sehr wertvollen Zutaten. Und von einer wunderschönen, hellgelben Farbe. Badam Milch ist etwas ganz Besonderes, finde ich.

Mjam, Badam! ❤