Gimp

Berufsbild

Ich wollte was zu dem seltsamen Bild schreiben, das ich neulich gepostet habe:

Das Bild ist vom November letzten Jahres und war ein Ausprobieren der bunten Sternchen. Das sind GIMP-Pinsel, die ich zu der Zeit gemacht habe.
Sehr sehr SEHR beschäftigt hat mich (wie immer noch) zu der Zeit meine Berufsausübung, der Erwerb meiner Mittel. Ich will mich selbstständig machen, nach wie vor. Das Herstellen der Sternchen hatte damit zu tun (kreativ sein und etwas MACHEN und Herstellen), und das Bild ist in dieser Stimmung, in diesem Sog entstanden, und so deute ich es auch.

Haus und Baum, das ist ne Standartkonstellation bei so Psychospielen, bei denen Bilder zu malen sind. So weit ich mich erinnere, steht das Haus für mich, und der Baum für meinen Partner.
Insgesamt ist das ein fröhliches, energiegeladenes Bild.
Der Baum ist größer als das Haus – mein Gefährte hat eine Festanstellung und übt seinen Beruf aus. Ich nicht.
Der Baum steht vielleicht auch – das ist jetzt meine persönliche Idee, und die ist auch gültig – der Baum steht vielleicht auch für meine Vergangenheit. Er steht links und neigt sich zum Haus, er spendet Schatten und repräsentiert, find ich, meine Erfahrungen, den Reichtum, den ich mitbringe. Wir alle haben einen Reichtum an Begabungen, Erfahrungem, Wissen in unserem Leben gesammelt. Ich sach mal, dass der Baum diese organisch gewachsene, lebendige, schöne Sammlung repräsentiert.

Er trägt allerdings noch keine Früchte.

Und das Haus hat keine Tür und kein Fenster.

Das deutet darauf hin, dass ich beruflich nicht im Austausch mit der Umwelt bin.

Ich will Türen und Fenster!

Und vielleicht noch einen Turm, von dem aus ich das Meer sehen kann.

 

 

 

“A man inherited a field in which was an accumulation of old stone, part of an older hall. Of the old stone some had already been used in building the house in which he actually lived, not far from the old house of his fathers. Of the rest he took some and built a tower. But his friends coming perceived at once (without troubling to climb the steps) that these stones had formerly belonged to a more ancient building. So they pushed the tower over, with no little labour, and in order to look for hidden carvings and inscriptions, or to discover whence the man’s distant forefathers had obtained their building material. Some suspecting a deposit of coal under the soil began to dig for it, and forgot even the stones. They all said: ‚This tower is most interesting.‘ But they also said (after pushing it over): ‚What a muddle it is in!‘ And even the man’s own descendants, who might have been expected to consider what he had been about, were heard to murmur: ‚He is such an odd fellow! Imagine using these old stones just to build a nonsensical tower! Why did not he restore the old house? he had no sense of proportion.‘ But from the top of that tower the man had been able to look out upon the sea.”
― J.R.R. Tolkien, Beowulf and the Critics