Gosse

Befremdliches und Schönes in unmittelbarer Umgebung

Ich habe bei Nachbars Gartenzwerge entdeckt. Das ist an sich schon schlimm genug. Und doch: Das wirklich Gruselige offenbarte sich mir erst, als ich das Bild am Computer sah.
Da scheint ein Verbrechen geschehen zu sein. Oder mehrere.
Mord und… Sodomie?
Außerdem sehen wir das Gerücht bestätigt, dass auch weibliche Zwerge Bärte haben. Steht ihnen überhaupt nicht.
Auch mit Lippenstift und Mascara wäre ich zurückhaltender, wenn ich Zwerg wär.
Und zu den Schuhen fällt mir nichts mehr ein.
Vielleicht ist der andere Zwerg ja gar nicht tot, sondern schlägt sich nur die Stirn am Boden blutig wg. dieser grauenhaften Schuhe.
Und… hat die überhaupt ne Hose an, die Zwerg?!?
Sieh da nicht so genau hin, Vetch! schauder das arme Reh

Argh.
Zu erfreulicheren Dingen.

Draußen, in der Gosse – so heißt der Ort nun mal – in der Gosse, am Randstein, knapp vor unserer Haustür fand ich das:

Und das ist Wunderschön! 💜

Es tröstet mich und heilt ein bisschen die Trauer, die wirkliche, echte, schmerzhafte Trauer, die ich empfand, als ich vor vielen Jahren in Passau Hornveilchen in einem Topf außen am Fensterbrett hatte, die sich ausgesäht haben. Da wuchsen ein paar dieser schnuseligen, winzigen, in Wind und Sonne vibrierenden Blümchen unten an der Hauswand, und als die Vermieter das sahen, waren sie auch sofort schon rausgerissen. Das Unkraut, das ungehörig wuchernde.
Ich lüge nicht, mir kommen heute noch die Tränen deswegen. Drum wärmt und heilt das kleine lila Blümchen vor unserem Haus mein Herz. Hier in Neckarstadt West wird nichts rausgerissen. (Es kann sein, dass ein Auto drauf parkt, mit nem fetten Reifen. Das würde mich viel weniger schmerzen, als das zielgerichtete, absichtliche Vernichten der Blümchen damals in Passau.)


pansy is not amused

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