Grillen

der Vollständigkeit halber

Rechenschaftsbericht StadtTour – Tag gestern & heute

Es ist nichts Besonderes passiert. Ich schreib das jetzt, weil das dazu beiträgt, dass ich meine täglichen Touren mache: weil ich weiß, ich muss drüber schreiben. Niemand brauchts lesen.

Von irnznem spirituellem Alltag kann ich nix erzählen. Gestern hab ich, wie ich mich vage erinnere, die üblichen Haushaltssachen gemacht und abgesehen davon war ich am Computer. Ich wollte ja raus, meine Runde drehen, und es wurde immer später und später. Schließlich bin ich um halb 11 nachts losgefahren. Weil ich mirs vorgenommen hatte.
Es war erstaunlich viel los in der dunklen Stadt, an einem Mittwochabend. Ich bin so durch die Quadrate gekurvt und hab paarmal aufs Erstaunlichste die Orientierung verloren. Auskennen in den Quadraten tu ich mich immer noch nicht. Ich finde, das mag ich so. Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass die Quadrate sich verschieben und verändern. MA lebt.
Diesmal habe ich auf Geräusche geachtet und mir ist aufgefallen, dass das u.A. deswegen gut ist, weil es den inneren Dialog und das Kopfradio bisschen abstellt, wenn ich nach außen lausche. Besonders aufgefallen sind mir die vielen verschiedenen Grillen. Das schöne sanfte, helle, vielstimmige (-beinige…) Grundzirpen, das fast so klingt, wie die surrende Gangschaltung meines Fahrrads. Dazu an bestimmten Stellen echt lautes Gegrille von ner anderen Sorte. Die Sorte, die eine wahnsinnig machen kann, wenns im eigenen Wohnbereich stattfindet. Und dann noch ne andere, mittellaute Sorte… Hier schreibt die Grillenfachfrau. Ich hab halt so Geräusche gehört, von so Grillen.
War schön.

Heute bin ich bisschen früher los (20:15). Vor der Brücke bin ich bereits diversen Karnickeln und ner Ratte begegnet. Letztere hockte auf einem Stein und mümmelte. Braun war sie und recht niedlich, fand ich.
Schließlich bin ich im Hafengebiet gelandet. Als ich auf dem Weg dahin unter dem Wegweiser-Schild der jungbuscher Muckibude herfuhr („Hinter der Moschee 3x rechts“) schlug es 9h und die Luft war plötzlich schwer von Schokoladenduft. Das MAG ich hier so!
Es war sehr schön, in der Hafengegend rumzukurven. Es wuchert das Unkraut wild und wunderbar, es war ganz ruhig – bis auf den Wind, der sanft in den Bäumen raschelte. Ich hab an einer Stelle, die ich besonder schön fand, ein Cairnchen hingestellt, hab sogar die Steine dort gefunden (musste suchen. MA ist arm an Steinchen, scheint mir), und ich hab kein Foto gemacht, weil mein Akku schon auf der Brücke leer war. Ist auch oke. Ich muss nicht alles fotografieren.

Jo, morgen wieder.


Undn schöner Himmel heute!

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