Haiku

Montag, 31. Juli 2017 ~ Dankesammlung

Ich bin sowas von matschig in der Birne, das ist der Schlafmangel (gestern Abend DVD „American Gods“ angefangen…) und die unglaubliche Schwüle. SCHAWÜL!

Heute bin ich dankbar für:

Glockenblumen. Als ich neulich im Baumarkt den wunderschönen, schnuseligen, fluffigkuschligen Frauenhaarfarn gekauft habe — über den ich mich immer wieder aufs Neue freue, wenn ich ihn sehe — als ich mich mit dem Richtung Kasse aufmachen wollte, da hörte ich noch in der Gartenabteilung ein feines, mehrstimmiges Rufen, oder eher ein Säuseln: „Veeeetch! Vetchvetchvetchvetch! Nimm uns mit! Vehehetch! Nimm uns mitmitmitmit!“
Das kam von einem Töpfchen blaulila Glockenblumen.
Was sollte ich da machen?
Zuhause haben sie sofort, innerhalb eines Tages, alle Blüten verloren – alle, alle verblüht.
So stand sie eine Weile als nur-grünes Wusel auf der Fensterbank, und seit wiederum einigen Tagen ist sie in Blüten explodiert.
So schön! Danke! 💜

Heute haben wir dem Tierheim den ausgeliehenen Katzenkasten zurückgebracht. Auf dem Weg dahin waren wir wieder in jenem Baumarkt, um der supernetten Tierheimchefin ein paar Blumen mitzubringen. Wir fanden dort auch schöne, runde, große Terrakotta-Pötte. Solche, wie ich sie für die Terrasse möchte. Nicht die allertollste Qualität, alle waren am Rand angestoßen. Weswegen wir zwei zum Preis von einem bekommen haben. YÖH!
Mal gucken, was da dies Jahr noch kommt. Nächstes Jahr jedenfalls wirds noch mehr eigenen Mangold geben! Ist der Plan.

Ich sitz am Himmel-
Ich sitz am Schreibtisch — wollte ich schreiben. Ich guck in den Himmel. Es dämmert. Grünblaublasstaubengraue Pastellfarben, dunklere Wolkenbänke ziehen nach Osten, die Bäume als tiefschwarzgrüne Silhouetten davor. Ein leichter Wind, oh, DANKE für den Wind. Und für die Farben und den Himmel.

 

Ich sitz am Himmel
fahr mit dem Wind nach Osten
in die Nacht hinein

 

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Samstag, 22. & Sonntag, 23. Juli ~ Dankesammlung

Heh, heute kürzer, nachdem meine letzte Dankesammlung so ein bisschen wie ne Rede zur Oscarverleihung geworden ist (und dann danke ich auch ganz besonders meiner Agentin Vetch, ohne die ich niemals…) ~
Achwas, das hat ihr gut getan, der jungen Vetch, bisschen ans Licht geholt zu werden. =)
Anyway. Weiter.

 

Gestern, Samstag 22. Juli 2017

Nelly ist morgens aus der hintersten Ecke vom Spitzboden nach vorne gekommen und hat was gefressen. Immerhin.

Mangold. Mal wieder. Mal wieder superköstlich. Ich hab zum ersten Mal Butterrübchen mit drin gehabt, die kannte ich noch nicht.

Auf dem Balkon haben wir jetzt 3 Tomaten! Die zuletzt Dazugekommene ist winzig, und sie muss über Nacht aus einer Blüte geplöppt sein. Ich hab sie jedenfalls nicht kommen sehn. 💚

Abends gab es irnzwo ein Feuerwerk. Ich habs nur gehört und mich weiter nicht drum gekümmert. Gosh, was bin ich alt, träge und abgebrüht geworden. Als Kind habe ich Feuerwerk GELIEBT, und wenn ich eins gehört hab und nicht sehen konnte, dann flossen Tränen der Verzweiflung. Gestern hats mich schließlich, als das Böllern immer lauter und heftiger wurde, doch noch vom Hintern gehoben. Ich bin auf die Terrasse gelaufen und konnte durch die Blätter der Bäume tatsächlich noch die letzten Raketen glitzern sehen.
Das war so schön, dass ich beim Jetzt dran Denken wieder feuchte Augen und ein warmes, wehes Herz bekomme.

Dampfgrüne Schwüle
durch die sanfte Dunkelheit
glitzernde Funken

 

Heute, Sonntag 23. Juli 2017.

Leider hat Nelly oben hingeköttelt, drum haben wir sie heute runtergeholt. Sie hat sich nicht gewehrt  — das hat mich überrascht. Früher gabs bei sowas blutende Wunden… Sie hat sich dann auf meinem Schoß tief mit dem Kopf in meine Armbeuge reingebohrt. Ein Kätzchen, das in Mamas Bauch zurückwill. Achje. :‘
Wir haben ihr im Bad ein Klo hingestellt, ein kleines Kuschelzelt in einer Ecke, ich hab ihr Luxusfutter gebracht, das sie erst gefressen hat, als ich sie zwischen meine Beine nahm und mich schützend über sie beugte. Dann hat sie’s reingehapst, die hatte Hunger! Und dann hatte ich endlich den Gedanken, ihr Bachblüten zu geben. Was ich tat, vor allem Star of Bethlehem, und seitdem ist tatsächlich eine Veränderung zu beobachten. Sie ist hoch ins Wohnzimmer und hat sich aufs Sofa gelegt.
Inzwischen ist sie wieder auf dem Spitzboden – vorne. Das wird schon wieder, es wird halt dauern.
Danke an Edward Bach und an die Bachblüten!

Ich bin so froh, dass wir gestern geputzt haben. Ist die beste Zeit, vorm Neumond, und das Schönste daran: Es ist geputzt! ❤

Der Gefährte hat mich gebeten, in seinem Namen dem Universum für Stevia zu danken. Ich persönlich bin ja kein Fän davon, doch in des Ogers Namen: Danke für Stevia. ❤ =)

Danke an Sólveig, deren Streifzüge durchs Internetz mir immer wieder super Impulse verschaffen. =) Heut hab ich mir ein Runenbuch bestellt.

Dafür bin ich vor allem dankbar, weil ich feststelle, dass ich selbst nur noch sehr wenig Geduld habe für Videos, Interviews, Bilder, Diskussionen, Artikel – all der Kram, der das internet füllt. Ich klicke was an, und bevor die ersten 8 Takte/Zeilen/Worte/Blinkies gelaufen sind, klick ichs schon wieder weg, weil ich merke, dass es mich allermeistens nicht interessiert sondern stattdessen gleichzeitig langweilt und anstrengt.
Das ist wahrscheinlich eine Alterserscheinung. Wobei ich selbst denke, es ist ein Zeichen dafür, dass ich immer mehr aus der Matrix rausfalle. Jedenfalls bin ich erstaunlicherweise dankbar für diese Entwicklung. Und ich bekomme immer noch mehr als genug Input. Und immer wieder auch welchen, der mir wirklich was bringt. Danke! =)

Immer, wenn ich bei Sonnenuntergang und in der Dunkelheit aufm Bett stehe und durch das Fenster gucke, freue ich mich über all die Lichter, gegenüber in den Fenstern und an den Balkonen. Immer. Hier ist was mit dem Licht, an diesem Ort. Sogar das Foto zeigt einen Hauch davon.

So, und jetzt ist Schicht. Schbinmööd. Morgen compfrei, und ich glaub, morgen lös ich paar Stunden ein und bin mal online. Wer weiß.
Als Gedicht ein altes Lied, weils mir grad passt. =)

hab ich den fluss gefunden
der trägt mich durch die welt
                 hab endlich ich mein boot erkannt

fahr doch schon so lang
die flotte nicht in sicht
                 hab ich den weiten horizont im blick

hab lange jahre nur
die planken angeschaut
                 war unter deck, war auf der anderen schiff

hab dann ein kleines rettungsboot
mir längsseits losgemacht
                 das alles wie im traum: mein eignes schiff

bin ich an land gegangen
hab segel mir genäht
                 mit streifen rot und gold und sie gesetzt

nun fahr ich weit umher
im meer, auf großen flüssen
                 treib handel, singe, finde was ich will

 
 

Donnerstag, 29. Juni und Freyjatag 30. Juni und 7. Juli ~ Dankesammlung

Ich hab ja viele, viele Tage Dankesammlung nachzuholen. Ich mach das jetzt wunderbar chaotisch der Reihe nach und durcheinander. Hauptsache, ich machs! =) Für heute und für die ersten zwei Tage nach meinem letzten Eintrag.

 

Dotach, 29. Juni
Das war ein Tag bevor ich nach Köln gefahren bin. Ich war in Mannheim und hab geshopped. Ganz ohne Röckdöts – ich hab richtig viel Geraffel und Zeugs gekauft. KONSUUUUM!
Dankbar war ich an dem Tag für

Viel Spaß beim Sachenkaufen. Mach ich nicht sooo oft. Ich habe wundervolle neue Holy Smokes Räucherstäbchen erstanden, und vor allem: ganz wundervolle, ENTZÜCKENDE Fächer (Sandelholz) aus China, in einer wunderschönen Pappchachtel. Glas Deckel statt Plastik. Ich guck morgen, ob ich da noch welche von finde, die sind wundervoll zum Verschenken. Vor allem im Plastikfreien Juli (und überhaupt im Plastikfreien Leben).

Im Weltladen hatte ich ein sehr nettes Gespräch mit der Lady hinterm Tresen. Es ging um Spirituelles – es ist wunderbar, wie einfach und oft sowas möglich ist. Als ich ging, sah sie meine Tasche und rief erfreut: „Und eine Shiva-Tasche!“ ❤

Vorher habe ich denen im Weltladen einen großen Dienst erwiesen. Als ich reinkam, waren die Lady und ihr junger Kollege hinterm Tresen festgelabert von einem lieben älteren Herrn. Er kaute ihnen das Ohr ab mit seiner politischen Arbeit, seinen Forschungen, die niemand veröffentlichen will, weil ja alle gleichgeschaltet sind – achja, das kenne ich doch gut, so ein Denken und Empfinden. Von mir.
Dann erzählte er, wie sein Computer Bäckups seiner wichtigen Texte löscht, seit er sie auf einer externen Festplatte archiviert. Das seien natürlich SIE – achja… so ein Denken und Empfinden kenne ich leider auch sehr, sehr gut. X) Ich mischte mich ein, indem ich den Herrn fragte, was er auf seinem Computer hat. Windows. Na dann. Ich hab ihm Linux empfohlen. Der junge Mann hinterm Tresen rief „Sehr gut! Danke!“
Ich hab dem Herrn gesagt, dass er auf seinem Computer der Chef sein muss, hab ihm Posteo statt Web.de empfohlen und desweiteren die Welt ein bisschen erklärt. (Leute zulabern kann ich besser als  – als eigentlich alle!)
Währenddessen, befreit, verzupfte sich der junge Mann hinterm Tresen aus dem Laden, nicht ohne sich bei mir noch grinsend zu bedanken. Nach einer kleinen Weile hatte ich den lieben älteren Herrn so weichgelabert, dass er sich auch verzupfte, auch mit viel Bedanken bei mir. Hehe, das Gute Werk des Tages.
Danach kam es noch zu dem oben erwähnten schönen Gespräch mit der Lady hinterm Tresen.

In dem Zusammenhang — Sólveig bin ich auch sehr dankbar, da sie mich neulich an etwas erinnert hat, das ich vergessen hatte. Ich hatte so ein-zwei Wochen vor Köln mal wieder so einen kleinen Absturz. Hier hab ich vor fast zwei Jahren drüber geschrieben, und neulich hatte ichs mal wieder völlig vergessen. 😛 Danke also an Sólveig!

In einem Laden sah ich eine Tasche, die ich fast gekauft hätte. Sie war leider nicht schön und dafür zu teuer, drum hab ichs nicht getan, doch ich durfte sie freundlicherweise fotografieren. Der Spruch darauf ist toll:
Freiheit heißt nicht, alles tun zu können, was man will.
Freiheit heißt, nicht alles tun zu müssen, was man soll.
Jean-Jaques Rousseau

Das reicht.

Gedicht, oje, ein Gedicht!

Das Gedicht zum Donnerstag
wird kurz und knapp
weil der Tag schon lange her ist
und ich bin heute schlapp.

 

Freyjatag, 30. Juni

Oke. Das war der Reisetag. Da war ich dankbar für

Es ist bisschen kühler gewesen.

Ich hatte fast alles schon am Tag vorher gepackt. Das war das erste Mal in meinem Leben, glaub ich. Das war super! =)

Mein Schnusel und Gefährte kam rechtzeitig aus der Arbeit, um mich zum Zug zu bringen. Alles gut geklappt, und die Reise war auch gut.

Ich habe ein Buch wieder angefangen, dass der Schnusel und Gefährte mir vor, weißnich, zwei Jahren oder so geschenkt hat, Arabian Nightmare von Robert Irwin. Sehr sehr schönes Buch! ❤
„The brain secretes thought as the liver secretes bile.“
(„Das Hirn sondert Gedanken ab, so wie die Leber Gallensekret absondert.“)

Ich hab am Bahnhof in Köln meine Mutter wunderbar gefunden – die kam zur gleichen Zeit aus München. Und dann nahmen wir ein Taxi und fuhren ins Hotel.

Das Hotel war in Furunkelstadtteil am Arsch von Köln. Gewerbegebiet, TRIST. Am Tag der Ankunft war das Wetter trüb, nass und kühl. Ich war trotzdem guter Dinge und habe mich erst mal im Hotelzimmer eingerichtet. Geräuchert hab ich z.B., das ist hier zu sehen (das erste Bild). Ich hatte ein seltsames Déjà-vu — früher, als ich Roadie war (Musicals und dem Copperfield seine Zauberschau) habe ich viel Zeit in Hotelzimmern verbracht. Darum hab ich von dem Tag auch so ne Art Gedicht:

Wieder im Hotelzimmer
ich erinnere mich
weiß noch die alten Zauber
well prepared
Essig, Rauch und Karten
Kerze und Wasser und Klang
Brot und Buch und mein Öl
alles da.
Hier ist Schutz und Zuflucht.
Paris~Dakar.

Was es mit Paris~Dakar auf sich hat — davon erzähle ich ein anderes Mal.

 

Heute.

Sprung in die Gegenwart. Heute bin ich dankbar weil

Ich bin wieder daheim im schönen LU, beim Schnusel und den Katzen, in unserer magischen, wundervollen Wohnung. ❤

Ich hab also angefangen, die Dankesammlungen der letzten Tage zu schreiben. Den Rest erzähl ich auch noch. Erbarmungslos! Mal sehn, wann das ist. Morgen hab ich compfrei, übermorgen haben wir Besuch. Demnächst.

Heute beim Kochen ist mir aufgefallen, dass ich sehr dankbar dafür bin, wie praktisch und schön alles in der Küche geordnet ist. Alles an seinem Platz, griffbereit, wunderbar. Und ich bin dankbar für das superscharfe Messer.

Wir haben den Ablauf bis zum Besuch am Sonntag so geplant, dass es mir gut in den Kram passt. Putzen ist überfällig, wir haben noch andere Dinge zu tun, morgen Schule ~ wir bekommen das alles geregelt. Gut.

Lady of the Dan hat geschrieben:

Ach ja, die Schienen, die in der Sonne braten … ich weiß genau, was Du meinst, und finde es mindestens so toll. Nur leider braten da nicht die Schienen, sondern die zur Unverrottbarkeit in Altöl getränkten Schwellen selbiger Schienen. Schlimm, aber wahr, genau das isses, und essis geil.

Ich eiere derweil durch die Welt, aber es wird besser, und Dein Blog hilft. Ich schreib mir jetzt nicht mehr Erledigungszettel, sondern ausformulierte Listen mit „Heute möchte ich …“ – und das Leben ist plötzlich ganz anders. Ich mach das nämlich alles freiwillig, das vergesse ich immer wieder.

Das freut mich SEHR, dass mein Blog hilft, und wenn ich selber meine Artikel öfters lesen und mir zu Herzen nehmen würde, dann würd ich vielleicht selber auch nicht so oft so Wichtiges vergessen… vgl. oben. X)

So, und nu reichts. Das waren nur drei Tage und schon so viel Text.

JajajaJA, bin dabei… öm…

Es ist SCHWÜL SCHWÜL SCHWÜL.
Das Gewitter in der Nacht
hat die Luft durchnässt.

 

Montag, 26. & Dienstag 27. Juni ~ Dankesammlung

Gestern.

Gestern hatten wir noch mal gestalttherapeutische leere Stuhlarbeit in der HPΨ- Schule. War wieder sehr intensiv, erhellend und bereichernd. Ich liebe die Gestalttherapie. Ich schreib demnächst einen Beitrag dazu – in die HECKENWICKE. Ich werds hier erwähnen.

Warme Winde.

Gute Gespräche, leckerer Kaffee – und das gleichzeitig! =) Montags trommel ich alle, die mitwollen, nach der Schule zum Kaffeetrinken zusammen. Ich war auch schon ganz alleine, andererseits waren die auch schon ohne mich Kaffeetrinken, als ich nicht da war. Gut so.

Das Gedicht.

So viel Katzenhaar
an dem Tier. Auch wenn scheinbar
alles an dir klebt.

 
Heute.

Heute habe ich die Leere Stuhlarbeit alleine ausprobiert. Das hat sehr gut funktioniert. Ich werde es wieder tun! =)

Mangold

Heute vormittag, als ich mich an den Rechner setzte, guckte ein Mann in mein Fenster, vielleicht 50 cm von mir entfernt auf der anderen Seite der Scheibe. Mein Zimmer ist im zweiten Stock.
Die Fassade von unserem Haus wird repariert. Ich hätte den genauen Termin gerne vorher gewusst… Wie dem auch sei, das bedeutet, dass bald jemand wg. des Lecks im Dach kommt, und dann wirds nicht mehr an der Treppe die Tapete langtropfen. Da bin ich froh.

So, liebe Leute,
das wars für heute.

Samstag 24. & Sonntag 25. Juni ~ Dankesammlung

Gestern.

Gestern hatte ich HPΨ-Schule. Samstag haben wir immer was Praktisches, und unsere Dozentin hat uns mal wieder in den Luisenpark bestellt. Viele aus dem Kurs waren dagegen. Ja, war ich auch, letztes Jahr. Ich mag das nicht, wenn meine Routine unterbrochen wird, und rausgehn– oke, ja, soll gesund sein. Bin ich auch immer dafür, klardoch. Jederzeit. Nur nicht unbedingt diesen Samstag.

Letztes Jahr hab ich mich drauf eingelassen, und so konnte ich dieses Jahr denjenigen, die den Park noch nicht kannten und aus ähnlichen Gründen wie ich vordem dagegen waren, sagen: Doch, lasst uns unbedingt in den Park gehen! Andere, die den Park kannten, stimmten ein, und so wurde es dann doch beschlossen. Wir trafen uns gestern im Park, um gestalttherapeutische Leere Stuhlarbeit zu üben.

Zu meiner Freude kam der Gefährte mit. Wir sind mit dem Rad hingefahren und trotz Verfransens und ZuSpätKommens standen die andern noch vorm Eingang und warteten. Mit uns war die 10 voll und wir kamen ermäßigt rein – bzw. kostenlos, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wer eigentlich den Eintritt für die Gruppe bezahlt hat.

Im Park war es sehr schön, und die Übung war klasse. Hat uns allen was gebracht, auch dem Gefährten.

Es ist ja interessant, dass ausgerechnet die humanistischen Therapiemethoden wissenschaftlich nicht anerkannt sind. Die helfen nämlich wirklich, allerdings sprengen sie uns, wenn wir uns drauf einlassen, auch aus der ungesunden Normalität. Und die könnte ja dann nicht mehr so wunderbar reibungsvoll funktionieren. Also logisch, dass die humanistischen Therapiemethoden nicht wissenschaftlich anerkannt sind.

Nach der Unterrichtseinheit, es war Nachmittag, sind der Gefährte und ich noch bisschen durch den Park geschlendert.

Dann haben wir uns getrennt – er in die Muckibude, ich zum Einkaufen und Kaffeetrinken.

Einkaufen wollte ich im mannheimer Alnatura, doch da gabs weder Mangold noch sonstwas, das mich wirklich anmachte. Fast hätte ich Champignons genommen, nur hatte ich leider meine waschbaren Gemüsetäschchen nicht mit, und dort gabs nur dünne Plastiktüten fürs Gemüse. Und irnzein anderes Gemüse, das ohne Tüte transportierbar war und das ich schon wieder vergessen habe, hab ich auch wieder aus dem Wagen geräumt, als ich sah, dass es aus nem fernen Ausland kam.
Bin also wieder raus, ohne was zu kaufen. Vorbei an Türmen von Plastikbechern gefüllt mit veganem Cappuccino.

Ich kauf nicht mehr gern im Alnatura. Nur Rossmann hat noch absurdere Plastikorgien zu bieten. Auch dort kauf ich fast nie, genau deswegen. Ich werds ihnen demnächst mal wieder per Mail schreiben. Euch rate ich auch dazu, und außerdem: Plastikfreier Juli steht an.

Immerhin kann ich auch Alnatura danke sagen, weil ich doch mit etwas aus dem Laden raus bin: Es gab müde Tomaten- und Paprika- und Auberginenpflanzen zu verschenken, und nu haben wir noch ne Tomate und eine Paprika auf dem Balkon. Bin SEHR gespannt!

Von dort aus bin ich direkt ins StarCoffee, wode auf selber mitgebrachte ToGo-Becher 30 ct Rabatt bekommst. Ich hatte wieder eine volle Stempelkarte, und so gab es wieder einen Eimer voller Cappuccino. Nicht vegan, dafür ganz plastikfrei.

Was auch sehr schön war: Die Stadt war heiß und teilweise still – eine ganz eigene, magische Atmosphäre. Und die Luft schwer vom Schokoladenduft.

Zurück in LU wars überhaupt nicht still, den dieses Wochenende ist Stadtfest. Es war richtig viel los auf den heißen Straßen. Ich bin erst mal zu dem anderen, größeren ludwigshafener Bioladen geradelt. Wir haben hier nämlich kein Alnatura, dafür zwei richtig nette echte Bioläden. Gestern hatte der Laden zwar schon zu, die Tür stand allerdings noch offen, und ich bekam freundlicherweise noch paar Blätter des schon weggeräumten Mangolds aus der Kühlung geholt und verkauft. Regional und unverpackt.

Dann musste ich durchs Getümmel.
Ich bekam den Startschuss vom Stadtlauf mit und war kurz sehr bewegt von den wackeren Läuferinnen und Läufern, bis ich merkte, dass die im Kreis laufen, und das viele, viele Runden lang. Und dass ich mit meinen welkenden Pflanzen und dem Mangold in der MItte vom Lauf gefangen bin.
Ich habe sehr lange an einer Stelle gewartet, ob sich eine Lücke zwischen den Laufenden auftut, durch die ich schnell mit meinem Fahrrad durchgekonnt hätte. Richtig schnell konnte ich nicht, weil ich mir das Absperrungsband hätte hochhalten müssen, und das hätte zu lange gedauert. Ich kam also nicht weg, und die Sonne bretterte. Und kein Ende in Sicht.

Schließlich bin ich ratlos rumgefahren, traf auch andere Gefangene, und dann kam ich an einen Streckenabschnitt, wo sehr SEHR nette junge Lauf-Helferinnen für uns im passenden Moment die Absperrung hochhielten, so dass wir durchflutschen konnten. FREI! Danke!

Zuhause – von der Sonne heißgebraten und erschöpft – haben der Schnusel und ich erst mal heftig gechillt, auch viel noch besprochen, was wir bei der Übung im Park erlebt und gelernt haben. Und dann, es war schon dunkel, sind wir noch mal raus, um ne Runde übers Stadtfest zu drehen. War schön, war nett, und dass wir zwei Stubenhocker überhaupt noch mal raus sind, das war ein Wunder.

Ne Karte kam auch
die war von Däd und Bille
Molli im Gelben.

Das war gestern. Schöner Tag.

 

Heute.

Heute ist ein Comptag. Alles irnzwie genervter als gestern, mehr Stress. Dabei hab ich heute frei und muss gar nichts.

Auch interessant.

Ich bin sehr dankbar, dass ich die nachmittags draufgetropften roten Tintenflecken vom Parkettboden wegbekommen habe. Sah erst nicht danach aus, dann halfen Natronpaste und Spülischaum.

Außerdem ist heute wieder so schönes Wetter. Diesmal kühler, dicke fette Wolken, Regenlicht ohne Regen.

Und ich liebe so sehr diese seltsamen, tropisch wirkenden Bäume, die hier wachsen. Z.B. gegenüber meines Fensters, überm Parkplatz bei der Kirche. Die bekommen so Schoten, die sehen aus, wie Carob vom Affenbrotbaum. Wächst der überhaupt in unseren Breiten? Und wenn nicht: was ist es dann?

Apropos Parkplatz bei der Kirche:
Heute Vormittag guckte der Gefährte aus meinem Fenster und rief „Hey, der hat mein Auto vollgespritzt mit Weihwasser!“
Tatsächlich! Da ist der lokale Papst übern Parkplatz und hat die Autos gesegnet. Wie nett!

Besseres Foto hab ich in der Schnelle nicht geschafft. Ist das nicht schnuffig? =)

Jo, und das wars nu für heute. Ich leg gleich noch ne Patience, und dann filmgucken und schlafen. Morgen ist Schule, da machen wir noch mal Leere Stuhlarbeit. Wie schön. Und compfrei ist morgen auch. Wie schön!

Parkett ohne Fleck
Autos heilig bezaubert
der Tag gerettet.

Donnerstag, 22. Juni & Freyjatag 23. juni 2017 ~ Dankesammlung

Gestern.

Gestern war’s heiß. Ich war in der HPΨ-Schule und habe in der Pause den ersten Kaffee des Tages getrunken. Ohh, war der gut.

Danke für den köstlichen, belebenden Kaffee!

Am Coffeeshop steht eine Litfaßsäule, deren Plakate mich sehr erfreut haben. Wunderbar klare Message, find ich: „Nach der Freiheit ist vor der Freiheit“ und dazu die austauschbaren ‚gewählten‘ Maskenköppe. Nach der Freiheit ist vor der Freiheit!

Auf dem Heimweg, als ich auf die Brücke zustrampelte, hinterm Schloss, roch es so gut, so sommerfernfreudefreiheitreisemäßig – das ist der Duft von Eisenbahnschienen, die in der Sonne braten. Ich liebe diesen Geruch. Danke dafür!

Mehr kann ich von gestern nicht berichten. Der Rest des Tages verschwimmt in wabernder Hitze. In meinem Reinschreibebuch finde ich ein versuchtes Gedicht, zerlaufen und verschwommen in einem Kaffeetassenring. Ich werde paar Zeilen rekonstruieren.

Sommerstadt – schwere Schwaden
fluten durch die Straßen
Kaffee tropft und Regen tropft
Das Hirn verliert Gedanken.

Nee, reimt sich nicht.

 

Heute.

Heute sag ich mutig – ja, unerschrocken und zuversichtlich! – im Voraus DANKE, dass wir endlich putzen.
Falls der Gefährte, wenn er demnächst von der Arbeit heimkommt, doch nicht mehr will (es war seine Idee!), dann sag ich auch dafür danke. Wenns nach mir geht, dann machen wirs heute. Kurz vorm Neumond: beste Zeit.

Heute gibts wieder Mangold.

Es ist ein bisschen kühler geworden. Ein kleines bisschen.

Dieses Fahrrad erfreut mich jedesmal, wenn ich dran vorbeifahre. Demnächst mach ich auch mal ein gutes Foto davon…

Jetzt will der Mangold mich sehen.

Das Gedicht…

Mangold aus dem Topf
auf dem Balkon in den Topf
und auf die Teller.

Nee, das kommt nicht in die Sammlung Unsterbliche Vetch Gedichte. Ich nenn die anders…

 

Wenn’s so kommt, wie ich denke (putzen), dann sehr wahrscheinlich bis übermorgen, ihr Lieben.

 

21. Juni 2017, Mittwoch ~ Dankesammlung

Nun wird der Tag gelobt. Ich wollts eigentlich vor dem Abend tun, und dann gab eins das andere und Stunden gingen hin…
Jetzt endlich zur Dankesammlung für heute.

Danke für den köstlichen Mangold, den es zu Mittag gab.

Danke für die Blumenüberraschungen auf dem Balkon. Ich liebe so sehr diese duftenden, vibrierenden Ministiefmütterchen. ❤ 


Andere Blumen landen auch auf dem Esstisch. Kresseblüten im Salat, die Kornblumen in der Vase.

Danke mal wieder für alle Katzen. =) Und für meine Kamera. Und für den Fotokurs.

Danke, dass morgen wieder compfreier Tag ist.
Ich hab morgen Schule, abends wollen wir zum Zik’r, viel Zeit zum am Rechner Rumdödeln hätte ich morgen eh nicht. Außerdem hab ich vor, an CompTagen, die compfrei bleiben (wenn ich demnächst für 2 Tage nach Köln fahre wirds zu sowas kommen) 8 Stunden aufs Compzeit-Guthabenkonto zu schreiben. Die kann ich dann an compfreien Tagen verwenden. Wenn ich will. Ma guggn.
Huh, ‚comp-dies‘ und ‚comp-das‘. Echt, ich bin war zu viel mit Comp beschäftigt. Danke, dass morgen wieder compfreier Tag ist!

Danke für die Magnolie bei uns im kleinen Hof. Ich mochte Magnolien früher nicht besonders leiden. Diese mag ich. Seltsam. =)

Ich bin auch froh, dass ich heute alles erledigt habe, was ich mir gestern für Am-Rechner-zu-Erledigen auf die Liste geschrieben habe. Und jetzt reicht ma’s.
Ich mach nachher noch ein kleines Feuerchen auf der Dachterasse, zur Feier der Sonnenwende, und dann ab ins Bett.

Also bis übermorg-

Hast du nicht was vergessen, Vetch?

Nö. =)
 

<- not amused

meh
Na schön. Gut. Hm… aaaaalso…
 

Keine Blume kann
so entrüstet gucken wie
ein Stiefmütterchen.

Oke, muss weg!
 

Nur weil die Silbenzahl stimmt, ist das noch lange kein Haiku! Mach das ordentlich!

MEH!
 

Fellpfützen liegen
überall rum – uns sind die
Katzen geschmolzen.

 

HRRRMPF! Genug!

Uffz. Bis übermorgen also. =)