Hecken & Wicken

Sehnen und Sehnsucht

Sehnsucht zehrt oder nährt,
je nachdem,
ob es eine Sucht
oder eine Suche ist.

die sprache der rechten heimsphäre besteht also aus bildern

Das Thema habe ich schon oft mit Freundinnen besprochen, und hier ist eingekocht, was ich mir daraus gezogen habe:

Die Wörter ‚Sehnsucht‘ und ‚Sehnen‘ sind Werkzeuge.

Sehnsucht ist ein Verlangen nach etwas, das unerreichbar ist.
Ich weiß, was Sehnsucht ist. Hab viel Lebenszeit in romantischen Tagträumen verbracht, die mir geholfen haben, nen miesen Status Quo viel länger zu ertragen als es notwendig gewesen wäre.
Will sagen: Sehnsucht ist eine Droge, mit der ich das Hier&Jetzt auszuhalte, ohne dass ich versuche, was zu ändern.

Sehnen dagegen ~

Sehnen ist wie ein Leuchtturm an einem Ufer, das ich noch nicht kenne, wohin ich unterwegs bin.
Ich kann auch in Tagträumen meinem Sehnen nachgehen, dann sind das heilsame Träume, die mir helfen, im Hier&Jetzt mutiger und klarer meinen Weg zu erkennen und zu gehen.

Sehnen ist der Wind in meinem Segeln, der mich antreibt, damit ich nicht stehen bleibe im Brackwasser.

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Cairnchen


Ausgelöst durch einen Artikel bei Solveig hab ich mich an den Traum mit den 3 Steinen erinnert, hier erwähnt. Und an mein Vorhaben, an bestimmten Orten diese kleinen Cairns aus drei Steinen hinzustellen.

Also hab ich das gleich auf dem Weg zum Einkaufen gemacht. Zu diesem Zweck hab ich drei flache Steine mitgenommen, die ich in München gesammelt hatte. Manche Leute heben einfach alles auf… Ich war jetzt froh, die zur Hand zu haben. Und vor allem war ich beeindruckt, dass ich wusste, in welcher Kiste und darin in welcher Dose die sind. (Hier steht immer noch das meiste von meim Zeugs in Kisten rum.) Das war alles Sein Wille grins

Es war bisschen Volk unterwegs. Andererseits, hier ist immer Volk unterwegs, kümmert sich um die eigenen Angelegenheiten und lässt einander hauptsächlich in Ruhe.
Außerdem hab ich gemerkt, dass die Kamera auch Sicherheit gibt, wenn ich von dem Trip ‚Wie peinlich, ich fotographiere Mülleimer“ runterkomme und einsteige in den Trip „Ich bin KÜNSTLERIN. Ich fotografier sowas, damit werd ich reich und berühmt.“ Hehe.
Hat funktioniert. Das Ergebnis ist ein Winzhäufelchen von Cairnchen, das nur bei konzentriertem Hinsehen zu finden ist.
Und jetzt wirds gepflegt.

Eigentlich wird sowas ja mit den Steinen gemacht, die vor Ort sind. Das ist vielleicht manchmal nicht möglich.
Gucken, was der Ort so bietet. Kronkorken gehen. Vielleicht finde ich Schöneres.

Warum?
– Ganz schlicht: Weil mich sowas, wenn ich es finde, sehr erfreut, und ich wünsche mir, dass es andern auch so geht. Obs nun Leute, freundliche Wesen oder Gottheiten sind.
– Dann: um zu Üben. Das ist Teil meines Projekts Schluss mit Wurst. Schluss mit Wurst Ich übe, mutiger zu werden, indem ich harmlose (bzw. schöne), aber unübliche Dinge in der Öffentlichkeit tu.

Und dann darf ich die auch bisschen größer machen…

Stadtgeister, Gottheiten und so.

Nu hab ich, wie im Beitrag zuvor schon beschrieben, das Gefühl gehabt, dass ich erst Grundlegendes klären muss, bevor ich mich an dieses Thema wage.
Nämlich, ob ich Magie ausüben soll (und wenn nicht, warum nicht?), ob ich es überhaupt will, und was Magie eigentlich ist.

Ich hab mich – und das bei der Hitze! – mit der Forumilierung Forumlieruing FORMULIERUNG langer, verschachtelter Gedankengänge beschäftigt, einer wissenschaftlichen Abhandlung würdig. Ich verzweigte mich in endlose biografische Abschweifungen, ich suchte nach Zitaten und streute unter alles reichlich Fußnoten―

Also, in Wirklickeit hab ich nichts dergleichen gemacht, weil’s viel zu heiß ist. Außerdem kam, als ich erschöpft ins Template starrte und mir vor dem, was ich vorhatte, ordentlich graute, also, da kam ein alter Cowboy auf einem müden Pferd vorbei und rief „Hey, leg endlich los, mich interessierts!“
Genau –
Wayne interessierts

Also endlich zum Thema StadtGeister und -Gottheiten.

Und da fang ich gleich mit dem Downer an (wahrscheinlich der wahre Grund für mein Bedürfnis nach langen theoretischen Abhandlungen):
Ich habe so gut wie keine Praxis noch bewusste Erfahrung mit diesen Dingen. Ich habe eine sehr diesseitige Wahrnehmung. Eine, wie ich finde, sehr gute diesseitige Wahrnehmung, mit der ich voll zufrieden bin. Was ich nicht kann (oder jedenfalls nicht versucht habe): Kontakt zu Ortsgeistern, Gottheiten und dergleichen aufnehmen. Ich meine diese Art von Kontakt, von der ich öfters lese: Trance, Kommunikation, Botschaften, besondere Wahrnehmungen.
Und trotzdem haben mich Sólveigs Artikel zu „Gotham Sprits“ und auch der von ihr verlinkte Blog sehr angesprochen.

Gotham Spirits | Tales of an Urban Priestess.

Am Ende des Artikels fragt Sólveig

Wie empfindet ihr eure Stadt? Was wäre sie für eine Person, könnte man sie in all ihren Besonderheiten und Eigenschaften zusammen fassen?

Und da war ich ratlos. Rückblickend hab ich ja sowas von aufm Schlauch gestanden! Vielleicht lags daran, dass Merkur nach seiner letzten Rückläufigkeit immer noch durch die Schattenzone wanderte. (Das is Astrosnack, bei Bedarf poste ich dazu auch mal was.)
Jedenfalls hat mich das tagelang beschäftigt. Welche Person, Entität, Gottheit wohnt und wirkt in Mannheim?
In München war das leicht, da steht Mother Mary genau in der Mitte (auf dem Marienplatz). Köln hat die Drei Könige, die heilige Ursula und ihre elftausend Jungfrauen. Mannheim hat… öm… ne Wolfsangel im Wappen. Und nen Löwen. Doll.

Als ich dann neulich in den Quadraten unterwegs war, in der Nähe vom Marktplatz, auf der Fuzo, wo vielerlei Volk aus vielerlei Ländern wuselt, handelt und treibt, da wars sie deutlich zu spüren, die Energie von Mannheim. Eine weltoffene Stadt, kommunikativ, umtriebig. Handel und Kommerz. Hermes! Ja, klar, wer sonst! Und das ist mir nicht vorher eingefallen! Mir, die ich von Hermes (damals noch in München) so ein bisschen angezappt wurde. (Glaubich.)

Und, achja, wer steht da mitten aufm Marktplatz (wo sonst)?!?
Hermes MA

Den hatte ich natürlich schon bei meinem allerersten Besuch hier bemerkt, fotografiert, mich super drüber gefreut, dass ich Ihm ausgerechnet hier begegne.
Und dann – irnzwie vergessen. X)

Naja, alles zur passenden Zeit.

Und nu muss ich zum Dhikr, und es ist eh fürs Erste alles gesagt. Der nächste Schritt wird sein, bewusster zu spüren, wenn ich durch die Stadt streife.

Kerykeion

Stadtgeister, Gottheiten und so.

Nu hab ich, wie im Beitrag zuvor schon beschrieben, das Gefühl gehabt, dass ich erst Grundlegendes klären muss, bevor ich mich an dieses Thema wage.
Nämlich, ob ich Magie ausüben soll (und wenn nicht, warum nicht?), ob ich es überhaupt will, und was Magie eigentlich ist.

Ich hab mich – und das bei der Hitze! – mit der Forumilierung Forumlieruing FORMULIERUNG langer, verschachtelter Gedankengänge beschäftigt, einer wissenschaftlichen Abhandlung würdig. Ich verzweigte mich in endlose biografische Abschweifungen, ich suchte nach Zitaten und streute unter alles reichlich Fußnoten―

Also, in Wirklickeit hab ich nichts dergleichen gemacht, weil’s viel zu heiß ist. Außerdem kam, als ich erschöpft ins Template starrte und mir vor dem, was ich vorhatte, ordentlich graute, also, da kam ein alter Cowboy auf einem müden Pferd vorbei und rief „Hey, leg endlich los, mich interessierts!“
Genau –
Wayne interessierts

Also endlich zum Thema StadtGeister und -Gottheiten.

Und da fang ich gleich mit dem Downer an (wahrscheinlich der wahre Grund für mein Bedürfnis nach langen theoretischen Abhandlungen):
Ich habe so gut wie keine Praxis noch bewusste Erfahrung mit diesen Dingen. Ich habe eine sehr diesseitige Wahrnehmung. Eine, wie ich finde, sehr gute diesseitige Wahrnehmung, mit der ich voll zufrieden bin. Was ich nicht kann (oder jedenfalls nicht versucht habe): Kontakt zu Ortsgeistern, Gottheiten und dergleichen aufnehmen. Ich meine diese Art von Kontakt, von der ich öfters lese: Trance, Kommunikation, Botschaften, besondere Wahrnehmungen.
Und trotzdem haben mich Sólveigs Artikel zu „Gotham Sprits“ und auch der von ihr verlinkte Blog sehr angesprochen.

Gotham Spirits | Tales of an Urban Priestess.

Am Ende des Artikels fragt Sólveig

Wie empfindet ihr eure Stadt? Was wäre sie für eine Person, könnte man sie in all ihren Besonderheiten und Eigenschaften zusammen fassen?

Und da war ich ratlos. Rückblickend hab ich ja sowas von aufm Schlauch gestanden! Vielleicht lags daran, dass Merkur nach seiner letzten Rückläufigkeit immer noch durch die Schattenzone wanderte. (Das is Astrosnack, bei Bedarf poste ich dazu auch mal was.)
Jedenfalls hat mich das tagelang beschäftigt. Welche Person, Entität, Gottheit wohnt und wirkt in Mannheim?
In München war das leicht, da steht Mother Mary genau in der Mitte (auf dem Marienplatz). Köln hat die Drei Könige, die heilige Ursula und ihre elftausend Jungfrauen. Mannheim hat… öm… ne Wolfsangel im Wappen. Und nen Löwen. Doll.

Als ich dann neulich in den Quadraten unterwegs war, in der Nähe vom Marktplatz, auf der Fuzo, wo vielerlei Volk aus vielerlei Ländern wuselt, handelt und treibt, da wars sie deutlich zu spüren, die Energie von Mannheim. Eine weltoffene Stadt, kommunikativ, umtriebig. Handel und Kommerz. Hermes! Ja, klar, wer sonst! Und das ist mir nicht vorher eingefallen! Mir, die ich von Hermes (damals noch in München) so ein bisschen angezappt wurde. (Glaubich.)

Und, achja, wer steht da mitten aufm Marktplatz (wo sonst)?!?
Hermes MA

Den hatte ich natürlich schon bei meinem allerersten Besuch hier bemerkt, fotografiert, mich super drüber gefreut, dass ich Ihm ausgerechnet hier begegne.
Und dann – irnzwie vergessen. X)

Naja, alles zur passenden Zeit.

Und nu muss ich zum Dhikr, und es ist eh fürs Erste alles gesagt. Der nächste Schritt wird sein, bewusster zu spüren, wenn ich durch die Stadt streife.

Kerykeion

Das Hexikon

Die Sprache ist wie der Finger, der auf den Mond zeigt.
Der Mond ist das Erwachen.
Wenn man den Finger, der auf den Mond zeigt,
für den Mond selbst hält,
so ist das nichts Anderes als Torheit.
Aber ohne den Finger, der die Richtung weist,
ist der Mond nur schwer zu finden.

Im Garten der Stille: Hölderlin im Gespräch mit Zenmeister Dōgen
von Gerhardt Staufenbiel


Ich wollte einen Artikel zu Stadtgeistern schreiben.
Dabei hab ich gemerkt, dass ich erst mal was zu meiner magischen Praxis an sich zu sagen hab.
Dabei hab ich gemerkt, dass ich erst mal überlegen muss, was ich mit „Magie“ eigentlich meine.
Dabei hab ich gemerkt, dass ich erst mal erklären muss, was ich mit den Begriffen meine, mit denen ich Magie zu erklären versuche.
Dann ist mir das Hexikon eingefallen.

Das Hexikon ist ein uraltes Projekt von mir (Ende der 80er hab ich damit angefangen), das angeregt wurde durch Mary Dalys Wickedary.

Ich erhebe damit nicht den Anspruch, Wahrheit zu verkünden.
Ich gebe nur meine Defintionen von Begriffen, die ich oft verwende.

Sprache ist ein wunderbares Werkzeug. Sie kann der Finger sein, der auf den Mond zeigt.
Damit das funktioniert, ist es hilfreich, zu wissen, wovon wir jeweils reden. Worte wie „Magie“, „Ego“, „Selbst“, „Gott“, „Erleuchtung“, „Quarkstulle“ etc. werden nicht nur in Esokreisen wie selbstverständlich verwendet, weil alle vermeintlich dasselbe damit meinen.
Ich z.B. finde Quarkstullen ganz schrecklich. Wenn ich doch mal eine esse, ist sie mit Honig auf Vollkorn-Dinkelbrot. Das kann die Weißbrot-Schnittlauch-Tomate-Fraktion ganz schön verwirren.
Statt also verwendete Begriffe vorab zu klären, werden sie einander oft wie selbstverständlich um die Ohren gehaun, und schwupps haben wir den schönsten Flamewar. Das muss nicht sein.

Darum für mich das Hexikon.
Es ist ziemlich alt, ich habs, wie erwähnt, in den späten 80ern/frühen 90ern gesammelt und es ist darin noch eine deutlich radikalere Haltung und Ausdrucksweise zu erkennen.

Ich war jung. Labrys

Im Moment isses noch ne ziemliche Baustelle, ich bin froh, dass ichs einigermaßen importiert bekommen habe, dabei ist mir immer mal wieder meine Internetverbindung abgerissen, es ist HEISS … Es ist jetzt erst mal so, wie’s halt ist, noch orginal von damals.
Mit der Zeit werd ich das Hexikon inhaltlich anpassen und erweitern. Anregungen natürlich willkommen.

zum Hexikon

P.S. Hier will ichs auch noch mal sagen:
Nachdem ichs nun mehr oder weniger durchgelesen habe –
Es ist teilweise arger Blah, oder, noch schlimmer, arger, altkluger Blah, wie’s halt typisch für die Jugend ist, die – anders als alle andern vor ihr – die Welt begriffen hat.
Und manches find ich heute noch wirklich gut.
Und das W-Wort kommt ziemlich inflationär vor. Das würd ich mich heute nicht mehr trauen. Es stört mich. Und ich hab mir damals was dabei gedacht, und ich finde, in dem Fall habe ichs richtig gemacht. Die Dinge dürfen und sollen beim Namen genannt werden. Das W-Wort bleibt.

 

Stories are Maps

oder
Wie aus einem Satz eine Umherschweif-
und Gedankenwanderkarte wird.

mit viel Englisch

Neuerdings beschäftige ich mich mit Idries Shah, der ganz wunderbare Bücher zum Sufi-Sein geschrieben hat.
Im (sehr lesenswerten!) Eintrag der englischsprachigen Wikipedia zu ihm bin ich einem Gedanken begegnet, den ich schon lange liebe.

Unten im Abschnitt über Teaching Stories ist ein Auszug aus In Arabian Nights, einem Buch von Tahir Shah (Sohn von Idires Shah). Sein Vater hat ihm und seinen Bruder viele Geschichten erzählt und wird dazu zitiert:
These stories are technical documents, they are like maps, or kind of blueprints. What I do is show people how to use the maps, because they have forgotten.
Dies ist eine Lehrmethode der Sufis. Lehren durch Geschichten. Geschichten, die wie Landkarten sind.

Als ich das las, fiel mir natürlich sofort der Satz STORIES ARE MAPS ein.

Diesen Satz habe ich zum ersten Mal in dem schönen Notizbuch gefunden, das ich letztes Jahr in Berlin gekauft und dem Oger geschenkt habe.
Der Satz hat mich beim Durchblättern im Laden sehr angesprochen und hat wahrscheinlich den Ausschlag zum Kauf gegeben.

Gezeichnet ist er dort mit J. Winterson, ein mir bis dato unbekannter Name.

Gestern habe ich mir auf ello zufällige Beiträge anzeigen lassen, und da bin ich auf etwas gestoßen, das mir just jetzt einfällt. Denn was die Autorin da beschreibt, kommt mir vor wie das Erzählen einer Geschichte mittels einer Landkarte mit vielen Orten, die erkundet werden. Statt einer graden Straße zu folgen: Writing Matriarchy: Weaving Stories Together.

Heute habe ich im Netz nach „Stories are Maps“ gesucht.

Ich fand ein anderes Foto aus einem andern Notizbuch desselben Künstlers (DeafMessAnger).

Dann einen Auszug aus The Powerbook von Jane Winterson. In dem genau dieser Satz vorkommt.
Ich hab da eben ein bisschen drin gelesen, und was ich gelesen habe, hat mir gefallen. Mir gefällt auch der Titel The Powerbook, der wiederum gut zu dem schönen Notizbuch passt.
Was wir daraus machen können.

Dann fand ich schön zu lesende Erinnerungen eines ägyptischen Autors – Ihab Hassan -, der sich von Landkarten inspirieren lässt: Maps & Stories.

Und dies hier:

In seinem Vortrag erwähnt Julian Burrett eine Landkarte, die beim Auswendiglernen hilft: Die Loci-Methode.
Damit werden nicht nur Karten erschaffen, es werden auch Paläste errichtet.

Und worauf will ich mit diesem Eintrag hinaus?
Auf nichts Bestimmtes. Ich bin nur einem Satz gefolgt und hier und da umher gewandert. Hab bisschen kartographiert und paar schöne Aussichten gefunden.

Stories are Maps.

Stories are Maps

oder
Wie aus einem Satz eine Umherschweif-
und Gedankenwanderkarte wird.

mit viel Englisch

 

Neuerdings beschäftige ich mich mit Idries Shah, der ganz wunderbare Bücher zum Sufi-Sein geschrieben hat.
Im (sehr lesenswerten!) Eintrag der englischsprachigen Wikipedia zu ihm bin ich einem Gedanken begegnet, den ich schon lange liebe.

Unten im Abschnitt über Teaching Stories ist ein Auszug aus In Arabian Nights, einem Buch von Tahir Shah (Sohn von Idires Shah). Sein Vater hat ihm und seinen Bruder viele Geschichten erzählt und wird dazu zitiert:
These stories are technical documents, they are like maps, or kind of blueprints. What I do is show people how to use the maps, because they have forgotten.
Dies ist eine Lehrmethode der Sufis. Lehren durch Geschichten. Geschichten, die wie Landkarten sind.

Als ich das las, fiel mir natürlich sofort der Satz STORIES ARE MAPS ein.

Diesen Satz habe ich zum ersten Mal in dem schönen Notizbuch gefunden, das ich letztes Jahr in Berlin gekauft und dem Oger geschenkt habe.
Der Satz hat mich beim Durchblättern im Laden sehr angesprochen und hat wahrscheinlich den Ausschlag zum Kauf gegeben.

Gezeichnet ist er dort mit J. Winterson, ein mir bis dato unbekannter Name.

Gestern habe ich mir auf ello zufällige Beiträge anzeigen lassen, und da bin ich auf etwas gestoßen, das mir just jetzt einfällt. Denn was die Autorin da beschreibt, kommt mir vor wie das Erzählen einer Geschichte mittels einer Landkarte mit vielen Orten, die erkundet werden. Statt einer graden Straße zu folgen: Writing Matriarchy: Weaving Stories Together.

Heute habe ich im Netz nach „Stories are Maps“ gesucht.

Ich fand ein anderes Foto aus einem andern Notizbuch desselben Künstlers (DeafMessAnger).

Dann einen Auszug aus The Powerbook von Jane Winterson. In dem genau dieser Satz vorkommt.
Ich hab da eben ein bisschen drin gelesen, und was ich gelesen habe, hat mir gefallen. Mir gefällt auch der Titel The Powerbook, der wiederum gut zu dem schönen Notizbuch passt.
Was wir daraus machen können.

Dann fand ich schön zu lesende Erinnerungen eines ägyptischen Autors – Ihab Hassan -, der sich von Landkarten inspirieren lässt: Maps & Stories.

Und dies hier:

In seinem Vortrag erwähnt Julian Burrett eine Landkarte, die beim Auswendiglernen hilft: Die Loci-Methode.
Damit werden nicht nur Karten erschaffen, es werden auch Paläste errichtet.

Und worauf will ich mit diesem Eintrag hinaus?
Auf nichts Bestimmtes. Ich bin nur einem Satz gefolgt und hier und da umher gewandert. Hab bisschen kartographiert und paar schöne Aussichten gefunden.

Stories are Maps.