Heilen

16. & 17. Juni – Freyjatag und Samstag ~ Dankesammlung

Gestern war compfreier Tag, und das hat gut geklappt. Ich guck mal eben in mein Reinschreibebuch, was ich gestern so notiert habe. =)

Das Gedicht für den Tag — naja, so ne Art Gedicht — hab ich gleich nach dem Aufstehen gemacht:

Wolken liegen im Himmel
wie auf Glas
Blätterschatten
flackern und flimmern
weils der Wind mag.
Heute ist compfreier Tag.

Fängt schon gut an!

 

Die Liste der gestrigen Dankes:

Nen guten Rest altes, eingedicktes Patchouli-Öl gefunden. Das ist auf jeden Fall älter als 20 Jahrer, und es duftet wundervoll. Patchouli altert sehr gut und wird dadurch immer besser.

Der Wind!

Das Gabelmobile. Es kommt immer mehr heim. =)
Inzwischen hängen ja auch Kristalle drin. 

Vögel. Gestern wieder ein kleiner Schwarm – naja, eine Meute – Papageien, die vor meiner Nase über unser Dach flogen. Und der eine kleine Mauersegler, der über meinen Kopf voll auf die gegenüberliegende Mauer zuraste und ohne Tempominderung unterm Dach verschwand. Wow. Ich hatte nasse Augen.

Die Musik aus den vorbeifahrenden Autos. Ich liebe die Mischung. Deutscher Bin-So-Tief-und-Gefährlich-Doofräp, türkische eher traditionelle Herzschmerzlieder, arabischer Tanzpop, italienische Schnulzen, manchmal nur Bässe (Manche mögen es, in einer dröhnend scheppernden Blechdose rumzurollen) — ich LIEBE die Musik aus den Autos. Auch, weil’s immer nur kurz ist. =)

Danke für meine Reinschreibebücher. Habe gestern Fotos gemacht, das unten ist aus dem Gelben, Anfang 2016. Wie üblich ist mir irgendwann Kaffee drüber gelaufen. 😛

was mach ich mit dem Mond

 

Nun zu Heute.

Heute war ein  — seltsamer Tag, ums sehr freundlich auszudrücken.

Morgens fand ich das oben erwähnte Gabelmobile auf dem Terassenboden liegend. Der Wind, der starke Wind. Und ich hab das erst mal persönlich genommen. DAS will ich mir dringend abgewöhnen!

Außerdem habe ich heute beschlossen, meinen Kaffeekonsum zu reduzieren. Heute hab ichs mir krass gegeben, und nachmittags hatte ich einen – weißnicht. Eine Pestattacke mit körperlichen Auswirkungen. Und ich glaube nicht wirklich, dass der Kaffee schuld ist. Trotzdem halte ich hier&jetzt in unseren interessanten Zeiten jeden suchtartigen Drogenkonsum für außerordentlich unheilsam.
Also. Ab sofort jeden Tag nur noch zwei Becher oder 4 Tassen. Das ist immer noch viel. Ich MUSS den ja auch nicht trinken; ich darf. Ich habe beschlossen, dass ich weiterhin Kaffee trinken darf. Ich liebe Kaffee. Ich mag den Geruch, den Geschmack, die Farbe, die Wirkung, die Becher und Tassen ~ das ganze Ritual und Gedöns, das bei mir mit Kaffee verknüpft ist.
Und ich habe darum beschlossen, Kaffee mit mehr Respekt zu genießen und ihn als etwas Besonderes zu behandeln. Vielleicht schaffe ich kaffeefreie Tage. Achwas ‚vielleicht‘. Natürlich schaffe ich das. Muss mich erst bisschen runterdosieren, wenn ich gleich auf Null gehe, bekomme ich Kopfweh.

Gut. Für diesen Entschluss Danke!

Auch danke für die Idee mit den compfreien Tagen. Morgen wieder. Basst, ist Putztag, da bin ich eh beschäftigt. (Schon wieder ne Woche rum.) Vielleicht verschiebe ich was in der nächste Woche, damit Sonnenwende compfreier Tag wird. Vielleicht nicht, vielleicht nehm ich’s wie es kommt.
Auf jeden Fall DANKE für die compfreien Tage. Gestern war gut.
Ich habe große Teile meines Lebens ohne Computer verbracht, meinen ersten eigenen hatte ich erst in den 90ern. Ich hab in der Zeit vorher auch einiges gemacht in meinem Leben…

Jo. Und dann war heute was… mit Wut in mir, mit dem Schmerz der Erde, mit Grenzen ~ es gibt paar Dinge, mit denen ich grad stark hadere. Und ich bin da noch nicht auf dem Boden meiner selbst angelangt. Ich weiß z.B. nicht, ob ich die Mondmedis noch machen will.
Bis zum nächsten Neumond ist noch ne Woche. Bis dahin werd ichs wohl wissen.

Und nu ist hier für heute Schicht. Bis übermorgen, oh Internetz! =)

Das Gedicht.

Katze Molly
gehört mir nicht, hört nicht
ringelt sich ein
auf meinen Händen
an meinem Herzen
heilt sie
mich
.
 

 

Und noch ein Danke! an meinen Schnusel!

 

Queen of Great Bills and Wonder

Ich wollte heute mittag ein Lied hier teilen
eine Anrufung
die hochkam, auf den Bildschirm hier
der gestern dunkel blieb
Was GUT war!
Heute nicht.
Heute kam die Anrufung und
mich durchströmten Schauder
und Tränen flossen
ich wiegte mich wie ein Klageweib
lautlos
still
als ob der Schmerz der Erde
mich durchströmte

Ich wollte also das Video posten, und als ich den Titel schrieb, kam das dabei raus, das oben jetzt steht. Die Königin der großen Abrechnungen und Wunder. Und das lass ich hier&jetzt so stehn.

 

13. Juni 2017, Dienstag ~ Dankesammlung

Eben hab ich noch nen langen Vortrag online angehört, der mich wieder daran erinnert hat, worum’s geht: Nicht zu meckern, nicht zu lästern, nicht zu vergleichen, nicht haben zu müssen (der große Unterschied zwischen Sehnsucht und Sehnen) und die Gefühle und Emotionen, die in uns angestaut sind, zu fühlen. Dieser ungesunde Quark von wegen wir dürften keine ’negativen‘ Emotionen fühlen. Wir müssen die fühlen. Viele im englischsprachigen Bereich nennen das shadow work – Schattenwirken.
Das bedeutet nicht, uns von unseren Emotionen zu unheilsamen Taten hinreißen zu lassen (Streiten z.B.) oder uns drin zu suhlen.
Durchfühlen, zulassen, sein lassen, fließen lassen. Transformation.

Eya, sorry für die Kurzpredigt.

Danke – natürlich – für die Blumen auf dem Balkon.

Und danke noch mal an den netten Chef vom hiesigen Bioladen für die Tomatenpflanzen, die er mir neulich geschenkt hat.

 

Danke an Molly für ihr Da- und Sosein. Ach, an alle Katzen, natürlich.

 

Wir waren heute noch mal in MA, haben das neue Fahrrad vom Gefährten abgeholt, und bei der Gelegenheit habe ich im Laden mein eierndes Hinterrad vorgezeigt. Oje, das muss dringend gemacht werden, hab ich erfahren. Da muss ein neues Rad bestellt werden, das dauert, wenn es da ist, muss es montiert werden, das dauert noch nen Tag, und das kostet dann so 120.- bis 140.- Ocken.
Oke, ich übe ja zur Zeit, mich reich und sicher zu fühlen, trotz heftiger Unkosten im Alltag. Funktioniert auch einigermaßen, und ich bekomme auch reichlich Gelegenheit zum Üben…
Ich habe beschlossen, noch andere Angebote einzuholen und bin in MA zum Bahnhof gefahren, wo eine nette Fahrradwerkstatt — war. Die machen grad für immer zu. Meh.
Was andererseits vielleicht genau so sein soll, weils hier in LU diesen schnuckeligen Radladen gibt. Da bin ich auf dem Heimweg vorbeigefahren. Der hatte das benötigte Rad im Lager, nächsten Montag bringe ich mein Fahrrad hin, Dienstag hol ichs ab, und kosten wirds unter 80.- €s. Danke!

Noch in Mannheim fand ich auf dem Weg zur Jungbuschbrücke wunderschöne wilde Wicken. Wie ihr euch denken könnt, MAG ich Wicken. Sehr!

Jo, und jetzt gehen wir bald ins Bett und gucken wieder eine neue Serie, die ein bisschen besser zu werden verspricht als dieses grauslich verquaste „Kettering Incident“. Ich möcht echt mal wieder was gucken, wo die Autoren eine Geschichte zu erzählen haben, statt in ominösen Andeutungen zu schwelgen, die nie erklärt werden.

Eya… irnzwer hat oben was von ’nicht lästern‘ gepredigt. Okeoke. Danke.

 

 

 

edit:

Achgosh, jetzt hätte ich doch fast das Gedicht vergessen. Tscha, zu früh erleichtert aufgeatmet. Hier kommt es.

Öm…

Die wilden Wicken
wuchern und werfen ihre
Schatten auf den Weg.

 

9. Juni 2017 – Vollmond im Schützen

Morgen, Freyjatag, den 9. Juni 2017,
ca. kurz nach drei Uhr nachmittags
(15:09 F/M)
ist Vollmond im Schützen.

Hier wie immer die
EINLADUNG
INVITATION

Wow, das Bild oben ist … ich hatte schon schönere. Es ist, wie’s ist.
Wie’s halt so ist. =)

Ich habe neulich durch meine Mondposts und -mails geguckt —
Das mach ich jetzt auch schon über ein Jahr, das mit den Mondmails und -blogbeiträgen. Ich glaub, im März 2016 habe ich angefangen. Beim Wiederlesen ist mir aufgefallen, dass ich jedesmal geschrieben habe, dass grad eine intensive Zeit sei.
Das habe ich so empfunden, sonst hätte ichs nicht geschrieben. Was mir bestätigt, was wir eh wussten: Voll- und Neumonde sind Knotenpunkte im Zeitgefüge.

Zur Zeit – haha! – scheints besonders intensiv zu sein. Ich beschränke mich hier auf das, was ich selber wahrnehme – bei mir und in meiner Umgebung und durch Infos, die bei mir ankommen:
Es geht wieder in tiefere Schichten.

Mich ganz persönlich beuteln zur Zeit heftige Emotionen und Muster, von denen ich teilweise dachte, ich hätte sie überwunden. Dazu kommen andere, von denen ich vordem gar nicht wusste, dass ich sie hege.
Ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin.
Wenn die eine oder der andere sich jetzt persönlich angesprochen fühlt, dann sag ich der/dem: Ich meine nicht nur dich und mich, sondern noch andere, von denen ich weiß.

Das finde ich persönlich sehr tröstlich.

Einerseits müssen wir alle unseren eigenen Kram selber durchfühlen und transformieren – auf der anderen Seite sind wir alle miteinander verbunden. Was wir bei uns lösen, wirkt heilsam aufs Ganze, und wir werden unterstützt, wenn wir das wollen. Wir unterstützen uns z.B. gegenseitig.

Trotzdem. Warum hört das nicht endlich auf? Warum gibt es so gut wie keine Verschnaufspausen mehr?
Weil JETZT die Zeit ist. Weil wir die Fähigkeiten und die Kraft haben. Doch, haben wir.
Die heftigen Emotionen, die wiederkehrenden und die neuen/uralten Muster wollen ans Licht, gesehen, durchlebt und durchfühlt werden, damit sie sich endlich verändern und/oder auflösen können.
Und wenn wir ein altes Muster erkannt haben, einen Schmerz durchfühlt, auf der anderen Seite wieder rausgekommen sind, tscha, dann wartet gleich das Nächste auf uns.
Jaja, das fühlt sich oft – nett gesagt – anstrengend und gruselig an. Die Skala geht von Aufregend und toll! über nicht schon wieder… bis in existenziellen Horror oder ins schwarze Loch der Depression.
Vielleicht ist ein kleiner Trost dabei, dass hier&jetzt niemand ’scheitert‘, sondern wir alle immer tiefer ans Eingemachte kommen und durchkönnen! Wir sind dabei, uns weiterzuleveln.

Die Mondmedi ist – wie immer – eine gute Gelegenheit, sich zu zentrieren, sich zu erden, ins Hier&Jetzt zu finden. Sich zu vernetzen. Und dann, dazu soll der Schütze Mond hilfreich sein, dann ist es auch eine gute Gelegenheit, das zu fühlen, was wir wirklich wollen. Fülle, Liebe, Heilsein – oder gar nichts so Großartiges, nur ein kleines nettes Gefühl von Wärme und schönen Blumen – was auch immer euch mit guten Vibes erfüllt: lasst es fließen; durch euren Leib und in euren Raum.

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

Bis dann im Netz!

Fülle

Heute hab ich keine Lust mehr, diesen Beitrag zu schreiben. Und ich hab mirs vorgenommen, also muss ichs machen. Wg. des Selbstvertrauens, ihr wisst schon.
Es wird wieder lang. Ich sach nur… =)

Inzwischen finde ich — also, mein Verstand findet, dass ich auf sehr hohem Niveau jammere und mich was schämen sollte, so gut wie’s mir geht. Und immer ging.

Und das ist auch wahr, objektiv betrachtet und verglichen mit anderen.

Und es ist auch wahr, dass ich die meiste Zeit meines Lebens, auch während wirklich toller, aufregender Zeiten, in Angst, Schrecken und Mangelgefühl gelebt habe. Und ich hab den Verdacht, dass daran mein Verstand, also, meine Gedanken, ursächlich beteiligt waren.

Ich habe früher gedacht, meine Gedanken wären das Produkt meiner Emotionen. In der HPΨ-Schule habe ich zum ersten Mal das Gegenteil gehört, und ich konnte es erst gar nicht glauben.

Inzwischen habe ich darüber nachgedacht, mich selbst beobachtet, nachgespürt, und außerdem auch aus anderen Quellen dieselbe Information erhalten: Unsere Emotionen sind das Produkt unserer Gedanken. Erst kommen die Gedanken, oft unbemerkt, unbewusst. Alte Muster, uralte Glaubenssätze. Und die erzeugen Emotionen. Angst, Schrecken und Mangelgefühle z.B.

Zur Zeit werden alte Muster, Glaubensätze, unheilsame Gedanken durch Ereignisse in meinem Leben ausgelöst.

Als ich Dienstag meine erste geschäftliche Tarotlegung absagen musste, hatte ich schon so ein abergläubisches Gefühl von Scheitern… Am selben Tag kam die erste Tierarztrechnung, deren Höhe mich arg beutelte. Ich bin dadurch in mein Angst- und Mangelmuster geraten. Dazu kamen all die fälligen Beträge am Monatsanfang. Ich hab – gefühlt – nur noch Geld von meinem Sparbuch geschaufelt und in der Gegend verteilt.
Als ich letzten Donnerstag aufwachte, war ich übelst deprimiert. Nelly war wieder da, es ist schön hier, und ich bin niedergeschlagen und voller Angst erwacht.
Das kenne ich von früher, deprimiert aufwachen. Früher war das normal. Heute nicht mehr.
Darum habe ich es gleich gemerkt und geübt, meine Gedanken zu disziplinieren und ein Gefühl von Fülle hervorzurufen.

Ich habe versucht, mich an eine Begebenheit in meinem Leben zu erinnern, in der ich das Gefühl von Fülle und Reichtum verspürt habe. Es fiel mir nichts ein. Eine vage Erinnerung an ein Weihnachtsfest, ich noch ein kleines Kind, und mehr Geschenke, als ich verarbeiten konnte. Nee, zu vage, und so richtig toll war das auch nicht, eher überfordernd.

Ah, ich weiß! Zahltag auf Tour!
Als ich Roadie für Copperfield war, bekam ich 1000.- Mark die Woche (das war der niedrigste Lohn in der Crew) bar auf die Kralle. Plus Mehrwertsteuer. Das war echt viel Geld für mich (da hab ich auch noch Jahre von gezehrt).

Vor meinem inneren Auge entstand die Schlange vorm Tourleitungsbüro, ich bin dran, geh rein, die Tourchefin sitzt am Schreibtisch, vor ihr die Umschläge mit dem Geld — DIE Tourchefin, die mich in Wien im Hotel vergessen hat! Die zu blöd war, ihren Job zu machen und im Bus mal durchzuzählen, ob alle da sind. Diese Tourchefin!

Ratzfatz hatte ich Streit mit der Tourchefin und hab ihr all das gesagt, was ich ihr damals nicht gesagt habe.
Bis ichs endlich gemerkt habe.

Nun, Alberich, das schlug fehl. (Wagners Wotan zum Zwerg im „Siegfried“.)

Es ist mir Donnerstagmorgen im Bett nicht gelungen, ein Gefühl von Fülle heraufzubeschwören. Ärger und Streit und anderen Mist hatte ich sofort parat, zum mich tief drin Verlieren.

Das war nicht schön. Einerseits. Andererseits war es sehr aufschlussreich. Wenn ich Angst habe, werde ich aggressiv. Ist ja nicht grad selten. 😛
Dass es mir so schwer fallen würde, mich an etwas Schönes in Fülle zu erinnern, das hätte ich allerdings nicht gedacht.

Nach dem Aufstehen, in der Küche, hier wo ich bin, da habe ich Fülle empfunden. Das war schön!

Dann kam die zweite Tierarztrechnung. Wir sind jetzt bei gut 1300.-, und das ist noch lange nicht alles. Es kommt noch eine OP, dazu die ganzen regelmäßigen Untersuchungen.
Dann kam Info von unserem Anwalt, dass unserere Exvermieter klagen.
Das war der Donnerstag.
Freitag hab ich gemerkt, dass ich seit Februar meine Krankenkasse nicht mehr bezahlt habe. Das waren dann auch weit über 500.- Ocken auf einmal. Das Geld hätte ich sowieso bezahlen müssen (die 6,50 Säumniszuschlag kann ich verkraften), trotzdem fühlte sich das wie eine weitere Sonderbelastung an.
Was mir wiederum half, diese Hammerschläge, die grad auf mich einprasseln, anders einzuordnen. Es gelingt mir… mühsam.
Es fühlt sich schlimm an. In Wirklichkeit bin ich genau da, wo ich sein will.

Heute regnet es extrem heftig, und an der Wand innen an der Treppe tropft das Wasser. In meinen sicheren, heiligen Ort, in diese wunderbare Wohnung regnet es rein!

Ich hab zur Zeit ab und an das Gefühl, ich werd verarscht. Oder bestraft. Als ginge es mir zu gut, und ich müsse wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht werden.
Auch das sind altbekannte, unheilsame Gedankenmuster von mir. Schluss damit! Wie ich mir selber, hier in diesem Blog, gesagt habe: IMMER IST VORBEI!

Wie war das früher, immer?

Wenn ich zurückdenke an meine Kindheit, dann sehe ich, dass ich in Wohlstand aufgewachsen bin. Meine Eltern haben beide gut verdient, meine Mutter kam dazu aus einer recht wohlhabenden wuppertaler Porzellangeschäfts-Familie. Wir gehörten der gehobenen Mittelschicht an, mit Aupair-Mädchen, Putzfrau, in schönen, großen Wohnungen, Urlaubsreisen, Auto – all das.

Und ich hab gedacht, wir hätten nicht genug Geld.
Ich bekam nämlich manche Dinge nicht, die ich mir gewünscht habe, wie z.B. das Metall- (naja, Blech-) Prinzessinnen-Krönchen, das zu Karneval verkauft wurde, und das ich so so gerne haben wollte. Meine Eltern fanden es zu teuer.
Was es war und immer noch ist – ich habe mir, als ich Anfang dreißig war, diesen alten Wunsch erfüllt und so ein Krönchen gekauft. Sieben Mark für ein bisschen gestanztes Blech. Ach je, war das Körnchen hübsch, ich hab mich so daran gefreut! Leider war ich zu alt daür… Als kleines Mädchen hätte es mir mehr Freude gemacht. Nur waren meine Eltern halt vernünftig und es kam nicht in Frage.

Stattdessen bekam ich viele Dinge, die ich gar nicht hatte haben wollen. Für manches bin ich heute noch dankbar – das Fahrrad, die Gitarre. Das meisten habe ich vergessen, über manches wundere ich mich heute noch. Ein Laubsägeset? Ein Emallierofen mit Riesenzubehör?!? Ich hatte mir so sehr ein Kettcar gewünscht!

Gelernt habe ich, dass ich nicht bekomme, was ich mir wünsche. Mir wurde auch erklärt warum, also habe ich noch gelernt, dass meine Wünsche unvernüftig sind.

Wie ich jetzt weiß, waren meine Eltern überhaupt nicht geizig und auch nicht immer vernünftig – auch mir gegenüber waren sie (und sind sie noch!) immer großzügig. Nur eben früher oft mit Dingen, die mir völlig egal waren; und oft nicht bei Dingen, die mir am Herzen lagen.

Desweiteren wurde oft und viel über Geld geredet, zuhause. Heute weiß ich, dass es daran lag, dass nun mal auch viel Geld ausgegeben wurde. Als kleines Mädchen hörte ich diese Geld-Gespräche mit an und dachte, wir hätten nicht genug.

Ich habe immer genug gehabt in meinem Leben. Und ich hab immer das Gefühl gehabt, ich wär arm und dürfte mir nichts leisten.

Ich vermute, die Heilung geht übers Wurzelchakra. Sicherheit, Verwurzelung, Lebensberechtigung.
Dass wir so oft umgezogen sind als ich ein Kind war, das hat auch nicht dazu beigetragen, dass ich mich sicher und verwurzelt fühle.

Hier&Jetzt ist es so, dass mein Erspartes durch die unvorhergesehenen Rechnungen sehr viel schneller dahinschmilzt als ich geplant hatte, dass mir die Klage der Exvermieter Angst macht (ich will vor allem nie mehr was mit denen zu tun haben), dass mir die lecken Stellen im Dach, die nassen Stellen an der Tapete Angst machen, und dass ich nicht weiß, woher ich Geld bekomme, wenn meins alle ist.

Hier&Jetzt ist es außerdem so, dass unsere Katze wieder da ist, die Wohnung und die Umgebung hier wunderWUNDERschön sind, dass der Gefährte und ich gut miteinander sind, und dass ich, wenn ich im Körper, im Moment bin, wirkliche Fülle empfinde, dass ich glücklich bin, wenn ich hier meinen Tagesgeschäften nachgehe ~ ich finde jeden Tag ehrlich Dinge für meine Dankesammlung, und ich gehe, wie ich schon schrieb, jeden Abend mit dem Tag versühnt ins Bett.

Ich sehe sogar einen Sinn in dem, was mir grad widerfährt. Es zwingt mich dazu, im Hier&Jetzt zu sein. Es zwingt mich, meine Gedanken zu disziplinieren. Es zwingt mich, meine Angst anzusehen. Ich habe guten Grund dazu, in jeder Deutung dieser Worte. Guten Grund.

Aggression

Ich wollt was über Fülle und Mangelmuster schreiben. Das ist draus geworden.
Es ist wohl eher Tagebuch. Es will raus. Also raus damit.

Eben war ich im Drogeriemarkt, und schon beim Reingehen hörte ich das Kind schreien. Es schrie und kreischte und wurde immer schriller dabei. Alle im Laden waren bis ins Mark genervt davon. Als ich – nach ca. 10 Minuten Dauergekreisch – merkte, dass ich zittere, bin ich dem Geschrei nachgegangen, um meine Vermutung bestätigt zu finden. Ein kleiner Junge (tränenlos), der vorm Regal eine Packung festhielt. Dabei eine hilflose Mutter, die zu mir sagte „Spielzeug“.
Puh.
Wenn ich gedurft hätte, ich hätts kopfüber unter den Arm gepackt und aus dem Laden getragen. Wirklich. Wahrscheinlich wär ich dabei noch lauter geworden als das Kind. Und das will was heißen. Und ich wär grob gewesen, wenns hätte sein müssen (manchmal zappeln die), und ich hätts heimgeschleppt und irgendwo eingesperrt, wo es nichts kaputt machen kann (das tun die), bis es sich beruhigt.
O wow.

Darum habe ich keine Kinder, ich weiß, dass ich so bin. Ich bin brutal fies streng, und so ein Gebrüll und Gekreische bringt nem Kid gar nichts bei mir, außer richtig richtig Ärger, solange ich körperlich stärker bin als das Blag. (Nee, ich würds nicht schlagen. Ich würds wohin verfrachten, wo es toben kann, ohne mir auf den Sack zu gehen.)

Nu wars nicht meins (sein Glück!), und ich hab gemacht, dass ich aus dem Laden komme. Auf dem Heimweg hab ich immer noch gezittert, hatte Gänsehautschauder und musste vielmals sehr tief durchatmen.

Nu waren ja alle in dem Laden genervt, und doch glaub ich, dass niemand so Aggressionsschübe verspürt hat, wie ich. Da kann das Kind nix dafür, das ist meins. Diese Anmaßung, so eine Szene zu mache, wenns nicht bekommt, was es will! Ich hab oft nicht bekommen, was ich wollte. Ich hab nie, NIE so ne Szene gemacht, das habe ich mir nie erlaubt, das habe ich nicht gewagt-

Wieso erlaubt sich dieser kleine Junge sowas? Wieso DARF der das?

Meine Ma hat mir erzählt, dass sie mich als ganz neues Baby auf Anraten des Kinderarztes eine Nacht lang hat durchschreien lassen. Eine Nacht lang hat das Baby geschrien und geweint, niemand ist gekommen, und danach ist eingetreten, was der Kinderarzt prophezeiht hat: Ich habe nachts nie mehr geschrien.

Und dann ERLAUBT sich dieses BLAG im Laden so eine Szene —

— und ich wunder mich, warum ich darüber aggressiv werde.

Ich muss zum Baby, es schreit und weint immer noch.

 

Danke kleiner Junge, für die Erkenntnis.
Dir wünsch ich, dass deine Mutter es wagt, dir Grenzen zu setzen. Alles zur passenden Zeit, im passenden Maß.

31. Mai ~ Dankesammlung

Achja, gestern hätte ich meine erste geschäftliche Tarotlegung gehabt. Das musst ich absagen. Stattdessen war ich mit dem Gefährten in der Tierpraxis und hab unsere Tapferkatze abgeholt.
Ich hätt Tarot gerne morgen nachgeholt, und nu ist die Kundin krank. Ob das noch was wird?

Ich hab das Gefühl, es liegt an mir, an meinen Erwartungen. Ich hab mich von Anfang an dabei erwischt, dass ich gezweifelt habe, ob der Termin zustande kommt.
Es gibt überhaupt reichlich spirituelle Hausaufgaben für mich zu tun. Heute Morgen und Vormittag gings mir gar nicht gut. Wg. der Tierarztrechnungen – da stehen noch welche aus, die werden auch nicht ohne sein – bin ich in Angst gerutscht.
Ich habe sehr deutlich gemerkt, dass mein Verstand mir da nicht weiterhilft. Geholfen hat, das Gefühl von Fülle hervorzurufen. Und es half, paar Sachen zu erledigen, die ich online zu tun hatte und dann den Rechner auszumachen und mich mit Naheliegendem vor Ort zu beschäftigen.

Jedenfalls bin ich dankbar für die Erkenntnis heute, wie mein Denken mir Leid und Not schafft, wenn ich nicht achtsam und diszipliniert bin. Ich hab zu üben, und das mach ich gern! ❤

Ich bin auch sehr dankbar, dass es ganz bedeutend kühler geworden ist. Ein wunderbarer Tag heute, frische Luft, sanfter, kühlender Wind, warme gelbe Sonne.

Und ich so matschig…

Das wurde besser, als ich mich mit Haushalt beschäftigt habe. So gings mir ja neulich schon mal. Eine wirklich erstaunliche Entwicklung, das. ❤

Ich hab heute endlich wieder Mandel-Cashew-Milch gemacht. In den schwülen Tagen ist mir die so schnell schlecht geworden, dass ich’s leid war und gar keine mehr gemacht habe. Jetzt geht’s wieder. Das war schön, ich mach das sehr gern. Und ich hab so einen schönen Blick aus dem Küchenfenster, ins Grüne, auf gelbe Sonnenschirme eines Restaurants. ❤

Da ist die neue Müllschüssel im Einsatz, die ist so SCHÖN. Ich liebe Gelbgrün. Und seit – hey, genau seit einem Jahr und zwei Tagen hab ich eine Müllschüssel im Einsatz und brauche deswegen für den Hausmüll keine Plastikmülltüten mehr. (Alle paar Wochen mal eine für’s Katzenstreu, das wir inzwischen hauptsächlich per Papiertüten entsorgen – die Papiertüten, in der das Streu verkauft wird.) Dafür auch DANKE! ❤

Dann bin ich dankbar, dass ich mein gestern begonnenes Projekt Ätherische-Ölfläschchen-am-Deckel-Beschriften heute zum Abschluss gebracht habe. ❤

Auf die Idee hätte ich vor 20 Jahren schon kommen sollen! Hätte mir zusammengerechnet bestimmt ein paar Wochen Suchen und Kramen erspart… X) Nu isses endlich getan, und grad passend, denn morgen mach ich wieder neues Deo.

Für dieses Deo bin ich immer noch und mal wieder auch SEHR dankbar. Die heißen Tage jetzt hat es wunderbar funktioniert. Besser als Gekauftes, möcht ich behaupten. Echt, Leuts, macht euer Deo selber! Es ist unglaublich einfach, geht ratz fatz, ist viel billiger, viel gesünder, es riecht so, wie ihr wollt, und es funktioniert richtig gut. Danke für das Selbstgemachte Deo! ❤

Achgosh, es gibt viel zum Dankbarsein, heute. Ich hab danach den Mangold vom Balkon geerntet. Kein einziges Foto dazu; ich war mit Kochen beschäftigt und bisschen in Eile. Es war eine nicht wirklich große Portion, dafür war es SEHR lecker.
Wen es interessiert: Ich habs nach einem bewährten exotischen Vetch-Rezept gemacht:
Kokosöl heiß werden lassen (nicht zu heiß, neh?), jeweils so… nach Gefühl… Ingwerpulver, Koriandersamen (zermörsert), bisske Bockshornklee, Kreuzkümmel rein. Wenns duftet ne kleine kleingewürfelte Zwiebel drauf, wenn die glasig ist (bisschen braun schon) den kleingeschnittenen Mangold drauf. Eine kleine Weile braten/dünsten  – erst brät er, bald dünstet er, wg. Deckel drauf: Kondenswasser. Dann noch Salz und Pfeffer. Und dann noch einen Schwall frisch gemachter Mandel-Cashew-Milch drauf, wenn zur Hand. =) Dazu Kartoffeln. MJAM.

Also, Danke für den superleckeren Mangold! Möge er schnell und kräftig wieder nachwachsen! ❤

Nach dem Essen sind wir mit unserem Sorgenkätzchen wieder in die Tierklinik. Sie bekam eine Spritze, ein Antidepressivum (das wirkt bei Katzen appetitanregend), und übermorgen müssen wir wieder hin. SEUFZ.
Sie liegt jetzt in ihrem Aquarium und maunzt, wenn wir in der Nähe sind. Nächste Woche werden die Fäden gezogen, dann kann endlich die elende Halskrause weg.

Oh Schnutzel! Da musst du jetzt noch ne Weile drinsein. 😦

Hachja.

Oke, dann hab ich noch ne Runde gedreht, ich musste noch mal raus, einfach so rumschlendern. Im Ökoladen wartete noch eine Haferschnitte auf mich – danke! ❤ Die sind oft ausverkauft um die Zeit.
UND!
Neulich hab ich den Chef gefragt, ob er noch von dem Senf hat, den ich vor Wochen aus der Reduziert-weil-bald-abgelaufen-und/oder-aus-dem-Sortiment-genommen-Kiste gekauft hab. Nee, ist aus dem Sortiment genommen.
Scheint, er hat geguckt und noch ein Glas gefunden, das ich eben in oben erwähnter Kiste fand. Und da zeig ich jetzt ein Foto von. Konsumterror, hemmungslose Werbung, und wenn Zwergenwiese mich dafür mit einer Ladung dieses Senfes bezahlen will: Immer HER damit! Ich mach in jedem Blogpost Werbung dafür, wenn die wollen.Mit so nordischen Zutaten wie Agavendicksaft, Ingwer, Nelke, Kurkuma, Paprika und Chili. Und der ist LECKER! Danke, dass ich den heute gefunden habe! ❤

Auf dem Heimweg fand ich außerdem einen Aushang: KATZE ENTLAUFEN.
Nee, näh?
Nach dem Foto hätte es die Katze sein können, die uns das Tierheim gestern zuerst beschrieben hat, also haben wir dort angerufen. Stellt sich raus, das Kätzchen ist schon wieder daheim. Auch dafür Danke! ❤

Im Tierheim die Lady sagte uns, zur Zeit gebe es massenhaft Fundkatzen. Vielleicht wg. der Hitze.

Jo, das wars für heute. War viel.

Außerdem ist der letzte Maitag und ich habe meinen „Monat voller Danke“ erfüllt. Nu frag ich mich, ob ich das weiter mache. Es war schön, jeden Tag was zu schreiben zu haben. Es gab mehrere Tage, da war mir gar nicht danach; und grad da war’s heilsam und hilfreich. Ich möchte das gerne weiter machen.

Andererseits hab ich auch manche Tage echt lange Laberposts produziert, so wie heute z.B. Wer weiß, ob überhaupt jemand bis hier gelesen hat.  X)

Dann wiederum kann ich natürlich in meinen Blog buchlange Beiträge reinschaufeln, solange ich mag. Und wenn ich diese Dankeliste nur in mein Tagebuchfile schriebe, würde ich es wohl nicht so diszipliniert durchziehen. Also. Ich häng noch einen Monat dran!

Dann bis morgen! ❤ und danke für’s Lesen =)