Heilen

6. September 2017 – Vollmond in den Fischen

 

Morgen, Mittwoch, den 6. September 2017,
ca. 9:00 Uhr
(09:02 F/M)
ist Vollmond in den Fischen.

 

Hier wie immer die
EINLADUNG
INVITATION

 

Eya. Hier, wo ich bin, ist Zeit, das Hier&Jetzt zu genießen, zu SEIN und Vertrauen zu üben.

Die sogenannte Normalität wird immer bekloppter, narzisstischer und wahnsinniger. Da wo wir sind, durch uns um uns herum fließend, sind Pfützen der Heilsamkeit, die sich vernetzen und der Ozean des Lebens, der lebendigen Zeit sind. In Wirklichkeit.

 
Heh, und in eigener Sache bemerke ich: Je weniger ich online schreibe, desto sprachloser werde ich, wenn ichs dann doch mal versuche. Wer weiß, wo das noch hinführt.

Wahrscheinlich zu neuen, wortreichen Ufern Blogbeiträgen. Derweil:

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

Bis dann im Netz!


 

Advertisements

Samstag, 29. und Sonntag, 30. Juli 2017 ~ Dankesammlung

Oh wow, grad mal wieder starke Verdichtungen im Raum-Zeit-Gefüge!

Der Gefährte und ich waren Freitagabend ja noch beim B., den ich in der HPΨ-Ausbildung kennenlergernt habe. Ich werde ihn fragen, ob ich aufm Blog Werbung für ihn und seine Praxis machen soll. Ich kann ihn sehr empfehlen – und Werbung ist was anderes als Reklame.

Dankbar bin ich zur Zeit insgesamt irnzwie für… ALLES! Hehe, solche Phasen gibts ja auch, wie schön! Als Ausgleich für die andern Phasen.
Wie im richtigen Leben.

 

Das war TOLL am Freitag beim B. Wie es sich stimmig fügte, waren wir die einzigen, die gekommen sind (Sommerferienloch). Unser Plan war zwar gewesen, mit vielen netten Leuten am Lagerfeuer zu hocken, doch dazu wird es noch reichlich Gelegenheit geben. Diesmal, das erste Mal, dass wir dort waren, hat B. mit uns beiden intensiv persönliche, wichtige Themen behandelt.
(Da jetzt drauf einzugehen, das führt hier&jetzt zu weit. Und ich bin noch nicht so weit, darüber zu schreiben.)
Danach haben wir zusammen gegessen, Erfahrungen ausgetauscht und richtig viel Spaß gehabt. Und wie SCHÖN — weil heilsam und erbaulich und ermutigend und erfreulich — so schön ist es, Wahrnehmungen abzugleichen und festzustellen, dass wir nicht alleine sind mit dem, was wir merken und wollen und machen.
Danke B. für die Kraft und die Zeit und die Gastfreundschaft!

 

Gestern, 29. Juli 2017, Samstag

Es ist wieder so heiß und drückend geworden und ich war sehr dankbar, dass der Gefährte sich drauf eingelassen hat und wir nicht geputzt haben. Ich hab auch Besuch aus Rom bekommen, da bin ich bisschen matschig.
„Besuch aus Rom“, heh, ich werd demnächst nen heiligeren Ausdruck dafür finden. Ich find den halt echt lustig. X)

Nelly ist wie ausgewechselt. Sie ist hier nicht der Mittelpunkt der Katzenparty, das wird sie nie, und doch: Sie liegt bei den andern Katzen rum, kein Geknurre, kein Gefauche. Besser als je zuvor. Danke an Gann Uma, die auf die Idee kam, und danke an Sophie0816 für das Reiki. Die Bachblüten, die wir hier zur Zeit alle nehmen, helfen auch, da bin ich sicher. Doch seit dem Zeitpunkt, da Sophie0816 Reiki geschickt hat, ist die Situation noch mal so auffällig besser geworden – ich bin dankbar und froh!

Ich bin auch dankbar und froh, weil das grad so ins Muster passt. Erleben und Akzeptanz des… Unnormalen. Akzeptanz dessen, was wir nicht für wahr halten sollen/dürfen. Danke, Universum! Ich schreib dazu demnächst auch was in die HECKE.

 

Heiße Tage
keine Frage.

(Ja, diese Gedichtleistung ist erbärmlich. Ich weiß. Es ist heiß.  ←Das ist ja geradezu noch ein Gedicht. Das muss reichen.)

 

 

Heute, 30. Juli 2017, Sonntag

Es ist immer noch so heiß… Ich bin dankbar, dass wir heute in aller Ruhe geputzt haben und das jetzt wieder für ne Woche erledigt ist! =)

 

Viel Sonne und immer wieder ein bisschen Regen, drum wächst alles so schön und üppig. 💚 💙 💚 💛

 

Das genügt. Ich bin grad insgesamt dankbar.

 

Und nun noch ein Gedicht/Gebet, das auch schon einige Jahre alt ist, außerdem um einiges besser als das von gestern. Ich finde, es passt grad sehr schön.

 

im mir
brennt eine flamme
ich weiss nicht
wieso
sie wärmt
sie sprüht funken
sie brennt
lichterloh

in mir
weht ein wind
der kommt
von weit her
er peitscht
regensilber
und wüstengold
zu mir her

in mir
ist ein wasser
ich kenn nicht
tiefe noch weite
es wogt
dunkelblaugrün
es schimmert
wie seide

in mir
steht ein stein
groß und grau
und voll moos
der steht
schon so lang, schon so lang
und jetzt
rollt er los

 

 

16. & 17. Juni – Freyjatag und Samstag ~ Dankesammlung

Gestern war compfreier Tag, und das hat gut geklappt. Ich guck mal eben in mein Reinschreibebuch, was ich gestern so notiert habe. =)

Das Gedicht für den Tag — naja, so ne Art Gedicht — hab ich gleich nach dem Aufstehen gemacht:

Wolken liegen im Himmel
wie auf Glas
Blätterschatten
flackern und flimmern
weils der Wind mag.
Heute ist compfreier Tag.

Fängt schon gut an!

 

Die Liste der gestrigen Dankes:

Nen guten Rest altes, eingedicktes Patchouli-Öl gefunden. Das ist auf jeden Fall älter als 20 Jahrer, und es duftet wundervoll. Patchouli altert sehr gut und wird dadurch immer besser.

Der Wind!

Das Gabelmobile. Es kommt immer mehr heim. =)
Inzwischen hängen ja auch Kristalle drin. 

Vögel. Gestern wieder ein kleiner Schwarm – naja, eine Meute – Papageien, die vor meiner Nase über unser Dach flogen. Und der eine kleine Mauersegler, der über meinen Kopf voll auf die gegenüberliegende Mauer zuraste und ohne Tempominderung unterm Dach verschwand. Wow. Ich hatte nasse Augen.

Die Musik aus den vorbeifahrenden Autos. Ich liebe die Mischung. Deutscher Bin-So-Tief-und-Gefährlich-Doofräp, türkische eher traditionelle Herzschmerzlieder, arabischer Tanzpop, italienische Schnulzen, manchmal nur Bässe (Manche mögen es, in einer dröhnend scheppernden Blechdose rumzurollen) — ich LIEBE die Musik aus den Autos. Auch, weil’s immer nur kurz ist. =)

Danke für meine Reinschreibebücher. Habe gestern Fotos gemacht, das unten ist aus dem Gelben, Anfang 2016. Wie üblich ist mir irgendwann Kaffee drüber gelaufen. 😛

was mach ich mit dem Mond

 

Nun zu Heute.

Heute war ein  — seltsamer Tag, ums sehr freundlich auszudrücken.

Morgens fand ich das oben erwähnte Gabelmobile auf dem Terassenboden liegend. Der Wind, der starke Wind. Und ich hab das erst mal persönlich genommen. DAS will ich mir dringend abgewöhnen!

Außerdem habe ich heute beschlossen, meinen Kaffeekonsum zu reduzieren. Heute hab ichs mir krass gegeben, und nachmittags hatte ich einen – weißnicht. Eine Pestattacke mit körperlichen Auswirkungen. Und ich glaube nicht wirklich, dass der Kaffee schuld ist. Trotzdem halte ich hier&jetzt in unseren interessanten Zeiten jeden suchtartigen Drogenkonsum für außerordentlich unheilsam.
Also. Ab sofort jeden Tag nur noch zwei Becher oder 4 Tassen. Das ist immer noch viel. Ich MUSS den ja auch nicht trinken; ich darf. Ich habe beschlossen, dass ich weiterhin Kaffee trinken darf. Ich liebe Kaffee. Ich mag den Geruch, den Geschmack, die Farbe, die Wirkung, die Becher und Tassen ~ das ganze Ritual und Gedöns, das bei mir mit Kaffee verknüpft ist.
Und ich habe darum beschlossen, Kaffee mit mehr Respekt zu genießen und ihn als etwas Besonderes zu behandeln. Vielleicht schaffe ich kaffeefreie Tage. Achwas ‚vielleicht‘. Natürlich schaffe ich das. Muss mich erst bisschen runterdosieren, wenn ich gleich auf Null gehe, bekomme ich Kopfweh.

Gut. Für diesen Entschluss Danke!

Auch danke für die Idee mit den compfreien Tagen. Morgen wieder. Basst, ist Putztag, da bin ich eh beschäftigt. (Schon wieder ne Woche rum.) Vielleicht verschiebe ich was in der nächste Woche, damit Sonnenwende compfreier Tag wird. Vielleicht nicht, vielleicht nehm ich’s wie es kommt.
Auf jeden Fall DANKE für die compfreien Tage. Gestern war gut.
Ich habe große Teile meines Lebens ohne Computer verbracht, meinen ersten eigenen hatte ich erst in den 90ern. Ich hab in der Zeit vorher auch einiges gemacht in meinem Leben…

Jo. Und dann war heute was… mit Wut in mir, mit dem Schmerz der Erde, mit Grenzen ~ es gibt paar Dinge, mit denen ich grad stark hadere. Und ich bin da noch nicht auf dem Boden meiner selbst angelangt. Ich weiß z.B. nicht, ob ich die Mondmedis noch machen will.
Bis zum nächsten Neumond ist noch ne Woche. Bis dahin werd ichs wohl wissen.

Und nu ist hier für heute Schicht. Bis übermorgen, oh Internetz! =)

Das Gedicht.

Katze Molly
gehört mir nicht, hört nicht
ringelt sich ein
auf meinen Händen
an meinem Herzen
heilt sie
mich
.
 

 

Und noch ein Danke! an meinen Schnusel!

 

Queen of Great Bills and Wonder

Ich wollte heute mittag ein Lied hier teilen
eine Anrufung
die hochkam, auf den Bildschirm hier
der gestern dunkel blieb
Was GUT war!
Heute nicht.
Heute kam die Anrufung und
mich durchströmten Schauder
und Tränen flossen
ich wiegte mich wie ein Klageweib
lautlos
still
als ob der Schmerz der Erde
mich durchströmte

Ich wollte also das Video posten, und als ich den Titel schrieb, kam das dabei raus, das oben jetzt steht. Die Königin der großen Abrechnungen und Wunder. Und das lass ich hier&jetzt so stehn.

 

13. Juni 2017, Dienstag ~ Dankesammlung

Eben hab ich noch nen langen Vortrag online angehört, der mich wieder daran erinnert hat, worum’s geht: Nicht zu meckern, nicht zu lästern, nicht zu vergleichen, nicht haben zu müssen (der große Unterschied zwischen Sehnsucht und Sehnen) und die Gefühle und Emotionen, die in uns angestaut sind, zu fühlen. Dieser ungesunde Quark von wegen wir dürften keine ’negativen‘ Emotionen fühlen. Wir müssen die fühlen. Viele im englischsprachigen Bereich nennen das shadow work – Schattenwirken.
Das bedeutet nicht, uns von unseren Emotionen zu unheilsamen Taten hinreißen zu lassen (Streiten z.B.) oder uns drin zu suhlen.
Durchfühlen, zulassen, sein lassen, fließen lassen. Transformation.

Eya, sorry für die Kurzpredigt.

Danke – natürlich – für die Blumen auf dem Balkon.

Und danke noch mal an den netten Chef vom hiesigen Bioladen für die Tomatenpflanzen, die er mir neulich geschenkt hat.

 

Danke an Molly für ihr Da- und Sosein. Ach, an alle Katzen, natürlich.

 

Wir waren heute noch mal in MA, haben das neue Fahrrad vom Gefährten abgeholt, und bei der Gelegenheit habe ich im Laden mein eierndes Hinterrad vorgezeigt. Oje, das muss dringend gemacht werden, hab ich erfahren. Da muss ein neues Rad bestellt werden, das dauert, wenn es da ist, muss es montiert werden, das dauert noch nen Tag, und das kostet dann so 120.- bis 140.- Ocken.
Oke, ich übe ja zur Zeit, mich reich und sicher zu fühlen, trotz heftiger Unkosten im Alltag. Funktioniert auch einigermaßen, und ich bekomme auch reichlich Gelegenheit zum Üben…
Ich habe beschlossen, noch andere Angebote einzuholen und bin in MA zum Bahnhof gefahren, wo eine nette Fahrradwerkstatt — war. Die machen grad für immer zu. Meh.
Was andererseits vielleicht genau so sein soll, weils hier in LU diesen schnuckeligen Radladen gibt. Da bin ich auf dem Heimweg vorbeigefahren. Der hatte das benötigte Rad im Lager, nächsten Montag bringe ich mein Fahrrad hin, Dienstag hol ichs ab, und kosten wirds unter 80.- €s. Danke!

Noch in Mannheim fand ich auf dem Weg zur Jungbuschbrücke wunderschöne wilde Wicken. Wie ihr euch denken könnt, MAG ich Wicken. Sehr!

Jo, und jetzt gehen wir bald ins Bett und gucken wieder eine neue Serie, die ein bisschen besser zu werden verspricht als dieses grauslich verquaste „Kettering Incident“. Ich möcht echt mal wieder was gucken, wo die Autoren eine Geschichte zu erzählen haben, statt in ominösen Andeutungen zu schwelgen, die nie erklärt werden.

Eya… irnzwer hat oben was von ’nicht lästern‘ gepredigt. Okeoke. Danke.

 

 

 

edit:

Achgosh, jetzt hätte ich doch fast das Gedicht vergessen. Tscha, zu früh erleichtert aufgeatmet. Hier kommt es.

Öm…

Die wilden Wicken
wuchern und werfen ihre
Schatten auf den Weg.

 

9. Juni 2017 – Vollmond im Schützen

Morgen, Freyjatag, den 9. Juni 2017,
ca. kurz nach drei Uhr nachmittags
(15:09 F/M)
ist Vollmond im Schützen.

Hier wie immer die
EINLADUNG
INVITATION

Wow, das Bild oben ist … ich hatte schon schönere. Es ist, wie’s ist.
Wie’s halt so ist. =)

Ich habe neulich durch meine Mondposts und -mails geguckt —
Das mach ich jetzt auch schon über ein Jahr, das mit den Mondmails und -blogbeiträgen. Ich glaub, im März 2016 habe ich angefangen. Beim Wiederlesen ist mir aufgefallen, dass ich jedesmal geschrieben habe, dass grad eine intensive Zeit sei.
Das habe ich so empfunden, sonst hätte ichs nicht geschrieben. Was mir bestätigt, was wir eh wussten: Voll- und Neumonde sind Knotenpunkte im Zeitgefüge.

Zur Zeit – haha! – scheints besonders intensiv zu sein. Ich beschränke mich hier auf das, was ich selber wahrnehme – bei mir und in meiner Umgebung und durch Infos, die bei mir ankommen:
Es geht wieder in tiefere Schichten.

Mich ganz persönlich beuteln zur Zeit heftige Emotionen und Muster, von denen ich teilweise dachte, ich hätte sie überwunden. Dazu kommen andere, von denen ich vordem gar nicht wusste, dass ich sie hege.
Ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin.
Wenn die eine oder der andere sich jetzt persönlich angesprochen fühlt, dann sag ich der/dem: Ich meine nicht nur dich und mich, sondern noch andere, von denen ich weiß.

Das finde ich persönlich sehr tröstlich.

Einerseits müssen wir alle unseren eigenen Kram selber durchfühlen und transformieren – auf der anderen Seite sind wir alle miteinander verbunden. Was wir bei uns lösen, wirkt heilsam aufs Ganze, und wir werden unterstützt, wenn wir das wollen. Wir unterstützen uns z.B. gegenseitig.

Trotzdem. Warum hört das nicht endlich auf? Warum gibt es so gut wie keine Verschnaufspausen mehr?
Weil JETZT die Zeit ist. Weil wir die Fähigkeiten und die Kraft haben. Doch, haben wir.
Die heftigen Emotionen, die wiederkehrenden und die neuen/uralten Muster wollen ans Licht, gesehen, durchlebt und durchfühlt werden, damit sie sich endlich verändern und/oder auflösen können.
Und wenn wir ein altes Muster erkannt haben, einen Schmerz durchfühlt, auf der anderen Seite wieder rausgekommen sind, tscha, dann wartet gleich das Nächste auf uns.
Jaja, das fühlt sich oft – nett gesagt – anstrengend und gruselig an. Die Skala geht von Aufregend und toll! über nicht schon wieder… bis in existenziellen Horror oder ins schwarze Loch der Depression.
Vielleicht ist ein kleiner Trost dabei, dass hier&jetzt niemand ’scheitert‘, sondern wir alle immer tiefer ans Eingemachte kommen und durchkönnen! Wir sind dabei, uns weiterzuleveln.

Die Mondmedi ist – wie immer – eine gute Gelegenheit, sich zu zentrieren, sich zu erden, ins Hier&Jetzt zu finden. Sich zu vernetzen. Und dann, dazu soll der Schütze Mond hilfreich sein, dann ist es auch eine gute Gelegenheit, das zu fühlen, was wir wirklich wollen. Fülle, Liebe, Heilsein – oder gar nichts so Großartiges, nur ein kleines nettes Gefühl von Wärme und schönen Blumen – was auch immer euch mit guten Vibes erfüllt: lasst es fließen; durch euren Leib und in euren Raum.

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

Bis dann im Netz!

Fülle

Heute hab ich keine Lust mehr, diesen Beitrag zu schreiben. Und ich hab mirs vorgenommen, also muss ichs machen. Wg. des Selbstvertrauens, ihr wisst schon.
Es wird wieder lang. Ich sach nur… =)

Inzwischen finde ich — also, mein Verstand findet, dass ich auf sehr hohem Niveau jammere und mich was schämen sollte, so gut wie’s mir geht. Und immer ging.

Und das ist auch wahr, objektiv betrachtet und verglichen mit anderen.

Und es ist auch wahr, dass ich die meiste Zeit meines Lebens, auch während wirklich toller, aufregender Zeiten, in Angst, Schrecken und Mangelgefühl gelebt habe. Und ich hab den Verdacht, dass daran mein Verstand, also, meine Gedanken, ursächlich beteiligt waren.

Ich habe früher gedacht, meine Gedanken wären das Produkt meiner Emotionen. In der HPΨ-Schule habe ich zum ersten Mal das Gegenteil gehört, und ich konnte es erst gar nicht glauben.

Inzwischen habe ich darüber nachgedacht, mich selbst beobachtet, nachgespürt, und außerdem auch aus anderen Quellen dieselbe Information erhalten: Unsere Emotionen sind das Produkt unserer Gedanken. Erst kommen die Gedanken, oft unbemerkt, unbewusst. Alte Muster, uralte Glaubenssätze. Und die erzeugen Emotionen. Angst, Schrecken und Mangelgefühle z.B.

Zur Zeit werden alte Muster, Glaubensätze, unheilsame Gedanken durch Ereignisse in meinem Leben ausgelöst.

Als ich Dienstag meine erste geschäftliche Tarotlegung absagen musste, hatte ich schon so ein abergläubisches Gefühl von Scheitern… Am selben Tag kam die erste Tierarztrechnung, deren Höhe mich arg beutelte. Ich bin dadurch in mein Angst- und Mangelmuster geraten. Dazu kamen all die fälligen Beträge am Monatsanfang. Ich hab – gefühlt – nur noch Geld von meinem Sparbuch geschaufelt und in der Gegend verteilt.
Als ich letzten Donnerstag aufwachte, war ich übelst deprimiert. Nelly war wieder da, es ist schön hier, und ich bin niedergeschlagen und voller Angst erwacht.
Das kenne ich von früher, deprimiert aufwachen. Früher war das normal. Heute nicht mehr.
Darum habe ich es gleich gemerkt und geübt, meine Gedanken zu disziplinieren und ein Gefühl von Fülle hervorzurufen.

Ich habe versucht, mich an eine Begebenheit in meinem Leben zu erinnern, in der ich das Gefühl von Fülle und Reichtum verspürt habe. Es fiel mir nichts ein. Eine vage Erinnerung an ein Weihnachtsfest, ich noch ein kleines Kind, und mehr Geschenke, als ich verarbeiten konnte. Nee, zu vage, und so richtig toll war das auch nicht, eher überfordernd.

Ah, ich weiß! Zahltag auf Tour!
Als ich Roadie für Copperfield war, bekam ich 1000.- Mark die Woche (das war der niedrigste Lohn in der Crew) bar auf die Kralle. Plus Mehrwertsteuer. Das war echt viel Geld für mich (da hab ich auch noch Jahre von gezehrt).

Vor meinem inneren Auge entstand die Schlange vorm Tourleitungsbüro, ich bin dran, geh rein, die Tourchefin sitzt am Schreibtisch, vor ihr die Umschläge mit dem Geld — DIE Tourchefin, die mich in Wien im Hotel vergessen hat! Die zu blöd war, ihren Job zu machen und im Bus mal durchzuzählen, ob alle da sind. Diese Tourchefin!

Ratzfatz hatte ich Streit mit der Tourchefin und hab ihr all das gesagt, was ich ihr damals nicht gesagt habe.
Bis ichs endlich gemerkt habe.

Nun, Alberich, das schlug fehl. (Wagners Wotan zum Zwerg im „Siegfried“.)

Es ist mir Donnerstagmorgen im Bett nicht gelungen, ein Gefühl von Fülle heraufzubeschwören. Ärger und Streit und anderen Mist hatte ich sofort parat, zum mich tief drin Verlieren.

Das war nicht schön. Einerseits. Andererseits war es sehr aufschlussreich. Wenn ich Angst habe, werde ich aggressiv. Ist ja nicht grad selten. 😛
Dass es mir so schwer fallen würde, mich an etwas Schönes in Fülle zu erinnern, das hätte ich allerdings nicht gedacht.

Nach dem Aufstehen, in der Küche, hier wo ich bin, da habe ich Fülle empfunden. Das war schön!

Dann kam die zweite Tierarztrechnung. Wir sind jetzt bei gut 1300.-, und das ist noch lange nicht alles. Es kommt noch eine OP, dazu die ganzen regelmäßigen Untersuchungen.
Dann kam Info von unserem Anwalt, dass unserere Exvermieter klagen.
Das war der Donnerstag.
Freitag hab ich gemerkt, dass ich seit Februar meine Krankenkasse nicht mehr bezahlt habe. Das waren dann auch weit über 500.- Ocken auf einmal. Das Geld hätte ich sowieso bezahlen müssen (die 6,50 Säumniszuschlag kann ich verkraften), trotzdem fühlte sich das wie eine weitere Sonderbelastung an.
Was mir wiederum half, diese Hammerschläge, die grad auf mich einprasseln, anders einzuordnen. Es gelingt mir… mühsam.
Es fühlt sich schlimm an. In Wirklichkeit bin ich genau da, wo ich sein will.

Heute regnet es extrem heftig, und an der Wand innen an der Treppe tropft das Wasser. In meinen sicheren, heiligen Ort, in diese wunderbare Wohnung regnet es rein!

Ich hab zur Zeit ab und an das Gefühl, ich werd verarscht. Oder bestraft. Als ginge es mir zu gut, und ich müsse wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht werden.
Auch das sind altbekannte, unheilsame Gedankenmuster von mir. Schluss damit! Wie ich mir selber, hier in diesem Blog, gesagt habe: IMMER IST VORBEI!

Wie war das früher, immer?

Wenn ich zurückdenke an meine Kindheit, dann sehe ich, dass ich in Wohlstand aufgewachsen bin. Meine Eltern haben beide gut verdient, meine Mutter kam dazu aus einer recht wohlhabenden wuppertaler Porzellangeschäfts-Familie. Wir gehörten der gehobenen Mittelschicht an, mit Aupair-Mädchen, Putzfrau, in schönen, großen Wohnungen, Urlaubsreisen, Auto – all das.

Und ich hab gedacht, wir hätten nicht genug Geld.
Ich bekam nämlich manche Dinge nicht, die ich mir gewünscht habe, wie z.B. das Metall- (naja, Blech-) Prinzessinnen-Krönchen, das zu Karneval verkauft wurde, und das ich so so gerne haben wollte. Meine Eltern fanden es zu teuer.
Was es war und immer noch ist – ich habe mir, als ich Anfang dreißig war, diesen alten Wunsch erfüllt und so ein Krönchen gekauft. Sieben Mark für ein bisschen gestanztes Blech. Ach je, war das Körnchen hübsch, ich hab mich so daran gefreut! Leider war ich zu alt daür… Als kleines Mädchen hätte es mir mehr Freude gemacht. Nur waren meine Eltern halt vernünftig und es kam nicht in Frage.

Stattdessen bekam ich viele Dinge, die ich gar nicht hatte haben wollen. Für manches bin ich heute noch dankbar – das Fahrrad, die Gitarre. Das meisten habe ich vergessen, über manches wundere ich mich heute noch. Ein Laubsägeset? Ein Emallierofen mit Riesenzubehör?!? Ich hatte mir so sehr ein Kettcar gewünscht!

Gelernt habe ich, dass ich nicht bekomme, was ich mir wünsche. Mir wurde auch erklärt warum, also habe ich noch gelernt, dass meine Wünsche unvernüftig sind.

Wie ich jetzt weiß, waren meine Eltern überhaupt nicht geizig und auch nicht immer vernünftig – auch mir gegenüber waren sie (und sind sie noch!) immer großzügig. Nur eben früher oft mit Dingen, die mir völlig egal waren; und oft nicht bei Dingen, die mir am Herzen lagen.

Desweiteren wurde oft und viel über Geld geredet, zuhause. Heute weiß ich, dass es daran lag, dass nun mal auch viel Geld ausgegeben wurde. Als kleines Mädchen hörte ich diese Geld-Gespräche mit an und dachte, wir hätten nicht genug.

Ich habe immer genug gehabt in meinem Leben. Und ich hab immer das Gefühl gehabt, ich wär arm und dürfte mir nichts leisten.

Ich vermute, die Heilung geht übers Wurzelchakra. Sicherheit, Verwurzelung, Lebensberechtigung.
Dass wir so oft umgezogen sind als ich ein Kind war, das hat auch nicht dazu beigetragen, dass ich mich sicher und verwurzelt fühle.

Hier&Jetzt ist es so, dass mein Erspartes durch die unvorhergesehenen Rechnungen sehr viel schneller dahinschmilzt als ich geplant hatte, dass mir die Klage der Exvermieter Angst macht (ich will vor allem nie mehr was mit denen zu tun haben), dass mir die lecken Stellen im Dach, die nassen Stellen an der Tapete Angst machen, und dass ich nicht weiß, woher ich Geld bekomme, wenn meins alle ist.

Hier&Jetzt ist es außerdem so, dass unsere Katze wieder da ist, die Wohnung und die Umgebung hier wunderWUNDERschön sind, dass der Gefährte und ich gut miteinander sind, und dass ich, wenn ich im Körper, im Moment bin, wirkliche Fülle empfinde, dass ich glücklich bin, wenn ich hier meinen Tagesgeschäften nachgehe ~ ich finde jeden Tag ehrlich Dinge für meine Dankesammlung, und ich gehe, wie ich schon schrieb, jeden Abend mit dem Tag versühnt ins Bett.

Ich sehe sogar einen Sinn in dem, was mir grad widerfährt. Es zwingt mich dazu, im Hier&Jetzt zu sein. Es zwingt mich, meine Gedanken zu disziplinieren. Es zwingt mich, meine Angst anzusehen. Ich habe guten Grund dazu, in jeder Deutung dieser Worte. Guten Grund.