Hong Kong

Ach der!

Lady of the Dan hat geschrieben. Dadurch habe ich einen wundervoll-grauenhaften Martial Arts Hong Kong Schinken geguckt, wieder was zu TKD erfahren, und sie hat endlich das ausgesprochen, was zu „Astral Weeks“ schon lange gesagt gehört.
Achja, und dann is da noch so’n Film…

Also eigentlich dürfte ich ja nichts dagegen haben, dass der gute Han inzwischen der Vergreisung nahe ist, sind doch auch an mir die letzten über 30 Jahre nicht spurlos vorbeigegangen. Aber trotzdem!
Ach seufz! Aber dass er jetzt schon in der tz Interviews gibt, dem hinterletzten Blatt der Galaxis. Und warum rasiert man sich heute eigentlich nicht mehr? Würde garantiert 5 Jahre jünger machen. Und was hat er da in der Brusttasche? Minitrinkfläschchen?

Die beiden hier stehen im Regen, was bleibt Ihnen anderes übrig:

Omann, ich mach irgendwie NICHTS, also nichts, was wirklich was wäre, auch wenn ich jetzt meine mehr als 150 CDs auf den Rechner gezogen habe. Wozu? Um im Falle eines Atomschlags nur meine externe Festplatte unter den Arm klemmen zu müssen anstatt ganze Regale und den Desktop?

Nee, meine CDs werf ich nicht weg, aber Platten! Jetzt fliegt endlich Judge Dread raus – dass ich DEN noch hatte! Schluss mit Jungsmusik, das wurde endgültig klar mit einer euphorischen Kritik von Van Morrisons „Astral Weeks“, das der Kritiker in seiner Jugend zwar im Schrank, aber nie gehört hatte und jetzt entdeckt hat. Da dachte ich, ach, das könnte man sich auch mal wieder anhören, und das Werk, das ich aus unklaren Gründen immer schon für verdächtig gehalten hatte (gleichwohl häufig aufgelegt), war UN-ER-TRÄG-LICH! Kleine-Jungs-Musik mit Pseudotiefgang, ein einziges Jammerlappengedöns. WEG damit! Uärrggh!
VIEL schöner, sich stundenlang auf J.s Sofa auf ihrem iPad Dutzende von Videos zu Hyongs usw. anzuschauen, zu forschen, rekonstruieren und zu staunen, wie ich das am Wochenende gemacht habe. Auch Mackerkram, aber das bringt mich tatsächlich weiter.
Ausgelöst wurde das alles durch eine Schülerfrage, ob die Hand so oder so … und ich wusste es mit der Frage nicht mehr.

Und jetzt kann ich, fast ganz allein durch Youtube-Osmose, endlich den 20. Hyong (von „einem Dozenten“ vorgeführt)! Den schenk ich mir selber zum 30jährigen im Februar. Da kann ich jetzt 20 + 5 Formen. Und ich bin auch gar nicht traurig, dass nun keiner mehr kommt. Bei Bedarf organisier ich mir den nächsten auf Youtube. Bei Interesse:

Außerdem hab ich „When Taekwondo strikes“ von 1973 entdeckt, da läuft Jhoon Rhee, Hyongbuchpionier, im Vorspann Teile von Hyong 9 und 10, die Unterschiede sind HOCHinteressant. Vintage sozusagen!
„When Taekwondo strikes“ (1973):

Leider bin ich nicht Angela Mao und war es nie.
Aber Jhoon Rhee macht in den 2 Minuten im Vorspann Teile von Hyong 9 und 10, und das auf eine hochinteressante rhythmisierte Weise, die den Hyongs tatsächlich mal eigen war. Mit der ITF, also schon 1968, ist das alles verlorenggegangen und nur noch in Teilen bei uns hier angekommen.
Und das Lustigste ist, dass ich in unseren Hyongversionen Dinge finde, die auf der Welt außer uns niemand macht – hihi, und gerade drum sind sie bewahrenswert. Ach, bestimmt mal wieder ein Missverständnis, und die sind echt Gold wert!

Und ja, „feste Termine haben ihren ganz eigenen Zauber“ – wem sagst Du das!

So, Schluss jetzt.

Lady of the Dan

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