I Ging

Dienstag, 20 Juni 2017 ~ Dankesammlung

So, da gestern compfreier Tag war und ich heut erst meine Dankesammlung in die HECKENWICKE rüberziehe, kommt heute noch der Dankebeitrag für gestern hierhin.

Gestern war ich für vieles dankbar.

Ganz oben auf der Liste: DANKE für meine Entscheidung, jeden zweiten Tag den Rechner auszulassen. Klar, es zieht mich hin, ich möchte Blogs lesen, Blog schreiben, Tagebuch tippen,  die neu gemachten Fotos angucken und bearbeiten – oops, grad geht mein Wecker: es ist Zeit, zu kochen. Wo ist der Vormittag geblieben?!?
Genau. Ich hocke heute wieder hauptsächlich am Rechner. Jaja, ich war auf dem Balkon, ich war einkaufen, ich hab dies und das gemacht,
und die meiste Zeit bin ich am Rechner gehockt. DANKE, DANKE, DANKE für die compfreien Tage!
Und nu bis später, ich hab in der Küche zu tun. Es gibt Mangold.

Nu is später, es gab Mangold – oh, Mangold
Weiter in der Dankeliste zu gestern.

Ich hab gestern was an meiner I Ging Befragungstechnik angepasst, was sich gut anfühlt. Bei der Gelegenheit auch ein DANKE für meine I Ging Münzen. Die sind über die Ausländische-Münzsammlung zu mir gekommen, die ich als Kind von meinen Eltern zum Spielen bekam. Ich habe die norwegischen Münzen vor vielen Jahren für’s I Ging genommen, weil sie ein Loch in der Mitte haben. Und die chinesischen I Ging Münzen haben ja auch ein Loch in der Mitte!
Nu wird das I Ging ursprünglich überhaupt nicht mit Münzen sondern mittels Schafgarbenstengeln befragt. Das hab ich auch mal gemacht (bei mir waren es keine Schafgarbenstengel, sondern Reststengel abgebrannter Räucherstäbchen). Münzen sind mir doch lieber. Und diese hier haben nicht nur ein Loch, sondern so wunderbar passend auf der einen Seite ein 🞇 (—-) und auf der anderen ein 🞥 (– –).
Außerdem eine schöne Verquickung des Nordischen mit dem Orientalischen. Hehe.

Kaffee mit Kardamom und Piment. Und dass, als ich grad das Wasser in den Filter goss, mein 9h Wecker ging. Die Tage zuvor habe ich nach dem 9h Weckerklingeln noch mindestenes ne Stunde im Bett geklebt. Ja, geklebt. Hat mit dem Wetter zu tun.

Ich bin froh, dass ich von Moleskine auf Leuchtturm umgestiegen bin. Moleskine ist ne Unverschämtheit. Teuer und minderwertig. Wer nicht weiß, wovon ich hier erzähle: Egal. =)

Räucherstäbchenwetter und dazu Räucherstäbchen aus einer Manufaktur aus Mysore in Südindien. Wo ich sie vor Ort gekauft hab. Gestern in meinem Räucherstäbchenschuhkarton gefunden. Der spuckt Schätze aus, zur Zeit. Und ach, die eine Reise nach Indien ist so wirklich in meinem Leben!
Und ich fahr auch noch mal hin.

Ich bin sehr dankbar, immer noch und wieder, für den schnuckligen Radladen. Gestern habe ichs Rad nicht gebraucht, weil ich nicht in die Schule gegangen bin (Neuropsychologie :P); morgen brauch ichs. Und es ist jetzt wieder wie neu.
Auf dem Hinweg zum Abholen kam ich noch an dieser bezaubernden Straßenpflanze vorbei
Danke!

Wg. der unglaublichen Hitze wurde hier auch gestern wieder nicht geputzt. Auch dafür war ich wieder sehr dankbar. Bisschen im Bad Fliesen gewischt und was gesaugt hab ich. Gosh, es ist HEISS!

Und für die Hitze bin ich auch dankbar. Grenzen verschwimmen, drinnen und draußen vermischen sich, die Haut weicht auf, ich weiß nicht genau, wo ich aufhöre und die warme Luft anfängt. Ich liebe die Hitze, auch wenn sie mich bügelt.

Danke für Fächer. Danke, danke danke!

Und schließlich bin ich dankbar für die Patience, die ich mit zwei Tarotdecks lege. Weil ich „Spider“ vom Rechner gelöscht habe und weil ich an compfreien Tagen Zeit für sowas habe, lege ich wieder richtige Patiencen. Das macht Spaß!

So, und nu noch das Gedicht. Da hab ich tatsächlich Notizen zu einem unfertigen Gedicht/Lied im Reinschreibebuch gefunden, von gestern. Das muss herhalten.

Es ist Zeit für Sommerlieder
warmes weiches Land
wilde Vögel in der Stadt
Gold an meiner Hand

Und nu alle weiteren Danksammlungen im VETCHBLOG.

noch was

zu dem Energiehaushalt-Beitrag von heute habe ich noch einen Nachtrag, sehr persönlich.

Ich hab mich nämlich im Jahrzehnt vertan, was in meinem Alter schon mal vorkommen kann. Das I Ging zu HAARP habe ich nicht in den 80ern bekommen, sondern 1998. Am 6. November 1998, um genau zu sein. Das finde ich grad in meinem (zyklischen) Tagebuchfile.
Und heute vor achtzehn Jahren und einem Tag, am 5. November 1998, habe ich zu dem Thema folgenden Eintrag geschrieben:

Heute im Aqua (Stammcafé in Passau) hab ich G. und so ’nem jungen Herrn, der irnzwie bei der Stadt was zu sagen hat, von Haarp erzählt. Man schwieg. Ich bezog dieses Schweigen erst auf mich: als habe ich dummes Zeug, uninteressantes Zeug gelabert. Aber Goddess, liebe Schwestern, dies war Schweigen der Angst und der Verdrängung. Man will es nicht wissen. Man verdrängt. Aber das ist dumm. Es ist ok, wenn wir das Entsetzliche nicht wahr haben wollen. Aber Wollen ist Tat und nicht Verdrängung. Diese schwiemelige Angst entsteht, da die Jungs es wahr sein lassen, weil sie keine Lösung sich vorstellen können. Die Angst lähmt den Widerstand. Der Widerstand beginnt im eigenem Denken. Alles ist möglich, wenn du es wirklich wahr haben willst. Bis in die letzten Zellen. Doch wenn du verdrängst, bleibt die Angst tief in deinen Zellen, während dein Geist sich weigert, mit dem Problem zu arbeiten. So wuchert Krebs, innen und außen in der Wirklichkeit. Goddess, ich hab keine Angst vor Haarp, es ist wahr. Ich will es nicht wahr haben, aber ich fürchte es nicht. Wir werden sehen, was geschieht. Ich lebe mein Leben in dieser Zeit, so gut es geht. Aye. Ich will den Menschen sagen, was ich weiß, dass sie es verstehen. Ich will mit Tarot und Magie arbeiten. Aye.

Tscha. Ich bin sehr erstaunt und erfreut, das heute zu finden. Ich bin erstaunt, wie klar ich damals die Dinge gesehen habe. Leider habe ich damals nichts davon wirklich geglaubt.
Ich habe klar gesehen und es mir selber erklärt, und ich selbst, bzw. meine damals fast ununterbrochen laufende Programmierung: Schuld, Pflicht, Normalität hat mir nicht erlaubt, mir selbst zu glauben und daraus nachhaltig Kraft zu schöpfen.
Ich hatte Angst vor HAARP. Und mein Leben habe ich damals viel zu selten wirklich gelebt. Die meiste Zeit bin ich in zivilisatorischer Trance dahin gedümpelt.

Und hier&jetzt möchte ich dem Universum verkünden, wie dankbar ich bin, dass das vorbei ist. Immer ist vorbei.

Die letzten beiden Sätze bringen mich sehr zum Grinsen. Mein Sende- und Predigten-halten-Trieb war damals schon so stark wie heute.

Und ich will immer noch mit Tarot und Magie — nee, nicht arbeiten. WIRKEN will ich. Und Wille ist immer verbunden mit zielgerichteter Handlung. Schluss mit Wünschen. Ich bin bereits tätig.
 

Energiehaushalt

Irnzwie erzähl ich auch immer das Gleiche, mit kleinen Varianten, bear with me…
Aaalso.
Gestern hat mich online mal wieder was irritiert, und ich habe geübt, dem keine Aufmerksamkeit zu geben. Abends im Bett habe ich gespürt, dass es mich trotzdem wurmt. Ich habe mein Orakel gefragt, ob ich da alte Muster auflösen muss, ob da ein altes, unheilsames Programm in mir ausgelöst wurde. Die Frage habe ich eher aus Höflichkeit gestellt, weil ich ja ‚wusste‘, dass es so ist.

Das Orakel hat „nein“ gesagt.

Ich war überrascht und habe gefragt, ob mein Ärger eine gewisse Berechtigung hat, ob da jemand über meine Grenze gelatscht sei.
Antwort: „ja“.

Durch diesen kleinen Austausch mit meinem Orakel war mein Ärger fast ganz verschwunden. Der Rest ging dann weg, als ich das ‚innere Nein‘ ausgesprochen habe. Nein! zu dieser Grenzüberschreitung!

Damit ist das erledigt und gut. Und ich bin sicher, dass ich zukünftig schneller merke, wenn wer über meine Grenze latscht, und, noch viel besser, bald gar nicht mehr dazu einlade.

Ich hatte außerdem gestern ein Telefongespräch mit meiner Mutter. Wir kamen auch auf den Usa-Wahlkampf. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass es ziemlich wurst ist, wer gewinnt. Die sind beide ganz schrecklich, und das Problem sind auch nicht diese beiden Horrorfiguren. Die sind, genau wie Hitler damals, nicht das Problem. Das Problem ist der Sumpf, aus dem sowas wächst, nach oben kommt und gewählt wird. Und ich habe auch keine Lust mehr, das als „Problem“ zu sehen. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden. Wir haben hier keine Probleme, wir haben Symptome. Ich seh das so, wie Susanne auf ihrem Blog das in der Astrovorschau für die nächsten zwei Wochen gesagt hat. Clinton und Trump sind Manifestationen unserer Ängste.

Eya, da wollte ich gar nicht so viel zu schreiben. Ich wollte ganz was anderes erzählen, nämlich wie so ganz normale, selbstverständliche Mistmuster abgehen. Etwas, das in mir grad auch einen gewissen, reinigenden Zorn auslöst.

Das Mistmuster hier: Ich sag meiner Mutter, dass mich Trump nicht besonders beunruhigt, und sie, statt mal zu fragen, warum das so ist, weils ihr selbst vielleicht auch weiterhelfen könnte, erklärt mir stattdessen wortreich, warum ich beunruhigt sein müsse. Warum ich Sorgen und Angst haben müsse.

In welchem facking Gesetzbuch steht, dass ich Angst und Sorgen wg. des Usa-Wahlkampfes haben müsse?!?

  1. Wenn die Usa nach der Wahl den 3. Weltkrieg anfingen, dann bestimmt nicht, weil ich mir vorher darüber keine Sorgen gemacht habe.
  2. Ich persönlich – ich oute mich jetzt und offenbare meine tiefe, spirituell-magische Überzeugung: Ich persönlich bin SICHER, dass genau diese Ängste und Sorgen die Ursache für den Wahnsinn sind, der jetzt tobt. Je mehr wir uns Elend und Not vorstellen (’seriöse‘ Nachrichten genauso wie Katastrophenfilme im Kino und Fernsehen tun ihren Teil dazu), desto wahrscheinlicher werden sie.

Ich hab schon vor vielen Jahren, lange bevor andere spirituelle LehrerInnen mir genau das bestätigt haben, lange, bevor ich mein wundervolles, geliebtes I Ging Buch hatte, diese Information vom I Ging bekommen. Das war in den 80ern, ich hatte was über den Antennenwald in Alaska, HAARP, gelesen. Ich fühlte mich überlegenen bösen Mächten ausgeliefert; ich hatte Angst. In meiner Not fragte ich das I Ging dazu und bekam „innere Wahrheit“ mit zweiter bewegter Linie. Vor allem der Kommentar von Kung Tse hat mich damals bis ins Herz getroffen.

Der Edle weilt in seinem Zimmer. Äußert er seine Worte gut, so findet er Zustimmung aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wieviel mehr aus der Nähe. Weilt der Edle in seinem Zimmer und äußert seine Worte nicht gut, so findet er Widerspruch aus einer Entfernung von über tausend Meilen. Wieviel mehr noch aus der Nähe! Die Worte gehen von der eigenen Person aus und wirken auf die Menschen. Die Werke entstehen in der Nähe und werden sichtbar in der Ferne. Worte und Werke sind des Edlen Türangel und Armbrustfeder. Indem sich diese Angel und Feder bewegen, bringen sie Ehre oder Schande. Durch Worte und Werke bewegt der Edle Himmel und Erde. Muss man da nicht vorsichtig sein?

Ich habe mir das so übersetzt: Ich hocke in meinem Zimmer und habe Angst. Das hat Wirkung! Alles, was ich denke und empfinde, wirkt. Muss ich da nicht vorsichtig sein?

Neil Kramer spricht mir aus dem Herzen, wenn er in einem Interview dem jungen Verschwörungstheoretiker, der ihm aufzählt, was Sie alles Schreckliches mit uns machen, sagt: „Don’t be disheartened! It’s an indulgence! STOP IT!“(‚Sei nicht verzagt/mutlos! Das ist Schwelgerei! Hör auf damit!“)

Jo.
Aber nein, meine Ma gibt die volle Ladung Angst an mich weiter, die sie sich durch Zeitunglesen und Nachrichtengucken eingefangen hat. Meine Ma, ehemalige Journalistin, ist nach den Maßstäben der Normalität SEHR gut informiert. Leider…

Heute morgen wach ich dann auf, und der Mist steigt in mir hoch und ich denke an Trump, was alles passieren könnte, wenn er gewinnt, und ich habe Angst.

Und dann, davon erzähl ich ja seit einiger Zeit immer wieder, MERKE ich, dass ich Angst habe wegen etwas, worauf ich keinen Einfluss habe — außer durch meine Gedanken und Empfindungen.
Und diesmal halte ich mich nicht mehr damit auf, mir zu erklären, warum ich keine Angst haben brauch — das funktioniert nicht, denn realistisch betrachtet tobt auf der Welt nun mal der Wahnsinn. Sondern ich mach gleich das, was heilsam ist, funktioniert, sich bewährt hat: Ich sage NEIN. Ich verbitte mir diese schädliche, sinnlose, energiezehrende Angst. Fuck off!

Bingo. Angst weg. Es funktioniert. Weil es WAHR ist (- zumindest in meinem Hier&Jetzt).

Sehr heilsam für den Energiehaushalt.

Eine weitere Übung, die ich neuerdings mache:

Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, richte ich meinen Blick so gut wie gar nicht auf Leute. Wenn ich mir die Leute angucke, dann gehen sofort so innere Filme los wie „warum guckt die so komisch?“, „wie sind die denn drauf?“, „ah, gefalle ich dem?“ „oje, die sieht traurig aus“ etc.pp.
Ich richte meinen Blick auch möglichst nicht auf Schaufenster. Auch nicht auf Werbeplakate, Zeitungsautomaten, und vor allem nicht auf Schrift. Oh, es ist so viel Schrift überall, und ich habe bis neulich so ziemlich alles gelesen.
Und zu fast allem, was ich sehe, aufnehme, lese, habe ich dann sofort ne Meinung gehabt. Es eingeordnet, darüber nachgedacht, etwas empfunden, und wenns nur paar Sekunden waren.

Sowas kostet Kraft, die ich lieber für Leute bzw. Wesen zur Verfügung habe, mit denen ich wirklich im Austausch bin. Und für mich selber.

Wo ich stattdessen hingucke: Pflanzen. Nicht nur die kleinen Unkräutchen in den Ritzen am Boden. Die liebe ich sowieso. Neuerdings weiß ich auch viel besser, wo in der Stadt überall Bäume wachsen. Wo die Leuts was auf den Balkonen haben. Wo’s von Dächern wuchert. In der Fuzo ist mir zum ersten Mal eine Fassade aufgefallen, die ganz und gar begrünt ist.

Außerdem guck ich auf Vögel und in den Himmel. Der Himmel, habe ich den Eindruck, schenkt mir Energie, vor allem, wenn er – sei es viel oder nur wenig – von Sonnenlicht durchleuchtet ist. Ich suche Orte, wo ich hochgucke und nur Himmel im Blick habe. Noch keinen gefunden. Auf der Brücke fast.

Jo. Ich wollte heute eigentlich gar keinen Blogbeitrag schreiben, und dann wars mir plötzlich ein Bedürfnis.

Viel zu sagen ~ zu viel Schreiben

Seit Tagen bekomme ich keinen Blogeintrag hin. Ich hab wieder so viel Input erhalten, so viel angehört, gelesen, ausgetauscht, ausprobiert ~ vorgestern was von Neil Kramer – zu dem muss ich auch noch einen  Vorstellungs-Beitrag schreiben, der zählt zur Zeit zu meinen Gurus (Guru = dispeller of darkness – Zerstäuber/Zerzauberer/Vertreiber/Verbanner von Dunkelheit), so wie mein geliebtes I Ging Buch und Richard Rohr. Dabei mag ich Neil Kramer oft gar nicht besonders leiden, und einiges, was er sagt, passt mir nicht in meinen Kram.

Und sowas bläht mir dann meinen Blogbeitrag auf, weil ich erst mal erklären möchte, wer Neil Kramer ist, und warum ich ihn mag, und wann nicht, und-

ACH EGAL!
Hier der Vollständigkeit halber ein Link zu seiner Homepage (englisch), der Vorstellungsbeitrag kommt noch.

Ich will erzählen, was er in dem einen Vortrag gesagt hat, den ich neulich angehört habe. Etwas, das ich seit dem im Herzen bewege, weils angedockt hat bei mir: Er sagt, er schreibt fast nicht mehr.
Das geschriebene Wort, sagt er, ist fern. Feuer ist im gesprochenen Wort. Das gesprochene Wort ist dem Göttlichen nah, Wahrheit ist ein Funken, der dem Mund entspringt.

Er’s manchmal bisschen blumig, wenns ihm wichtig ist.

Das geschriebene Wort, sagt er, sei früher ein Wegweiser gewesen zu einer Frau, einem Mann, die sich hinsetzen und mit dir reden.

Jo, das berührt mich, das trifft mich. Nicht erst neuerdings wünsche ich mir einen Laden, in dem ich schöne Dinge verkaufe, (Tarot)-Beratungen und Seminare anbiete. Nicht erst neuerdings wünsche ich mir Vernetzung HIER VOR ORT, in Mannheim. Keiner meiner zaghaften Schritte, die ich dazu unternommen habe, hat mich in dieser Richtung für mich wahrnehmbar weitergebracht.
Stattdessen schreibe ich. Ich schreibe Tagebuch und in mein geliebtes Reinschreibebuch, und in meine Blogs, und in Mails. Ab und zu schreibe ich sogar einen richtigen Brief. Ich LIEBE Schreiben.

Und was Neil Kramer da sagt, das gefällt mir nicht.
Es ist trotzdem wahr.

Es ist viel Schönes und Heilsames in meinem Schreiben, jaja. Und es ist Ersatzhandlung, Zeitvertreib, die Illusion, etwas zu schaffen, das ich anfassen und aufheben kann, oder auf ner Festplatte speichern. Der Washi Tape-Beitrag im VETCHBLOG zeugt genau davon.
Ich hab übrigens gestern noch eins gemacht.

Wie hübsch.

Ich werd auch weiterhin schreiben. Ich erlebe wirklichen Austausch übers Schreiben, auch wenn er nur über Buchstaben geht. Geschriebenes hat Wirkung, auch wenn sie nicht so voller Feuer ist, wie das gesprochene Wort. (Wie dankbar bin ich für mein I Ging Buch!) Oder Tagebuch schreiben – in der Not hat sich das unzählige Male als wunderbar, magisch, lebensrettend heilsam erwiesen. Ich werde auch weiterhin mein Reinscheibebuch führen (und alles mögliche reinkleben, auch Washi Tape), es unterstützt mich dabei, Heilsames und Notwendiges zu tun, und es macht mir FREUDE.

Das DARF ich.

Andere wichtige Themen, die mich zur Zeit beschäftigen, sind nämlich Wahrheit, Schuldgefühle und damit verwoben: Wo sitzt eigentlich die Autorität, die mir sagt, was ich zu tun habe?

WAHRHEIT
Wir alle haben unsere eigene, einzigartige Wahrheit. Zusammen ergeben sie die Reine Wahrheit.
Die Reine Wahrheit ist zur Zeit so gar nicht mein Aufgabe. Meine Aufgabe ist, den anderen ihre Wahrheit zu lassen (ja, auch wenn sie täglich 5 Kaffee im beschichteten Pappbecher konsumieren) und vor allem: MEINE Wahrheit zu erkennen und ihr zu folgen.

Auch kein neues Thema, viele Blogbeiträge hier zeugen davon. Und ich bin dankbar, denn auf diesem Weg komme ich weiter, immer dichter zu meiner eigene Wahrheit.
MEINE WAHRHEIT erkenne ich nicht, indem ich nach ihr wühle. Sie wird mir immer deutlicher, weil ich sie spüre. Ich spüre, wenn mir was gegen den Strich geht. Oft sind mein Verstand, mein Stolz, alte Programme, Pflichten, die Normalität etc. anderer Meinung. Seit ich übe, meinen Gespür zu folgen, sogar scheinbar gegen meine ‚Interessen‘, geht es mir besser.

Und seit ich übe, nicht mehr daran zu leiden, dass andere Leute ganz andere Wahrheiten als ich verfolgen, geht es mir besser und besser. Ich habe plötzlich so viel Kraft übrig, meine eigene Wahrheit zu spüren.

Suche nicht nach der Wahrheit! Entferne alles, was unwahr ist – die Wahrheit bleibt übrig“ sagt Osho. Rumi hat auch sowas gesagt – „Deine Aufgabe besteht nicht darin, die Liebe zu suchen, sondern darin, alle Hindernisse zu beseitigen, die der Liebe im Weg stehen.

 

Und das führt mich zu einem der Hindernisse:

SCHULDGEFÜHLE
Darauf hat das I GIng mich aufmerksam gemacht. Ich habe STÄNDIG Schuldgefühle. Das ist viel tiefer verankert, als mir klar war. Z.B. hatte ich welche, als mir bewusst wurde, dass mein vieles Schreiben keine heilsame Tugend ist, sondern eine Ersatzhandlung für das, was ich wirklich will: Kontakt, Austausch, Vernetzung, LEBEN. Gespräche mit Menschen an einem wirklichen Ort, wo wir körperlich anwesend sind. Wo alle Sinne beteiligt sind.

Das will ich, und dann hab ich Schuldgefühle bekommen, weil ich so viel schreibe; und Frust, weil ich doch so gerne schreibe; und Angst, dass ich so viel Zeit und Energie verschwendet habe und jetzt mein Reinschreibebuch wegwerfen kann, und mein Tagebuchfile löschen…

Ja so ein QUARK! Ich DARF schreiben. Schreiben war schon so oft so unendlich heilsam für mich!
Wenn es Zeit ist, dann wird das von selber versiegen. Das heißt nicht, dass ich weitermache wie bisher. Die Erkenntnis, dass Schreiben kein Selbstzweck ist, die bekomme ich nicht mehr weg.
Und jetzt übe ich das Naheliegende: Z.B. darauf zu achten, wie ich meine Zeit verbringe. Statt Texte zu scheffeln vielleicht doch lieber was kochen oder aufräumen.
Und ich übe, nicht dem Impuls nachzugehen, ‚alles richtig‘ machen zu müssen, weil irgendeine ‚Autorität‘ – Neil Kramer z.B. – mir was gesagt hat. Das I Ging Buch ist da schon lange mit mir dran, das WEIGERT sich konsequent, mir zu sagen, was ich tun soll. Es lobt mich auch nicht, wenn ich meine, was gut gemacht zu haben, es feuert mich nicht an – Es sagt mir: Bewerte nicht, hör nicht auf andere, tu das Naheliegende. Was gut ist, was Heilsam ist, das weißt du selber, in der jeweiligen Situation. Übe, dein fühlendes Bewusstsein wahrzunehmen! Da geht der Weg lang.

Das ist WAHR.

So, genug für jetzt. Ich hab was in der Küche zu tun.
 

Bescheidenheit

Oh, der Text ist LANG. Vielleicht sollte ich ihn aufteilen. Jetzt bin ich erst mal froh, dass ich ihn geschrieben habe, es war mir wichtig. Wer direkt zur Bedeutung von BESCHEIDENHEIT möchte, klicke auf das Hexagramm. Da ist der Text dann immer noch lang.

Ich lass mich zur Zeit von so viel Input durchfluten (die ganzen Links jetzt nur zur Info, falls wer Interesse hat. Keine Aufforderung, sich auch so zu verwuseln, wie ich das grad tu.)Friedrich, Neil Kramer, Viktor Frankl, Alan Moore, Robert Anton Wilson, mein Lieblings I Ging Buch sind Spitzen, die rausragen aus der fruchtbaren Flut.

Dabei entdecke ich wieder einmal etwas, das ich doch schon lange weiß und aus Mangel an Disziplin immer wieder ‚vergessen‘ habe:

Je mehr ich aus der kollektiven Trance aussteige und dem folge, was mein Selbst will, desto reicher wird mein Leben an Magie und Synchronizitäten.
Die Dinge fügen sich. Die Welt wird besser. Wirklich.

Ein ganz entscheidender, befreiender Input, der mir zufiel, ist ein I Ging Orakel, das ich kurz nach dem Guide-Reading (s.o., „Friedrich“) erhalten habe. Anlass, das I Ging zu befragen, war echte Not, weil ich mal wieder einen blöden, ekligen Krach mit meinem Schnusel hatte. Davon hatten wir vor allem letzten Sommer reichlich, so reichlich, dass wir uns fast getrennt hätten. Fast. War auch sehr heilsam, dieser Gang durchs Labyrinth…
Danach sind diese Streits selten geworden, und doch: immer mal wieder haben wir uns im Muster verstrickt. Das Schlimmste dabei war die Hilflosigkeit – wir haben so viel versucht, und nichts hat funktioniert. Schließlich habe ich kapituliert, so wie ichs in den A-Gruppen gelernt habe. Ich weiß nicht, wie ich diese Streits, dieses Eskalieren verhindern kann.

Das war schon mal ganz gut; das hat viel Gestrampel erspart, wir haben zumindest nicht mehr ewig lang diskutiert. Aber wir haben uns trotzdem immer mal wieder eklig gestritten, und jedesmal wuchs unsere Angst, dass wir auf Dauer nicht zusammen bleiben können.

Jo, und als wir dann kurz nach dem tollen, heilsamen Reading wieder so einen miesen Krach hatten, da war ich extrem frustriert und unglücklich, und ich habe in ehrlicher, tiefer Not das I Ging befragt.

Nu ist das so, dass ich oft mit den Texten in meinem I Ging Buch nichts anfangen kann. Oft denk ich „Hä?“ oder „Jajaja, nicht mein Problem…“ — es passt halt nicht immer. So ist das mit Orakeln. In meiner Welt kommen sie nicht dann, wenn ich mirs einbilde, sondern wenn ich sie brauche. Und es ist auch nicht immer das I Ging. Es kann sonstwas sein, Tarot, meine eigenen MA OK Karten, ein Satz aus einem Buch, Film, Lied, Grafitti – wie das halt so ist, mit Orakeln.

Diesmal wars das I Ging durch mein I Ging Buch. Es war, als hätte Friedrich noch was zu sagen gehabt, so nahtlos hat es zu der Information aus dem Reading gepasst. Ich bekam weitere Information und praktische Übungsanleitungen zum ‚Jemand sein müssen‘, zur Inneren Wahrheit und zur zivilisatorischen Trance. Friedrich nennt das „Zeitgeist“, im I Ging Buch nennen sie’s „kollektives Ego“. (Es hat so vielen Namen… Legion. Neil Kramer z.B. nennt es „Standart-Realitätstunnel„.)

Ich bekam Antwort, ich fühle mich gesehen und gehalten. Meine akute Not wurde durch das Orakel gelindert mit konkreten Tips, was ich tun kann, wenn mein Ego mit dem Ego eines anderen Menschen in Konflikt gerät.
Ich bin mal wieder sehr wirklich froh und dankbar

Jo, und weil ich finde, dass da viel dabei ist, aus dem auch die geneigte LeserInnenschaft was Heilsames ziehen kann, werd ich das Orakel jetzt in eigenen Worten zusammenfassen.

Ich erhielt die BESCHEIDENHEIT unbewegt. Den ‚offiziellen‘ Text könnt ihr hier nachlesen; mein I Ging Buch erklärt das Hexagramm so:

Bescheidenheit ist eine der drei grundlegenden kosmischen Tugenden. Die andern beiden sind Gleichwertigkeit und Einzigartigkeit. Sie verleihen jedem Aspekt des Kosmos seine Würde. Wie schön!

Da wir alle einzigartig sind, gibt es überhaupt keinen Grund, zu vergleichen und zu bewerten. Darum kann ich, wenn ich mir diese drei Tugenden bewusst mache, ganz wunderbar und gelassen Bescheidenheit üben. Ich – so wie alles andere auch – bin einzigartig. Wir sind nicht alle gleich, oh nein. Wir sind allerdings alle gleichwertig. Darum kann ich das ganze Vergleichen und Bewerten und vor allem auch das Mich-selbst-Abwerten aufhören.
Ich muss nichts Besonderes in der Welt leisten, ich muss niemand sein oder werden. Meine Würde muss ich mir nicht verdienen, denn ich habe sie.
Wie schön!

Bescheidenheit bedeutet, mir der Einzigartigkeit meiner persönlichen Gaben und der damit einher­gehenden Verantwortung gegenüber dem kosmischen Ganzen bewusst zu sein.

Dann wird erklärt, dass Bescheidenheit mit dem „gesunden Menschenverstand“ verknüpft ist. Ich mag den Begriff „gesunder Menschenverstand“ nicht so. Ich würds vielleicht Intuition nennen. Oder Gewissen. Ist ja wurst, sind nur Worte, nur Finger, die auf den Mond zeigen.

Dieser gesunde Menschenverstand jedenfalls hat die Aufgabe, alle Sinneswahrnehmungen – die äußeren und die inneren – abzugleichen. Und dann weiß mein gesunder Menschenverstand genau, was wahr und was unwahr ist.
Ich denk grad, das ist so ziemlich das, was ich meinen BullShit Detektor (BSD) nenne. Der gesunde Menschenverstand/BSD weiß so genau, was wahr ist und was nicht, weil er im Einklang mit meiner Inneren Wahrheit ist, und die Innere Wahrheit ist im Einklang mit der kosmischen Harmonie.

Das sind auch alles Worte. Was uns da gesagt wird, ist etwas, von dem ich tatsächlich – genau wie beschrieben – weiß, dass es wahr ist: Es gibt eine Instanz in uns, die weiß, was wahr und was heilsam ist. BSD, Gewissen, gesunder Menschenverstand, Intuition – wie auch immer wirs nennen wollen.

Dieses Wissen braucht keine Begründung.
Ahh, wie GUT, das zu lesen. Das weiß ich natürlich auch, doch wie oft hab ichs vergessen oder mich anders überzeugen lassen. Noch mal: Dieses Wissen braucht keine Begründung.

Mit „innerer Wahrheit“ ist hier gemeint: Jede Körperzelle hat ein Gedächtnis, wie sich die kosmische Harmonie anfühlt. Auf diesem Gedächtnis basiert mein natürliches „Hardware-Programm“, das völlig ausreichend ist für die Orientierung der Persönlichkeit in der Welt.

Die Unterscheidungen, die der gesunde Menschenverstand trifft, bedürfen keiner Begründungen, um ihre Gültigkeit zu beweisen.

Ich soll also üben, die Gefühle, die von meiner inneren Wahrheit kommen, als gültig anzuerkennen. (Da kommt bei mir die Disziplin ins Spiel.)

Für Ungeübte, zu denen ich und wahrscheinlich viele von uns zählen, bedeutet das zunächst, dass wir uns alles, was sich unharmonisch anfühlt, vollständig ins Bewusstsein bringen.

Das ist wirklich wichtig, und ich stelle fest, dass die MondMedis da ne gute Übung für sind. Sich bewusst machen, was IST.
Beim Üben von Bescheidenheit immer dann, wenn sich etwas unharmonisch anfühlt. Dazu gehört, zunächst mal zu MERKEN, dass sich für uns grad was unharmonisch anfühlt. Das passiert nämlich oft am Tag, und wir haben fleißig geübt, das auszublenden und zu verdrängen. Das haben wir sehr diszipliniert lernen müssen. Ab jetzt üben wir das Gegenteil: MERKEN, wenn sich was unharmonisch anfühlt und sich dann bewusst machen, was genau es ist.

Manchmal ist es unser Ego, das sich beleidigt fühlt, manchmal hat jemand wirklich unsere Grenzen verletzt, oft müssen wir Dinge tun, die wir nicht tun wollen, können nicht über unsere Zeit verfügen, Dinge machen uns Angst – es gibt viele, viele Anlässe.
Sich das bewusst machen, anerkennen, dass es so ist, uns selber sagen: Ich seh mich, ich sehe, dass da was nicht gut läuft – allein das hat schon heilsame Wirkung. Das weiß ich inzwischen aus Erfahrung.
Wie schön!

Und dann sagen wir das innere NEIN zu dem, was uns quält. Wenns das Ego ist, sagen wirs dem Ego. Wenns das Ego eines andern Menschen ist, sagen wirs dem. Wenns die Umstände sind, sagen wirs denen. NEIN.

Das Innere Nein würde spontan erfolgen, wenn wir nicht konditioniert wären, unsere  Gefühle herabzusetzen. Die Reifung unseres wahren Selbst erfordert daher, dass wir lernen, das Innere Nein zu sagen, um die eigene Würde zu wahren. Solange noch ein Rest von Konditionierung vorhanden ist, müssen wir das Innere Nein bewusst erinnern und praktizieren.

Wenn wir auf unsere Gefühle eingestimmt sind, steigt das Innere Nein spontan von innen auf und ist als feste Stimme hörbar.
Von diesem NEIN in Aktion, mit wunderbar erfolgreicher Wirkung, habe ich zwei Beiträge zuvor berichtet. Sophie0816 hat darauf in einem Kommentar erzählt, dass sie erst mal ein JA braucht – das finde ich sehr interessant und wichtig. Bitte hier nachlesen: Das Loch der Verzweiflung – Kommentar


Dann gehts in dem Text konkret darum, das Innere NEIN zum Ego eines andern Menschen zu sagen. Wenn wir das nicht tun, steht da, dann ist das ein Zeichen dafür, dass unser eigenes Ego aktiv geworden ist.

Das kann ich nur bestätigen. Ich übe seitdem, und das hat zur Folge, dass ich, statt hochzugehen und zu streiten, erst mal innehalte und mir klar mache, was genau mich da grad hochgehen lässt. Dann sage ich NEIN dazu – im Innern.
Manchmal ist es dann gut.
Oft hat mein Ärger nichts mit dem zu tun, was mein Gegenüber gesagt hat, sondern kommt daher, dass mein Ego was falsch verstanden hat und alte Muster und Wunden und Verletzlichkeiten angetriggert wurden. Das ist dann ganz allein meine Sache, und sobald ich das klar sehe, ist mein Zorn verraucht.

Ab und zu ist das nicht so. Ab und zu werde ich wirklich ungerechtfertigter Weise blöd angemacht. Wenn ich mir das bewusst mache und das Innere NEIN dazu sage, dann finde ich danach auch die passenden Worte und den passenden Zeitpunkt. Es fügt sich.
Ich habe mehrmals schon ruhig und klar gesagt, was zu sagen ist, und auch das hatte wunderbare, heilsame Wirkung.

Mein Schnusel und ich haben, seit dem ich dieses Orakel erhalten habe und davon gelernt habe und übe, nicht mehr eklig gestritten, I kid you not.

Manchmal gibt es keine Möglichkeit, etwas zu sagen oder zu ändern, und es bleibt beim inneren NEIN zu den ekelhaften Umständen. Auch dann können sich Dinge ganz unerwartet heilsam fügen.
Das Schönste, das im Text steht, ist das Versprechen, dass uns geholfen wird, wenn wir üben. Wir können um Hilfe bitten, und wir bekommen Hilfe.
Auch das kann ich bestätigen. Magie und Synchronizitäten.  ❤
Im Buch werden da die "kosmischen Helfer" beschrieben. Z.B. die Helfer der Transformation, von denen der gesunde Menschenverstand einer ist.
Die Autorinnen legen großen Wert darauf, nicht zu beten und nicht zu betteln und sich nicht an Engel oder andere 'höhere' Wesen zu wenden. "Magie" mögen sie auch nicht. Nur den "Weisen", der zu uns durch das I Ging spricht, und die kosmischen Helfer sollen wir um Hilfe bitten.
Da den Ladies das wichtig ist, geb ich es hier so wieder;  ich selbst seh das nicht so eng. Ich bin absolut überzeugt, dass sie recht haben, wenn sie sagen, wir sollen nicht betteln, und dass wir nicht versuchen sollen, Deals abzuschließen ("Lieber Gott, mach… dann werd ich auch…„) Sie sagen, dann zieht der Weise sich zurück. Die Hilfe kommt bedingungslos, wenn wir darum bitten und aufrichtig unserer Inneren Wahrheit folgen. Welcher Art die Hilfe ist, das wissen wir vorher nicht. Vielleicht ist es was ganz Kleines, Subtiles. Und verlassen können wir uns auch nicht darauf. Was wir können, ist bitten, unser Selbst stärken und Vertrauen üben.

Ob wir den Kräften, die wir um Hilfe bitten, einen Namen geben, welchen Namen, welche Gestalt, das halte ich persönlich für nicht so wichtig. Ich glaub nicht, dass der „Weise“ sich zurückzieht, wenn wir ihn als „Gott“ begreifen oder die Helfer der Transformation „Engel“ oder „Guides“ nennen.
Neh, Friedrich?      

Wir können um Hilfe bitten, und wir bekommen Hilfe – JA. Magie und Synchronizitäten.  ❤ Wie schön!

Und DANN, dann ist der Text zum Hexagramm immer noch nicht zu ende. Es kommt noch was richtig Wichtiges.

Der Gebrauch des Wortes „der Edle“ im Urteilsspruch kommt aus der konfuzianischen Lehre und der darin vertretenen Ansicht, man müsse Bescheidenheit – als Merkmal des kultivierten Menschen – durch Charakterbildung erwerben.
Doch widerspricht die bloße Idee, ein „Edler“ werden zu wollen, der wahren Bedeutung von Bescheidenheit.

Es folgt eine wortreiche, heilsame Abhandlung zum Thema Selbstbilder.

Wenn ich danach strebe, ein „Edler“ werden zu wollen, habe ich bereits die Verbindung mit meiner angeborenen, natürlichen Bescheidenheit verloren.
Außerdem: Wenn ich mich „Edler“ nenne, belege ich mich mit falschen Zuschreibungen, die mich zwingen, eine ganze Liste abstrakter Tugenden hochzuhalten, die das kollektive Ego [der Zeitgeist] mit dieser Bezeichnung verbindet.
Indem das kollektive Ego  behauptet, meine Tugenden seien nicht Teil meiner wahren Natur und müssten daher erst kultiviert werden, eignet es sich meine natürliche Bescheidenheit an.
Die Zweifel an der Vollkommenheit unserer wahren Natur wurde uns als Kleinkind als vorbereitender Schritt auf unsere weitere Kondi­tionierung eingeimpft.

Ohhh, das läuft mir gut rein. Auch hier weiß ich, das es wahr ist, und dass ich nun mit Freude und sehr diszipliniert übe, mich daran zu erinnern, wenns mir die Realität mal wieder anders verzapfen will.
Friedrich hat mir genau das Gleiche gesagt.
Ich brauch z. B. keinen Beruf.
Ich hab ein Mantra in allen meinen alten Reinschreibbüchern: I gotta put a name to my trade – ich muss meinem Beruf einen Namen geben. Gosh, hat mich das gequält, viele Jahre lang, denn ich hab nichts gefunden, bis heute nicht.
Inzwischen hab ich ein neues Mantra in meinem aktuellen Buch: My trade don’t need a name, coz I don’t need a trade.
IST das schön! Da das jetzt geklärt ist, kann ich in Ruhe machen, was ich will, im Einklang mit der Wirklichkeit. Das heißt nicht, dass ich nichts tu. Ich tu ne Menge, und ich bekomme auch angemessene Gegenleistungen dafür. Nur hats keinen ‚offiziellen‘ Namen.

Da das kollektive Ego kosmische Hilfe niemals ersetzen kann, rät es dem Einzelnen, „bescheiden“ in seinen Ansprüchen und in seinem Auftreten zu sein. Ohne dies offen auszusprechen, definiert es Bescheiden­heit („die höchste aller Tugenden“) als „selbstlose Akzeptanz von Armut und Ungerechtigkeit“.
[Ja genau! (…)]
Da es die Institutionen des kollektiven Egos sind, die den Einzelnen seine Tugenden gelehrt haben, glaubt dieser, er verdanke ihnen „alles, was er ist“; die Folge sind starke Gefühle von Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit ist mit Schuldgefühlen verbunden, die immer dann aktiviert werden, wenn der Betreffende den Versuch unternimmt, sich aus dem Gefängnis der totalen Kontrolle zu befreien.

Puh, ich würde diesen Teil des Textes am liebsten vollständig zitieren, aber ich habe wahrscheinlich jetzt schon das Copyright verletzt. Zu meiner Entschuldigung kann ich anbringen, dass ich hier Werbung für das Buch mache und dass es, finde ich, wichtig ist, die Erkenntnisse, die in dem Text geteilt werden, weiter zu verbreiten.

Wahre Bescheidenheit ist die Abwesenheit aller Selbstbilder.

Alle Zitate aus:
I Ging – Das Kosmische Orakel
von Carol K. Anthony und Hanna Moog, 2004, AT Verlag Baden/Schweiz.
808 Seiten, Hardcover. ISBN 978-3-86533-016-1

Shöppen

Ich war mal bei einem spirituellen Lehrer, der sprach oft über Verzicht.
Vor allem über emotionalen Verzicht – z.B. bezüglich der Suche nach der perfekten Beziehung. Dass das alles Quark sei (meine Worte), dass eine Beziehung keine Lösung, keine Rettung, keine Erfüllung sei. Dass wir, statt auf der Suche danach Zeit und Energie zu verschwenden, besser Verzicht üben sollten.
Einmal sagte er – und da stimme ich ihm aus ganzem Herzen zu -:
„Wenn sich hier und jetzt all Ihre Wünsche erfüllen würden, Sie wären trotzdem nicht glücklich.“

Ja, da hat er recht. Wie das I Ging sagt: Du kannst die Stadt wechseln, aber du kannst nicht den Brunnen wechseln.
Die Erfüllung unserer Wünsche macht uns nicht glücklich.
Nur durch den Kanal zu unserer eigenen Quelle kann wirkliches Glück fließen.
Wobei „Glück“ sowieso nur ein Wort ist, und unsere Vorstellung davon hier&jetzt nur ein Konzept, das mit der Zeit an Wichtigkeit verliert, je mehr wir in unsere Mitte und in die Wirklichkeit kommen. (Wie C.G. Jung sinngemäß sagte: Auf die wichtigsten Fragen des Lebens können wir niemals eine Antwort finden – wir können nur aus ihnen herauswachsen.)

Aaaber. Hier&Jetzt, in meinem unerleuchteten, irdischen Zustand, möcht ich doch mal eines sagen zum vielgepriesenen Verzicht:

Aus dem Mangel heraus sich alles verkneifen zu müssen, das ist kein Verzicht.
Das ist einfach nur Mangel.

Genau dazu gibt es eine sehr schöne Zen-Geschichte – hehe, ich hab sie schon einmal hier auf WP erzählt, in einem Kommentar zum Thema Verzicht. Na, hier noch mal:

Ein Meister hatte einen wunderbaren Schüler, der übte auf die passende Weise und war klug und weit fortgeschritten, und doch kam er nicht zum Satori; er erlangte die Erleuchtung nicht.
Der Meister nahm diesen Schüler mit auf eine Reise. Und wie sie auf der Straße gehen, zeigt der Meister auf ein wunderbares Anwesen am Berghang in der Ferne und sagt:

“Du bist als Findelkind zu uns ins Kloster gekommen und hast dich immer nach deinem eigenen Zuhause gesehnt. Dieses Anwesen dort ist dein Zuhause. Ich schenke es dir.”
In diesem Moment erlangte der Schüler die Erleuchtung.

Da kann ich mir noch so oft einreden, dass ich eigentlich gar nicht brauche, was ich mir so sehnlichst so lange schon wünsche. Erst wenn ich die Wahl habe, dann kann ich mich für den Verzicht entscheiden.

Wenn ich zum Beispiel darunter leide, dass ich keine Beziehung eingehen kann, dann ist die Lösung des Problems nicht, zu beschließen, dass ich keine Beziehung brauche und keine will.
Dazu kann ich mich erst entschließen, wenn ich beziehungsfähig bin.

Dass ich da natürlich dran zu arbeiten habe: an meiner Beziehungsfähigkeit, und nicht daran, den perfekten Partner zu finden, das sollte klar sein. DAS muss ich tun.

Verzicht ist da keine Lösung, wo Mangel herrscht.

 
Anderes, schlichteres Beispiel zu Konsumverzicht: Ich wollte mal superdringend ein Notebook von Alienware, und dann gabs im Kommerzstore ein runtergesetzes, das ich mir super hätte leisten können. Und dann habe ich beschlossen, dass ich das Dings nicht wirklich brauche und mir lieber einen 2ndhand Computer kaufe. Alienware interessiert mich seitdem nicht mehr, und ich schreibe das hier auf dem alten Büro-Notebook meines alten Jobs, das ausgemustert wurde und das ich für genau 10.-€ bekommen habe. Kann alles, wunderbar. Auf den Alienware-Schischi habe ich aus der Fülle verzichtet. Freiwillig.

Und was hat das mit Shöppen zu tun?

Was IST Shöppen?!?

Shöppen ist shoppen mit RöckDöts, und Röckdöts sind Rock’n’Roll, und Rock’n’Roll ist gut! Gesund. Nuff said.

Shöppen geht so:

Manchmal, wenn ich von der Schule nach hause schlendere, und die Sonne scheint, und ich so durch die Quadrate stromer und streife, da komme ich an vielen grauenhaften und vielen sehr schönen Läden vorbei. Und ich hab natürlich immer Geld in der Tasche, wg. Lebensmitteleinkaufen, und dann bekomme ich manchmal Lust, mir was Schönes oder zumindest was Lustiges zu schenken. Ihr kennt das Gefühl bestimmt auch.

Früher hab ich auch immer was gefunden, irnznen billiges Deko-Teil, ein presiwertes Buch, Bürobedarf, generische Schilder, ne Schweinerei zum Essen oder sogar mal ein Kleidungsstück, oder oder oder. Das war Shoppen.
Heute, beim Shöppen, streif ich durch die Läden, erfreue mich an dem nachgemachten Vintage-Geschirr, den echt hübschen Blümchenmusterklamotten, dem sinnlosen aber wirklich lustigen Spülschwämme-Halter, den tollen Filzstiften mit Piselspitze und diesem und jenem und sellem, und dann sag ich aus tiefstem Herzen: NÖ. Brauch ich alles nich!

Und dann geh ich fröhlich heim, ohne was gekauft zu haben. Und fühl mich dabei genauso gut wie – oder gar besser als – damals beim Shoppen.

Das ist Shöppen.

 

 

Brainstorm nach dem ersten MondMeeting

Hier mein Mondblümchen
(Muss niemand lesen, bloß ich muss es schreiben.)

Hab mich gefreut, hier zu einer andern Mondmedi zu lesen:
Dunkelmond im März – Morgenstern´s Abenddämmerung
Schöne inspirierende Anrufung an Cerridwen, für mich berührend und stimmig.

Ausgelöst wurde mein Entschluss, diesen MondRing (für den ich noch einen schönen Namen suche) ins Leben zu rufen, durch Beschäftigung mit dem Thema Vertrauen, wo ich es finde und wie ich ihm folge.

Angestoßen, das zu tun, wurde ich durch den ganzen Input, der in der letzten Zeit zu mir gekommen ist.
Der Input kam durch wunderbaren Unterricht in der HPΨ Schule zu Humanistischen Therapiemethoden, speziell zu Gestalttherapie (bin schon lange ein Fän vom alten Fritz [Perls]), Bioenergetik und Logotherapie.
Durch Blogbeiträge hier.
Dann kam ein Link zu einem Video von Derek Sivers, das uns hier begeistert und inspiriert hat. Im Zuge des Weiterlesens berührte mich Why I don’t want Stuff und ein wichtiges Werkzeug wurde beschrieben, der innere Kompass.

Gut Compass

Schlicht auf deutsch: Wenn die Vorstellung einer Sache dich begeistert: Tu es. Wenn die Vorstellung dich aussaugt, dich müde und kraftlos werden lässt: Lass es!

Da geht es natürlich nicht darum, nur noch aufregende Sachen zu machen. Wasser holen und Ecken auskehren ist immer.

Es geht darum, von andern nur noch das anzunehmen, was uns begeistert. Sich auf nichts mehr einzulassen, das uns nicht entspricht. Und das spüren wir, indem wir auf unseren inneren Kompass achten. (Dazu passt wunderbar der grad eingetroffene neue Artikel Wie die Blumen auf einer Wiese | Leben im Wandel)
Zur Begeisterung, auf die unser innerer Kompass reagiert:
Sie kommt auf, wenn wir auf etwas für uns Sinnvolles anspringen.
Diese Begeisterung fühlt sich befreiend an und aufregend. Nicht zu verwechseln mit Gier und ‚Bock auf‘ und sowas.
Dazu passt etwas, das ich in meinem Lehrbrief gelesen hab, ich gebs so gut ich kann in meinen Worten wieder:

Viktor E. Frankl (Logotherapie) stuft das Streben nach Lust als pathologisch ein. Symptom für einen Mangel an Sinn.

Der Wille zur Lust tritt erst dann auf den Plan,
wenn der Mensch in seinem Willen zum Sinn leer ausgeht.

Sinnvolles Handeln bringt immer Lust mit sich, sagt er, sie sei aber nicht der Grund, nicht der Antrieb.

In Wirklichkeit ist Lust nicht das Ziel unserer Strebungen,
sondern die Folge ihrer Erfüllung.

Während der Mondmedizeit – Mondzeit… im MondRing… während der 9 Stunden halt
hab ich ein I Ging geworfen, und ich war voller Vertrauen, dass ichs annehme oder nicht, je nachdem, wie’s mir in den Kram passt. Und dass ich ganz sicher nur eins werfe.

Es kam 18 Die Arbeit am Verdorbenen / Die Ursachen des Niedergangs beseitigen (3) und wurde, ich musste verschämt lachen, zu 4 Die Jugendtorheit. Du schon wieder!

Dabei fand ich u.A. bemerkenswert:

☯ „Nicht nach Ergebnissen Ausschau halten, wenn die Arbeit getan wird.“ Passt zur Mondmedi.
☯ Das Große Wasser zu durchqueren ist die Arbeit, die wir leisten, wenn wir uns von der Realität des kollektiven Egos frei machen.
Also wenn wir unserem inneren Kompass folgen, übersetz ich mir.
Wenn wir und auf diesen Weg machen, werden wir unterstützt.

Dazu habe auch andere geschrieben, eine hat dieses Video gepostet:

Dann kam ich andernorts dazu, noch eine Erklärung zum MondRing zu schreiben, bei der mir selber was bewusst wurde:

Die Anregung zum Spüren, was grad ist und das abgeben habe ich dazu getan, weil das immer möglich ist. Das kann ganz schnell ganz tief gehen und ist eine Form der Zentrierung und Reinigung.
Zentrierung und Reinigung halte ich persönlich – bei aller Freiheit – angemessen zu solchen Anlässen.
Also, ich seh das so: je aufrichtiger, desto leichter der Zugang zum Netz.

Jo. Soweit. 🙂 Neue Themen kommen, das Thema Achtsamkeit macht sich hier bei mir aufdringlich bemerkbar… Und auch Überlegungen zum „Des vom Vater Verdorbenen“ und Schuldgefühlen (I Ging). In der HPΨ Schule mit Systemischen Therapien angefangen. Und zu Bioenergetik will ich noch was schreiben.

Demnächs~  Jetzt ein Song für Hermes – Tales of an Urban Priestess

Lala lala lalalala