Jahreszeitenfeste

Sommersonnenwende

Heute beginnt der Sommer. Vorher war Frühling. Aha.

Echt, die alten Jahreszeiteneinteilungen sind nicht mehr wirklich stimmig. Sonnenwende ist stimmig, ab heute werden die Tage wieder allmählich kürzer. Mitte des Jahres.

Passenderweise, wie ich heute bemerkte, habe ich gestern getan, was ich schon lange vorhatte: kleine Hemshof-Röschen geklaut. Nur zwei Stengel, und die sind wunderschön und angemessen heute aufm Altar.

Auch passend zur Sonnenwende habe ich meine Blogfarbe zu Rot gewechselt – naja, was so als Rot grad noch durchgeht, für eine, die keine weiße Schrift mag und möchte, dass ihre Texte noch lesbar sind. Rosa. Ma gucken, ob wir uns dran gewöhnen.

Ich habe beschlossen, die Sonnenwende auch als Zeitpunkt zur Verlagerung meiner Dankesammlung zu nehmen. Die poste ich ab heute im VETCHBLOG.

Später, wenn es dunkel wird, mache ich noch ein kleines Feuer auf der Dachterasse – in dem Kesselchen rechts hinter den Rosen, in dem ich meine ÖlLicht und Räucherstäbchen Reste sammle. Das wird ordentlich flackern, denk ich. =)

Ich wünsche euch allen eine Wunder-volle Zeit!


 

Neumond diese Nacht bzw. morgen – und Lichtmess

Neumond im Wassermann um 1:06h (F/M) in der kommenden Nacht.

Außerdem ist heute Pt.4 des retrograden Merkurs, die Phase ist jetzt also endgültig durch. Möge alles wunderbar sein.

Außerdem ist die zunehmende Sichel im Wassermann der Mondstandstermin für Lichtmess.
Wenn ich grad dabei bin: Andere Termin für die Feste, nach dieser Methode: Astrothek: Feste im Jahreskreis

 Lichtmess 09. Februar 2017
14:32
21°02′ ♒
 Tag&Nachtgleiche 20. März 2017
10:28
♈
 Walpurgis 29. April 2017
02:14
08°58′ ♉
 Sommersonnenwende 21. Juni 2017
04:23
♋
 Kräuterweihe 13. August 2017
14:42
21°02′ ♌
 Tag&Nachtgleiche 22. September 2017
20:01
♎
 HelOwEen 01. November 2017
05:00
08°58’♏
 Wintersonnenwende 21. Dezember 2017
16:27
♑

Leuts, sorry, dass ich nicht mehr schreibe, unsere Küche wird umgezogen und ich bin… beschäftigt. Bis bald, hoffe ich!

Sonnwendfeuerli

Um halb 11 gestern Nacht hockte ich also auf dem Balkon vor meinem Kesselchen und zündelte mit meinen Altarabfällen.
Zu dieser Sonnenwende hats geregnet, was aber nicht weiter störte, weil unser Balkon überdacht ist. Hier also ein Bild vom gestrigen Wahnsinnsfeuer vor den Brennesseln, die ich neulich umgetopft habe. Wow.

 

Ich würds ja gar nicht erwähnen, geschweige denn Bilder von dem bewegenden Ereignis posten, wenn ichs mir nicht vorgenommen hätte. Und was ich mir vorgenommen habe, das muss ich auch machen, und wenn ichs dann wirklich auch mal mache, dann muss die Welt davon erfahren! Zumindest die geneigte LeserInnenschaft.

 Schnuffiges, kleines Sonnwendfeuerchen.

edit: Falls dieser bedeutende Artikel zum zweiten Mal in eurem Feed auftaucht: Bitte entschuldigen. Ich hab hier technischen Murks gemacht.

Viel mess, und auch viel Licht

  1. Den Artikel untendrunter hatte ich schon vor einiger Zeit montiert und dann für heute geplant. Und dann wieder vergessen. Ah, V. Nett.  Und er gefällt ja auch meinem größten Fän, der Person, der alles in diesem Blog gefällt. Wie schön.
     
  2. Die Party. Von der hatte ich im Vetchblog erzählt. Ich hatte letztes WE Besuch von einem Ex-Kollegen aus München, und mit dem wollte ich auf ne Psytrance Goa Party gehen. Das Timing für so ne Party war nicht so toll, wenns ums wilde Tanzen gehen soll: feiern in den Neumond, das hab ich für keine so gute Idee gehalten. Trotzdem Karte gekauft, weil, ich will mein Leben ja nicht von Astrologie bestimmten lassen. Außerdem wurde mir aufgrund von Transiten für den Februar ne superreläxte, gute Zeit angesagt. Hehe.
    Tatsächlich wars ne gute, erhellende Zeit, aber nicht unbedingt angenehm und überhaupt nicht reläxt.
    Ich war nicht auf der Party. Mein Schnusel ist krank geworden, das ist er immer noch, und damit fiel bei mir nicht nur die Party aus, sondern auch das geplante
     
  3. Lichtmess-Ritual. Jo, es ist wirklich gar nichts nach Plan gelaufen, und das gibt mir ja auch wieder neuen Input… Von früh aufstehen und zusammen Musik-Machen konnte keine Rede sein. Schnusel ist krank und liegt im Bett. Und auf mich alleine zurückgeworfen habe ich festgestellt, dass ich überhaupt keine Lust und keinen Drang und keinen Impuls verspüre, ein Jahreszeiten-Tide-Ritual zu veranstalten. Nicht mal das Schließen des Zirkels kann ich selbst zur Zeit wirklich ernst nehmen.

    Das Wetter ist nach wie vor dunkel und trüb.

    Ein Thema, das zur Tide vorbeikam ist VERNETZUNG. Ich habe festgestellt, dass ich es leid bin, alleine rumzuwursteln. Das, was ich mir für mein Leben und die Welt in der das stattfindet wünsche, ist nicht der Bauernhof auf dem Land, wo ich mich selbst versorge. Ich will ein Leben in der Stadt, mit anderen zusammen. Ich will nicht mehr als (gefühlt) einzige mit reichlich TROTZDEM und gegen Windmühlen kämpfend versuchen, ein richtiges Leben im Falschen aufzubauen. (Das gilt übrigens auch fürs Bloggen und meinen Kampf mit der WP-Technik.)

    Jo, soweit. Hier&Jetzt ist Heimzeit: Schnusel-, Katzen- und Wohungspflege. Hab nicht so viel Zeit für Online. Bitte entschuldigen.

    Oh, und P.S. Wenn ich Aufzählungszahlen mit eigenen Absätzen will, dann kümmer ich mich drum. Wenn ich 3 Absätze mit 1., 2., 3. beginne und das im Editor auch so steht, dann erwarte ich, dass es auch so erscheint. Und nicht, dass beim Erscheinen alle Zahlen in 1. umgewandelt werden und Einrückungen auftauchen, wo ich keine will. Ich will einen Artikel, der so erscheint, wie ich ihn schreibe. Das geht nicht, und ich hab keine Lust mehr, rauszufinden, wie ich die WP-Software dazu bekomme, 1:1 abzubilden, was ich schreibe, ohne eigenmächtig irznen Scheiß reinzuformatieren. Mei, dann isses halt so. Ja, ich wollte hier nicht mehr meckern. Warum eigentlich incht, es ist doch die Wahrheit,. Ich seh auch grad wieder nicht, was ich schreibe. Egal. ich muss nicht so viel schreiben. Gibt Wichtigeres.

    P.P.S. Und jetzt kann er doch 3 verschiedene Zahlen, weil ich mit   arbeite – aber die Leerzeilen und Einrückungen sind sinnlos verteilt. Echt, ich bins mal wieder sowas von leid.

     
    Sorry folks. Das Geblogge hier, da bin ich auch noch nicht im Reinen mit und weiß noch nicht, in welcher Form ich das dies Jahr weiterführe.

Lichtmess

 

Traditionell nach dem Kirchenkalender ist morgen Lichtmess. Die letzte Woche war sonnig und hell, und ich habe schon seit längerem das Gefühl, Lichtmess-Tide ist da.
Heute dagegen ist es ganz besonders düster, eklig und trübe.

Wann ist denn nun der ‚richtige‘ Termin?

Als wenn es einen ‚richtigen‘ Termin gäbe. Ich fahr dieses Jahr mal nicht nur nach Gefühl, sondern, da mein Gefährte auch mitmacht, habe ich einen Tag definiert, an dem wir feiern. Das wird nächste Woche sein, am Dienstag, 9. Februar, und zwar sehr früh morgens. Ich hoffe, dass mein Schnusel da mitmacht! (Dass es so früh sein soll, das weiß er noch gar nicht…)

Warum zu dem Termin?

Zu Lichtmess gehört nach meinem Gefühl der junge, zunehmende Mond im Wassermann und als Tageszeit der Morgen. Am Montag, dem 8. Februar ist Neumond im Wassermann, und am Dienstag, den 9. Februar gegen halb 10h wandert der Mond in die Fische. Also sollte das Ritual Dienstagmorgen vor halb 10 über die Bühne gegangen sein.
Dies Jahr, das ist der Plan, will ichs strukturiert und ‚korrekt‘ machen. Nicht, weil ich wirklich glaube, ‚korrekt‘ wäre wichtig (oder überhaupt möglich), sondern weil ichs mir so vorgenommen hab und erleben möchte, wie sich das anfühlt.

Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich habe die letzte Wintersonnenwende-Tide, die dunkelste Zeit im Jahresrad, die Winterzeit nicht erlebt. Gut, es wird auch jetzt noch früh dunkel und spät hell (obwohl schon eine Veränderung zu erkennen ist), aber Winter – ne. Ich hatte keinen Winter.

Und so ist auch das Thema für mich dies Jahr, da ich die 8 Feste des Jahresrads feiern will: Wie weit empfinde ich das überhaupt noch als stimmig? Die Jahreszeiten verschwimmen. Was ensteht wirklich aus der Resonanz meiner Wahrnehmung mit der Wirklichkeit?
Was ist nur leeres Reagieren in zivilisatorischer Trance, ausgelöst durch Warenangebot und Deko in den Geschäften?
Oder, auch wenn ich mich vom Konsumterror so frei mache, wie es mir möglich ist: Was ist nur mechanisches Abfeiern nach Rezepten aus Sprit-Maggie-Büchern und -Seminaren?

Das im Herzen habe ich darüber nachgedacht, was wir überhaupt machen wollen.

Ein Kesselritual vielleicht, so wie ichs in der HAGIA gelernt habe, runtergebrochen auf Vetchformat.. Einen großen Topf mit Yogitee oder so, und da Wünsche rein, und Brigid um Inspiration bitten fürs kommende Jahr und so-

Neee, irnzwie … nee. Das fühlt sich für mich lahm an, leer und einfallslos.

Also Kerzensegnen, wie immer halt. Das ist ne schöne Sache. Einen Kessel (also einen großen Topf), Wasser und vielleicht noch irnzwas rein, um Segen bitten, Brigid einladen, viele Kerzen benetzen, die geben dann Licht und Inspiration und Segen fürs ganze Jahr-

Neeee!

Immer diese Wunsch- und Vorratsrituale! Das ist typisch für mich, ich will immer alles aufheben für später.

Und grad zu Lichtmess, zu diesem flirrenden, chaotischen Inspirationsfest werd ich das diesmal nicht so machen.

Wir werden Musik machen. Schnusel, mein Gefährte, kann Saz spielen, oder Bass. Ich kann singen und klampfen, oder ich nehm die Trommel. Es muss nicht lang sein, wir werden wahrscheinlich vorher nicht üben (aus Zeitmangel), und wir werden das durchziehen zu Ehren der Göttin Brigid und zu unserem Vergnügen. Vorher werd ich räuchern, ich werd den Zirkel schließen (sehr unaufwändig) und nachher wieder lösen, und das ist genug.

Etwas MACHEN; nichts herstellen.

Und nen Kessel (großer Topf) werd ich doch auch dazu stellen, das passt gut, weil ich endlich mal wieder ordentlichen YogiTee gekauft habe, den losen, der aufgekocht wird und dann richtig gut schmeckt. Und ne Kerze werd ich auch segnen, nach dem Musikmachen. Nur eine! Eine Kleine.

Und in gewisser Weise ist das trotzdem etwas, das ins Jahr wirken kann, denn Schnusel und ich wollen seit wir uns kennen zusammen Musik machen, und wie’s so ist mit zwei schwer in die Gänge kommenden Steinböcken: Wir kennen uns jetzt seit fast 3 Jahren und wir haben genau einmal was zusammen gemacht.

Jetzt muss ich nur noch den Schnusel zum In-Den-Ferien-Früh-Aufstehen-Und-Ritual-Machen motivieren!

 

Jahreszeitenfeste 2016

Dieses Jahr wird gefeiert.

Seit vielen Jahren hab ich das Feiern der ’neuheidnischen‘ Jahreszeitenfeste nicht mehr betrieben ~

~ ich nenns ’neuheidnisch‘, damit klar ist, dass ich mir nicht einbilde, das wären uralte, überlieferte keltische Feste oder sowas. Diese 8 Feste sind eine Erscheinung unserer Zeit, in der sich alte Traditionen wiederfinden, vermischt mit modernen Einflüssen, befeuert vom Sehnen nach tiefen, bewegenden, sinnvollen Ritualen und Feiern.
Ich sehe mich selbst absolut nicht als ’neuheidnisch‘. Ich weiß nicht, wer dieses Wort erfunden hat, aber ich bin jedenfalls keine Heidin. Ich feiere so gut wie nie draußen (Stubenhockerin is my middle name), und auf der Heide schon gar nicht.

Wo war ich? Ahja.

Seit vielen Jahren hab ich das Feiern der acht Jahreszeitenfeste nicht mehr ‚richtig‘ betrieben. Ich habe immer mehr oder weniger umdekoriert und einzelne Rituale gemacht. Wenn ich ehrlich bin: meist gings übers Kerzensegnen zu Lichtmess (zu Anfang des neuen Jahreszyklus‘ noch voller Vorsätze und Elan) nicht hinaus.

Das war oke so, mit der Zeit habe ich gefunden, dass ich mich dazu nicht zwingen brauch. Dass sich bestimmt Dinge fügen und die Übergänge der 8 Tides (so nenn ich das) wirken und wahrnehmbar sind, ob ich das nun groß feiere oder nicht.

Dies Jahr aber habe ich schon einen wichtigen Anlass, das Ahnenfest (Heloween) mit meinem Gefährten zusammen zu begehen, und da hab ich beschlossen, dass ich dieses Jahr alle Feste mit ihm zusammen feiere.
Und zwar richtig amtlich, mit Termin, bisschen Vorbereitung, Zirkel, Reinigung, Handlung.
Für meinen Gefährten ist das absolut neu, und ich freue mich, dass er sich drauf einlässt.
Ich wills auch ganz schlicht und harmlos halten. Mir gehts jetzt wirklich darum, alle 8 Feste zu begehen und eben nicht nur nach Intuition zu surfen, sondern mir vorher was zu überlegen, ihn da einzubeziehen und es dann auch durchzuziehen, selbst wenn es sich zum vorgenommenen Termin dann doch nicht so stimmig anfühlen sollte.
Das geht auf jedenfalls besser, wenn ich das nicht alleine mach (dann mach ichs nämlich nicht; wie die letzten Jahre erfahren), sondern für jemanden was vorzubereiten und dann auch durchzuziehen habe.

Das ist bisschen so wie das wöchentliche Putzen hier, das ich SUPER finde. Und alleine würd ichs nicht machen. Und ich habe auch nie wirklich Bock drauf, wenns dann so weit ist…

Und hinterher ist die Wohnung gereinigt und klar, und ich bin FROH.

Und so ungefähr, stell ich mir vor, soll das dies Jahr mit den Festen laufen.

In diesem Sinne: Der Tempel ist eröffnet :)

 

Herbstfest

Tscha, seit gestern denk ich über einen Artikel zum Herbstfest nach. Ich hatte beschlossen, keinen zu schreiben.

Warum?

Mei, es ist andernorts doch alles schon geschrieben worden, schön und mehrfach. Und ich selber mach nichts Besonderes mehr zu den Festen, kein Ritual. Ich dekoriere nur um (auch den Blog) und lass die Zeit wirken.

Jetzt kam eben ein Beitrag von Sólveig, bei dem ich erst mal grinsen musste, weil sie anfangs ähnliche Gedanken hegt.
Mabon… oder so… | Tales of an Urban Priestess

Dann gehts schnell zum Wesentlichen.

Davon angeregt möcht ich jetzt doch was zum Herbstfest schreiben, aus meiner Perpektive.

Erntedank ist ein Aspekt dieses Festes. Es gibt viele Möglichkeiten, das zu feiern: Altäre schmücken und Sachen draufhäufen (so wie ich Kram in mein kleines zweites Sonnenschiff gehäuft habe ). Wir können Listen machen mit dem, was wir übers Jahr geerntet haben, wir können Collagen kleben, Gedichte schreiben, Wandteppiche weben… der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Was wir aber auch bedenken sollten: Dies ist der Beginn der Dunklen Zeit.
In der HAGIA, wo ich zwei Jahre lang bei den Matriarchalen Mysterienfesten (von und mit Heide Göttner-Abendroth) mitgefeiert habe, war dieses Fest das Todesfest. Wir sind gestorben.
Mehr möchte ich nicht dazu sagen. Heide ist (oder war) sehr
empfindlich, wenns darum geht, ihre Arbeit weiter zu verwerten.
In dem Fall passt das.

Was sich bestimmt zu lesen lohnt sind Bücher wie „Die Göttin und ihr Heros“, in dem Heide beschreibt, wie um diese Jahreszeit der Heros stirbt und in die Unterwelt gelangt, um zu Yule wiedergeboren zu werden.

 

Wir selber können jetzt über unseren eigenen Tod nachdenken. Können wir gehen? Können wir sagen: „Dieses Leben war erfüllt!“? Können wir unsere angehäuften Sachen und /oder unsere Lieben zurücklassen?
Sehr heilsam, da mal drüber nachzudenken. Und zwar richtig, so dass du es spürst! Ja, das kann sehr weh tun.

Ich denke, es gibt wenig Übungen, die uns deutlicher machen, was wir geerntet haben, ob wir wirklich leben, ob wir im Reinen sind und wo noch zu lösen, zu heilen, zu weben ist. Wo wir unfertig sind, wo wir unglücklich, verstrickt und erstickt sind.

Sich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen, kann das akute Leben so viel süßer machen. Es kann dazu führen, dass wir uns von Dingen befreien, die uns am Leben hindern.
Damit wir, wenn es so weit ist, in den Tod gehen können. Nicht gerissen werden, weil wie hier noch nicht fertig sind, noch so viel machen wollten und gar nicht richtig gelebt haben.

Ich denke, sich einmal im Jahr mit unserem Sterben zu beschäftigen, ist SEHR gesund.
Diese eine absolute Sicherheit, die wir alle teilen, die überrascht doch tatsächlich immer wieder Leute, wenns dann so weit ist.

Passend dazu gibt es die Mythe von Inannas Abstieg in die Unterwelt. Inanna muss alles zurücklassen, was ihre Rollen im Leben definiert und kommt als nackte Essenz in der Unterwelt an.
Daran habe ich natürlich auch gedacht, als ich meine Geschichte vom Labyrinth (inkl. des Tarot-Legemusters) aufgeschrieben habe.
(Und dieses Gedicht erzählt auch davon.)

So, das genügt. Einen wundervollen Herbst uns allen – also voller Wunder. Ich hab hier schon viele Kerzen an, weil es draußen duster ist und regnet.
Das Licht zieht jetzt nach innen; dort finden wir es.

Wie schön!