Kaugummiautomaten

Samstag der 8. & Sonntag der 9. & Montag der 10. Juli ~ Dankesammlung

Ojeojeoje! Drei Tage schon wieder vergangen. Heute hab ich eigentlich compfrei; weil ich gestern nicht am Rechner war, hab ich heute bisschen was gut. Heute nur die letzten drei Tage, Kölnreise-Danke kommen später. Ich bin so grässlich erschöpft — es war auch körperlich anstrengend die Tage, dabei immer so heiß, und jetzt grad bin ich so richtig gebügelt. Trotzdem. Bisschen was geht.

 

Vorgestern.

Das war Samstag, der 8. Juli. Ich bin morgens nicht mit dem Rad sondern mit der Bahn in die Schule nach MA gefahren, weil ich um 18h den Gefährten in der Muckibude abgeholt habe und dann sind wir noch einkaufen gefahren. Gefreut habe ich mich über einiges:

In der Schule habe ich rausbekommen, wo ich am Kaffee-Automaten den Plastebecher abbestellen kann. Seit langer Zeit habe ich also mal wieder einen Kaffee dort gezogen, und dabei konnte ich den hübschen Bambusbecher verwenden, um den ich lange rumgeschlichen bin und den ich endlich neulich im Konsumrausch erstanden habe.
Ach übrigens. Mein Vorhaben, nur maximal 2 Becher Kaffee am Tag zu trinken, das ist, äm, elendlich ersoffen in kaffeebraunen Fluten. Naja. Steht noch auf der Liste. Ich hab mir schon so viel abgewöhnt bzw. sehr reduziert; das mit dem Kaffee bekomme ich auch noch geregelt. Zur passenden Zeit.

Ich musste sehr lachen, als unser Dozent kam, seinen Kram abstellte, sich wohlig räkelte und ächzte und also sprach: „Jetz hol ich mir noch’n Kaffee, und dann bin ich bereit, meine Geschenke entgegen zu nehmen.“

Unterricht war klasse. Ich gehe sehr gerne in diese Schule, weil ich dort unter Leuten bin, die etwas verbindet: Ein Sehnen nach Lernen und Weiterentwicklung und Heilung. Das ist viel wert und tut mir immer gut.

Eine Anfrage wg. Tarotlegen.

Nach der Schule noch mit 3 Leuten im Irish Pub gesessen, der gleich neben der Schule ist. Da war ich vorher noch nie gewesen – wir saßen draußen, unter Bäumen. Sehr schönes Sitzen dort, schöne Gespräche, leckerer Cider. Das machen wir wieder!

Wilder, warme Wind.

Eins von Sólveigs Gedichten begleitete mich den ganzen Tag (jetzt auch noch). Ich glaub eher nicht, dass das speziell für mich war; ich weiß, dass es auch für mich war. Weils mich nicht loslässt. =)

Im Jungbusch fand ich einen wunderWUNDERschönen Kaugummiautomaten. Für dich, Lady of the Dan:

 
 

Gestern.

Das war Sonntag, der 9. Juli. Wir hatten Putztag. Wir putzen ja eigentlich einmal die Woche; durch meine Reise nach Köln ist letzte Woche ausgefallen und es war überfällig. UND wir bekamen Besuch vom Gefährten seiner Schwester nebst Gatte, Sohn und Mutter. Die hatten sich für „zwischen 14 und 15h“ angekündigt. Wir sind also früh aufgestanden und haben losgelegt. Es war mal wieder wirklich anstrengend. Und es war viel!
Dankbar an dem Tag war ich, weil:

Genau 14h waren wir fertig mitm Putzen. Alles gründlich gemacht, und wieder schön in der Bud!

Schwiegerschwester + Familie kamen erst kurz nach 15h, und die eine Stunde Zeit haben wir dringend gebraucht für duschen und chillen.

Es war ein echt netter Besuch. Wir saßen auf der Terrasse, allen hats hier gefallen, sowohl der Hemshof als auch die Wohnung, wir hatten gute Gespräche – es war ein richtig schöner Familienbesuch. Hoffentlich kommen die bald mal wieder!

Wir haben abends noch Pizza geholt, in der Winzpizzeria, die hier ein Haus weiter ist und die ich schon lange mal ausprobieren wollte. 1. waren die da supernett und 2. ist die Pizza dort richtig gut. Mit so nem leckeren, knusprigen Boden. (Nicht so’n weißer, wabbliger, durchgeweichter Hefeboden, den’s oft gibt.) SEHR erfreulich.
Der Hemshof ist voller ItalienerInnen, und die können Pizza doch i.d.R. besser als die Jungs im Dönerladen. (Einen sehr guten Solchen haben wir hier auch, da essen wir Pide.)

Als Mitbringsel bekam ich (ICH, hehe) eine schöne rosarote Blume im Topf (weiß nicht, wie die heißt) und einen kleinen Drachenbaum. Da habe ich mich sehr drüber gefreut. Ich liebe Drachenbäume, und ich hatte keinen mehr.
Und die Katzen bekamen auch was mitgebracht: Edelfutter und Katzengras. Das Gras sieht sehr hübsch aus, und vor allem: Unseres war abgefressen und das neue ist noch nicht gewachsen. Das war also ein sehr willkommenes Geschenk. Die Katzen haben auch sofort alle daran genagt, und seit gestern hören wir hier ständig rhythmisches Würgen…

Abends saß ich noch in meinem Zimmer und war glücklich, weils hier so schön ist.

 
 

Heute.

Heute war ich nicht in der Schule, weil wir Befundung nach’m ICD10 hatten. Ich geh nur noch zu Unterricht, wo wir was Praktisches machen, was ich auch gebrauchen kann.
Ich war trotzdem in Mannheim. Schön heute war:

Ich hatte ne Verabredung im Café wg. der am Samstag beschlossenen Tarotlegung. Das war für mich eine wichtige Übung. Und dann war ich selbst mit der Legung richtig zufrieden, und die Lady auch. GUT.

Ich hatte Samstag im Alnatura ein Pflanzenwasser (Orangenblüte) gekauft. Das liebe ich, das ist ein Luxus, den ich mir erlaube und gönne. (Und die Flaschen sind wiederbefüllbar.) Kost 10,50 Ocken, das ist schon ein kleines bisschen viel Geld. Und dann hab ichs im Laden vergessen. Heute morgen hab ich angerufen, es hat tatsächlich jemand gefunden, und mittags vorm Kartenlegen habe ichs abgeholt. Da war ich sehr froh!

Und ich bin froh über meinen Schnusel und Gefährten.
Und über unseren Anwalt (heute kam wieder was und ich muss mich echt zügeln, dass ich nicht hier im Blog seitenweise meiner Entrüstung Luft mache). Das sind Übungen, wir sortieren unsere Prioritäten.

Keine pralle Sonne (wenn auch immer noch sehr warm) und über unserer Terrasse in Spiralen sich in den wolkendurchwirkten Himmel schraubende Mauersegler, dicht wie ein Mückenschwarm.

Speziell heute hab ich mich auch über einige kleine Traumfänger gefreut, die ich vor Jahren gebastelt habe. (Einer davon ist rechts zu sehen.) Ich mag sowas, ich würd für so krude-schnuffigen Hippie-Punk-Kram sogar Geld ausgeben. Wie schön, dass ich mir das selber machen kann und dabei genau meinen Geschmack treffe. Hehe.

Und dann bin ich mir auch selber dankbar dafür, dass ich mir heute erlaube, diese Dankesammlung ohne Gedichte zu veröffentlichen. Regeln wollen auch mal ihre Ausnahmen, und ich will jetzt Schluss machen. =)

Bis morgen, Ihr Lieben! ❤

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weil

Einfach ein update, weil ich (für meine Verhältnisse) lange nichts mehr gepostet hab.

Ich hänge hier seit längerer Zeit ziemlich tranig herum. Das hat verschiedene Gründe, die die geneigte LeserInnenschaft brennend interessieren. Drum zähle ich die Wichtigsten auf.

– Ich habe eine grundsätzliche Neigung zum tranigen Herumhängen.
– Ich habe nächste Woche A-Amt-Termin (-> Schreckstarre).
– Es ist dunkel, kalt und nass draußen.
– Anlässlich aktueller Ereignisse habe ich mehr als sonst im Netz rumgesurft, mich verzettelt und festgelesen.

Ich habe übers Rumfsurfen viel gefunden, das ich erst hier posten und verlinken wollte. Ich habe mich dagegen entschieden. Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, zu welchem Schluss ich gekommen bin, ohne dass ich mir vorkomme wie eine weltflüchtende Esoschwebse. Da kann ich gleich mal üben, mich nicht selber zu verurteilen.

Ich bin davon überzeugt, dass ich am besten zur Heilung der Welt beitrage, in dem ich mich um den Bereich kümmere, über den ich Macht habe. Das bin ich selber. Ich überlege, ob ich versuche, nen Job als Honorarkraft in der Flüchtlingsintegration zu bekommen. Ich denke, Handeln (und auch zielgerichtetes Nicht-Handeln, z.B. eben nicht die Angst-, Entrüstungs-, Zerreibmaschine mit am Laufen halten) ist hilfreicher als alle Videos und Statements, die ich hätte posten können.

Um trotzdem was zu Posten zu haben bin ich meinen neuesten Fotoordner durchgegangen. Das sind Bilder von vor ner Woche, als zwischendurch hier mal die Sonne schien und es unpassend warm war. Im Ordner fand ich paar Bilder mit netten Namen, die folgen nun.

Schwäne und seltsames Licht richtung LU

Ich will die Möve fotografieren!
(Dieses Bild könnte nach einiger Zeit verschwinden, denn ich habs auf dA hochgeladen mit dem Titel „dA learn Umlaute for Fuck’s Sake“. Kann echt nicht sein, dass diese internationale Plattform keine Umlaute in den Überschriften zulässt.)

Hier kokeln!

Weil ich grad über dA motze; ich möchte die Gelegenheit noch wahrnehmen, WP mitzuteilen, dass das Wegfallen aller ALLER Formatierungshilfen im html-Modus

Ich hab hier grad einige Zeilen Schimpfwörter gelöscht.

Apropos gelöscht: Oke, dann tippe ich den Code halt so ein, da lern ich was, es ist allerdings wirklich

dass ich das fast jedesmal zwei oder dreimal tun muss, weils erst mal einfach verschwindet. TippeltippelTIPPELtippel, yöh! fertig- WEG!
Und beim dritten Mal bleibts dann. Vielleicht. Was soll das? Ist das was Rituelles?!ß?

Echt nicht!

Kaugummiautomaten

So, jetzt wollt ichs wissen. Nachdem neulich Lady of the Dan hier war und sich für ihr Projekt Kaugummiautomatenfotoposter austoben konnte, habe ich heute einen echt schönen (Foto)Blog entdeckt, wo genau die Fragen auftauchten, die auch LotD und mich beschäftigten und bestimmt auch zahllose andere Leute:
Wer befüllt die eigentlich?
Zieht da überhaupt je jemand was raus?

Hier der Link zum Blogeintrag: Jetamele | Bunt an der Wand. Das Bild vom Automaten ist ganz unten, und in den Kommentaren tauchen die oben genannten Fragen auf.

Ich hab natürlich mal was aus so nem Automaten rausgezogen. Das ist so ungefähr 40 Jahre her, und ich weiß immer noch, wie hart und riesig so eine Kaugummikugel im Mund ist. Und was für Unmengen an süßer, klebriger, knallfarbiger Spucke das Kauen produziert. Und wie die dünnen Fetzen von geplatzen Blasen um den Mund rum kleben und ewig nicht mehr abgehen.
Das ist ne Kindheitserinnerung, bei der ich keine feuchten Augen bekomme. Das Erlebnis mit den harten Kugeln hab ich mir drei oder vier mal gegeben, dann war ich geheilt.

Trotzdem, in dieser Erinnerung stecken wichtige Hinweise auf die Sorte Leute, die aus solchen Automaten für Geld Zeug rausziehen. Es sind ziemlich sicher diese komischen Zwerge, die manchmal so unglaublich laut und anstrengend sind:
Kinder.
Ahhh! Genau! Drum hängen die Automaten auch so tief.

Und wer hängt die Automaten auf, um ans Taschengeld zu kommen? Ich hab die Wikepedia bemüht. Sehr nette Links unter dem Eintrag, vor allem zu diesem lesenswerten Artikel:
Gerhard Jahn aus Kammeltal ist der „Kaugummi-Mann“

Hamma das endlich auch geklärt.

Lichtblicke im Chaos

Trotz Sturm und Regen und atmosphärischer Störungen immer wieder neue Schönheiten auf dem Balkon.

Wie schon in meinem andern Blog erzählt hatte ich hier mega-Krise. Es ist nur wenig tröstlich, dass ich nicht die Einzige bin, die’s zur Zeit beutelt.

Es war so sehr viel los hier, in der letzten Zeit.

Wir haben oben den Dachboden bisschen gestrichen, das Bett hochgeschafft und es da wirklich gemütlich eingerichtet. Zum Schlafen ist es richtig schön da.
Und ich habe jetzt ein eigenes Zimmer ganz für mich und das will eingerichtet werden. Dazu bin ich auch noch nicht wirklich gekommen.

Weil, meine Ma war zu Besuch, just zu der Zeit, da der schwelende Streit mit meinem Schnusel so richtig ausbrach. Das war für alle Beteiligten NICHT schön. Wir alle hams, finde ich, den Umständen entsprechend und so gut wie wir konnten durchschifft. Hehe, kennt jemand „Typhoon“ von Josef Conrad? Eins meiner absoluten Lieblingsbücher.

Dazwischen hatte ich den ersten richtigen Beratungstermin zur Selbstständigkeit, der sehr gut verlaufen ist. Das heißt nicht, dass jetzt alles reibungslos klappt. Es heißt, dass ich ernst genommen werde und Unterstützung bekomme, und was daraus wird, das liegt zum größten Teil an mir.
Nächster Termin ist diesen Freitag, und ich habe mich bis jetzt nicht viel mit meinen Hausaufgaben dafür beschäftigen können.

Denn Lady of the Dan kam dann zu Besuch, was sehr schön war.
Wir sind viel viel in der Stadt herumgelaufen, und es hat ihr hier gut gefallen.
Sie sammelt grad Fotos von Kaugummiautomaten, und da hat Mannheim reichlich zu bieten. Hier noch ein Nachtrag, ein Schatz auf der Bürgermeister-Fuchs-Straße:

Gleichzeitig zog hier noch ein neues Kätzchen ein, das einem jungen Paar gehörte, die in einer kleinen Wohnung leben und jetzt ein Baby bekommen. Drum haben sie das Kätzchen abgegeben. Sie hieß auch Molly, genau wie unsere Kleine. Wir haben sie in Nelly umbenannt. Ich denke, der neue Name ist ihr geringstes Problem. Bevor sie zu uns kam, wusste sie nicht, dass es noch andere Katzen auf der Welt gibt, und hier ist sie gleich 3 von diesen Monstern begegnet. Sie saß den ersten Tag nur knurrend und fauchend unterm Sofa. Inzwischen läuft sie durch die Wohnung, frisst auch mal nen Breckie aus der Hand, jagt mit Tomboy Molly rum (noch nicht frei von Stress und Anspannung, aber doch immer fröhlicher) und knurrt uns fast nicht mehr an. Ob sie jemals so schmusig wird wie Molly? Muss sie ja nicht. Ich denke, sie wirds hier gut haben, sobald sie sich eingelebt hat, und wie ich höre kann das Wochen dauern. Also Geduld.

Prinzessin Nelly

Dann wollten wir am Wochenende auch noch Flohmarkt machen, was wg. Regens nicht möglich war. Stattdessen haben wir die von Katzen verwüstete Wohnung sehr gründlich geputzt, was auch dringend notwendig war.

Gestern haben wir dann meim Schnusel seine Leut in der Pfalz besucht, wo wir uns fröhlich mit sehr kalorienreichen, ungesunden Sachen vollgestopft haben.

Solche Besuche können wir auch nur ein- bis zweimal im Jahr machen, sonst müssen wir uns selber was zu essen mit nehmen. Tofutorte oder so.

Jo, und heute habe ich ENDLICH richtig Zeit für mich. Ich sollte eigentlich an den Hausaufgaben für den Beratungstermin sitzen. Jetzt muss ich erst mal auftanken. In den letzten Tagen habe ich mich schrecklich gefühlt ― unglücklich, voller Angst und bis ins Knochenmark ausgelaugt. Das kam, weil einfach zu viel los war und ich zu wenig Zeit für mich hatte, das alles zu ordnen. Zum Ordnen habe ich Tagebuch und auch die Blogs, und wenn ich dazu nicht komme, dann werde ich immer erschöpfter und unglücklicher. Jetzt spüre ich deutlich, wie ich langsam wieder heim komme. Noch nicht raus ausm Labyrinth, doch mit neuer Kraft, den Weg um die ganzen Ecken weiter zu gehen.
Und mein Schnusel lässt mich ganz in Ruhe und hat mir heute Morgen ein schönes Frühstück gemacht:

Mein Schnusel macht nämlich genauso gute Spiegeleier wie meine Ma, und das will wirklich was heißen!

Jo, also, insgesamt: besser. Und nu weiter um die Ecken.