Klage

Sonntag 18. & Montag 19. Juni 2017 ~ Dankesammlung

Gestern.
Gestern habe ich kein Gedicht geschrieben. Stattdessen habe ich mein seit Tagen schmerzlich vermisstes Liederbuch mit eigenen Liedern wiedergefunden – naheliegenderweise wars in der Gitarrentasche. Da hab ich natürlich tagelang nicht nachgeguckt… wär zu einfach. Danke, dass ichs wiedergefunden habe.

In dem Liederbuch hab ich ein altes Lied gefunden, das mir grad was sagt. Das ist das Gedicht für gestern:

Take your fear and make a song
make it tender, make it strong
cry it out for all to hear
get rid of your fear!
 
Lay it down for all to see
lay it down to set your mind free
some will hate it, some know what’s true
sharing life with you.

 

 
Dankeliste für gestern:

Ich hatte grässliches Kopfweh gestern und war sehr dankbar für Aspirin.

Dass ich das Liederbuch gefunden habe.

Das Übliche, immer wieder, gestern speziell: Die Mauersegler, mein schönes Zimmer, der Sonnenschein, der compfreie Tag. War wieder schön.

Gestern wäre Putztag gewesen, und den haben wir auf heute verschoben. Das hat meine Laune gleich enorm gebessert, gestern. =)

Und wieder ein Danke für und an meinen Schnusel, der mich zur Zeit oft tröstet. Mir gehts seltsam zur Zeit…

Das mit dem abgezählten Kaffee hat gut funktioniert — ich habe festgestellt, dass 4 Tassen immer noch ne große Menge Kaffee ist. Ab heute maximal 3 Tassen.
 

 

Heute.
Heute ist ein Comptag, und das drückt mir gleich auf die Laune. So viel zu sortieren, ich hab ne neue Festplatte bestellt, deswegen meine Bank besucht, dabei bekomme ich dann wieder so Mangelgedanken–

Mir drücken noch andere Dinge auf die Laune. Erklärungsidee: Ich hab mich mal wieder zu oft auf so Wake up Sheeple!-Matrix-böse Illuminaten-Blogs rumgetrieben. Da wurden Überlegungen angestoßen, wg. derer ich seit paar Tagen hadere. Meine Orakel waren auch nicht hilfreich. Das I Ging hat mir wörtlich gesagt, ich habe mich in eine Depression reinmanövriert, weil ich zu sehr aufs kollektive Ego gehört habe.
Hm, eigentlich ist das doch sehr klar und hilfreich, diese Ansage. 😛 Also danke.

Danke auch für die Räucherstäbchen (siehe rechts) zum Geldanziehen! Keine Ahnung, wo ich die her habe. Ich habe die Schachtel heute morgen im Räucherstäbchenschuhkarton gefunden und sehr grinsen müssen. Auf dass sie funktionieren! =)

Danke für die Sternenspirale am Anfang vom heutigen Beitrag. Die habe ich eben auf einer überquellenden Festplatte gefunden. Hab ich mit den Sternchenpinseln gemalt, die ich für Gimp gemacht habe. Damals, vor über zwei Jahren.

Außerordentlich dankbar bin ich auch, dass wir Putzen noch mal verschoben haben.
Morgen isses dann soweit. Morgen hab ich auch Schule, und es ist compfreier Tag. Passt.

Danke für den wirklich superschnuckeligen Radladen, wo ich eben mein Fahrhrad hingebracht habe. Morgen abend hol ichs wieder ab.

Danke für das winzige Café genau um die Ecke von unserem Haus, wo der Gefährte und ich eben einen Cappuccino getrunken haben. So nett dort, der warme Wind, die Schatten der Blätter auf den Bäumen, das sattgrüne Gras gegenüber – es ist SO SCHÖN hier! Und weils ein italienisches Café ist, ist auch der Kaffee gut. 

Ich bin auch dankbar, dass sich meine Laune und Befindlichkeit einigermaßen wieder einzupendeln scheint. Das geht so hin und her, die Tage. Ich kenn das, ich komm wieder in die Mitte, ich lern bestimmt auch was Wichtiges, und diese krassen Pestmomente, mei. Irnzwas in mir meint, ich brauch die. Da muss ich dann halt durch. Und, übrigens, Vetch: BRAUCH ICH NICHT!

Ahhh, und danke an unseren Anwalt. Es kam heute nämlich Info zur Klage unserer Exvermieters. Das hat mich kurz sehr gebeutelt, bis ich die Erwiderung unseres Anwalts las. Der hat nicht einfach reagiert, der hat das aktiv und wunderbar zerlegt. Das geht, indem er verwendet, was ist und war. Die Wahrheit.
Und nun genug dazu.

 
Joo, und nu noch das Gedicht. Hmja. Zur Feier meines wiedergefundenen Liederbuches, und weil ich heute zum Dichten zu faul bin, und weils so schön zum Nicht-Putzen passt, und weils andererseits überhaupt nicht mehr passt, weil ich inzwischen in fast jeder Hinsicht ganz anders lebe und dafür auch sehr dankbar bin — aus diesen Anlässen poste ich noch ein altes Lied. Das habe ich noch zu Schulzeiten in Köln geschrieben, als ich bei meinem damaligen Freund in seiner Winz-Ranz-Wohnung hauste, die er sich außer mit mir noch mit einem Mitbewohner und einem kleinen, dreifarbigen, unkastrierten Kater teilte.
 

Klage
 
Wo ist der Platz
für die Wäsche
die feuchte?
Wo der Raum für den Spül?
Die Sporen des Schimmels
bestäuben die Lüfte
Der Kater pisst hin wo er will.

Aus allen Ecken
quillt Glas und Papier
dezent versifft und zerwühlt.
Wo ist der Platz
für die Wäsche, die feuchte?
Wo der Raum
für den Spül?

 


 

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