kleine Dinge schaffen Wohnkultur

schöne neue Sachen

Oke, weils angefragt wurde. Ein Guck Mal Was Ich Tolles Gekauft Hab Konsum Beitrag.
Es gibt ja noch dies und das, was wir für die neue Wohnung gebrauchen können. Z.B. ein Kleiderschrank für mich. Ich hab das alles erst mal verschoben bis die Zeit der retro Venus vorbei ist. Ja wirklich. Ich hab zu oft gesehen, wie Leute Wundervolles während der retrograden Venus angeschafft haben (von Klamotten über neue Freundin bis zur neuen Wohnung), und als Venus dann wieder gradaus ging, hat’s nicht mehr gepasst.

Nu geht Venus seit dem 15. April wieder vorwärts und ich taste mich vorsichtig an die Dinge heran, die noch anzuschaffen sind. Erst mal kleinere Dinge.

Ein besonders kleines Ding ist unsere Küche. Als sie noch leer war, waren wir beide ratlos. Wir konnten uns nicht vorstellen, wie wir da jemals alles Nötige reinbekommen und wie da überhaupt Platz drin sein soll, zu kochen.


Hier ein Einblick in die kleine Hutschachtel von Küche mit Schräge als sie noch ganz leer war.

Nu hat der Gefährte einen Kumpel, der mit Küchen zaubern kann, und der hat es geschafft, genug von unserer alten Küche in das kleine Stübchen zu stopfen, inkl. Waschmaschine (die in der alten Wohnung im Bad war), so dass unsere neue Küche praktisch, schön (finde ich) und überhaupt ganz wundervoll ist.


Ja, sie ist vollgestopft, unsere Küche =)

Auf dem Foto oben steht der Stuhl, den ich in der Küche gebraucht habe, um an das Zeugs in den höhergelegenen Schränken zu kommen.
Dieser Stuhl ist Erstens: ein Projekt, zusammen mit seinen 5 Geschwistern. Das Polster ist ziemlich scheußlich, die sollen alle neu bezogen werden. Das werd ich selber machen. Dannmal.
Zweitens: zu groß für die kleine Küche, der nimmt viel zu viel Platz weg.
Auf dem Stuhl steht eine Schüssel von einem ’skandinavischen‘ Möbelhaus, das der Gefährte und ich inzwischen aus vielen Gründen und aus ganzem Herzen verabscheuen. Die Schüssel ist praktisch und optisch völlig oke – und doch, wir wollen sie und ihre Geschwister nicht mehr haben.
Also haben wir gestern beim Möbelum, wo wir noch Bretter für dem Gefährten sein Pocket bestellt hatten, den Kaufrausch gehabt – vor allem der Gefährte ❤ , und wir haben 4 neue Schüsseln gekauft, und einen superpraktischen Küchenhocker mit Klappleiterchen. Meine Omi Solingen hatte auch einen Küchenhocker mit Klappleiterchen, den ich sehr geliebt habe. Ihrer war aus Metall und Plaste; Holz ist mir noch lieber. Ich bin froh!


Neuer Hocker, neue Schüsseln. Und ja, sie IST vollgestopft, unsere Küche. Ich MAG das. ❤

Und das Beste: Der Hocker passt grad so in die einzige noch freie Nische, die wir hatten.

Jo. Dann brauchten wir noch Sets, die waschbar und nicht aus Plastik sind. Achja, und schön sollen sie auch noch sein. Die zu finden ist erstaunlicherweise nicht so einfach. Wir haben uns mit vier Rottönen eingedeckt, die auch gut zu unseren beiden alten Sets passen, die ich damals in München beim Condrobs-Spendenladen – is ja egal! Hier die neuen Sets (das Gestreifte ist eins der Alten):


Ajo, es gibt Spannenderes als diese Sets. Ich zeig halt alles, was wir gestern angeschafft haben. =)

Und dann haben wir uns noch zwei Küchenhandtücher gekauft, die wir beide so schön fanden. Und gebrauchen können wir sie auch, wasn Glück. =)


Noch unspannender… und krumplig, weil grad frisch gewaschen.

Ajo. Now you know. Und jetzt spar ich auf nen Kleiderschrank.

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Kleine Dinge schaffen Wohnkultur

Wie andernorts schon mal erwähnt, war das der Titel des ersten Artikels, den meine Mutter als blutjunge Journalistin geschrieben hat. Ich greife den immer wieder gerne auf. Er passt zum Beispiel wunderbar über diesen meinen Bastelartikel, in dem ich euch zeige, wie ihr aus einer leeren Katzenfutterdose und ein paar Gummis ein superstylisches Schreibtisch-Accessoire basteln könnt.

(Volle Katzenfutterdosen sind auch als Schreibtisch-Accessoire zu gebrauchen. Sie lassen sich ohne großen Aufwand als Briefbeschwerer verwenden. Einfach auf die zu beschwerenden Briefe stellen: Fertig.)

Bevor ich mit der Bastelanleitung in die Vollen stoße, schnell noch was g’scheitgehaferlt: „Accessoire“ wird „AKzessuar“ ausgesprochen. Das hat uns damals unser Französischlehrer so eindringlich reingerieben, dass ich das unbedingt weiter geben muss. Ich bin eh noch traumatisiert vom Französischunterrricht. Wegen Französisch bin ich sitzengeblieben, ich hatte eine glatte 6. Nur in Latein habe ich das noch unterbieten können mit einer Extemporale, für die ich die Note 6- bekam. Wer nicht weiß, was eine Extemporale ist: Seid froh! Und „Citroën“ wird „ssssitroEn“ ausgesprochen.

Oke, die inneren LehrerInnen-Stimmen sind ruhig, also los. Das stylische Schreibtisch-Accessoire. Eine Dose zum Stiftereinstellen.

TaDAAAA!

Ich weiß nicht, ob ich mir wirklich die Mühe machen soll, zu erklären, wie ich das hergestellt habe. Andererseits: Ein Blog will gefüllt sein!
Dose öffnen und leeren (Praktisch, wenn du Katzen hast, die den Inhalt fressen. Sonst tut’s auch eine Dose Erbsen oder so, die du selber isst.), Ettikett abmachen, Dose spülen (vorsicht mit dem Rand, der bisschen scharf sein kann), trocken lassen, bunte Gummis drumrumziehen.

Die Wahrheit:
Ich wollte dringend mal wieder einen VETCHBLOG-Artikel schreiben. Da war mir jetzt jeder Anlass recht.

Außerdem: Mir gefällt das wirklich. Ich find das ne wirklich hübsche Dose. Die Gummis sind nicht ideal, es sind diese Minigummis, mit denen kleine Mädchen vor einiger Zeit pausenlos Armbänder gebastelt haben. Ich glaub, der Spuk ist inzwischen ziemlich vorbei… Ich hab noch eine Handvoll Gummis von meiner angeheirateten Nichte. Ich heb alles auf, das bunt ist.
Jedenfalls, diese Gummis sind bisschen überfordert mit dem Dosenumfang. Mir sind drei oder vier beim Aufziehen gerissen, und seit die Dose im Regal steht, sind auch schon drei abgeplatzt. Ich hab zwei durch Haushaltsgummis in hübschen Farben ersetzt. Besser, also wirklich gut, sind diese dünnen Haargummis, die es manchmal in knallbunten Farben zu kaufen gibt. Nicht immer, heute z.B. habe ich in zwei Drogeriemärkten nach ihnen geguckt und nur schwarze, braune und rosane gefunden. Und wenns mal wieder schöne, interessante Farben gibt, dann greif ich zu.

Gut. VETCHBLOG-Artikel geschrieben. Bleibt dran, demnächst erzähle ich euch, wie ihr aus alten T-Shirts ganz tolle Untersetzer basteln könnt!

Landlust

Neulich hab ich mit einer sehr guten Freundin telefoniert, und die hat mir von einem Buch erzählt, das ich mal lesen möchte, vom Herrn Storl, zu Pflanzendevas. Den Herrn Storl kenne ich erst neuerdings aus einem Filmchen über Brennnesseln (3 n!), den ich anlässlich meiner Brennnesselzucht aufm Balkon neulich geguckt habe. Dieses Wolfsshirt… schauder
Egal. Der Typ ist mir sympathisch.

Meine Freundin hat mir ein bisschen aus dem Buch erzählt und damit in mir den Wunsch geweckt, doch wieder die Jahreszeitenfeste zu feiern. Ma guggn.
Und außerdem habe ich jetzt auf dem Balkon was für die Pflanzendevas aufgestellt, nämlich zwei ganz entZÜCKende Fingerpuppen (die ein Geschenk von eben jener Freundin sind).

Ursprünglich waren das Dr. Freud und Hexe. Nun sind es Friedrich und die Alte Hohepriesterin. Die Hohepriesterin ist, hab ich das Gefühl, SEHR froh inmitten der wuchernden Brennesseln. Raus aus der Jurte und der kahlen, leblosen Steppe rein ins Gewucher und pralle Leben, zusammen mit Friedrich.

Auf unseren Balkons bist du im prallen Leben. Schräg rechts gegenüber wohnen so ungefähr 500 Kinder, von der eher kleineren Sorte. Wenn das deutsche Kinder wären, hätten die alle ADHS und würden mit Ritalin zugedröhnt. Zum Glück kommen sie aus einem Kulturkreis, wo die Mütter nicht „Seid still! Die Nachbarn!“ sondern irgendwas anderes rufen, in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Da die Kinder sehr laut sind, müssen die Mütter noch lauter sein. Das schaffen sie. Beeindruckend.

Es wohnen noch viele andere Familien hier, deren Geräusche wir ständig hören, die 600 Kinder sind halt die lautesten. Dazu kommt oft orientalische Musik, Küchenklappern, Besuch, der gefeiert wird, sehr selten auch mal Streitgebrüll.
Neulich sangen von links unten sehr deutsche, junge weibliche Stimmen irgendwas Lieblich-Unbedarftes mit Klampf dazu.

Ich LIEBE es hier. Es ist laut hier, ja. Ich wills nicht anders. Oh gosh, ich liebe es hier so sehr. Ich bin dankbar!

Für die Pflanzendevas habe ich noch die kleine Hummelfrau aufgehängt, die hab ich mal selbst gemacht, frei nach den Nanas von Nicki de Saint Phalle.

Die Tentakelpflanze von letztem Jahr ist wieder auf dem Weg zur Weltherrschaft:

Als ich mal zu viele Sojabohnen eingeweicht habe, habe ich paar davon in nen Blumenkasten gelegt. Bin gespannt, wie die sich noch weiter entwickeln:

Die ersten Blüten schlüpfen:

In dem Kasten, den wir im Frühjahr nicht ausgeleert haben, ist einfach gewachsen, was vom letzten Jahr noch da war, und da blühts schon richtig:

Und die gekaufte Minze und der gekaufte Salbei (aus friedfertiger Landwirtschaft – dort wird Spargel  nicht gestochen, sondern aus der Erde gekuschelt HAHAHAargh) also, die fühlen sich auch wohl.

Alle Kästen haben vor ein paar Tagen eine deosprühergroße Ladung Brennnesseljauche abbekommen, die ich in einem Winzblumenpott mit Blättern unserer Winzbrennnesselzucht angesetzt habe. Daraufhin hatten wir kurzzeitig richtig Landluft aufm Balkon.  ❤

blubber

Projekte

Seit dem letzten Neumond hats mir mehr und mehr die Sprache verschlagen. Ich schiebe das einfach auf den rückläufigen Merkur, der seit einer Woche wieder vorwärts geht. Am 6. Juni sind wir ganz aus der Nummer raus, und ich ahne, dass ich dann blogmäßig wieder in Fahrt bin.

Hier&Jetzt hab ich erst mal aufzuräumen und einige lose Fäden aufzunehmen und zu verknüpfen.
 

PROJEKT NIE WIEDER TETRA PAK
Funktioniert. Seit ich den Sojamilchmacher bestellt habe, haben wir kein Tetra Pak mehr gekauft.

Um die Frage von Marille Grünblatt zu beantworten:
Ich habe inzwischen Mandel Milch gemacht, auch gemischt mit Cashews, die ist köstlich geworden.
Reismilch geht auch gut, mit einem EL Öl und 5 Cashews.

Cashews sind überhaupt köstlich und damit werd ich noch einiges andere ausprobieren. Und wie erfreulich:
„In kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewkernen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin. Gemeinsam mit dem Vitamin B6 (Bierhefe, Kartoffeln) kann Tryptophan helfen, Depressionen zu behandeln.“ Wikipedia

Hafermilch dagegen hat nicht gut geklappt, weil ich die warm hergestellt habe, und dabei wird Hafer schleimig. Wie ich weiß und ausgeblendet hatte. Drum hatte ich keine Milch, sondern Brei. Logisch. Ging dann übers Müsli weg. Ein bisschen davon auch sehr gut in Saucen.
Außerdem habe ich inzwischen rausbekommen, dass die Süße der vormals gekauften und so geliebten Hafermilch durch hinzugefügte Enzyme ensteht. Das kann ich zuhause nicht nachmachen. Also Hafermilch derweil gecancelt, wobei ich noch mal die kalte Methode versuchen werde. Dannmal, wenns is.

Der wunderbare Nebeneffekt beim Sojamilch machen sind die Okarapöppel. Jedesmal werdense bisschen anders.

Pöppelcairn an Paprikageröllhaufen in Cashewmilchpfütze

 

PROJEKT NIE WIEDER ALUHÜLLEN
Die Firma Glafey hat mir ein zauberhaftes Paket geschickt, also, meine Bestellung ist angekommen.
Ich habe jetzt eine Menge Teelichte ohne Hüllen und vor allem habe ich einige Dosen „St. Peter“ und „vierteljährlich“.

Ich habe vor Kurzem begonnen, mit selbstgebastelten ÖlLichtern zu experimentieren und habe damit das Gefühl, ich bin wieder ein Wegstück weiter heimgekommen. Anders kann ichs nicht ausdrücken. Diese Öllichter erfordern Pflege, und das mach ich sehr gern. Das Licht und das Zubehör und alles daran ist schön, finde ich.

Ein Foto vom Chaos auf meiner Truhe/dem Altar. Zu sehen sind drei Ölflaschen zum Nachgießen, drei Becher mit Dochten in bunten Papierhaltern (für St. Peter, Foto davon unterm Beitrag) und ein Glas mit Dochten in weißen Papierhaltern für „vierteljährlich“ (catchy names ham die Glafeys). Der Schwimmer für „vierteljährlich“ liegt auch im Glas, der war noch nicht im Einsatz. Die passen perfekt in Teelichtgläser. Perfekt!
Rechts im Bild mein Schmuckteller, der nichts mit den Lichtern zu tun hat und nur so aufs Bild geraten ist. Ist auch hübsch.
Darunter, unten rechts, liegt ein selbstgemachter ÖlLicht-Schwimmer. Da werde ich noch mehr machen, weil die für größere Gefäße gut sind. Und alles sieht toll aus. Das Licht scheint durch das Öl und das Wasser; Magie, Steampunk, Zauber, Wunder.
Ich bin froh! ❤

 

PROJEKT WENIGER PLASTIKMÜLL
Naja.
Es wird sehr allmählich und doch merklich weniger. Trotzdem immer noch anderhalb gelbe Säcke auf zwei Wochen. Viel zu viel. Weiter mit Weniger!
Wir brauchen immerhin so gut wie keine Plastikmülltüten mehr, weil wir in der Küche den Mülleimer abgeschafft haben. Stattdessen, sehr fotogen mit dem Fensterkristall Lichtfleck:
Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin, also, vor vielen Jahren, das wundert mich sehr.

Den Plastikmüllbeutel im Bad, wo der Katzendreck reinkommt, lege ich inzwischen auch mit Zeitung aus, dann wird der Beutel nur ausgekippt. Wir haben seit vielen Tagen den selben Beutel im Einsatz.

Kleine Schritte.
 

 

Teelichter ohne Aluminium Pt. 2

Ich bin noch gar nicht so weit. Trotzdem ein Zwischenbericht. Gestern kam tatsächlich noch der Katalog von Glafey, was mich sehr gefreut hat. Ich werde auch ein paar Schachteln Teelichte bestellen. Die ’normalen‘ und St.Ursula® (:D), gleicher Durchmesse, viel höher. Wunderbar für unsere Laternen. Und drei passende Gläser dazu.

Und vor allem werde ich das hier bestellen, weil es mich fasziniert:

Zu finden auf der Homepage von Glafey,→ „Lichte“ und dann ganz unten.

Sowas von entZÜCKend! Allein die Schachteln. Und vor allem: die brennen ohne Paraffin und ohne Stearin, das ist nämlich das nächste Problem nach den Aluhüllen. (Alles im Netz, z.B. hier.)
Zu diesen ÖlLichtern habe ich auch eine Selbermach-Anleitung gefunden und es SOFORT ausprobiert.
Wir haben fast keine Dosen im Haus, und ich hab jetzt auch nicht vor, deswegen welche zu kaufen. Eine Dose Kokosmilch hatte ich. Die Milch ist jetzt im Schraubglas im Kühlschrank, und der Deckel ist teilweise hier:

Da wir neugierige und lebhafte Katzen haben, trage ich das Licht immer mit mir rum, wenn ich das Zimmer wechsle. Das verträgt es gut.

Der Docht war noch zu lang, die Flamme hat etwas gerußt, drum hab ich ihn gekürzt. Vielleicht ein bisschen zu sehr.

Trotzdem, ist es nicht schnucklig? Ihr seht hier auch gut die zwei Schichten Flüssigkeit: unter dem Öl ist Wasser, damit die Lampe sofort erlischt, wenn das Öl verbrannt ist. Ich habe – weil ich sonst nur teures Ölivenöl habe – Bratöl genommen. Das Licht ist jetzt schon ne Weile an und ich riech gar nix.
Morgen kaufe ich preiswertes Rapsöl. In der Glasflasche!

Nachtaltar

Wayne kam grad wieder vorbei. Ich hab gestern Nacht hübsche Fotos von meinem kleinen Nachtaltar gemacht, und die wollt ich jetzt in einem Beitrag zeigen, und plötzlich war ich wieder dabei, nen Riemen zu meiner spirituelle Biographie zu verfassen. Weil ich meine, ich müsst erklären, warum ich nen Altar habe und warum da ausgerechnet Durga, Hanuman und Shiva drauf sind, und wie mein Verhältnis zu denen ist.
Und da muss ich erst mal AUSHOLEN…Ja genau. Wayne interessierts. Ich werd mal ne Bio-Seite für ihn posten.
Hier&Jetzt die Bilder. Sie sind mit Absicht so verschwommen, und die fehlenden bzw. knalligen Farben sind auch Absicht.


Ich wollt die in einer Reihe haben, drum sind sie so klein, Wers groß mag: anklicken.

Und warum Durga, Hanuman und Shiva, das ist leicht erklärt. Ich hab das Bild 2013 in Indien gekauft (erster und bis jetzt einziger Besuch dort). Ich wollte Durga, und die beiden andern sind halt mitgekommen und auch willkommen.
Meine Spirituelle Praxis diesbezüglich besteht darin, ihnen oft ne Kerze und/oder etwas Duftendes anzuzünden. Dabei übe ich, mich im Hier&Jetzt zu verankern. Und im Herzen zu bewegen, was die drei repräsentieren.

 
Achja, und weil ich grad bei indischen Gottheiten bin: Der in Köln verschwundene kleine Ganesha ist auch wieder aufgetaucht, nachdem ich ihn gerufen hab.

Muhmenpott

Ein Tag nach der Sommersonnenwende. Eben lugte die Sonne kurz durch die Wolken und warf schöne Schatten, Farben und Reflexe auf den Tisch.
Und jetzt ist es wieder so trüb. Seufz.

Die Blütenblätter in dem Glas hab ich auf dem Balkon gesammelt, wo ich täglich Verblühtes abschneide. Das kann ich ja nicht einfach in den Müll schmeißen. Erst kommen die bunten Blütenblätter in das Glas auf dem Esstisch.
Später kommen sie dann in meinen Muhmenpott.

Der Muhmenpott ist ne alte Tonvase, die ich schon seit – wow, die habe ich noch zu Schulzeiten angelegt.
Ich will nicht drüber nachdenken, wie lange das her ist. grusel Fühlt sich an wie neulich.

Der erste Input dazu kam mir in den 80ern, als ich noch zur Schule ging, durch ein Buch von Luisa Francia. Das war Zaubergarn, mein allererstes Hexen-Frauen-Sprit-Maggie Buch. Es lag bei uns in der Wohnung rum, weil Luisa Francia in einer Sendung meines Vaters aufgetreten war. (Mein Vater war damals beim Regionalfernsehn.) Ich hatte die Sendung nicht gesehen, er hatte mir nichts darüber erzählt, und ich kannte auch Luisa Francia nicht. Ich kannte nichts dergleichen. Und dann fand ich dieses hübsche Buch bei uns rumfliegen und war sehr sehr SEHR angetan davon.
Heute habe ich kein Buch von Lusisa Francia mehr, aber damals hat sie mich inspiriert und in gewisser Weise auch initiiert. Darum danke, Luisa!

Jedenfalls, in einem ihrer Bücher las ich was über das Anlegen eines Ahninnentopfes.
Bevor ich da jetzt lang drüber erzähle ― ich habe ->hier<- einen Blogeintrag gefunden, der den Ahninnentopf gut erklärt. (Das steht auch, in welchen Büchern von L. Francia der vorkommt: Steinreich und Der Magische Alltag. Ja, die hatte ich wohl beide. Ist mir ja auch beides ein Anliegen. <\8) )
Was mich damals gleich bewogen hat, den Muhmenpott anzulegen, war Luisas Beschreibung vom Schicksal der Dinge, die wir dann hineingeben. Der Muhmenpott/Ahninnentopf ist nicht nur für Schönes, sondern dient auch als Transformations-Kessel. Zum Beispiel für unangenehme Briefe und andere eher eklige Sachen, die uns vielleicht auf der Seele liegen. Die werden dann von den Ahninnen durch den Sand gezogen, in den Wind geworfen, verwirbelt, verkichert und in ihrer Wirkung verändert.
Sowas kann sehr gesund sein!

Ich hab ein Foto von 2003 gefunden, da hab ich noch in Passau gewohnt.

Das ist derselbe Muhmenpott, den ich Jahre zuvor noch zu Schulzeiten angelegt hatte. Heute steht er bei uns im Schlafzimmer auf nem Schränkchen.

Wenn ich auf Reisen gehe, nehme ich einen kleinen Muhmenpott-Ableger mit, ein Schraubglas, in das ich bisschen Krümel aus dem Mama-Muhmentopf fülle.
Unterwegs kommt dies und das dazu, und das kommt dann zuhause wieder in den Muhmenpott.

Ich kann das Anlegen und Pflegen eines Muhmenpotts nur empfehlen!

Muhmenpott