Konsum

16. & 17. Juni – Freyjatag und Samstag ~ Dankesammlung

Gestern war compfreier Tag, und das hat gut geklappt. Ich guck mal eben in mein Reinschreibebuch, was ich gestern so notiert habe. =)

Das Gedicht für den Tag — naja, so ne Art Gedicht — hab ich gleich nach dem Aufstehen gemacht:

Wolken liegen im Himmel
wie auf Glas
Blätterschatten
flackern und flimmern
weils der Wind mag.
Heute ist compfreier Tag.

Fängt schon gut an!

 

Die Liste der gestrigen Dankes:

Nen guten Rest altes, eingedicktes Patchouli-Öl gefunden. Das ist auf jeden Fall älter als 20 Jahrer, und es duftet wundervoll. Patchouli altert sehr gut und wird dadurch immer besser.

Der Wind!

Das Gabelmobile. Es kommt immer mehr heim. =)
Inzwischen hängen ja auch Kristalle drin. 

Vögel. Gestern wieder ein kleiner Schwarm – naja, eine Meute – Papageien, die vor meiner Nase über unser Dach flogen. Und der eine kleine Mauersegler, der über meinen Kopf voll auf die gegenüberliegende Mauer zuraste und ohne Tempominderung unterm Dach verschwand. Wow. Ich hatte nasse Augen.

Die Musik aus den vorbeifahrenden Autos. Ich liebe die Mischung. Deutscher Bin-So-Tief-und-Gefährlich-Doofräp, türkische eher traditionelle Herzschmerzlieder, arabischer Tanzpop, italienische Schnulzen, manchmal nur Bässe (Manche mögen es, in einer dröhnend scheppernden Blechdose rumzurollen) — ich LIEBE die Musik aus den Autos. Auch, weil’s immer nur kurz ist. =)

Danke für meine Reinschreibebücher. Habe gestern Fotos gemacht, das unten ist aus dem Gelben, Anfang 2016. Wie üblich ist mir irgendwann Kaffee drüber gelaufen. 😛

was mach ich mit dem Mond

 

Nun zu Heute.

Heute war ein  — seltsamer Tag, ums sehr freundlich auszudrücken.

Morgens fand ich das oben erwähnte Gabelmobile auf dem Terassenboden liegend. Der Wind, der starke Wind. Und ich hab das erst mal persönlich genommen. DAS will ich mir dringend abgewöhnen!

Außerdem habe ich heute beschlossen, meinen Kaffeekonsum zu reduzieren. Heute hab ichs mir krass gegeben, und nachmittags hatte ich einen – weißnicht. Eine Pestattacke mit körperlichen Auswirkungen. Und ich glaube nicht wirklich, dass der Kaffee schuld ist. Trotzdem halte ich hier&jetzt in unseren interessanten Zeiten jeden suchtartigen Drogenkonsum für außerordentlich unheilsam.
Also. Ab sofort jeden Tag nur noch zwei Becher oder 4 Tassen. Das ist immer noch viel. Ich MUSS den ja auch nicht trinken; ich darf. Ich habe beschlossen, dass ich weiterhin Kaffee trinken darf. Ich liebe Kaffee. Ich mag den Geruch, den Geschmack, die Farbe, die Wirkung, die Becher und Tassen ~ das ganze Ritual und Gedöns, das bei mir mit Kaffee verknüpft ist.
Und ich habe darum beschlossen, Kaffee mit mehr Respekt zu genießen und ihn als etwas Besonderes zu behandeln. Vielleicht schaffe ich kaffeefreie Tage. Achwas ‚vielleicht‘. Natürlich schaffe ich das. Muss mich erst bisschen runterdosieren, wenn ich gleich auf Null gehe, bekomme ich Kopfweh.

Gut. Für diesen Entschluss Danke!

Auch danke für die Idee mit den compfreien Tagen. Morgen wieder. Basst, ist Putztag, da bin ich eh beschäftigt. (Schon wieder ne Woche rum.) Vielleicht verschiebe ich was in der nächste Woche, damit Sonnenwende compfreier Tag wird. Vielleicht nicht, vielleicht nehm ich’s wie es kommt.
Auf jeden Fall DANKE für die compfreien Tage. Gestern war gut.
Ich habe große Teile meines Lebens ohne Computer verbracht, meinen ersten eigenen hatte ich erst in den 90ern. Ich hab in der Zeit vorher auch einiges gemacht in meinem Leben…

Jo. Und dann war heute was… mit Wut in mir, mit dem Schmerz der Erde, mit Grenzen ~ es gibt paar Dinge, mit denen ich grad stark hadere. Und ich bin da noch nicht auf dem Boden meiner selbst angelangt. Ich weiß z.B. nicht, ob ich die Mondmedis noch machen will.
Bis zum nächsten Neumond ist noch ne Woche. Bis dahin werd ichs wohl wissen.

Und nu ist hier für heute Schicht. Bis übermorgen, oh Internetz! =)

Das Gedicht.

Katze Molly
gehört mir nicht, hört nicht
ringelt sich ein
auf meinen Händen
an meinem Herzen
heilt sie
mich
.
 

 

Und noch ein Danke! an meinen Schnusel!

 

31. Mai ~ Dankesammlung

Achja, gestern hätte ich meine erste geschäftliche Tarotlegung gehabt. Das musst ich absagen. Stattdessen war ich mit dem Gefährten in der Tierpraxis und hab unsere Tapferkatze abgeholt.
Ich hätt Tarot gerne morgen nachgeholt, und nu ist die Kundin krank. Ob das noch was wird?

Ich hab das Gefühl, es liegt an mir, an meinen Erwartungen. Ich hab mich von Anfang an dabei erwischt, dass ich gezweifelt habe, ob der Termin zustande kommt.
Es gibt überhaupt reichlich spirituelle Hausaufgaben für mich zu tun. Heute Morgen und Vormittag gings mir gar nicht gut. Wg. der Tierarztrechnungen – da stehen noch welche aus, die werden auch nicht ohne sein – bin ich in Angst gerutscht.
Ich habe sehr deutlich gemerkt, dass mein Verstand mir da nicht weiterhilft. Geholfen hat, das Gefühl von Fülle hervorzurufen. Und es half, paar Sachen zu erledigen, die ich online zu tun hatte und dann den Rechner auszumachen und mich mit Naheliegendem vor Ort zu beschäftigen.

Jedenfalls bin ich dankbar für die Erkenntnis heute, wie mein Denken mir Leid und Not schafft, wenn ich nicht achtsam und diszipliniert bin. Ich hab zu üben, und das mach ich gern! ❤

Ich bin auch sehr dankbar, dass es ganz bedeutend kühler geworden ist. Ein wunderbarer Tag heute, frische Luft, sanfter, kühlender Wind, warme gelbe Sonne.

Und ich so matschig…

Das wurde besser, als ich mich mit Haushalt beschäftigt habe. So gings mir ja neulich schon mal. Eine wirklich erstaunliche Entwicklung, das. ❤

Ich hab heute endlich wieder Mandel-Cashew-Milch gemacht. In den schwülen Tagen ist mir die so schnell schlecht geworden, dass ich’s leid war und gar keine mehr gemacht habe. Jetzt geht’s wieder. Das war schön, ich mach das sehr gern. Und ich hab so einen schönen Blick aus dem Küchenfenster, ins Grüne, auf gelbe Sonnenschirme eines Restaurants. ❤

Da ist die neue Müllschüssel im Einsatz, die ist so SCHÖN. Ich liebe Gelbgrün. Und seit – hey, genau seit einem Jahr und zwei Tagen hab ich eine Müllschüssel im Einsatz und brauche deswegen für den Hausmüll keine Plastikmülltüten mehr. (Alle paar Wochen mal eine für’s Katzenstreu, das wir inzwischen hauptsächlich per Papiertüten entsorgen – die Papiertüten, in der das Streu verkauft wird.) Dafür auch DANKE! ❤

Dann bin ich dankbar, dass ich mein gestern begonnenes Projekt Ätherische-Ölfläschchen-am-Deckel-Beschriften heute zum Abschluss gebracht habe. ❤

Auf die Idee hätte ich vor 20 Jahren schon kommen sollen! Hätte mir zusammengerechnet bestimmt ein paar Wochen Suchen und Kramen erspart… X) Nu isses endlich getan, und grad passend, denn morgen mach ich wieder neues Deo.

Für dieses Deo bin ich immer noch und mal wieder auch SEHR dankbar. Die heißen Tage jetzt hat es wunderbar funktioniert. Besser als Gekauftes, möcht ich behaupten. Echt, Leuts, macht euer Deo selber! Es ist unglaublich einfach, geht ratz fatz, ist viel billiger, viel gesünder, es riecht so, wie ihr wollt, und es funktioniert richtig gut. Danke für das Selbstgemachte Deo! ❤

Achgosh, es gibt viel zum Dankbarsein, heute. Ich hab danach den Mangold vom Balkon geerntet. Kein einziges Foto dazu; ich war mit Kochen beschäftigt und bisschen in Eile. Es war eine nicht wirklich große Portion, dafür war es SEHR lecker.
Wen es interessiert: Ich habs nach einem bewährten exotischen Vetch-Rezept gemacht:
Kokosöl heiß werden lassen (nicht zu heiß, neh?), jeweils so… nach Gefühl… Ingwerpulver, Koriandersamen (zermörsert), bisske Bockshornklee, Kreuzkümmel rein. Wenns duftet ne kleine kleingewürfelte Zwiebel drauf, wenn die glasig ist (bisschen braun schon) den kleingeschnittenen Mangold drauf. Eine kleine Weile braten/dünsten  – erst brät er, bald dünstet er, wg. Deckel drauf: Kondenswasser. Dann noch Salz und Pfeffer. Und dann noch einen Schwall frisch gemachter Mandel-Cashew-Milch drauf, wenn zur Hand. =) Dazu Kartoffeln. MJAM.

Also, Danke für den superleckeren Mangold! Möge er schnell und kräftig wieder nachwachsen! ❤

Nach dem Essen sind wir mit unserem Sorgenkätzchen wieder in die Tierklinik. Sie bekam eine Spritze, ein Antidepressivum (das wirkt bei Katzen appetitanregend), und übermorgen müssen wir wieder hin. SEUFZ.
Sie liegt jetzt in ihrem Aquarium und maunzt, wenn wir in der Nähe sind. Nächste Woche werden die Fäden gezogen, dann kann endlich die elende Halskrause weg.

Oh Schnutzel! Da musst du jetzt noch ne Weile drinsein. 😦

Hachja.

Oke, dann hab ich noch ne Runde gedreht, ich musste noch mal raus, einfach so rumschlendern. Im Ökoladen wartete noch eine Haferschnitte auf mich – danke! ❤ Die sind oft ausverkauft um die Zeit.
UND!
Neulich hab ich den Chef gefragt, ob er noch von dem Senf hat, den ich vor Wochen aus der Reduziert-weil-bald-abgelaufen-und/oder-aus-dem-Sortiment-genommen-Kiste gekauft hab. Nee, ist aus dem Sortiment genommen.
Scheint, er hat geguckt und noch ein Glas gefunden, das ich eben in oben erwähnter Kiste fand. Und da zeig ich jetzt ein Foto von. Konsumterror, hemmungslose Werbung, und wenn Zwergenwiese mich dafür mit einer Ladung dieses Senfes bezahlen will: Immer HER damit! Ich mach in jedem Blogpost Werbung dafür, wenn die wollen.Mit so nordischen Zutaten wie Agavendicksaft, Ingwer, Nelke, Kurkuma, Paprika und Chili. Und der ist LECKER! Danke, dass ich den heute gefunden habe! ❤

Auf dem Heimweg fand ich außerdem einen Aushang: KATZE ENTLAUFEN.
Nee, näh?
Nach dem Foto hätte es die Katze sein können, die uns das Tierheim gestern zuerst beschrieben hat, also haben wir dort angerufen. Stellt sich raus, das Kätzchen ist schon wieder daheim. Auch dafür Danke! ❤

Im Tierheim die Lady sagte uns, zur Zeit gebe es massenhaft Fundkatzen. Vielleicht wg. der Hitze.

Jo, das wars für heute. War viel.

Außerdem ist der letzte Maitag und ich habe meinen „Monat voller Danke“ erfüllt. Nu frag ich mich, ob ich das weiter mache. Es war schön, jeden Tag was zu schreiben zu haben. Es gab mehrere Tage, da war mir gar nicht danach; und grad da war’s heilsam und hilfreich. Ich möchte das gerne weiter machen.

Andererseits hab ich auch manche Tage echt lange Laberposts produziert, so wie heute z.B. Wer weiß, ob überhaupt jemand bis hier gelesen hat.  X)

Dann wiederum kann ich natürlich in meinen Blog buchlange Beiträge reinschaufeln, solange ich mag. Und wenn ich diese Dankeliste nur in mein Tagebuchfile schriebe, würde ich es wohl nicht so diszipliniert durchziehen. Also. Ich häng noch einen Monat dran!

Dann bis morgen! ❤ und danke für’s Lesen =)

 

24. Mai ~ Dankesammlung

Heute Danke! für einige schöne Konsumgüter und für Immaterielles.

Erst die Sachen.

Ich hab einen neuen Krug.
Hab ich ja erzählt, wie ich meinen geliebten hellblauen kleinen Schnuffelkrug am 21. Mai hab fallenlassen. Und wie niedergeschmettert ich deswegen war. Und wie passend der Verlust war, weil ich grad über Anhaftung an Dinge und Konzepte nachdachte, die uns gefangen hält- kräsch!
Wir haben am selben Tag noch im Internet nach Ersatz geguckt, und unter Lawinen von teilweise grauenhaftem Zeugs und auch sehr hübschen, teuren und zu großen Krügen fand ich genau einen einzigen ähnlichen Krug. Den ich gleich bestellt habe. Gut bezahlbar. Er ist jetzt da. Ich bin dankbar, weil er von Form und Größe fast genauso ist, wie mein Schnuffelkrug. Die Farbe – ich hätte lieber eine andere gehabt; es gab leider nur noch Grau, das wollte ich erst recht nicht. An dieses kräftige Blau muss ich mich noch gewöhnen.

Achdoch, der ist hübsch. Ich muss meinen blassblauen Schnuffelkrug noch richtig losLASSEN, dann gefällt mir dieses Knallblau bestimmt auch sehr gut. Der Glasdeckel (von einem kleinen Weckglas) passt wieder genau obendrauf. Danke! ❤

Ich bin übrigens auch sehr dankbar für den blassrosa Krug, der links daneben steht. Den habe ich Ende April 2016 in Mannheim im Frauenbuchladen gefunden –

Gosh, zu meiner Zeit gabs im Frauenbuchladen wilde Hexenbücher, mit Schreibmaschine getippt und im Selbstverlag produziert. Wunderbare Spritt-Maggi-Bücher wie  „Mond, Mond“ von Anne Kent Rush, die Sachen aus der Edition Gisela Meussling, „Venus ist noch fern“ von Phoenix und Barbara Messmer, dazu Politisches, die Selbstuntersuchungsmappe –

― Heute gibts Kochbücher, Washitape, retro-Geschirrtücher, hübsche Blechschilder,
und naja, diesen wundervollen großen Krug habe ich gefunden und sofort gekauft. Dabei war der nun nicht grad billig… Die Farbe ist nicht ganz mein Geschmack, trotzdem kam er mit heim, denn ich hatte just zu der Zeit den Sojamilchmacher bekommen und in der Küche große Sauereien beim Absieben der Sojamilch verursacht. Magischerweise passt das Sieb, das mit dem Sojamilchmacher mitgeliefert worden war, genau, also, perfekt, in die Öffnung des rosa Kruges. Wunderbarer Zufall. Freut mich heute immer noch. Danke! ❤

Bei der Gelegenheit: Auch noch mal Danke für den Sojamilchmacher! Seit über einem Jahr kein einziges Tetra Pak mehr in diesem Haushalt. ❤

Außerdem auch Danke! für die Teedose, die oben auf den Foto rechts steht. Die habe ich schon sehr lange. In Köln gekauft, glaube ich. Hier ist sie in ihrer ganzen Pracht:

Ich liebe so vieles von Walter Moers. Danke für diese entzückende Teedose! ❤

Und zuletzt noch ein Vorausdanke für ein Konsumgut, das noch nicht hier ist. Wie ich per Mail erfuhr hat es heute das „Logistikcenter“ verlassen und wird voraussichtlich Freyjatag hier ankommen. Ich hab mir den Bistrotisch bestellt. So nen klassischen Französischen. Auf den bin ich scharf, seit mir als Kind eine nette Studentin, die mal ne zeitlang so ne Art Au Pair für mich war, erzählt hat, wie sie ein Semester lang in Paris gewohnt hat und dort so nen Tisch aus nem Café geklaut hat. Sie hatte da mit ner Freundin Kaffee getrunken, und erst wars als Witz gemeint gewesen. Die beiden haben nach dem Bezahlen einfach den Tisch hochgehoben und sind damit losgeschleppt. Zu ihrer Verwunderung hielt niemand sie auf, und so landete der Tisch auf dem Balkon ihrer WG. Seit ich das gehört habe, will ich auch so nen Tisch. So ungefähr 40 Jahre später hab ich mir endlich einen angeschafft. Danke schon mal, dass er unterwegs zu mir ist. ❤

An dem Tisch will ich Kartenlegen.

Außerdem, auf einer tieferen Ebene, bin ich dankbar für die Energie, die ich zur Zeit verspüre. Es ist SO SCHÖN hier, die Wohnung, auf der Terasse wuchert es üppig, im ganzen Hemshof wuchert es überall. Sattes Maigrün, und Rosen. Überall Rosen, rote, weiße, gelbe, aroosche, und wild sehen sie aus, organisch, keine ordentlich zugestutzen Zierbüsche. Leben. Und die Mauersegler jagen und kreischen, einzelne Papageien schillern und quietschen. Kinder quietschen auch, überall spielen Kinder. Hier ist Platz für Leben.

Danke! ❤

Julipläne

Ich werde das Thema Müllvermeiden den Vetchblog verlagern.

Es gehört zwar, finde ich, absolut zur Spiritualität, und der Vetchblog hat auch weniger Follower. Aber manche davon lesen die HECKENWICKE nicht, und die möchte ich auch mit Geschichten zum Müllvermeiden inspirieren, wenn ich kann.

Drum mach ich das jetzt so, dass ich hier verlinke und auch tags setze und im VETCHBLOG die Artikel erscheinen.

Also: Plastikfreier Juli

Weitere Pläne für den Juli: Ich fahre morgen nach Köln, und Montag abend komm ich wieder. Ich werde meinen Schlepptop mitschleppen – wenn er doch nun mal so heißt – es kann allerdings gut sein, dass ich ihn nicht auspacke (so wars das letzte Mal).
Jaja, ich hab nen Knall, ich weiß.
Kann also sein, dass ich paar Tage nur selten oder gar nicht online bin.

Zur Temperance-Karte – Mäßigkeit – sind mir tatsächlich paar Eingebungen gekommen, ich kann sie nur noch nicht in Worte fassen. Dazu kommt noch was. Juliplan.

Ende Juli bin ich dann ne Woche in München, und dann sind Große Ferien.

Und JETZT probier ich die neue Haarseife aus, dann wird gekocht und gepackt, dabei räum ich hier noch bisschen den Slum auf, und dann ab ins Bett.
Morgen nach der Schule bleib ich gleich dort (die ist genau am Bahnhof) und treffe dann im Zug meine Ma. Ich freu mich auf Köln.

Bis bald!

Shöppen

Ich war mal bei einem spirituellen Lehrer, der sprach oft über Verzicht.
Vor allem über emotionalen Verzicht – z.B. bezüglich der Suche nach der perfekten Beziehung. Dass das alles Quark sei (meine Worte), dass eine Beziehung keine Lösung, keine Rettung, keine Erfüllung sei. Dass wir, statt auf der Suche danach Zeit und Energie zu verschwenden, besser Verzicht üben sollten.
Einmal sagte er – und da stimme ich ihm aus ganzem Herzen zu -:
„Wenn sich hier und jetzt all Ihre Wünsche erfüllen würden, Sie wären trotzdem nicht glücklich.“

Ja, da hat er recht. Wie das I Ging sagt: Du kannst die Stadt wechseln, aber du kannst nicht den Brunnen wechseln.
Die Erfüllung unserer Wünsche macht uns nicht glücklich.
Nur durch den Kanal zu unserer eigenen Quelle kann wirkliches Glück fließen.
Wobei „Glück“ sowieso nur ein Wort ist, und unsere Vorstellung davon hier&jetzt nur ein Konzept, das mit der Zeit an Wichtigkeit verliert, je mehr wir in unsere Mitte und in die Wirklichkeit kommen. (Wie C.G. Jung sinngemäß sagte: Auf die wichtigsten Fragen des Lebens können wir niemals eine Antwort finden – wir können nur aus ihnen herauswachsen.)

Aaaber. Hier&Jetzt, in meinem unerleuchteten, irdischen Zustand, möcht ich doch mal eines sagen zum vielgepriesenen Verzicht:

Aus dem Mangel heraus sich alles verkneifen zu müssen, das ist kein Verzicht.
Das ist einfach nur Mangel.

Genau dazu gibt es eine sehr schöne Zen-Geschichte – hehe, ich hab sie schon einmal hier auf WP erzählt, in einem Kommentar zum Thema Verzicht. Na, hier noch mal:

Ein Meister hatte einen wunderbaren Schüler, der übte auf die passende Weise und war klug und weit fortgeschritten, und doch kam er nicht zum Satori; er erlangte die Erleuchtung nicht.
Der Meister nahm diesen Schüler mit auf eine Reise. Und wie sie auf der Straße gehen, zeigt der Meister auf ein wunderbares Anwesen am Berghang in der Ferne und sagt:

“Du bist als Findelkind zu uns ins Kloster gekommen und hast dich immer nach deinem eigenen Zuhause gesehnt. Dieses Anwesen dort ist dein Zuhause. Ich schenke es dir.”
In diesem Moment erlangte der Schüler die Erleuchtung.

Da kann ich mir noch so oft einreden, dass ich eigentlich gar nicht brauche, was ich mir so sehnlichst so lange schon wünsche. Erst wenn ich die Wahl habe, dann kann ich mich für den Verzicht entscheiden.

Wenn ich zum Beispiel darunter leide, dass ich keine Beziehung eingehen kann, dann ist die Lösung des Problems nicht, zu beschließen, dass ich keine Beziehung brauche und keine will.
Dazu kann ich mich erst entschließen, wenn ich beziehungsfähig bin.

Dass ich da natürlich dran zu arbeiten habe: an meiner Beziehungsfähigkeit, und nicht daran, den perfekten Partner zu finden, das sollte klar sein. DAS muss ich tun.

Verzicht ist da keine Lösung, wo Mangel herrscht.

 
Anderes, schlichteres Beispiel zu Konsumverzicht: Ich wollte mal superdringend ein Notebook von Alienware, und dann gabs im Kommerzstore ein runtergesetzes, das ich mir super hätte leisten können. Und dann habe ich beschlossen, dass ich das Dings nicht wirklich brauche und mir lieber einen 2ndhand Computer kaufe. Alienware interessiert mich seitdem nicht mehr, und ich schreibe das hier auf dem alten Büro-Notebook meines alten Jobs, das ausgemustert wurde und das ich für genau 10.-€ bekommen habe. Kann alles, wunderbar. Auf den Alienware-Schischi habe ich aus der Fülle verzichtet. Freiwillig.

Und was hat das mit Shöppen zu tun?

Was IST Shöppen?!?

Shöppen ist shoppen mit RöckDöts, und Röckdöts sind Rock’n’Roll, und Rock’n’Roll ist gut! Gesund. Nuff said.

Shöppen geht so:

Manchmal, wenn ich von der Schule nach hause schlendere, und die Sonne scheint, und ich so durch die Quadrate stromer und streife, da komme ich an vielen grauenhaften und vielen sehr schönen Läden vorbei. Und ich hab natürlich immer Geld in der Tasche, wg. Lebensmitteleinkaufen, und dann bekomme ich manchmal Lust, mir was Schönes oder zumindest was Lustiges zu schenken. Ihr kennt das Gefühl bestimmt auch.

Früher hab ich auch immer was gefunden, irnznen billiges Deko-Teil, ein presiwertes Buch, Bürobedarf, generische Schilder, ne Schweinerei zum Essen oder sogar mal ein Kleidungsstück, oder oder oder. Das war Shoppen.
Heute, beim Shöppen, streif ich durch die Läden, erfreue mich an dem nachgemachten Vintage-Geschirr, den echt hübschen Blümchenmusterklamotten, dem sinnlosen aber wirklich lustigen Spülschwämme-Halter, den tollen Filzstiften mit Piselspitze und diesem und jenem und sellem, und dann sag ich aus tiefstem Herzen: NÖ. Brauch ich alles nich!

Und dann geh ich fröhlich heim, ohne was gekauft zu haben. Und fühl mich dabei genauso gut wie – oder gar besser als – damals beim Shoppen.

Das ist Shöppen.

 

 

Nie wieder Tetra Pak!

Seit langer Zeit schon wurmt mich immer und immer mehr der Riesenhaufen Tetra Pak Müll, der hier anfällt. Wir haben einen großen Verbrauch an Soja- und Hafermilch. Wegen der Goldenen Milch für 2 Personen allein 2 Päcks Hafermilch auf drei Tage. Noch schlimmer ist es neuerdings geworden, weil der Gefährte von Kuhmilch auf Hafermilch umgestiegen ist. Dabei sollte dieser Umstieg doch ein Beitrag zum Umweltschutz sein. Aber Kuhmilch gibts in Glasflaschen, Soja- und Hafermilch eher gar nicht.
Eine Firma, die Sojamilch in Flaschen anbietet, habe ich gefunden. Sie verkauft über Reformhäuser. Puh, bestimmt teuer. Trotzdem: deswegen war ich heute im Reformhaus. Und da gabs die Flaschensojamilch nicht („aber wir haben ganz viel andre im Sortiment“ zeig auf Tetra Pak-Batterie), und bestellen könnse die auch nicht.

Und nu bin ichs leid. Vielleicht kann ich Sojamilch selber machen?

Hab im Netz gesucht und sofort jede Menge Rezepte gefunden. Das scheint gar nicht so schwierig zu sein.
Für einen Liter, lese ich, brauch ich 100g Sojabohnen. Habe ein (SEUFZ! plastik)-Pack Bio-Sojabohnen à 500g für 2,- € gekauft. Das werden dann, wenn alles gut geht, 5l Sojamilch. Vordem habe ich pro Liter 95 ct bezahlt, also spare ich pro 5l (wenn alles gut geht) 2,75 €.

Hafermilch wird noch besser. Bio-Haferflocken bekomme ich für 2,25 das Kilo. Im Plastikbeutel, leider. Also sag ich mal 3,- fürs Kilo, vielleicht dann in einer Papiertüte. Das werden mindestens 10 l Milch, vielleicht mehr. Ein Liter Hafermilch kostet mich 1,45 €, also pro zehn Liter bei 100g pro Liter für 3,- € das Kilo Haferflocken spare ich 11,45 €.

Wenn das alles so klappt und ich mich nicht verrechnet habe.

Die zukünftigen finanziellen Einsparungen habe ich eben investiert, indem ich mir einen Soja-Milchzubereiter bestellt habe, für 160.- €. Weil ich beschlossen habe, nicht mehr an der falschen Stelle geizig zu sein. Ich vermute/hoffe, der braucht auch weniger Energie als wenn ich am Herd stehe und den Sojabrei im Topf aufkoche.

Und was auch immer dann die finanziellen Vorteile an der Sache sind: Das Wichtigste, der GRUND für diese Anschaffung, das Wunderbare ist:

NIE WIEDER TETRA PAK!

Oh, YÖH!
Oh gosh, ich bin so aufgeregt!

Was auch noch spannend wird: Wie ich lese fällt beim Sojamilch-Machen ein Matsch an, der Okara heißt und ballaststoffreich ist, und Protein ist auch noch drin. Daraus lassen sich Bratlinge machen, und ich habe auch ein Rezept für Braten und sogar eins für Sojawurst gefunden. DA bin ich auch sehr neugierig drauf, ob ich da was Gescheites hergestellt bekomme.

Vielleicht wars ja gar keine so tolle Idee, so einen Zubereiter ausgerechnet kurz vorm rückläufigen Merkur zu bestellen… Ob der wohl noch vor Donnerstag hier ankommt?
Naja, selbst wenns später kommt: Das wär nicht das erste Mal, dass ich bei rückläufigem Merkur so wagemutig war. Ich hab weiland sowohl ein Notebook als auch mal ein Netbook während so einer Zeit gekauft und trotz paar Anlaufschwierigkeiten viele Jahre lang große Freude an denen gehabt.

Ich bin vertrauensvoll und zuversichtlich.

Und jetzt bestelle ich noch einen Unverpackt-Plastikfrei-Laden für Mannheim beim Universum, damit ich dort Haferflocken, Sojabohnen und viele viele anderen Sachen ohne Plastik bekomme.

 

Liebe Gemeinde

als mir eben beim Gelber-Sack-Zubinden die Schnur abriss, dachte ich zurück an eine Begegnung mit Dirk.
Der mir erzählte, wenn ihm beim Joghurtbecheraufmachen Teile des Deckels am Becher hängenblieben — oh elendes Gepuhle! — dann fluche er über die Unfähigen, die sowas herstellen.

Und ich wunderte mich, denn ich in solchen Momenten hadere ich mit mir und murmele Mist, das hätte ich sorgfältiger machen müssen!

So unterschiedlich reagieren Menschen auf die Wirklichkeit, gemäß ihrer installierten Programme…
Dirk und ich haben da beide voll einen an der Waffel.

Was solls, ich ess jetzt meinen Joghurt nur noch aus Pfandgläsern. Und wir produzieren immer noch einen gelben Sack voll Plastikmüll pro Woche. Wir arbeiten dran, dass das weniger wird. Viel weniger. Sowas ist wirklich wichtig.