Konsum

Herbstbeginn, Kreativität, Kamera, Lautre, viel Werbung und ein bisschen Wahlgemotze

Schon seit paar Tagen ist offziell Herbst, und heute komme ich endlich dazu, die Blogfarbe anzupassen.

Wer von mir Infos zum Herbstbeginn und zur Reise in die Unterwelt möchte, sei hierhin verwiesen: HERBSTFEST.

 

Wir hier haben die Tag&Nachtgleiche ganz wundervoll verbracht, nämlich mit einem Ausflug nach Kaiserslautern. Wo es uns viel besser gefallen hat als in Speyer, wo wir am nächsten Tag waren.
In Speyer haben wir einen schnuckligen Laden besucht: Handfairlesen. Ich würd auf deren Homepage linken, wenn die nicht auf einer (für mich) echt ekligen Plattform zu finden wäre, zu der ich nun mal nicht linke. Stattdessen linke ich – sowieso viel lieber – zu der Homepage einer HPΨ-Schulkollegin, die schöne, selbsthergestellte Waren verkauft und über die wir auf den Laden überhaupt erst aufmerksam wurden: Werkstatt der guten Dinge.

Sehr inspirierend!

Am Wochenende hatte die Künstlerin ihre Buttonmaschine im Laden dabei, ich hatte kleine, selbstgedruckte Aufkleberchen dabei, und so:

Super, ich will jetzt also nicht nur eine neue Kamera, sondern ganz GANZ dringend auch eine Buttonmaschine. HER damit!

Was die nicht mehr gute Kamera angeht — die zu reparieren kostet, wie mir im Fotoladen erklärt wurde, so ungefähr 150.- Ocken. Ich bin deswegen nicht froh, ums nett zu sagen. Ich weiß nicht, was ich mach, derweil helfe ich mir mit meiner kleinen Alten. Die kann schon ein bisschen was, und doch merke ich bei jedem Foto, was mir fehlt. Ich bereue sehr, dass ich vor zwei Jahren nicht gleich eine Spiegelreflex gekauft habe. Immerhin weiß ich jetzt, was ich will. Nur hab ich jetzt kein Geld mehr übrig. Naja. Fülle und Vertrauen, dass sich die Dinge so fügen, wie’s heilsam ist. Wenn das auch nicht das ist, was ich mir eingebildet hab – ich hätte meine Kamera gerne noch viele Jahre verwendet.

 

So, und jetzt endlich nach Lautre. Wo es uns viel besser gefallen hat als im gepflegten, teuren, leicht schnarchigen und auch ziemlich stieseligen Speyer. Lautre is ne ehrliche kleine Großstadt.

Wir fanden dort eine Kaschemme mit dem wundervollen Namen Wladirockstock. Wir waren nicht drin (es war noch zu früh), standen nur andächtig davor, und auf einmal hatte ich ganz große Lust auf ein Bier.

Der wurde bald viel viel größer, wir fanden nämlich einen wundervollen Plattenladen, SoundCheck, und darin dessen Besitzer, ehemaliger kurzzeitiger Bandkollegen des Gefährten. Die Herren erkannten einander sehr schnell. Es war wie in alten Zeiten (nur, dass ich zum Betrachten der Buttons inzwischen eine Brille brauche, und selbst die hat nicht wirklich geholfen), und mein Bierdurst stieg ins Unermessliche. Als ich ihn erwähnte kam sofortige Abhilfe, denn wir es sich gehört hatte der Ladenchef als hauptberuflicher Punk einen ganzen Kasten da und gab mir eins ab.

Hach, es war so schön in Lautre!


Und wenn ich meine gute Kamera hätte nehmen können, wäre dieses Bild nicht so rauschig geworden. 😛

Kurz hinter dem Plattenladen, aus dem wir dann doch irnzwann rausgingen – ich schwankte bisschen, bin nix mehr gewöhnt – fanden wir noch einen Regal-Vermiete-Laden. Da kannste also Regalplatz mieten und Flohmarktkram oder/und eigene Kreationen anbieten. Ein Konzept mit Zukunft, finde ich. In München gibts mehrere davon (die haben ja auch mehrere Unverpackt-Läden…), hier in der Gegend so gut wie nix. Bin froh, den gefunden zu haben. Ich will dort bald ein Regal mieten – dann haben wir auch nen Grund ca. einmal im Monat nach Lautern zu fahren und in alten Zeiten zu schwelgen.

 

Jo, und am Sonntag, gestern, war ich mit der Nachbarin, einer Freundin von ihr und reichlich Kindern (ruhige, nette Kinder, so ungefähr vier Stück) im Wald, Esskstanien sammeln. Ich habe jetzt einen großen Haufen winzigkleiner Kastänchen, mit denen ich mich morgen beschäftigen werde.

Insgesamt ein sehr gelungener Herbstbeginn, finde ich.

 

Achja, und dann war ja noch Wahl. Nutze ich die Gelegenheit, um an dieser Stelle verbal allen Organisationen in den Arsch zu treten, die mich mit „taktisch Wählen!“-Mails genervt haben und so mit dazu beigetragen haben, dass wir jetzt viel FDP im Bundenstag haben. Ich persönlich kann mich nicht entscheiden, wer mich mehr anwidert, die oder diese andern Unsäglichen.

Was die angeht: wer möchte, kann sich hier verwirklichen…

Ich persönlich war zwar doch wählen, obwohl ich eigentlich – auch so ein dummes Wort – also, eigentlich wollten wir dies Jahr gar nicht mehr wählen gehen, weil wir damit signalisieren, dass wir diese Polit-Bühnen-Farce ernst nehmen. Und dann sind wir doch weich geworden. Ich teile, auch der Vollständigkeit halber, hier der Welt mit, dass ich die Farce trotzdem nicht ernst nehme. Jaja, wir leben wirklich in einer Demokratie (nur hat die wenig bis gar nichts mit dem Bundestag zu tun). WAHLEN FINDEN TÄGLICH STATT. Beim Einkaufen. Es liegt an uns; wir haben Macht. Nutzen wir sie.

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Montag, 3. Juli, Mittwoch, 12. & Donnerstag 13. Juli ~ Dankesammlung

Der Montag ist noch einer der alten abzudankenden Tage. Also los.

Montag, 3. Juli

Das war der Tag, an dem meine Ma uns hier so richtig besucht hat. Ich war dankbar weil:

Wie schön, endlich konnte meine Ma unsere Wohnung sehen. Sie hatte vorher immer davon gesprochen, dass wir an dem Tag nach Mannheim fahren. Sie kannte Ludwigshafen nicht und hatte keine gute Meinung davon. (So wie wir auch, bevor wir hergezogen sind.) Als sie dann hier war, war keine Rede mehr von Mannheim. =)
Es hat ihr hier richtig gut gefallen. Natürlich. =)

Als ich morgens auf dem Weg zum Hotel war, um meine Ma abzuholen, hatte ich sehr dünnsohlige Schuhe an und mich an etwas erinnert, das ich mal über’s Barfußlaufen gelesen habe: Die eigentlich normale, heilsame, physiologisch korrekte Gangart des Menschen sei, mit den Zehen zuerst aufzutreten. (Hier könnt ihr z.B.darüber lesen -> klick <-). Das habe ich sofort ausprobiert, und es hat sich sehr gut angefühlt. Die Fersen berühren dabei fast gar nicht den Boden, es war so eine angenehme, elastische Spannung – das war toll!
Leider traue ich mich das fast nie, weils, denke ich, seltsam aussieht. Wahrscheinlich fällts gar nicht besonders auf, und außerdem: wen geht’s was an, ob ich mit den Zehen oder mit den Fersen zuerst den Boden berühre?
An dem Tag, auf dem Weg zum Hotel, da wurde diese Gangart ganz schnell total normal und ich wollte nicht mehr damit aufhören.
Ich will mir ein Herz fassen, und in Zukunft oft so gehen! Bzw. immer.

 

 

Gestern, Mittwoch 12. Juli

Gestern war compfrei. Es war ein seltsamer Tag. Wieder bin ich nur sehr schwer ausm Bett gekommen und war körperlich wie mit nem Hammer gebügelt. Oder wie mit nem Bügeleisen behämmert. Es war alles anstrengend und schwer.
Außerdem war ich bedrückt, weil wir einige lästige Dinge vorhatten und wegen des Anwaltstermins, den wir heute hatten.
Einerseits.
Andererseits war das Wetter so magisch – Regen und Wind und Wolken und Sonne und Regen und Wind und Wolken – so ein Unterwasserlicht, ein Nixentag war gestern.
Es gab gestern Momente, da wars ein ganz besonderer Tag, da durchströmte mich großes Glück.
Ich hab in meinem Reinschreibebuch auf der Dankeliste notiert:

Magisches Wetter.

Auf der Terrasse tummeln sich Hummeln. 💛

Nachm Aufstehn hab ich mich schlapp und schwer zum Einkaufen geschleppt — die Treppe runter, vors Haus — und dann wars vorbei mit Schleppen. Der Wind holte mich ab und zog mich durch die Straßen und unter den Bäumen hin – das Licht graublau-kalt, doch die Luft war warm. Nixenwetter, Unterwasserwetter. Goldene Schauer überliefen mich, so schön war es.

Ich wollte unbedingt draußen sitzen und den ersten Kaffee des Tages im Café trinken. Doch es hatte niemand Stühle draußen, da es in der Nacht und noch morgens geregnet hatte. Trotzdem, ich hab die Einkäufe hochgebracht, meine Tasche gepackt und bin noch mal raus und um die Ecke, und siehe: Im kleinen Café um die Ecke stand jetzt zumindest die Tür offen. Also bin ich rein und fragte, ob ich mich mit nem Cappuccino auf die Treppe setzen dürfe. Stattdessen bekam ich Tisch und Stuhl und Cappuccino hingestellt. Wie schön!
Als die ersten Tropfen des Sprühregens kamen, war ich grad fertig mit dem Kaffee. Perfektes timing. Danke, oh Regen! =)

Wir haben vor nicht langer Zeit bei BUTLER’S einen Sonnenschirm gekauft. Das habe ich hier nicht erwähnt, weil ich, als wir den Schirm auf der Terrasse aufgestellt hatten, nicht dankbar war, sondern mich geschämt habe. Billigste Qualität, ein Wegwerfsonnenschirm. Dass ich mir den im Laden nicht genau angesehen habe, dafür habe ich mich geschämt. Ich wollt ihn halt so dringend haben, und dann war er nicht mal höhenverstellbar. Schwergängiges Plastikscharnier. Stange nur vom fest Angucken schon verdengelt.
Gestern sind wir damit nach MA zum Laden gefahren, um ihn zurückzugeben. Das war nicht das erste Mal, dass ich bei BUTLER’S unbefriedigende Wegwerfqualität erlebt habe – ich werde dort nie mehr etwas kaufen. Trotzdem bin ich dankbar: Ohne ein Wimpernzucken und sehr freundlich wurde der Schirm wieder genommen und wir haben das Geld zurückbekommen. UFFZ! Wir kaufen jetzt einen teureren, guten Schirm, und das war mir eine Lehre. In Zukunft bin ich nicht mehr so gierig und achte auf Qualität und Nachhaltigkeit!

Außerdem haben wir Aldi den Mixer zurückgebracht. Ich hab ihn mal erwähnt. Er hat’s nicht gebracht. Auch da: Ohne Gedöns haben wir das Geld zurückbekommen.
Als wir diese beiden Dinge los waren, war ich sehr froh! Wir haben jetzt eine kleine Küchenmaschine bestellt, die mehr Power hat und nicht besonders teuer ist. Anders als bei Sonnenschirmen, wo ich es hätte besser wissen müssen, habe ich mit Küchenmaschinen keine Erfahrung. Die sammel ich, sobald sie da ist. PÖPPEL!

Ich muss zwar diese Woche nicht, doch hab ich gestern wieder nen Winzgedicht gemacht:

Sprühregenfreude
die Luft voller Küsse
Blautaubengrau
vom Wind bewegt


Aus dem Autofenster auf dem Weg nach MA fotografiert. Der Himmel war atemberaubend – kommt auf dem Foto leider nicht wirklich rüber.

 

Heute, Donnerstag 13. Juli.

Heute hatten wir morgens den Anwaltstermin, und das hat mich die Tage bedrückt. Auch, weil ich heute den letzten Schultag vor den Ferien hatte. Dienstag hatte ich schon verpennt, und heute der Termin. Meh.
Und dann kamen viele schöne Dinge zum Dankbarsein.

Morgens war ich zum ersten Mal nach langer, langer Zeit ausgeschlafen. Frisch! Fit! Zuversichtlich!
Achjottchen, was für ein schönes Gefühl, fast schon vergessen.
Ich hatte seltsam geträumt, war in arabischen Ländern unterwegs gewesen (die aussahen, wie deutsche, sommerliche Pampa), war in einen Bus gestiegen, ohne zu wissen, wo der hinfährt, wie ich wieder ins Hotel komme, wo das Hotel ist, hatte kein Geld, verstand die Sprache nicht – und dann traf ich auf alte Bekannte, war gerettet, alles nicht so wild – ich bekomm’s nicht mehr zusammen, ich weiß nur, dass es große Verwirrung und auch Genervtheit gab, die mich insgesamt überhaupt nicht beunruhigte, weil ich wusste, dass ich das alles klären und lösen und bewältigen konnte. Also insgesamt schöne Träume.
Auch wegen des Anwaltstermins war ich plötzlich ganz gelassen, und weil der früh war, beschloss ich, danach doch noch in die Schule zu gehen, um wenigestens allen schöne Ferien zu wünschen.
Also – hehe – Danke für diesen guten Morgen!

Danke für das wundervolle Wetter! Wilder Wind, lebendiger, wolkenweißbunter Himmel, pralle gelbe Sonne auch, dabei eine neue Frische in der Luft – AHHH, so SCHÖN! ❤ Oh, wie ich den Sommer liebe!

Das war auch nicht immer so, lange Jahre meines Lebens habe ich die Sommer irnzwie – verpennt und verschlampt und nicht leiden können. Ich bin froh, ich bin dankbar, dass das jetzt anders ist!

Danke für unsern Anwalt! Egal, wie die Sache ausgeht: Ich werd ihm sagen, dass er genau so ist, wie ich mir nen Anwalt wünsche. Ich hab schon ein paar erleben müssen/dürfen (immer bei andern Leuten), und keiner war so cool und so fit und so souverän und so motiviert wie er. Wir haben den Eindruck, dass er richtig Spässken dabei hat, dem Anwalt der Gegenseite zu zeigen, wie’s geht. Und der immer absurdere Mist, den unsere Ex-Vermieters rauskramen, um uns unter Druck zu setzen, der mich anfangs noch geschockt, erbost und beunruhigt hat, der bringt mich inzwischen in schwachen Momenten zum Grinsen.
Ich übe allerdings, weder in Rachegedanken noch in Angst noch in Schadenfreude zu versumpfen, sondern meine Mitte zu halten und das Naheliegende zu tun: Bei der Wahrheit bleiben. Das genügt. Das ist die Übung hier.

Nach dem Termin bin ich also noch in die Schule geeilt. Wie schön! Unterricht war gut. Und besonders schön für mich war, dass sich ein paar im Kurs sichtlich gefreut haben, dass ich noch kam.
Mit einigen bin ich jetzt für die Ferien verabredet, da freu ich mich drauf.
Wie ich schon schrieb: Es ist schön, mit Leuten zusammenzutreffen, die ein Interesse, ein Sehnen vereint: zu Heilen – uns selbst und (welche Anmaßung!) andere. Wir ‚passen‘ da überhaupt nicht alle zusammen, es gibt ganz verschiedene Leute im Kurs. Ein paar wenige empfinde ich als – naja, seelenverwandt, mit vielen mag ich auch privat was zu tun haben, mit anderen eher so gar nicht. Und doch hab ich mit allen was, das uns verbindet und worüber wir uns austauschen können. Dafür bin ich sehr dankbar.

Ich hatte heute ein kleines Fläschchen mit einem hochpotenten magischen Potion in der Tasche – ein wirkungsvoller Talisman, den ich neulich abgefüllt hab. Hab in der Schule bemerkt, dass die Flüssigkeit bisschen durch den Korken blutet. Was tun? Siegelwachs! Wo bekomme ich Siegelwachs? Auf dem Heimweg in LU bin ich in den erstbesten Kramschischiladen rein, und dort lag an einer Stelle, wo’s gar nicht hingehörte, gleich am Eingang, ein einsames kleines Päckchen Siegelwachs mit (sogar ganz hübschem) Stempel dazu, runtergesetzt auf knapp 4 Euro, als hätts auf mich gewartet. Die nette junge Lady an der Kasse wusste gar nicht, dass sie das führen und was das überhaupt ist.
Danke, Universum!

Dann hab ich im Reformhaus (brauchte Brottrunk für den selbstgemachten „Käse“ — da soll ein andermal von erzählt werden) meine Sonnenbrille liegen gelassen. Ich lass zur Zeit gerne Dinge in Läden zurück… neulich das Orangenblütenwasser, das ich abholen konnte, dann im Buchladen nen Fächer (den hab ich nicht wiederbekommen; der war allerdings auch bisschen räudig, also was solls) und heute die Sonnenbrille. Hab gleich angerufen, wurde gefunden, die waren supernett, morgen hol ich sie.
Danke, Universum, und danke, nette Ladies im Reformhaus!

Ich glaub, das reicht für jetzt. X) Beitrag ist schon wieder so lang. Nur noch danke an und für den Schnusel. Und die Katzen. Und überhaupt. Ich hab heute das Gefühl, als sei ein Geschwür aufgegangen, das mich die Tage gequält hat. Heute – das begann schon gestern abend – fühlt sich alles leichter, frischer und zuversichtlicher an. Danke!

Morgen hab ich compfrei. Vielleicht lös ich ne gesparte Stunde ein. Vielleicht nicht, das war sehr schön gestern ohne Comp. Heute wars auch schön mit Comp… und Compfrei sollte compfrei sein. Eya – wie auch immer, für heute hab ich genug versapft. -zapft!!1!
Bis bald!

Donnerstag, 29. Juni und Freyjatag 30. Juni und 7. Juli ~ Dankesammlung

Ich hab ja viele, viele Tage Dankesammlung nachzuholen. Ich mach das jetzt wunderbar chaotisch der Reihe nach und durcheinander. Hauptsache, ich machs! =) Für heute und für die ersten zwei Tage nach meinem letzten Eintrag.

 

Dotach, 29. Juni
Das war ein Tag bevor ich nach Köln gefahren bin. Ich war in Mannheim und hab geshopped. Ganz ohne Röckdöts – ich hab richtig viel Geraffel und Zeugs gekauft. KONSUUUUM!
Dankbar war ich an dem Tag für

Viel Spaß beim Sachenkaufen. Mach ich nicht sooo oft. Ich habe wundervolle neue Holy Smokes Räucherstäbchen erstanden, und vor allem: ganz wundervolle, ENTZÜCKENDE Fächer (Sandelholz) aus China, in einer wunderschönen Pappchachtel. Glas Deckel statt Plastik. Ich guck morgen, ob ich da noch welche von finde, die sind wundervoll zum Verschenken. Vor allem im Plastikfreien Juli (und überhaupt im Plastikfreien Leben).

Im Weltladen hatte ich ein sehr nettes Gespräch mit der Lady hinterm Tresen. Es ging um Spirituelles – es ist wunderbar, wie einfach und oft sowas möglich ist. Als ich ging, sah sie meine Tasche und rief erfreut: „Und eine Shiva-Tasche!“ ❤

Vorher habe ich denen im Weltladen einen großen Dienst erwiesen. Als ich reinkam, waren die Lady und ihr junger Kollege hinterm Tresen festgelabert von einem lieben älteren Herrn. Er kaute ihnen das Ohr ab mit seiner politischen Arbeit, seinen Forschungen, die niemand veröffentlichen will, weil ja alle gleichgeschaltet sind – achja, das kenne ich doch gut, so ein Denken und Empfinden. Von mir.
Dann erzählte er, wie sein Computer Bäckups seiner wichtigen Texte löscht, seit er sie auf einer externen Festplatte archiviert. Das seien natürlich SIE – achja… so ein Denken und Empfinden kenne ich leider auch sehr, sehr gut. X) Ich mischte mich ein, indem ich den Herrn fragte, was er auf seinem Computer hat. Windows. Na dann. Ich hab ihm Linux empfohlen. Der junge Mann hinterm Tresen rief „Sehr gut! Danke!“
Ich hab dem Herrn gesagt, dass er auf seinem Computer der Chef sein muss, hab ihm Posteo statt Web.de empfohlen und desweiteren die Welt ein bisschen erklärt. (Leute zulabern kann ich besser als  – als eigentlich alle!)
Währenddessen, befreit, verzupfte sich der junge Mann hinterm Tresen aus dem Laden, nicht ohne sich bei mir noch grinsend zu bedanken. Nach einer kleinen Weile hatte ich den lieben älteren Herrn so weichgelabert, dass er sich auch verzupfte, auch mit viel Bedanken bei mir. Hehe, das Gute Werk des Tages.
Danach kam es noch zu dem oben erwähnten schönen Gespräch mit der Lady hinterm Tresen.

In dem Zusammenhang — Sólveig bin ich auch sehr dankbar, da sie mich neulich an etwas erinnert hat, das ich vergessen hatte. Ich hatte so ein-zwei Wochen vor Köln mal wieder so einen kleinen Absturz. Hier hab ich vor fast zwei Jahren drüber geschrieben, und neulich hatte ichs mal wieder völlig vergessen. 😛 Danke also an Sólveig!

In einem Laden sah ich eine Tasche, die ich fast gekauft hätte. Sie war leider nicht schön und dafür zu teuer, drum hab ichs nicht getan, doch ich durfte sie freundlicherweise fotografieren. Der Spruch darauf ist toll:
Freiheit heißt nicht, alles tun zu können, was man will.
Freiheit heißt, nicht alles tun zu müssen, was man soll.
Jean-Jaques Rousseau

Das reicht.

Gedicht, oje, ein Gedicht!

Das Gedicht zum Donnerstag
wird kurz und knapp
weil der Tag schon lange her ist
und ich bin heute schlapp.

 

Freyjatag, 30. Juni

Oke. Das war der Reisetag. Da war ich dankbar für

Es ist bisschen kühler gewesen.

Ich hatte fast alles schon am Tag vorher gepackt. Das war das erste Mal in meinem Leben, glaub ich. Das war super! =)

Mein Schnusel und Gefährte kam rechtzeitig aus der Arbeit, um mich zum Zug zu bringen. Alles gut geklappt, und die Reise war auch gut.

Ich habe ein Buch wieder angefangen, dass der Schnusel und Gefährte mir vor, weißnich, zwei Jahren oder so geschenkt hat, Arabian Nightmare von Robert Irwin. Sehr sehr schönes Buch! ❤
„The brain secretes thought as the liver secretes bile.“
(„Das Hirn sondert Gedanken ab, so wie die Leber Gallensekret absondert.“)

Ich hab am Bahnhof in Köln meine Mutter wunderbar gefunden – die kam zur gleichen Zeit aus München. Und dann nahmen wir ein Taxi und fuhren ins Hotel.

Das Hotel war in Furunkelstadtteil am Arsch von Köln. Gewerbegebiet, TRIST. Am Tag der Ankunft war das Wetter trüb, nass und kühl. Ich war trotzdem guter Dinge und habe mich erst mal im Hotelzimmer eingerichtet. Geräuchert hab ich z.B., das ist hier zu sehen (das erste Bild). Ich hatte ein seltsames Déjà-vu — früher, als ich Roadie war (Musicals und dem Copperfield seine Zauberschau) habe ich viel Zeit in Hotelzimmern verbracht. Darum hab ich von dem Tag auch so ne Art Gedicht:

Wieder im Hotelzimmer
ich erinnere mich
weiß noch die alten Zauber
well prepared
Essig, Rauch und Karten
Kerze und Wasser und Klang
Brot und Buch und mein Öl
alles da.
Hier ist Schutz und Zuflucht.
Paris~Dakar.

Was es mit Paris~Dakar auf sich hat — davon erzähle ich ein anderes Mal.

 

Heute.

Sprung in die Gegenwart. Heute bin ich dankbar weil

Ich bin wieder daheim im schönen LU, beim Schnusel und den Katzen, in unserer magischen, wundervollen Wohnung. ❤

Ich hab also angefangen, die Dankesammlungen der letzten Tage zu schreiben. Den Rest erzähl ich auch noch. Erbarmungslos! Mal sehn, wann das ist. Morgen hab ich compfrei, übermorgen haben wir Besuch. Demnächst.

Heute beim Kochen ist mir aufgefallen, dass ich sehr dankbar dafür bin, wie praktisch und schön alles in der Küche geordnet ist. Alles an seinem Platz, griffbereit, wunderbar. Und ich bin dankbar für das superscharfe Messer.

Wir haben den Ablauf bis zum Besuch am Sonntag so geplant, dass es mir gut in den Kram passt. Putzen ist überfällig, wir haben noch andere Dinge zu tun, morgen Schule ~ wir bekommen das alles geregelt. Gut.

Lady of the Dan hat geschrieben:

Ach ja, die Schienen, die in der Sonne braten … ich weiß genau, was Du meinst, und finde es mindestens so toll. Nur leider braten da nicht die Schienen, sondern die zur Unverrottbarkeit in Altöl getränkten Schwellen selbiger Schienen. Schlimm, aber wahr, genau das isses, und essis geil.

Ich eiere derweil durch die Welt, aber es wird besser, und Dein Blog hilft. Ich schreib mir jetzt nicht mehr Erledigungszettel, sondern ausformulierte Listen mit „Heute möchte ich …“ – und das Leben ist plötzlich ganz anders. Ich mach das nämlich alles freiwillig, das vergesse ich immer wieder.

Das freut mich SEHR, dass mein Blog hilft, und wenn ich selber meine Artikel öfters lesen und mir zu Herzen nehmen würde, dann würd ich vielleicht selber auch nicht so oft so Wichtiges vergessen… vgl. oben. X)

So, und nu reichts. Das waren nur drei Tage und schon so viel Text.

JajajaJA, bin dabei… öm…

Es ist SCHWÜL SCHWÜL SCHWÜL.
Das Gewitter in der Nacht
hat die Luft durchnässt.

 

16. & 17. Juni – Freyjatag und Samstag ~ Dankesammlung

Gestern war compfreier Tag, und das hat gut geklappt. Ich guck mal eben in mein Reinschreibebuch, was ich gestern so notiert habe. =)

Das Gedicht für den Tag — naja, so ne Art Gedicht — hab ich gleich nach dem Aufstehen gemacht:

Wolken liegen im Himmel
wie auf Glas
Blätterschatten
flackern und flimmern
weils der Wind mag.
Heute ist compfreier Tag.

Fängt schon gut an!

 

Die Liste der gestrigen Dankes:

Nen guten Rest altes, eingedicktes Patchouli-Öl gefunden. Das ist auf jeden Fall älter als 20 Jahrer, und es duftet wundervoll. Patchouli altert sehr gut und wird dadurch immer besser.

Der Wind!

Das Gabelmobile. Es kommt immer mehr heim. =)
Inzwischen hängen ja auch Kristalle drin. 

Vögel. Gestern wieder ein kleiner Schwarm – naja, eine Meute – Papageien, die vor meiner Nase über unser Dach flogen. Und der eine kleine Mauersegler, der über meinen Kopf voll auf die gegenüberliegende Mauer zuraste und ohne Tempominderung unterm Dach verschwand. Wow. Ich hatte nasse Augen.

Die Musik aus den vorbeifahrenden Autos. Ich liebe die Mischung. Deutscher Bin-So-Tief-und-Gefährlich-Doofräp, türkische eher traditionelle Herzschmerzlieder, arabischer Tanzpop, italienische Schnulzen, manchmal nur Bässe (Manche mögen es, in einer dröhnend scheppernden Blechdose rumzurollen) — ich LIEBE die Musik aus den Autos. Auch, weil’s immer nur kurz ist. =)

Danke für meine Reinschreibebücher. Habe gestern Fotos gemacht, das unten ist aus dem Gelben, Anfang 2016. Wie üblich ist mir irgendwann Kaffee drüber gelaufen. 😛

was mach ich mit dem Mond

 

Nun zu Heute.

Heute war ein  — seltsamer Tag, ums sehr freundlich auszudrücken.

Morgens fand ich das oben erwähnte Gabelmobile auf dem Terassenboden liegend. Der Wind, der starke Wind. Und ich hab das erst mal persönlich genommen. DAS will ich mir dringend abgewöhnen!

Außerdem habe ich heute beschlossen, meinen Kaffeekonsum zu reduzieren. Heute hab ichs mir krass gegeben, und nachmittags hatte ich einen – weißnicht. Eine Pestattacke mit körperlichen Auswirkungen. Und ich glaube nicht wirklich, dass der Kaffee schuld ist. Trotzdem halte ich hier&jetzt in unseren interessanten Zeiten jeden suchtartigen Drogenkonsum für außerordentlich unheilsam.
Also. Ab sofort jeden Tag nur noch zwei Becher oder 4 Tassen. Das ist immer noch viel. Ich MUSS den ja auch nicht trinken; ich darf. Ich habe beschlossen, dass ich weiterhin Kaffee trinken darf. Ich liebe Kaffee. Ich mag den Geruch, den Geschmack, die Farbe, die Wirkung, die Becher und Tassen ~ das ganze Ritual und Gedöns, das bei mir mit Kaffee verknüpft ist.
Und ich habe darum beschlossen, Kaffee mit mehr Respekt zu genießen und ihn als etwas Besonderes zu behandeln. Vielleicht schaffe ich kaffeefreie Tage. Achwas ‚vielleicht‘. Natürlich schaffe ich das. Muss mich erst bisschen runterdosieren, wenn ich gleich auf Null gehe, bekomme ich Kopfweh.

Gut. Für diesen Entschluss Danke!

Auch danke für die Idee mit den compfreien Tagen. Morgen wieder. Basst, ist Putztag, da bin ich eh beschäftigt. (Schon wieder ne Woche rum.) Vielleicht verschiebe ich was in der nächste Woche, damit Sonnenwende compfreier Tag wird. Vielleicht nicht, vielleicht nehm ich’s wie es kommt.
Auf jeden Fall DANKE für die compfreien Tage. Gestern war gut.
Ich habe große Teile meines Lebens ohne Computer verbracht, meinen ersten eigenen hatte ich erst in den 90ern. Ich hab in der Zeit vorher auch einiges gemacht in meinem Leben…

Jo. Und dann war heute was… mit Wut in mir, mit dem Schmerz der Erde, mit Grenzen ~ es gibt paar Dinge, mit denen ich grad stark hadere. Und ich bin da noch nicht auf dem Boden meiner selbst angelangt. Ich weiß z.B. nicht, ob ich die Mondmedis noch machen will.
Bis zum nächsten Neumond ist noch ne Woche. Bis dahin werd ichs wohl wissen.

Und nu ist hier für heute Schicht. Bis übermorgen, oh Internetz! =)

Das Gedicht.

Katze Molly
gehört mir nicht, hört nicht
ringelt sich ein
auf meinen Händen
an meinem Herzen
heilt sie
mich
.
 

 

Und noch ein Danke! an meinen Schnusel!

 

31. Mai ~ Dankesammlung

Achja, gestern hätte ich meine erste geschäftliche Tarotlegung gehabt. Das musst ich absagen. Stattdessen war ich mit dem Gefährten in der Tierpraxis und hab unsere Tapferkatze abgeholt.
Ich hätt Tarot gerne morgen nachgeholt, und nu ist die Kundin krank. Ob das noch was wird?

Ich hab das Gefühl, es liegt an mir, an meinen Erwartungen. Ich hab mich von Anfang an dabei erwischt, dass ich gezweifelt habe, ob der Termin zustande kommt.
Es gibt überhaupt reichlich spirituelle Hausaufgaben für mich zu tun. Heute Morgen und Vormittag gings mir gar nicht gut. Wg. der Tierarztrechnungen – da stehen noch welche aus, die werden auch nicht ohne sein – bin ich in Angst gerutscht.
Ich habe sehr deutlich gemerkt, dass mein Verstand mir da nicht weiterhilft. Geholfen hat, das Gefühl von Fülle hervorzurufen. Und es half, paar Sachen zu erledigen, die ich online zu tun hatte und dann den Rechner auszumachen und mich mit Naheliegendem vor Ort zu beschäftigen.

Jedenfalls bin ich dankbar für die Erkenntnis heute, wie mein Denken mir Leid und Not schafft, wenn ich nicht achtsam und diszipliniert bin. Ich hab zu üben, und das mach ich gern! ❤

Ich bin auch sehr dankbar, dass es ganz bedeutend kühler geworden ist. Ein wunderbarer Tag heute, frische Luft, sanfter, kühlender Wind, warme gelbe Sonne.

Und ich so matschig…

Das wurde besser, als ich mich mit Haushalt beschäftigt habe. So gings mir ja neulich schon mal. Eine wirklich erstaunliche Entwicklung, das. ❤

Ich hab heute endlich wieder Mandel-Cashew-Milch gemacht. In den schwülen Tagen ist mir die so schnell schlecht geworden, dass ich’s leid war und gar keine mehr gemacht habe. Jetzt geht’s wieder. Das war schön, ich mach das sehr gern. Und ich hab so einen schönen Blick aus dem Küchenfenster, ins Grüne, auf gelbe Sonnenschirme eines Restaurants. ❤

Da ist die neue Müllschüssel im Einsatz, die ist so SCHÖN. Ich liebe Gelbgrün. Und seit – hey, genau seit einem Jahr und zwei Tagen hab ich eine Müllschüssel im Einsatz und brauche deswegen für den Hausmüll keine Plastikmülltüten mehr. (Alle paar Wochen mal eine für’s Katzenstreu, das wir inzwischen hauptsächlich per Papiertüten entsorgen – die Papiertüten, in der das Streu verkauft wird.) Dafür auch DANKE! ❤

Dann bin ich dankbar, dass ich mein gestern begonnenes Projekt Ätherische-Ölfläschchen-am-Deckel-Beschriften heute zum Abschluss gebracht habe. ❤

Auf die Idee hätte ich vor 20 Jahren schon kommen sollen! Hätte mir zusammengerechnet bestimmt ein paar Wochen Suchen und Kramen erspart… X) Nu isses endlich getan, und grad passend, denn morgen mach ich wieder neues Deo.

Für dieses Deo bin ich immer noch und mal wieder auch SEHR dankbar. Die heißen Tage jetzt hat es wunderbar funktioniert. Besser als Gekauftes, möcht ich behaupten. Echt, Leuts, macht euer Deo selber! Es ist unglaublich einfach, geht ratz fatz, ist viel billiger, viel gesünder, es riecht so, wie ihr wollt, und es funktioniert richtig gut. Danke für das Selbstgemachte Deo! ❤

Achgosh, es gibt viel zum Dankbarsein, heute. Ich hab danach den Mangold vom Balkon geerntet. Kein einziges Foto dazu; ich war mit Kochen beschäftigt und bisschen in Eile. Es war eine nicht wirklich große Portion, dafür war es SEHR lecker.
Wen es interessiert: Ich habs nach einem bewährten exotischen Vetch-Rezept gemacht:
Kokosöl heiß werden lassen (nicht zu heiß, neh?), jeweils so… nach Gefühl… Ingwerpulver, Koriandersamen (zermörsert), bisske Bockshornklee, Kreuzkümmel rein. Wenns duftet ne kleine kleingewürfelte Zwiebel drauf, wenn die glasig ist (bisschen braun schon) den kleingeschnittenen Mangold drauf. Eine kleine Weile braten/dünsten  – erst brät er, bald dünstet er, wg. Deckel drauf: Kondenswasser. Dann noch Salz und Pfeffer. Und dann noch einen Schwall frisch gemachter Mandel-Cashew-Milch drauf, wenn zur Hand. =) Dazu Kartoffeln. MJAM.

Also, Danke für den superleckeren Mangold! Möge er schnell und kräftig wieder nachwachsen! ❤

Nach dem Essen sind wir mit unserem Sorgenkätzchen wieder in die Tierklinik. Sie bekam eine Spritze, ein Antidepressivum (das wirkt bei Katzen appetitanregend), und übermorgen müssen wir wieder hin. SEUFZ.
Sie liegt jetzt in ihrem Aquarium und maunzt, wenn wir in der Nähe sind. Nächste Woche werden die Fäden gezogen, dann kann endlich die elende Halskrause weg.

Oh Schnutzel! Da musst du jetzt noch ne Weile drinsein. 😦

Hachja.

Oke, dann hab ich noch ne Runde gedreht, ich musste noch mal raus, einfach so rumschlendern. Im Ökoladen wartete noch eine Haferschnitte auf mich – danke! ❤ Die sind oft ausverkauft um die Zeit.
UND!
Neulich hab ich den Chef gefragt, ob er noch von dem Senf hat, den ich vor Wochen aus der Reduziert-weil-bald-abgelaufen-und/oder-aus-dem-Sortiment-genommen-Kiste gekauft hab. Nee, ist aus dem Sortiment genommen.
Scheint, er hat geguckt und noch ein Glas gefunden, das ich eben in oben erwähnter Kiste fand. Und da zeig ich jetzt ein Foto von. Konsumterror, hemmungslose Werbung, und wenn Zwergenwiese mich dafür mit einer Ladung dieses Senfes bezahlen will: Immer HER damit! Ich mach in jedem Blogpost Werbung dafür, wenn die wollen.Mit so nordischen Zutaten wie Agavendicksaft, Ingwer, Nelke, Kurkuma, Paprika und Chili. Und der ist LECKER! Danke, dass ich den heute gefunden habe! ❤

Auf dem Heimweg fand ich außerdem einen Aushang: KATZE ENTLAUFEN.
Nee, näh?
Nach dem Foto hätte es die Katze sein können, die uns das Tierheim gestern zuerst beschrieben hat, also haben wir dort angerufen. Stellt sich raus, das Kätzchen ist schon wieder daheim. Auch dafür Danke! ❤

Im Tierheim die Lady sagte uns, zur Zeit gebe es massenhaft Fundkatzen. Vielleicht wg. der Hitze.

Jo, das wars für heute. War viel.

Außerdem ist der letzte Maitag und ich habe meinen „Monat voller Danke“ erfüllt. Nu frag ich mich, ob ich das weiter mache. Es war schön, jeden Tag was zu schreiben zu haben. Es gab mehrere Tage, da war mir gar nicht danach; und grad da war’s heilsam und hilfreich. Ich möchte das gerne weiter machen.

Andererseits hab ich auch manche Tage echt lange Laberposts produziert, so wie heute z.B. Wer weiß, ob überhaupt jemand bis hier gelesen hat.  X)

Dann wiederum kann ich natürlich in meinen Blog buchlange Beiträge reinschaufeln, solange ich mag. Und wenn ich diese Dankeliste nur in mein Tagebuchfile schriebe, würde ich es wohl nicht so diszipliniert durchziehen. Also. Ich häng noch einen Monat dran!

Dann bis morgen! ❤ und danke für’s Lesen =)

 

24. Mai ~ Dankesammlung

Heute Danke! für einige schöne Konsumgüter und für Immaterielles.

Erst die Sachen.

Ich hab einen neuen Krug.
Hab ich ja erzählt, wie ich meinen geliebten hellblauen kleinen Schnuffelkrug am 21. Mai hab fallenlassen. Und wie niedergeschmettert ich deswegen war. Und wie passend der Verlust war, weil ich grad über Anhaftung an Dinge und Konzepte nachdachte, die uns gefangen hält- kräsch!
Wir haben am selben Tag noch im Internet nach Ersatz geguckt, und unter Lawinen von teilweise grauenhaftem Zeugs und auch sehr hübschen, teuren und zu großen Krügen fand ich genau einen einzigen ähnlichen Krug. Den ich gleich bestellt habe. Gut bezahlbar. Er ist jetzt da. Ich bin dankbar, weil er von Form und Größe fast genauso ist, wie mein Schnuffelkrug. Die Farbe – ich hätte lieber eine andere gehabt; es gab leider nur noch Grau, das wollte ich erst recht nicht. An dieses kräftige Blau muss ich mich noch gewöhnen.

Achdoch, der ist hübsch. Ich muss meinen blassblauen Schnuffelkrug noch richtig losLASSEN, dann gefällt mir dieses Knallblau bestimmt auch sehr gut. Der Glasdeckel (von einem kleinen Weckglas) passt wieder genau obendrauf. Danke! ❤

Ich bin übrigens auch sehr dankbar für den blassrosa Krug, der links daneben steht. Den habe ich Ende April 2016 in Mannheim im Frauenbuchladen gefunden –

Gosh, zu meiner Zeit gabs im Frauenbuchladen wilde Hexenbücher, mit Schreibmaschine getippt und im Selbstverlag produziert. Wunderbare Spritt-Maggi-Bücher wie  „Mond, Mond“ von Anne Kent Rush, die Sachen aus der Edition Gisela Meussling, „Venus ist noch fern“ von Phoenix und Barbara Messmer, dazu Politisches, die Selbstuntersuchungsmappe –

― Heute gibts Kochbücher, Washitape, retro-Geschirrtücher, hübsche Blechschilder,
und naja, diesen wundervollen großen Krug habe ich gefunden und sofort gekauft. Dabei war der nun nicht grad billig… Die Farbe ist nicht ganz mein Geschmack, trotzdem kam er mit heim, denn ich hatte just zu der Zeit den Sojamilchmacher bekommen und in der Küche große Sauereien beim Absieben der Sojamilch verursacht. Magischerweise passt das Sieb, das mit dem Sojamilchmacher mitgeliefert worden war, genau, also, perfekt, in die Öffnung des rosa Kruges. Wunderbarer Zufall. Freut mich heute immer noch. Danke! ❤

Bei der Gelegenheit: Auch noch mal Danke für den Sojamilchmacher! Seit über einem Jahr kein einziges Tetra Pak mehr in diesem Haushalt. ❤

Außerdem auch Danke! für die Teedose, die oben auf den Foto rechts steht. Die habe ich schon sehr lange. In Köln gekauft, glaube ich. Hier ist sie in ihrer ganzen Pracht:

Ich liebe so vieles von Walter Moers. Danke für diese entzückende Teedose! ❤

Und zuletzt noch ein Vorausdanke für ein Konsumgut, das noch nicht hier ist. Wie ich per Mail erfuhr hat es heute das „Logistikcenter“ verlassen und wird voraussichtlich Freyjatag hier ankommen. Ich hab mir den Bistrotisch bestellt. So nen klassischen Französischen. Auf den bin ich scharf, seit mir als Kind eine nette Studentin, die mal ne zeitlang so ne Art Au Pair für mich war, erzählt hat, wie sie ein Semester lang in Paris gewohnt hat und dort so nen Tisch aus nem Café geklaut hat. Sie hatte da mit ner Freundin Kaffee getrunken, und erst wars als Witz gemeint gewesen. Die beiden haben nach dem Bezahlen einfach den Tisch hochgehoben und sind damit losgeschleppt. Zu ihrer Verwunderung hielt niemand sie auf, und so landete der Tisch auf dem Balkon ihrer WG. Seit ich das gehört habe, will ich auch so nen Tisch. So ungefähr 40 Jahre später hab ich mir endlich einen angeschafft. Danke schon mal, dass er unterwegs zu mir ist. ❤

An dem Tisch will ich Kartenlegen.

Außerdem, auf einer tieferen Ebene, bin ich dankbar für die Energie, die ich zur Zeit verspüre. Es ist SO SCHÖN hier, die Wohnung, auf der Terasse wuchert es üppig, im ganzen Hemshof wuchert es überall. Sattes Maigrün, und Rosen. Überall Rosen, rote, weiße, gelbe, aroosche, und wild sehen sie aus, organisch, keine ordentlich zugestutzen Zierbüsche. Leben. Und die Mauersegler jagen und kreischen, einzelne Papageien schillern und quietschen. Kinder quietschen auch, überall spielen Kinder. Hier ist Platz für Leben.

Danke! ❤

schöne neue Sachen

Oke, weils angefragt wurde. Ein Guck Mal Was Ich Tolles Gekauft Hab Konsum Beitrag.
Es gibt ja noch dies und das, was wir für die neue Wohnung gebrauchen können. Z.B. ein Kleiderschrank für mich. Ich hab das alles erst mal verschoben bis die Zeit der retro Venus vorbei ist. Ja wirklich. Ich hab zu oft gesehen, wie Leute Wundervolles während der retrograden Venus angeschafft haben (von Klamotten über neue Freundin bis zur neuen Wohnung), und als Venus dann wieder gradaus ging, hat’s nicht mehr gepasst.

Nu geht Venus seit dem 15. April wieder vorwärts und ich taste mich vorsichtig an die Dinge heran, die noch anzuschaffen sind. Erst mal kleinere Dinge.

Ein besonders kleines Ding ist unsere Küche. Als sie noch leer war, waren wir beide ratlos. Wir konnten uns nicht vorstellen, wie wir da jemals alles Nötige reinbekommen und wie da überhaupt Platz drin sein soll, zu kochen.


Hier ein Einblick in die kleine Hutschachtel von Küche mit Schräge als sie noch ganz leer war.

Nu hat der Gefährte einen Kumpel, der mit Küchen zaubern kann, und der hat es geschafft, genug von unserer alten Küche in das kleine Stübchen zu stopfen, inkl. Waschmaschine (die in der alten Wohnung im Bad war), so dass unsere neue Küche praktisch, schön (finde ich) und überhaupt ganz wundervoll ist.


Ja, sie ist vollgestopft, unsere Küche =)

Auf dem Foto oben steht der Stuhl, den ich in der Küche gebraucht habe, um an das Zeugs in den höhergelegenen Schränken zu kommen.
Dieser Stuhl ist Erstens: ein Projekt, zusammen mit seinen 5 Geschwistern. Das Polster ist ziemlich scheußlich, die sollen alle neu bezogen werden. Das werd ich selber machen. Dannmal.
Zweitens: zu groß für die kleine Küche, der nimmt viel zu viel Platz weg.
Auf dem Stuhl steht eine Schüssel von einem ’skandinavischen‘ Möbelhaus, das der Gefährte und ich inzwischen aus vielen Gründen und aus ganzem Herzen verabscheuen. Die Schüssel ist praktisch und optisch völlig oke – und doch, wir wollen sie und ihre Geschwister nicht mehr haben.
Also haben wir gestern beim Möbelum, wo wir noch Bretter für dem Gefährten sein Pocket bestellt hatten, den Kaufrausch gehabt – vor allem der Gefährte ❤ , und wir haben 4 neue Schüsseln gekauft, und einen superpraktischen Küchenhocker mit Klappleiterchen. Meine Omi Solingen hatte auch einen Küchenhocker mit Klappleiterchen, den ich sehr geliebt habe. Ihrer war aus Metall und Plaste; Holz ist mir noch lieber. Ich bin froh!


Neuer Hocker, neue Schüsseln. Und ja, sie IST vollgestopft, unsere Küche. Ich MAG das. ❤

Und das Beste: Der Hocker passt grad so in die einzige noch freie Nische, die wir hatten.

Jo. Dann brauchten wir noch Sets, die waschbar und nicht aus Plastik sind. Achja, und schön sollen sie auch noch sein. Die zu finden ist erstaunlicherweise nicht so einfach. Wir haben uns mit vier Rottönen eingedeckt, die auch gut zu unseren beiden alten Sets passen, die ich damals in München beim Condrobs-Spendenladen – is ja egal! Hier die neuen Sets (das Gestreifte ist eins der Alten):


Ajo, es gibt Spannenderes als diese Sets. Ich zeig halt alles, was wir gestern angeschafft haben. =)

Und dann haben wir uns noch zwei Küchenhandtücher gekauft, die wir beide so schön fanden. Und gebrauchen können wir sie auch, wasn Glück. =)


Noch unspannender… und krumplig, weil grad frisch gewaschen.

Ajo. Now you know. Und jetzt spar ich auf nen Kleiderschrank.