Labyrinth

☿ Merkur geht wieder rückwärts

Es ist wieder so weit. Bzw. wir haben schon das erste Viertel geschafft, und jetzt wirds akut. Am 28. April beginnt Merkur im Stier rückwärts zu gehen. Genaue Daten unten.

Das nehme ich zum Anlass, dieses Lied zu posten. Ist eher… heavy, sag ich nur zur Warnung. Dafür kurz. Und SUPER (find ich, und das Cover gefällt mir gar nicht. Wollt ich nur erwähnt haben…).

Daedalus, your child is falling and the Labyrinth is calling.
Renegade heaps, humanity abandoned.
Bower of the vowels, you lit them and fanned them.
Mercury, the courier, celestial messenger
Bed with Dawn, your bride.
Arrowhead of Diane, pierce the mind of a man,
Tongueless muse of time

 
Ich kann den Text weder erklären, noch will ich ihn übersetzen ~ manches darin ergibt grad Sinn für mich. Daedalus z.B.
 

Hier noch die ungefähren Daten für die Merkur-retro-Phase. Den ersten Teil haben wir schon erlebt.

Pt 1: 14. April 2016 – 14°20′ ♉
Pt. 2: 28. April 2016 – 23°36′ ♉
Pt. 3: 22. Mai 2016 – 14°20′ ♉
Pt. 4: 6. Juni 2016 – 23°36′ ♉

Und wie immer: hier eine kurze Erklärung zu diesen Phasen.

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Wie SIE  dich kriegen

Ich habe, wie schon andernorts mehrfach von mir behauptet, einen wirklich guten BullShit Detektor.
Darum wage ich mich furchtlos auf die abgefahrensten Züge (hehe, wasn schönes, schiefes Bild) und bereise seltsame Gegenden.
Ich vertrau auf meinen Bullshit-Detektor.
Aber ich hab auch gelernt:
Wenn ich mich tief in einem bestimmten Realitätstunnel hineinbegebe, obwohl mein BSD mich warnt, dann nehme ich ihn immer weniger deutlich wahr.
Wenn ich meinen BSD ignoriere, verliere ich mit der Zeit den Draht zu ihm.
Ich hatte mal einen denkwürdigen (und heilsamen) Absturz in Verschwörungstheorien. Der Flughafen von Denver war mein Eingangstor zur Hölle, und das ist auch wirklich ein grusliger Ort – zumindest sind das die Eindrücke, die ich übers Internet gewonnen hab. Sehr seltsames Juju.

Jedenfalls, ich hab mich da ca. zwei Wochen lang von seltsamer Site zu durchgeknallter Site geklickt. Von angeklicktem Link zu angeklicktem Link wurde mir mulmiger und ich fühlte mich immer mieser.
Das Perfide ist, dass in dem Sumpf immer wieder Lichter aufblitzen, die interessante Aspekte der Wirklichkeit erhellen, die ich vorher so noch nicht wahrgenommen hatte. Will sagen: manchmal finde ich was, das andockt. Auch gute Sachen, Techniken, Einstellungen und so.
Damit hab ich andern Mist auch ernst genommen und weiter verfolgt, weil ich dämlicherweise dachte: wenn das da Sinn ergibt, dann muss das andere auch stimmen.
Zum Schluss habe ich niemandem mehr getraut.

Wie ich das hinschreibe finde ich: Das war auch ein Gang ins Labyrinth und wieder raus.

Ich habe niemandem mehr getraut, auch nicht mir selbst.
Vor allem nicht mir selbst. Ich habe meine Warnglocken nicht mehr ernst genommen („Halt dich fern von dem Mist!“), sondern mich gefragt, ob das Einflüsse von DENEN wärn. SIE, die mich von Weg zur Wahrheit abhalten wollen. Du kannst dir ja nie wirklich sicher sein.

Meinem Doc, bei dem ich damals einmal die Woche auf der Couch lag, dem ich vertraue, hab ich als ich im Sumpf drin war auch nichts davon erzählt. Die Diskussion wollte ich mir ersparen. Er ist wahrscheinlich auch von IHNEN geprägt. Ich wollte erst mal selber wissen, wo ich stehe.

Wo ich stehe?
Ich stand allein, nicht mal mich selber hatte ich noch.
So hatten SIE mich erwischt.

Es ging mir richtig schlecht in diesen zwei Wochen. Da ist so viel Unglück und Schmerz und Angst in den Visionen der Betroffenen.
Und andere sind da, Vampire, die diese Angst schüren und damit Geld und Aufmerksamkeit saugen. Mit ihren grauenhaften Büchern und Vorträgen und DVDs etc.

Am Ende war ich bei den Visionen einer Frau angelangt, die erzählte, in der 5. Dimension kreise ein mächtiges metallenes Satelliten-Gefängnis um die Erde, eingerichtet von irnzwelchen Aliens (SIE halt), und da werden alle hier leuchtenden Seelen reingesaugt. SIE sehen das sofort; wenn hier eine Seele mächtig pulst und erwacht, dann schlurps. Für ewig. Kein Entkommen.
Wow, da musste erst mal drauf kommen. Die ultimative Hoffnungslosigkeit.

Und ich entsetzt und am Hirnen, ob was dran sein könnte. O Grauen.

Da war ich in der Mitte des Labyrinths angelangt.

Und dort, am Nullpunkt, dachte ich, weil ich nicht wirklich gerne leide:

Oke, nehmen wir an, jemand erzählt mir, da gäbe es nen Typen, der sei rot und habe Schwanz, Dreizack und Hörner, der wolle mich kriegen, und dann müsse ich ewig an einem feurigen Ort leiden.
Wer mir das erzählt, den lach ich aus.
Und wenn eine mir erzählt, irnzwelche Aliens wollten mich per kosmischen Staubsauger in der 5. Dimension für immer in einen Metallkasten sperren, das halt ich für möglich?

Da hörte ich meine innere Hohepriesterin schallend lachen.
Sie kam an und sagte:
Faszinierende Fragen, dochdoch. Und jetzt Schluss mit Unfug und Humbug. Hast du nichts zu tun?

Und so kam ich wieder auf den Weg aus dem Labyrinth raus.

Diese Geschichte ist mir natürlich nicht zufällig eingefallen. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit sehr mit meiner Einstellung zu Gottheiten, meiner eigenen Pooja (Anbetung) Praxis und was ich von all dem halten soll. Klüger geworden achte ich dabei sehr auf meinen BSD.

Und ich komme immer mehr ins Reine mit all dem.

Mein BSD springt z.B. an, wenn Leute irgendwelche Götter-Fanfiction zu UPG erklären. (UPG = Unverifizierte Persönliche Gnosis)
Meine persönlichen UPG-Erlebnisse kann ich nur schwer in Worte fassen, und ich seh vor allem auch keinen Anlass dazu.
Ich will nicht von mir auf andere schließen. Es gibt Erkenntnisse, die gehören geteilt, für diejenigen, die damit was anfangen können.
Aber der Drang, von jedem mit Poseidon geteilten Cappuccino im Internet zu erzählen (ein harmloses Beispiel), der lässt meinen BSD anspringen.

„Demut“, btw, ist ein Wort, das bei mir den letzten Tagen aufgekommen ist. Ein Konzept, über das ich nachdenke. Ich hab das Gefühl, es hat seine Zeit und seinen Zweck.
Ja klar, das ist ausgelöst von Sólveigs Beitrag gestern. Seit gestern bis eben hatt ich hier kein Internt und habe viel nachgedacht und geschrieben. Der Text oben ist ein Ergebnis davon. Und wie ich sehe, sind Sólveig und ich zu sehr ähnlichen Schlüssen gekommen.

Und damit das klar ist: Ich vergleiche die Polytheistische Szene nicht mit dem Verschwörungstheorien-Sumpf.

Worum es mir geht: Ich wollte zeigen, wie wichtig es ist, dass wir unseren eigenen BSD bemerken und ihm vertrauen.

 

Ergänzung am 16. 6. 2016:
Hier der Link zu einem m. E. sehr faszinierenden Interview, das ziemlich lang ist, von zwei Typen, mit jeweils echt fettem englischen Dialekt.
Also, ich habs verstanden, dann können andere das auch. Braucht vielleicht bisschen, um sich reinzuhören. In dem Interview kommen beide Themen vor, die oben angesprochen werden: Die Gruppendynamik in spirituellen Zusammenhängen – der Interviewer, Opaque Lens, hat grad richtig Stress in einer Esoschwebbs-Community, in die er gezogen ist. Also, eine richtige Stadt. Das ist noch mal ne Nummer ekliger als ne Internet-Community, denk ich.
Und der Interviewte, Neil Kramer, hat außerdem eine dezidierte Meinung zu IHNEN: Es gibt sie, seit tausenden von Jahren. So fucking what? Mach dein Ding, sei frei, entwickle dich, wachse, und erlebe, wie dein Leben immer reicher wird an Magie und Synchronizitäten.
Aye!

Neil Kramer on Shamanic Freedom Radio

 

 

Der Kessel, die Labyrinth-Tarot-Legung und was mir sonst noch einfällt…

Oje – seit Tagen schreib ich schon annem Beitrag rum. Themen sind Tarot, die Jahreszeitenfeste, Gottheiten und andere Sachen, die ich in den Kessel geworfen habe und die jetzt hochkochen.
Den Kessel hab ich seit diesem Post angelegt, vor mehr als zwei Monaten. Eine Geschichte zum Labyrinth von gestern ist die erste abgefüllte Essenz aus diesem Kessel. Eigentlich war ja der Plan — „Der Plan ist, dass ich zum Vollmond einen wunderbar wirksamen Zaubertrank habe. Oder so. X)“
Oder so. Ich mach keine Prognosen zu Timing mehr, es kommt ja doch fast immer eh ganz anders.
 

Was sich gefügt hat:
Seit ner Woche oder länger beschäftige ich mich damit, ein Tarot-Legungsmuster zum Labyrinth zu finden.
Dann veröffentlichte Sólveig einen Artikel — Divination und Kommunikation mit Göttern | Tales of an Urban Priestess — der wiederum auf einen Artikel von Myriad verweist — Divination als Kommunikation zwischen Göttern und Menschen | Weaving the Net.

Beide Artikel finde ich informativ und inspirierend. (Inkl. der Kommentare untendrunter. Ich kann wirklich nur empfehlen, bei interessanten Artikeln immer auch nach den Kommentaren zu gucken.) Außerdem hab ich über dieses fröhliche Vernetzen ne alte Freundin gefunden null wink zu Sati.

Viel Input. Und wenn ich den in einem Beitrag zu verarbeiten versuche, geht bei mir oft ein automatisches Schreiben los, indem ich versuche zu erklären, wie ich zu Gottheiten und Magie stehe und wie ich damit wirke.
Ich mag das nicht erklären, solange ich es nicht besser kann als mit dem wortreichen Rumgeeiere, das zur Zeit dabei rauskommt. Vielleicht kann ich es mal; jetzt nicht. Hier&Jetzt: zur Sache!

Ich habe also an einer Tarotlegung zum Labyrinth rumgeknuspert. Die Idee lässt mich nicht los. Anders als Sólveig und Myriam und andere, die die oben verlinkten Artkel kommentiert haben, verwende ich Tarot sehr strukturiert. Ich schließe die Bedeutungen der Karten der kleinen Arkana aus ihrem Element und der Zahl, die Trümpfe haben ein Schlüsselwort, ich habe ein festes Legemuster, das ich seit Jahren verwende. Nur dieses eine Muster.
Die Ergebnisse, die ich damit erziele, sind gut, wenn ich für mich selber lege und wirklich ein Anliegen habe.
Auch gut, wenn ich für andere lege (Leute, die mich darum bitten, haben in der Regel auch ein wirkliches Anliegen).

Naja, ich brauch eigentlich kein anderes Muster, und ich weiß auch noch nicht, ob ein Labyrinth-Legemuster nützlich ist.
Ich poste hier, worauf ich gekommen bin, zum Licht dranlassen. Dinge, die ich hier öffentlich mache, scheinen mir plötzlich viel ‚wirklicher‘

Btw: sorry wg. scheußlich X)

Die Karten 1-4 sind der Weg ins Labyrinth rein. Sie deuten auf das, was abeglegt werden muss.
Die 5 ist das Monster in der Mitte.
6-9 sind die Dinge, die wir beim Rausgehen hinter jeder Biegung als Geschenk finden.

Ich hab mit der Legung noch keine Erfahrungen gesammelt. Sobald ich das tu, erzähle ich hier davon. Und wenn jemand anders die mal ausprobiert, freu ich mich auch sehr über Feedback.

Dann hab ich noch den Jahreszyklus ins Labyrinth gepackt. Aus aktuellen Erfahrungen dieses Jahr hab ich den Eingang auf Lammas gelegt. Ist auch passend, find ich. Ab Lammas geht es merklich in die dunklere Jahreszeit.
Weil ich mich vergimpt habe, ist das alles sehr winzig. (Gimp ist mein Bildbearbeitungsprogramm.)
 

Viel größer brauchts auch nicht sein, weil ich nicht allzuviel damit anfangen kann. Ich halte gar nicht so viel davon, alles in Muster zu pressen. Ich hab allerdings ne starke Neigung dazu 🙂

Vielleicht ist es ja für was gut.

Eine Geschichte vom Labyrinth

Der Weg durchs Labyrinth

Der Sage nach haust inmitten des Labyrinths ein grässliches Monster, das besiegt werden muss.

Um dorthin zu gelangen, müssen wir dem einen Weg folgen.
Wir können uns nicht verirren, aber es kann ziemlich fürchterlich werden, denn der Weg führt um viele Windungen und Kurven, und wir können nicht weit voraus sehen.
An jeder Kurve müssen wir etwas ablegen, bis wir schließlich auf unsere Essenz reduziert, nur mit dem Faden in der Hand, im Zentrum ankommen.

Dort wartet das Monster auf uns.
Das Monster ist ein Teil von uns selbst.
Jetzt müssen wir uns entscheiden, ob wirs weiter füttern, oder ob wirs verhungern lassen wollen.

Sobald wir anfangen, dem Monster Nahrung vorzuenthalten und beginnen, uns von ihm zu entfernen, um es verhungern zu lassen, sind wir einen Schritt auf dem Weg aus dem Labyrinth heraus gegangen.

Der Weg aus der Mitte des Labyrinth ist dunkel. Wir können fast nichts sehen, der Weg windet sich um enge Kurven.
Wir folgen dem Faden.

An jeder Kurve finden wir ein Geschenk.
Es wird heller. Wir können mehr vom Weg vor uns sehen.

Schließlich sehen wir wieder das Licht der Welt.

 

Das Bild vom Labyrinth begleitet mich zur Zeit, es kam auf in der Zeit zur rüchkläufigen Venus und hat sich bei mir eng mit Überlegungen zu rückläufigen Planeten verknüpft.

Ich erkläre es jetzt offiziell zu einem Werkzeug Bunter Magie.
 

s.a. Ein Labyrinth zeichnen

Lichtblicke im Chaos

Trotz Sturm und Regen und atmosphärischer Störungen immer wieder neue Schönheiten auf dem Balkon.

Wie schon in meinem andern Blog erzählt hatte ich hier mega-Krise. Es ist nur wenig tröstlich, dass ich nicht die Einzige bin, die’s zur Zeit beutelt.

Es war so sehr viel los hier, in der letzten Zeit.

Wir haben oben den Dachboden bisschen gestrichen, das Bett hochgeschafft und es da wirklich gemütlich eingerichtet. Zum Schlafen ist es richtig schön da.
Und ich habe jetzt ein eigenes Zimmer ganz für mich und das will eingerichtet werden. Dazu bin ich auch noch nicht wirklich gekommen.

Weil, meine Ma war zu Besuch, just zu der Zeit, da der schwelende Streit mit meinem Schnusel so richtig ausbrach. Das war für alle Beteiligten NICHT schön. Wir alle hams, finde ich, den Umständen entsprechend und so gut wie wir konnten durchschifft. Hehe, kennt jemand „Typhoon“ von Josef Conrad? Eins meiner absoluten Lieblingsbücher.

Dazwischen hatte ich den ersten richtigen Beratungstermin zur Selbstständigkeit, der sehr gut verlaufen ist. Das heißt nicht, dass jetzt alles reibungslos klappt. Es heißt, dass ich ernst genommen werde und Unterstützung bekomme, und was daraus wird, das liegt zum größten Teil an mir.
Nächster Termin ist diesen Freitag, und ich habe mich bis jetzt nicht viel mit meinen Hausaufgaben dafür beschäftigen können.

Denn Lady of the Dan kam dann zu Besuch, was sehr schön war.
Wir sind viel viel in der Stadt herumgelaufen, und es hat ihr hier gut gefallen.
Sie sammelt grad Fotos von Kaugummiautomaten, und da hat Mannheim reichlich zu bieten. Hier noch ein Nachtrag, ein Schatz auf der Bürgermeister-Fuchs-Straße:

Gleichzeitig zog hier noch ein neues Kätzchen ein, das einem jungen Paar gehörte, die in einer kleinen Wohnung leben und jetzt ein Baby bekommen. Drum haben sie das Kätzchen abgegeben. Sie hieß auch Molly, genau wie unsere Kleine. Wir haben sie in Nelly umbenannt. Ich denke, der neue Name ist ihr geringstes Problem. Bevor sie zu uns kam, wusste sie nicht, dass es noch andere Katzen auf der Welt gibt, und hier ist sie gleich 3 von diesen Monstern begegnet. Sie saß den ersten Tag nur knurrend und fauchend unterm Sofa. Inzwischen läuft sie durch die Wohnung, frisst auch mal nen Breckie aus der Hand, jagt mit Tomboy Molly rum (noch nicht frei von Stress und Anspannung, aber doch immer fröhlicher) und knurrt uns fast nicht mehr an. Ob sie jemals so schmusig wird wie Molly? Muss sie ja nicht. Ich denke, sie wirds hier gut haben, sobald sie sich eingelebt hat, und wie ich höre kann das Wochen dauern. Also Geduld.

Prinzessin Nelly

Dann wollten wir am Wochenende auch noch Flohmarkt machen, was wg. Regens nicht möglich war. Stattdessen haben wir die von Katzen verwüstete Wohnung sehr gründlich geputzt, was auch dringend notwendig war.

Gestern haben wir dann meim Schnusel seine Leut in der Pfalz besucht, wo wir uns fröhlich mit sehr kalorienreichen, ungesunden Sachen vollgestopft haben.

Solche Besuche können wir auch nur ein- bis zweimal im Jahr machen, sonst müssen wir uns selber was zu essen mit nehmen. Tofutorte oder so.

Jo, und heute habe ich ENDLICH richtig Zeit für mich. Ich sollte eigentlich an den Hausaufgaben für den Beratungstermin sitzen. Jetzt muss ich erst mal auftanken. In den letzten Tagen habe ich mich schrecklich gefühlt ― unglücklich, voller Angst und bis ins Knochenmark ausgelaugt. Das kam, weil einfach zu viel los war und ich zu wenig Zeit für mich hatte, das alles zu ordnen. Zum Ordnen habe ich Tagebuch und auch die Blogs, und wenn ich dazu nicht komme, dann werde ich immer erschöpfter und unglücklicher. Jetzt spüre ich deutlich, wie ich langsam wieder heim komme. Noch nicht raus ausm Labyrinth, doch mit neuer Kraft, den Weg um die ganzen Ecken weiter zu gehen.
Und mein Schnusel lässt mich ganz in Ruhe und hat mir heute Morgen ein schönes Frühstück gemacht:

Mein Schnusel macht nämlich genauso gute Spiegeleier wie meine Ma, und das will wirklich was heißen!

Jo, also, insgesamt: besser. Und nu weiter um die Ecken.

Update aus dem Labyrinth

Ums ein Mal klar zu sagen: Ich hatte hier grauenhaften Streit mit meinem Gefährten, und das über Tage (Wochen?).
Der ist jetzt vorbei.
Mehr Details möchte ich nicht dazu schreiben, weils nicht nur mich allein betrifft und ich nicht indiskret sein möchte.

Ohne Details:
Das Labyrinth-Symbol, das Sólveig eingebracht hat, war auch für mich hilfreich. (Und auch sehr unser Austausch in den Kommentaren zu meinem Labyrinth-Post.)

Erst mal rein, versucht, mit meinen bekannten Strategien das Problem zu lösen. Dadurch immer mehr verstrickt, immer tiefer ins Labyrinth.
An jeder Biegung was abgelegt.
Schließlich ganz allein und ohne Alles in der Mitte. Nur noch den Ariadne-Faden hatte ich: Mich erinnert an das, was ich wirklich will in meinem Leben.
Eine Entscheidung getroffen.

Die hat dann auch dazu geführt (so indiskret bin ich dann doch), dass mein Gefährte in der Mitte seines Labyrinths ankam und auch seine Entscheidung getroffen hat. Er hat auch seinen Faden.

Jetzt wieder auf dem Weg raus. Finde an jeder Biegung ein Geschenk.

Jo, soweit. Außerdem haben wir wieder Internet-SNAFU, ich weiß nicht, wann ich für wie lange online bin.

Morgen Abend kommt, inshallah, meine Freundin Lady of the Dan für 3 Tage zu Besuch, darauf freue ich mich,

Wir haben unser Bett auf den Dachboden geschleppt, ich habe mein eigenes Zimmer, da richte ich mich ein, habe da hoffentlich bald (funktionierendes!) Internet, es ist unglaublich heiß, und seit gestern Abend sitzt ein kleines verängstigtes Kätzchen unterm Sofa und knurrt, grollt, faucht und zetert. Die braucht ein neues Zuhause und wir wollen sie aufnehmen. Mal sehn, ob das geht.

Eins nachm andern.

Jedenfalls, bin einigermaßen wieder da. 🙂

was tun mit dem Labyrinth?

s.a. Eine Geschichte vom Labyrinth

Inspiriert von Sólveig, die grad zwei Videos zum Labyrinthzeichnen gepostet hat, bin ich noch mal zu meinem eigenen Labyrinthzeichnenpost hin (da ist auch der Link zu Sólveig) und habe festgestellt, dass dort ich kein Wort darüber verloren habe, wozu ein Labyrinth gut ist und was es bedeutet.

Desen Teil hatte ich weggelassen, weil ich keine eindeutige Antwort darauf weiß. Bzw., weil ich nur genau weiß, was ich selber mit Labyrinthen mache.

Hauptsächlich mach ich das damit: Ich zeichne sie. Weil sie mir gefallen.

Der Ursprung des Labyrinths ist nicht sicher geklärt. Ich wollte grad auf die Wikipedia verweisen und stelle fest, dass dort griechische, etruskische und ägyptische Labyrinthe erwähnt werden. Die ausm Norden kommen bloß unten als „Trojaburg„-Link vor. In Schweden, Norwegen, Finnland etc. hats nämlich auch sehr alte Labyrinthe.
Heide Göttner-Abendroth erklärt, dass Labyrinthe aus matriarchalen Kulturen stammen, ursprünglich den Weg des Mondes abbildeten und, z.B. in Kreta, zur Initiationsaufgabe für den Heros-König verwendet wurden. (Nachzulesen in „Für Brigida„)

In der Eso- und Sprit-Maggie-Szene sind Labyrinthe beliebt und verbreitet. Da gibt es christliche Meditationswege genauso wie feministische Göttinnen-Verehrungs-Tanzplätze.
Im Netz findet sich dazu genug.

Ein Labyrinth wird auch oft verwechselt mit dem Irrgarten. Ein Irrgarten hat viele Wege, Abzweigungen und Sackgassen, in denen wir uns verirren können. Ein Labyrinth dagegen hat nur einen Weg – verschlungen und vielleicht verwirrend, und doch führt er uns, wenn wir ihm folgen, unweigerlich in die Mitte und auch wieder heraus.

Vielleicht.

Was ich grad nicht im Netz finde, ist eine Info, die ich seit vielen Jahren abgespeichert habe und die, als ich sie las, sofort bei mir angedockt hat: Dass manche Labyrinthe als Geisterfallen angelegt wurden. Wie eine Fliege, die sich in einer Flasche verfängt, folgt der Geist dem gewundenen Weg und findet nicht mehr heraus.

„Geist“ verstehe ich hier als Energie, Kraft, Impuls… ganz wertfrei einfach etwas, das grad unpassend kommt und sozusagen im Laybrinth gepeichert wird.
(Es geht mir nicht darum ‚böse Geister‘ zu fangen. Was will ich mit Labyrinthen voller böser Geister?)

Das weitergesponnen, verknüpft (unwissenschaftlich-assoziativ) mit dem Minotaurus in der Mitte des Labyrinths von Kreta, lässt mich denken:
Ein Labyrinth ist ein Weg und ein Behälter, um Energien/Kräfte aufzunehmen.
Und dann wartet im Zentrum des Labyrinths etwas, mit dem wir uns außeinanderzusetzen haben. Ein Transformation muss stattfinden, bevor wir wieder herauskönnen.

Ich bin öfters mal Labyrinthe auf meinen Computerbildschirm nachgefahren (mit der Maus), um bestimmte Energien zu transformieren, die mich genervt haben.
Das hat mir auf jeden Fall geholfen, mich abzuregen…

Ich bin jetzt vor allem neugierig, was andere für Erfahrungen mit und Ideen zu Labyrinthen haben. Freue mich über Kommentare, Links und Pingbäcks!