Lied

Sonntag 18. & Montag 19. Juni 2017 ~ Dankesammlung

Gestern.
Gestern habe ich kein Gedicht geschrieben. Stattdessen habe ich mein seit Tagen schmerzlich vermisstes Liederbuch mit eigenen Liedern wiedergefunden – naheliegenderweise wars in der Gitarrentasche. Da hab ich natürlich tagelang nicht nachgeguckt… wär zu einfach. Danke, dass ichs wiedergefunden habe.

In dem Liederbuch hab ich ein altes Lied gefunden, das mir grad was sagt. Das ist das Gedicht für gestern:

Take your fear and make a song
make it tender, make it strong
cry it out for all to hear
get rid of your fear!
 
Lay it down for all to see
lay it down to set your mind free
some will hate it, some know what’s true
sharing life with you.

 

 
Dankeliste für gestern:

Ich hatte grässliches Kopfweh gestern und war sehr dankbar für Aspirin.

Dass ich das Liederbuch gefunden habe.

Das Übliche, immer wieder, gestern speziell: Die Mauersegler, mein schönes Zimmer, der Sonnenschein, der compfreie Tag. War wieder schön.

Gestern wäre Putztag gewesen, und den haben wir auf heute verschoben. Das hat meine Laune gleich enorm gebessert, gestern. =)

Und wieder ein Danke für und an meinen Schnusel, der mich zur Zeit oft tröstet. Mir gehts seltsam zur Zeit…

Das mit dem abgezählten Kaffee hat gut funktioniert — ich habe festgestellt, dass 4 Tassen immer noch ne große Menge Kaffee ist. Ab heute maximal 3 Tassen.
 

 

Heute.
Heute ist ein Comptag, und das drückt mir gleich auf die Laune. So viel zu sortieren, ich hab ne neue Festplatte bestellt, deswegen meine Bank besucht, dabei bekomme ich dann wieder so Mangelgedanken–

Mir drücken noch andere Dinge auf die Laune. Erklärungsidee: Ich hab mich mal wieder zu oft auf so Wake up Sheeple!-Matrix-böse Illuminaten-Blogs rumgetrieben. Da wurden Überlegungen angestoßen, wg. derer ich seit paar Tagen hadere. Meine Orakel waren auch nicht hilfreich. Das I Ging hat mir wörtlich gesagt, ich habe mich in eine Depression reinmanövriert, weil ich zu sehr aufs kollektive Ego gehört habe.
Hm, eigentlich ist das doch sehr klar und hilfreich, diese Ansage. 😛 Also danke.

Danke auch für die Räucherstäbchen (siehe rechts) zum Geldanziehen! Keine Ahnung, wo ich die her habe. Ich habe die Schachtel heute morgen im Räucherstäbchenschuhkarton gefunden und sehr grinsen müssen. Auf dass sie funktionieren! =)

Danke für die Sternenspirale am Anfang vom heutigen Beitrag. Die habe ich eben auf einer überquellenden Festplatte gefunden. Hab ich mit den Sternchenpinseln gemalt, die ich für Gimp gemacht habe. Damals, vor über zwei Jahren.

Außerordentlich dankbar bin ich auch, dass wir Putzen noch mal verschoben haben.
Morgen isses dann soweit. Morgen hab ich auch Schule, und es ist compfreier Tag. Passt.

Danke für den wirklich superschnuckeligen Radladen, wo ich eben mein Fahrhrad hingebracht habe. Morgen abend hol ichs wieder ab.

Danke für das winzige Café genau um die Ecke von unserem Haus, wo der Gefährte und ich eben einen Cappuccino getrunken haben. So nett dort, der warme Wind, die Schatten der Blätter auf den Bäumen, das sattgrüne Gras gegenüber – es ist SO SCHÖN hier! Und weils ein italienisches Café ist, ist auch der Kaffee gut. 

Ich bin auch dankbar, dass sich meine Laune und Befindlichkeit einigermaßen wieder einzupendeln scheint. Das geht so hin und her, die Tage. Ich kenn das, ich komm wieder in die Mitte, ich lern bestimmt auch was Wichtiges, und diese krassen Pestmomente, mei. Irnzwas in mir meint, ich brauch die. Da muss ich dann halt durch. Und, übrigens, Vetch: BRAUCH ICH NICHT!

Ahhh, und danke an unseren Anwalt. Es kam heute nämlich Info zur Klage unserer Exvermieters. Das hat mich kurz sehr gebeutelt, bis ich die Erwiderung unseres Anwalts las. Der hat nicht einfach reagiert, der hat das aktiv und wunderbar zerlegt. Das geht, indem er verwendet, was ist und war. Die Wahrheit.
Und nun genug dazu.

 
Joo, und nu noch das Gedicht. Hmja. Zur Feier meines wiedergefundenen Liederbuches, und weil ich heute zum Dichten zu faul bin, und weils so schön zum Nicht-Putzen passt, und weils andererseits überhaupt nicht mehr passt, weil ich inzwischen in fast jeder Hinsicht ganz anders lebe und dafür auch sehr dankbar bin — aus diesen Anlässen poste ich noch ein altes Lied. Das habe ich noch zu Schulzeiten in Köln geschrieben, als ich bei meinem damaligen Freund in seiner Winz-Ranz-Wohnung hauste, die er sich außer mit mir noch mit einem Mitbewohner und einem kleinen, dreifarbigen, unkastrierten Kater teilte.
 

Klage
 
Wo ist der Platz
für die Wäsche
die feuchte?
Wo der Raum für den Spül?
Die Sporen des Schimmels
bestäuben die Lüfte
Der Kater pisst hin wo er will.

Aus allen Ecken
quillt Glas und Papier
dezent versifft und zerwühlt.
Wo ist der Platz
für die Wäsche, die feuchte?
Wo der Raum
für den Spül?

 


 

3. Juni 2017, Samstag ~ Dankesammlung

Ich schreibe das am Samstag, veröffentlichen werd ichs, so wie’s aussieht, erst morgen. Wir hatten eben Stromausfall, und jetzt sind wir offline. Macht nix.

Als der Strom weg war, hatte ich kurz wieder einen Pestanfall. Schon wieder eine Widrigkeit. Darum heißt das Widrigkeit, weil immer wider und wider welche kommen… harhar.
Schluss mit Widrigkeiten, immer ist vorbei!

Heute war ein sehr schöner Tag! Es gab heftigen Regen, Hagel und Sonnenschein. Es ist jetzt abgekühlt, dafür bin ich schon mal dankbar! ❤

Heute morgen, noch in starker, gelber Sonne, war ich auf dem Balkon, um die Blumen zu gießen. Die brauchen jeden Tag viel Wasser; ich bin dankbar, dass ich heute vom Regen unterstützt wurde und auch alle aufgestellten Sammelgefäße voller Wasser sind. ❤
Und ganz besonders erfreut bin ich über das Gewucher in den Töpfen und Kästen. Von wegen nur Ringelblumen. EINE Ringelblume hab ich gefunden. Die wird bald blühen.
Dann hab ich ein Tentakel gefunden. Die Tentakelpflanze, von der ich schon dachte, sie kommt dieses Jahr gar nicht, hat sich doch durchgekämpft! Willkommen, o Tentakelpflanze, SCHÖN, dass du da bist! Fhtagn!

Am meisten gefreut habe ich mich, als ich in einem dunklen Winkel etwas fand, das ich zwar hoffnungsvoll ausgesäht hatte, das dann allerdings überhaupt keine Anstalten machte, sich zu regen. Dachte ich. Und plötzlich sind sie da:

Hornveilchen ♥ ♥ ♥

Das war schon mal ein wundervoller Auftakt des Tages.

Auch ganz wundervoll war dann unser Entschluss, heute nicht – wie sonst samstags – zu putzen, sondern den Tag zu genießen. ❤
Wir haben so dies und das gemacht, Kaffee getrunken, die Katzen versorgt – vor allem Nelly wurde geschmust und gefüttert und gekämmt – und dann kam der erste Regen.
Der war hefitg und kurz, und danach bin ich ne Runde einkaufen gegangen. Der Boden war wieder trocken, doch hier und da gabs es noch kleine Seen.

Als ich zum Ökoladen kam, sah ich ein neues Schild an der geschlossenen Tür, das neue Öffnungszeiten verkündete. Samstag nur bis 14h. Ich hatte keine Ahnung, wie spät es war und habe einfach die Klinke gedrückt, und siehe, es war offen. Wie ich vom Chef erfuhr, war es bereits nach 14h. Er hatte den Laden noch nicht abgeschlossen, in der Hoffnung, dass jemand noch die Klinke drückt, denn er hatte genau ein Brot übrig, das er gerne noch verkaufen wollte. Ja wie gelegen, ich war nämlich gekommen, um genau ein Brot zu kaufen. =) Vielen Dank! ❤
Außerdem freute er sich wie Bolle, dass er noch einen Senf gefunden hatte. (Ich berichtete von dem Senf. Zwergenwiese, ich warte noch auf die Vergütung meiner ungehemmten Werbung für euren Senf!)
Und dann schenkte er mir zwei Tomatenpflanzen für den Balkon. Wow, danke! ❤ ❤ ❤

Danach bin ich ganz beseelt mit meinen beiden neuen Tomatenpflanzen durch den schönen Hemshof heimgeschwebt. Hab noch ein (veganes) Çiğ Köfte Dürüm im Rathauscenter auf die Hand gekauft und gleich verschlungen. Auch dafür bin ich dankbar: Dass es das gibt, und dass es das hier gibt. In Mannheim hab ich das zum ersten Mal gegessen, und hier ist der Stand viel näher an unserm Wohnort.

Apropos vegan: Ich habe neulich was zu Käse gelesen, das ich vorher irnzwie nicht wirklich wusste oder nicht wahrhaben wollte: Dass viel Käse nicht vegetarisch ist, sondern mit Lab gemacht. Und Lab, wie ich erfolgreich nicht hab wissen wollen, bis eben jetzt, kommt aus den Mägen toter Kälber.
Was hat das auf der Dankbarkeitsliste zu suchen?
Ich bin dankbar, dass wir schon seit einiger Zeit fast keinen Käse mehr kaufen. (Eine Packung Harzer vorletzte Woche.) Das hat sich so ergeben, wir hatten eigentlich gar nicht vor, ganz auf Käse zu verzichten. Jetzt ist der Entschluss gefallen, und er fällt uns ganz leicht. Danke! ❤

Als ich wieder daheim war, kam der Hagel, es tropfte an unserer Wand lang und ich hab den Fülle-Beitrag geschrieben, zu dem ich eigentlich überhaupt keine Lust mehr hatte.
Hat sich dann doch heilsam angefühlt. Danke! ❤

Dazu hab ich meine ÖlLicht-Duftlampe angeworfen und Eukalyptus und Water Lily-Öl aus Indien verduftet. Wunderbar in der Schwüle. Danke für diese schönen Düfte, die meine Seele und mein Herz mit Südindien verbinden, hier&jetzt. ❤

Dann kam der Stromausfall. Achneenäh?!?
Ich wollte doch jetzt meinen Dankebeitrag schreiben!
Machtjanix, dann gucken wir eine weitere Folge von- oh.
Oke, ich koch- argh
Ich geh dusch- kein warmes Wasser! (Ich bin Warmduscherin. Sowas von!)
Oke. Okeokeoke.
Ich hatte wieder das Gefühl, ich werd grad ausführlich und gezielt genervt und getriezt vom Universum. Oder von – sonstwem. ⚚
Und, o Super-Selbstversorger-Nachhaltigkeits-Vetch? Gibts Dinge, die du ohne Strom tun kannst?

Ich hab die eingestaubte Gitarre zum Hand genommen und mein Sommerregenlied gesungen. Und dann einen Kreisgesang, den ich vor vielen, oh, vielen Jahren geschrieben habe. Und der mir hier&jetzt sehr gut getan hat. Danke! ❤

Don’t be afraid
when the sirens cry
with the wind
in the air
through the sky

Turn your fear
jump the storm
raise your voice
join their song
while you fly.
 

 

Spiritueller All-Tag

All-Tag ist so ein schönes Wort! Ein Tag im Kosmos. So wie jeder Tag.
       Verschiedene Arten der Fortbewegung durch den Alltag.

Hier folgt jetzt ein ganz alltäglicher Brainstorm- und Verzäll-Riemen.

Es ist Magie in der Luft – das liegt u.A. an der Jahreszeit. Das Herbstfest steht bevor (genau: 22. 09. 2016, 14:20 h), und zur Zeit ist hier noch glühender, leuchtender, duftender, goldener Spätsommer.

Ich hab ein Lied dazu, ein richtiges Kinderlied, und ich hatte eine Version davon aufgenommen, um sie hochzuladen. Am nächsten Tag fand ich sie so SCHRECKLICH, dass ichs nicht über mich bringe. Das ist tatsächlich nicht nur meine Unfähigkeit, sondern auch, weil ich noch keine Lösung zum Schön-Aufnehmen hab. Ich hab noch eine ältere Version gefunden, die ist auch gar nicht so toll (und ziemlich schlaftablettig), die gebe ich hier frei. Es geht ums Lied, nicht um die Perfomance. Ich mag das Lied wirklich gern.

Playful wind
summer’s child
getting wild
gonna grow to snow
Sparkling leaves
playful wind
golden green
gonna grow to snow

On the eve
of the late summer’s day
gather seeds
for the time to come
At the edge
of the long summer’s day
cross the border
to the land beyond

Rustling weeds
playfull wind
bumblebee
gonna grow to snow
In the hedge
summer’s child
spiderweb
gonna grow to snow

On the eve…

From the east
playful child
chasing dust
gonna grow to snow
From the west
summer’s wind
bearing rain
gonna grow to snow

On the eve…

Ich hab native speakers gefragt, ob das geht, mit dem „gonna grow to snow“. Ich weiß bis heute nicht, ob sie aus Höflichkeit meinten, dass es geht, oder ob es wirklich so ist. In dem Lied gehts.

Oh, und weil ich grad dabei bin noch ein Gedicht von wasweißichwannvielejahreher. Das war ein Rutsch, ein Fluss, assoziativ, nicht immer grammatikalisch einleuchtend, ich mags.

Kämpferin der Münzen

auf ihrem schwarzen schweren pferd
steht sie im herbst und sieht nach westen
dorthin wird sie ziehn.
um sie der sommer
doch um sich den panzer steht sie im herbst
und sieht zeichen
die webt sie zu gold und moos
wächst auf den steinen des weges
und auf ihrer rüstung
die sie abstreift
als sie absteigt
und neben dem pferd geht
mit den dohlen
den fäden im wind nach westen
um sie der sommer

Jut, hab ich das aus dem System.

„Spiritueller All-Tag“ heißt der Beitrag, weil ich — wie viele andere auch, die ihre Craft und/oder Spiritualität praktizieren — das als Lebensweise empfinde, und nicht als etwas, das ich zu bestimmten Gelegenheiten tue. Auch wenn sich manchmal was verdichtet in Zeit und Raum, der SINN und die Freude am Wilden Weg ist: Wir sind immer unterwegs.

In letzter Zeit wird mir das wieder mehr bewusst und ein bewusstes Anliegen, so eine Art Aufwachen zum Herbst hin. Siehe oben.

Was ich Großartiges mache.
Ich übe Achtsamkeit und Disziplin – dabei fällt mir auf, dass ich seit Monaten den „Disziplin“-Eintrag im Hexikon aktualisieren möchte. Das ist immer ein ziemlicher Aufwand, und ich habe so ein Gefühl, dass ich mich demnächst dazu aufraffen kann. Im Zuge meiner Achtsamkeit und Alltagsmagie.

Ich esse seit ungefähr einer Woche bis 12h mittags Organuhr (d.h. jetzt zur Sommerzeit bis 11h) nur Obst. Das klappt wunderbar und tut mir gut. Ich hab in irgendeinem Blog davon gelesen, zu dem ich linken würde, wenn ich noch wüsst, welcher es war… X) Sorry.
Wie gut ich das im Winter schaffe, ist mir nicht klar – die Obstverfügbarkeit geht da ja stark zurück, und mit der Winterzeit muss ich dann wirklich bis 12h warten. Ich bin dennoch zuversichtlich.
Jedenfalls hat das heute dazu geführt, dass ich Himbeereis gefrühstückt habe.

Ich bin ja für die Legalisierung aller Drogen (wirklich, aber wenn ich davon anfange, wird das hier kein Riemen, sondern eine Broschüre), nur bei Himbeereis bin ich skeptisch. Und, natürlich, bei Testosteron. Haha.
Argh.

Eya. Vor 12h nur Obst.
Struktur, feste Termine und Zeiten tun mir überhaupt gut, und mein Leben ist und war immer ziemlich frei davon…
Wobei ich hinzufügen muss: feste Termine und Zeiten für Dinge, die ich GERN tu. Für Heilsame Dinge. Auch da habe ich Disziplin zu üben. Ich hab das ja viel zu lange verwechselt mit der Disziplin, mich an vorgegebene Termine und Zeiten zu halten, um Pflichten zu erledigen, die ich grauenhaft finde und (oft nur scheinbar) machen muss. Das ist keine wirkliche Disziplin und nichts, worauf irgendwer stolz sein sollte. Das ist im besten Fall widerwilliges Folgen unheilsamer, falscher Werte, und es kann zu Kadavergehorsam führen. Dabei wird man dann selbst zum Kadaver, und wenns richtig mies läuft, was es leider oft tut, produziert man noch ein paar andere dabei.

Also: Disziplin üben, dass ich schöne, heilsame Dinge regelmäßig und zu festen Terminen und Zeiten tu.

Mein Gefährte und ich meditieren jeden Abend. Das tun wir seit Montag – was noch nicht so lang her ist – für 20 Minuten – was nicht besonders lang ist, also, das Minimum. Und ich bin SO FROH darüber. Ich bin froh, dass ich einen festen Zeitpunkt habe: Jeden Abend, nach dem die Katzen ihren Abendstengel bekommen haben. (Stengel sind so Leckerlies, mit denen die beiden Alten ihre Pillen verabreicht bekommen), also nach 22h. Dann sitzen, danach ab ins Bett.
Wir haben einen Ort zum Sitzen, der ist noch bisschen Abstellort für’s Bügelbrett, wird aber, das weiß ich , mit der Zeit immer schöner werden. Gestern hab ich ein Öllicht hingetragen und dabei zum ersten Mal ein wundervolles Bild entdeckt, das mir vorher noch nie aufgefallen war. Von Arthur Rackham, den ich sehr mag.


hier das Bild in besser

Ich bin sehr froh über den Ort, den Termin, das Sitzen. ENDLICH. Ich würds auch alleine machen, und dass der Gefährte mitmacht, das ist noch mal besonders schön, heilsam, wirkungsvoll.
Die Gute Art Disziplin.

Dann hat neulich die Zen Witch einen wunderhübschen Zauberspruch für heilsames Zeitmanagement gepostet (englisch): Thyme in a Bottle | The Zen Witch. Der hat mich sehr angesprochen – ich mag das Fröhliche, das Einfache und vor allem das Regelmäßige daran.
Ich wollte daraufhin selbst ein Ritual entwerfen, um das Chaos hier soweit zu hegen, dass es nicht eklig wird. Ich mag Chaos, und ich habe den Verdacht, dass es der Normalzustand für mich ist, dass so richtig aufgeräumte Orte nicht mein natürlicher Lebensraum sind. Aber kreatives Chaos kann halt leicht umkippen in dreckiges, brackiges, ekliges, deprimierendes Chaos.

Ich habe schon begonnen, mir Notizen zu dem Ritual zu machen – Minze, Salbei, Zitrusdüfte, dazu Bachblüten, Raum schaffen, Licht reinlassen — und dann kam mir der hammerkrasse Gedanke: Ich könnte statt Öle zu mischen und nen Mantra zu murmeln auch einfach aufräumen.

AhBAH!

Ich hab mir jetzt ne Bachblütenmischung gemacht – dabei hab ich, damit ich auf dem Boden vorm Altar hocken konnte, dies und das aufgeklaubt und wegsortiert – mit Crab Apple, Clematis und Wild Rose. Dazu Lichtwasser Fatima und Lourdes. Das nehme ich jetzt alle 4 Stunden, und jedesmal, wenn ich es nehme (und gerne auch dazwischen), räum ich irgendwas auf und weg. Das ist ein wunderbar wirksamer Zauber, der gut funktioniert.

Jo, ich glaub, das war alles, was ich in den Blog schaufeln wollte. Ich wünsch uns allen weiterhin schönen, intensiven, heilsamen Spätsommer!

Letting go

Okeee. Worauf soll ich warten. Dass die Fee mir ein Tonstudio anbaut und ich wundersamerweise perfekt eingesungen bin, göttliches Timing habe und jeden Ton zielsicher —
Naja, Letzteres ist durchaus im Rahmen des Möglichen, bzw. etwas, das ich selbst von Gesängen erwarte, die veröffentlicht werden ~ nur, ich bin nun mal nicht richtig eingesungen. Und ich hab kein Tonstudio. Und so.

Was ich habe, ist neue große Freude am Musikmachen, und ich habe jetzt beschlossen, dass ich paar Songs online stelle, auch wenn sie meinen Ansprüchen nicht genügen aus mehreren Gründen: Soundqualität, Geklampfe und Gesang sind nicht gut genug. Also – alles.

Und das ist mir jetzt EGAL, weil, ich wart jetzt nicht mehr auf die Fee oder dass ich plötzlich zum Klampf- und Singwunder werd.

Ich hab natürlich doch ein Tonstudio…

 
Also. Als erstes das Lied-bei-Abnehmenden-Mond-zu-singen. Was jetzt gar nicht passt, weil der Mond zunimmt, aber ich sach euch was: Statt „this is a time of falling tide“ singste einfach „This is a time of rising tide“ et voilà!

 

Desweiteren hab ich eine unbedarfte Version vom Aufbrechen-Lied.

 
Das reicht erst mal.

 

Zauberspruch

Jetzt hab ich grad Sólveigs Orakel des Tages gelesen, und das hat mich erst melancholisch und wehmütig gemacht, und dann hat sich brennend drübergeschoben ein Spruch, den ich mir vor vielen vielen VIELEN Jahren mal geschrieben habe.
Jo, wird Zeit, dass sich der erfüllt, und das gilt für viele von uns.

There is space inside the world
that I can roam within
to find me a decent people there
to arrange many a thing.

 

I am educated,
I have my own style
I deserve decent people
aye

 

These to meet is a decent task
to be undertaken
with care
and
craft
.

 

Liebster Award

Die Regeln

1. Danke der Person, die dich für den “Liebster Award” nominiert hat und verlinke die Adresse dieser Bloggerin in deinem Beitrag.
Danke, Gann Uma! Wirklich. Deine klasse Fragen sind schuld, dass ich noch mal mitmache.

2. Beantworte die 11 Fragen, die dir die Bloggerin, die dich nominiert hat, stellt.
Siehe unten.

3. Nominiere 5 bis 11 weitere BloggerInnen für den “Liebster Award”.
Und da beginnt das Problem. Ich folge inzwischen zwar wirklich vielen Blogs, aber die wenigsten davon scheinen mir für den Liebster Award geeignet. Und die, die es sind, haben den alle schon – meist mehrfach. Das war schon das letzte Mal mein Problem, da hab ich mich billig aus der Affäre gezogen, indem ich den geneigten LeserInnen freigestellt habe, sich selber zu nominieren.
Und wisst Ihr was? Ich machs wieder genauso.
Ich versteh schon, was das soll. Neulingen gibts was zu schreiben und vernetzt sie in der Blogger-Community.
Ich bin zu alt für sowas, fühl mich wunderbar vernetzt, und die Leuts, die ich lese, wie gesagt, die haben ihn schon und/oder haben echt anderes zu tun. Behaupte ich mal.
Also, das beschließe ich hiermit, war das jetzt nicht nur das zweite, sondern auch das letzte Mal, dass ich einen Liebster Award angenommen habe. Uffz.

4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten BloggerInnen zusammen.
Da ist dann das nächste Problem… Meine Fragen sind auch unten.

5. Schreibe diese Regeln in deinen “Liebster Award”-Beitrag.
Das wiederum ist wunderbar unkompliziert.

6. Informiere deine nominierten BloggerInnen über diesen Beitrag, z.B. über einen Kommentar.
Alle, die Lust haben, sind hiermit nominiert.

 
Also los.
 

1 – Welcher Deiner Blogbeiträge ist Dein Lieblingsartikel und warum?
Ein Beitrag, den ich in dieser Form bis jetzt nur einmal gemacht habe, ist der Stories are Maps-Beitrag. Den mag ich sehr gern. Ich mag überhaupt alle Beiträge besonders gern, die ich mit dem tag „Geschichten“ versehen habe. Bei denen, ob sie ‚erfolgreich‘ sind oder nicht, habe ich das Gefühl, da übe ich einen Aspekt meines Berufes aus.

 

2 – Tag- oder Nachtmensch?
Wechselnd, je nach Tages- bzw. Nachtform.

 

3 – Eine frühe Erinnerung?
Muss wirklich sehr früh gewesen sein.
Wie mir nämlich meine Ma ankündigt, dass sie mir jetzt einen Strampelanzug anzieht, und wie ich dann im Bettchen liege und strample wie blöde, weil ich denke, das wird jetzt erwartet und muss mit nem Strampelanzug ja auch besonders gut gehen.
Die Erfahrung war doch ein bisschen enttäuschend, denn das Strampeln war anstrengend und sinnlos.
Hehe. Jetzt, da ich das hinschreibe, merke ich: Das war eine Lektion fürs Leben.

 

4 – Die Farben deines Lebens: Wechseln sie, hast du immer die gleiche oder gibt es Entwicklungsstufen?
Als Kind war Gelb meine Lieblingsfarbe, und das hat sich nicht geändert.
Gelb und Bunt. Habe manchmal ein Blatt nur mit buntem Kritzel vollgemalt, und dann dick Schwarz drüber, damit das Bunte durch die Lücken leuchtete.
Rot alleine mochte ich eine lange Zeit nicht leiden – das war fast ein bisschen ein Gefühl wie Eifersucht. Rot und Grün waren die Blöden, und Blau und Gelb waren die Guten. (Besser kann ichs nicht erklären. Ich mein – ich kanns mir schon einigermaßen erklären, bloß führt das hier zu sehr in die Psychoanalyse… oder so.)
Zu späteren Schulzeiten hab ich besonders Sandgelb und gebrochene, gedämpfte Farben geliebt, so ersticktes Bunt, würd ich heute sagen.
Als ich Stagehand und Roadie war, kam die Schwarz und Silber Zeit. Samt- Jeans- und Molton-Schwarz, Stahlsilber und bestenfalls noch Rostlederbraun.
Dann wurds richtig BUNT. Ich sühnte mich mit Rot aus, dazu kamen Tiefrosa, Orange, Koralle, Kupfer, Rubin, Lila… in allen beißenden Varianten gemischt, dazu Gold, Türkis, Flieder – ich LIEBE Farben.
Und seit einiger Zeit, seit zwei drei Jahren oder so, werde ich angezogen von  GELBGOLDGRÜN . ← So ungefähr.

 

5 – Mit welchem Märchendrama/welcher Märchenfigur identifizierst du dich?
Spontan? Gar nicht.
Nach längerem Überlegen: Das hässliche Entlein. Ja, doch, das passt gut.

 

6 – Heimat: deine Wurzel, dein Traum, deine Verletzung?
Alles verschwommen. Bis ich 18 war, bin ich im Schnitt alle zwei Jahre umgezogen, zwischen und innerhalb von Hamburg, München, Köln, Bonn. Seit dem kam noch Passau dazu. Jetzt Mannheim. Hier fühle ich mich heimisch. In Indien hab ich mich auch heimisch gefühlt.
Meine Wurzeln… wenn ich wirklich noch die Zusatzausbildung zum Systemischen Familienstellen mache, dann erfahre ich mehr darüber. Dann meld ich mich zu dem Thema noch mal… (Die atemlos gespannte LeserInneschaft kanns gar nicht erwarten… hallo? Liest hier überhaupt noch jemand?
Hehe. Weiter.)

 

7 – In welchem kreativen Gebiet fühlst du dich am wohlsten, oder hast du mehrere Schwerpunkte?
Schreiben ist ganz oben auf der Liste.
Fotografieren, Layout, Design, Kritzeln.
Musikmachen: Klampfen und singen und trommeln – da bin ich ganz gut. Eine musikalische, rhythmisch sichere Laiin mit annehmbarer Singstimme. Nix Tolles, keine Virtuosin, weder beim Klampfen noch beim Trommeln, geringer Stimmumfang, alles gut genug für Drive und Feeling.
Habe ich leider sehr vernachlässigt in den letzten Jahren.
Ich tanze auch sehr gut (freestyle) – wow, das hab ich wirklich hingeschrieben! Ich tanze sehr gut. Stimmt, jo. Auch sehr vernachlässigt, bin ja auch nicht mehr die Jüngste.

 

8 – Welches Monster muss erlöst werden?
Da ist eine alte Frau, eine einsame alte Frau. Sie sitzt vor ihrer Jurte in einer völlig leeren Landschaft und malt heilige Zeichen in den Sand, die niemand sieht.
Am Himmelt steht statt der Sonne eine riesige Uhr.
Die Frau ist wütend und frustriert, dass niemand da ist und ihre Zeichen erkennt.
Sie ist sehr einsam und scheint ganz grässlich ihre Zeit und ihre Craft zu verschwenden.
Dieses Bild habe ich nicht selbst erfunden, das wurde mir gesagt, erst neulich. Es hat mich getroffen, denn ich kenne diese Alte.
Allerdings hatte ich gedacht, sie wäre erlöst. Sie tauchte z.B. hier auf. Da wird sie erlöst, so hab ich mir das vorgestellt, und jetzt scheint es, dass sie in Wirklichkeit ganz alleine vor ihrer Jurte hockt.
Ja, die will erlöst sein. Ich will sie erlösen.

 

9 – Wie siehst du dein Leben im Alter, kannst du dir alternative Möglichkeiten vorstellen?
Sehr sehr alternative Möglichkeiten. Allerdings auch noch sehr vage. Mein Gefährte und ich spielen mit dem Gedanken, unser Altenteil irgendwo außerhalb von Deutschland zu pflegen (oder was so mit Altenteilen gemacht wird… errichtet, gepflegt, verlegt, was weiß ich). Ne Kommune/Gemeinschaft in irgendeiner Art ist mir auch wichtig. Wir sind kinderlos, und wir wollen nicht völlig vereinsamen, also ne Gemeinschaft.
Auf keinen Fall werd ich in einer leeren Landschaft vor ner Jurte enden!
Alles noch ziemlich vage. Wir sind ja noch jung… 😛 argh

 

10 – Wenn Du in Deinem Land eine Sache ändern könntest, was wäre das?
Bedingungsloses Grundeinkommen.
In der Schweiz wird übrigens dieses Jahr, am 5. Juni, darüber abgestimmt.

 

11 – Schenk was. Mir, dir, der Welt.
Oje. Na schön. Trotz allem, was ich bei Frage 7 behauptet habe, schenke ich der Welt die einzige Aufnahme meines Superhits PHYSIOTHERAPEUT. Zu meiner Verteidigung kann ich sagen: Das ist auch schon paar Jahre alt. Heute würd ich das so nicht mehr…
Ich singe da mit mir selbst im Chor, nicht immer glockenrein (also, teilweise völlig neben dem angepeilten Ton, ums genau zu sagen) in schlechter Soundqualität, teilweise arg atemlos… Dass ich das hier preisgebe, das IST ein Geschenk! Und wenn ihr mir was dafür zurückgeben wollt, dann… klickt einfach nicht auf ➤. 😛

 

 

Und nun meine 11 Fragen (einige vom letzten Mal recycelt). Manche lassen sich ganz schlicht beantworten, das ist beabsichtigt. Vielleicht gibts viel zu erzählen, vielleicht ist es privat, dann genügt ein knappes Ja oder Nein.

    1. Übst du eine spirituelle Praxis aus? Wenn ja: erzähl davon, wenn du magst.
         
        1. Die Fee kommt mal wieder. Du darfst dir eine Begabung, ein Talent, eine Fähigkeit wünschen, die/das du noch nicht hast. Was ist es?
             
            1. Die Frage klau ich von Gann Uma, weil ich sie besonders schön finde: Welcher Deiner Blogbeiträge ist Dein Lieblingsartikel und warum?
                 
                1. Was ist das Tollste/Schönste, das du jemals selbst hergestellt hast?
                     
                    1. Linux, Mac oder Windows? Warum?
                         
                        1. Hast du einen einem besonderen Ort (sei er auf der Erde oder in deinem Innern), den du immer wieder aufsuchst? Wenn du magst, dann erzähl davon.
                             
                            1. Sammelst du etwas? Wenn ja: Was und warum?
                                 
                                1. Eine Künstlerin oder ein Künstler deiner Wahl wird für dich – NUR FÜR DICH – ein Werk schaffen. Ein Bild malen, ein Buch ein Gedicht, eine Symphonie schreiben, einen Film drehen, ein Lied vertonen, einen Quilt nähen… Wer soll was für dich machen?
                                     
                                    1. Ich kenne einige Leute, die tatsächlich keinen Fernseher besitzen bzw. nie fernsehen. Wie ist es mit dir, schaust du Fernsehen?
                                         
                                        1. Was ist der nutzloseste Gegenstand, den du besitzt, und warum hast du ihn immer noch?
                                             
                                          1. Mit der Post kommt ein kleines Päckchen für dich: Darin ist ein Deck Tarotkarten, und dazu ein Brief, in dem steht, dass du mit einer der auf den Karten abgebildeten Gestalten einen Tag verbringen darfst.
                                            Wen wählst du?
                                            Falls du keine Ahnung hast, was auf den Karten drauf ist: Hier. (Wenn du dich auskennst: Muss nicht das Rider-Waite-Smith Deck sein; wenns das nicht ist, schreibs dazu, neh?)

                                           

                                          Und hier noch mal die Regeln am Stück:

                                          1. Danke der Person, die dich für den “Liebster Award” nominiert hat und verlinke die Adresse ihres Blogs in deinem Beitrag.
                                          2. Beantworte die 11 Fragen, die dir die Bloggerin, die dich nominiert hat, stellt.
                                          3. Nominiere 5 bis 11 weitere Bloggerinnen für den “Liebster Award”.
                                          4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Bloggerinnen zusammen.
                                          5. Schreibe diese Regeln in deinen “Liebster Award”-Beitrag.
                                          6. Informiere deine nominierten Bloggerinnen über diesen Beitrag, z.B. über einen Kommentar.

                                          Blogger sind natürlich auch eingeladen. In den obigen Fragen wird der Einfachheit halber die weibliche Form verwendet. Die männliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen.
                                          (Dies ist eine nur leicht abgewandelte [ahnt ihr, wie?] Version einer Erklärungen, die ich in zahllosen Büchern immer und immer wieder finde.)

                                           

                                          Der Preis des Dazugehörens

                                          Marille Grünblatt hat einen schönen Text veröffentlicht, der mich berührt hat:

                                          Wanderratgeber | Der Hase im Apfelbaum

                                          Das löst bei mir grad was aus… Einen Mecker- und Motzanfall.

                                          Als kleines Kind war ich in gewisser Weise wie der glückliche Prinz von Oscar Wilde. Ein einsames, aber mit sich und den Eltern zufriedenes Einzelkind, das keine Ahnung hatte, was in der Welt vor sich geht.
                                          Als die Schule begann, wurde das schlagartig anders. Es begann die schlimmste Zeit meines Lebes: viele unglückliche Jahres des Aussenseitertums und des Dringend Dazugehören Wollens.
                                          Es ist mir bis heute nicht wirklich gelungen. Inzwischen bin ich froh darüber. Aus tiefsten Herzen bin ich dankbar, dass ich es nie geschafft habe, ’normal‘ zu sein und dazu zu gehören.
                                          Als Mädchen und junge Frau war ich verzweifelt.

                                          Wenn ich heute darüber nachdenke, wieviel Zeit und Kraft (und Taschengeld) ich z.B. dafür verschwendet habe, irnzwelche Bänds anzuhimmeln, Platten und grässliche Magazine zu kaufen, MTV zu gucken —
                                          Eigentlich wär ich gerne Punk gewesen, aber das hab ich mich getraut. Weil ich fand, ich wär zu fett für enge Lederhosen.
                                          Ich war bisschen fett – das lag daran, dass ich meinen seelischen Hunger auch mit Chips und knallbunten Süßigkeiten zu stillen versuchte. Was Kindern an ungesunder (sorry) Scheiße verkauft wird, das ist WIDERLICH.
                                          Aber folgerichtig. Dauert nicht lang, dann verdient die Pharmaindustrie an uns.

                                          Die spirituelle Leere, in der unsere Zivilisation uns aufwachsen lässt, dürfen wir mit Konsum füllen.
                                          Ja, wir leben im goldenen Westen, in der Freiheit! Wir sind frei zu wählen, ob wir Microsoft oder Apple wollen. Nestlé oder Danone. Coke oder Pepsie.
                                          Wenn wir sind, wie die andern, wie die Reklame-Kids, dann haben wirs geschafft, und wenn wir dann immer noch nicht zufrieden und glücklich sind, dann stimmt was nicht mit uns. Dann sind wir nicht normal und selber schuld. Ham halt noch nicht das richtige Produkt gekauft. Noch nicht das richtige Fitnesstudio gefunden.
                                          So hängen wir als Energiequellen fest in der Matrix.

                                          Ich wünsche allen Kindern und jungen Menschen jemanden, der oder die ihnen andere Werte vermittelt und schon früh einen andern Weg zeigt.
                                          Wir alle haben es verdient, unsere Zeit und Kraft für Heilsames und Schönes zu verwenden. (Marille Grünblatt z.B. hat dazu diesen schönen Wanderratgeber gepostet.)
                                          Mir ist noch ein (holpriges) Lied eingefallen, dass ich zum „Roten Fest“ geschrieben habe – das war ein spirituelles Fest zum Übergang vom Mädchen (der Weißen) zur erwachsenen Frau (der Roten).

                                          Das Lied war inspiriert von „Lonesome Robin“ (s.u.), lässt sich zu der Melodie singen und geht so:

                                          Brich auf, es geht ins Rote Land
                                          Nimm deinen Bogen noch einmal in die Hand
                                          Dein einsames Jagen ist nun vorbei
                                          Zerschlissen ist dein weißes Kleid
                                          Wo immer dein Pfeil den Boden erreicht
                                          wächst deine neue Zeit:
                                          die Rote
                                          Komm heim, Jungfrau, komm heim!
                                          Du bist nicht länger vogelfrei.

                                          Als kleines Mädchen warst du
                                          eine Prinzessin, Piratin dazu.
                                          Du wusstest genau, wann ein Zauber passiert
                                          doch hast du die Worte nie gelernt
                                          die das sagen könnten, was du gewusst.
                                          Und dann hast du in die Schule gemusst.
                                          Ach Kleine!
                                          Vorbei, Jungfrau, vorbei.
                                          Du bist nicht länger vogelfrei.

                                          Gefangen warst du lange Zeit
                                          bis in deine Träume warn die Gitter gereiht
                                          Fast wärst du nicht mehr ins Leben erwacht
                                          so ham sie dich irre gemacht.
                                          Jetzt sprenge die Wände, sie halten dich nicht
                                          und in den Trümmern finde dich:
                                          Die Rote!
                                          Es sei, Jungfrau, es sei!
                                          Du bist nicht länger vogelfrei.



                                          Hier die Lyrics zu „Lonesome Robin“.
                                          Und hier eine schöne Version von einem Herrn Barry Moore (aka Luka Bloom)

                                          edit:
                                          Das passt auch noch wunderbar dazu:
                                          http://zenpencils.com/comic/kalam/
                                          (Die Zen-Pencils hab ich durch Frau Koriander gefunden.)