Lied

Samstag, 22. & Sonntag, 23. Juli ~ Dankesammlung

Heh, heute kürzer, nachdem meine letzte Dankesammlung so ein bisschen wie ne Rede zur Oscarverleihung geworden ist (und dann danke ich auch ganz besonders meiner Agentin Vetch, ohne die ich niemals…) ~
Achwas, das hat ihr gut getan, der jungen Vetch, bisschen ans Licht geholt zu werden. =)
Anyway. Weiter.

 

Gestern, Samstag 22. Juli 2017

Nelly ist morgens aus der hintersten Ecke vom Spitzboden nach vorne gekommen und hat was gefressen. Immerhin.

Mangold. Mal wieder. Mal wieder superköstlich. Ich hab zum ersten Mal Butterrübchen mit drin gehabt, die kannte ich noch nicht.

Auf dem Balkon haben wir jetzt 3 Tomaten! Die zuletzt Dazugekommene ist winzig, und sie muss über Nacht aus einer Blüte geplöppt sein. Ich hab sie jedenfalls nicht kommen sehn. 💚

Abends gab es irnzwo ein Feuerwerk. Ich habs nur gehört und mich weiter nicht drum gekümmert. Gosh, was bin ich alt, träge und abgebrüht geworden. Als Kind habe ich Feuerwerk GELIEBT, und wenn ich eins gehört hab und nicht sehen konnte, dann flossen Tränen der Verzweiflung. Gestern hats mich schließlich, als das Böllern immer lauter und heftiger wurde, doch noch vom Hintern gehoben. Ich bin auf die Terrasse gelaufen und konnte durch die Blätter der Bäume tatsächlich noch die letzten Raketen glitzern sehen.
Das war so schön, dass ich beim Jetzt dran Denken wieder feuchte Augen und ein warmes, wehes Herz bekomme.

Dampfgrüne Schwüle
durch die sanfte Dunkelheit
glitzernde Funken

 

Heute, Sonntag 23. Juli 2017.

Leider hat Nelly oben hingeköttelt, drum haben wir sie heute runtergeholt. Sie hat sich nicht gewehrt  — das hat mich überrascht. Früher gabs bei sowas blutende Wunden… Sie hat sich dann auf meinem Schoß tief mit dem Kopf in meine Armbeuge reingebohrt. Ein Kätzchen, das in Mamas Bauch zurückwill. Achje. :‘
Wir haben ihr im Bad ein Klo hingestellt, ein kleines Kuschelzelt in einer Ecke, ich hab ihr Luxusfutter gebracht, das sie erst gefressen hat, als ich sie zwischen meine Beine nahm und mich schützend über sie beugte. Dann hat sie’s reingehapst, die hatte Hunger! Und dann hatte ich endlich den Gedanken, ihr Bachblüten zu geben. Was ich tat, vor allem Star of Bethlehem, und seitdem ist tatsächlich eine Veränderung zu beobachten. Sie ist hoch ins Wohnzimmer und hat sich aufs Sofa gelegt.
Inzwischen ist sie wieder auf dem Spitzboden – vorne. Das wird schon wieder, es wird halt dauern.
Danke an Edward Bach und an die Bachblüten!

Ich bin so froh, dass wir gestern geputzt haben. Ist die beste Zeit, vorm Neumond, und das Schönste daran: Es ist geputzt! ❤

Der Gefährte hat mich gebeten, in seinem Namen dem Universum für Stevia zu danken. Ich persönlich bin ja kein Fän davon, doch in des Ogers Namen: Danke für Stevia. ❤ =)

Danke an Sólveig, deren Streifzüge durchs Internetz mir immer wieder super Impulse verschaffen. =) Heut hab ich mir ein Runenbuch bestellt.

Dafür bin ich vor allem dankbar, weil ich feststelle, dass ich selbst nur noch sehr wenig Geduld habe für Videos, Interviews, Bilder, Diskussionen, Artikel – all der Kram, der das internet füllt. Ich klicke was an, und bevor die ersten 8 Takte/Zeilen/Worte/Blinkies gelaufen sind, klick ichs schon wieder weg, weil ich merke, dass es mich allermeistens nicht interessiert sondern stattdessen gleichzeitig langweilt und anstrengt.
Das ist wahrscheinlich eine Alterserscheinung. Wobei ich selbst denke, es ist ein Zeichen dafür, dass ich immer mehr aus der Matrix rausfalle. Jedenfalls bin ich erstaunlicherweise dankbar für diese Entwicklung. Und ich bekomme immer noch mehr als genug Input. Und immer wieder auch welchen, der mir wirklich was bringt. Danke! =)

Immer, wenn ich bei Sonnenuntergang und in der Dunkelheit aufm Bett stehe und durch das Fenster gucke, freue ich mich über all die Lichter, gegenüber in den Fenstern und an den Balkonen. Immer. Hier ist was mit dem Licht, an diesem Ort. Sogar das Foto zeigt einen Hauch davon.

So, und jetzt ist Schicht. Schbinmööd. Morgen compfrei, und ich glaub, morgen lös ich paar Stunden ein und bin mal online. Wer weiß.
Als Gedicht ein altes Lied, weils mir grad passt. =)

hab ich den fluss gefunden
der trägt mich durch die welt
                 hab endlich ich mein boot erkannt

fahr doch schon so lang
die flotte nicht in sicht
                 hab ich den weiten horizont im blick

hab lange jahre nur
die planken angeschaut
                 war unter deck, war auf der anderen schiff

hab dann ein kleines rettungsboot
mir längsseits losgemacht
                 das alles wie im traum: mein eignes schiff

bin ich an land gegangen
hab segel mir genäht
                 mit streifen rot und gold und sie gesetzt

nun fahr ich weit umher
im meer, auf großen flüssen
                 treib handel, singe, finde was ich will

 
 
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Dienstag, 18. & Mittwoch, 19. Juli ~ Dankesammlung

Gestern, Dienstag 18. Juli

Gestern habe ich kein einziges Foto gemacht. Aufm Amtsgericht waren einige echt schöne Motive, und obwohl dort nicht fotografiert werden darf, hätte mich niemand erwischt. Ich überlege grad – ich wollte schreiben, dass ich zu träge war, doch die Wahrheit ist, dass ich dachte, wenn ich Fotos ausm Amtsgericht – und wenns nur von der schönen, altmodischen Toilette ist – im Internetz poste, dann könnte ich Ärger bekommen. Oje. X)

Ich war für einiges dankbar, gestern:

 
Aufm Gericht ist es gut gelaufen. Es war keine Verhandlung, sondern ein Termin zur gütlichen Einigung. Der Gefährte und ich waren uns im Vorfeld einig, dass eine ‚gütliche Einigung‘ für uns nicht in Frage kommt. Ich möcht nach wie vor nicht ins Detail gehen, bevor das alles abgeschlossen ist. Das bewahrt mich auch davor, meinen Emotionen freien Lauf zu lassen… 😛 Nur soviel:
Wir wurden von Ex-Vermieters verklagt wg. etwas, das sie selbst vermasselt haben. Wenn sich bei der Verhandlung die Wahrheit durchsetzt, haben Ex-Vermieters alle Kosten ihrer Klage zu tragen.
Die Richterin hat gestern stattdessen eine Einigung vorgeschlagen, die weiter ging, als wir erwartet haben: Ex-Vermieters sollen alle Ansprüche fallen lassen. Das ist super, wirklich.
Nur hätten wir damit die bis jetzt angefallenen Kosten anteilig zu tragen.
Wir haben oft und mühsam und leider vergeblich versucht, uns gütlich zu einigen. Wir haben nicht geklagt. Wir haben nicht gelogen. Wir haben unfreiwillig bereits reichlich Zeit und Kraft opfern müssen. Uns jetzt Ruhe und Frieden quasi zu erkaufen — dazu sind wir nicht bereit. Wir lassen es auf die Gerichtsverhandlung ankommen. Da ist ein gewisses Risiko dabei: Wenn die Ex-Vermieterin nicht einen Heilschub erlebt, wird sie vor Gericht eine fette Lüge vortragen, und wenn ihr geglaubt würde…
Unser Anwalt hat uns da keine Illusionen gemacht – vor Gericht setzt sich nicht immer das Recht durch. Das wissen wir. Es geht hier um etwas anderes. Wir haben lange Zeit nachgegeben, gelächelt und gestrampelt, um Ex-Vermieters bei Laune zu halten. Das ist das einzige, das wir uns vorzuwerfen haben – und jetzt ist damit Schluss.

Also, ich bin dankbar, wieder, für unseren Anwalt. Und dafür, dass die Richterin keinen einzigen Anspruch der Ex-Vermieters in die gütliche Einigung miteinbezogen hat. Ich hoffe, sie ist uns nicht gram, dass wir trotzdem nicht darauf eingehen.
Mei, müssen wir das Gericht glücklich machen? Ich denke nicht. Ich denke, das Gericht soll die glücklich machen, die im Recht sind. (Wir haben außerdem noch zwei Wochen Bedenkzeit… Wobei ich gar nicht weiß, ob Ex-Vermieters überhaupt mit dieser Einigung einverstanden wären.)
Genug jetzt davon.

 
Gestern war’s heiß und schwül und ich habe den Rest des Tages aufm Bett verbracht. Eigentlich wollte ich was malen, dann war ich zu erschöpft für irgendwas. Ich habe stattdessen endlich das Buch zuende gelesen, das mir der Gefährte vorletztes Jahr geschenkt hat. Klasse Buch. Jetzt kann ich mit dem Buch anfangen, das mir der Gefährte dieses Jahr geschenkt hat. =) Wahrscheinlich heute noch.

 
Ich hab die Haferschnitte vom Gefährten bekommen. ❤ Wer Haferschnitten kennt, weiß, was das bedeutet.

 
Ah, das Gedicht. Ich hab was geschrieben, als ich aufm Gerichtsflur hockte und wartete – ich bin nämlich nicht verklagt, ich bin Zeugin, und darum sollte ich nicht mit rein.
Da aufm Flur war so gut wie nichts los, und doch war die Atmosphäre dicht und intensiv.

Dieser Ort ist voller Kaffee
Wut, Angst, Entrüstung
Enttäuschung, Bitterkeit,
Klarheit, Besonnenheit.
Triumph und Sieg und Demütigung
hilfloser Zorn, Gier und Dummheit
all das wabert hier.
Wahrheit, Gerechtigkeit
Auch sie…
Auch sie.
Wahrheit ist überall.
Auch hier.
 

Heute, Mittwoch 19. Juli

Heute hab ich viele Fotos gemacht.
Ich bin dankbar für:

Endlich hab ich ein Foto von dem CD-behängten Haus gemacht, das zwar nicht gut ist, doch zumindest zeigt, warum das Haus so magisch ist. Siehe links.
Ich weiß nicht, ob die Leute es wg. der Vögel oder einfach aus Freude mit lauter CDs behängt haben. Im Wind schwingen sie, in der Sonne glänzen und glitzern sie bunt und sehen aus wie Seifenblasen.
Ich find das typisch Hemshof. CDs sind Plastikmüllschrott, und doch verzaubern sie hier die Fassade und sehen wunderschön aus.

 

Und hier — ist das Hibiskus? Glaubschon. Vor dem mit CDs behängten Haus. Ach, es ist so schön hier!

Und Rosen hab ich fotografiert. Ich liebe die Rosen im Hemshof.

 
Jeden Tag freu ich mich über meinen neuen Farn! ❤
 
Desweiteren bin ich dankbar, dass ich heute keinerlei Pflichten mehr habe. Es ist zu heiß für Pflichterfüllung.
Morgen ist compfrei und wir bringen Nelly in die Tierklinik, wo sie die Metallschiene rausoperiert bekommt. Wenn nicht das Röntgenbild wider Erwarten zeigt, dass es noch nicht so weit ist.

Also bis übermorgen. =)

 
Das Gedicht ist ein altes Lied von mir, das ich bisschen up to date gebracht hab. Mir ist grad danach.

WEG

ein mann hat mal gesagt
ohne vor die tür zu gehn
kannst du die ganze welt verstehn
ich glaub das nicht

ich schau zum fenster auf
der himmel sieht grau aus
doch der wind, der draussen streunt
hat keine farbe

ich mag bilder von wegen
wenn die sich schlängeln und fließen
du siehst nie wo sie enden
möchte sie gehn: weg

ich leb schon lang
innem anderen land
manche Leute sagen
sowas hats nie gegeben

die kennen es nicht
und ich bin unsichtbar
für die und ich webe
mein eigenes leben ja

und wenn wind
mir in die haare weht
steigt mein herz: ein drache
heiss, weit und frei

weil meine beine
wirklich auf der erde stehn
kann ich leicht
die weiten wilden wege gehn

es ist zeit

 

Sonntag 18. & Montag 19. Juni 2017 ~ Dankesammlung

Gestern.
Gestern habe ich kein Gedicht geschrieben. Stattdessen habe ich mein seit Tagen schmerzlich vermisstes Liederbuch mit eigenen Liedern wiedergefunden – naheliegenderweise wars in der Gitarrentasche. Da hab ich natürlich tagelang nicht nachgeguckt… wär zu einfach. Danke, dass ichs wiedergefunden habe.

In dem Liederbuch hab ich ein altes Lied gefunden, das mir grad was sagt. Das ist das Gedicht für gestern:

Take your fear and make a song
make it tender, make it strong
cry it out for all to hear
get rid of your fear!
 
Lay it down for all to see
lay it down to set your mind free
some will hate it, some know what’s true
sharing life with you.

 

 
Dankeliste für gestern:

Ich hatte grässliches Kopfweh gestern und war sehr dankbar für Aspirin.

Dass ich das Liederbuch gefunden habe.

Das Übliche, immer wieder, gestern speziell: Die Mauersegler, mein schönes Zimmer, der Sonnenschein, der compfreie Tag. War wieder schön.

Gestern wäre Putztag gewesen, und den haben wir auf heute verschoben. Das hat meine Laune gleich enorm gebessert, gestern. =)

Und wieder ein Danke für und an meinen Schnusel, der mich zur Zeit oft tröstet. Mir gehts seltsam zur Zeit…

Das mit dem abgezählten Kaffee hat gut funktioniert — ich habe festgestellt, dass 4 Tassen immer noch ne große Menge Kaffee ist. Ab heute maximal 3 Tassen.
 

 

Heute.
Heute ist ein Comptag, und das drückt mir gleich auf die Laune. So viel zu sortieren, ich hab ne neue Festplatte bestellt, deswegen meine Bank besucht, dabei bekomme ich dann wieder so Mangelgedanken–

Mir drücken noch andere Dinge auf die Laune. Erklärungsidee: Ich hab mich mal wieder zu oft auf so Wake up Sheeple!-Matrix-böse Illuminaten-Blogs rumgetrieben. Da wurden Überlegungen angestoßen, wg. derer ich seit paar Tagen hadere. Meine Orakel waren auch nicht hilfreich. Das I Ging hat mir wörtlich gesagt, ich habe mich in eine Depression reinmanövriert, weil ich zu sehr aufs kollektive Ego gehört habe.
Hm, eigentlich ist das doch sehr klar und hilfreich, diese Ansage. 😛 Also danke.

Danke auch für die Räucherstäbchen (siehe rechts) zum Geldanziehen! Keine Ahnung, wo ich die her habe. Ich habe die Schachtel heute morgen im Räucherstäbchenschuhkarton gefunden und sehr grinsen müssen. Auf dass sie funktionieren! =)

Danke für die Sternenspirale am Anfang vom heutigen Beitrag. Die habe ich eben auf einer überquellenden Festplatte gefunden. Hab ich mit den Sternchenpinseln gemalt, die ich für Gimp gemacht habe. Damals, vor über zwei Jahren.

Außerordentlich dankbar bin ich auch, dass wir Putzen noch mal verschoben haben.
Morgen isses dann soweit. Morgen hab ich auch Schule, und es ist compfreier Tag. Passt.

Danke für den wirklich superschnuckeligen Radladen, wo ich eben mein Fahrhrad hingebracht habe. Morgen abend hol ichs wieder ab.

Danke für das winzige Café genau um die Ecke von unserem Haus, wo der Gefährte und ich eben einen Cappuccino getrunken haben. So nett dort, der warme Wind, die Schatten der Blätter auf den Bäumen, das sattgrüne Gras gegenüber – es ist SO SCHÖN hier! Und weils ein italienisches Café ist, ist auch der Kaffee gut. 

Ich bin auch dankbar, dass sich meine Laune und Befindlichkeit einigermaßen wieder einzupendeln scheint. Das geht so hin und her, die Tage. Ich kenn das, ich komm wieder in die Mitte, ich lern bestimmt auch was Wichtiges, und diese krassen Pestmomente, mei. Irnzwas in mir meint, ich brauch die. Da muss ich dann halt durch. Und, übrigens, Vetch: BRAUCH ICH NICHT!

Ahhh, und danke an unseren Anwalt. Es kam heute nämlich Info zur Klage unserer Exvermieters. Das hat mich kurz sehr gebeutelt, bis ich die Erwiderung unseres Anwalts las. Der hat nicht einfach reagiert, der hat das aktiv und wunderbar zerlegt. Das geht, indem er verwendet, was ist und war. Die Wahrheit.
Und nun genug dazu.

 
Joo, und nu noch das Gedicht. Hmja. Zur Feier meines wiedergefundenen Liederbuches, und weil ich heute zum Dichten zu faul bin, und weils so schön zum Nicht-Putzen passt, und weils andererseits überhaupt nicht mehr passt, weil ich inzwischen in fast jeder Hinsicht ganz anders lebe und dafür auch sehr dankbar bin — aus diesen Anlässen poste ich noch ein altes Lied. Das habe ich noch zu Schulzeiten in Köln geschrieben, als ich bei meinem damaligen Freund in seiner Winz-Ranz-Wohnung hauste, die er sich außer mit mir noch mit einem Mitbewohner und einem kleinen, dreifarbigen, unkastrierten Kater teilte.
 

Klage
 
Wo ist der Platz
für die Wäsche
die feuchte?
Wo der Raum für den Spül?
Die Sporen des Schimmels
bestäuben die Lüfte
Der Kater pisst hin wo er will.

Aus allen Ecken
quillt Glas und Papier
dezent versifft und zerwühlt.
Wo ist der Platz
für die Wäsche, die feuchte?
Wo der Raum
für den Spül?

 


 

3. Juni 2017, Samstag ~ Dankesammlung

Ich schreibe das am Samstag, veröffentlichen werd ichs, so wie’s aussieht, erst morgen. Wir hatten eben Stromausfall, und jetzt sind wir offline. Macht nix.

Als der Strom weg war, hatte ich kurz wieder einen Pestanfall. Schon wieder eine Widrigkeit. Darum heißt das Widrigkeit, weil immer wider und wider welche kommen… harhar.
Schluss mit Widrigkeiten, immer ist vorbei!

Heute war ein sehr schöner Tag! Es gab heftigen Regen, Hagel und Sonnenschein. Es ist jetzt abgekühlt, dafür bin ich schon mal dankbar! ❤

Heute morgen, noch in starker, gelber Sonne, war ich auf dem Balkon, um die Blumen zu gießen. Die brauchen jeden Tag viel Wasser; ich bin dankbar, dass ich heute vom Regen unterstützt wurde und auch alle aufgestellten Sammelgefäße voller Wasser sind. ❤
Und ganz besonders erfreut bin ich über das Gewucher in den Töpfen und Kästen. Von wegen nur Ringelblumen. EINE Ringelblume hab ich gefunden. Die wird bald blühen.
Dann hab ich ein Tentakel gefunden. Die Tentakelpflanze, von der ich schon dachte, sie kommt dieses Jahr gar nicht, hat sich doch durchgekämpft! Willkommen, o Tentakelpflanze, SCHÖN, dass du da bist! Fhtagn!

Am meisten gefreut habe ich mich, als ich in einem dunklen Winkel etwas fand, das ich zwar hoffnungsvoll ausgesäht hatte, das dann allerdings überhaupt keine Anstalten machte, sich zu regen. Dachte ich. Und plötzlich sind sie da:

Hornveilchen ♥ ♥ ♥

Das war schon mal ein wundervoller Auftakt des Tages.

Auch ganz wundervoll war dann unser Entschluss, heute nicht – wie sonst samstags – zu putzen, sondern den Tag zu genießen. ❤
Wir haben so dies und das gemacht, Kaffee getrunken, die Katzen versorgt – vor allem Nelly wurde geschmust und gefüttert und gekämmt – und dann kam der erste Regen.
Der war hefitg und kurz, und danach bin ich ne Runde einkaufen gegangen. Der Boden war wieder trocken, doch hier und da gabs es noch kleine Seen.

Als ich zum Ökoladen kam, sah ich ein neues Schild an der geschlossenen Tür, das neue Öffnungszeiten verkündete. Samstag nur bis 14h. Ich hatte keine Ahnung, wie spät es war und habe einfach die Klinke gedrückt, und siehe, es war offen. Wie ich vom Chef erfuhr, war es bereits nach 14h. Er hatte den Laden noch nicht abgeschlossen, in der Hoffnung, dass jemand noch die Klinke drückt, denn er hatte genau ein Brot übrig, das er gerne noch verkaufen wollte. Ja wie gelegen, ich war nämlich gekommen, um genau ein Brot zu kaufen. =) Vielen Dank! ❤
Außerdem freute er sich wie Bolle, dass er noch einen Senf gefunden hatte. (Ich berichtete von dem Senf. Zwergenwiese, ich warte noch auf die Vergütung meiner ungehemmten Werbung für euren Senf!)
Und dann schenkte er mir zwei Tomatenpflanzen für den Balkon. Wow, danke! ❤ ❤ ❤

Danach bin ich ganz beseelt mit meinen beiden neuen Tomatenpflanzen durch den schönen Hemshof heimgeschwebt. Hab noch ein (veganes) Çiğ Köfte Dürüm im Rathauscenter auf die Hand gekauft und gleich verschlungen. Auch dafür bin ich dankbar: Dass es das gibt, und dass es das hier gibt. In Mannheim hab ich das zum ersten Mal gegessen, und hier ist der Stand viel näher an unserm Wohnort.

Apropos vegan: Ich habe neulich was zu Käse gelesen, das ich vorher irnzwie nicht wirklich wusste oder nicht wahrhaben wollte: Dass viel Käse nicht vegetarisch ist, sondern mit Lab gemacht. Und Lab, wie ich erfolgreich nicht hab wissen wollen, bis eben jetzt, kommt aus den Mägen toter Kälber.
Was hat das auf der Dankbarkeitsliste zu suchen?
Ich bin dankbar, dass wir schon seit einiger Zeit fast keinen Käse mehr kaufen. (Eine Packung Harzer vorletzte Woche.) Das hat sich so ergeben, wir hatten eigentlich gar nicht vor, ganz auf Käse zu verzichten. Jetzt ist der Entschluss gefallen, und er fällt uns ganz leicht. Danke! ❤

Als ich wieder daheim war, kam der Hagel, es tropfte an unserer Wand lang und ich hab den Fülle-Beitrag geschrieben, zu dem ich eigentlich überhaupt keine Lust mehr hatte.
Hat sich dann doch heilsam angefühlt. Danke! ❤

Dazu hab ich meine ÖlLicht-Duftlampe angeworfen und Eukalyptus und Water Lily-Öl aus Indien verduftet. Wunderbar in der Schwüle. Danke für diese schönen Düfte, die meine Seele und mein Herz mit Südindien verbinden, hier&jetzt. ❤

Dann kam der Stromausfall. Achneenäh?!?
Ich wollte doch jetzt meinen Dankebeitrag schreiben!
Machtjanix, dann gucken wir eine weitere Folge von- oh.
Oke, ich koch- argh
Ich geh dusch- kein warmes Wasser! (Ich bin Warmduscherin. Sowas von!)
Oke. Okeokeoke.
Ich hatte wieder das Gefühl, ich werd grad ausführlich und gezielt genervt und getriezt vom Universum. Oder von – sonstwem. ⚚
Und, o Super-Selbstversorger-Nachhaltigkeits-Vetch? Gibts Dinge, die du ohne Strom tun kannst?

Ich hab die eingestaubte Gitarre zum Hand genommen und mein Sommerregenlied gesungen. Und dann einen Kreisgesang, den ich vor vielen, oh, vielen Jahren geschrieben habe. Und der mir hier&jetzt sehr gut getan hat. Danke! ❤

Don’t be afraid
when the sirens cry
with the wind
in the air
through the sky

Turn your fear
jump the storm
raise your voice
join their song
while you fly.
 

 

Spiritueller All-Tag

All-Tag ist so ein schönes Wort! Ein Tag im Kosmos. So wie jeder Tag.
       Verschiedene Arten der Fortbewegung durch den Alltag.

Hier folgt jetzt ein ganz alltäglicher Brainstorm- und Verzäll-Riemen.

Es ist Magie in der Luft – das liegt u.A. an der Jahreszeit. Das Herbstfest steht bevor (genau: 22. 09. 2016, 14:20 h), und zur Zeit ist hier noch glühender, leuchtender, duftender, goldener Spätsommer.

Ich hab ein Lied dazu, ein richtiges Kinderlied, und ich hatte eine Version davon aufgenommen, um sie hochzuladen. Am nächsten Tag fand ich sie so SCHRECKLICH, dass ichs nicht über mich bringe. Das ist tatsächlich nicht nur meine Unfähigkeit, sondern auch, weil ich noch keine Lösung zum Schön-Aufnehmen hab. Ich hab noch eine ältere Version gefunden, die ist auch gar nicht so toll (und ziemlich schlaftablettig), die gebe ich hier frei. Es geht ums Lied, nicht um die Perfomance. Ich mag das Lied wirklich gern.

Playful wind
summer’s child
getting wild
gonna grow to snow
Sparkling leaves
playful wind
golden green
gonna grow to snow
On the eve
of the late summer’s day
gather seeds
for the time to come
At the edge
of the long summer’s day
cross the border
to the land beyond

Rustling weeds
playfull wind
bumblebee
gonna grow to snow
In the hedge
summer’s child
spiderweb
gonna grow to snow

On the eve…

From the east
playful child
chasing dust
gonna grow to snow
From the west
summer’s wind
bearing rain
gonna grow to snow

On the eve…

Ich hab native speakers gefragt, ob das geht, mit dem „gonna grow to snow“. Ich weiß bis heute nicht, ob sie aus Höflichkeit meinten, dass es geht, oder ob es wirklich so ist. In dem Lied gehts.

Oh, und weil ich grad dabei bin noch ein Gedicht von wasweißichwannvielejahreher. Das war ein Rutsch, ein Fluss, assoziativ, nicht immer grammatikalisch einleuchtend, ich mags.

Kämpferin der Münzen

auf ihrem schwarzen schweren pferd
steht sie im herbst und sieht nach westen
dorthin wird sie ziehn.
um sie der sommer
doch um sich den panzer steht sie im herbst
und sieht zeichen
die webt sie zu gold und moos
wächst auf den steinen des weges
und auf ihrer rüstung
die sie abstreift
als sie absteigt
und neben dem pferd geht
mit den dohlen
den fäden im wind nach westen
um sie der sommer

Jut, hab ich das aus dem System.

„Spiritueller All-Tag“ heißt der Beitrag, weil ich — wie viele andere auch, die ihre Craft und/oder Spiritualität praktizieren — das als Lebensweise empfinde, und nicht als etwas, das ich zu bestimmten Gelegenheiten tue. Auch wenn sich manchmal was verdichtet in Zeit und Raum, der SINN und die Freude am Wilden Weg ist: Wir sind immer unterwegs.

In letzter Zeit wird mir das wieder mehr bewusst und ein bewusstes Anliegen, so eine Art Aufwachen zum Herbst hin. Siehe oben.

Was ich Großartiges mache.
Ich übe Achtsamkeit und Disziplin – dabei fällt mir auf, dass ich seit Monaten den „Disziplin“-Eintrag im Hexikon aktualisieren möchte. Das ist immer ein ziemlicher Aufwand, und ich habe so ein Gefühl, dass ich mich demnächst dazu aufraffen kann. Im Zuge meiner Achtsamkeit und Alltagsmagie.

Ich esse seit ungefähr einer Woche bis 12h mittags Organuhr (d.h. jetzt zur Sommerzeit bis 11h) nur Obst. Das klappt wunderbar und tut mir gut. Ich hab in irgendeinem Blog davon gelesen, zu dem ich linken würde, wenn ich noch wüsst, welcher es war… X) Sorry.
Wie gut ich das im Winter schaffe, ist mir nicht klar – die Obstverfügbarkeit geht da ja stark zurück, und mit der Winterzeit muss ich dann wirklich bis 12h warten. Ich bin dennoch zuversichtlich.
Jedenfalls hat das heute dazu geführt, dass ich Himbeereis gefrühstückt habe.

Ich bin ja für die Legalisierung aller Drogen (wirklich, aber wenn ich davon anfange, wird das hier kein Riemen, sondern eine Broschüre), nur bei Himbeereis bin ich skeptisch. Und, natürlich, bei Testosteron. Haha.
Argh.

Eya. Vor 12h nur Obst.
Struktur, feste Termine und Zeiten tun mir überhaupt gut, und mein Leben ist und war immer ziemlich frei davon…
Wobei ich hinzufügen muss: feste Termine und Zeiten für Dinge, die ich GERN tu. Für Heilsame Dinge. Auch da habe ich Disziplin zu üben. Ich hab das ja viel zu lange verwechselt mit der Disziplin, mich an vorgegebene Termine und Zeiten zu halten, um Pflichten zu erledigen, die ich grauenhaft finde und (oft nur scheinbar) machen muss. Das ist keine wirkliche Disziplin und nichts, worauf irgendwer stolz sein sollte. Das ist im besten Fall widerwilliges Folgen unheilsamer, falscher Werte, und es kann zu Kadavergehorsam führen. Dabei wird man dann selbst zum Kadaver, und wenns richtig mies läuft, was es leider oft tut, produziert man noch ein paar andere dabei.

Also: Disziplin üben, dass ich schöne, heilsame Dinge regelmäßig und zu festen Terminen und Zeiten tu.

Mein Gefährte und ich meditieren jeden Abend. Das tun wir seit Montag – was noch nicht so lang her ist – für 20 Minuten – was nicht besonders lang ist, also, das Minimum. Und ich bin SO FROH darüber. Ich bin froh, dass ich einen festen Zeitpunkt habe: Jeden Abend, nach dem die Katzen ihren Abendstengel bekommen haben. (Stengel sind so Leckerlies, mit denen die beiden Alten ihre Pillen verabreicht bekommen), also nach 22h. Dann sitzen, danach ab ins Bett.
Wir haben einen Ort zum Sitzen, der ist noch bisschen Abstellort für’s Bügelbrett, wird aber, das weiß ich , mit der Zeit immer schöner werden. Gestern hab ich ein Öllicht hingetragen und dabei zum ersten Mal ein wundervolles Bild entdeckt, das mir vorher noch nie aufgefallen war. Von Arthur Rackham, den ich sehr mag.


hier das Bild in besser

Ich bin sehr froh über den Ort, den Termin, das Sitzen. ENDLICH. Ich würds auch alleine machen, und dass der Gefährte mitmacht, das ist noch mal besonders schön, heilsam, wirkungsvoll.
Die Gute Art Disziplin.

Dann hat neulich die Zen Witch einen wunderhübschen Zauberspruch für heilsames Zeitmanagement gepostet (englisch): Thyme in a Bottle | The Zen Witch. Der hat mich sehr angesprochen – ich mag das Fröhliche, das Einfache und vor allem das Regelmäßige daran.
Ich wollte daraufhin selbst ein Ritual entwerfen, um das Chaos hier soweit zu hegen, dass es nicht eklig wird. Ich mag Chaos, und ich habe den Verdacht, dass es der Normalzustand für mich ist, dass so richtig aufgeräumte Orte nicht mein natürlicher Lebensraum sind. Aber kreatives Chaos kann halt leicht umkippen in dreckiges, brackiges, ekliges, deprimierendes Chaos.

Ich habe schon begonnen, mir Notizen zu dem Ritual zu machen – Minze, Salbei, Zitrusdüfte, dazu Bachblüten, Raum schaffen, Licht reinlassen — und dann kam mir der hammerkrasse Gedanke: Ich könnte statt Öle zu mischen und nen Mantra zu murmeln auch einfach aufräumen.

AhBAH!

Ich hab mir jetzt ne Bachblütenmischung gemacht – dabei hab ich, damit ich auf dem Boden vorm Altar hocken konnte, dies und das aufgeklaubt und wegsortiert – mit Crab Apple, Clematis und Wild Rose. Dazu Lichtwasser Fatima und Lourdes. Das nehme ich jetzt alle 4 Stunden, und jedesmal, wenn ich es nehme (und gerne auch dazwischen), räum ich irgendwas auf und weg. Das ist ein wunderbar wirksamer Zauber, der gut funktioniert.

Jo, ich glaub, das war alles, was ich in den Blog schaufeln wollte. Ich wünsch uns allen weiterhin schönen, intensiven, heilsamen Spätsommer!

Letting go

Okeee. Worauf soll ich warten. Dass die Fee mir ein Tonstudio anbaut und ich wundersamerweise perfekt eingesungen bin, göttliches Timing habe und jeden Ton zielsicher —
Naja, Letzteres ist durchaus im Rahmen des Möglichen, bzw. etwas, das ich selbst von Gesängen erwarte, die veröffentlicht werden ~ nur, ich bin nun mal nicht richtig eingesungen. Und ich hab kein Tonstudio. Und so.

Was ich habe, ist neue große Freude am Musikmachen, und ich habe jetzt beschlossen, dass ich paar Songs online stelle, auch wenn sie meinen Ansprüchen nicht genügen aus mehreren Gründen: Soundqualität, Geklampfe und Gesang sind nicht gut genug. Also – alles.

Und das ist mir jetzt EGAL, weil, ich wart jetzt nicht mehr auf die Fee oder dass ich plötzlich zum Klampf- und Singwunder werd.

Ich hab natürlich doch ein Tonstudio…

 
Also. Als erstes das Lied-bei-Abnehmenden-Mond-zu-singen. Was jetzt gar nicht passt, weil der Mond zunimmt, aber ich sach euch was: Statt „this is a time of falling tide“ singste einfach „This is a time of rising tide“ et voilà!

 

Desweiteren hab ich eine unbedarfte Version vom Aufbrechen-Lied.

 
Das reicht erst mal.

 

Zauberspruch

Jetzt hab ich grad Sólveigs Orakel des Tages gelesen, und das hat mich erst melancholisch und wehmütig gemacht, und dann hat sich brennend drübergeschoben ein Spruch, den ich mir vor vielen vielen VIELEN Jahren mal geschrieben habe.
Jo, wird Zeit, dass sich der erfüllt, und das gilt für viele von uns.

There is space inside the world
that I can roam within
to find me a decent people there
to arrange many a thing.

 

I am educated,
I have my own style
I deserve decent people
aye

 

These to meet is a decent task
to be undertaken
with care
and
craft
.