Magie

Richard Rohr

Weil ich den doch immer wieder erwähne – ein für alle Mal ein Beitrag zu ihm, zu dem ich in Zukunft linken kann. Und nein, ich bin immer noch nicht zum christlichen Glauben übergetreten. Darum gehts nämlich überhaupt nicht, mir nicht, und Richard Rohr auch nicht.

Den amerikanischen Franziskanermönch Richard Rohr erwähne ich immer wieder, seit ich Ende März 2016 von meinem Gefährten ein Buch von ihm zu lesen bekam.*

Richard Rohr ist Amerikaner, katholischer Mönch und hat eine Art spiritueller Männerbewegung ins Leben gerufen. Oh, das bedient meine Vorurteile. Ein männerbewegter amerikanischer Katholik! schauder

Er ist TOLL, der HAMMER, heilsam, genial, klug, weise, ein Lehrer, ein Seelsorger, ich bin SO FROH, dass ich ihn entdeckt habe!

Allen, die Englisch lesen, lege ich sein Buch Falling Upward ans Herz.

Auf meiner Anschaffen-Liste steht an oberster Stelle ein Buch, das er zu den 12 Schritten geschrieben hat – Breathing under Water. Sobald ich das gelesen habe, berichte ich davon!

Auf YouTube sind viele Vorträge und Predigten von ihm zu finden, die sich wirklich lohnen. (Es gibt auch manches auf Deutsch, da hab ich mir bloß noch nie was von angehört, weil das jedes Mal für mich zu betulich rüberkam. Aber wer weiß, wahrscheinlich sind da auch gute Sendungen dabei.)

Viele seiner Bücher sind ins Deutsche übersetzt worden – wendet euch an die Buchhandlung eures Vertrauens!

Außerdem leider auch nur auf Englisch:

Ich bekomme täglich erbauliche E-Mails vom „Center for Action and Contemplation“, einer Organisation, die Richard Rohr gegründet hat.
Ich muss ehrlich zugeben, die meisten dieser Mails habe erst gar nicht gelesen, sondern sie ‚für später‘ in einen Ordner gepackt.
Seit ich die meisten doch gleich lese, stelle ich fest, dass ich fast immer was darin finde, dass ich SOFORT weiterverbreiten will.

Ich kann sehr empfehlen, sich für diese Mails anzumelden. (Es gibt auch nen wöchentlichen und monatlichen Rhythmus.)
Zusätzlich zu den regelmäßigen Schätzen im Postfach bekam ich einen Link, über den ich auf Soundcloud einige Vorträge von R. Rohr herunterladen kann. Einer davon, „Contemplative Prayer“, ist so subversiv, radikal, hilfreich, heilsam, erhellend und befreiend (es geht, neu-eso-deutsch gesagt, ums Meditieren – wozu, warum und wie), dass ich den schon zig mal per Mail verschickt, auf CD verschenkt und hier gepostet hätte, wenn ich dürfte. Ich habe deswegen beim CAC nachgefragt, und die möchten das nicht. X) Das ist halt nur für die, die sich für die regelmäßigen Mails angemeldet haben. Also meldet euch an! (Und solltet ihr dann Probleme beim Runterladen haben – die ham das da auf Soundcloud umständlich in kleinen Häppchen hochgefummelt – dann helfe ich gerne! Einfach Mail an mich.)

Eins von vielen Videos, eher zufällig rausgesucht. Sehr gut. Klar!


* Blogeintrag dazu hier. Da gehts um verschiedene Sachen, ich linke der Vollständigkeit halber.

wundersame Wesen

Art of Arkis‘ schöner Drache hat mich daran erinnert, dass ich neulich zum Herbstbeginn in der Stadt diese wundersamen Drachen mitsamt Künstlerin gefunden hatte und seitdem gucken wollte, was aus ihrem Werk noch geworden ist.

Das hier:

Wow.

Und was noch schöner ist: sie hat noch viel mehr gewirkt! Was für schöne zauberhafte magische Wesen sie geschaffen hat!

Dieses Katzenwesen →
habe ich leider nicht von vorne fotografieren können. Das liegt daran, dass unsere Städte immer noch hauptsächlich für Autos gemacht sind. (Katze anklicken, dann größer)


DANKE an die Künstlerin!

wundervolle Weekend Links von John Coulthart

Nur auf Englisch. Sorry.

Reblogged von
{ feuilleton }
Being a journal by artist and designer John Coulthart, cataloguing interests, obsessions and passing enthusiasms.
I am not sure if I may reblog posts from { feuilleton }. I hope it’s ok, if not I’ll delete this post.

Ich könnt ja ständig da hin linken oder rebloggen, und ich hab John Coultharts Blog auch schon mal vorgestellt.

Heute hat er in seinen wöchentlichen Weekend Links was dabei, das mich besonders entzückt, weil zwei meiner Helden erwähnt werden: Robert Anton Wilson und Alan Moore. Und dazu Twitter. Ich hab neuerdings einen Account dort und das Zitat von John Higgs spricht mich sehr an!

Weekend links 316

“In the modern internet world you have what I talk about as the ‘War of the Certain’: people insisting that their absolutist viewpoint, in 140 characters, is exactly the right way to think, and anyone who doesn’t agree with them is terrible. If you’ve grown up reading Robert Anton Wilson this is awful. Having all of these certain people with no nuance or doubt, and no understanding of multiple-model agnosticism, is not going to go anywhere good.” Writer John Higgs talking to Ben Graham about RAW, Discordianism and related matters. A related matter: Higgs talks to Alan Moore about virtual-reality mysticism, creating a new counterculture, reinventing magick, and the eternal nature of time.

 

Bescheidenheit

Oh, der Text ist LANG. Vielleicht sollte ich ihn aufteilen. Jetzt bin ich erst mal froh, dass ich ihn geschrieben habe, es war mir wichtig. Wer direkt zur Bedeutung von BESCHEIDENHEIT möchte, klicke auf das Hexagramm. Da ist der Text dann immer noch lang.

Ich lass mich zur Zeit von so viel Input durchfluten (die ganzen Links jetzt nur zur Info, falls wer Interesse hat. Keine Aufforderung, sich auch so zu verwuseln, wie ich das grad tu.)Friedrich, Neil Kramer, Viktor Frankl, Alan Moore, Robert Anton Wilson, mein Lieblings I Ging Buch sind Spitzen, die rausragen aus der fruchtbaren Flut.

Dabei entdecke ich wieder einmal etwas, das ich doch schon lange weiß und aus Mangel an Disziplin immer wieder ‚vergessen‘ habe:

Je mehr ich aus der kollektiven Trance aussteige und dem folge, was mein Selbst will, desto reicher wird mein Leben an Magie und Synchronizitäten.
Die Dinge fügen sich. Die Welt wird besser. Wirklich.

Ein ganz entscheidender, befreiender Input, der mir zufiel, ist ein I Ging Orakel, das ich kurz nach dem Guide-Reading (s.o., „Friedrich“) erhalten habe. Anlass, das I Ging zu befragen, war echte Not, weil ich mal wieder einen blöden, ekligen Krach mit meinem Schnusel hatte. Davon hatten wir vor allem letzten Sommer reichlich, so reichlich, dass wir uns fast getrennt hätten. Fast. War auch sehr heilsam, dieser Gang durchs Labyrinth…
Danach sind diese Streits selten geworden, und doch: immer mal wieder haben wir uns im Muster verstrickt. Das Schlimmste dabei war die Hilflosigkeit – wir haben so viel versucht, und nichts hat funktioniert. Schließlich habe ich kapituliert, so wie ichs in den A-Gruppen gelernt habe. Ich weiß nicht, wie ich diese Streits, dieses Eskalieren verhindern kann.

Das war schon mal ganz gut; das hat viel Gestrampel erspart, wir haben zumindest nicht mehr ewig lang diskutiert. Aber wir haben uns trotzdem immer mal wieder eklig gestritten, und jedesmal wuchs unsere Angst, dass wir auf Dauer nicht zusammen bleiben können.

Jo, und als wir dann kurz nach dem tollen, heilsamen Reading wieder so einen miesen Krach hatten, da war ich extrem frustriert und unglücklich, und ich habe in ehrlicher, tiefer Not das I Ging befragt.

Nu ist das so, dass ich oft mit den Texten in meinem I Ging Buch nichts anfangen kann. Oft denk ich „Hä?“ oder „Jajaja, nicht mein Problem…“ — es passt halt nicht immer. So ist das mit Orakeln. In meiner Welt kommen sie nicht dann, wenn ich mirs einbilde, sondern wenn ich sie brauche. Und es ist auch nicht immer das I Ging. Es kann sonstwas sein, Tarot, meine eigenen MA OK Karten, ein Satz aus einem Buch, Film, Lied, Grafitti – wie das halt so ist, mit Orakeln.

Diesmal wars das I Ging durch mein I Ging Buch. Es war, als hätte Friedrich noch was zu sagen gehabt, so nahtlos hat es zu der Information aus dem Reading gepasst. Ich bekam weitere Information und praktische Übungsanleitungen zum ‚Jemand sein müssen‘, zur Inneren Wahrheit und zur zivilisatorischen Trance. Friedrich nennt das „Zeitgeist“, im I Ging Buch nennen sie’s „kollektives Ego“. (Es hat so vielen Namen… Legion. Neil Kramer z.B. nennt es „Standart-Realitätstunnel„.)

Ich bekam Antwort, ich fühle mich gesehen und gehalten. Meine akute Not wurde durch das Orakel gelindert mit konkreten Tips, was ich tun kann, wenn mein Ego mit dem Ego eines anderen Menschen in Konflikt gerät.
Ich bin mal wieder sehr wirklich froh und dankbar

Jo, und weil ich finde, dass da viel dabei ist, aus dem auch die geneigte LeserInnenschaft was Heilsames ziehen kann, werd ich das Orakel jetzt in eigenen Worten zusammenfassen.

Ich erhielt die BESCHEIDENHEIT unbewegt. Den ‚offiziellen‘ Text könnt ihr hier nachlesen; mein I Ging Buch erklärt das Hexagramm so:

Bescheidenheit ist eine der drei grundlegenden kosmischen Tugenden. Die andern beiden sind Gleichwertigkeit und Einzigartigkeit. Sie verleihen jedem Aspekt des Kosmos seine Würde. Wie schön!

Da wir alle einzigartig sind, gibt es überhaupt keinen Grund, zu vergleichen und zu bewerten. Darum kann ich, wenn ich mir diese drei Tugenden bewusst mache, ganz wunderbar und gelassen Bescheidenheit üben. Ich – so wie alles andere auch – bin einzigartig. Wir sind nicht alle gleich, oh nein. Wir sind allerdings alle gleichwertig. Darum kann ich das ganze Vergleichen und Bewerten und vor allem auch das Mich-selbst-Abwerten aufhören.
Ich muss nichts Besonderes in der Welt leisten, ich muss niemand sein oder werden. Meine Würde muss ich mir nicht verdienen, denn ich habe sie.
Wie schön!

Bescheidenheit bedeutet, mir der Einzigartigkeit meiner persönlichen Gaben und der damit einher­gehenden Verantwortung gegenüber dem kosmischen Ganzen bewusst zu sein.

Dann wird erklärt, dass Bescheidenheit mit dem „gesunden Menschenverstand“ verknüpft ist. Ich mag den Begriff „gesunder Menschenverstand“ nicht so. Ich würds vielleicht Intuition nennen. Oder Gewissen. Ist ja wurst, sind nur Worte, nur Finger, die auf den Mond zeigen.

Dieser gesunde Menschenverstand jedenfalls hat die Aufgabe, alle Sinneswahrnehmungen – die äußeren und die inneren – abzugleichen. Und dann weiß mein gesunder Menschenverstand genau, was wahr und was unwahr ist.
Ich denk grad, das ist so ziemlich das, was ich meinen BullShit Detektor (BSD) nenne. Der gesunde Menschenverstand/BSD weiß so genau, was wahr ist und was nicht, weil er im Einklang mit meiner Inneren Wahrheit ist, und die Innere Wahrheit ist im Einklang mit der kosmischen Harmonie.

Das sind auch alles Worte. Was uns da gesagt wird, ist etwas, von dem ich tatsächlich – genau wie beschrieben – weiß, dass es wahr ist: Es gibt eine Instanz in uns, die weiß, was wahr und was heilsam ist. BSD, Gewissen, gesunder Menschenverstand, Intuition – wie auch immer wirs nennen wollen.

Dieses Wissen braucht keine Begründung.
Ahh, wie GUT, das zu lesen. Das weiß ich natürlich auch, doch wie oft hab ichs vergessen oder mich anders überzeugen lassen. Noch mal: Dieses Wissen braucht keine Begründung.

Mit „innerer Wahrheit“ ist hier gemeint: Jede Körperzelle hat ein Gedächtnis, wie sich die kosmische Harmonie anfühlt. Auf diesem Gedächtnis basiert mein natürliches „Hardware-Programm“, das völlig ausreichend ist für die Orientierung der Persönlichkeit in der Welt.

Die Unterscheidungen, die der gesunde Menschenverstand trifft, bedürfen keiner Begründungen, um ihre Gültigkeit zu beweisen.

Ich soll also üben, die Gefühle, die von meiner inneren Wahrheit kommen, als gültig anzuerkennen. (Da kommt bei mir die Disziplin ins Spiel.)

Für Ungeübte, zu denen ich und wahrscheinlich viele von uns zählen, bedeutet das zunächst, dass wir uns alles, was sich unharmonisch anfühlt, vollständig ins Bewusstsein bringen.

Das ist wirklich wichtig, und ich stelle fest, dass die MondMedis da ne gute Übung für sind. Sich bewusst machen, was IST.
Beim Üben von Bescheidenheit immer dann, wenn sich etwas unharmonisch anfühlt. Dazu gehört, zunächst mal zu MERKEN, dass sich für uns grad was unharmonisch anfühlt. Das passiert nämlich oft am Tag, und wir haben fleißig geübt, das auszublenden und zu verdrängen. Das haben wir sehr diszipliniert lernen müssen. Ab jetzt üben wir das Gegenteil: MERKEN, wenn sich was unharmonisch anfühlt und sich dann bewusst machen, was genau es ist.

Manchmal ist es unser Ego, das sich beleidigt fühlt, manchmal hat jemand wirklich unsere Grenzen verletzt, oft müssen wir Dinge tun, die wir nicht tun wollen, können nicht über unsere Zeit verfügen, Dinge machen uns Angst – es gibt viele, viele Anlässe.
Sich das bewusst machen, anerkennen, dass es so ist, uns selber sagen: Ich seh mich, ich sehe, dass da was nicht gut läuft – allein das hat schon heilsame Wirkung. Das weiß ich inzwischen aus Erfahrung.
Wie schön!

Und dann sagen wir das innere NEIN zu dem, was uns quält. Wenns das Ego ist, sagen wirs dem Ego. Wenns das Ego eines andern Menschen ist, sagen wirs dem. Wenns die Umstände sind, sagen wirs denen. NEIN.

Das Innere Nein würde spontan erfolgen, wenn wir nicht konditioniert wären, unsere  Gefühle herabzusetzen. Die Reifung unseres wahren Selbst erfordert daher, dass wir lernen, das Innere Nein zu sagen, um die eigene Würde zu wahren. Solange noch ein Rest von Konditionierung vorhanden ist, müssen wir das Innere Nein bewusst erinnern und praktizieren.

Wenn wir auf unsere Gefühle eingestimmt sind, steigt das Innere Nein spontan von innen auf und ist als feste Stimme hörbar.
Von diesem NEIN in Aktion, mit wunderbar erfolgreicher Wirkung, habe ich zwei Beiträge zuvor berichtet. Sophie0816 hat darauf in einem Kommentar erzählt, dass sie erst mal ein JA braucht – das finde ich sehr interessant und wichtig. Bitte hier nachlesen: Das Loch der Verzweiflung – Kommentar


Dann gehts in dem Text konkret darum, das Innere NEIN zum Ego eines andern Menschen zu sagen. Wenn wir das nicht tun, steht da, dann ist das ein Zeichen dafür, dass unser eigenes Ego aktiv geworden ist.

Das kann ich nur bestätigen. Ich übe seitdem, und das hat zur Folge, dass ich, statt hochzugehen und zu streiten, erst mal innehalte und mir klar mache, was genau mich da grad hochgehen lässt. Dann sage ich NEIN dazu – im Innern.
Manchmal ist es dann gut.
Oft hat mein Ärger nichts mit dem zu tun, was mein Gegenüber gesagt hat, sondern kommt daher, dass mein Ego was falsch verstanden hat und alte Muster und Wunden und Verletzlichkeiten angetriggert wurden. Das ist dann ganz allein meine Sache, und sobald ich das klar sehe, ist mein Zorn verraucht.

Ab und zu ist das nicht so. Ab und zu werde ich wirklich ungerechtfertigter Weise blöd angemacht. Wenn ich mir das bewusst mache und das Innere NEIN dazu sage, dann finde ich danach auch die passenden Worte und den passenden Zeitpunkt. Es fügt sich.
Ich habe mehrmals schon ruhig und klar gesagt, was zu sagen ist, und auch das hatte wunderbare, heilsame Wirkung.

Mein Schnusel und ich haben, seit dem ich dieses Orakel erhalten habe und davon gelernt habe und übe, nicht mehr eklig gestritten, I kid you not.

Manchmal gibt es keine Möglichkeit, etwas zu sagen oder zu ändern, und es bleibt beim inneren NEIN zu den ekelhaften Umständen. Auch dann können sich Dinge ganz unerwartet heilsam fügen.
Das Schönste, das im Text steht, ist das Versprechen, dass uns geholfen wird, wenn wir üben. Wir können um Hilfe bitten, und wir bekommen Hilfe.
Auch das kann ich bestätigen. Magie und Synchronizitäten.  ❤
Im Buch werden da die „kosmischen Helfer“ beschrieben. Z.B. die Helfer der Transformation, von denen der gesunde Menschenverstand einer ist.
Die Autorinnen legen großen Wert darauf, nicht zu beten und nicht zu betteln und sich nicht an Engel oder andere ‚höhere‘ Wesen zu wenden. „Magie“ mögen sie auch nicht. Nur den „Weisen“, der zu uns durch das I Ging spricht, und die kosmischen Helfer sollen wir um Hilfe bitten.
Da den Ladies das wichtig ist, geb ich es hier so wieder;  ich selbst seh das nicht so eng. Ich bin absolut überzeugt, dass sie recht haben, wenn sie sagen, wir sollen nicht betteln, und dass wir nicht versuchen sollen, Deals abzuschließen („Lieber Gott, mach… dann werd ich auch…„) Sie sagen, dann zieht der Weise sich zurück. Die Hilfe kommt bedingungslos, wenn wir darum bitten und aufrichtig unserer Inneren Wahrheit folgen. Welcher Art die Hilfe ist, das wissen wir vorher nicht. Vielleicht ist es was ganz Kleines, Subtiles. Und verlassen können wir uns auch nicht darauf. Was wir können, ist bitten, unser Selbst stärken und Vertrauen üben.

Ob wir den Kräften, die wir um Hilfe bitten, einen Namen geben, welchen Namen, welche Gestalt, das halte ich persönlich für nicht so wichtig. Ich glaub nicht, dass der „Weise“ sich zurückzieht, wenn wir ihn als „Gott“ begreifen oder die Helfer der Transformation „Engel“ oder „Guides“ nennen.
Neh, Friedrich?      

Wir können um Hilfe bitten, und wir bekommen Hilfe – JA. Magie und Synchronizitäten.  ❤ Wie schön!

Und DANN, dann ist der Text zum Hexagramm immer noch nicht zu ende. Es kommt noch was richtig Wichtiges.

Der Gebrauch des Wortes „der Edle“ im Urteilsspruch kommt aus der konfuzianischen Lehre und der darin vertretenen Ansicht, man müsse Bescheidenheit – als Merkmal des kultivierten Menschen – durch Charakterbildung erwerben.
Doch widerspricht die bloße Idee, ein „Edler“ werden zu wollen, der wahren Bedeutung von Bescheidenheit.

Es folgt eine wortreiche, heilsame Abhandlung zum Thema Selbstbilder.

Wenn ich danach strebe, ein „Edler“ werden zu wollen, habe ich bereits die Verbindung mit meiner angeborenen, natürlichen Bescheidenheit verloren.
Außerdem: Wenn ich mich „Edler“ nenne, belege ich mich mit falschen Zuschreibungen, die mich zwingen, eine ganze Liste abstrakter Tugenden hochzuhalten, die das kollektive Ego [der Zeitgeist] mit dieser Bezeichnung verbindet.
Indem das kollektive Ego  behauptet, meine Tugenden seien nicht Teil meiner wahren Natur und müssten daher erst kultiviert werden, eignet es sich meine natürliche Bescheidenheit an.
Die Zweifel an der Vollkommenheit unserer wahren Natur wurde uns als Kleinkind als vorbereitender Schritt auf unsere weitere Kondi­tionierung eingeimpft.

Ohhh, das läuft mir gut rein. Auch hier weiß ich, das es wahr ist, und dass ich nun mit Freude und sehr diszipliniert übe, mich daran zu erinnern, wenns mir die Realität mal wieder anders verzapfen will.
Friedrich hat mir genau das Gleiche gesagt.
Ich brauch z. B. keinen Beruf.
Ich hab ein Mantra in allen meinen alten Reinschreibbüchern: I gotta put a name to my trade – ich muss meinem Beruf einen Namen geben. Gosh, hat mich das gequält, viele Jahre lang, denn ich hab nichts gefunden, bis heute nicht.
Inzwischen hab ich ein neues Mantra in meinem aktuellen Buch: My trade don’t need a name, coz I don’t need a trade.
IST das schön! Da das jetzt geklärt ist, kann ich in Ruhe machen, was ich will, im Einklang mit der Wirklichkeit. Das heißt nicht, dass ich nichts tu. Ich tu ne Menge, und ich bekomme auch angemessene Gegenleistungen dafür. Nur hats keinen ‚offiziellen‘ Namen.

Da das kollektive Ego kosmische Hilfe niemals ersetzen kann, rät es dem Einzelnen, „bescheiden“ in seinen Ansprüchen und in seinem Auftreten zu sein. Ohne dies offen auszusprechen, definiert es Bescheiden­heit („die höchste aller Tugenden“) als „selbstlose Akzeptanz von Armut und Ungerechtigkeit“.
[Ja genau! (…)]
Da es die Institutionen des kollektiven Egos sind, die den Einzelnen seine Tugenden gelehrt haben, glaubt dieser, er verdanke ihnen „alles, was er ist“; die Folge sind starke Gefühle von Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit ist mit Schuldgefühlen verbunden, die immer dann aktiviert werden, wenn der Betreffende den Versuch unternimmt, sich aus dem Gefängnis der totalen Kontrolle zu befreien.

Puh, ich würde diesen Teil des Textes am liebsten vollständig zitieren, aber ich habe wahrscheinlich jetzt schon das Copyright verletzt. Zu meiner Entschuldigung kann ich anbringen, dass ich hier Werbung für das Buch mache und dass es, finde ich, wichtig ist, die Erkenntnisse, die in dem Text geteilt werden, weiter zu verbreiten.

Wahre Bescheidenheit ist die Abwesenheit aller Selbstbilder.

Alle Zitate aus:
I Ging – Das Kosmische Orakel
von Carol K. Anthony und Hanna Moog, 2004, AT Verlag Baden/Schweiz.
808 Seiten, Hardcover. ISBN 978-3-86533-016-1

Projekte

Seit dem letzten Neumond hats mir mehr und mehr die Sprache verschlagen. Ich schiebe das einfach auf den rückläufigen Merkur, der seit einer Woche wieder vorwärts geht. Am 6. Juni sind wir ganz aus der Nummer raus, und ich ahne, dass ich dann blogmäßig wieder in Fahrt bin.

Hier&Jetzt hab ich erst mal aufzuräumen und einige lose Fäden aufzunehmen und zu verknüpfen.

 

PROJEKT NIE WIEDER TETRA PAK
Funktioniert. Seit ich den Sojamilchmacher bestellt habe, haben wir kein Tetra Pak mehr gekauft.

Um die Frage von Marille Grünblatt zu beantworten:
Ich habe inzwischen Mandel Milch gemacht, auch gemischt mit Cashews, die ist köstlich geworden.
Reismilch geht auch gut, mit einem EL Öl und 5 Cashews.

Cashews sind überhaupt köstlich und damit werd ich noch einiges andere ausprobieren. Und wie erfreulich:
„In kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewkernen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin. Gemeinsam mit dem Vitamin B6 (Bierhefe, Kartoffeln) kann Tryptophan helfen, Depressionen zu behandeln.“ Wikipedia

Hafermilch dagegen hat nicht gut geklappt, weil ich die warm hergestellt habe, und dabei wird Hafer schleimig. Wie ich weiß und ausgeblendet hatte. Drum hatte ich keine Milch, sondern Brei. Logisch. Ging dann übers Müsli weg. Ein bisschen davon auch sehr gut in Saucen.
Außerdem habe ich inzwischen rausbekommen, dass die Süße der vormals gekauften und so geliebten Hafermilch durch hinzugefügte Enzyme ensteht. Das kann ich zuhause nicht nachmachen. Also Hafermilch derweil gecancelt, wobei ich noch mal die kalte Methode versuchen werde. Dannmal, wenns is.

Der wunderbare Nebeneffekt beim Sojamilch machen sind die Okarapöppel. Jedesmal werdense bisschen anders.

Pöppelcairn an Paprikageröllhaufen in Cashewmilchpfütze

 

PROJEKT NIE WIEDER ALUHÜLLEN
Die Firma Glafey hat mir ein zauberhaftes Paket geschickt, also, meine Bestellung ist angekommen.
Ich habe jetzt eine Menge Teelichte ohne Hüllen und vor allem habe ich einige Dosen „St. Peter“ und „vierteljährlich“.

Ich habe vor Kurzem begonnen, mit selbstgebastelten ÖlLichtern zu experimentieren und habe damit das Gefühl, ich bin wieder ein Wegstück weiter heimgekommen. Anders kann ichs nicht ausdrücken. Diese Öllichter erfordern Pflege, und das mach ich sehr gern. Das Licht und das Zubehör und alles daran ist schön, finde ich.

Ein Foto vom Chaos auf meiner Truhe/dem Altar. Zu sehen sind drei Ölflaschen zum Nachgießen, drei Becher mit Dochten in bunten Papierhaltern (für St. Peter, Foto davon unterm Beitrag) und ein Glas mit Dochten in weißen Papierhaltern für „vierteljährlich“ (catchy names ham die Glafeys). Der Schwimmer für „vierteljährlich“ liegt auch im Glas, der war noch nicht im Einsatz. Die passen perfekt in Teelichtgläser. Perfekt!
Rechts im Bild mein Schmuckteller, der nichts mit den Lichtern zu tun hat und nur so aufs Bild geraten ist. Ist auch hübsch.
Darunter, unten rechts, liegt ein selbstgemachter ÖlLicht-Schwimmer. Da werde ich noch mehr machen, weil die für größere Gefäße gut sind. Und alles sieht toll aus. Das Licht scheint durch das Öl und das Wasser; Magie, Steampunk, Zauber, Wunder.
Ich bin froh! ❤

 

PROJEKT WENIGER PLASTIKMÜLL
Naja.
Es wird sehr allmählich und doch merklich weniger. Trotzdem immer noch anderhalb gelbe Säcke auf zwei Wochen. Viel zu viel. Weiter mit Weniger!
Wir brauchen immerhin so gut wie keine Plastikmülltüten mehr, weil wir in der Küche den Mülleimer abgeschafft haben. Stattdessen, sehr fotogen mit dem Fensterkristall Lichtfleck:
Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin, also, vor vielen Jahren, das wundert mich sehr.

Den Plastikmüllbeutel im Bad, wo der Katzendreck reinkommt, lege ich inzwischen auch mit Zeitung aus, dann wird der Beutel nur ausgekippt. Wir haben seit vielen Tagen den selben Beutel im Einsatz.

Kleine Schritte.

VetchDeck

Ich hab hier neuerdings einen guten Drucker und Scanner, und im Zuge der Begeisterung habe ich angefangen, ein Kartendeck zu machen.

Als ich nach dem ersten Anfall von Schaffensdrang abends 16 Karten fertig hatte und damit vorm Einschlafen eine erste Legung versuchte, war ich überrascht und erfreut, wie gut das ging.

Und es fiel mir ein, dass ich zu Schulzeiten schon mal ein Deck gemacht habe. Die Große Arkana des Tarot, Füllerzeichnungen auf Karopapier, ausgeschnitten, mit Tesafilm versiegelt, dann mit Edding coloriert, noch mal mit Tesafilm drüber. Das waren ganz wundervolle kleine Karten, passten meine Handfläche und trugen so schöne Namen wie „Der Frood“ (komplett mit Handtuch, als Magier), der Ewige Bananenverkäufer (als Hohepriester) und Darth Vader (als Herrscher).

Meine neuen Karten sind kein Tarotdeck. Ich wollte immer eigene Karten, aber wie ich feststelle: kein eigenes Tarot Deck. Tarots gibt es genug, und das von Pamela Colman Smith („Rider-Waite“) ist, was mich angeht, ganz wunderbar. Ich will kein anderes Tarotdeck.

Natürlich bin ich ganz begeistert und inspiriert vom „Morgan’s Tarot“ (auch kein Tarotdeck). Das erwähne ich nicht, weil ich meine Karten für ebenbürtig halte – das Morgan’s ist perfekt. und meine Karten sind, was sie sind. Ich hab nicht versucht, sie kompatibel für andere zu machen. Ich finde, dass noch welche fehlen, das ist ganz wundervoll, weil ich noch welche machen mag. Ich übe mich in Geduld und mach jetzt mal Pause, bis mir wieder neue Ideen kommen. Muss ja nicht zu einem Termin fertig sein. Kann sich weiter verändern, solange der Drucker druckt… Manche werf ich vielleicht auch wieder raus. Jetzt hab ich 24 fertig:

Die Banane am Anfang ist die Rückseite.

Jo, das war ein kurzes Update.

Jetzt muss ich Brot kaufen fahren. Seit 3 Wochen fahr ich in die Quadrate zu den Kapuzinerplanken, weil da freitags ein Pfisterbrot Stand ist, und jedes Mal habe ich mich sowas von verfahren ~ Unglaublich, wie die Quadrate sich verschieben. Ich weigere mich, vorher auf den Stadtplan zu gucken, weil ich denke, das ist SO EINFACH zu finden, aufm Rückweg hab ichs mir gemerkt ~ und dann verfrans ich mich für ne knappe Stunde. Das ist so extrem peinlich!

Heute ist das letzte Mal vor der Sommerpause. Ich werde auch diesmal nicht auf den Plan gucken. Was sagen die Karten?

OH NEIN!