Mannheim

Papageien vor Brutalismus

Ich LIEBE ja diese wilden Papageien-Kolonien, die es inzwischen in einigen deutschen Städten gibt. Eine wohnt grad an der Kurzpfalzbrücke.

So schnuffig!
 

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wundersame Wesen

Art of Arkis‘ schöner Drache hat mich daran erinnert, dass ich neulich zum Herbstbeginn in der Stadt diese wundersamen Drachen mitsamt Künstlerin gefunden hatte und seitdem gucken wollte, was aus ihrem Werk noch geworden ist.

Das hier:

Wow.

Und was noch schöner ist: sie hat noch viel mehr gewirkt! Was für schöne zauberhafte magische Wesen sie geschaffen hat!

Dieses Katzenwesen →
habe ich leider nicht von vorne fotografieren können. Das liegt daran, dass unsere Städte immer noch hauptsächlich für Autos gemacht sind. (Katze anklicken, dann größer)


DANKE an die Künstlerin!

Zurück

Ich bin schon seit vorgestern wieder da. Hab erst mal Zeit zum Ankommen gebraucht. Oh wie FROH bin ich, dass ich wieder zuhause bin, in Mannheim. Ich bin so froh, dass ich nicht mehr in Köln wohne!

Sheila und Ali im Hotelzimmer. Das war kein teures Hotel…

Immer, wenn ich rausging, hatte ich den Impuls, Sheila und Ali mitzunehmen, um ihnen Köln zu zeigen. Dann hab ich überlegt, wie das aussieht, wenn aus meiner Tasche diese zwei Nasen rausgucken und ich mit ihnen rede. Dann hab ich sie im Hotelzimmer gelassen. Mit ein bisschen Bedaudern.
Naja, es war ihre Hochzeitsreise, und sind aus dem Hotelzimmer nicht rausgekommen. Auch stimmig.

Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich fast keine Fotos gemacht. In den Fotos, die ich gemacht habe, ist eine Tristesse, die ich wiedererkenne: Es ist das Grundgefühl, das ich hatte, als ich in Köln lebte.

Ich zeige hier paar Fotos, weil sie abbilden, wie ich mich in Köln gefühlt habe. Schöne, gute Fotos hätten nicht gepasst. Außer als wir im Museum waren… dazu unten noch.

Um den Zülp rum und die zülpicher Straße entlang schien es mir runtergekommener als früher. Das ist, glaub ich, die Wahrnehmung einer älteren Dame, die die hippen Läden und coolen Schuppen ihrer Jugend nicht mehr findet.
Da gibts jetzt andere schicke Konsumtempel mit buntem Schischi für die Jugend und Junggebliebene und ranzige Schuppen, die ich nicht kenne und nicht betreten mag.
Aber wenn ich mich ehrlich zurückerinnere, fühlte ich mich damals in einem der ranzigsten Schuppen am wohlsten. Die hippen Läden allerdings, die sind nicht mehr da.

Ich habe auch das Gefühl, dass ich mich bei diesem Besuch endlich mit Köln ausgesühnt habe.

Erst war ich entsetzt, weil es dort immer seelenloser wird. Die Einkaufszonen – Breite Straße, Pfeilstraße, um den Dom rum: Teure teure Läden, sehr viele Menschen und doch überwiegend tot. (In meiner Wahrnehmung zumindest.)

Diese drei Totenköpfe sind kurz vom Rudolfplatz (da gehts zum Kommerzzentrum) an einem Laternenpfahl. Kölns Wappen hat drei Kronen über elf Flämmchen. Totenschädel kannte ich noch nicht. Schick!

Köln ist durchdrungen von Reichtum und Tristesse. Und doch habe ich an manchen Ecken, vor alten Häusern, in Gassen, etwas gespürt, das Köln auch ist, seit hunderten von Jahren. Das wird halt zugewuchert vom Kapitalismus, vom Empire.
Und von Architektur. Köln ist die Stadt der Ampeln und der Architektur. Vollgestopft und zusammengewürfelt. Es architekturt sich den Arsch ab, in Köln.
Manches ist auch atemberaubend schön. Wie die neuen „Kranhäuser“ (finde ich).
Und was es kostet, darin zu wohnen, ist unanständig.

Es war auch unglaublich heiß und drückend und zwei Tage lang hatte ich eklige, einseitige Kopfschmerzen. Ein Besuch im Museum war Balsam und Heilung.

Ich bin mit Bildern und Objekten dieses Museums aufgewachsen, es war wie ein Besuch beim Clan, es war wunderbar. Außerdem ist das Museum selbst weit, klar, still, ein Tempel im allerbesten Sinne. Ein wirklich guter Grund, Köln zu besuchen, das Museum Ludwig.

Franz Gertsch: Marina schminkt Luciano, 1975

Jo, und mehr Zeigenswertes find ich nicht. Im Museum hab ich echt grässliche Fotos gemacht.

Und jetzt bin ich FROH, dass ich wieder in Mannheim bin. Meine Geplante Reise nach München nächste Woche hab ich grad gecancelt.

Jo, Sommer.

Ich hab gewusst, dass das dies Jahr seltsames Wetter gibt. Es war trüb und kalt, und seit gestern ist es heiß, was ja schön ist, und heute scheint auch ununterbrochen die Sonne, was auch SEHR schön ist, und dazu ist es so schwül, dass jede Bewegung sich anfühlt wie Schwimmen. Schwimmen in Klamotten, die am Leib kleben. Ich würde den Schrank nach einer lockeren Stoffhose durchwühlen, wenn mir das nicht zu anstrengend wäre. Vielleicht tu ich auch das Unvorstellbare und rasiere mir die Beine. Ich hab zwei Röcke und zwei sehr schöne, seitlich offene Hosen aus Indien, die ich dann anziehen könnte. Also, eins davon.

Ja, ich glaub, wenn das morgen so ist wie heute, dann tu ich das Unvorstellbare. Sich heute nach der Schule aus der engen, feuchten, klebrigen Jeans zu schälen war grauenhaft.

Auf dem Heimweg, noch mitten in der klebrigen, feuchten, engen Jeans, hab ich am Neckar paar Fotos gemacht. Heldenhaft, finde ich. Hier sind zwei davon.

Das Grafitto ist ziemlich neu und sehr cool – und davor dieses schnuffige Tier. Ich bin begeistert, das wir solche am Neckar haben! Was auch immer genau das ist.

Übermorgen solls wieder 10° kühler werden. Na dann. Morgen jedenfalls zieh ich eine der indischen Hosen an.

Neues von der Fotospeicherkarte

Das waren mal fette, dicke Regentropfen! (Noch fetter als sonst eh die ganze Zeit…)

Sommerwetter…

Und mal wieder Vögel. Neulich, als mal die Sonne schien, von der Kurpfalzbrücke runtergeguckt:

Neulich, als mal die Sonne unterging, vom Dachfenster hochgeguckt:
Diesmal nur ein ganz winziger Vogel dabei. Und fast ein ganzes Flugzeug.

Und kein so besonders schönes Foto, aber ein besonders schöner Anblick: Die vorübergehend stillgelegten Geleise der Linie 2.

Ohhh, ich mag SONNE!