Marktplatz

da bin ich schon wieder

Langer Riemen in eigener Sache, der Vollständigkeit halber. Muss niemand lesen. Ich muss es schreiben, solche Beiträge kommen immer mal wieder vor, in diesem Blog.

Ich hab auf meinen letzten Beitrag mitfühlende und ermutigende Komentare und unterstützende Sternchen (so haben die „gefällt mir“ Klicks sich für mich angefühlt) von euch bekommen.

Drum will ich hier der Welt (naja, der geneigten LeserInnenschaft) verkünden, dass mir das was bedeutet und mir Kraft gegeben hat. Im Internet haste schnell mal gute Wünsche und Mitgefühl hingeschrieben, und ich selbst achte sehr darauf, dass ich das nur mache, wenn ichs auch wirklich meine, und wenn ich dazu auch das Passende empfinde, auch wenns nur paar Worte oder nur ein Sternchen sind.
Und bei denen, die sich zu meinem letzten Post geäußert haben, da habe ich das Gefühl, dass es auch so ist. Danke!

Es ist mir ja fast peinlich, berichten zu können, dass wir uns vertragen haben. Vor allem, weil wir vor fast genau einem Jahr ein ähnliches Drama hatten. Ich hab nicht vor, das alle Jahre zu wiederholen!

Als ich vorgestern den Post „Pause“ geschrieben habe, da war ich sicher, dass es aus ist. Morgens war der Tropfen ins Fass gespritzt, ders nicht zum Überlaufen sondern zum Explodieren brachte. Ich hab ca. ne Viertelstunde am Stück rumgebrüllt und dem Gefährten (und der umliegenden Neckarstadt…) mitgeteilt, was mir alles stinkt, was JETZT aufhört und wie ich meine Zukunft zu gestalten gedenke. Nämlich ohne ihn, und nicht in dieser Wohnung.

Das einzige, was mich danach beschäftigte, war die Art der Abwicklung, weil ich nicht einfach aus unserer gemeinsamen Wohnung rauskann. Ich muss ja erst mal was haben, wo ich hinkann. Ich hab den „Pause“-Post geschrieben und mich dann in meinem Tagebuch mit mir selber unterhalten, um runterzukommen und mich zu sammeln.

Ich war so traurig, denn wir haben es sehr schön hier, und ich empfinde es als wirkliche Sünde, im reinsten, konservativsten Sinne des Wortes ist es Sünde, das Schöne, das uns gegeben ist, zu missachten. Wenn wir diese Sünde begehen, sind wir SOFORT in der Hölle. Und da hatten wir uns reinmanövriert: in die Hölle. Ich war so traurig über die Verschwendung.

Dann kam der Gefährte rein, mit nem Kaffee für mich. Er wollte ein Gespräch. Hat mich überrascht, nach meinem Ausbruch vorher. Es gab von meiner Seite aus auch nichts mehr zu besprechen – außer, wie wir bis zu meinem Auszug miteinander umgehen wollen.
Oke, also reden wir darüber, das ist auch in meinem Interesse.

Mit der Zeit merk ich, nee, es geht ihm darum, ob und wie wir unsere Beziehung weiterführen.

Okee…? Ich war wieder überrascht, ich hatte gedacht, ich hätte alle Brücken verbrannt bei meinem Ausbruch.

Aber gut, na schön. Prinzipiell bin ich offen dafür, dass wir weiterhin ne Beziehung haben – unter anderen Voraussetzungen. Mein Vater hat mehr als 20 Jahre eine Beziehung und dann Ehe mit meiner „Stiefmutter“ geführt, bei der beide in ihren eigenen Wohnungen geblieben sind. Ich bin sicher, die getrennten Wohnungen haben dazu geführt, dass die beiden immer noch zusammen sind (jetzt in ihrer Wohnung, weil er bisschen dement und krank ist – und lieb haben die beiden sich immer noch sehr).

Und dann, nach redenredenreden, der Tag schon halb rum, fall ich richtig aus allen Wolken, als ich endlich merke:
Er denkt, mein Auszug wär noch verhandelbar. Er will unbedingt, dass ich bleibe.

Jo…

Der Stand der Dinge jetzt ist: Wir bleiben zusammen, in dieser Wohnung, die ich liebe, wo ich mich und meine Sachen eigewoben habe, die ich mitgestaltet habe, wo unsere Katzen sind – ich WILL hier nicht weg, wenns geht, ich wohne hier. Ich brauch allerdings auch mein eigenes Reich, innen wie außen.

Im Außen wird das so gelöst, dass meine Ma hier im Mannheim eine kleine Wohnung mietet, an der ich mich so weit beteilige, wie ich finanziell kann. Dann kann sie mich oft besuchen und hat hier ihrs. Vielleicht zieht sie ja auch mal ganz nach Mannheim, wer weiß. So richtig glücklich und verknüpft ist sie ja nicht in München. Ich find, sie soll herkommen!
Jedenfalls, in der Wohnung bekomme ich einen Raum, in dem ich Beratungen anbieten kann. Und wo ichs mir einrichte und wo ich immer hinkann, wenn ich mag. Meins, MEIN Reich.

Und Mein Reich im Innern, das kann ich jederzeit haben. Ich habs sehr vernachlässigt. Vor 3 Tagen noch hätte ich Seiten vollschreiben können mit Dingen, die mich am Gefährten stören, die er ändern muss, wo ich mich schlecht behandelt fühle, war er falsch macht … Ich war immer bei ihm, im Guten wie im Schlechten. Als würde ich endlich glücklich sein, wenn ER sich ändert. Als ob ich endlich glücklich sein könnte, wenn ich mich von ihm löse und meine eigene Wohnung habe. Fluchtreflex – und dabei nehm ich mich doch mit.

ER ist nicht mein Problem! Mein Problem war mein Verhalten (da passt ja auch so schön das dazu, was Sólveig gestern verlinkt hat – a bisserl Psychologie… – Tales of an Urban Priestesshttps://www.marathonfitness.de/selbstdisziplin-lernen/), mein Problem war, dass ich – oh elendes altes Muster – mal wieder und immer wieder gestrampelt und gewinselt hab, damit er gut findet und mir erlaubt, was ich will. Dazu fallen mir sofort diverse Beiträge ein, in denen ich das wortreich analysiert habe (z.B.), und mal wieder muss ich erkennen, wie dringend ich Disziplin üben muss, um umzusetzen, was ich verstanden habe.

Disziplin, das habe ich nun doch endlich begriffen, bedeutet nicht, dass ich mich zu Dingen zwingen soll, zu denen ich keine Lust habe.
Disziplin bedeutet, dass ich diszipliniert verfolge, was mir guttut, was mir Freude macht, was ich gut kann und gerne tu. Dass ich diszipliniert spüre, wo meine Grenzen sind. Dass ich diszipliniert nur noch strample, um wieder in meine Mitte zu kommen. Dass ich diszipliniert nachspüre, was ICH will und brauche, statt zu erahnen und zu erfüllen versuche, was andere, z.B. der Gefährte, vermeintlich oder wirklich von mir erwarten.

Das wird uns beide entlasten. Weil ich dann nämlich auch nicht mehr so bedürftig und hungrig bin.

Und um das zu üben, muss ich nicht ausziehen. Im Gegenteil, das kann ich hier wunderbar üben. Das Leben als Videospiel, das ist jetzt das Level, das aktuelle Adventure, ich hab die Skills, die mich hergebracht habe, ich erwerbe neue Skills. Also weiter! Disziplin!

Und ganz im ernst, wenn ich das diszipliniert übe und es dann nicht funktioniert mit dem Gefährten und mir, dann werden wir damit umgehen, wie es angemessen ist. Keine Flucht, bei der ich meinen ganzen Mist und meine Muster mitnehme und sie mich nur deswegen nicht quälen, weil sie nicht getriggert werden. Sondern ein Sich Weiter Entwickeln.

Ich bin grad wirklich zuversichtlich. Ich bin dankbar – für meine Freundinnen, und auch für den Gefährten, der überraschenderweise nach allem, was jetzt war, mit mir zusammen sein möchte. Er will auch seinen Teil beitragen, und ich habe erlebt, dass er nicht nur labert, sondern auch wirklich macht. Drum vertraue ich ihm.

Ich hatte weniger Vertrauen in mich selber, ich war erst nicht bereit, hier zu bleiben, ich wollte lieber weg und traurig aber endlich wieder frei und unabhägig sein. Jetzt habe ich mich darauf eingelassen, verknüpft zu bleiben, und das hat mich zunächst sogar ein bisschen frustriert und geängstigt.

Aber wir haben ja weiterhin viel viel geredet, gesagt und besprochen, und ich bin dabei zu den obigen Schlüssen gekommen. „Das Ziel ist der Marktplatz“ hat unser Sufi Lehrer gesagt. Das Marktplatz ist das Leben, und da wird geübt, nicht in der einsamen Abgeschiedenheit.

Jo. Soweit. Also, ich bin tatsächlich wieder froh, außerdem sehr dankbar, auch all den Helfern, die ich in meiner Not angerufen habe. Muss auch an das I Ging denken, das mir für den „achten Monat Unheil“ angesagt hat. Da gings um die HPΨ Ausbildung, dachte ich, aber wer weiß. Und außerdem spielt natürlich auch das Berufliche in mein vermeintliches Elend mit rein. Ich hatte den Orakelspruch dann ernst genommen und mir so gedeutet, dass ich sehr aufpassen muss, dass ich nicht in meine alten Muster rutsche. Und genau das ist passiert. Der Beutler jetzt hat dringend sein müssen!

Hier noch ein Bild von unserm urbanen Garten, den wir seit letzten Sonntag haben. Wie schön, dass ich davon doch erzählen kann!

Mäßigkeit

Ich hab ja vor einiger Zeit einen Beitrag zu den 4 Engel-Karten im Tarot geschrieben und war bei der Mäßigung nicht weiter gekommen.

Ich bin auch nicht sicher, ob ich überhaupt in Worte fassen konnte, was ich in den vier Karten sehe. Weil ich die Worte nicht hatte, nur Annäherungen und Ahnungen.

Ich habe mich vor zwei drei Wochen bei einer christlichen amerikanischen Website angemeldet (für mich war sowas bis vor Kurzem noch, hehe, ne Manifestation des Bösen: amerikanische Christen. Ist doch auch schön, wenn Vorurteile sich auflösen und ich stattdessen sehe, was IST). Die schicken mir täglich so Meditationen. Ich steckte schon ca. ne Woche in Überlegungen zu TEMPERANCE fest, da kam ein Text mit dem Titel „Liminal Space“ – Grenzgebiet. Und da hats klick gemacht.

So kann ich jetzt besser in Worte fassen, was diese vier Karten für mich bedeuten:
Sie zeigen verschiedene Aggregatzustände des Bewusstseins.

Noch mal kurz und knapp:

Der Teufel zeigt Bewusstsein, das auf die materielle Welt fokussiert ist.
Keine Tarot-Karte ist ‚gut‘ oder ’schlecht‘, auch der Teufel nicht.
Das Bewusstsein hier kann sich natürlich gefangen und ausgeliefert fühlen, es kann sich ganz dem Materiellen verschrieben haben und damit blind und taub gegenüber dem Weckruf (Auferstehung) sein. Dann liegt unter allem, was es macht, Sinnlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Angst, was wiederum die Gier nährt.
Das ‚teuflische‘ Bewusstsein kann aber auch sehr heilsam sein, weil es sich nicht täuschen lässt von nichtmateriellem Nimbus, Status und Behauptungen, sondern guckt, was wirklich IST. Ein gutes Beispiel dafür ist das Kind in Des Kaisers neue Kleider. Der Kaiser hat nämlich gar nichts an und ist in Wirklichkeit bloß ein nackter Mann. (Erst hatte ich „fetter nackter Typ“ geschrieben. Vorurteil! Ich weiß nicht, ob er fett ist.)

Die Auferstehung zeigt einen „Weckruf“, eine Erfahrung/Inspiration, die das Bewusstsein aus dem Materiellen hebt – also, die Erkenntnis, dass die materielle Welt eine Manifestation der Wirklichkeit ist, ein Wahrnehmungszustand, und dass die Welt/Wirklichkeit so viel mehr ist.

Die Liebenden zeigt Bewusstsein, das in der materiellen Welt agiert, das das Ich/Ego als Gefährt/Avatar begreift und sich nicht damit indentifiziert. Der ‚Antrieb‘, die Energie, die diesen Avatar antreibt, sind nicht materielle Dinge und nicht die Geschichten, Wünsche und Dramen des Ego. Der Antrieb ist das Leben selber, das SEIN.

Die Mäßigung – ich hatte eine Ahnung in die Richtung – zeigt das Bewusstsein im Grenzgebiet. In der Meditation, vielleicht auf schamanischer Reise (da hab ich keine Erfahrung). Die Landschaft auf der Karte hat für mich etwas Unwirkliches, Verzaubertes. So ein Ort, den wir in einer Visualisationsübung aufsuchen. Ort/Zeit innerhalb des magischen Zirkels, im Ritual.
Richard Rohr (s.o., Liminal Space) würde diesen Zustand wahrscheinlich prayer (Gebet) und contemplation (Versenkung, Kontemplation) nennen.
Das ist der Moment, da das Ego/Ich schweigt und wir die Wirklichkeit erfahren und gestalten. (Es geht dabei nicht um Wunscherfüllung des Ego!) Ein Name für diese Wirklichkeit ist Gott, und der Engel auf der Karte trägt den hebräischen Namen Gottes auf der Brust. יהוה – das sogenannte Tetragrammaton. JHVH – Jahwe. *
<- Die Falten des Kleides, genau über dem Quadrat mit dem Dreieck darin.

Ich sehe in der Mäßigkeit auch den Teil der Mondmeditation, bei dem wir anerkennen was IST, ohne uns damit zu identifizieren. So verstehe ich die beiden Gefäße und das Wasser, das darin bewegt (gemischt, transformiert) wird, ohne dass es ausgeschüttet wird.
Das Quadrat auf der Brust des Engels ist ein Symbol für die Materie (die Welt des ‚Teufels‘), das Dreieck darin – das auch ein Symbol für Feuer ist – symbolisiert das SEIN, den Spirit.
Auf der Stirn trägt der Engel das Symbol für die Sonne 𐌏. Das und die roten, mächtigen Flügel deuten auf Schöpferisches, aufs Erschaffen. Kreation – Kreativität durch Anerkennen und Neumischen dessen, was ist. Transformation. Alchemie.
Und so. Ich will mich hier nicht in Deutungen und Erklärungen verlieren. Es gibt noch so viel – die Lilien (gelb, nicht weiß), das Wasser, das Land, das Leuchten über den Bergen im Hintergrund, der Weg dahin…
Ah, das noch: Ich deute den Weg hier&jetzt als den Weg zur Erleuchtung.
Meditation, Gebet, Kontemplation, Ritual, Beobachten des Erlebens (da muss ich an die „Direct Pointing“ Methode denken, von der Sophie0816 neulich geschrieben hat) können da hin führen.

Schließlich habe ich die Karten noch mal angeordnet. Es gibt da keine Hierarchie und eigentlich keinen Anfang, und doch ist der Teufel unten für die meisten von uns der Ausgangspunkt, und für alle hier Inkarnierten nun mal die Basis, der Boden auf dem wir stehen. Über den Weckruf – Die Auferstehung – und/oder Meditation etc. – Mäßigkeit – können wir in den Zustand der Liebenden kommen. Dieses Bewusstsein ist im Hier&Jetzt, in der materiellen Welt („Das Ziel ist der Marktplatz“ hat mir ein Sufi-Lehrer gesagt). Es – das ist der Plan – genießt die Abenteuer, die das Ego im Sein erlebt.

Und dann ist mir der Stern in die Mitte geraten. Ist einfach so, ich kanns nicht genau erklären. Die Frau auf dem Bild hat keine Flügel, und sie gießt das Wasser aus.

Das, so seh ich das zur Zeit, ist das SEIN. Dieses Sein ist nicht mehr verhaftet an ein Ego und erlebt keine Abenteuer. Es IST das Abenteuer. Das ist der Moment in der Mondmedi, in dem wir loslassen. Ich nenne diese Karte auch Vertrauen.

Zuerst ist ein Berg.
Dann ist kein Berg.
Dann ist.


*Zu diesem Namen Gottes hat Richard Rohr auch eine ganz wundervolle Geschichte zu erzählen – ein Wissenschafter, der auch Rabbi ist, hat ihm erklärt, warum der Name Gottes nicht ausgesprochen werden kann. Wer Englisch versteht: hier. Wer kein Englisch kann und Geduld hat, versteht das Wesentliche auch ohne Englisch, wenn R. Rohr zum Wesentlichen kommt. Und wer Englisch kann: Die ganze Predigt ist voller Wunder und lohnt sich, wie so vieles von Richard Rohr.

Stadtgeister, Gottheiten und so.

Nu hab ich, wie im Beitrag zuvor schon beschrieben, das Gefühl gehabt, dass ich erst Grundlegendes klären muss, bevor ich mich an dieses Thema wage.
Nämlich, ob ich Magie ausüben soll (und wenn nicht, warum nicht?), ob ich es überhaupt will, und was Magie eigentlich ist.

Ich hab mich – und das bei der Hitze! – mit der Forumilierung Forumlieruing FORMULIERUNG langer, verschachtelter Gedankengänge beschäftigt, einer wissenschaftlichen Abhandlung würdig. Ich verzweigte mich in endlose biografische Abschweifungen, ich suchte nach Zitaten und streute unter alles reichlich Fußnoten―

Also, in Wirklickeit hab ich nichts dergleichen gemacht, weil’s viel zu heiß ist. Außerdem kam, als ich erschöpft ins Template starrte und mir vor dem, was ich vorhatte, ordentlich graute, also, da kam ein alter Cowboy auf einem müden Pferd vorbei und rief „Hey, leg endlich los, mich interessierts!“
Genau –
Wayne interessierts

Also endlich zum Thema StadtGeister und -Gottheiten.

Und da fang ich gleich mit dem Downer an (wahrscheinlich der wahre Grund für mein Bedürfnis nach langen theoretischen Abhandlungen):
Ich habe so gut wie keine Praxis noch bewusste Erfahrung mit diesen Dingen. Ich habe eine sehr diesseitige Wahrnehmung. Eine, wie ich finde, sehr gute diesseitige Wahrnehmung, mit der ich voll zufrieden bin. Was ich nicht kann (oder jedenfalls nicht versucht habe): Kontakt zu Ortsgeistern, Gottheiten und dergleichen aufnehmen. Ich meine diese Art von Kontakt, von der ich öfters lese: Trance, Kommunikation, Botschaften, besondere Wahrnehmungen.
Und trotzdem haben mich Sólveigs Artikel zu „Gotham Sprits“ und auch der von ihr verlinkte Blog sehr angesprochen.

Gotham Spirits | Tales of an Urban Priestess.

Am Ende des Artikels fragt Sólveig

Wie empfindet ihr eure Stadt? Was wäre sie für eine Person, könnte man sie in all ihren Besonderheiten und Eigenschaften zusammen fassen?

Und da war ich ratlos. Rückblickend hab ich ja sowas von aufm Schlauch gestanden! Vielleicht lags daran, dass Merkur nach seiner letzten Rückläufigkeit immer noch durch die Schattenzone wanderte. (Das is Astrosnack, bei Bedarf poste ich dazu auch mal was.)
Jedenfalls hat mich das tagelang beschäftigt. Welche Person, Entität, Gottheit wohnt und wirkt in Mannheim?
In München war das leicht, da steht Mother Mary genau in der Mitte (auf dem Marienplatz). Köln hat die Drei Könige, die heilige Ursula und ihre elftausend Jungfrauen. Mannheim hat… öm… ne Wolfsangel im Wappen. Und nen Löwen. Doll.

Als ich dann neulich in den Quadraten unterwegs war, in der Nähe vom Marktplatz, auf der Fuzo, wo vielerlei Volk aus vielerlei Ländern wuselt, handelt und treibt, da wars sie deutlich zu spüren, die Energie von Mannheim. Eine weltoffene Stadt, kommunikativ, umtriebig. Handel und Kommerz. Hermes! Ja, klar, wer sonst! Und das ist mir nicht vorher eingefallen! Mir, die ich von Hermes (damals noch in München) so ein bisschen angezappt wurde. (Glaubich.)

Und, achja, wer steht da mitten aufm Marktplatz (wo sonst)?!?
Hermes MA

Den hatte ich natürlich schon bei meinem allerersten Besuch hier bemerkt, fotografiert, mich super drüber gefreut, dass ich Ihm ausgerechnet hier begegne.
Und dann – irnzwie vergessen. X)

Naja, alles zur passenden Zeit.

Und nu muss ich zum Dhikr, und es ist eh fürs Erste alles gesagt. Der nächste Schritt wird sein, bewusster zu spüren, wenn ich durch die Stadt streife.

Kerykeion