Marzipan

Neues von den Pöppeln

Eben hab ich hier mit ätherischem Orangenöl die Duftlampe beträufelt, und danach war ich in der Küche und habe in einem Anfall von MJAM! das von vorgestern übriggebliebene Marzipan gegrabscht und verschlungen. Es war nicht mehr viel, vielleicht Masse für vier Pöppel. Fünf, oke. Vielleicht auch sechs. Sieben ganz kleine.

Ich mochte bis neulich Marzipan überhaupt nicht. Inzwischen habe ich festgestellt, dass die Mandel-Dattelmasse, die ich neuerdings herstelle (im Beitrag Zaubernahrung hab ich davon berichtet) eine Art Marzipan ist. Die Art, die ich MAG.

Der Teig war übriggeblieben, weil ich nach dem Rollen und Panieren von gefühlt 386 Pöppeln einfach keine Lust mehr hatte. Obwohl ich das Pöppel-Machen liebe und anfangs auch das viele Rollen wunderbar fand.
Ich hab eben in einem Beitrag von Sophie0816 – Wirri-wirri im Kopf | Leben im Wandel – so was Ähnliches beschrieben gefunden und möchte es hier zitieren, weil ichs sehr klug und brauchbar finde.

Vor einiger Zeit dachte ich noch, dass dann die Sachen immer so viel Freude machen müssen und wenn sie es nicht mehr tun, dann ist das doof. Mittlerweile bin ich darauf gekommen, dass diese Freudeausbrüche wie Wegweiser-Schilder auf einem Weg sind. Sie markieren ein – ja, du läufst in die richtige Richtung und es ist nicht nötig, zum Ziel zu machen, nun ständig diese Schilder zu finden. Der Hinweis reicht aus, um den Weg vertrauensvoll weiterzugehen.

Das mit dem Vertrauens-voll übe ich noch. 😉

Übersetzt heißt das, wenn ich auch zukünftig meinem Bewegungsdrang (wenn er denn da ist) angemessen befriedige, wird es nicht immer super lustig und freudig zugehen und mich vielleicht auch mal annerven oder neutrale Gefühle verursachen.

Jo, und wenn ich Lust auf was Süßes habe, und/oder Lust, ein neues Rezept auszuprobieren, dann wird das auch nicht immer super lustig und freudig. Auch heute habe ich beim Verrollen des neu gemachten Teigs gegen Ende bisschen die Nerven verloren… Aber ich habe durchgehalten, denn die neuen Pöppel sind einfach zu köstlich!

Das war nämlich so: Als ich vorhin in der Küche beim MJAM-Anfall den Marzipan-Teig verschlang, da schmeckte der subtil nach Orange, weil ich offenbar noch Reste vom ätherischen Orangenöl an den Fingern hatte.
Hehe, meine erste Erfahrung mit Aromaküche.

Das hab ich sofort richtig ausprobiert. Habe im Winzmixer Teig aus ner kleinen Handvoll (eingeweichter) Mandeln und paar Datteln gemacht und den abgeschmeckt mit reichlich Vanille und einem Tropfen ätherischen Orangenöls. Das habe ich noch verlängert, indem ich Mandelmasse reingeknetet habe, die gestern vom Milchmachen übrig geblieben war. Diese Masse habe ich zunächst in einer kleinen Pfanne noch ziemlich krümlich getrocknet, sonst wären die Pöppel zu weich geworden. Da hab ich schon Erfahrung gesammelt…

Dann gerollt und in Erdmandelpulver gewälzt, also, paniert, und ich sach euch ~ das sind die besten Pöppel die ich bis jetzt gemacht habe. Das sind die allerbesten Pöppel überhaupt! Und wenn das Gerolle und Panieren mir nicht so schnell so sehr aufn Keks gehen würde, dann würd ich die Badewanne mit Pöppeln füllen. Und mich reinlegen. Und dann…

Zum Glück kann ich immer nur kleine Mengen herstellen. Zum GLÜCK!


Best Pöppel EVARRR!

 

Darauf hat die Welt gewartet! Ein Pöppel-Icon!

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