Mauersegler

29. Mai ~ Dankesammlung – Nachtrag

Ich hatte eine grünschillernde, laute, kleine Fliege in meinem Zimmer, die hab ich eben eingefangen und auf den Balkon getragen, freigelassen – und da hab ich die Mondsichel gesehen. Und dann – immer wieder versuche ich, Mauersegler zu fotografieren, ich hab zig Fotos von völlig vogelfreien Himmeln… Total lack of swift… Und als ich eben auf den Auslöser drückte, zischten sie durchs Bild.

Danke an die grünschillernde kleine Fliege! ❤ Und an die Mauersegler. Und überhaupt. ❤

 

Tscha. Tag gelobt. Vor dem Abend. => mehrere Dankesammlungsbeiträge an einem Tag.
Auch oke.

Advertisements

Zeitlinien

s war einmal ~ und ist hier&jetzt ~ eine Zeit, in der das Wünschen wirklich hilft.

Wieder eine Information, die ich vor einiger Zeit aufgeschnappt habe, die sofort bei mir angedockt hat und die mir dann natürlich immer wieder begegnet ist.
Warum sie mir zur Zeit immer wieder begegnet, das könnte ich höchstmagisch (es ist WICHTIG!) oder schlicht und unspektakulär psychologisch erklären. Nur will ich das ‚warum‘ überhaupt nicht erklären, weils wurst ist.
Was ich jetzt erkläre ist auch nicht Die Wahrheit. Es ist eine Landkarte zum Orientieren. Nicht das Territorium, nicht die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist nicht in Worte zu fassen.

Also, Zeitlinien. Die Zeit spaltet sich, und wir haben uns zu entscheiden, wo wir langwollen. Auf der organischen Zeitlinie, oder auf der künstlichen maschinenzivilisation Zeitlinie.

Wie geht diese Entscheidung vor sich?
Indem wir wissen, was wir wollen.
Was WIR wollen.
Nicht, was wir glauben wollen zu müssen.
Dazu müssen wir natürlich wahrnehmen, was unsere innere Stimme uns sagt. Nun ist bei vielen diese innere Stimme überlagert und fast unhörbar gemacht durch künstlich erzeugte Bedürfnisse. Sie äußert sich bei vielen Menschen nur noch durch ein diffuses Unbehagen. Und natürlich Angst.

Eine junge Frau, die einen Blog zum Thema Plastikfreies Leben führt, schrieb mir, sie käme sich blöd vor, wenn sie bei Starbucks ihren eigenen Becher mitbringe. Das mache dort niemand (obwohl Starbucks sogar 30.-ct Nachlass auf selbstmitgebrachte Becher gibt!). Sie hat Angst vor den Blicken der anderen.
Ja, dann kannste natürlich nix machen, wenn das sonst niemand macht und du dir blöd vorkommst… Dann rettest du die Umwelt halt, indem du nen Blog vollschreibst. Volle Fahrt voraus in der Zeitlinie der Maschinenzivilisation.

Mein Gefährte hat ein uraltes Händi. Wirklich uralt. Hat noch so ein Pixel-Display. Er liebt es. Neulich fragte ihn eine Kollegin, ob er sich nicht schäme mit so einem Händi.
In der Maschinenzeitlinie müssen wir uns schämen, wenn wir alte Händis haben. NIEMAND hat so ein altes Händi, das ist wirklich SUPERPEINLICH, und superpeinlich ist ganz ganz SCHLIMM.
In der organischen Zeitlininie steigt Scham aus unserer Mitte, wenn wir ein Smartphone haben, das in Asien unter menschenverachtenden, krebserzeugenden, billigst bezahlten Bedingungen hergestellt wurde, dessen Komponenten hochgiftig sind und das wir nächstes Jahr auf den Müll werfen, weil wir das neueste Modell haben müssen.

Diese Beispiele habe ich nicht gewählt, um euch zu erklären, was ihr machen müsst, um aus der Maschinenmatrix Zeitlinie in die Organische Zeitlinie umzusteigen. Es geht nicht darum, ob wir ein Smartphone besitzen oder uns nur von selbstgesammeltem, veganen Staub vom Balkon ernähren. Es geht um die innere Haltung. Es geht darum, wonach wir uns ausrichten.

Ist der Kompass unseres Lebens das, was uns von außen vorgegeben wird? Karriere, Konsum, in der Masse aufgehen – oder auch den ‚Individualismus‘ ausleben, indem wir – immer nach den Regeln der Zivilisation – uns besonders hervortun? Indem wir das diffuse Unbehagen und die Angst, die wir so oft verspüren, erklären mit ‚bin nicht gut genug‘, ‚bin gescheitert‘, ‚muss mich mehr anstrengen‘? Versuchen wir, Unbehagen und Angst zu überlagern mit den Konsumgütern, die uns die Matrix anbietet: Medien, Konsum, likes im Internet…?
Oder, was auch gern genommen wird: Der Flüchtling ist schuld, die Mächtigen sind schuld, Empire ist schuld, die Fleischesser sind schuld, die Linken sind schuld, die Männer sind schuld, ~ solange noch irgendwer anders daran schuld ist, dass wir unglücklich sind, solange sind wir in der Matrix.

Klar gibt es wirklich ungesunde, manipulative, unheilsame, ausbeuterische Mächte in der Welt. Ist bestimmt ne gute Idee, sich dessen bewusst zu sein, unsere Wahrnehmung auszusprechen und das Unheilsame nicht zu füttern.
Nur, solange wir darauf warten, dass das Böse verschwindet, damit wir endlich glücklich sein können, solange wir es ausmerzen wollen, solange wir uns in Reibung abnutzen, solange hat die Matrix uns dort, wo sie uns haben will: Tief drin als Energiebatterie.

Aussteigen können wir immer, jede Sekunde, JETZT.
Dafür muss nicht erst irgendwas im Außen geschehen.
Richten wir uns nach unserem inneren Kompass, nach unseren wirklichen Bedürfnissen, nach unserem Seelensehnen? Bzw. für die meisten von uns (für mich auf jeden Fall) geht es erst mal darum, diesen Kompass wahrzunehmen, die innere Stimme zu hören, das Sehnen zu spüren ~ und dem dann mit kleinen, fröhlichen Schritten zu folgen. Oft geht das durch Angst durch. Dabei ist diese Angst das Schlimmste an der Sache, dahinter sind Gefühle, die gefühlt werden wollen, Erkenntnisse, neue Perspektiven – kann heftig sein, auch schmerzhaft zunächst, und doch: Nichts hinter der Angst ist so schrecklich, wie die Angst selber, durch die wir durch müssen. Und wenn wir durch sind, ist sie weg.

Wie sieht das aus, mit den beiden verschiedenen Zeitlinien? Öffnen sich Dimensionstunnel, und wir können dann entscheiden, ob wir links oder rechts langgehen wollen? Wenn wir die organische Zeitlinie langleben, lassen wir dann alle zurück, die sich anders entschieden haben? Gehen wir durch ein Tor und kommen in ein üppiges Elfenreich ohne Maschinen, wo wir uns nur noch von Licht und Liebe ernähren?

Achwas, es ist schlicht, ganz unspektakulär. Und wundervoll. Woller Wunder. Es ändern sich dann einfach Dinge in unserem Leben. Unsere Wahrnehmung verschiebt sich.

Eben stand ich in der Sonne auf der Dachterrasse und lies Seifenblasen fliegen. Eine Meute von Mauerseglern tobte in der Nähe, einer flog ganz nah an meinem Kopf vorbei. Eine Taube hatte sich auf dem Dachfirst niedergelassen. Eine Biene summte in den Blüten des letzten Rübstiels. Ein sanfter Wind ging. Eine große Krähe flog nah vorbei, und dann ein schillernd grüner Papagei. Die Seifenblasen tanzten und glitzerten im Licht, vor den üppig grünen Baumkronen vom Parkplatz gegenüber.

Und unten fuhren Autos und parkten ein, und Leute latschten den Gehweg entlang, viele mit Stöpseln im Ohr, telefonierend, tippend – leere Blicke. Ich glaub nicht, dass jemand die Seifenblasen gesehen hat, das Kreischen der Mauersegler gehört hat, den grünen Papagei fliegen sah… Da haben wir beide Zeitlinien. Sie existieren gleichzeitig. Wir müssen nicht durchs Dimensionstor, die organische Zeit ist hier&jetzt um uns herum. Es ist einfach eine Entscheidung. Und – ’silence is consent‘ – sich nicht zu entscheiden, ist auch eine Entscheidung. Wenn wir passiv alles nur hinnehmen, werden wir in die Maschinenzeitlinie, in die Matrix gesaugt.

Und noch was:

Empire/die Maschine/die Matrix/die zivilisatorische Trance ist zur Zeit sehr deutlich, sehr offen aktiv, scheinbar weltausfüllend übermächtig. Das zeigt uns, wie gestresst sie ist, wir gehen ihr nämlich flöten. Also, viele von uns, zu viele.
‚Erwachte‘, erwachende Leute  – Leute, denen es gut geht, bzw. die ihre Innere Stimme wahrnehmen (was dazu führt, dass es ihnen immer besser geht), die haben viel mehr Energie als die passiven Zombies. Und Menschen mit viel Energie haben heilsame Wirkung auf ihre Umwelt, auch auf andere Menschen. Die dann auch oft wacher werden. Und unsere ‚positive‘ Energie kann der Maschine nicht als Treibstoff dienen. Die braucht Emotionen wie Angst, Sorge, Ärger, sowas.

Und dann noch was.

Wenn du mit dem, was ich hier schreibe wenig oder nichts anfangen kannst, dann liegt es daran, dass meine Weltsicht und die Worte, die ich wähle, nicht zu dem passen, was du weißt. Auch das ist wurst. Mir muss niemand glauben, und ich habe auch nicht ‚recht‘. Es mag Fleischesser mit Smartphone geben, die mich für ne durchgeknallte Esoschwebbse halten (ein plattes Beispiel), und sich mitten auf dem Weg in die organische Zeitlinie befinden. Wenn sie auf ihre innere Stimme hören, nicht aggressiv, nicht eklig zu anderen sind, tun, was sie WOLLEN ohne anderen zu schaden, dann heilen sie, werden frei und wirken heilsam auf ihre Umgebung. Das genügt. Du musst nicht an die Matrix glauben, um aus ihr auszusteigen. Du musst nur SEIN.

s.a.
Anleitung zum Ausstieg
Zeitlinien – Hardcore Edition

Neues von der Fotospeicherkarte

Hab „körniges Scharzweiß“ ausprobiert

war mit zwei Mitschülerinnen (in unserem Alter sagt man wahrscheinlich „Ausbildungskolleginnen“) im Wildpark LU und hab wirkliche Vögel fotografiert

zuhause auf dem Balkon hab ich noch mehr Vögel fotografiert

und auf zwei Flohmärkten waren wir.

Der Batman ist noch zu haben, wobei er mir langsam ans Herz wächst.

weiterhin live aus der Orakelkartenfabrik

…ich brabbel hier so vor mich hin…

Meine Laminierfolien sind mit der 60. Karte ausgegangen, und die Größe, die ich bräuchte, habe ich nicht kaufen können. Jetzt habe ich etwas Kleinere und muss wieder von vorne anfangen mit dem Deck: ausdrucken, ausschneiden und laminieren, damit die neuen Karten zu den alten passen.

Das ist schon oke so, die Rückseiten der Karten, die ich habe, sind nicht einheitlich, manche Karten musste ich noch mal verbessern und jetzt noch mal neu ausdrucken, andere will ich gar nicht mehr. Das erste 60-Karten-Deck, das wird auch ein schönes Zuhause finden. Und wenn ich die Karten einzeln fürn Euro als Lesezeichen verkaufe… (Das kann ich versuchen, hehe. Wahrscheinlich werde ich sie selber verwenden und an FreundInnen und Verwandtschaft verschenken.)

Eben habe ich den ersten Bogen für die neuen Laminierfolien ausgedruckt. Mit dabei das PERISKOP aus dem Beitrag vorher, mit dem ich sehr zufrieden bin. Die andern  Motive – außer der Krähen – werde ich so nicht verwenden. Die BRANDUNG find ich an sich gut, aber das Foto nicht.

Beim Auschneiden wurde mir klar, wie ich das mit den Krähenkarten mache. Die Karte mit den vielen KRÄHEN kommt ins Deck, und wenn sie in einer Legung auftaucht, dann kommen die andern drei Krähenkarten ins Spiel: aus ihnen wird entweder eine Krähe ausgesucht oder gezogen.

ODER

Ich lass das mit der Kräheninvasion und entscheide mich für eine einzige – das wird dann walk . An der hängt mein Herz, ich kanns nicht ändern, auch wenn die meisten (auch mein Gefährte) die andere besser finden. Und die andern Krähenkarten fliegen dann raus und machen Karriere als Lesezeichen oder Maskottchen oder so.

Ich hab da nämlich noch eine Vogelkarte, die der KRÄHENkarte optisch ähnelt (bloß isse bisschen schöner) und an der ich auch sehr hänge.

Hachja. Alles nich so einfach.

Graffiti

Ich könnte diesen Eintrag auch nennen „Nachdem ich seit ungefähr ner Woche in der Bude gehockt habe, bin ich endlich mal wieder vor die Tür gegangen“ aber das wäre viel zu lang und irnzwie peinlich.
Da war doch was mit täglichen Stadttouren?
Das ist mir über die Erschütterung der Macht, die’s hier um Lammas rum gab, völlig entglitten.

Grad jetzt, da es Herbst wird, kann ich wunderbar wochenlang nur daheim bleiben, ohne auch nur die Wohnungstür zu öffnen. Zu essen ist genug da, Kaffee hab ich auch noch, das Internet geht, was soll ich draußen?

Ah, die Lilie ist verblüht. Heute hat sie die letzten Blütenblätter abgeworfen. Zwei Wochen lang hat sie ihren mächtigen, zimtigen Duft verströmt. Die ganze Wohnung war davon erfüllt. Das war jeden Tag eine Freude, und so bin ich heute aus dem Haus, um eine neue Lilie zu kaufen.

Gut, dass ich das gemacht habe, es gibt paar neue Graffiti.

Weiß nicht, ob das ne bestimmte Message rüber bringen will. Mir sagt es Einhorn über Knochen. Das ist cool genug, finde ich.

Kurz danach fand ich diese – äh – Ex-Tür.
Das Better suck Ice Cream ist schon länger da, aber es ist Neues dazu gekommen. Was soll denn dieser rosa Fleck da unten?
Die Bildbearbeitung bringt es an den Tag:

Neckarstadt West: Ein Ort für Einhörner. Wer hätte das gedacht.

Links und rechts an der Tür Boten aus dem Sommer. Wie hab ich mich gefreut, als ich die heute gefunden habe!


Auf dem Boden das Übliche – Kippen, Kaugummi, Blätter, Teebeutel-
Teebeutel?
Ah ja.
StraßenteeMülleimer sind auch wirklich praktisch zum Abstellen, wennde nachts auf der Straße noch nen schönen heißen Becher Tee nimmst. Grad im Herbst ist das angenehm, so’n heißer Tee.

Aufkleber hats auch neue, der hier gefällt mir besonders:

Was ich auch mag, ist dieses Schild, auf dem ständig was Neues klebt. Am längsten ist natürlich der Waldhof-Aufkleber drauf, und der wird uns alle überleben.
(Bild wird durch Anklicken größer, also, richtig groß. Falls es wer genau wissen will.)

Und zum Schluss noch was, das schon lange da ist. Das ist KUNST. Aber sowas von:

Das ist ziemlich in der Nähe vom Lilienladen, in dem ich leider keine Lilie bekommen habe. Stattdessen die Info, dass heute nicht Mittwoch, sondern erst Dienstag ist. Auch schön!

Donnerstag haben sie wieder die rosa Duftwunder. Ich geh auch morgen raus! Hab ganz vergessen, wie schön es hier ist.

 

 

Screaming Parties und noch drei Bilder

Lady of the Dan hat sich geäußert.

Zu den Mauerseglern:

Das ist schön, dass Du Dich für die Mauersegler begeisterst (und sie vor allem nicht wie so viele für Schwalben hältst). Was für eine Gruppennamenliste! „exaltation of“ wäre eigentlich die passende Bezeichnung, denn was die da veranstalten, sind sogenannte „screaming parties“ – zu welchem Zweck, weiß keiner, aber es ist SO schön (weils eben gar keinen Zweck hat).

Screaming Parties! Wie wundervoll! Das will ins Hexikon!
Doch unter welchem Begriff?
MAUERSEGLER – SCREAMING PARTY – ZWECK – ?
Da muss ich noch drüber nachdenken.

Derweil hab ich nach screaming party im Netz gesucht und das gefunden:

Unter dem Video auf YT sind noch viele Infos zu Mauerseglern.
They often form ’screaming parties‘ during summer evenings where about 10-15 gather and fly around in circles, all calling out to each other.
Weil das Leben so schön ist, und das Fliegen durch den Sommer!

Aber oh weh, die Bilder waren nicht die richtigen Bilder. Die richtigen Bilder waren „mehr dezent (keine rote Kanne, glaub ich?), vor allem aber wegen der Art der Farbkopie, es wirkte wie aus dem 19. Jahrhundert, kolorierte Photographien, nein, Daguerrotypien von Teegeschirr„. Das klingt toll! Ob die überhaupt von mir waren? Was ist eine Daguerrotypie? Ah, das mit dem Silber.

Ich biete drei weitere Bilder an. Also, immer dasselbe, das war daheim in Köln-Rodenkrichen, Fensterbank bei Vattern.

So, jetzt reichts mir, jetzt hab ich dreimal hintereinander „-krichen“ statt „-krichen“ SCHON WIEDER! mir doch egal
Die Bilder.

Vielleicht war ja eins davon eins von den dreien.