Meditieren

Richard Rohr

Weil ich den doch immer wieder erwähne – ein für alle Mal ein Beitrag zu ihm, zu dem ich in Zukunft linken kann. Und nein, ich bin immer noch nicht zum christlichen Glauben übergetreten. Darum gehts nämlich überhaupt nicht, mir nicht, und Richard Rohr auch nicht.

Den amerikanischen Franziskanermönch Richard Rohr erwähne ich immer wieder, seit ich Ende März 2016 von meinem Gefährten ein Buch von ihm zu lesen bekam.*

Richard Rohr ist Amerikaner, katholischer Mönch und hat eine Art spiritueller Männerbewegung ins Leben gerufen. Oh, das bedient meine Vorurteile. Ein männerbewegter amerikanischer Katholik! schauder

Er ist TOLL, der HAMMER, heilsam, genial, klug, weise, ein Lehrer, ein Seelsorger, ich bin SO FROH, dass ich ihn entdeckt habe!

Allen, die Englisch lesen, lege ich sein Buch Falling Upward ans Herz.

Auf meiner Anschaffen-Liste steht an oberster Stelle ein Buch, das er zu den 12 Schritten geschrieben hat – Breathing under Water. Sobald ich das gelesen habe, berichte ich davon!

Auf YouTube sind viele Vorträge und Predigten von ihm zu finden, die sich wirklich lohnen. (Es gibt auch manches auf Deutsch, da hab ich mir bloß noch nie was von angehört, weil das jedes Mal für mich zu betulich rüberkam. Aber wer weiß, wahrscheinlich sind da auch gute Sendungen dabei.)

Viele seiner Bücher sind ins Deutsche übersetzt worden – wendet euch an die Buchhandlung eures Vertrauens!

Außerdem leider auch nur auf Englisch:

Ich bekomme täglich erbauliche E-Mails vom „Center for Action and Contemplation“, einer Organisation, die Richard Rohr gegründet hat.
Ich muss ehrlich zugeben, die meisten dieser Mails habe erst gar nicht gelesen, sondern sie ‚für später‘ in einen Ordner gepackt.
Seit ich die meisten doch gleich lese, stelle ich fest, dass ich fast immer was darin finde, dass ich SOFORT weiterverbreiten will.

Ich kann sehr empfehlen, sich für diese Mails anzumelden. (Es gibt auch nen wöchentlichen und monatlichen Rhythmus.)
Zusätzlich zu den regelmäßigen Schätzen im Postfach bekam ich einen Link, über den ich auf Soundcloud einige Vorträge von R. Rohr herunterladen kann. Einer davon, „Contemplative Prayer“, ist so subversiv, radikal, hilfreich, heilsam, erhellend und befreiend (es geht, neu-eso-deutsch gesagt, ums Meditieren – wozu, warum und wie), dass ich den schon zig mal per Mail verschickt, auf CD verschenkt und hier gepostet hätte, wenn ich dürfte. Ich habe deswegen beim CAC nachgefragt, und die möchten das nicht. X) Das ist halt nur für die, die sich für die regelmäßigen Mails angemeldet haben. Also meldet euch an! (Und solltet ihr dann Probleme beim Runterladen haben – die ham das da auf Soundcloud umständlich in kleinen Häppchen hochgefummelt – dann helfe ich gerne! Einfach Mail an mich.)

Eins von vielen Videos, eher zufällig rausgesucht. Sehr gut. Klar!


* Blogeintrag dazu hier. Da gehts um verschiedene Sachen, ich linke der Vollständigkeit halber.

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Spiritueller All-Tag

All-Tag ist so ein schönes Wort! Ein Tag im Kosmos. So wie jeder Tag.
       Verschiedene Arten der Fortbewegung durch den Alltag.

Hier folgt jetzt ein ganz alltäglicher Brainstorm- und Verzäll-Riemen.

Es ist Magie in der Luft – das liegt u.A. an der Jahreszeit. Das Herbstfest steht bevor (genau: 22. 09. 2016, 14:20 h), und zur Zeit ist hier noch glühender, leuchtender, duftender, goldener Spätsommer.

Ich hab ein Lied dazu, ein richtiges Kinderlied, und ich hatte eine Version davon aufgenommen, um sie hochzuladen. Am nächsten Tag fand ich sie so SCHRECKLICH, dass ichs nicht über mich bringe. Das ist tatsächlich nicht nur meine Unfähigkeit, sondern auch, weil ich noch keine Lösung zum Schön-Aufnehmen hab. Ich hab noch eine ältere Version gefunden, die ist auch gar nicht so toll (und ziemlich schlaftablettig), die gebe ich hier frei. Es geht ums Lied, nicht um die Perfomance. Ich mag das Lied wirklich gern.

Playful wind
summer’s child
getting wild
gonna grow to snow
Sparkling leaves
playful wind
golden green
gonna grow to snow
On the eve
of the late summer’s day
gather seeds
for the time to come
At the edge
of the long summer’s day
cross the border
to the land beyond

Rustling weeds
playfull wind
bumblebee
gonna grow to snow
In the hedge
summer’s child
spiderweb
gonna grow to snow

On the eve…

From the east
playful child
chasing dust
gonna grow to snow
From the west
summer’s wind
bearing rain
gonna grow to snow

On the eve…

Ich hab native speakers gefragt, ob das geht, mit dem „gonna grow to snow“. Ich weiß bis heute nicht, ob sie aus Höflichkeit meinten, dass es geht, oder ob es wirklich so ist. In dem Lied gehts.

Oh, und weil ich grad dabei bin noch ein Gedicht von wasweißichwannvielejahreher. Das war ein Rutsch, ein Fluss, assoziativ, nicht immer grammatikalisch einleuchtend, ich mags.

Kämpferin der Münzen

auf ihrem schwarzen schweren pferd
steht sie im herbst und sieht nach westen
dorthin wird sie ziehn.
um sie der sommer
doch um sich den panzer steht sie im herbst
und sieht zeichen
die webt sie zu gold und moos
wächst auf den steinen des weges
und auf ihrer rüstung
die sie abstreift
als sie absteigt
und neben dem pferd geht
mit den dohlen
den fäden im wind nach westen
um sie der sommer

Jut, hab ich das aus dem System.

„Spiritueller All-Tag“ heißt der Beitrag, weil ich — wie viele andere auch, die ihre Craft und/oder Spiritualität praktizieren — das als Lebensweise empfinde, und nicht als etwas, das ich zu bestimmten Gelegenheiten tue. Auch wenn sich manchmal was verdichtet in Zeit und Raum, der SINN und die Freude am Wilden Weg ist: Wir sind immer unterwegs.

In letzter Zeit wird mir das wieder mehr bewusst und ein bewusstes Anliegen, so eine Art Aufwachen zum Herbst hin. Siehe oben.

Was ich Großartiges mache.
Ich übe Achtsamkeit und Disziplin – dabei fällt mir auf, dass ich seit Monaten den „Disziplin“-Eintrag im Hexikon aktualisieren möchte. Das ist immer ein ziemlicher Aufwand, und ich habe so ein Gefühl, dass ich mich demnächst dazu aufraffen kann. Im Zuge meiner Achtsamkeit und Alltagsmagie.

Ich esse seit ungefähr einer Woche bis 12h mittags Organuhr (d.h. jetzt zur Sommerzeit bis 11h) nur Obst. Das klappt wunderbar und tut mir gut. Ich hab in irgendeinem Blog davon gelesen, zu dem ich linken würde, wenn ich noch wüsst, welcher es war… X) Sorry.
Wie gut ich das im Winter schaffe, ist mir nicht klar – die Obstverfügbarkeit geht da ja stark zurück, und mit der Winterzeit muss ich dann wirklich bis 12h warten. Ich bin dennoch zuversichtlich.
Jedenfalls hat das heute dazu geführt, dass ich Himbeereis gefrühstückt habe.

Ich bin ja für die Legalisierung aller Drogen (wirklich, aber wenn ich davon anfange, wird das hier kein Riemen, sondern eine Broschüre), nur bei Himbeereis bin ich skeptisch. Und, natürlich, bei Testosteron. Haha.
Argh.

Eya. Vor 12h nur Obst.
Struktur, feste Termine und Zeiten tun mir überhaupt gut, und mein Leben ist und war immer ziemlich frei davon…
Wobei ich hinzufügen muss: feste Termine und Zeiten für Dinge, die ich GERN tu. Für Heilsame Dinge. Auch da habe ich Disziplin zu üben. Ich hab das ja viel zu lange verwechselt mit der Disziplin, mich an vorgegebene Termine und Zeiten zu halten, um Pflichten zu erledigen, die ich grauenhaft finde und (oft nur scheinbar) machen muss. Das ist keine wirkliche Disziplin und nichts, worauf irgendwer stolz sein sollte. Das ist im besten Fall widerwilliges Folgen unheilsamer, falscher Werte, und es kann zu Kadavergehorsam führen. Dabei wird man dann selbst zum Kadaver, und wenns richtig mies läuft, was es leider oft tut, produziert man noch ein paar andere dabei.

Also: Disziplin üben, dass ich schöne, heilsame Dinge regelmäßig und zu festen Terminen und Zeiten tu.

Mein Gefährte und ich meditieren jeden Abend. Das tun wir seit Montag – was noch nicht so lang her ist – für 20 Minuten – was nicht besonders lang ist, also, das Minimum. Und ich bin SO FROH darüber. Ich bin froh, dass ich einen festen Zeitpunkt habe: Jeden Abend, nach dem die Katzen ihren Abendstengel bekommen haben. (Stengel sind so Leckerlies, mit denen die beiden Alten ihre Pillen verabreicht bekommen), also nach 22h. Dann sitzen, danach ab ins Bett.
Wir haben einen Ort zum Sitzen, der ist noch bisschen Abstellort für’s Bügelbrett, wird aber, das weiß ich , mit der Zeit immer schöner werden. Gestern hab ich ein Öllicht hingetragen und dabei zum ersten Mal ein wundervolles Bild entdeckt, das mir vorher noch nie aufgefallen war. Von Arthur Rackham, den ich sehr mag.


hier das Bild in besser

Ich bin sehr froh über den Ort, den Termin, das Sitzen. ENDLICH. Ich würds auch alleine machen, und dass der Gefährte mitmacht, das ist noch mal besonders schön, heilsam, wirkungsvoll.
Die Gute Art Disziplin.

Dann hat neulich die Zen Witch einen wunderhübschen Zauberspruch für heilsames Zeitmanagement gepostet (englisch): Thyme in a Bottle | The Zen Witch. Der hat mich sehr angesprochen – ich mag das Fröhliche, das Einfache und vor allem das Regelmäßige daran.
Ich wollte daraufhin selbst ein Ritual entwerfen, um das Chaos hier soweit zu hegen, dass es nicht eklig wird. Ich mag Chaos, und ich habe den Verdacht, dass es der Normalzustand für mich ist, dass so richtig aufgeräumte Orte nicht mein natürlicher Lebensraum sind. Aber kreatives Chaos kann halt leicht umkippen in dreckiges, brackiges, ekliges, deprimierendes Chaos.

Ich habe schon begonnen, mir Notizen zu dem Ritual zu machen – Minze, Salbei, Zitrusdüfte, dazu Bachblüten, Raum schaffen, Licht reinlassen — und dann kam mir der hammerkrasse Gedanke: Ich könnte statt Öle zu mischen und nen Mantra zu murmeln auch einfach aufräumen.

AhBAH!

Ich hab mir jetzt ne Bachblütenmischung gemacht – dabei hab ich, damit ich auf dem Boden vorm Altar hocken konnte, dies und das aufgeklaubt und wegsortiert – mit Crab Apple, Clematis und Wild Rose. Dazu Lichtwasser Fatima und Lourdes. Das nehme ich jetzt alle 4 Stunden, und jedesmal, wenn ich es nehme (und gerne auch dazwischen), räum ich irgendwas auf und weg. Das ist ein wunderbar wirksamer Zauber, der gut funktioniert.

Jo, ich glaub, das war alles, was ich in den Blog schaufeln wollte. Ich wünsch uns allen weiterhin schönen, intensiven, heilsamen Spätsommer!

Ferienfreuden

Nachdem ich diesen „mein schönstes Ferienerlebnis“-Post getippt und noch mal gegengelesen habe, stelle ich fest, dass ich ganz schön im Konsum schwelge – macht auch mal Spaß! – und zu einigen Geschäften linke. Das mach ich, weil ich deren Produkte gern mag und die Information weitergeben möchte. Hab nicht vor, so nen Produkttester-Werbeblog zu machen, keine Sorge!

Die Ferien sind vorbei. Jetzt bin ich MÜDE und brauch ma ne Pause…

Achwas, insgesamt wars sehr schön. Im Garten sind jetzt auch Rübstil und Rübchen gesäht und es sprießt  — und es WIRD Fotos geben, oh, es wird sowas von Fotos geben! Nur gießen wir zur Zeit abends/nachts, wenn es schon dunkel ist, drum nehm ich die Kamera nicht mit.
Was ich neulich hätte tun sollen, denn die Bänker des Gartens („Leute, die auf der Bank sitzen und Bier trinken“) hatten Teelichter in die üblichen großen grünen Plastikgießkannen gestellt, und das sah klasse aus.

Der Herbst schleicht sich ran, die ersten Kastanien wurden gesammelt und den Katzen zum Spielen hingekullert, die erste Kürbisse werden verkocht. Bio, aus Heidelberg, köstlich! Kremig, bisschen erinnert der Geschmack an Maronen. Schale kannste mitessen, was das Zubereiten ungemein erleichtert. Ich hebe Kerne auf und möchte mal gucken, ob ich den im Garten anbauen kann, nächstes Jahr.


Kürbis auf Balkon, kurz vor der Vercurryung

„Was ist eine Vercurryung?“ höre ich die geneigte LeserInnenschaft sich fragen. Das ist: Gemüse in wundervollen Farben kleinschneiden


köstliche Paprikaschoten vom Şark, der türkische Laden, der Schafskäse und Gemüse unverpackt verkauft

wild Gewürze auswählen (beim letzten Curry waren es Zimt, Nelke, Piment, Delifrut, scharfes Chili, Koriander, Senfsamen und Hing). Gewürze anrösten, Gemüse rein, und diesmal hab ichs mit den festen Resten vom Hafermilchmachen abgegossen, das dickt bisschen ein, auf so eine glasig-schleimige Art. Ich MAG das. Meist nehme ich stattdessen rote Linsen, die dicken auf sämige Art ein.
Jedenfalls werd ich immer mehr — zumindest für unseren Geschmack — eine Meisterin der Vercurryung von so ziemlich allem, was mir unters Messer kommt.

Bezugnehmend auf meinen alten, ellenlangen Kaffee-und-Verzäll-Beitrag kann ich berichten, dass ich in den Quadraten auf eine Kaffeerösterei gestoßen bin – war die schon immer da?!? Eya. Also, die haben Indischen Monsooned Kaffee, Arabica und Robusta. Ich wurde aufs Wunderbarste beraten und muss demnächst auch noch mal hin, um der Lady zu berichten, wie sie geschmeckt und gewirkt hat, die Robusta Röstung, denn das ist ein wirklich starker Kaffee. Ein wirklich starker, köstlicher, schokoladiger, supersäurearmer, aromatischer, wunderbarer Kaffee ist das!
Arabica habe ich noch nicht probiert. Freu ich mich auch schon drauf.

Apropos Kaffee. Meine Stempelkarte vom Star Coffee war voll und ich bekam dafür einen Freikaffee. Da nehm ich natürlich nicht wie sonst den kleinen Capuccino (der groß genug ist, btw.), auch nicht den mittleren, sondern den großen.

Und der ist … groß.

Ein Eimer voller Kaffee. Ahhhh!

Am Schluss haben wirs uns noch mal richtig gegeben mit Flohmarkt.


Dieses Bild haben wir nicht gekauft.

Aber diese wunderhübschen rosaroten Ohrringe hab ich verkauft. (Der Batman dagegen ist nach wie vor zu haben.)


Die Ohrringe sind von Konplott. Link zur Homepage, weil das oft so ENTZÜCKENDER Schmuck ist.

Gekauft hab ich auch was. Wir brauchten noch tiefe Teller, jetzt haben wir genug, naja, und ich brauchte noch dringend


Einer von sechs und dringend gebrauchte Halskette

Die ziehe ich morgen in der Schule an.

Sonntag dann das Auto ausgeräumt und die Kisten wieder hochgeschleppt – es war weniger Zeugs als vorm Flohmarkt, und doch bleibt ja immer so viel übrig.
Geputzt, in den Garten und gegossen (es war wie üblich dunkel) und dann haben der Gefährte und ich uns in die eine sonst unbenutzte Wohnzimmerecke gehockt und meditiert. Und das machen wir jetzt jeden Abend. Darüber bin ich FROH.

ACH, und das Wichtigste hätt ich doch fast vergessen! Aus verschiedenen Gründen hab ich in letzter Zeit wieder verstärkt an Neverwinter Nights gedacht. Und dann hat mir der Gefährte einen kleinen Windows-Läptop geliehen, mit der Bitte um Installation von Kram, und da hab ich aus Feez – das Wesentliche steht ungefähr schon in einem Beitrag aus dem Jahr 2008, den ich in meinem ersten Blog veröffentlicht hatte. Ich hab den jetzt einfach hier reingestellt. Neues vom Zwerg. Jedenfalls…


seufz

Soweit. Ich hoffe mit all den vielen Dingen, die ich nun zu tun habe, komme ich überhaupt noch zum Bloggen…

18. August – Vollmond im Wassermann

Und’n Update in eigener Sache

Liebe Leute

Internet geht hier grad mal wieder, ich find nur den Wiedereinstieg ins Bloggen noch nicht so. Da kommt mir der Vollmond sehr recht, da muss ich was schreiben.
Bin zur Zeit nicht sonderlich gut bestrahlt und merke, dass ich nicht gut was erzählen kann, ohne ins Schimpfen oder Jammern zu geraten, drum lass ich’s Schreiben.

Auch da kommt mir der Vollmond sehr gelegen, weil ich im Sumpf ja immer erst mal vergesse, was ich schon weiß und was in solchen Zeiten IMMER hilft, wenn ichs dann auch endlich erinnere und tu:
Mich neben den Ärger und den Frust und die Angst und das Elend stellen, mich nicht mehr damit identifizieren (vor allem, weil’s mich selber ja gar nicht gibt ) und das alles einfach sein lassen.
So wie ich in der Mondmedi-Einladung beschrieben habe. Wie gut, dass es diese regelmäßigen Termine gibt, die mich selbst wieder das Wesentliche und Wichtige und Heilsame erinnern… Übung, Praxis, Verbinden.

Achja, verbinden. Zur Zeit feiert auch meine mal mehr mal weniger starke Sozialphobie fröhliche Urständ… „Ich liebe die Menschheit, ich kann nur Leute nichts ausstehen!“ (Linus von den Peanuts, also ist das Zitat von Charles M. Schulz).
Dieses Zitat ist übrigens auch ein klassischer klischee-Wassermann-Grundsatz. Dem flirrenden Luftzeichen Wassermann werden revolutionäre und weltverbessernde Tendenzen nachgesagt, die oft die Bodenhaftung vermissen lassen. Selbsternannte Reformer und Retter  der Menschheit, die Leute nicht ausstehen können. Ja, kenn ich, das Gefühl (ich hab Mars im Wassermann). 😛

Immerhin bringt mich das endlich zum eigentlichen Thema dieses Beitrags.

Donnerstag, den 18. August 2016,
ca. halb 12h vormittags
(11:26 F/m)
ist Vollmond im Wassermann.

Hier wie immer die

 

Ladet ein, verlinkt, vernetzt, macht mit, habts gut dabei!

 

 

Wer Ideen, Anregungen, Input hat: immer her damit!

Und hier noch ein ganz wundervolles Foto vom letzten Vollmond. Das hat eine liebe, sehr geschätzte, langjährige Webfreundin gemacht:

anne@hinterhufe.de

Bis dann im Netz!

Mäßigkeit

Ich hab ja vor einiger Zeit einen Beitrag zu den 4 Engel-Karten im Tarot geschrieben und war bei der Mäßigung nicht weiter gekommen.

Ich bin auch nicht sicher, ob ich überhaupt in Worte fassen konnte, was ich in den vier Karten sehe. Weil ich die Worte nicht hatte, nur Annäherungen und Ahnungen.

Ich habe mich vor zwei drei Wochen bei einer christlichen amerikanischen Website angemeldet (für mich war sowas bis vor Kurzem noch, hehe, ne Manifestation des Bösen: amerikanische Christen. Ist doch auch schön, wenn Vorurteile sich auflösen und ich stattdessen sehe, was IST). Die schicken mir täglich so Meditationen. Ich steckte schon ca. ne Woche in Überlegungen zu TEMPERANCE fest, da kam ein Text mit dem Titel „Liminal Space“ – Grenzgebiet. Und da hats klick gemacht.

So kann ich jetzt besser in Worte fassen, was diese vier Karten für mich bedeuten:
Sie zeigen verschiedene Aggregatzustände des Bewusstseins.

Noch mal kurz und knapp:

Der Teufel zeigt Bewusstsein, das auf die materielle Welt fokussiert ist.
Keine Tarot-Karte ist ‚gut‘ oder ’schlecht‘, auch der Teufel nicht.
Das Bewusstsein hier kann sich natürlich gefangen und ausgeliefert fühlen, es kann sich ganz dem Materiellen verschrieben haben und damit blind und taub gegenüber dem Weckruf (Auferstehung) sein. Dann liegt unter allem, was es macht, Sinnlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Angst, was wiederum die Gier nährt.
Das ‚teuflische‘ Bewusstsein kann aber auch sehr heilsam sein, weil es sich nicht täuschen lässt von nichtmateriellem Nimbus, Status und Behauptungen, sondern guckt, was wirklich IST. Ein gutes Beispiel dafür ist das Kind in Des Kaisers neue Kleider. Der Kaiser hat nämlich gar nichts an und ist in Wirklichkeit bloß ein nackter Mann. (Erst hatte ich „fetter nackter Typ“ geschrieben. Vorurteil! Ich weiß nicht, ob er fett ist.)

Die Auferstehung zeigt einen „Weckruf“, eine Erfahrung/Inspiration, die das Bewusstsein aus dem Materiellen hebt – also, die Erkenntnis, dass die materielle Welt eine Manifestation der Wirklichkeit ist, ein Wahrnehmungszustand, und dass die Welt/Wirklichkeit so viel mehr ist.

Die Liebenden zeigt Bewusstsein, das in der materiellen Welt agiert, das das Ich/Ego als Gefährt/Avatar begreift und sich nicht damit indentifiziert. Der ‚Antrieb‘, die Energie, die diesen Avatar antreibt, sind nicht materielle Dinge und nicht die Geschichten, Wünsche und Dramen des Ego. Der Antrieb ist das Leben selber, das SEIN.

Die Mäßigung – ich hatte eine Ahnung in die Richtung – zeigt das Bewusstsein im Grenzgebiet. In der Meditation, vielleicht auf schamanischer Reise (da hab ich keine Erfahrung). Die Landschaft auf der Karte hat für mich etwas Unwirkliches, Verzaubertes. So ein Ort, den wir in einer Visualisationsübung aufsuchen. Ort/Zeit innerhalb des magischen Zirkels, im Ritual.
Richard Rohr (s.o., Liminal Space) würde diesen Zustand wahrscheinlich prayer (Gebet) und contemplation (Versenkung, Kontemplation) nennen.
Das ist der Moment, da das Ego/Ich schweigt und wir die Wirklichkeit erfahren und gestalten. (Es geht dabei nicht um Wunscherfüllung des Ego!) Ein Name für diese Wirklichkeit ist Gott, und der Engel auf der Karte trägt den hebräischen Namen Gottes auf der Brust. יהוה – das sogenannte Tetragrammaton. JHVH – Jahwe. *
<- Die Falten des Kleides, genau über dem Quadrat mit dem Dreieck darin.

Ich sehe in der Mäßigkeit auch den Teil der Mondmeditation, bei dem wir anerkennen was IST, ohne uns damit zu identifizieren. So verstehe ich die beiden Gefäße und das Wasser, das darin bewegt (gemischt, transformiert) wird, ohne dass es ausgeschüttet wird.
Das Quadrat auf der Brust des Engels ist ein Symbol für die Materie (die Welt des ‚Teufels‘), das Dreieck darin – das auch ein Symbol für Feuer ist – symbolisiert das SEIN, den Spirit.
Auf der Stirn trägt der Engel das Symbol für die Sonne 𐌏. Das und die roten, mächtigen Flügel deuten auf Schöpferisches, aufs Erschaffen. Kreation – Kreativität durch Anerkennen und Neumischen dessen, was ist. Transformation. Alchemie.
Und so. Ich will mich hier nicht in Deutungen und Erklärungen verlieren. Es gibt noch so viel – die Lilien (gelb, nicht weiß), das Wasser, das Land, das Leuchten über den Bergen im Hintergrund, der Weg dahin…
Ah, das noch: Ich deute den Weg hier&jetzt als den Weg zur Erleuchtung.
Meditation, Gebet, Kontemplation, Ritual, Beobachten des Erlebens (da muss ich an die „Direct Pointing“ Methode denken, von der Sophie0816 neulich geschrieben hat) können da hin führen.

Schließlich habe ich die Karten noch mal angeordnet. Es gibt da keine Hierarchie und eigentlich keinen Anfang, und doch ist der Teufel unten für die meisten von uns der Ausgangspunkt, und für alle hier Inkarnierten nun mal die Basis, der Boden auf dem wir stehen. Über den Weckruf – Die Auferstehung – und/oder Meditation etc. – Mäßigkeit – können wir in den Zustand der Liebenden kommen. Dieses Bewusstsein ist im Hier&Jetzt, in der materiellen Welt („Das Ziel ist der Marktplatz“ hat mir ein Sufi-Lehrer gesagt). Es – das ist der Plan – genießt die Abenteuer, die das Ego im Sein erlebt.

Und dann ist mir der Stern in die Mitte geraten. Ist einfach so, ich kanns nicht genau erklären. Die Frau auf dem Bild hat keine Flügel, und sie gießt das Wasser aus.

Das, so seh ich das zur Zeit, ist das SEIN. Dieses Sein ist nicht mehr verhaftet an ein Ego und erlebt keine Abenteuer. Es IST das Abenteuer. Das ist der Moment in der Mondmedi, in dem wir loslassen. Ich nenne diese Karte auch Vertrauen.

Zuerst ist ein Berg.
Dann ist kein Berg.
Dann ist.


*Zu diesem Namen Gottes hat Richard Rohr auch eine ganz wundervolle Geschichte zu erzählen – ein Wissenschafter, der auch Rabbi ist, hat ihm erklärt, warum der Name Gottes nicht ausgesprochen werden kann. Wer Englisch versteht: hier. Wer kein Englisch kann und Geduld hat, versteht das Wesentliche auch ohne Englisch, wenn R. Rohr zum Wesentlichen kommt. Und wer Englisch kann: Die ganze Predigt ist voller Wunder und lohnt sich, wie so vieles von Richard Rohr.

MondMedi

Anfang Februar gabs wieder so eine weltweite Meditations-Aktion, diesmal für den Frieden in Syrien. Weltweit zur gleichen Zeit. Ich wollte mitmachen, und dann habe ich den Zeitpunkt verpasst.

Warum wollte ich überhaupt mitmachen?
Weil ich ein solches ‚Netzwerk‘ rund um die Erde für ne wundervolle Sache halte.

Warum hab ich den Termin ‚verpasst‘?
Ich glaube, weil mir bei zielgerichteten Heil-Meditationen nicht ganz wohl ist.
Es hat ein bisschen etwas Anmaßendes, Übergriffiges in meinen Augen.

Natürlich wünsche ich mir Frieden in Syrien. Und überall. Trotzdem würde ich niemals irgendjemanden, der oder die mich nicht explizit darum gebeten hat, Heilenergien schicken.

Das ist wie mit meinem Zorn, den ich KALI, TARA, der Erde gebe.
Von mir kommt die Energie, die Achtsamkeit, das Sehnen nach Heilung*, auch meine höchsteigene Vision einer heilsamen Zukunft (so ich eine habe) ― und das lasse ich dann alles sein und gebs in den Raum, ins Netz, der Erde, dem Kosmos und/oder der Gottheit meines Vertrauens. Ich lasse los in dem Vertrauen, dass die Energie dort wirkt, und auf eine Weise wirkt, die wirklich heilsam ist. Ich geb das nicht vor, darüber brauch ich mir nicht den Kopf zerbrechen.

Wenn ich heilsame Strategien und Veränderungen planen will, dann habe ich genug damit zu tun, meinen Plastikmüll zu reduzieren (zum Beispiel). Wie der globale Weltfrieden genau aussehen soll, das fällt eher nicht so in meine Kompetenz und Zuständigkeit. Das geb ich ins Netz. Voller Vertrauen.

Jo, und das mit anderen zusammen, um die Erde rum, dazu möchte ich jetzt einladen.

Und zwar jeweils zu den Voll- und Neumondphasen.

Ich hätte diesen Beitrag schon vor ner Woche geschrieben, aber da habe ich noch rumüberlegt und gehadert, wie das zeitlich zu händeln ist, dass alle zu genau der gleichen Zeit mitmachen. Der nächste Neumond z.B. ist am Mittwoch, den 9. Februar ca. um 2:54 nachts. Bei uns in Deutschland. In London ist es dann 1:54, in New York 20:54 am 8. Februar.
Also, mit ‚genau zur gleichen Zeit‘ wird das nix…

Während ich mich immer mehr mit dem Gedanken anfreundete, dass ‚genau zur gleichen Zeit‘ gar nicht so wichtig ist, kam ne Mail eines geschätzten Ex-Kollegen, der auch mitmachen will:
„Einfach definieren. Raum und Zeit?? Alles relativ.“

Genau.

Ich definiere also: Meditiert wird in den 9 Stunden vor dem eigentlichen Mondwechsel.

Damit meine ich: Irgendwann, so lange ihr wollt, so oft ihr wollt (also von einmal ganz kurz über oder einmal lang oder mehrmals bis hin zur neunstündigen Dauermeditation ist alles drin) innehalten und sich mit dem Netz verbinden. Gute Vibes schicken.

Wer möchte, kann sich auch an eine bestimmte Uhrzeit halten – ich sach mal: je näher am Mondwechsel, desto schöner. Ich möchte aber nicht am Dienstag, den 8. März meinen Wecker auf 2:54 nachts stellen… Also werd ich vorm Einschlafen eine Kerze anzünden und ein bisschen sitzen. Oder tanzen. Oder trommeln. Oder ~

Mein Plan ist, vor den jeweilgen Mondwechseln einen Blogbeitrag zu schreiben – da wird auch ein bisschen Astrologie zum Mondzeichen einfließen, das kann aber getrost vernachlässigt werden von denen, die damit nichts am Hut haben. Mir macht das Spaß, und es kann mir Hinweise und Färbung für meine Form der Andacht geben.

Ich werde den Zeitraum für die Medi/Andacht angeben, vielleicht Vorschläge machen, die anregen oder ignoriert werden können, und dann freue ich mich, wenn viele mitmachen. Vielleicht gibts Ideen dazu, Feedback. Ich denke, da wird sich etwas entwickeln und fügen.

Oke. Nächster Termin 8./9. März, Artikel dazu kommt noch. Ich werd das auch per Mail rumschicken an Leute, die dafür offen sein könnten, und ich werds in verschiedenen Foren vorschlagen. Vielleicht machen auch welche aus Usa mit. Wenn ihr Lust habt und Leute kennt: ladet sie ein!

Sei realistisch, plane ein Wunder! (Osho)

 


* Hier musste ich mich selbst zensieren. 🙂 Ich hatte erst geschrieben „Sehnen ist positive Kraft; Sehnsucht ist Saugen und hat bei so einer Medi nichts zu suchen“ – aber so wie sich das jetzt gestaltet, hat alles Raum bei der Mondmedi. Wenn wirs abgeben.

 

Die Angst vorm Tod

Als ich 18 Jahre alt war und noch zur Schule ging und bei meinem Vater in Köln-Rodenkrichen wohnte –

Wir wohnten in so einem typischen Vorort, wie es ihn in fast allen Städten gibt. Kleinere Straßen, Ein- und Mehrfamilienhäuser, Vorgärten, Koniferen und Bambusgrasbüschel. Garagen und Parkplätze am Haus. Da wohnen Leute, die gut verdienen. Ich mag solche Gegenden nicht. Für mich sind sie steril und tot.

In dieser Umgebung vegetierte ich so vor mich hin.
Ich fühlte mich einsam, hässlich und das Leben war Sache der anderen. Ich hatte keinen Teil daran und solche Sehnsucht.
Das Fatale war, dass ich gar nicht wusste, wo das Leben ist, das ich wollte. Ich sah davon wenig bis nichts in der Realität, die ich für die Welt hielt.
Manchmal fand ich Spuren, denen ich nur zaghaft folgte. Sie führten in Gebiete, die anrüchig waren. Oder/und sie machten Mühe. Meditieren zum Beispiel. Ich hatte mich damals zur Zen-Buddhistin erklärt und deswegen öfters Zoff mit meinem Vater, der fand, ich würde in einer Sekte landen. Weia.

Woran ich dagegen zu dieser Zeit Anteil hatte, großen Anteil, das war die bleierne Schwere der 80er. Angst vor AIDS, Atomkrieg und Umweltzerstörung.

In diesen wunderbar fruchtbaren Boden der Hoffnungslosigkeit, Deprimiertheit und Angst klatschte die Katastrophe Tschernobyl.

Ich fing an, nachts aufzuwachen. Mit einem Schlag hellwach. Vor mir das Nichts. Das Schwarze. Der Tod.
Das ging viele Nächte so. Ich lag im Dunkeln, alle schliefen, und ich versuchte das Entsetzen einzudämmen. Ich werde sterben. Ich werde tot sein Es wird NICHTS sein – NICHTS

Zu versuchen, das NICHTS zu begreifen, ist grauenvoll.

In diesen Nächten, da ich in nullkommanix aus dem Schlaf in hellwache Angst gerissen wurde, war mir danach, aufzuspringen und schreiend durch die Wohnung zu rennen.
Das tat ich natürlich nicht, weil, das hätte alle im Haus geweckt. Von denen hätte mir niemand helfen können. Außerdem rennt man nicht schreiend rum, mitten in der Nacht! Was sollen die Nachbarn denken?
Also rang ich den Impuls nieder und versuchte stattdessen, ruhig und regelmäßig und tief zu atmen. Zu akzeptieren, was mich quälte. Es anzunehmen. Ich fand, das sei der Zen-Mönch-Weg.

Das Ergebnis meiner Bemühungen war, dass ich nachts von Todesangst aus dem Schlaf gerissen wurde und schreiend durch die Wohnung rennen wollte.
Was ich nicht tat.
Stattdessen versuchte ich, ruhig und tief zu atmen, meine Angst zu bekämpfen („Angst ist Versagen und der Vorbote des Versagens“ flüsterte dazu Kleister, der alte Lebenskünstler), den Tod anzunehmen (is doch ganz normal, don’t fear the reaper…), das NICHTS zu begreifen-
ARHHHHRR! Ich will schreiend durch die Wohnung rennen!

Mit dieser Methode kam ich also nicht weiter.

Schließlich hab ichs begriffen. Das, was zu begreifen war. Nicht das NICHTS, das ist unbegreiflich, und es ist vermessen, sich dahin aufmachen zu wollen. Es führt zu Wahnsinn. Dazu fällt mir Lovecraft ein.

Schweife nicht ab, oh Troubadoura. WAS hast du begriffen, damals, als das unnenbare Grauen dich beutelte?

Ich habe aufgehört, mich mit dem Intellekt retten zu wollen und endlich begriffen, was gemeint ist, wenn spirituelle LehrerInnen vom Annehmen sprechen.
Ich hab aufgehört zu kämpfen.
Da bist du, Angst. Da ist Tod, da ist Nichts. Ich werde sterben und ich habe ANGST. Nimm mich, gibs mir, ich wehre mich nicht mehr.
Ich ließ den Atem los und die Kontrolle fahren~

Da ging etwas durch meinen Körper wie eine Welle, und dann lag ich im Bett, in meinem Zimmer mit den großen Fenstern, erhellt vom Licht der Straßenlampen, das durch den Garten des Vermieters hereinfiel.

Hallo Angst?
Wo bist du?

Naja, sie war weg.

 
Sie ist dann lange Zeit so nicht wiedergekommen. Manchmal regt sie sich, und ich kann jetzt damit umgehen. Nämlich gar nicht – umgehen. Stattdessen SEIN lassen. Kein Widerstand.

Außerdem ist mir etwas sehr Wichtiges aufgefallen.

Angst vorm Tod, sei es so dramatisch wie damals in den 80ern, oder auch nur schwelend, im Untergrund quälend, habe ich nur in Zeiten, da es mir schlecht geht.
Diese Todesangst ist dabei nicht Ursache, sondern Symptom.

Schlecht geht es mir, wenn ich nicht lebe. Wenn mich ausgeliefert fühle, eingefangen, ohne Kontrolle. Wenn das Leben in mir erstickt wird, dann kommt die Angst.

Darum denke ich, Todesangst ist ein künstlich erzeugtes Phänomen, das zu nichts gut ist, außer das Elend zu verstärken und unsere Aufmerksamkeit von den wirklichen Problemen abzuziehen.

Sterben ist wahrscheinlich kein Problem, wenns soweit ist. Der Tod ist kein Problem, er ist, und mehr weiß ich nicht. Das NICHTS kenne ich nicht.
Was mich Hier & Jetzt am Leben hindert, das ist ein Problem.

Über solche Probleme möchte ich jetzt nur etwas ganz Abstraktes sagen:
Es sind Monster, die ihr Eigenleben haben und nicht sterben wollen. Sie ernähren sich u.A. von Angst, und sie möchten nicht von uns wahrgenommen werden, sondern ungestört beiben. Manche befinden sich als Programme in uns selbst, viele durchseuchen unsere Zivilisation.

 

 

s.a. ACHTZIGER JAHRE